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DE1074262B - - Google Patents

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Publication number
DE1074262B
DE1074262B DENDAT1074262D DE1074262DA DE1074262B DE 1074262 B DE1074262 B DE 1074262B DE NDAT1074262 D DENDAT1074262 D DE NDAT1074262D DE 1074262D A DE1074262D A DE 1074262DA DE 1074262 B DE1074262 B DE 1074262B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
compounds
self
halogen
addition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1074262D
Other languages
English (en)
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Publication date
Publication of DE1074262B publication Critical patent/DE1074262B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F283/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers provided for in subclass C08G
    • C08F283/01Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers provided for in subclass C08G on to unsaturated polyesters
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/49Phosphorus-containing compounds
    • C08K5/51Phosphorus bound to oxygen
    • C08K5/53Phosphorus bound to oxygen bound to oxygen and to carbon only
    • C08K5/5317Phosphonic compounds, e.g. R—P(:O)(OR')2
    • C08K5/5333Esters of phosphonic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Macromonomer-Based Addition Polymer (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)

Description

DEUTSCHES
Es ist bekannt, daß man schwer entflammbare, selbstverlöschende Kunststoffe durch Auspolymerisieren ungesättigter, halogenhaltiger Polyester mit polymerisationsfähigen Vinylverbindungen unter Zusatz von Phosphorverbindungen in Gegenwart von Katalysatoren herstellen kann.
Als Phosphorverbindungen, die die Flammwidrigkeit erhöhen, wurden bisher insbesondere verwendet: Triäthylphosphat, Tri-jS-chloräthylphosphat, Triallylphosphat, Triphenylphosphat, Trikresylphosphat, Allylester der Phenylphosphon- und der Chlormethylphosphonsäure sowie Tris-(hydroxymethyl)-phosphinoxyd.
Einige dieser Phosphorverbindungen, ζ. B. die Ester der o-Phosphorsäure, sind jedoch toxisch, was ihre Anwendung bei der Herstellung selbstverlöschender Kunst-Stoffe einschränkt. Andere Phosphorverbindungen, wie die Allylester, erfordern umständliche Verfahren zu ihrer Herstellung oder, wie das Tris-(hydroxymethyl)-phosphinoxyd, die Darstellung des außerordentlich giftigen Phosphorwasserstoffs. Um eine ausreichende Flammwidrigkeit der chlorhaltigen ungesättigten Polyester zu erzielen, müssen außerdem bei niedrigem Chlorgehalt des Polyesters größere Mengen der genannten Verbindungen eingesetzt werden, die die physikalischen Eigenschaften des Endproduktes nachteilig beeinflussen, oder die chlorhaltigen Polyester müssen hohe Chlorgehalte aufweisen.
Es wurde nun gefunden, daß man selbstverlöschende Kunststoffe überraschenderweise auch bei vergleichsweise geringem Halogengehalt der Polyester erhält, wenn man den ungesättigten halogenhaltigen Polyestern oder deren Mischungen mit monomeren Vinyl-, Acryl- oder Allylverbindungen vor oder während der Härtung a-Oxyalkylphosphonsäuredialkylester der allgemeinen Formel:
R1R2-C(OH)-P(O) (OR3)2
zusetzt, wobei die Reste R1, R2 und R3 Alkyl- und Vinylreste und R1 und R2 auch Wasserstoffatom bedeuten können.
Diese Verbindungen sind nach bekannten Verfahren sehr leicht zugänglich. Sie bilden sich in guter Ausbeute z. B. bei der Zugabe katalytischer Mengen Natriummethylat zu einem Gemisch von Dialkylphosphit und Oxoverbindungen. Sie sind außerdem im Gegensatz zu vielen anderen Phosphorverbindungen nicht toxisch.
a-Oxyalkylphosphonsäuredialkylester im Sinne der Erfindung sind beispielsweise:
Oxymethylphosphonsäuredimethylester
(R1=R2=H R3=CH3),
a-Oxyäthylphosphonsäuredirnethylester
(R1=H R2=R3=CH3),
2-Oxyisopropylphosphonsäuredimethylester
(R1=R2=R3=CH3),
a-Vinyl-a-oxyäthylphosphonsäuredimethylester
(R1=R3=CH3 R2=CH=CH2).
Verfahren zur Herstellung selbstverlöschender Kunststoffe
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen
Dr. Heinrich. Ruppert, Krefeld,
Dr. Hermann Schnell, Krefeld-Uerdingen, und Dr. Leonhard Goerden, Oedt,
sind als Erfinder genannt worden
Besonders geeignet sind die aus Ketonen mit niedrigem Kohlenstoffgehalt hergestellten a-Oxyalkylphosphonsäuredialkylester, wie der 2-Oxyisopropylphosphonsäuredimethylester.
Ungesättigte, chlorhaltige Polyester im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Polykondensationsprodukte, die z. B. aus mehrwertigen Alkoholen, vorzugsweise Diolen, a,/?-ungesättigten Dicarbonsäuren, insbesondere Maleinsäure, und gegebenenfalls gesättigten Dicarbonsäuren hergestellt sind, wobei eine oder mehrere der Aufbaukomponenten halogeniert sind. Hierfür kommen als Aufbaukomponenten z. B. in Frage: di- und tetrachlorierte oder bromierte Phthalsäure, Hexachlorendomethylentetrahydrophthalsäure sowie Pentachlorphenyläther von mehrwertigen Alkoholen.
Polymerisationsfähige Verbindungen sind z. B. Styrol und dessen Homologe, Acrylsäure, Methacrylsäure und deren Ester, ferner Allylester. Auch diese Verbindungen können halogeniert sein. An derartigen Stoffen seien z. B„ Chlor- und Bromstyrole genannt.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden a-Oxyalkylphosphonsäuredialkylester lösen sich gut in den obenerwähnten Polyesterharzen und deren Mischungen mit Monomeren. Sie sind mit diesen gut verträglich, beeinflussen die Polymerisation mit Peroxyden bei höherer Temperatur nicht und verursachen bei dem Auspolymerisieren der Polyestergemische mit z. B. Benzoylperoxyd, Acetylperoxyd oder Cyclohexanonperoxyd keine Verfärbungen. Die Polymerisationsprodukte sind klar durchsichtig und bleiben auch bei wochenlangem Lagern in Wasser unverändert. Die mechanischen Eigenschaften der erhaltenen Guß-
909 727/526
stücke werden durch den Zusatz der erfindungsgemäß genannten Verbindung nicht beeinflußt.
Beispiel 1
Ein in bekannter Weise aus 140 Gewichtsteüen Maleinsäureanhydrid, 158 Gewichtsteüen Phthalsäureanhydrid, 414 Gewichtsteüen Hexachlorendomethylentetrahydrophthalsäure, 88 Gewichtsteüen Glykol und 200 Gewichtsteüen 1,3-Butandiol hergestelltes Polyesterharz mit einem Chlorgehalt von etwa 18% wird im Verhältnis 70: 30 in Styrol gelöst. Als Katalysator werden dem Harz 4% einer 50%igen Aufschlämmung von Benzoylperoxyd in Dibutylphthalat zugesetzt. Das Gemisch wird in 4 Teüe geteilt. Aus jedem Teil wird in bekannter Weise je eine 2 mm dicke Platte gegossen, und zwar die erste ohne einen Zusatz, die anderen hingegen, nachdem zuvor dem Gemisch 3 bzw. 5 bzw. 7% 2-Oxyisopropylphosphonsäuredimethylester zugesetzt worden sind. Eine Prüfung der Platten nach ASTMD 635-44 (ASTM Standards on Plastics,; Published by the American Society of Testing Materials, 1916 Race St., Philadelphia, Pa., September 1958, S. 382) ergibt:
1. Platte verlöscht nach 2 Minuten
2. » » » 19 Sekunden
Beispiel 2
Man verfährt, wie im Beispiel 1 beschrieben. Als Phosphorverbindung werden dem Polyesterharz 3 bzw. 5 bzw. 7% a-Oxyäthylphosphonsäuredimethylester zugesetzt.
1. Platte (ohne Zusatz) verlöscht nach 2 Minuten
2. » (3 % Zusatz) » » 19 Sekunden
3. » (5% Zusatz) » »11 »
4. » (7% Zusatz) » » 4 »
Beispiel 3
Überraschend ist, daß die für das Selbstverlöschen benötigten Zeiten (nach ASTMD 635-44) von halogenhaltigen Kunststoffen, die erfindungsgemäß unter Zusatz von a-Oxyalkylphosphonsäuredialkylestern hergestellt sind, bedeutend kürzer sind als diejenigen von unter Zusatz anderer Phosphorverbindungen hergestellten halogenhaltigen Polyestern.
Man verfährt, wie im Beispiel 1 beschrieben. Die hier zugesetzten Phosphorverbindungen sind in folgender TabeUe aufgeführt:.
Zusatz
2-Oxyisopropylphosphon-
säuredimethylester
1 -Oxyäthylphosphonsäure-
dimethylester
Triäthylphosphat
Tri-jS-chloräthylphosphat ..
Triallylphosphat
Tri-(2,3-dibrompropyl)-
phosphat
Triphenylphosphat
Trikresylphosphat
Dichlorvinylphosphon-
2S säurediäthylester
iS-Criloräthylphosphonsäuredi-/?-chloräthylester......

Claims (2)

Patentansprüche·.
1. Verfahren zur Herstellung selbstverlöschender Kunststoffe durch Auspolymerisieren ungesättigter halogenhaltiger Polyester mit daran anpolymerisierbaren, gegebenenfalls ebenfalls halogenhaltigen Vinyl-, Allyl- oder Acrylverbindungen unter Zusatz von Phosphorverbindungen in Gegenwart von Katalysatoren unter Formgebung, dadurch gekennzeichnet, daß man als Phosphorverbindungen a-Oxyalkylphosphonsäuredialkyl- bzw. -divinylester verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 2-Oxyisopropylphosphonsäuredimethylester verwendet.
Zeit des
Selbst-
verlöschens
nach
ASTMD
635-44
Sekunden
5 11 5 21 5 30 5 37 5 43 5 45 5 48 5 26 5 32
DENDAT1074262D 1958-09-30 Pending DE1074262B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE875099X 1958-09-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1074262B true DE1074262B (de) 1960-01-28

Family

ID=6817131

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1074262D Pending DE1074262B (de) 1958-09-30

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US (1) US3092606A (de)
BE (1) BE582680A (de)
DE (1) DE1074262B (de)
FR (1) FR1235256A (de)
GB (1) GB875099A (de)

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Also Published As

Publication number Publication date
FR1235256A (fr) 1960-07-01
BE582680A (de)
US3092606A (en) 1963-06-04
GB875099A (en) 1961-08-16

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