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Abdichtungsring für Schwimmdeckel von Großbehältern, insbesondere
Olbehältern Die Erfindung bezieht sich auf Vorratsbehälter für Flüssigkeiten, insbesondere
zur Speicherung von und ÖIprodukten. Solche Behälter weisen einen auf der gespeicherten
Flüssigkeit schwimmenden Deckel auf, der sich mit steigendem und fallendem Flüssigkeitsspiegel
hebt und senkt. Bei derartigen Behältern ist die Abdichtung des Zwischenraumes zwischen
dem Rand des Schwimmdeckels und dem Innenrand der Behälterwandung gegen Wettereinflüsse
wichtig.
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Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer verbesserten. gegebenenfalls
elektrisch leitenden Abdichtung für diesen Zwischenraum.
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Wetterabdichtungen für diesen Zwischenraum sitzen gewöhnlich am Schwimmdeckel
und gleiten bei dessen Fallen und Steigen an der inneren Behälterwandung auf und
ab. Solche Behälter weisen häufig ziemlich große Abmessungen auf, so daß die Innenwandung,
längs der die Dichtung gleitet, häufig keine genaue Kreisform hat und außerdem auch
noch nicht unerhebliche Unregelmäßigkeiten aufweist. Die erfindungsgefäße Wetterabdichtung
ist deformierbar, so daß sie sich ohne Rücksicht auf Unregelmäßigkeiten der Oberfläche
oder Änderung der Krümmung der Behälterwandung immer dicht an die Wandung des Behälters
anschmiegt.
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Neben den genannten Schwierigkeiten weisen Wetterdichtungen an Schwimmdeckeln
häufig auch Taschen auf, in denen sich Wasser sammeln kann, das dann bei entsprechenden
Außentemperaturen zu frieren beginnt. Die erfindungsgemäße Deckelabdichtung für
die Auf- und Abwärtsbewegung des Deckels ist durchbiegbar ausgebildet, wobei sie
immer mit der Behälterwandung in Berührung bleibt, so daß das Problem der Frostaufbrüche
durch Verhinderung der Eisbildung beseitigt ist. Außerdem ist die erfindungsgemäße
Abdichtung frei von Taschen und Höhlungen zwischen Wandung und Abdichtung, in denen
sich merkliche Wassermengen sammeln könnten.
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Die erfindungsgemäße Wetterabdichtung soll ferner frei von irgendwelchen
mit der Behälterinnenwaudung in Berührung kommenden Metallteilen sein, die Ab rieb
erzeugen könnten. Die erfindungsgemäße Abdich tung weist vielmehr ein kontinuierliches,
biegsames, mit Luft gefülltes Kissen rings um den Deckel auf, welches sich fest
gegen die Behälterwandung legt und die flüssigkeits- und gasdichte Abdichtung bildet.
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Gleichzeitig kann diese Abdichtung ihre Form ändern und sich damit
der Oberflächenform der Wandung beim Steigen und Fallen des Deckels infolge des
sich ändernden Flüssigkeitsspiegels anpassen.
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Schließlich soll sich die erfindungsgemäße Wetterabdichtung für Schwimmdeckel
in einfacher Weise am Rand des Deckels befestigen lassen und ihn umgeben, wobei
sie sich radial vom Deckel nach außen bis an die Innenfläche der Behälterwandung
erstreckt und gleichzeitig die auf dem Deckel vorhandene statische oder sonstige
Elektrizität von ihm ableitet, so daß ein Funkenüberschlag und damit die Gefahr
der Entstehung eines Schadenfeuers verhindert ist.
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Es sind bereits Wetterabdichtungen für Großbehälter, insbesondere
Olbehälter bekannt, bei denen ein ringförmiger flacher Bauteil rings um den Deckel
des Behälters verläuft und gegen die Behälterwandung gepreßt wird. Bei einer bekannten
Ausführungsform dieser Art steht dieser ringförmige flache Bauteil unter Druckluft
und drückt derart einen Abdichtungsteil gegen die Behälterwandung. Hierbei wird
der flache Bauteil im größten Teil seiner Horizontalerstreckung durch feste Wandungen
gehalten, so daß nur ein relativ geringer Spielraum zwischen Deckel und Behälterwandung
möglich ist. Zudem besteht bei dieser Ausführungsform der Nachteil, daß der abdichtende
ringförmige Bauteil unter Druckluft steht und damit entsprechend kompliziert und
störanfällig ist.
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Ferner sind Abdichtungen bekannt, die rings um den Deckel als hülsenartig
gebogener Mantel verlaufen; jedoch besteht auch bei diesen Ausführungsarten nur
ein sehr geringer Spielraum zwischen Behälterwandung und Deckel, da der hülsenartige
Mantel ein weites Auskragen nicht gestattet. Bei der letztgenannten Ausführungsform
hat man auch zur Verhütung einer Abquetschung des hülsenförmigen Abdichtungskörpers
Begrenzungsrollen vorgesehen, die am Deckel befestigt sind und auf die Behälterwandung
einwirken, wenn der Deckel sich der Wan-
dung stark nähert. Die
Nachteile solcher metallischen Teile sind bereits weiter oben ausgeführt.
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Zur Vermeidung der Nachteile der bekannten Abdichtungsarten wird
erfindungsgemäß ein wetterfester, aus elastischem Material bestehender Abdichtungsring
für Schwimmdeckel von Großbehältern. insbesondere Oll)ehältern vorgeschlagen dessen
Oher-und Unterwandung zusammengeführt außen am Schwimmdeckel befestigt sind, welcher
dadurch gekennzeichnet ist, daß im Abdichtungsring sowohl ein im wesentlichen flacher,
horizontal angeordneter Abstandskörper aus elastischem Material. der an Ober-und
Unterteil des Mantels des Abdichtungsringes anliegt. als auch eine ringförmige Luftkammer
zwisden dem Abstandskörper und dem zur vorzugsweisen Anlage an die Behälterwand
bestimmten Verbindungsteil des Mantels vorhanden ist und daß an der Zusammenführungsstelle
des Ober- und des Unterteils des Mantels vorzugsweise zusätzliche Verstärkungsteile
vorgesehen sind. so daß ein gegenüber dem übrigen Mantel vergleichsweise steifer
Flansch zur Befestigung am Schwimmdeckel gebildet ist.
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Vorzugsweise besteht der Mantel des Abdichtungsringes aus elektrisch
leitendem. ölbeständigem Gummi und der Abstandskörper aus einem elastischen Material.
z. B. Schaumgummi.
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Gegenüber den bekannten Ausführungsformen besteht der wesentliche
Vorteil des erfindungsgemäßen Abdichtungsringes darin. daß durch die Anordnung des
Ahstandskörpers zwischen Ober- und Unterwandung des Mantels dem gesamten Abdichtungsring
eine solche Steifigkeit verliehen wird, daß er relativ weit horizontal auskragen
kann, wodurch ein relativ großes Spiel zwischen Behälterwandung und Deckel ermöglicht
wird, wobei gleichzeitig infolge der Luftkammer zwischen Abdichtungskörper und Verbindungswandung
des Mantels eine gute streifenförmige Dichtungszone schon bei geringer Anpressung
des Deckels an die Behälterwandung vorhanden ist.
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Bei stärkerer Annäherung des Deckels an die Behälterwandung kantl
der Abdichtungsring zudem leicht nach ollen oder unten unter Erhaltung einer guten
Dichtwirkung umgebogen werden, ohne daß die Gefahr einer AlKuetschung desselben
besteht. Vergrößert sich der Ahstand zwischen Deckel und Wandung wieder. dann kehrt
auch der Abdichtungsring wieder in seine normale horizontale Lage zurück.
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Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters wird
an Hand der Zeichnungen näher beschrielien. Diese zeigen in Fig. 1 einen Horizontalschnitt
durch einen Teil eines Behälters. in Richtung des Schwimmdedels gesehen.
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Fig. 2 eine größere Ansicht eines Teiles der ringförmigen Abdichtung
vor ihrem Zusammenbau mit den anderen Teilen am Schwimmdeckel.
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Fig. 3 eine größere Ansicht der Stoßstelle zweier Aldichtungsteile.
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Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie 4-4 der Fig. 3, Fig. 5 einen
Schnitt durch die Abdichtung und die anschlielSellde Deckelkante.
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Fig. 6 einen Querschnitt der Dichtungsteile vor ihrem Zusammenbau.
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Fig. 7 eine Schnittdarstellung im wesentlichen längs der Fig. 7-7
der Fig. 1, Fig. 8 einen der Fig. 7 entsprechenden Schnitt zur Daritellung des Anliegens
der Dichtung an der Behälterinnenwanduig unter größerem Druck, Fig. 9 einen der
Fig. 7 entsprechenden Schnitt zur Darstellung des Anliegens der Dichtung für den
Fall,
daß der Zwischenraum zum Dach und Behälter auf ein Minimum zusammengeschrumpft
ist, Fig. 10 die Befestigung des Abdichtbandes am schwimmenden Deckel.
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Das Bezugszeichen 10 hezeichnet einen Vorrats-Behälter mit einer
zylindrischen vertikalen Wandung 12, um deren oberen Teil gegebenenfalls ein Gurt
14 gelegt sein kann. Der Behälter ist mit einem Boden versehen.
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Der Schwimmdeckel 16 ist im Inneren des Behälters angeordnet. Er
weist eine Randwandung 18 sowie eine obere Abschlußfläche 20 auf. die unterhalb
der Oberkante der Wandung 18 liegt oder mit ihr knapp abschneidet. Gegebenenfalls
kann dieser Deckel auch mit einem hier nicht gezeichneten Unterdeckel versehen sein.
so daß eine allseits abgedichtete, hohle kreisförmige Kastenform entsteht. die auf
der im Behälter befindlichen Flüssigkeit schwimmt.
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Die Wandung 18 des Schwimmdeckels trägt an der Oberkante einen vorzugsweise
nach außen gerichteten Ringflansch 21. Zwischen dem Rand dieses Flansches 21 und
der Behälterwandung 12 ist ein größerer Abstand (Fig. 7, 8 und 9), so daß zwischen
dem Schwimmdeckel 16 und der inneren Behälterwandung ein Ringspalt 22 verbleibt.
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Die Wetterabdichtung gemäß der Erfindung ist am Ded<elflansdi
21 befestigt und im ganzen mit 23 bezeichnet. Sie hat die Form eines in Abschnitte
unterteilten Ringes, der sich in radialer Richtung erstreckt (Fig. 5 und 7 bis 9).
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Der Abdichtungsring 23 besteht aus mehreren miteinander verhundenen
Einzelstücken 24. Jedes Stück 24 des Abdichtungsringes besteht aus einem länglichen,
im wesentlichen flachen Mantel 25, der aus einer einzigen Länge oder einem Streifen
aus svnthetischem Gummi oder anderem ölbeständigem Material besteht, welches in
später beschriebener Weise in Längsrichtung auf sich selbst gefaltet ist. Innerhalb
des Mantels befindet sich ein länglicher Abstandskörper 26 aus Schaum- oder Schwammgummi,
der Ober-und Unterwandung 27 bzw. 28 des Mantels in vertikaler Richtung im Abstand
und unter Normalbedingungen im wesentlichen parallel zueinander hält.
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Der Mantel 25 aus synthetischem Gummi läßt sich dadurch elektrisch
leitfähig machen. daß man ihn aus folgenden Substanzen herstellt, deren Bezeiclmungen
weiter unten erläutert sind: NA-22 Beschleuniger .. ........ 0,12°/o Leichte kalzinierte
Magnesia 1,67°/o Zinkoxyd ................. 1.7601o Vulcan SC 72 ............. 35,03%
Leicht flüchtiges Öl Marke Circo l3,590/o Stearinsäure ..... ........... 0,25 %
Neophax A 10,98°/o Neopren W ..... ..... ... 36,60 % 100,000/o In dieser Tabelle
bedeutet NA-22 einen Beschleuniger (2-Merkaptan-Imidazolin der Firma Dupont; Circo-Ol,
ein geruchloses, hellfarbiges Petroleumöl der Firma Sun Oil Co. mit einem spezifischen
gewicht von 0.92 und einer Sayboldt-Viskosität bei 1000 C von etwa 155 Sekunden:
Neophax A ist ein vulkanisiertes pflanzliches Öl der Firma Stamford-Rubeer-Supply
Company mit einem Ascheanteil von 0,5 0/i, Acetonauszug 32 bis 340/o, in Azeton
lösbarer Schwefel 2.8 % und mit einem spezifischen Gewicht von 1,04; Neopren Äv
ist ein elastisches Material, das von Dupont durch Polymerisation von Chloropren
her-
Luftpolsters abflacht. Somit wird eine vergleichsweise breite
Fläche 47 (Fig. 7) aus Abdichtgummi gegen die Wandung angepreßt.
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Bei der Auf- und Abwärtsbewegung des Schwimmdeckels infolge der Zu-
bzw. Abnahme des Flüssigkeitsinhalts des Behälters rufen Unregelmäßigkeiten in der
Krümmung der Behälterwandung verschiedene Drücke an der Abdichtung entweder am ganzen
Deckel oder wenigstens an einigen Stellen hervor, wodurch die Abdichtung verbogen
und gleichzeitig zusammengepreßt wird. Die Abdichtung erhält ihre Deformierbarkeit
einmal von dem in ihr enthaltenen Schaugummi.
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Zum anderen liefert die Kombination von Gummihülse und deformierbarem
Schaumgummiabstandskörper die verformbaren Lufträume. Nach Fig. 8 und 9 kann sich
die Abdichtung vollständig gegen ihren Träger anlegen, ohne daß der innere Druck
steigt oder die Biegsamkeit verlorengeht.
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Nach Fig. 8 wird bei einer Verkleinerung des Abstandes 22 die Abdichtung
derart gegen die Behälterwandung gepreßt, daß die Schaumgummiabstandskörper an den
äußeren Randflächen 31 gegen die Innenseite der Wandung der Kammer 29 anliegen und
die Luftkammer nach oben und unten in zwei Teile 29a unterteilt wird.
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Bei weiterer Abnahme des Abstandes22 während einer Aufoderabbewegung
des Schwimmdeckels legt sich die Abdichtung um und an die Behälterwandung an, so
daß die obere Seite 27 gegen die Behälterwandung zu liegen kommt, wenn die Abdichtung
nach unten abgebogen ist, bzw. bei einer Abbiegung nach oben, wie es gestrichelt
in Fig. 9 angedeutet ist, wenn die Unterseite 28 an der Behälterwandung anliegt.
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Im Bereich der kleinen Luftkammer 39 ist die Abdichtung derart ausgebildet,
daß sich die Mantelwandungen und das Verstärkungsgewebe vollständig abbiegen können
und der Schaumgummikörper leicht zusammengedrückt werden kann, so daß sich die Abdichtung,
wie aus Fig. 2 ersichtlich, voll nach oben oder unten umlegen kann, während gleichzeitig
die erforderliche Festigkeit und Elastizität vorhanden ist, um die Abdichtung in
ihre normale, horizontale Stellung nach Fig. 7 zurückkehren zu lassen, sobald die
Normalabmessungen des Abstandes 22 wieder hergestellt sind. Die Biegsamkeit der
erfindungsgemäßen Abdichtung ist ein besonders wertvolles Merkmal, das insbesondere
dann von Bedeutung ist, wenn große Unregelmäßigkeiten in der Behälterwandung vorhanden
sind. Außerdem mindert der verformbare Luftraum 29 den Verschleiß. der bei Abdichtungen
dieser Art unweigerlich auftritt. wenn die Abdichtung von der Verwendung von Zusammendrückung
oder Kräfte erzeugenden Vorrichtungen, beispielsweise Federn oder Hebel. abhängig
ist.
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Bei der erfindungsgemäßen biegsamen Abdichtung zwischen dem metallenen
schwimmenden Deckel und der Metallwandung des durch den Deckel abgedeckten Behälters
ist gleichzeitig eine einstellbare, gleitende, Elektrizität erdende Verbindung vorhanden;
die Abdichtung ist gegen Kohlenwasserstoffe und Wettereinflüsse widerstandsfähig
und weist keine funkensprühende oder korrosive Eigenschaften auf. Die elektrisch
leitende Gummidichtung kann frei, d. h. ohne Bindung an einen Isolator, verwendet
werden, ist verschleißfest. gegen Kohlenwasserstoffe und deren Dämpfe unempfindlich
und liefert eine gleitende Abdichtung zwischen Deckel und Behälterwandung.
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PATENTANSPRUCHE: 1. Wetterfester, aus elastischem Material bestehender
Abdichtungsring für Schwimmdeckel von Großbehältern, insbesondere Ölbehältern, dessen
Ober- und Unterwandung zusammengeführt außen am Schwimmdeckel befestigt sind, dadurch
gekennzeichnet, daß im Abdichtungsring (23) sowohl ein im wesentlichen flacher,
horizontal angeordneter Abstandskörper (26) aus elastischem Material, der an Ober-
und Unterteil (27, 28) des Mantels (25) des Abdichtungsringes (23) anliegt, als
auch eine ringförmige Luftkammer (29) zwischen dem Abstandskörper (26) und dem zur
vorzugsweisen Anlage an die Behälterwand (12) bestimmten Verbindungsteil (30) des
Mantels (25) vorhanden ist und daß an der Zusammenführungsstelle des Ober- und des
Unterteils (27, 28) des Mantels (25) vorzugsweise zusätzliche Verstärkungsteile
(35) vorgesehen sind, so daß ein gegenüber dem übrigen Mantel (25) vergleichsweise
steifer Flansch (34) zur Befestigung am Schwimmdeckel (16) gebildet ist.
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2. Abdichtungsring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sein
Mantel (25) aus elektrisch leitendem, ölbeständigem Gummi besteht.
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3. Abdichtungsring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstandskörper (26) aus einem elastisch zusammenpreßbaren und deformierbaren Material,
z. B. Schaumgummi, besteht.
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4. Abdichtungsring nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß er aus mehreren Einzelstücken (24) besteht, deren die Ober-, Unter- und Außenwände
bildenden Teile (27, 28, 30) jeweils ein einziges langes Stück aus gefaltetem, elastischem
Material bilden. dessen Längskanten unter Bildung des Flansches (34) aufeinandergelegt
sind und das mit dem benachbarten Stück (24) teleskopartig ineinandergeschoben ist.
wobei jeweils der Abstandskörper (26) etwas kürzer als der zugehörige Mantel (25)
ist und dabei an einem Ende (39a) mit dem Mantel (25) abschneidet, während jeweils
am anderen Ende eine Muffe (40) zur Aufnahme des Endes (39a) des benachbarten Einzelstückes
(24) gebildet ist.
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5. Abdichtungsring nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet.
daß der Abdichtungsring (23) zusätzlich eine ringförmige Luftkammer (39) zwischen
Abstandskörper (26) und Befestigung am Deckel (16) aufweist.
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6. Abdichtungsring nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstärkungsstreifen (35) auf ihrer einen Längsseite einander gegenüber
zwischen den Flanschen (34) des Mantels (25) und auf ihrer anderen Längsseite zwischen
der Ober- bzw. Unterwandung (27, 28) des Mantels (25) und dem Abstandskörper (26)
befestigt sind.
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7. Abdichtungsring nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Mantel (25) des Abdichtungsringes (23) neben andern Stoffen wie Ölen etwa
zu einem Drittel aus dem elastischen Kunststoff Neopren und etwa aus einem Drittel
Ruß besteht.
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In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 072
798, 2 190 476, 2523292,2664220.
gestellt wird; mit Vulkan SC-72
ist ein feinstkörniger Ölofenruß der Firma Cahot-Company hezeichnet.
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In der angegebenen Mischung sind kalzinierte Magnesia und Zinkoxyd
Härtungsmittel. Das Öl, die Stearinsäure und Xeophax A sind Erweichungsmittel.
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Neopren ist ctie Basis-Gummiverbindung, während XA-22 als Beschleuniger
wirkt. 07ulkan SC-72 ist Ruß in feiner Verteilung und bildet den elektrisch leitenden
Bestandteil.
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Neopren macht etwa ein Drittel der Gesamtmischung au, und auch der
elektrisch leitende Bestandteil wird ungefähr in der gleichen Menge verwendet. während
die Erweichungsmittel in Mengen von etwa 25e/o vorliegen. Die Niischung wird in
Blättern vulkanisiert, aus denen der Mantel 25 hergestellt wird. Der elektrisch
leitende feinstkörnige Bestandteil ist derart gewählt. daß die elektrischen Ladungen
vom Schwimmdeckel zu den Behälterwandungen wandern können. selbst wenn sie in der
Wetterdichtung in hochdispergierter Form eingebettet sind.
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Die Breite des Schaumgummiabstandskörpers 26 ist wesentlich kleiner
als die maximale radiale Erstrekkung des ihn umgehenden Mantels. Der Körper liegt
zwischen dem äußeren Teil des Mantels und den inneren Randteilen. so daß eine Kammer
29 entsteht, die vollständig abgedichtet und mit Luft gefüllt ist.
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Die obere und untere Wandung 27 und 28 des Mantels gehen in den gerundeten
äußeren Randteil 30 iiber. und die äußere Begrenzungsfläche 31 des Abstandsblockes
weist vom gerundeten äußeren Teil 30 des Mantels einen Abstand auf, wodurch die
oben erwähnte Kammer 29 gebildet wird.
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Der Schwamm- oder Schaumgummikörper 26 ist derart auf den Mantel
gesetzt, daß die innere Begrenzungsfläche 32 des Körpers erst in Abstand von den
Innenkanten 33 des Mantels liegt; zwischen diesen Kanten 33 und der inneren Begrenz«ngsfläche
32 des Körpers 26 verbleiben Teile 34 des Mantels, die beim Befestigen des AbdidltabschIlittes
auf dem Deckel 21 zusammengezogen werden.
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Die Innenfläche jedes Teiles 34 ist durch einen Streifen 35 aus schwerem
Gewebe verstärkt. deren eine Längskante 36 parallel zu der Kante 33 und mit ihr
abschließend verläuft. während die innere Randkante 37 des Verstärkungsstreifens
innen zwischen dem Abstaiidskörper 26 und dem Mantel (Fig. 4 und 5) abgedichtet
ist.
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Zur Befestigung des Abdichtringes auf dem Flansch 21 werden die Niantelteile
34 und die Verstärkungsbänder 35 zusammengedrückt, so daß sie längs der Innenkanten
des Schaumgummiabstandskörpers zusammenlaufen und hei 38 und 38a Schultern bilden.
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Längs der Innenkante des Abstandskörpers entsteht dabei ein kleiner
Hohlraum 39. Die Schulter 38 befindet sich am Oberteil des Mantels, während die
Schulter 38a sich an der Unterseite bildet und eine etwas stärkere Kriimmung aufweist.
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Der Schaum- oder Schwammgummiabstandskörper 26 und die Gewebestreifen
sind kürzer als der Gummistreifen. aus dem der Mantel 25 hergestellt ist, und an
dem Mantel derart angebracht, daß sie mit dem einen Ende des Maiitels 39a (Fig.
2) abschließen, während am anderen Ende eine ungefüllte Muffe 40 verbleibt.
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Fig. 6 zeigt den Ahdichtungsteil 24 vor seinem Zusammenhau. Der Streifen
aus ölbeständigem, Elektrizität leitendem Gummi zur Herstellung des Mantels 25 ist
flach ausgelegt. Die Breite des Gummistreifens ist derart gewählt, daß er beim Falten
um eine Mittellinie einen Mantel 25 mit den gewünschten radialen Abmessungen liefert.
Auf der ausgelegten, unverstärk-
ten, elektrisch leitenden Mantelschicht wird an
jeder Kante ein Verstärkungsstreifen 35 festgeklebt. Dann wirdderAbstandsblock28
so aufgeklebt. daß er einseitig den einen Verstärkungsstreifen 35 etwas überdeckt.
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Nunmehr wird der Gummistreifen zurückgefaltet, über den Abstandskörper
gelegt und verklebt, so daß an der Innenkante des Streifens vier Schichten übereinanderliegen.
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Die einzelnen Abdichtteile weisen einheitliche Längen auf. Außerdem
sind die Mantelteile 34 und die Verstärkungsstreifen 35 mit Löchern 41 zur Aufnahme
der in den Deckelflansch 21 einzusetzenden Befestigungsschrauben versehen (Fig.
2).
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Die derart verstärkten Abdichtteile 24 haben eine so große Festigkeit,
daß sie in geraden Bahnen (Fig. 2) hergestellt und über die gekrümmte Kante des
schwimmenden Deckels gebogen werden können, ohne daß Unregelmäßigkeiten oder Verwerfungen
entstehen.
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Beispielsweise können die Gummistreifen zur Herstellung des Mantels
25 eine Ausgangsbreite von etwa 45 cm und eine Ausgangsdicke von etwa 3 mm aufweisen
und etwa 3 m lang sein. Der Schaumgummiblock 26 hat eine Dicke von etwa 2,5 cm und
eine Breite von annähernd 10 cm; das Verstärkungsgewebe besteht vorzugsweise aus
Baumwollsegeltuch mit einem Gewicht von etwa 475 g/m2.
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Bei der Herstellung des ringförmigen Abdichtbandes unter Verwendung
der Teile 24 wird das Ende 39 a jedes Teiles in die Muffe40 des nachfolgenden Teiles
eingeschoben, so daß eine durchgehende, an der Behälterwandung anliegende Dichtfläche
entsteht.
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Fig. 3 zeigt vergrößert das Einsetzen des Endes 39 a des einen in
die Muffe 40 des anderen Abdichtungsteiles. Die Verstärkungsstreifen 35 sind dabei,
ähnlich wie der Abstandskörper 26, zurückversetzt, so daß die Kante 42 (Fig. 2)
auf die Kante 39 a des einzusteckenden Teiles trifft.
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Aus Fig. 4 erkennt man, daß die unverstärkten Teile 34 des einen
Mantels als Muffe über den verstärkten Teilen 34 des anderen Mantels liegen.
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Die gelochten Innenteile der Ringabschnitte werden auf der oberen
Abschlußfläche des Deckelflansches 21 befestigt (Fig. 4 und 7 bis 9). Die Befestigung
der Teile untereinander kann auf verschiedene Weise erfolgen, beispielsweise mittels
elektrisch leitender Metallbolzen 43, die sich durch Löcher 44 im Flansch 21, durch
die I,öcher 41 und durch eine ringförmige elektrisch leitende Metallverschraubungsschiene
41 a erstrecken und oben Metallmuttern 45 aufnehmen, die gegen die Schiene angezogen
werden.
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Die Köpfe der Schrauben werden vorzugsweise durch Schweißen auf der
Unterseite des Flansches fixiert. so daß die Muttern 45 ohne Schwierigkeiten angezogen
werden können und gleichzeitig die Ableitung elektrischer Ladungen vom Metall deckel
sichergestellt ist.
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Ein anderes Verfahren zur elektrisch leitenden Befestigung der Teile
des Abdichtringes am Flansch 21 ist die Verwendung von Stiftbolzen nach Fig. 10,
in der beinteil des Dach- oder Deckelflansches bei 21' dargestellt ist. Nach dieser
Konstruktion ist ein Bolzen 46 auf dem Oberteil des Flansches festgeschweißt und
erstreckt sich durch das Loch 41 im Abdichtband und dann durch die Verschraubungsschiene
41 b.