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Automatische Verpackungsmaschine für Flaschen, Kannen od. dgl. in
Kästen oder Kartons Die Erfindung betrifft eine automatische Verpackungsmaschine
für Flaschen, Kannen od. dgl. in Kästen oder Kartons, bei welcher die Kästen den
durch den Verladetisch gleitenden Flaschen entgegengeführt werden und eine Betätigung
der Maschine durch einen Motor mittels einer einzigen Nockenscheibe über ein Hebelgestänge
aus erfolgt, wodurch eine vollautomatische Arbeitsweise bei größter, den heutigen
Erfordernissen angepaßter Leistung der Maschine erreicht wird.
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Bei den bisher bekannten automatischen Verpackungsmaschinen war die
l Höchstleistung der zur Verpackung kommenden Flaschen noch nicht erreicht, was
im verwendeten Steuermechanismus der Maschinen begründet war.
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Eine vorteilhafte Verbesserung der automatischen Verpackungsmaschine
gemäß der Erfindung wird dadurch erreicht, daß der Steuermechanismus der Maschine
mittels auf einer einzigen Welle angebrachten identischen Nockenscheibe oder auf
hydraulischem Wege vollautomatisch betätigt wird, wodurch alle Steuer- und Schaltbewegungen
der Maschine ausgeführt werden, nämlich Einführen des zu füllenden Kastens in den
Füllraum der Maschine, Anheben des Kastens und Auslösen des Haltemechanismus der
Flaschen auf den Verladetisch, wieder Senken des Kastens, Auslösen der Haltevorrichtung
desselben und Abtransport des gefüllten Kastens aus der Maschine.
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Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist
in den Zeichnungen dargestellt.
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Es zeigt Fig. 1 eine Vorderansicht der automatischen Verpackungsmaschine,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Maschine nach Fig. 1, von A aus gesehen, Fig. 3 eine
Aufsicht nach Fig. 1, Fig. 4 eine Einzelheit, welche den Schaltmechanismus der Haltevorrichtung
im oberen Verladeraum darstellt; einschließlich Halteschiene 9, Winkelhebel 34,
Sperrvorrichtung 33 und Anschlag 32, Fig. 5 eine Aufsicht zu Fig. 4, Fig. 6 eine
Einzelheit, welche den Schaltmechanismus des oberen beweglichen Rahmens 8 darstellt;
einschließlich Anschlag 30, Winkelhebel 31 und Mitnehmer 40, Fig. 7 eine Aufsicht
zu Fig. 6, Fig. 8 eine Einzelheit, welche den Schaltmechanismus für den Eintritt
des leeren Kastens in den Verladeraum der Maschine darstellt; einschließlich Anschlagleiste
14, Hebelarm 15, zwangläufig geführter Rolle 16 und Mitnehmer 17, Fig. 9 eine Aufsicht
zu Fig. 8, Fig. 10 eine Einzelheit, welche den Schaltmechanismus für den Austritt
des gefüllten Kastens aus dem Verladeraum darstellt; einschließlich Hebelarm 19,
Wagengewicht 21, Rolle 20, Mitnehmer 22 und zwangläufiggeführter Rollgang 23, Fig.
11 eine Aufsicht zu Fig. 10, Fig. 12 eine Einzelheit, welche den Schaltmechanismus
der Verteiler- und Schutzvorrichtung zur Sicherung eines senkrechten Durchgleitens
der Flaschen in den Kasten darstellt; einschließlich Hebelarm 36, Mitnehmer 37,
Anschlag 38 und dem Flaschenformat entsprechendes kanalförmiges Führungsgehäuse
39, Fig. 13 eine Seitenansicht zu Fig. 12, Fig. 14 eine Einzelheit der Konstruktion
des beweglichen Rahmens 8 mit Nocken 8', welcher bei seiner seitlichen Verschiebung
um halbe Flaschenbreite die zu verpackenden Flaschen durchgleiten läßt und gleichzeitig
die außerhalb des Verladeraums stehenden Flaschen 7' während des Arbeitsvorganges
absperrt, Fig. 15 eine Vorderansicht zu Fig. 14, Fig. 16 ein Einzelheit, welche
die Konstruktion der Nockenscheibe 3 in ihrer speziellen Ausführung beim Nocken
C darstellt, Fig. 17 eine Einzelheit, welche die Führungs- und Bremsfedern mit Spiralfedern
darstellt, und Fig. 18 eine Seitenansicht der Bremsfedern nach Fig. 17.
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Diese automatische Verpackungsmaschine für Flaschen, Kannen od. dgl.
in Kästen oder Kartons besteht aus einem Rahmengestell 1, in welchem sich an seinen
vier Ecken Steuerstangen 2 über ein durch eine Nockenscheibe 3 angetriebenes Hebelsystem
4 auf- und abwärts bewegen. Das Transportband 5, welches durch die Welle 6 angetrieben
wird, ist zwangläufig mit dem Bewegungsmechanismus der Maschine verbunden und befördert
die zu verpackenden Flaschen zum Verladeraum der Maschine, wobei der vordere Satz
Flaschen 7 durch das laufende Transportband 5 mit genügend Flaschenvorrat über
den
beweglichen Oberrahmen 8 bis zu der in Verschluß stellung stehenden Halteschiene
9 am Ende des Verladeraums geschoben wird. Die ankommenden Flaschen werden durch
die Gleitschiene 10 geführt, welche in ihrer Konstruktion und Abstand von dem jeweiligen
Flaschen- und Kastenformat abhängig sind.
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Um ein Nachrücken der Flaschen außerhalb des Verladeraums während
der Auf- und Abwärtsbewegung der Steuerstangen 2 zu verhüten, ist eine oberhalb
der Flaschen 7' angebrachte hebelarmige Druck-und Haltevorrichtung, bestehend aus
Hebelarm 11, Druckplatte 12, und Mitnehmer 13, vorgesehen.
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Zur Sicherung eines senkrechten Durchgleitens der Flaschen 7 in den
Kasten dient eine Verteiler- und Schutzvorrichtung, welche oberhalb der zu verpackenden
Flaschen 7 im Rahmengestell eingebaut ist und durch die Steuerstangen 2 in ihrer
Auf- und Abwärtsbewegung bedient wird (Fig. 1, 12 und 13). Die leeren Kästen werden
entweder zwangläufig oder auf einem abfallenden Rollgang geschlossen hintereinander
dem unteren Verladeraum der Maschine zugeführt, wobei die an dem Gestell angebrachte
Anschlagleiste 14 erwirkt, daß nur der jeweilig zu füllende Kasten in den Verladeraum
eingeführt und ungehindert auf- und abwärts bewegt werden kann.
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Der Einlaß des leeren Kastens erfolgt durch die von den Steuerstangen
2 bediente Hebelvorrichtung (nach Fig. 8 und 9), bestehend aus Hebelarm 15 Rolle
16 und dem Mitnehmer 17, wobei die zwangsweise geführte Rolle 16 durch die besondere
Formgebung der Nocken scheibe 3 Nocken auf- und abwärts bewegt wird.
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Der eingeführte Kasten 18 wird durch die Anschlagvorrichtung, bestehend
aus Hebelarm 19, Rolle 20, Kontergewicht 21 und Mitnehmer 22, im Verladeraum der
Maschine festgehalten, wie in Fig. 10 und 11 dargestellt ist, und nach der Beschickung
(bei Beendigung der Abwärtsbewegung der Steuerstangen) von der Anschlagvorrichtung
mit Rolle 20 freigegeben, so daß der stetig laufende Rollgang 23 innerhalb der Maschine
den gefüllten Kasten zum Ausgang befördern kann.
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Der gesamte Steuer- und Schaltmechanismus der Maschine wird durch
die zwei Nockenscheiben 2 gesteuert, welche auf der Welle 24 befestigt sind. Im
Verlauf eines Arbeitsganges werden folgende Arbeiten verrichtet: Bei der Aufwärtsbewegung
der Steuerstangen 2: Es wird der in die Maschine eingeführte leere Kasten mittels
der an den Steuerstangen 2 befestigten Trag- und Hängevorrichtung 25 nach oben unter
den Verladetisch geführt, so daß die Führungs- und Bremsfedern 26 des feststehenden
Rahmens 27 in die Kastenfächer eingreifen.
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Die Trag- und Hängevorrichtung ist zum Abfangen der Stoßkraft beim
Fallen der Flaschen in den Kasten mit Druckfedern 28 versehen.
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Inzwischen werden die angesammelten Flaschen 7' außerhalb des oberen
Verladeraumes von der hebelarmigen Druck- und Haltevorrichtung, bestehend aus Hebelarm
11, Druckplatte 12 und Mitnehmer 13, festgehalten, so daß deren weiteres Vordringen
in den geöffneten Verladeraum verhindert wird.
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Ferner wird die Verteiler- und Schutzvorrichtung 39 mittels des an
den Steuerstangen befestigten Mitnehmers 37 und ihres Eigengewichtes bis zum Anschlag
38 nach unten bewegt, um ein senkrechtes Durchgleiten der Flaschen zu gewährleisten.
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Gleichzeitig wird der bewegliche Rahmen 8 mittels eines an den Steuerstangen
befestigten Anschlages 30
in Verbindung mit dem Winkelhebel 31 gleitend über den
feststehenden Rahmen 27 um halbe Flaschen breite seitwärts geschoben, damit die
Flaschen 7 fallenmäßig durch den Rahmen 27 mit seinen Führungs- und Bremsfedern
gleiten können.
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In demselben Moment (der Aufwärtsbewegung) wird mittels eines an
den Steuerstangen 2 befestigten Anschlages 32 die Sperrvorrichtung 33 ausgelöst
und die Halteschiene 9 durch den Winkelhebel 34 zwecks Freigabe der Flaschen 7 nach
rückwärts geschoben, damit dieselben infolge ihrer Schwerkraft ungehindert durch
den Rahmen 27 in den Kasten gleiten können; wie in Fig. 4 und 5 dargestellt ist.
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Bei der Abwärtsbewegung der Steuerstangen 2: Es wird die Verteiler-
und Schutzvorrichtung durch den Mitnehmer 37 wieder nach oben geführt, um den nächsten
Flaschensatz freien Durchlaß zu geben; wie in Fig. 12 und 13 dargestellt ist.
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Es wird die Druck- und Haltevorrichtung mittels des Mitnehmers 13
und Hebelarm 11 ausgelöst und damit die Flaschen 7' freigegeben; wie in Fig. 1 dargestellt
ist.
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Auch wird kurz vor Beendigung der Abwärtsbewegung mittels eines an
den Steuerstangen befestigten Mitnehmers 35 der Winkelhebel 34 nach unten gedrückt
und dadurch die Sperrvorrichtung 33 mit dem Haltestift 33' wieder eingeschaltet,
so daß der Druck der neu ankommenden Flaschen abgefangen werden kann; wie in Fig.
4 dargestellt ist.
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Gleichzeitig wird der bewegliche Rahmen 8 mit seinen Nocken 8' mittels
des an den Steuerstangen befestigten Mitnehmers 40 in Verbindung des Winkelhebels
31 wieder in die geöffnete Stellung zwecks Freigabe der neu ankommenden Flaschen
um halbe Flaschenbreite nach seitwärts geschoben; wie in Fig. 2 dargestellt ist.
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Mittels des an den Steuerstangen 2 befestigten Mitnehmers 22 wird
die hebelartige Anschlagvorrichtung mit ihrem Hebelarm 19 nach unten bewegt, wodurch
der auf dem zwangläufig angetriebenen Rollgang 23 angekommene, nunmehr gefüllte
Kasten über die Rolle 20 zum Ausgang befördert wird; wie in Fig. 10 (aber in geschlossener
Stellung) dargestellt ist.
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Gleichzeitig wird der von der Anschlagleiste 14 gehaltene leere Kasten
am Eingang durch die an dem Hebelarm 15 zwangläufiggeführte Rolle 16 mittels des
an den Steuerstangen 2 befestigten Mitnehmers 17 nach oben gehoben, so daß der leere
Kasten auf den frei gevordenen Verladetisch bis zur Anschlagvorrichtung (Rolle 20)
einrollen kann; wie in Fig. 8 (in geschlossener Stellung) dargestellt ist.
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Ferner wird die Anschlagvorrichtung (19, 20) in der Weiterbewegung
der Nockenscheibe 3 am Nocken C mittels Kontergewicht 21 wieder nach oben in ihre
Verschlußstellung gebracht; wie in Fig. 10 dargestellt ist.
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In demselben Zeitpunkt, d. h. am Nocken C der Nockenscheibe 3 wird
die gehobene angetriebene Rolle 16 wieder in ihre Ausgangsstellung gesenkt, so daß
dadurch die außerhalb des Verladeraums ankommenden Kästen von der Anschlagleiste
14 während des nächsten Arbeitsvorganges festgehalten werden können; wie in Fig.
8 dargestellt ist.
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Damit ist ein vollständiger Arbeitsvorgang der Maschine beschrieben
worden.
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Um die Flaschen vor Bruch zu schützen und beim Herausfallen aus der
Maschine zu schonen, sind die Führungs- und Bremsfedern 26' an ihrem unteren Ende
26" konkav nach innen gewölbt. Hierdurch werden die herausfallenden Flaschen in
ihrer Bewegung
gebremst. Zweckmäßig können die einzelnen Führungs-
und Bremsfedern mit Spiralfedern untereinander verbunden sein, wodurch eine noch
elastischere 1Virliunb der Bremsung erzielt wird.
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P.4TENTANSPROCHE 1. Automatische Verpackungsmaschine für Flaschen,
Kannen od. dgl. in Kästen oder Kartons, bei welcher die Flaschen auf einen Verladetisch
in die den zu füllenden Kasten entsprechenden Stellungen gebracht werden und nach
Auslösen von vorgesehenen Haltevorrichtungen durch mit Führungen versehene Öffnungen
in den darunter stehenden Kasten bzw. Karton fallen, dadurch gekennzeichnet, daß
der Steuermechanismus der Maschine mittels auf einer einzigen Welle (24) angebrachten
identischen Nockenscheibe (3) oder auf hydraulischem Wege vollautomatisch betätigt
wird, wodurch alle Steuer- und Schaltbewegungen der Maschine ausgeführt werden,
nämlich Einführen des zu füllenden Kastens in den Füllraum der Maschine, Anheben
des Kastens und Auslösen des Haltemechanismus der Flaschen auf den Verladetisch,
wieder Senken des Kastens, Auslösen der Haltevorrichtung desselben und Abtransport
des gefüllten Kastens aus der Maschine.
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2. Automatische Verpackungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der bewegliche Rahmen (8) des Verladetisches der Flaschen mittels des Schiebemechanismus
(30, 31, 40) um halbe Flaschenbreite nach seitwärts geschoben wird, wodurch die
Flaschen unter Einfluß ihrer Schwerliraft nach Art einer Falle durch den feststehenden
Rahmen (27) mit seinen Führungs- und Bremsfedern (26, 26', 26") in die Fächer des
Kastens gleiten (Fig. 1, 2 und 6).
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3. Automatische Verpackungsmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rahmen (8) mit seinen Nocken (8') durch die seit-
liche Bewegung
um halbe Flaschenbreite gleichzeitig das Eindringen weiterer Flaschen während des
Arbeitsvorganges verhütet (Fig. 6 und 7).
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4. Automatische Verpackungsmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Druck- und Haltevorrichtung durch den Schaltmechanismus
(11, 12, 13) zur Sicherung der zu haltenden Flaschen (7') durch die Auf- und Abwärtsbewegung
der Steuerstangen (2) gesteuert wird (Fig. 1 und 2).
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5. Automatische Verpackungsmaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verteiler- und Schutzvorrichtung (39) durch den Schaltmechanismus
(36, 37, 38) bei Aufwärtsbewegung der Steuerstangen (2) bis zum Anschlag (38) ihre
tiefste Stellung zwecks Sicherung der Flaschen erreicht (Fig. 1, 12 und 13).
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6. Automatische Verpackungsmaschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halteschiene (9) mit Sperrvorrichtung (33) und Schaltmechanismus
(32, 33', 34, 35) gleichzeitig mit dem Öffnen des Verladetisches eingreift, damit
die Flaschen (7) ungehindert durch den feststehenden Rahmen (27) gleiten können
(Fig. 1 und 4).
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7. Automatische Verpackungsmaschine nach Anspruch 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ein- und Auslaßvorrichtungen des Kastens unter Einwirkung
eines Nockens (C) der Nockenscheiben (3) in Verbindung mit den Hebelarmübertragungen
und dem Schaltmechanismus (15, 16, 17, 19, 20, 21, 23) durch die Steuerstangen (2)
gleichzeitig geschaltet werden (Fig. 2, 8 und 11).