DE1064999B - UEberwachungseinrichtung in einem UEbertragungssystem - Google Patents
UEberwachungseinrichtung in einem UEbertragungssystemInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Überwachungseinrichtung in einem Nachrichten-Übertragungssystem,
insbesondere einem Trägerwellentelephoniesystem, zum Überwachen oder zur Fernanzeige des
Betriebszustandes einer Verstärkerstation, die mit Verstärkern für den Hin- und Rückverkehr versehen
ist, unter Verwendung eines Meßoszillators, dessen Frequenz einen gegebenenfalls in einer anderen
Station angeordneten Frequenzanzeiger steuert. In derartigen Übertragungssystemen, insbesondere bei
Trägerwellentelephoniesystemen, hat die Verwendung solcher Überwachungseinrichtungen besondere Vorteile,
da hierdurch eine Abweichung von dem normalen Betriebszustand einer Verstärkerstation sofort
festgestellt und ihre Ursache frühzeitig behoben werden kann. Die Gefahr einer Störung im Übertragungsweg,
z. B. wegen Ausfallens einer Verstärkerstation, wird infolgedessen auf ein Minimum herabgesetzt.
Solche Überwachungseinrichtungen sind besonders wichtig bei Übertragungssystemen, bei denen im
Übertragungsweg eine oder mehrere Verstärkerstationen ohne Bedienung liegen, wie es z. B. häufig
beim Trägerwellentelephonieverkehr über koaxiale Leitungen, Kabel od. dgl. der Fall ist. Vorteilhaft
können die von den den verschiedenen Verstärkerstationen zugeordneten Überwachungseinrichtungen
herkommenden Signale, im folgenden als Meßsignale bezeichnet, zu einer Endstation geleitet werden, so
daß von einem zentralen Punkt aus eine Überwachung des Betriebszustandes des ganzen Übertragungssystems möglich ist. Hierbei kann die Übertragung
der Meßsignale über einen gemeinsamen Übertragungsweg, z. B. ein Trägerwellenkabel selbst, über besondere
Aderpaare oder auf andere Weise erfolgen.
Die Erfindung bezweckt eine Überwachungsvorrichtung bei einem Übertragungssystem der eingangs
erwähnten Art, bei der eine oder mehrere der folgenden Anforderungen gleichzeitig erfüllt werden
können.
1. Eine allmähliche Änderung des Anodenstroms von in einer Verstärkerstation vorhandenen V erstärkerröhren
soll von der Überwachungseinrichtung angezeigt werden.
2. Ein Ausfall einer Verstärkerröhre oder eine unzulässige Anodenstromänderung soll eine Alarmvorrichtung
in einer Endstation betätigen.
3. Bei der Übertragung der Meßsignale über einen gemeinsamen Übertragungsweg, insbesondere das
Trägerwellentelephoniekabel, sollen die Meßsignale und die übrigen Signale auf diesem Übertragungsweg,
z. B. Sprechsignale, Wählsignale od. dgl., einander nicht beeinflussen.
4. Die Übertragung der Meßsignale soll vorzugsweise nach dem Ruhestromverfahren erfolgen, damit
Ub erwachungs einrichtung
in einem übertragungssystem
in einem übertragungssystem
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabriekenl
Eindhoven (Niederlande)
N. V. Philips' Gloeilampenfabriekenl
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. K. Lengner, Patentanwalt,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 17. November 1952
Niederlande vom 17. November 1952
Hendrik Nicolaas Hansen
und Franz Anton Vitha1 Hilversum (Niederlande),
sind als Erfinder genannt worden
und Franz Anton Vitha1 Hilversum (Niederlande),
sind als Erfinder genannt worden
gleichzeitig Störungen, wie etwa das Ausfallen einer Überwachungseinrichtung, angezeigt werden.
5. Von verschiedenen Verstärkerstationen stammende Meßsignale sollen voneinander unterschieden werden
können.
6. Unzulässige Unterschiede der Signalpegel für den Hin- und Rückverkehr sollen von der Überwachungseinrichtung
angezeigt werden und eine Alarmvorrichtung betätigen.
7. Weiter soll die Möglichkeit bestehen, Störungen der Stromversorgung in den Verstärkerstationen
mittels der Überwachungseinrichtung erkennbar zu machen.
Die Überwachungseinrichtung nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der frequenzbestimmende
Kreis des Meßoszillators eine Spule mit ferromagnetischem Kern enthält, der ein oder mehrere
Paare jeweils differential gegeneinandergewickelte Vormagnetisierungsspulen trägt, von denen jede im
Anodengleichstromkreis einer Verstärkerröhre bzw. Röhrengruppe liegt.
Hierbei wird bemerkt, daß es zur Fernanzeige von Meßwerten an sich bekannt ist, die Frequenz eines
Meßoszillators dadurch zu ändern, daß die Vormagnetisierung einer Spule mit ferromagnetischem Kern im
frequenzbestimmenden Kreis des Oszillators entsprechend dem zu übertragenden Meßwert beeinflußt
wird.
Die Erfindung und ihre Vorzüge werden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
909 627/281
Fig. 1 zeigt eine im Zuge eines Trägerwellentelephoniesystems liegende Verstärkerstation, die mit
einer Überwachungseinrichtung nach der Erfindung ausgestattet ist;
Fig. 2 zeigt eine Endstation, die einen mit der Qberwachungseinrichtung zusammenarbeitenden Fre-
^uenzanzeiger enthält.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Verstärkerätation bzw. Endstation bildet einen Teil eines Trägerwellentelephoniesystems,
bei dem die Sprechsignale, Pilotsignale, Speisespannungen, Meßsignale, Dienst-Gespräche
od. dgl. über ein und dasselbe koaxiale Kabel geleitet werden. Diesen Signalen sind z. B. die
folgenden Frequenzbänder zugeordnet; 960 Sprech- <anäle 60 kHz bis 4 MHz, mit Pilotsignalen, die in
diesem Falle z. B. 60 kHz betragen, Dienstgespräche 15 bis 21 kHz, Meßsignale 6 bis 12 kHz, Speisespannung
50 Hz.
Die in Fig. 1 dargestellte Verstärkerstation ist für Hin- und Rück verkehr eingerichtet; die Kabel 1 und 2
sind für den Hinverkehr, die Kabel 1', 2' für den Rückverkehr bestimmt. An jedes der Verstärkerstation
zugekehrte Kabelende 1, 2 bzw. 1', 2' ist zur Frequenztrennung der übertragenen Signale die Parallelschaltung
eines Hochpaßfilters 3, 4 bzw. 3', 4' und ;ines Tiefpaßfilters 5, 6 bzw. 5', 6' angeschlossen.
Hierbei lassen die Hochpaßfilter 3, 4 bzw. 3', 4' ausschließlich die Sprech- und die Pilotsignale durch,
während die Tiefpaßfilter 5, 6 bzw. 5', 6' ausschließlich die Dienstgespräche, die Meßsignale und die Speisespannungen
durchlassen.
Die von den Hochpaßfiltern 3, 3' ausgewählten Signale aus den Kabeln 1 bzw. 1' werden über Ausjleichsnetzwerke
7 bzw. 7' und Eingangstransformatoren 8 bzw. 8' an Verstärker 9 bzw. 9' geführt,
die über Ausgangstransformatoren 10 bzw. 10' und die Hochpaßfilter 4 bzw. 4' an die koaxialen Kabel 2
)zw. 2' angeschlossen sind. Die Verstärker 9 bzw. 9' gestehen aus zwei kaskadengeschalteten Stufen 12, 13
3ZW. 12', 13', die je zwei parallelgeschaltete durch Kathodenimpedanzen gegengekoppelte Penthoden enthalten.
Die Verbindung zwischen den Kabeln 1 und 2 3ZW. 1' und 2' für die übrigen Signale, d. h. also die
Dienstgespräche, die Meßsignale und die Speisung, wird durch die Tiefpaßfilter 5, 6 bzw. 5', 6' und die
diese Filter miteinander verbindenden Leitungen 14, bzw. 14' gebildet.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel führen die Leitungen 14 bzw. 14' gegenphasige Spannungen von
der Netzfrequenz, die zur Stromversorgung der Verstärkerstation dienen. Hierfür sind zwei an die
Leitungen 14 bzw. 14' angeschlossene Transformatoren 15 bzw. 15' vorgesehen, deren Sekundärwicklungen
über ausgangsseitig parallel geschaltete Gleichricher 16 bzw. 16' an den Eingang eines Glättungsfilters
17 angeschlossen sind. Der Ausgangsklemme 18 des Glättungsfilters 17 wird eine positive Gleichspannung
entnomemn, die als Anode- und Schirmgitterspannung für die Röhren der Verstärkerstation
dient; die Heizspannungen werden den Sekundärwicklungen 19 bzw. 19' entnommen.
Wie in der Zeichnung dargestellt, liefert die Wicklung 19 jeweils die Heizspannung für eine der Röhren
in jeder der Verstärkerstufen 12, 13 bzw. 12', 13', während die Heizspannung der anderen von der
Wicklung 19' geliefert wird. In dieser Weise wird erreicht, daß beim Ausfall einer der Speisespannungen
an den Leitungen 14 oder 14' die Verstärkerstufen 12, 13 bzw. 12', 13' trotzdem weiterarbeiten.
Die Verstärkerstation besitzt eine Einrichtung zur Fernüberwachung, z. B. aus einer Endsation, der für
den Hin- und Rückverkehr bestimmten Verstärkerstufen 12, 13 bzw. 12', 13.
Nach der Erfindung besitzt die Überwachungseinrichtung einen Meßoszillator 20 mit einer im frequenzbestimmenden Kreis 21 liegenden Spule 22 mit ferromagnetischem Kern, der mit zwei Paar Vormagnetisierungswicklungen 23, 23' bzw. 24, 24' versehen ist, die in Differentialschaltung in die Anodenkreise der den verschiedenen Verstärkerstufen 12, 12' und 13., 13' zugeordneten Röhren geschaltet sind, wobei die dem Oszillator entnommene Meßfrequenz einen in der Endstation untergebrachten Frequenzanzeiger steuert.
Nach der Erfindung besitzt die Überwachungseinrichtung einen Meßoszillator 20 mit einer im frequenzbestimmenden Kreis 21 liegenden Spule 22 mit ferromagnetischem Kern, der mit zwei Paar Vormagnetisierungswicklungen 23, 23' bzw. 24, 24' versehen ist, die in Differentialschaltung in die Anodenkreise der den verschiedenen Verstärkerstufen 12, 12' und 13., 13' zugeordneten Röhren geschaltet sind, wobei die dem Oszillator entnommene Meßfrequenz einen in der Endstation untergebrachten Frequenzanzeiger steuert.
Der Meßoszillator ist nach Huth-Kühn geschaltet, wobei das Steuergitter der Pentode 20 einen Ableitwiderstand
26 besitzt und über einen Gitterkondensator 25 mit dem frequenzbestimmenden Kreis 21 verbunden
ist, während die Anode, das Fanggitter und das Schirmgitter über die Primärwicklung eines Ausgangstransformators
27 an der positiven Klemme 18 des Anodenspannungsgerätes liegt. In Reihe mit der
Spule 22 ist in den frequenzbestimmenden Kreis 22 eine weitere Spule 28 mit einem Temperaturkoeffizienten
geschaltet, der demjenigen der Spule 22 entgegengesetzt ist, um Oszillatorfrequenzschwankungen
durch Temperatureinflüsse zu verhüten.
Zwischen Anode und Steuergitter der Oszillatorschaltung ist eine Rückkopplung vorgesehen, die aus
der Reihenschaltung eines Kondensators 29 und eines Widerstandes 30 besteht. Es hat sich gezeigt, daß der
Widerstand 30 im Rückkopplungskreis Amplitudenänderungen der vom Oszillator erzeugten Schwingungen
einebnet.
Zur Fernüberwachung der Verstärkerstufe 12, 13 bzw. 12', 13' im Zuge der Trägerfrequenzverbindung
ist der Ausgangstransformator 27 des Meßoszillators 20 mit der Leitung 14' über ein Bandfilter 31 mit
einem Durchlaßbereich von 6 bis 12 kHz verbunden, das also die Speisespannung von 50 Hz und die im
Frequenzband von 15 bis 21 kHz liegenden Dienstgespräche aussperrt. Die Oszillatormeßfrequenz wird
über die Leitung 14' dem koaxialen Kabel 1' bzw. 2' zugeführt, an das in einer Endstation der bereits erwähnte
Frequenzanzeiger angeschlossen ist.
In der geschilderten Überwachungseinrichtung werden die Anodenströme der Verstärkerröhren für den
Hin- und Rückverkehr 12, 13 bzw. 12', 13' in den auf dem Kern der Spule 22 angeordneten Vormagnetisierungswicklungen
23, 23' und 24, 24' miteinander verglichen, die in Differentialschaltung in die Anodenkreise
der Verstärkerstufen 12, 12' und 13, 13' aufgenommen sind.
Eine Änderung des Anodenstroms einer Verstärkerröhre in den Stufen 12, 13 bzw. 12', 13' hat eine
Selbstinduktionsänderung der Spule 22 im frequenzbestimmenden Kreis der Oszillatorschaltung zur
Folge, was sich in einer entsprechenden Oszillatorfrequenzänderung auswirkt. In der Endstation, wo die
Oszillatorfrequenz auf dem mit der Überwachungseinrichtung zusammenarbeitenden Frequenzanzeiger
angedeutet wird, können also Anodenstromabweichungen einer Verstärkerröhre sofort festgestellt werden.
Die Wahrscheinlichkeit von Anodenstromänderungen zweier oder mehrerer Verstärkerröhren derart,
daß die hierdurch herbeigeführten Oszillatorfrequenzänderungen sich größtenteils ausgleichen, ist praktisch
sehr klein, so daß die Frequenz des Meßoszillators 20 ein klares Bild des Betriebszustandes der Röhren der
ι oe
Verstärkerstufen 12, 12' und 13, 13' gibt. Die Ursache der erwähnten Anodenstromänderungen ist
meist dem Altern einer Verstärkerröhre der Verstärkerstufen 12, 13 und 12', 13' zuzuschreiben. Angesichts
der Tatsache, daß das Altern einer Verstärkerröhre eine Abnahme des Anodenstromes bedeutet,
besteht bei der geschilderten Überwachungseinrichtung die Möglichkeit, aus der Meßfrequenz abzuleiten,
ob eine solche Röhre im Verstärker 12,13 für den Hinverkehr oder aber im Verstärker 12', 13' für den
Rückverkehr liegt. Zu diesem Zweck ist der ferromagnetische Kern der Spule 22 unabhängig von der
von den Vormagnetisierungswicklungen 23, 23' und 24, 24' in Differentialschaltung herbeigeführten Vormagnetisierung
derart vormagnetisiert, daß entgegengesetzt gerichtete Anodenstromänderungen der zu
überwachenden Röhren entgegengesetzt gerichtete Meßfrequenzänderungen herbeiführen. Das Altern
einer Verstärkerröhre in der Verstärkerkaskade 12, 13 für den Hinverkehr oder in der Verstärkerkaskade
12', 13' für den Rückverkehr ist also erkennbar, da sie entgegengesetzte Änderungen der Oszillatormeßfrequenz
hervorrufen.
Die gewünschte Vormagnetisierung des Kernes der Spule 22 entsteht durch Verwendung einer Vormagnetisierungswicklung
32. die über einen einstellbaren Reihenwiderstand 33 mit den Klemmen 18 des
Anodenspannungsgerätes verbunden ist. Es ist auch möglich, den Spulenkern hierfür mittels eines Permanentmagneten
vorzumagnetisieren.
Zum Überwachen der Verstärkung der Verstärker im Trägerwellentelephoniesystem werden mit den
Sprechsignalen mitgesandte Pilotsignale verwendet. In der dargestellten Verstärkerstation wird diese
Überwachung dadurch erreicht, daß die den Verstärkern 12, 13 bzw. 12', 13' entnommenen Pilotsignale
über Gleichrichterschaltungen 34, 34' einem Differenzbildner 35 zugeführt werden, dessen Ausgangsdifferenzspannung
beim Übersteigen eines Schwellwertes einen normalerweise gesperrten, eine Pilotalarmspannung liefernden Pilotalarmgenerator
entsperrt. Mit dieser Pilotalarmspannung wird eine periodische Sperrung des Meßoszillators 20
bewirkt.
Die an den Ausgangstransformatoren 10, 10' der Verstärker 12, 13 bzw. 12', 13' auftretenden Pilotsignale
werden über Reihenwiderstände 36, 36' zu Transformatoren 37, 37' mit auf die Pilotfrequenzen
abgestimmten Sekundärwicklungen zugeführt, die mit den Gleichrichterschaltungen 34, 34' verbunden sind.
Die Gleichrichterschaltungen 34, 34' enthalten zwei entgegengesetzt gepolte Gleichrichterzellen 38, 39
bzw. 38', 39' mit einem von einem Belastungswiderstand 40 bzw. 40', dessen eines Ende über einen
Widerstand 41 bzw 41' an Erde liegt. Am anderen Ende des Widerstandes 40 bzw. 40' tritt eine Gleichspannung
negativer oder positiver Polarität auf, die über Reihenwiderstände 42 bzw. 42' dem Steuergitter
des aus der Pentode 35 bestehenden Differenzbildners zugeführt wird, dessen Anodenkreis ein
Kontaktgalvanometer 43 zum Entsperren des Pilotalarmgenerators enthält. Der Ausgangskreis des Pilotalarmgenerators
ist über die Leitung 44 mit einer Anzapfung 45 des Gitterwiderstandes 26 des Meßoszillators
20 verbunden und führt infolgedessen bei seiner Freigabe das Sperren des Meßoszillators 20
herbei.
Infolge der Tatsache, daß Pegelunterschiede der verstärkten Pilotsignale meist von einer Verstärkungsabnahme in einer der Verstärkerstufen herrühren, be-
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steht auch hier die Möglichkeit, den gestörten Verstärker 12, 13, gegebenenfalls 12', 13' zu lokalisieren.
Zu diesem Zweck sind in der dargestellten Verstärkerstation zwei Pilotalarmgeneratoren 46 bzw. 46' an
verschiedene Kontakte 47 bzw. 47' des Kontaktgalvanometers 43 angeschlossen, wobei entsprechend
der Polarität der DifFerenzspannung der eine oder der andere der beiden Pilotalarmgeneratoren entsperrt
wird; diese beiden Pilotalarmgeneratoren bewirken ίο ein Sperren des Meßoszillators 20 mit verschiedener
Periodizität, z. B. 1 und 3 Hz. Nimmt bei der hier beschriebenen Verstärkerstation z. B. das Niveau der
Pilotschwingungen am Ausgang des Verstärkers 12, 13 um 4 db ab, so wird der Pilotalarmgenerator 46
eingeschaltet und der Meßoszillator 20 mit einer Periodizität von 1 Hz ein- und ausgeschaltet. Im
anderen Falle wird der Pilotalarmgenerator für 3 Hz entsperrt; die Periodizität der Sperrung des Meßoszillators
zeigt also den gestörten Verstärker 12,13 bzw. 12', 13' an. Statt des Kontaktgalvanometers 43
zum Freigeben der Pilotalarmgeneratoren 46 bzw. 46' kann auch die Parallelschaltung eines Maximal- und
eines Minimalrelais verwendet werden.
Die geschilderte Überwachungseinrichtung erlaubt es ebenfalls, Störungen in der Speisung anzuzeigen.
Zu diesem Zweck wird bei der dargestellten Überwachungseinrichtung die Heizspannung für die Pentode
35 der Wicklung 19 von der Speiseapparatur abgegriffen, während die Heizspannung für den Meßoszillator
20 von der Wicklung 19' geliefert wird. Bleibt z. B. die Speisespannung an der Leitung 14'
aus, so wird der Meßoszillator 20 stromlos, und beim Ausbleiben der Speisespannung an der Leitung 14
wird die Pentode 35 nicht mehr geheizt, wodurch der Pilotalarmgenerator 46' freigegeben wird, der den
Meßoszillator mit einer Periodizität von 3 Hz sperrt. An der Endstation kann, wie im folgenden näher erläutert
wird, festgestellt werden, ob es sich im letztgenannten Falle um eine Pilotstörung oder eine
Speisestörung handelt.
Bei Verwendung mehrerer Verstärkerstationen im Übertragungsweg kann eine jede dieser Stationen mit
einer solchen Überwachungseinrichtung ausgerüstet werden, wobei zum Unterscheiden der Meßsignale der
verschiedenen Stationen die Meßoszillatoren auf verschiedene Frequenzen abgestimmt sind; diesen verschiedenen
Meßfrequenzen ist ein Frequenzband von 6 bis 12 kHz zugeordnet.
Zusammenfassend zeigt es sich also, daß die Überwachungseinrichtung die Art der Störung (Anodenstromänderung,
Pilotstörung oder Speisestörung) der gestörten Verstärkerstation anzeigt, und daß außerdem
aus den erzeugten Meßsignalen die Störungsursache in der gestörten Verstärkerstation (Verstärker 12,13,
Verstärker 12', 13', Stromversorgung) ermittelt werden kann.
Statt Huth-Kühn-Oszillatoren können natürlich auch andere Ausführungen, wie z. B. Collpitt-,
Hartley-Schaltungen od. dgl., in den geschilderten Überwachungseinrichtungen verwendet werden.
Fig. 2 zeigt eine Endstation des Trägerwellentelephoniesystems mit vier Frequenzanzeigern zum
Verarbeiten der Meßsignale, die von den Überwachungseinrichtungen von vier im Übertragungsweg
liegenden Verstärkerstationen geliefert werden.
In der Endstation werden die von einer Endapparatur 47 für 960 Sprechkanäle stammenden Ausgangssignale über eine Leitung 48 und eine Mischstufe 49
mit einem daran angeschlossenen Pilotfrequenzgenerator 50 einem Verstärker 51 zugeführt, dessen Aus-
Claims (1)
1. Überwachungseinrichtung in einem Nachrichten-Übertragungssystem, insbesondere einem
Trägerwellentelephoniesystem, zum Überwachen oder zur Fernanzeige des Betriebszustandes einer
Verstärkerstation, die mit Verstärkern für den Hin- und Rückverkehr versehen ist, unter Verwendung
eines Meßoszillators, dessen Frequenz einen gegebenenfalls in einer anderen Station angeordneten
Frequenzanzeiger steuert, dadurch gekennzeichnet, daß der frequenzbestimmende Kreis
des Meßoszillators eine Spule mit ferromagnetischem Kern enthält, der ein oder mehrere Paare
jeweils differentiell gegeneinandergewickelte Vor-
Applications Claiming Priority (1)
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| AT235360B (de) | System zum Anzeigen des Zustandes der Übertragungsleitungen in telautographischen Anlagen |