DE1039063B - Verfahren zur Herstellung eines antipyretisch wirksamen, substituierten 1, 2-Diphenyl-3, 5-dioxo-pyrazolidins und dessen Salzen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines antipyretisch wirksamen, substituierten 1, 2-Diphenyl-3, 5-dioxo-pyrazolidins und dessen SalzenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines neuen, substituierten l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidins
mit analgetischer, antiphlogistischer und insbesondere antipyretischer Wirkung der Formel I
sowie auf die Herstellung von Salzen dieser Verbindung mit anorganischen und organischen Basen.
OC CH-C4H9-η
N CO
OH
Verfahren zur Herstellung
eines antipyretisch wirksamen,
substituierten 1 ,2-Diphenyl-3,5-dioxo-
pyrazolidins und dessen Salzen
Anmelder:
J. R. Geigy A.-G., Basel (Schweiz)
J. R. Geigy A.-G., Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr. K. Griesing, Patentanwalt,
Hönebach bei Bebra, Bahnhofstr. 9
Hönebach bei Bebra, Bahnhofstr. 9
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 15. April 1954
Schweiz vom 15. April 1954
Diese Verbindung läßt sich prinzipiell entsprechend der allgemeinen Lehre der deutschen Patentschriften
814150 und 903 578 durch Kondensation von reaktionsfähigen
Derivaten der n-Butyl-malonsäure mit funktionellen Derivaten von p-Oxy-hydrazobenzol darstellen,
wobei aber die Hydroxylgruppe des p-Oxyhydrazobenzols durch eine Bindung von äther-, acetal-
oder esterartiger Natur verschlossen und damit im Verlaufe der Kondensation vor Nebenreaktionen mit
dem Malonsäurederivat wie auch vor Oxydation geschützt sein muß. Nach erfolgter Kondensation muß
dieser o-ständige Rest abgespalten werden, ohne daß das restliche Molekül angegriffen wird. Die funktioneilen
Derivate des p-Oxy-hydrazobenzols müssen somit einerseits bei der Kondensation beständig sein,
andererseits muß der o-Substituent nachher in den Reaktionsprodukten leicht abspaltbar sein. Am allgemeinsten
entsprechen dieser Bedingung gewisse araliphatische Äther des p-Oxy-hydrazobenzols, insbesondere
Mono-benzoloxy- oder -benzhydryloxyhydrazobenzol, welche sich sowohl mit n-Butyl-malonsäureestern
mittels alkalischer Kondensationsmittel, als auch mit n-Butyl-malonsäurehalogeniden, z. B. in
Gegenwart von Pyridin, leicht zu aralkyloxy-phenylsubtituierten Dioxopyrazolidinen kondensieren lassen,
welche durch Hydrogenolyse mittels katalytisch aktiviertem Wasserstoff in die p-Oxyphenylverbindung
der allgemeinen Formel I übergeführt werden kann. Zur Kondensation mit n-Butyl-malonestern eignen
sich infolge ihrer Beständigkeit gegenüber alkalischen Kondensationsmitteln auch Derivate des p-Oxyhydrazobenzols,
worin die Hydroxylgruppe acetalartig gebunden ist. Sie ergeben Kondensationspro-Dr.
Franz Häfliger und Dr. Rudolf Pfister,
Basel (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
dukte, welche sich durch Hydrolyse mit Säuren leicht in die Verbindung der Formel I überführen lassen.
Überdies lassen sich Acetale des p-Oxy-hydrazobenzols
in Gegenwart säurebindender Mittel, z. B. Pyridin, auch mit Halogeniden der n-Butyl-malonsäure
kondensieren. Kondensationen mit Estern des p-Oxyhydrazobenzols können nicht in alkalischem Medium
vorgenommen werden, weshalb diese Verbindungen lediglich mit Halogeniden der n-Butyl-malonsäure,
z. B. in Gegenwart tertiärer organischer Basen, wie Pyridin, als säurebindende Mittel, kondensiert werden
können, worauf durch Verseifung, \Orzugsweise in alkalischem Medium, ebenfalls die Verbindung der
Formel I erhalten werden kann.
Während die bisher genannten Herstellungsweisen von Malonsäurederivaten ausgehen, welche den
n-Butylrest bereits enthalten, ist es indessen auch möglich, in allen obengenannten Ringbildungsreaktionen
funktionelle Derivate der unsubstituierten Malonsäure, z. B. Malonsäurediäthylester bzw. Malonsäuredichlorid
zu verwenden. Man gelangt dann zu Derivaten des 3,5-Dioxo-pyrazolidins mit unsubstituierter
4-Stellung, d. h. mit einer reaktionsfähigen
809 6S8/405
Methylengruppe. Diese Verbindungen lassen sich entsprechend der ebenfalls in den deutschen Patentschriften 814 150 und 903 578 erwähnten allgemeinen
Methode mit Butyr- oder Crotonaldehyd kondensieren und ergeben bei der Hydrierung, die gleichzeitig
oder nach der Kondensation erfolgen kann, Derivate des 3,5-Dioxo-pyrazolidins, welche in 4-Stellung den
n-Butylrest enthalten. Die Hydrierung kann auch gleichzeitig mit der hydrogenolytischen Freisetzung
der Hydroxylgruppe erfolgen, weshalb die Einführung des n-Butylrestes nach dem Ringschluß auf die vorstehend
angedeutete Weise vor allem bei Verwendung von Aralkyloxy-hydrazobenzolen als Ausgangsstoffen
von Interesse ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung des 1 - (p-Oxy-phenyl) -2-phenyl-4-n-butyl-3,5-dioxopyrazolidins
und dessen Salze wird deshalb so durchgeführt, daß man
a) einen Malonsäureester der allgemeinen Formel bindenden Mittels mit einem Derivat eines Oxyhydrazobenzols
der allgemeinen Formel
-NH-NH-
— OR" VI
worin R" einen leicht abspaltbaren Acyl rest oder den Rest R' bedeutet, in an sich bekannter Weise zu einer
Verbindung der allgemeinen Formel
CO CH-R
ι—Ν
CO
XOOX
R-CH
II
COOX
OR"
kondensiert oder daß man
c) ein Malonsäureesterhalogenid der allgemeinen Formel
worin R Wasserstoff oder den n-Butylrest und X einen niederen Alkylrest oder einen Phenylrest bedeutet,
in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels mit einem Derivat eines Oxy-hydrazobenzols,
welches der allgemeinen Formel
XOOX
R-CH
COY
35 zunächst in Gegenwart eines säurebindenden Mittels mit einem Derivat eines Oxy-hydrazobenzols der all-
s OR' III gemeinen Formel III in an sich bekannter Weise zu
einem Malonsäureester-hydrazyd der allgemeinen Formel
entspricht, worin R' einen durch Hydrogenolyse abspaltbaren araliphatischen Rest, insbesondere einen
Benzylrest, oder einen a-Alkoxy-alkylrest, worin
Alkoxy- und Alkylgruppen auch unter sich zu einem Ring verbunden sein können, und Z Wasserstoff oder
einen leicht abspaltbaren Acylrest bedeutet, in an sich bekannter Weise zu einer Verbindung der Formel
45
R' 0 —{ V- N—N —
VIII
R-CH
COOX
CO
-CH-R
CO
IV
OR'
kondensiert oder daß man
b) ein Malonsäurehalogenid der allgemeinen Formel
XOY
R-CH
COY
worin R die oben angegebene Bedeutung hat und Y Chlor oder Brom bedeutet, in Gegenwart eines säureumsetzt
und dieses in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels gemäß Methode a) zu einer Verbindung
der allgemeinen Formel IV kondensiert oder
55 daß man d), falls R in den angeführten Formeln Wasserstoff
bedeutet, in die nach dem Ringschluß gemäß den Methoden a) bis c) erhaltenen Kondensationsprodukte
in an sich bekannter Weise durch Kondensation mit Butyraldehyd oder Crotonaldehyd und anschließende
oder gleichzeitige Hydrierung den in 4-Stellung erforderlichen n-Butylrest einführt, wobei gleichzeitig mit
der Hydrierung der durch die Ankondensation des Butyraldehyds bzw. Crotonaldehyds entstandenen
Doppelbindung bzw. Doppelbindungen auch die Hydrogenolyse von Aralkyloxygruppen erfolgen kann,
und daß man, falls der Rest R' durch die unter d) genannte Hydrogenolyse noch nicht entfernt ist, die
nach den Methoden a) bis d) erhaltenen Kondensationsprodukte der Formeln IV und VII durch Abspal-
tung des Restes R' bzw. R" nach bekannten Methoden in die Endverbindung mit freier Hydroxylgruppe
der Formel
O = C-
V-N
-CH- C4H9- η
C = O
C = O
OH
überführt und schließlich die erhaltene Verbindung gewünschtenfalls mit anorganischen oder organischen
Basen nach bekannten Methoden in ihre Salze überführt.
Um zu den als Ausgangssubstanz verwendeten Derivaten des p-Oxy-hydrazobenzols der Formel III zu
gelangen, stellt man beispielsweise zunächst das p-Oxy-azobenzol durch Kupplung von Benzoldiazoniumchlorid
mit Phenol her, worauf das p-Oxyazobenzol veräthert und dann mit Zink in alkalischem
Medium reduziert wird.
Das als Ausgangsstoff für die Methode a) verwendete Mono-benzyloxy-hydrazolbenzol kann auch z. B.
durch Erhitzen von äquimolekularen Mischungen von Nitrobenzol mit p-Benzyloxy-anilin oder von p-Benzyloxy-nitrobenzol
mit Anilin in Gegenwart von Alkalihydroxyden und nachfolgende Reduktion des p-Benzyloxy-azobenzols mit Zink in alkalischem
Medium hergestellt werden.
Die Bildung von Acetalbindungen, wie von Esterbindungen geschieht mit Vorteil auf der Azostufe.
Ein Acetal des p-Oxy-azobenzols wird beispielsweise erhalten, wenn man p-Oxy-azobenzol in Dihydropyran
in Gegenwart einer Spur Phosphorpentoxyd erwärmt oder in Gegenwart einer Spur Chlorwasserstoff
mit einem Vinyläther umsetzt, oder indem man Natriumazophenolat in einem inerten Lösungsmittel,
wie Benzol, mit Chlormethylalkyläthern umsetzt. Bei der Umsetzung mit Vinyläthern erhält man Verbindungen,
worin R" durch einen ot-Alkoxyäthylrest verkörpert
ist, bei der Umsetzung mit Chlormethyläthern solche, worin R' einen Alkoxymethylrest bedeutet,
während in den Umsetzungsprodukten mit Dihydropyran Alkylrest und ot-Alkoxyrest unter sich
zu einem Ring gebunden sind, d. h. R' durch den Tetrahydropyranyl-(2)-Rest verkörpert ist. Die Reduktion
dieser Acetale zu Acetalen von p-Oxy-hydrazobenzol muß neutral oder alkalisch, z. B. mittels
Zinkstaub in alkoholischer Natronlauge vorgenommen werden.
Zur Veresterung des Oxy-azobenzols können übliche Acylierungsmethoden dienen, z. B. Einwirkenlassen
eines Säureanhydrids in Gegenwart von Natriumacetat oder eines Säurechlorids in wäßriger
ίο Alkalilauge oder in Pyridin. Die Reduktion des Acyloxyazobenzols
muß möglichst neutral erfolgen, z. B. indem man in einem geeigneten Lösungsmittel das
Acyloxyazobenzol und Zinkstaub vorlegt und unter Rühren langsam Eisessig zutropft, bis die Lösung
farblos geworden ist, und dann sofort vom Zink absaugt. Man kann die Acetale und Ester des Mono-poxy-azobenzols
auch durch katalytisch^ Hydrierung in das entsprechende Hydrazobenzol überführen, wobei
für rechtzeitigen Abbruch der Reaktion nach Aufnähme eines Mols Wasserstoff gesorgt werden muß,
um die Spaltung des Hydrazobenzols in das entsprechende Amin zu vermeiden.
Das 1 - (p-Oxy-phenyl) - 2 - phenyl-4-n-butyl -3,5-dioxo-pyrazolidin
bildet mit Alkalihydroxyden ziemlich leicht lösliche einbasische Salze. Lösungen dieser
Salze können direkt durch Auflösen der neuen Verbindung in der berechneten Menge Alkalilauge, d. h.
in Lösungen von Lithium-, Natrium- oder Kaliumhydroxyd hergestellt werden. Die neue Verbindung
löst sich aber auch in Alkalicarbonatlösungen. Auf Grund des letzten Umstandes sowie von Vergleichen
mit analogen Verbindungen ohne phenolische Hydroxygruppen kann geschlossen werden, daß die Bildung
monobasischer Salze unter Ersatz des Wasser-Stoffatoms des Pyrazolidinrings erfolgt. Die Lösungen
der Alkalisalze der neuen Verbindung haben eine nur schwach alkalische Reaktion und eignen sich deshalb
gut zur Injektion.
Das 1 -(p-Oxy-phenyl)-2-phenyl-4-n-butyl-3,5-dioxo-pyrazolidin
ist den stellungsisomeren und bzw. oder analogen Oxy-phenylverbindungen in der pharmakologischen
und insbesondere antipyretischen Wirksamkeit deutlich überlegen.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Herstellung des 1- (p-Oxy-phenyl) ^-phenyl^-n-butyl-S.S-dioxypyrazolidins
näher erläutern. Teile bedeuten darin Gewichtsteile, diese verhalten sich zu Volumteilen wie
g zu cm3. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Die Herstellung der Ausgangssubstanzen wird nicht beansprucht.
-NH-NH-
+ n-Butylmalonsäurediäthylester —->
B
B
,.—N-
CO
■ N ■-—
CO
CO
CH
C4H9—η
O Γ TT ■■■
| χ·; Ν | N - ί |
/ CH |
| CO \ |
CO | C4H9 — η |
| \ | D | |
V-OH
Zu einer Lösung von 4,6 Teilen Natrium in 92 Volumteilen abolutem Alkohol läßt man 43,2 Teile n-Butyl-malonsäure-diäthylester
(B) einfließen, gibt 39 Teile p-Benzyloxy-hydrazobenzol (A) (F. 88 bis
90°) zu, destilliert etwa zwei Drittel des Alkohols ab und versetzt mit 92 Volumteilen absolutem Xylol.
Ohne den abwärts gerichteten Kühler zu entfernen, wird die Mischung 12 Stunden bei einer Badtemperatur
von 140 bis 145° gerührt. Man kühlt auf 0 bis 5°, gibt 100 Teile Eis zu. trennt vom Xylol ab, zieht noch
zweimal mit Chloroform aus, stellt bei 0 bis 5° mit 6n-Salzsäure kongosauer, nimmt den Niederschlag in
Chloroform auf, wäscht die erhaltene Lösung zweimal mit Wasser, dann mit Natriumchloridlösung,
trocknet sie über Natriumsulfat und dampft im \7akuum
ein (Bad 20°). Der Rückstand wird aus Alkohol umkristallisiert und liefert l-(p-Benzyloxy-phenyl)-2-phenyl-4-n-butyl-3,5-dioxo-pyrazolidin
(C) als weiße Nädelchen vom F. 132 bis 133°.
Man suspendiert 16,6 Teile dieser Verbindung in 166 Volumteile Äthylacetat und läßt in Gegenwart
von 16,6 Teilen Raney-Nickel bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck Wasserstoff einwirken.
Nach 6 Stunden ist die berechnete Menge Wasserstoff aufgenommen. Der nach dem Abfiltrieren und
Einengen erhaltene Rückstand wird in Benzol aufgenommen und zweimal mit verdünnter Natriumcarbonatlösung
ausgezogen, der Alkaliauszug dann mit 6n-Salzsäure kongosauer gemacht und der Niederschlag
in Essigester aufgenommen. Die erhaltene Lösung wäscht man zweimal mit Natriumchloridlösung,
trocknet mit Natriumsulfat und dampft ein. Der Rückstand wird aus Äther—Petroläther umkristallisiert.
Das l-(p-Oxy-phenyl)-2-phenyl-4-n-butyl-3,5-dioxo-pyrazolidin
(D) schmilzt bei 124 bis 125°.
Auf eine Lösung von 12 Teilen p-Acetoxy-azobenzol (F. 91 bis 92°) in 60 Volumteilen Äthylacetat läßt
man in Gegenwart von 1,4 Teilen Palladium-Kohle-Katalysator (etwa 3°/oig) bei Raumtemperatur und
Atmosphärendruck Wasserstoff einwirken. Nach 3 Tagen sind 1100 Volumteile aufgenommen, und die
Lösung ist farblos geworden. Nach Filtrieren, Einengen unter Stickstoff im Vakuum und Umkristallisieren aus
Alethanol-Wasser erhält man das p-Acetoxy-hydrazobenzol
in Form weißer Kristalle vom F. 120°.
Eine Lösung von 8 Teilen der so erhaltenen Ausgangsverbindung p-Acetoxy-hvdrazobenzol in wenig
absolutem Chloroform wird bei 0 bis 5° in eine ebenfalls in der Kälte bereitete Mischung von 5,8 Volumteilen
absolutem Pyridin und 6,5 Teilen Butylmalonsäuredichlorid in 120 Volumteilen absolutem Chloroform
getropft und dann 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Man schüttelt mehrmals mit 0,1 n-Salzsäure
und mit Natriumchloridlösung, trocknet mit Natriumsulfat und dampft im Vakuum ein. Das erhaltene
rohe öl liefert beim Kristallisieren aus Methanol das 1 - (p-Acetoxy-phenyl) ^-phenyl^-n-butyl-3,5-dioxo-pyrazolidin
als weiße Nadeln vom F. 135 bis 136°.
1,83 Teile dieser Verbindung werden in 20 Volumteilen 1 η-Natronlauge bei 50° gelöst und dann
12 Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen. Die gelbgefärbte Lösung wird zweimal mit Äther ausgeschüttelt,
dann mit verdünnter Salzsäure kongosauer gestellt und der Niederschlag in Äthylacetat aufgenommen.
Die erhaltene Lösung wird mit Wasser und Natriumchloridlösung gewaschen, mit Natriumsulfat
getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand kristallisiert aus Äther—Petroläther und schmilzt
dann bei 125°. Der Mischschmelzpunkt mit auf anderem Wege erhaltenem l-(p-Oxy-phenyl)-2-phenyI-4-n-butyl-3,5-dioxo-pyrazolidin
(s. Beispiel 1) liegt bei 125°.
40 Teile p-Oxy-azobenzol werden in einer Mischung
ίο von 200 Volumteilen Benzol und 18.5 Teilen Dihydropyran
gelöst. Nach Zugabe einer Spatelspitze Phosphorpentoxyd kocht man 2 Stunden unter Rückfluß,
filtriert, schüttelt bei Raumtemperatur mit verdünnter Natronlauge aus, destilliert das Benzol ab und kristallisiert
den Rückstand aus Methanol. Das p-(2-Tetrahydro-pyranyl)-oxy-azobenzol schmilzt bei 81 bis 82°.
28,2 Teile des letzteren werden in einem Gemisch
von' 200 \^olumteilen Benzol, 100 Volumteilen 4n-Natronlauge
und 20 g Zinkstaub 6 Stunden unter Rühren bei 70 bis 80° reduziert. Man saugt, ohne abzukühlen,
ab, trennt die Phasen, gibt die benzolische Lösung durch einen Papierfilter in einen Rührkolben und
destilliert einen kleinen Anteil des Benzols zur Entfernung von Feuchtigkeitsspuren ab. 21,6Teilen-Butylmalonsäure-diäthylester
werden nun zu der Lösung der Ausgangssubstanz zugegeben und anschließend eine N"atriumäthylatlösung, die aus 2,3 Teilen Natrium
und 50 Volumteilen absolutem Alkohol hergestellt ist. Nach Zugabe \ron 50 Volumteilen Xylol
destilliert man 6 Stunden bei einer Ölbadtemperatur von 130 bis 140° weiter. Nach dem Erkalten werden
200 Volumteile Eiswasser eingerührt. Man stumpft die Natronlauge durch Einleiten von Kohlensäure auf
ein ppi von rund 9 ab, trennt die Phasen, behandelt die
wäßrige Lösung mit Kohle, stellt das pH mit verdünnter Essigsäure zwischen 7 und 8 und schüttelt
mit Chloroform aus. Letzteres enthält das l-[p-(2'-Tetrahy dro - py ranyl -) - oxy - phenyl ] - 2-phenyl-3,5-dioxo-4-n-butyl-pyrazolidin,
welches aus Methanol umkristallisiert bei 127 bis 128° schmilzt.
2,04 Teile dieser Verbindung werden in 40 Volumteilen
8O°/oigem Methanol bei 50° gelöst. 1 Volumteil n-HCl zugegeben und 30 Minuten bei 50° gehalten.
Nach Zugabe von 1 Volumteil η-Natronlauge engt man die Lösung im Vakuum ein, setzt 40 Volumteile
Essigester zu. wäscht noch zweimal mit Wasser, trocknet und dampft ein. Das zurückbleibende l-(p-Hydroxy
- phenyl) - 2 - phenyl - 3,5- dioxo-4-n-butyl-pyrazolidin wird aus Äther—Petroläther kristallisiert
und schmilzt bei 123 bis 125°. Der Mischschmelzpunkt mit dem nach Beispiel 1 oder Beispiel 2 erhaltenen
Endprodukt zeigt keine Depression.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung eines antipyretisch wirksamen, substituierten l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidins und dessen Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß mana) einen Malonsäureester der allgemeinen FormelXOOXR-CHCOOXworin R Wasserstoff oder den n-Butylrest und Xeinen niederen Alkylrest oder einen Phenylrest bedeutet, in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels mit einem Derivat eines Oxy-hydrazobenzols, welches der allgemeinen FormelOR' III10entspricht, worin R' einen durch Hydrogenolyse abspaltbaren, araliphatischen Rest, insbesondere einen Benzylrest, oder einen a-Alkoxy-alkylrest, worin Alkoxy- und Alkylgruppen auch unter sich zu einem Ring verbunden sein können, und Z Wasserstoff oder einen leicht abspaltbaren Acylrest bedeutet, in an sich bekannter Weise kondensiert oder daß manb) ein Malonsäurehalogenid der allgemeinen Formel20R-/
XHCOYXOYworin R die oben angegebene Bedeutung hat und Y Chlor oder Brom bedeutet, in Gegenwart eines säurebindenden Mittels mit einem Derivat eines Oxy-hydrazobenzols der allgemeinen Formel35-NH-NH-V-OR"worin R" einen leicht abspaltbaren Acylrest oder den Rest R' bedeutet, in an sich bekannter Weise kondensiert oder daß manc) ein Malonsäureesterhalogenid der allgemeinen Formel45XOO-XR-CHCO-zunächst in Gegenwart eines säurebindenden Mittels mit einem Derivat eines Oxy-hydrazobenzols der allgemeinen Formel III in an sich bekannterWeise zu einem Malonsäureester-hydrazid der allgemeinen FormelR'O —N—N—/'CO ZR-CH
\COOXumsetzt und dieses in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels gemäß Methode a) kondensiert oder daß mand), falls R in den angeführten Formeln Wasserstoff bedeutet, in die nach dem Ringschluß gemäß den Methoden a) bis c) erhaltenen Kondensationsprodukte in an sich bekannter Weise durch Kondensation mit Butyraldehyd oder Crotonaldehyd und anschließende oder gleichzeitige Hydrierung den in 4-Stellung erforderlichen n-Butylrest einführt, wobei gleichzeitig mit der Hydrierung der durch die Ankondensation des Butyraldehyds bzw. Crotonaldehyds entstandenen Doppelbindung bzw. Doppelbindungen auch die Hydrogenolyse von Aralkyloxygruppen erfolgen kann, und daß man, falls der Rest R' durch die unter d) genannte Hydrogenolyse noch nicht entfernt ist, die nach den Methoden a) bis d) erhaltenen Kondensationsprodukte durch Abspaltung des Restes R' bzw. R" nach bekannten Methoden in die Endverbindung mit freier Hydroxylgruppe der FormelO = C CH-C4H9-ηN C = ON'OHüberführt und schließlich die erhaltene Verbindung gewünschtenfalls mit anorganischen oder organischen Basen nach bekannten Methoden in ihre Salze überführt.In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 049 539;
Conrad Weygand, Organisch-chemische Experimentierkunst, 2. Auflage (1948), S. 320 und 333.© 809 6J8/405 9.58
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1039063X | 1954-04-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1039063B true DE1039063B (de) | 1958-09-18 |
Family
ID=4554160
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG16924A Pending DE1039063B (de) | 1954-04-15 | 1955-04-14 | Verfahren zur Herstellung eines antipyretisch wirksamen, substituierten 1, 2-Diphenyl-3, 5-dioxo-pyrazolidins und dessen Salzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1039063B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1167844B (de) * | 1960-02-24 | 1964-04-16 | Geigy Ag J R | Verfahren zur Herstellung von 1-(p-Methylsulfonylphenyl)-2-phenyl-3, 5-dioxo-4-phenylthioaethylpyrazolidin |
| DE1220427B (de) * | 1961-01-06 | 1966-07-07 | Sandoz Ag | Verfahren zur Herstellung von 1, 2-Bis-(p-trifluormethylphenyl)-3, 5-dioxo-pyrazolidinen |
| DE1240869B (de) | 1960-03-01 | 1967-05-24 | Geigy Ag J R | Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen 4-substituierten 1, 2-Diaryl-3, 5-dioxo-pyrazolidinen |
| DE1271716B (de) * | 1960-02-18 | 1968-07-04 | Geigy Ag J R | 1-Phenyl-2-(phdroxyphenyl)-3, 5-dioxo-4-(beta-phenylsulfinylaethyl)-pyrazolidin und seine Salze sowie deren Herstellung |
Citations (1)
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| FR1049539A (fr) * | 1950-11-06 | 1953-12-30 | Geigy Ag J R | 1.2-diaryl-3.5-dioxo-pyrazolidines substituées et procédé de préparation de ces composés |
-
1955
- 1955-04-14 DE DEG16924A patent/DE1039063B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1049539A (fr) * | 1950-11-06 | 1953-12-30 | Geigy Ag J R | 1.2-diaryl-3.5-dioxo-pyrazolidines substituées et procédé de préparation de ces composés |
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