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DE1080114B - Verfahren zur Herstellung von substituierten Cumaronen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von substituierten Cumaronen

Info

Publication number
DE1080114B
DE1080114B DES62776A DES0062776A DE1080114B DE 1080114 B DE1080114 B DE 1080114B DE S62776 A DES62776 A DE S62776A DE S0062776 A DES0062776 A DE S0062776A DE 1080114 B DE1080114 B DE 1080114B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ethyl
coumarones
solution
oxy
substituted
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES62776A
Other languages
English (en)
Inventor
Buu Hoi
Camille Beaudet
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Labaz Sanofi NV
Original Assignee
Labaz Laboratoires SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Labaz Laboratoires SA filed Critical Labaz Laboratoires SA
Publication of DE1080114B publication Critical patent/DE1080114B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von substituierten Cumaronen der allgemeinen Formel ■ Verfahren zur Herstellung von substituierten Cumaronen
OH
in der R eine Methyl-, Äthyl- oder Phenylgruppe, X eine CO- oder CH (O H)-Gruppe und Y ein oder mehrere Halogenatome bedeutet.
Es wurde gefunden, daß die durch die obige allgemeine Formel gekennzeichneten substituierten Cumarone ausgeprägte Spasmolytica sind und zum Teil auch als coronare Vasodilatatoren geeignet sind.
So zeigen die neuen, erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen gegenüber einem der am wirksamsten bekannten spasmolytischen Heilmittel, nämlich dem 5,8-Dimethoxy-2-methylfurano-(4',5': 6,7)-chromon, die folgenden Wirkungen:
Anmelder: Societe des Laboratoires LABAZ, Brüssel
Vertreter: Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte, Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Beanspruchte Priorität: <
Belgien vom 21. Dezember 1956
Buu Hoi, Paris, und Camille Beaudet, Brüssel, sind als Erfinder genannt worden
Spasmolytische Wirkung bei durch. Histamin ausgelösten Krämpfen im Vergleich zu 5,8-Dimethoxy-2-methyl:£urano-(4^5':6,7)-chromon
den isolierten Darm des
Meerschweinchens
auf das isolierte Herz von Kaninchen
5,8-Dimethoxy-2-methylfurano-(4',5': 6,7)-chromon.'-.
2-Äthyl-3-(4'-oxy-3',5'-dibrombenzoyl)-cumaron
2-Äthyl-3-(4'-oxy-3',5'-dijodbenzoyl)-cumaron ·.
2-Äthyl-3-(4'-oxy-3',5'-dijodphenylcarbinyl)-cumaron.
15fach
27,5fach
llfach
■ 1
40fach lOOfach
30fach
Wie aus den obigen Werten hervorgeht, sind die neuen substituierten Cumarone als Spasmolytica um ein Vielfaches wirksamer als das 5,8-Dimethoxy-2-methylfurano-(4',5:6,7)-chromon, so daß diese Verbindungen eine wertvolle Bereicherung der Heilmittel bedeuten. Ihre Brauchbarkeit wird noch dadurch verbessert, daß ihre Toxizität sehr gering ist und die LD50, bestimmt durch intraperitoneale Verabfolgung bei Mäusen, nur zwischen IOD und 200 mg/kg beträgt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung der durch die obige allgemeine Formel gekennzeichneten Cumarone besteht darin, daß man die entsprechenden halogenfreien Cumarone in an sich bekannter Weise durch Umsetzung mit Halogenen halogeniert.
Die als Ausgangsmaterialien verwendeten Verbindungen werden wie folgt erhalten: Verbindungen, in denen der Rest X für die CO-Gruppe steht, werden nach dem Verfahren der Patentanmeldung S 56 349 IVb/12q (deutsche Auslegeschrift 1 076 702) hergestellt. Verbindungen, in denen der Rest X für die CH(OH)-Gruppe steht, können aus den entsprechenden CO-Verbindungen nach dem Meerwein-Pondorf-Verfahren durch Umsetzung mit Isopropylalkohol und Aluminiumisopropylat hergestellt werden.
Die nachstehenden Beispiele erläutern das Verfahren.
Beispiel 1
Herstellung von
2-Äthyl-3-(4'-oxy-3',5'-dijodbenzoyl)-cumaron 133 g 2-Äthyl-3-p-oxybenzoylcumaron (F. = 124,30C) werden bei 50 bis 6O0C in einer Natriumhydroxydlösung (22 g auf 400 ecm Wasser) gelöst. Die Lösung wird verdünnt, indem 3,51 Wasser zugegeben werden; der Hp-Wert beträgt dann 10,5 bis 11. Nun wird langsam innerhalb 1I2 Stunde unter Rühren eine Lösung aus 280 g Jod und 280 g Kaliumjodid in 700 ecm Wasser zugegeben, wobei
909· 787/415
der pH-Wert über 7 gehalten wird, indem ständig 10 %ige Natronlauge zugegeben wird (insgesamt 350 ecm, endgültiger pjg-WertS.S). Die Reaktionsmischung wird anschließend 3 Stunden gerührt und dann sorgfältig zentrifugiert.
Die erhaltene gelbe Ausfällung wird unter Rühren in 41 Wasser suspendiert, und zu dieser Suspension werden 400 ecm 20%ige Natriumbisulfitlösung und anschließend 70 ecm konzentrierte Salzsäure zugegeben. Die Mischung wird 90 Minuten gerührt, worauf sie etwa 10 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen wird.
Die Mischung wird dann zentrifugiert und der Rückstand mit 3 bis 41 Wasser gewaschen, worauf die feuchte Ausfällung in 500 ecm Methanol suspendiert und die Suspension so lange gerührt wird, bis eine gleichmäßige Paste erhalten worden ist, die anschließend zentrifugiert und bei Zimmertemperatur getrocknet wird.
Es werden 245 g rohes 2-Äthyl-3-(4'-oxy-3',5'-drjodbenzoyl)-cumaron erhalten, was einer Ausbeute von 95% entspricht. Das rohe Produkt kann durch Waschen mit Diäthyläther oder Äthylacetat gereinigt werden. F. = 167°C.
Beispiel 2
Herstellung von
2-Äthyl-3-(4'-oxy-3',5'-dibrombenzoyl)-cumaron
Eine Lösung von 10 g 2-Äthyl-3-p-oxybenzoylcumaron (F. = 124,30C) in Essigsäure wird mit 12 g Brom behandelt und unter Rückfluß erhitzt, bis kein gasförmiger Bromwasserstoff mehr abgegeben wird. Nachdem die Lösung konzentriert worden ist, wird der Rückstand mehrere Male mit Wasser gewaschen, mit Soda neutralisiert und die Ausfällung zentrifugiert. Es werden 10 bis 12 g eines dibromierten Derivats erhalten, das aus Cyclohexan umkristallisiert werden kann. F. = 151°C.
Beispiel 3
Herstellung von
2-Äthyl-3-(4'-oxy-3'-brornbenzoyl)-cumaron
2,66 g 2-Äthyl-3-p-oxybenzoylcumaron (F. = 124,3° C) werden in 130 ecm Essigsäure gelöst und zu dieser Lösung 1,6 g in 15 ecm Essigsäure gelöstes Brom zugegeben. Die erhaltene Lösung wird gerührt und über Nacht stehengelassen, worauf sie mit 100 ecm Wasser behandelt und der Niederschlag abgetrennt und aus Äthylalkohol umkristallisiert wird. Der Schmelzpunkt des erhaltenen 2-Äthyl-3-(4'-oxy-3'-brombenzoyl)-cumarons beträgt 60° C. Ausbeute: 60 %.
Beispiel 4
Herstellung von
2-Äthyl-3- (4'-oxy-3 '-brom-5'-] odbenzoyl) -cumaron
Zu einer Lösung aus 3,45 g 2-Äthyl-3-(4'-oxy-3'-brombenzoyl)-cumaro*n in 222 ecm 0,05 η-Natronlauge wird eine Lösung von 2,75 g Jod in wäßrigem Kaliumiodid (2,8 g Kaliumiodid auf 20 ecm Wasser) zugegeben. Die erhaltene Lösung wird 2 Stunden gerührt, angesäuert, zentrifugiert und der Rückstand mit Wasser gewaschen, worauf er im Vakuum über Phosphorsäureanhydrid getrocknet wird. Der Schmelzpunkt des erhaltenen 2-Äthyl-3-(4'-oxy-3'-brom-5'-iodbenzoyl)-cumarons beträgt 15O0C. Ausbeute: 66%.
Beispiel 5
Herstellung von
2-Äthyl-3-(4'-oxy-3',5'-diiodphenylcarbinyl)-cumaron
0,1 Mol (26,8 g) 2-Äthyl-3-p-oxyphenylcarbinylcumaron (F. = 740C) wird in einem leichten Überschuß einer 3%igen Natronlauge gelöst. Zu der erhaltenen Lösung wird langsam ein leichter Überschuß an Jod, das in einer 25%igen wäßrigen Lösung von Kaliumiodid gelöst ist, zugegeben. Die Lösung wird 2 Stunden bei normaler Temperatur stehengelassen, mit einer 20 %igen Lösung von Natriumbisulfit angesäuert, zentrifugiert, der Rückstand mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet. Nach dem Umkristallisieren aus Essigsäure werden41,6g2-Äthyl-3-(4'-oxy-3',5'-dijodphenylcarbinyl)-cumaron erhalten. F. = 1000C.
40

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von
    Cumaronen der allgemeinen Formel
    substituierten
    OH
    worin R eine Methyl-, Äthyl- oder Phenylgruppe, X eine CO- oder CH(OH)-Gruppe und Y ein oder mehrere Halogenatome bedeuten, dadurch gekenn zeichnet, daß man die entsprechenden halogenfreien Cumarone in an sich bekannter Weise durch Umsetzung mit Halogenen halogeniert.
    ©909 787/415+.60
DES62776A 1956-12-21 1957-12-20 Verfahren zur Herstellung von substituierten Cumaronen Pending DE1080114B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE1080114X 1956-12-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1080114B true DE1080114B (de) 1960-04-21

Family

ID=3893160

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES62776A Pending DE1080114B (de) 1956-12-21 1957-12-20 Verfahren zur Herstellung von substituierten Cumaronen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1080114B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1246755B (de) * 1961-11-24 1967-08-10 Belge Produits Chimiques Sa Verfahren zur Herstellung von substituierten Cumaronen
US3947470A (en) * 1974-06-20 1976-03-30 Smithkline Corporation Substituted benzofurans and benzothiophenes

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1246755B (de) * 1961-11-24 1967-08-10 Belge Produits Chimiques Sa Verfahren zur Herstellung von substituierten Cumaronen
US3947470A (en) * 1974-06-20 1976-03-30 Smithkline Corporation Substituted benzofurans and benzothiophenes

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