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DE1074002B - Verfahren zum Farben und Bedrucken von Tex tilien mit Pigmenten - Google Patents

Verfahren zum Farben und Bedrucken von Tex tilien mit Pigmenten

Info

Publication number
DE1074002B
DE1074002B DENDAT1074002D DE1074002DA DE1074002B DE 1074002 B DE1074002 B DE 1074002B DE NDAT1074002 D DENDAT1074002 D DE NDAT1074002D DE 1074002D A DE1074002D A DE 1074002DA DE 1074002 B DE1074002 B DE 1074002B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methylol
weight
parts
water
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1074002D
Other languages
English (en)
Inventor
Kuno Wagner Dr Richard Schwae bei Leverkusen Dr Wilhelm Kass Chatham N J Dr (V St A) Dr Wilhelm Graulich Dormagen und Dr Helmut Kleiner Köln Stammheim
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Farbenfabriken Bayer AG
Publication date
Publication of DE1074002B publication Critical patent/DE1074002B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Färben und Bedrucken von Textilien mit Pigmenten Zur waschechten Fixierung von Pigmenten auf Geweben werden bekanntlich höhermolekulare Stoffe als Bindemittel verwendet. In neuerer Zeit kommen vorwiegend Kunststoffe als Bindemittel zur Anwendung, die sowohl in gelöster als auch in emulgierter- Form eingesetzt werden. Bei Verwendung von Emulsionen wasserunlöslicher Bindemittel (polymere Filmbildner) werden Drucke bzw. Färbungen erhalten, deren Wasch- und Reibechtheiten insbesondere auf Zellwolle erhöhten Ansprüchen vielfach nicht genügen. Auch die Fixierung von Pigmenten mit wasserlöslichen Kondensationsprodukten, beispielsweise mit Harnstoff-Formaldehyd-Kondensaten, führt nicht zu ausreichenden Echtheitseigenschaften. Kombiniert man im Pigmentdruck wasserunlösliche Filmbildner mit wasserlöslichen Harnstoff-Formaldehyd-Harzen, so wird zwar eine Verbesserung der Waschechtheit, besonders auch eine bessere Haftfestigkeit der Bindemittel auf Zellwolle erreicht, jedoch sind auch hier die allgemeinen Echtheitseigenschaften, wie die Trocken-, Naßreib- und Lösungsmittelechtheiten, nicht voll befriedigend. Schließlich führt die Verwendung derartiger Methylolverbindungen bzw. ihrer noch löslichen Kondensationsprodukte oft zu hartem Griff des Gewebes, da die unlöslichen Kondensationsprodukte der Endstufe durch sprödes Verhalten gekennzeichnet sind.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Pigmentdrucke bzw. Pigmentfärbungen mit hervorragendem Haftvermögen und hervorragenden Wasch-, Alterungs- und Reibechtheiten herstellen kann, wenn man als Bindemittel Emulsionen wasserunlöslicher bzw. schwerlöslicher polymerer Filmbildner zusammen mit solchen wasserlöslichen bzw. dispergierbaren methylolgruppenhaltigen Polykondensationsprodukten verwendet, die durch basisch katalysierte Kondensation von methylolgruppenhaltigen N-Methylol-polyäthern mit Poly-N-methylolverbindungen, beispielsweise mit Hexamethylolmelamin, erhalten werden, wobei die N-Methylol-polyäther mit weichmachenden Eigenschaften vorwiegend über ihre MethylolgruppenzuMethylenätherbrücken (- CH2-O-CH2 ) enthaltenden löslichen Kondensationsprodukten modifiziert werden.
  • Für das erfindungsgemäße Verfahren besonders wertvolle modifizierte N-Methylol-polyäther werden erhalten, wenn man stark verzweigte N-Methylol polyäther, beispielsweise N-Methylol-polyäther aus Poly-N methyloI-verbindungen und tri- und höherfunktionellen Alkoholen, in der obengenannten Weise umsetzt. Geeignet sind z. B. höhermolekulare KondensationsprodukteausTrimethylolharnstoff- bzw. Mischungen aus Trimethylolharnstoff und Dimethylolharnstoff- und Hexantriol, Butantriol, Hexantriolglycerin oder Mischungen dieser Polyalkohole mit oxäthylierten Polyalkoholen.
  • Die Herstellung höhermolekularer N-Methylol polyäther aus Polyalkoholen, die Äther- und Thioäthergruppen enthalten, und Poly-N-methylolverbindungen ist in der deutschen Auslegeschrift 1049 094 beschrieben.
  • Andere für die Modifizierungsreaktion verwendbare N-Methylol-polyäther können aus Poly-N-methylolverbindungen und beliebigen polyfunktionellen Alkoholen hergestellt werden, sofern beispielsweise Dimethylolverbindungen des Harnstoffes in Gegenwart von Formaldehyd oder Tri- und Tetramethylolverbindungen des Harnstoffs mit den Polyalkoholen in Gegenwart sehr geringer Säuremengen kondensiert werden.
  • Die Modifizierung der methylolgruppenhaltigen N-Methylol-polyäther mit Poly-N-methylolverbindungen in Gegenwart basischer Verbindungen zu den erfindungsgemäß zu verwendenden hochwertigen Vernetzern ist Gegenstand der deutschen Auslegeschrift 1059 178. Gut geeignet sind hier N-Methylol-polyäther auf Harnstoff, oder Thioharnstoffbasis, die durch Kondensation von N-Methylol-polyäthern mit Polymethylolverbindungen des Melamins, Acetylenharnstoffs, Palymethylolverbindungen des Adipinsäuredihydrazids, Hydrazodicarbonamids, Dicyandiamids, Polymethylolverbindungen von Diurethanen und Diamiden in Gegenwart basischer Verbindungen modifiziert worden sind. Auch gleichartig modifizierte N-Methylol-polyäther auf Basis von Methylolverbindungen der letztgenannten Verbindungen lassen sich verwenden.
  • Zur Herstellung der verwendeten wasserunlöslichen bzw. schwerlöslichen polymeren Filmbildner sind die folgenden Monomeren geeignet: Acrylsäureester, Methacrylsäureester, Acrylnitril, Styrol, Vinylchlorid, Vinylidenehlorid, Vinylester, Vinyläther u. a., ferner Divinylverbindungen wie Butadien, Isopren und deren Derivate. Wertvoll sind Mischpolymerisate, die z. B. Acrylsäure- und Methacrylsäureamid, Acryl-, Methacrylsäure, Maleinsäure, Crotonsäure, Glycerin-mono-acrylester, Glykolmonoacrylester, Acrylsäure-oxyalkylamide, Acrylsäureamino-alkylester einpolymerisiert enthalten, da deren funktionelle Gruppen mit den Methylolgruppen der modifizierten N-Methylol-polyäther zu reagieren vermögen. Zur lösungsmittelechten Fixierung von Pigmentdrucken gegenüber chlorierten Kohlenwasserstoffen eignen sich Polymerisate bzw. Mischpolymerisate, die in ihrem Molekül mehrfach die Gruppierung enthalten, wobei R Wasserstoff, Alkyl oder Aryl und R1 Alkyl bedeuten, beispielsweise Polymerisate oder Mischpolymerisate des Methacrylsäureamid-methylolmethyläthers.
  • Je nach dem gewünschten Griff des behandelten Gewebes werden Art und Menge der einzelnen Komponenten ausgewählt. So erhält man-z.B. durch hohe Dosierung von Butadien bzw. von Acrylsäureestem mit mehr als 3 C-Atomen im Alkoholrest Bindemittel, die dem behandelten Gewebe einen weichen Griff verleihen. Acryl nitril liefert bekanntlich Filme, die gegen Lösungsmittel beständig sind.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch mit einer Behandlung der Gewebe mit Appreturmitteln, wie Stärke, Polyvinylalkohol, Dextrin oder anderen hochmolekularen Natur- und Kunststoffen, kombiniert werden. Schließlich können den Druckpasten auch die üblichen Hydrophobiermittel oder Weichmacher zugesetzt werden, vorteilhafterweise solche, die mit den N-Methylol-polyäthern bzw. polymeren Filmbildnern mit reaktionsfähigen Gruppen zu reagieren vermögen, beispielsweise die Methylolverbindungen des Stearinsäureamids u. dgl. ; desgleichen können höhenmolekulare amino- bzw. iminogruppenhaltige Verbindungen in Form wasserlöslicher Salze oder in emulgierter Form zugesetzt werden.
  • Für das erfindungsgemäße Verfahren lassen sich anorganische und organische Pigmente verwenden, die zum Kolorieren oder zum Mattieren dienen. Geeignete Pigmente sind z. B. Phthalocyaninfarben, Azofarbstoffpigmente, Küpenfarbstoffpigmente, Metalloxyde, Ruß u. dgl. Es können auch beliebige Füllstoffe mitverwendet werden.
  • Den Druckansätzen werden übliche Verdickungsmittel zugefügt, beispielsweise wasserlösliche Verdickungsmittel, wie Tragamt, Stärke, Zelluloseäther, Natriumalginat, Polyvinylalkohol, Polyacrylamid und polyacrylsaures Ammonium. Es können auch Emulsionen vom Typ »Öl in. Wasser«, z.B. Benzinverdickungen, Anwendung finden. Die- Herstellung der Druckansätze kann in beliebiger Reihenfolge vorgenommen werden.
  • Um das Auskondensieren der modifizierten N-Methylolpolyäther auf dem Textilgut zu bewirken, setzt man den Druck- bzw. Färbeansätzen zweckmäßig anorganische oder organische Säuren bzw. säureabspaltende Mittel zu, wie z. B. Ammoniumcldorid, Ammoniumrhodanid u. dgl.
  • Als Kondensationstemperaturen kommen im allgemeinen Temperaturen zwischen 100 und 160°C in Frage. Vorzugsweise werden Temperaturen um 130°C und Kondensationszeiten zwischen 3 und 10 Minuten eingehalten.
  • -Die Verwendung von höhenmolekularen methylolgruppenhaltigen, modifizierten N-Methylol-polyäthem bewirkt im Pigmentdruck bzw: in der Pigmentfärbung gegenüber den bekannten niedermolekularen Methylolverbindungen, beispielsweise solchen des Harnstoffs, Thioharnstoffs, der Aminotriazine und anderen niedermolekularen Methylolverbindungen bzw. ihrer wasserlöslichen Vorkondensate, eine bessere Anpassung der Bindemittelfilme an Textilmaterialien, wodurch gefärbte bzw. bedruckte Materialien mit weichem Griff und hervorragenden allgemeinen Echtheitseigenschaften erhalten werden. Die Drucke sind gegenüber der Einwirkung von Licht und gegenüber Alkalien beständig. Man erhält brillante, scharfstehende, alterungsbeständige, reib-, wasch- und lösungsmittelechte Drucke.
  • In der deutschen Patentschrift 748 973 ist bereits ein Verfahren zum Färben und Bedrucken von Faserstoffen mit Pigmenten beschrieben worden, in dein Kondensationsprodukte aus Aminotriazinen mit Aldehyden, insbesondere Formaldehyd, gegebenenfalls in Gegenwart ein- oder mehrwertiger Alkohole, als Bindemittel verwendet werden. Derartige vollständig oder partiell verätherte Umsetzungsprodukte liegen in verhältnismäßig niedermolekularer Form vor. Demgegenüber werden die gemäß vorliegendem Verfahren eingesetzten Verbindungen durch basisch katalysierte Umsetzung hochverzweigter, hochmolekularermethylolgruppenhaltigerN-Me= thylol-polyäther mit Poly-N-methylolverbindungen erhalten. Diese hochmolekularen Polymerisate führen im Vergleich zu den niedermolekularen Vorkondensaten der deutschen Patentschrift im Pigmentdruck und -färbeverfahren zu erhöhten Echtheitseigenschaften. Sie sind ferner in Wasser und organischen Lösungsmitteln löslich, während die vorbekannten Produkte nur unter Abbau in organischen oder anorganischen Lösungsmitteln gelöst werden können.
  • Auch in der deutschen Patentanmeldung F 9678 IVb/8 n werden in den Polymerisatemulsionen nur niedermolekulare Methylolverbindungen oder Äther derselben, und zwar nur solche des Hydrazodicarbonsäureamids verwendet. Hierbei werden ebenfalls Färbungen und Drucke mit weniger guten Resultaten erzielt als in dem erfindungsgemäßen Verfahren.
  • Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung des Verfahrens. Beispiel 1 Baumwolle -wird mit einer Druckpaste der folgenden Zusammensetzung in üblicher Weise bedruckt: 5,8 Gewichtsteile einer 30o/oigen wäßrigen Kupferphthalocyanindispersion, 24,7 Gewichtsteile einer 40-o/oigen wäßrigen Lösung eines Mischpolymerisates, bestehend aus Butadien, Acrylsäurebutylester, Styrol, Acrylnitril, Methacrylsäure und Methacrylamid (30: 30: 30:6:2: 2); 49,4 Gewichtsteile eines Verdickungsmittels, bestehend aus 700/0 eines Kohlenwasserstoffs vom Siedeintervall 180 bis 200°C, 28 % Wasser und 2,0 Gewichtsteile eines geeigneten handelsüblichen Emulgators, 9,7 Gewichtsteile einer Methylcellulose in 7o/oiger wäßriger Lösung, 6,8 Gewichtsteile eines durch basisch katalysierte Kondensation mit Hexamethylolmelamin modifizierten Trimethylolharnstoff-butantriol (1,2,4)-polyäthers in 71,4-o/oiger Lösung in Wasser-Hexantriol (1 :1) oder a) 6,8 Gewichtsteile eines mit Hexamethylolmelamin modifizierten N-Methylol-polyäthers aus Tetramethylolharnstoff, Glycerin- und Triäthylenglykol in 71,4o/oiger Lösung in Wasser-Hexantriol (1 : 1), oder b) 6,8 Gewichtsteile eines mit Tetramethyloldimethylacetylenharnstoff modifizierten N-Methylol-polyäthers aus Trimethylolharnstoff, Hexantriol und Butandioxäthylglykol in - 71,4o/oiger Lösung (Wasser-Hexantriol 1 : 1), -oder c) 6,8 Gewichtsteile eines durch basisch katalysierte Kondensation mit Tetramethyloladipinsäurediamid modifizierten N-Methylol-polyäthers aus Tetramethylolhydrazodicarbonamid, Hexantriol und oxäthyliertem Trimethylolpropan in 71,4°/oiger Lösung (Wasser-Hexantriol 1 : 1), oder d) 6,8 Gewichtsteile eines durch basisch katalysierte Kondensation mit Hexamethylohnelamin modifizierten N-Methylol-polyäthers aus Tetramethylolhexamethylendiharnstoff, Trimethylolharnstoff, Hexantriol und Butandioxäthylglykol in 71,4°/jger Lösung (Wasser-Hexantriol 1 : 1), oder e) 6,8 Gewichtsteile eines durch basisch katalysierte Kondensation mit Tetramethylolhydrazindicarbonamid modifizierten N-Methylol-polyäthers aus Tetramethyloladipinsäurediamid, Trimethylolharnstoff, Butandioxäthylglykol und Hexantriol in 71,4%iger Lösung (Wasser-Hexantriol 1 : 1), 1,8 Gewichtsteile Ammoniumchlorid in 25o/oiger wäßriger Lösung und 1,8 Gewichtsteile Wasser.
  • Nach dem Drucken wird getrocknet und bei Temperaturen zwischen 100 und 150° C nachbehandelt (fixiert). Die erhaltenen Drucke zeichnen sich; selbst nach langwährender Belichtung, durch hervorragende Alterungsbeständigkeit aus und weisen vorzügliche Echtheitseigenschaften aus. Beispiel 2 Mit einer Druckpaste der folgenden Zusammensetzung wird Cellulose in üblicher Weise bedruckt: 11,8 Gewichtsteile eines wasserunlöslichen Azofarbstoffs in 30O/oiger wäßriger Dispersion werden mit 29,7 Gewichtsteilen eines synthetischen Latex, wie unter 1 beschrieben, gemischt; in diese Mischung werden eingetragen: 47,7 Gewichtsteile einer 37o/oigen wäßrigen Methylcellulose-Lösung, 8,4 Gewichtsteile eines durch basisch katalysierte Kondensation mit Hexamethylolmelamin modifizierten Trimethylolharnstoff-hexantriol-polyäthers in 71,4°/oiger Lösung (Wasser-Hexantriol 1 : 1) und 2,4 Gewichtsteile Diammoniumphosphat in 25°/oiger wäßriger Lösung.
  • Die Fixierung kann durch Trocknen bei etwa 80° C, durch neutrales oder saures Dämpfen oder durch Erhitzen des Gewebes auf höhere Temperaturen vorgenommen werden. Man erhält brillante, scharfstehende, alterungsbeständige, reib-, wasch- und lösungsmittelechte Drucke. Beispiel 3 19,2 Gewichtsteile einer 30°/oigen wäßrigen Emulsion von Ruß werden mit 24,0 Gewichtsteilen eines 40o/oigen wäßrigen Latex, bestehend aus einem Mischpolymerisat von 70,0 Gewichtsteilen Acrylsäurebutylester, 26,0 Gewichtsteilen Acrylnitril und 4,0 Gewichtsteilen Methacrylsäure, gemischt. Diese Mischung wird in 48,3 Gewichtsteile einer Benzinverdickung, wie im Beispiel 1 beschrieben, eingerührt, die 20 % einer 6,5%igen wäßrigen Tragantlösung enthält. 6,7 Gewichtsteile einer 71,4o/oigen Lösung eines durch basisch katalysierte Kondensation mit Hexamethylohnelamin modifizierten Tetramethylolharnstoff - glycerin - diäthylenglykol - polyäthers werden zugegeben. Als Katalysatoren sind zweckmäßigerweise 1,8 Gewichtsteile von Ammoniumsalzen der Phosphorsäure, Salzsäure, Salpetersäure und Rhodanwasserstoffsäure in 25°/oiger Lösung zu verwenden.
  • Mit dieser Paste wird ein Baumwollgewebe bestrichen. Die Fixierung kann analog dem Verfahren des Beispiels 2 erfolgen. Die so erhaltene Baumwollfärbung weist einen weichen Griff auf, ist alterungsbeständig, wasch-, reib- und lösungsmittelecht und vergilbt weder bei Einwirkung von Alkalien noch durch längere Belichtung.
  • Beispiel 4 6,4 Gewichtsteile eines chlorierten Kupferphthalocyanin-Farbstoffs in 30o/jger wäßriger Suspension werden mit 19,0 Gewichtsteilen eines 40%igen wäßrigen Latex, bestehend aus Butylacrylat und asymmetrischem Dichloräthylen (60: 40) versetzt; hierzu werden 63,2 Gewichtsteile einer 70o/oigen Benzinemulsion in Wasser gemischt und 8,9 Gewichtsteile eines durch basisch katalysierte Kondensation mit Hexamethylolmelamin modifizierten Trimethylolharnstoff-hexantriol- butandioxäthylglykol-polyäthers in 71,4°/oige Lösung zugegeben. Anschließend werden noch 2,5 Gewichtsteile Diammoniumphosphat in 25°/oiger wäßriger Lösung zugesetzt.
  • Die auf Baumwolle erhaltenen Drucke weisen einen extrem weichen Griff auf, zeigen aber trotzdem ein scharfstehendes Druckbild. Die Echtheitseigenschaften sind denen der Drucke in den Beispielen 1 bis 3 gleich.
  • Der Druckansatz dieses Beispiels läßt sich mit besonderem Vorteil auch zum Bedrucken synthetischer Fasern verwenden; die so hergestellten Drucke vergilben bei der Einwirkung von Alkalien oder bei längerer Belichtung nicht. Beispiel s 9,5 Gewichtsteile einer wäßrigen 30o/oigen Dispersion eines wasserunlöslichen gelben Azofarbstoffs werden eingerührt in eine Mischung aus 28,0 Gewichtsteilen einer 40°/oigen wäßrigen Emulsion eines Mischpolymerisats, bestehend aus Butadien, Styrol, Acrylnitril, Methacrylamidmethylolmethyläther (40:20: 36: 4), 4,5 Gewichtsteilen einer 10°/oigen wäßrigen Polyacrylanüdlösung, 20,0 Gewichtsteilen eines 14°/oigen wäßrigen Mischpolymerisats aus Acrylamid und Methacrylamidmethylohnethyläther (42: 58), 8,5 Gewichtsteilen eines durch basisch katalysierte Kondensation mit Hexamethylolmelamin modifizierten Trimethylolharnstoff-hexantriol polyäthers in 71,4o/oiger Lösung, 2,0 Gewichtsteilen Ammonchlorid in 25°/jger wäßriger Lösung und 27,5 Gewichtsteilen Wasser. Diese Druckpaste wird auf ein Gewebe aufgestrichen.
  • Bereits nach neutralem oder saurem Dämpfen zeichnen sich Drucke, beispielsweise auf Baumwolle oder Zellwolle, durch besonders gute Lösungsmittelechtheit gegenüber chlorierten Kohlenwasserstoffen aus und entsprechen in den übrigen Echtheiten den in den Beispielen 1 bis 5 beschriebenen Drucken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Färben und Bedrucken von Textilien mit Pigmenten, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bindemittel Emulsionen wasserunlöslicher bzw. schwerlöslicher polymerer Filmbildner zusammen mit solchen wasserlöslichen bzw. dispergierbaren methylolgruppenhaltigen Polykondensationsprodukten verwendet, die durch basisch katalysierte Umsetzung methylolgruppenhaltiger N-Methylol-polyäther mit Poly-N-methylolverbindungen erhalten wurden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 748 973; deutsche Patentanmeldung F 9678 IVc/8n (bekanntgemacht am 31. 3. 1955).
DENDAT1074002D Verfahren zum Farben und Bedrucken von Tex tilien mit Pigmenten Pending DE1074002B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748973C (de) * 1940-04-30 1944-11-14 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Faerbungen und Drucken mit Pigmenten auf Faserstoffen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748973C (de) * 1940-04-30 1944-11-14 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von Faerbungen und Drucken mit Pigmenten auf Faserstoffen

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