DE1081017B - Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen 4-substituierten 1, 2-Diphenyl-3, 5-dioxy-pyrazolidinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen 4-substituierten 1, 2-Diphenyl-3, 5-dioxy-pyrazolidinenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft die Herstellung von therapeutisch wirksamen 4-substituierten 1,2-DiphenyI-3,5-dioxopyrazolidinen
der allgemeinen Formel
/CO-N-Ar1
R —CO —CH; I
R —CO —CH; I
"CO-N-Ar2
bzw. deren tautomeren Formen, worin R einen aliphatischen, aromatischen, araliphatischen oder cycloaliphatischen
Kohlenwasserstoffrest bedeutet, welcher durch — CO — O — unterbrochen sein kann und
worin ein aromatischer Kohlenwasserstoffrest durch Hydroxyl- oder niedermolekulare Alkoxygruppen substituiert
sein kann, und Ar1 und Ar2 Phenylreste bedeuten,
welche durch niedermolekulare Alkyl- oder durch Hydroxylgruppen substituiert sein können. Diese Verbindungen
können in einfacher Weise hergestellt werden, indem man ein reaktionsfähiges funktionelles Derivat
einer Carbonsäure der allgemeinen Formel Verfahren zur Herstellung
von therapeutisch wirksamen
von therapeutisch wirksamen
4-substituierten 1 ,2-Diphenyl-3,5-dioxypyrazolidinen
Anmelder:
J.R. Geigy A.-G., Basel (Schweiz)
J.R. Geigy A.-G., Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr. F. Zumstein
und Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann,
Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
und Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann,
Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 16. Dezember 1954
Schweiz vom 16. Dezember 1954
R-COOH
II
oder die freie Carbonsäure auf ein l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin
der allgemeinen Formel
Dr. Rolf Denss und Dr, Franz Häfliger, Basel (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
CH,
XO-N-Ar1
XO-N-Ar9
III
oder der allgemeinen Formel
,XO — N — Ar/
H2C ('
H2C ('
XO-N-Ar5,
IV
worin Ar1' einen Aralkyloxyphenylrest, insbesondere
den Benzyloxyphenylrest, bedeutet und Ar1, Ar2 und R die
oben angegebene Bedeutung haben, gegebenenfalls in Gegenwart eines basischen Kondensationsmittels, einwirken
läßt, und falls mit einer Verbindung der Formel IV umgesetzt wurde, das Kondensationsprodukt
mittels katalytisch aktiviertem Wasserstoff hydrogenolysiert. Die erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen
der allgemeinen Formel I besitzen wertvolle therapeutische Eigenschaften, insbesondere antiphlogistische
und antipyretische Wirksamkeit. Eine besonders vorteilhafte Verfahrensmodifikation für ihre Herstellung
ist die Kondensation eines Carbonsäurehalogenides oder -anhydrides mit einer Verbindung der allgemeinen
Formel III in Gegenwart von Pyridin oder einer andern tertiären organischen Base, ferner auch
in Gegenwart anorganischer basischer Kondensationsmittel, z. B. Kaliumcarbonat. Im weitern können auch
Carbonsäureester in Gegenwart von Alkalimetallalkoho-2
laten zur Umsetzung mit Verbindungen der allgemeinen Formel III gelangen. Insbesondere Säureanhydride,
z. B. Acetanhydrid, aber auch Säurehalogenide können beim Erhitzen mit Verbindungen der allgemeinen
Formel III auch in Abwesenheit von Kondensationsmitteln im gewünschten Sinne reagieren.
Während sich bei Anwendung von Säureanhydriden der Zusatz eines Lösungsmittels oft erübrigt, können die
Umsetzungen mit Säurehalogeniden mit Vorteil in inerten organischen Lösungsmitteln, z. B. in Benzol oder
Chloroform, vorgenommen werden. Umsetzungen mit Carbonsäureestern können beispielsweise in Alkoholen
von geeignetem Siedepunkt oder auch in inerten organischen Lösungsmitteln durchgeführt werden.
Die neuen l,2-Diphenyl-3,5-dioxo~4-acylpyrazolidine sind meist farblose kristallisierte Verbindungen. Mit
anorganischen und organischen Basen bilden sie Salze, welche teilweise sehr schwer löslich sind.
Aus den deutschen Patentschriften 668 387 und 676 Sl 3
sind schon 1,2,3-substituierte 5-Pyrazolone bekanntgeworden,
welche in 4-Stellung eine Acylgruppe tragen. Ferner sind l,2-Diaryl-3,5-dioxopyrazolidine bekannt,
welche in 4-Stellung durch eine aliphatische Seitenkette substituiert sind, welche gegebenenfalls durch Heteroatome
unterbrochen sein kann; das unter diese Gruppe fallende l,2-Diphenyl-3,5-dioxo-4-n-butylpyrazolidin hat
als Arzneimittel zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen große Bedeutung erlangt.
009 50&/399
3 4
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält- mit verdünnter Salzsäure und mit Wasser gewaschen und
liehen in der 4-Stellung durch Acylgruppen substituierten eingedampft. Die abgesaugten Kristalle werden zusammen
l,2-Diaryl-3,5-dioxopyrazolidine sind bisher nicht be- mit dem Eindampfrückstand zweimal aus salzsäurehal-
kanntgeworden und zeichnen sich durch gute anti- tigern wäßrigem Alkohol und hierauf noch aus 80°/0igem
phlogistische Wirksamkeit und viel geringere Toxi- 5 Alkohol umkristaHisiert. Das l^-Diphenyl^-caproyl-
zität aus. 3,5-dioxopyrazolidin schmilzt bei 92 bis 93° und sein
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Herstellung der 2,4-Dinitrophenylhydrazon bei 172 bis 174°.
neuen Verbindungen näher erläutern. Teile bedeuten In analoger Weise erhält man z. B. das 1,2-Diphenyl-
darin Gewichtsteile, diese verhalten sich zu Volumteilen 4-valeryl-3)5-dioxopyrazolidinJ F. 66,5 bis 67,5°; 1,2-Di-
wie Gramm zu Kubikzentimeter. Die Temperaturen 10 phenyl-4-isovaleryl-3,5-dioxopyrazolidin, F. 103 bis 104°;
sind in Celsiusgraden angegeben. l,2-Diphenyl-4-(j5-phenyl-propionyl)-3,5-dioxopyrazolidin)
•D · ·" 1 1 F. 115,5 bis 116,5°; l^-Diphenyl-l-cinnamoyl-S.S-dioxo-
Beispiel 1 pyrazolidin, F. 181,5 bis 182,5°; |l,2-Diphenyl-4-iso-
25,2 Teile l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin werden butyryl-3,5-dioxopyrazolidin, F. 110 bis 112°, undl,2-Bis-
mit 32 Volumteilen Pyridin vermischt und 22,6 Volum- 15 (p-methyl-phenyl)-4-benzoyl-3,5-dioxopyrazoIidin, F. 154
teile Essigsäureanhydrid zugefügt. Unter Selbsterwär- bis 155°.
mung entsteht eine homogene Lösung, aus der beim Beispiel 5
Erkalten das Pyridinsalz des l^-Diphenyl^-acetyl-
3,5-dioxopyrazolidine in gelben Kristallen auskristalli- 50,4 Teile l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin werden in
siert. Es wird mit Benzol verrührt, abgesaugt und mit ao 400 Volumteilen Benzol und 70 Volumteilen Pyridin
Benzol ausgewaschen. Aus dem Pyridinsalz kann das suspendiert und dann 38,1 Teile Di-n-butylacetylchlorid
l^-DiphenyM-acetyl-SjS-dioxopyrazolidin z. B. durch in 40 Volumteilen Benzol unter Rühren zugetropft,
längeres Erhitzen bei 10 bis 15 mm Druck auf 80 bis 90° Dann wird 10 Minuten zum Sieden erhitzt und an-
erhalten werden. Nach Kristallisation aus Alkohol oder schließend 4 Stunden lang bei Zimmertemperatur weiter-
Sublimation bei 0,002 mm Hg Druck werden farblose 25 gerührt. Es wird vom Niederschlag abgesaugt, die
Kristalle vom F. 117 bis 118° erhalten. Dieselbe Verbin- benzolische Lösung mit Salzsäure und Wasser gewaschen
dung wird auch bei 3stündigem Kochen von 1,2-Diphenyl- und eingedampft. Der Eindampfrückstand wird einige
3,5-dioxopyrazolidin mit Acetanhydrid ohne Konden- Male mit gesättigter Natriumbicarbonatlösung unter
sationsmittel gebildet. Rühren extrahiert und der unlösliche Anteil schließlich
. 30 aus salzsäurehaltigem wäßrigem Alkohol umkristallisiert.
Beispiei 2 Das SQ erhaltene l^DihM^bll^Sdi
25,2 Teile l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin werden in oxopyrazolidin schmilzt bei 88 bis 90°.
32 Volumteilen Pyridin und 200 Volumteilen Benzol Analog dem vorstehenden Beispiel erhält man z. B.
suspendiert und unter Rühren 11,5 Teile Butyrylchlorid auch das l,2-Diphenyl-4-(a-cycloheptenyl-butyryl)-3,5-di-
in 12 Volumteilen Benzol zugetropft. Die Temperatur 35 oxopyrazolidin, F. 108,5 bis 109,5°, und das 1,2-Diphenyl-
steigt dabei auf 40 bis 50°. Ohne äußere Wärmezufuhr 4-homoveratroyl-3,5-dioxopyrazolidin, F. 148,5 bis 150,5°
wird noch etwa 5 Stunden weitergerührt, dann vom (aus Benzol umkristallisiert).
ausgefallenen Pyridinhydrochlorid abfiltriert und die
benzolische Lösung mit 2n-Salzsäure und darauf mit Beispiel 6
Wasser gewaschen. Der nach dem Abdestillieren des 40 14,1 Teile Benzoylchlorid werden in 15 Volumteilen
Lösungsmittels hinterbleibende Rückstand kann über Benzol gelöst und zu einer Suspension von 35,8 Teilen
das in Wasser schwerlösliche Natriumsalz gereinigt l-(p-Benzyloxyphenyl)-2-phenyl-3,5-dioxopyrazolidin
werden. Das reine, aus Petroläther-Benzol-Gemisch oder (hergestellt aus p-Benzyloxyhydrazobenzol und Malon-
verdünntemAlkoholkristallisiertel^-Diphenyl^-butyryl- säurediäthylester, F. 185 bis 190°, unter Zersetzung),
3,5-dioxopyrazolidin schmilzt bei 79 bis 80°. Der Schmelz- 45 250 Volumteilen Benzol und 35 Volumteilen Pyridin
punkt des Semicarbazons liegt bei 207 bis 208°. unter Rühren zugetropft. Nach beendeter Reaktion
. . wird abgesaugt und der Niederschlag aus Alkohol um-
Beispiel ό kristallisiert, F. 116 bis 117°. 23,1 Teile des so erhaltenen
31,0 Teile Phenylessigsäurechlorid werden in 30 Volum- l-(p-Benzyloxyphenyl)-2-phenyl-4-benzoyl-3,5-dioxopyrteilen
Benzol gelöst und unter Rühren in eine Mischung 50 azolidins werden in 400 Volumteilen 1 η-Natronlauge und
aus 50,4 Teilen l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin, 70 Vo- 800 Volumteilen Alkohol gelöst und mit 20 Teilen Nickellumteilen
Pyridin und 400 Volumteilen Benzol einge- katalysator (Raneynickel) bei Zimmertemperatur und
tropft. Es wird in der Kälte während etwa 14 Stunden Normaldruck in einer H2-Atmosphäre geschüttelt. Nach
weitergerührt, filtriert und die benzolische Lösung wie im Absorption der berechneten Menge Wasserstoff (1 Mol
Beispiel 2 mit verdünnter Salzsäure und Wasser ge- 55 pro Mol Ausgangsstoff) kommt die Wasserstoffaufnahme
waschen. Das nach dem Abdestillieren des Lösungs- praktisch zum Stillstand. Man filtriert vom Katalysator
mittels verbleibende l^-DiphenyW-phenacetyl-S.S-di- ab und versetzt unter Eiskühlung mit 250 Volumteilen
oxopyrazolidin schmilzt, aus Alkohol umkristallisiert, bei 2 η-Salzsäure und 100 Volumteilen Wasser. Nach
112,5 bis 113,5°. beendeter Kristallisation saugt man ab und kristallisiert
In analoger Weise können z. B. das l,2-Bis-(p-methyl- 60 das l-(p-Oxyphenyl)-2-phenyl-4-benzoyl-3,5-dioxopyr-
phenyl)-4-phenacetyl-3,5-dioxopyrazolidin, F. 149 bis azolidin aus 80°/0igem Alkohol um, worauf es bei 198 bis
151°, und das l,2-Bis-(p-methyl-phenyl)-4-isobutyryl- 200° schmilzt.
3,5-dioxopyrazolidin, F. 106 bis 108°, hergestellt werden. In analoger Weise erhält man z. B. auch das l-(p-
. Benzyloxyphenyl)-2-phenyl-4-phenacetyl-3,5-dioxopyr-
üeispiel 4 ^ azolidill) F 103 bis 106°, und das l-(p-Oxyphenyl)-2-phe-
- 50,4 Teile l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin werden nyl^-phenacetyl-S.S-dioxopyrazolidin, F. 155 bis 157°.
in 400 Volumteilen Benzol und 70 Volumteilen Pyridin . .
suspendiert und dann 26,9 Teile Caproylchlorid in Beispiel 7
25 Volumteilen Benzol zugetropft. Nach beendeter 13,4 Teile l-(p-Oxyphenyl)-2-phenyl-3,5-dioxopyrazo-
Reaktion wird abgesaugt und die benzolische Mutterlauge 70 lidin (hergestellt aus dem I-(p-Benzyloxyphenyl)-2-phe-
nyl-3,5-dioxopyrazolidin durch Hydrogenolyse analog dem Verfahren von Beispiel 6, F. 175 bis 185°) werden
in 100 Volumteüen Benzol und 17 Volumteüen Pyridin suspendiert, worauf unter Rühren 5,4 Teüe Butyrylchlorid,
gelöst in 5 Volumteüen Benzol, eingetropft werden. Das Reaktionsgemisch wird etwa 14 Stunden
bei Zimmertemperatur weitergerührt und hierauf der Niederschlag abgesaugt und unter Rühren mit 500 Volumteüen
2 n-Natriumcarbonatlösung extrahiert. Der Natriumcarbonatauszug wird mit Kohle filtriert und dann
mit 2 η-Salzsäure unter Eiskühlung angesäuert, der ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt und aus
wäßrigem Alkohol umkristallisiert. Das l-(p-Oxyphenyl)-2-phenyl-4-butyryl-3,5-dioxopyrazolidin
schmilzt bei 144 bis 146°.
Man kann die obige Verbindung aber auch durch Hydrogenolyse des l-(p-Benzyloxyphenyl)-2-phenyl-4-butyryl-3,5-dioxopyrazolidin,
F. 91 bis 93°, analog Beispiel 6 hersteUen.
20
25,2 Teüe l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin werden in 200 Volumteüen Chloroform und 35 Volumteüen Pyridin
gelöst und darauf 14,1 Teile Benzoylchlorid in 15 Volumteüen Chloroform unter Rühren zugetropft. Nun wird
das Reaktionsgemisch 30 Minuten lang zum Sieden erhitzt, dann erkalten gelassen und mehrmals mit 2 n-Salzsäure
und Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und eingedampft, der Eindampfrückstand wird mehrmals
unter Rühren mit gesättigter Natnumbicarbonatlösung extrahiert. Aus den vereinigten alkalischen Auszügen
scheidet sich beim Ansäuern mit verdünnter Salzsäure l,2-Diphenyl-4-benzoyl-3,5-dioxopyrazolidin ab, das nach
Umkristallisieren aus Alkohol bei 109,5 bis 110,5° schmilzt. Der Schmelzpunkt seines 2,4-Dinitrophenylhydrazons
liegt bei 148 bis 149°. An Steüe von Chloroform kann man auch Benzol als Lösungsmittel verwenden.
50,4 Teile l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin werden in 400 Volumteüen Benzol suspendiert, tropfenweise
unter Rühren mit 34,1 Teüen p-Methoxy-benzoylchlorid,
gelöst in 35 Volumteüen Benzol, versetzt und die Mischung 5 Minuten zum Sieden erhitzt und hierauf noch 5 Stunden
bei Zimmertemperatur weitergerührt. Dann saugt man von Ungelöstem ab und arbeitet die benzolische Lösung
in der im Beispiel 5 beschriebenen Weise auf. Das l,2-Diphenyl-4-(p-methoxy-benzoyl)-3,5-dioxopyrazolidin
schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Alkohol bei 162 bis 163°. Seine HersteUung kann aber auch mittels
Pyridin als Kondensationsmittel analog Beispiel 5 erfolgen.
Eine Lösung von 14,1 Teüen Benzoylchlorid in 15 Volumteüen Benzol wird unter Rühren zu einer Suspension
von 25,2 Teüen l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin und 27,6 Teüen wasserfreiem Kaliumcarbonat in 200 Volumteüen
Benzol zugetropft und das Reaktionsgemisch etwa 4 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt. Nach dem Erkalten
wird filtriert, die Benzoüösung mit 2 n-Salzsäure und Wasser gewaschen und eingedampft. Der Rückstand
wird wie im Beispiel 8 aufgearbeitet, wobei der erste Natriumbicarbonat-Extrakt durch nicht umgesetztes
1,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin verunreinigt sein kann. Das erhaltene Produkt ist mit dem im Beispiel 8 beschriebenen
identisch.
Zu 25,2 Teüen l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin, suspendiert in 200 Volumteüen Benzol und 35 Volumteüen
Pyridin, werden unter Rühren 13,7 Teile Acetoxyacetylchlorid, gelöst in 15 Volumteüen Benzol, zugetropft
und etwa 14 Stunden bei Raumtemperatur weitergerührt. Dann wird das Reaktionsgemisch filtriert und der Niederschlag,
der aus einer Pvridinverbindung des 1,2-Diphenyl-4-(a-acetoxyacetyl)-3,5-dioxopyrazolidins
besteht, durch Umkristallisieren aus Alkohol gereinigt. Die kristallisierte Pyridinverbindung schmüzt bei 164 bis
172° unter Zersetzung. Das freie l,2-Diphenyl-4-(ct-acetoxyacetyl)-3,5-dioxopyrazolidin
kann daraus, durch Zersetzung mit 2 n-Salzsäure, unter Zusatz von 10 % Alkohol und Rühren gewonnen werden. Die zurückbleibende
pyridinfreie Substanz schmüzt bei 117 bis 118°.
Claims (2)
1. Verfahren zur HersteUung von therapeutisch wirksamen, 4-substituierten l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidinen
der allgemeinen Formel
CO-N-Ar1
R —CO-CH/ I
R —CO-CH/ I
XO-N-Ar2
bzw. deren tautomeren Formen, worin R einen aliphatischen, aromatischen, araliphatischen oder cycloaliphatischen
Kohlenwasserstoffrest bedeutet, welcher durch —CO — O— unterbrochen sein kann und
worin ein aromatischer Kohlenwasserstoffrest durch Hydroxyl- oder niedermolekulare Alkoxygruppen
substituiert sein kann, und Ar1 und Ar2 Phenykeste
bedeuten, welche durch niedermolekulare Alkyl- oder durch Hydroxylgruppen substituiert sein können,
dadurch gekennzeichnet, daß man ein reaktionsfähiges, funktioneUes Derivat einer Carbonsäure der
allgemeinen Formel
R —COOH
oder die freie Carbonsäure auf ein 1,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin
der allgemeinen Formel
/CO-N-Ar1
CH9
III
XO-N-Ar9
oder der allgemeinen Formel
CO-N-Ar1'
IV
XO —
Ar,
worin Ar1' einen Aralkyloxyphenylrest bedeutet, und
Ar1, Ar2 und R die oben definierte Bedeutung haben,
gegebenenfaüs in Gegenwart eines basischen Kondensationsmittels, einwirken läßt und falls mit einer
Verbindung der Formel IV umgesetzt wurde, das Kondensationsprodukt mittels katalytisch aktiviertem
Wasserstoff hydrogenolysiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als basisches Kondensationsmittel
Pyridin verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 903 578, 407 487;
Chem. Ber., 88 (1955), S. 1353 bis 1360.
Deutsche Patentschriften Nr. 903 578, 407 487;
Chem. Ber., 88 (1955), S. 1353 bis 1360.
© 009 508/599 4.60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1081017X | 1954-12-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1081017B true DE1081017B (de) | 1960-05-05 |
Family
ID=4556401
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG18596A Pending DE1081017B (de) | 1954-12-16 | 1955-12-15 | Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen 4-substituierten 1, 2-Diphenyl-3, 5-dioxy-pyrazolidinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1081017B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE407487C (de) * | 1923-11-26 | 1924-12-15 | Merck Chem Fab E | Verfahren zur Darstellung von Phenolen |
| DE903578C (de) * | 1950-11-06 | 1954-02-08 | Geigy Ag J R | Verfahren zur Herstellung von neuen, in 4-Stellung substituierten 3, 5-Dioxo-pyrazolidinen |
-
1955
- 1955-12-15 DE DEG18596A patent/DE1081017B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE407487C (de) * | 1923-11-26 | 1924-12-15 | Merck Chem Fab E | Verfahren zur Darstellung von Phenolen |
| DE903578C (de) * | 1950-11-06 | 1954-02-08 | Geigy Ag J R | Verfahren zur Herstellung von neuen, in 4-Stellung substituierten 3, 5-Dioxo-pyrazolidinen |
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