DE1060603B - Verfahren zur Herstellung von gegen Einwirkung von Waerme, Chemikalien und Licht widerstandsfaehigen, harzartigen Mischpolymerisaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gegen Einwirkung von Waerme, Chemikalien und Licht widerstandsfaehigen, harzartigen MischpolymerisatenInfo
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Description
DEUTSCHES
KL.39C 25/01
INTERNAT. KL. C 08 f
PATENTAMT
U5056IVb/39c
ANMELDETAG: 14. J A N U A R 1958
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLE GE S CHRIFT:
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLE GE S CHRIFT:
2. JULI 1959
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von gegen Einwirkung von Wärme, Chemikalien und Licht widerstandsfähigen, harzartigen Mischpolymerisaten.
Zu ihrer Herstellung haben sich die als neutrale Diester von 2,2'-[Isopropylidenbis-(p-phenylenoxy)]-diäthanol
bezeichneten neuen Verbindungen mit der Formel
RO-C-CH = CH-C-O- CH2CH2O —
CH,
-C—t
CH,
O O
i— OCH2CH2O -C-CH = CH-C-OR
Verfahren zur Herstellung
von gegen Einwirkung von Wärme,
Chemikalien und Licht widerstandsfähigen,
harzartigen Mischpolymerisaten
Anmelder:
United States Rubber Company,
New York, .N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. Dr.-Ing. R. Poschenrieder,
Patentanwalt, München 8, Lucüe-Grahn-Str. 38
Patentanwalt, München 8, Lucüe-Grahn-Str. 38
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 28. Januar 1957
V. St. v. Amerika vom 28. Januar 1957
Everett Cushing Hurdis, Clifton, N. J.,
und John Francis Petras, Glen Rock, N. J. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
und John Francis Petras, Glen Rock, N. J. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
in der R entweder das Methyl- oder Äthylradikal darstellt, als wertvolle Ausgangsprodukte erwiesen.
Diese neuen Verbindungen sind mischpolymerisierbare Monomeren und können (wie die ungesättigten, in
den USA.-Patentschriften 2 195 362, 2 255 313 beschriebenen Polyester) in Verbindung mit verschiedenen
reaktionsfähigen (rnischpolymerisierbaren) Äthylengruppen enthaltenden Monomeren, wie Vinyltoluol, Vinylacetat,
2-Methyl-S-vinylpyridin, Methylmethacrylat, Diallylphthalat,
Triallylcyanurat, N-Vinylphthalimid, Diallylbenzolphosphonat
usw., mischpolymerisiert werden, so daß neue und brauchbare Kunststoffe entstehen.
Gegenüber den üblichen ungesättigten Polyestern, die durch die obengenannten Patente umfaßt werden, weisen
die neuen nach der vorliegenden Erfindung verwendeten Monomeren jedoch eine Anzahl von wesentlichen vorteilhaften
Eigenschaften auf. Insbesondere wenn sie mit Styrol in Mischungen, die 30 bis 70 % Styrol enthalten,
mischpolymerisiert sind, entstehen Produkte mit den folgenden Eigenschaften (verglichen mit üblichen ungesättigten
Polyester-Styrol-Mischungen):
1. Höhere Temperatur der Verformung durch Hitze,
2. größere Beständigkeit gegenüber chemischen Stoffen,
3. größere Beständigkeit gegen Verfärbung, wenn sie dem Licht ausgesetzt sind.
Diese Vorteile der neuen nach der vorliegenden Erfindung verwendeten mischpolyrnerisierbaren Monomeren
sind das Ergebnis verschiedener wesentlicher Unterschiede im chemischen Aufbau im Vergleich mit den
üblichen mischpolymerisierbaren ungesättigten Polyestern :
1. Die neuen nach der vorliegenden Erfindung verwendeten
Monomeren sind im wesentlichen aus 2 Mol ungesättigtem Dicarbonsäuredialkylester oder aus dem
Säurechlorid des Dicarbonsäuremonomethylesters pro Mol der Dihydroxyverbindung hergestellt, wodurch bestimmte
chemische Verbindungen von verhältnismäßig niederem Molekulargewicht entstehen. Die üblichen ungesättigten,
mischpolymerisierbaren Polyester, d. h. diejenigen, die durch die obenerwähnten Patente umfaßt
werden, werden im Gegensatz dazu durch Umsetzung von im wesentlichen nur 1 Mol ungesättigter Dicarbonsäure
mit 1 Mol der Dihydroxyverbindung hergestellt, so daß dort eine Mischung chemischer Substanzen mit
einer breiteren Verteilung des Molekulargewichtes und verhältnismäßig hohem Molekulargewicht entsteht.
2. Die neuen Monomeren sind so hergestellt, daß die ungesättigten Bindungen in den Verbindungen eher an
bestimmten bekannten Stellen an den Enden der Molekülketten als willkürlich in den Molekülen verteilt vorliegen
wie im Falle der üblichen mischpolymerisierbaren, ungesättigten Polyester. Die Stellung der ungesättigten
Bindung an den Kettenenden führt auf diese Weise zu überlegenen physikalischen Eigenschaften der Mischpolymerisate
wegen des so erhaltenen hohen Grades von struktureller Regelmäßigkeit.
3. Die üblichen ungesättigten Polyester haben Einheiten, die lediglich durch Esterbindungen zusammengehalten
werden. Die neuen mischpolymerisierbaren Monomeren nach der vorliegenden Erfindung enthalten einen
beträchtlichen Anteil chemisch stabiler Phenylätherbindungen, wodurch Vorteile in der Widerstandsfähigkeit
909 559/475
3 4
gegenüber chemischen Stoffen, Hitze und Licht erzielt gebracht. Die Mischung wird unter mechanischem Rühren
werden. unter einer Stickstoffatmosphäre mit solcher Geschwin-
In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichts- digkeit erhitzt, daß die Gefäßhöchsttemperatur von 230° C
teile. -R--Ii in 1 χ/2 bis 2 Stunden erreicht wird. Der entwickelte Me-
615P1 e 5 thanoldampf wird kondensiert und aus dem System ent-
Dieses Beispiel zeigt zunächst die Herstellung der als fernt.
Ausgangsstoffe dienenden neutralen Diester von 2,2'-[Iso- Das überschüssige, nicht umgesetzte Dimethylfumarat
propylidenbis-(p-phenylenoxy)]-diäthanol mit Fumar- wird dann durch Vakuumdestillation bei 0,1 mm Pumpen-
säuremethylhalbester durch eine Esteraustauschreaktion druck bis zu einer Gefäßhöchsttemperatur von 180° C
unter Anwendung von einem 30%igen Überschuß an io entfernt. Das so hergestellte Produkt wird auf 100° C
Dimethylfumarat, Magnesiumkatalysator und ohne Lö- gekühlt und 0,01 % an Hydrochinon zugesetzt, um die
sungsmittel. Lagerungsbeständigkeit zu gewährleisten.
In einen 1-1-Reaktionskolben werden: Wenn die Herstellung auf diese Weise durchgeführt
2,2'-fIsopropylidenbis-(p-phenylenoxy)]- wird, erfolgt eine im wesentlichen vollständige Reaktion
diäthanol,Fp. = 108bisll3°C, 0,667 Mol 211 g 15 unter Bildung des neutralen Diesters von 2,2'-[Isopropyl-
Dimethylfumarat, 1,87 Mol 269 g idenbis-(p-phenylenoxy)]-diäthanol mit Fumarsäure-
Magnesiumspäne 3 g methylhalbester.
Hydrochinon 0,25 g Die Formel ist die folgende:
CH3
CH3OOC-CH=CH-CO-O-Ch2CH2O
Daß die Reaktion vollständig ist, erweist sich dadurch, daß nahezu die theoretische Menge von Methanol (38 g
gegenüber einer theoretischen Menge von 43 g) entwickelt wird und ebenfalls dadurch, daß die Verseifungszahl von
einem Anfangswert von 436 der nicht umgesetzten Mischung auf 147 abfällt. Die berechnete Verseifungszahl
des neutralen Diesters beträgt 135. Das Produkt wird in Form eines harten, glasartigen, festen Stoffes bei Zimmertemperatur
erhalten.
Das wie oben erhaltene Monomere wird mit Styrol in einem Gemisch, das 40 Gewichtsprozent Styrol und 4%
Benzoylperoxydpaste (1 :1 Benzoylperoxyd und Trikresylphosphat) enthält, mischpolymerisiert. Das Produkt
ist ein harter, durchscheinender Kunststoff. Wie in Tabelle I angegeben, wird eine außergewöhnlich hohe
Temperatur der Verformung durch Hitze erhalten, obwohl diese Kunststoffe andere Eigenschaften besitzen,
die mit denen eines üblichen ungesättigten Allzweck-Polyesterstyrolmischpolymeren
vergleichbar oder besser als deren Eigenschaften sind.
Das 2,2'-[Isopropylidenbis-(p-phenylenoxy)]-diäthanol kann aus Äthylenchlorhydrin und 4,4'-Isopropylidendiphenol
(»Bisphenol A«) hergestellt werden; besonders wirtschaftlich ist jedoch die Umsetzung von Äthylenoxyd
mit Bisphenol A. Verfahren zur Durchführung dieser Additionsreaktion sind nach dem Stand der Technik
bekannt und sind nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ebensowenig die Herstellung der als Ausgangsstoffe
für die Mischpolymerisation dienenden Diester. Das Bisphenol-A-Äthylenoxydaddukt kann auch handelsüblich
als Rohprodukt »Dow Experimental Resin X-1277« erhalten werden.
Dieses Beispiel zeigt zunächst die Herstellung des als Ausgangsstoff dienenden Methylfumaratdiesters durch
Anwendung eines 400%igen Überschusses von Dimethylfumarat, Tetrabutyltitanat als Katalysator und Benzol
als Lösungsmittel.
In einen Reaktionskolben von 11 Fassungsvermögen,
der mit mechanischem Rührer, Fraktionierkolonne, Destillationsaufsatz, Gefäßthermometer und Dampfthermometer
versehen ist, werden 360 g (2,5 Mol) Dimethylfumarat (Fp. = 102 bis 103° C) und 350 ml Benzol gebracht.
Die Mischung wird am Rückfluß behandelt, bis
OCH2Ch2-O-CO-CH = CH-C=O
OCH,
die geringe Wassermenge in dem Dimethylfumarat azeotrop entfernt ist. 79 g 2,2'-[Isopropylidenbis-(p-phenylenoxy)]-diäthanol
(0,25 Mol) werden dann zugesetzt und die Mischung erneut am Rückfluß behandelt, wobei
das Wasser azeotrop entfernt wird, bis die Dampftemperatur bei 80° C konstant bleibt. Eine Lösung von 3 ml
Tetrabutyltitanat in 30 ml Benzol wird zugesetzt und die Mischung mit solcher Geschwindigkeit destilliert, daß
die Gefäßtemperatur nach und nach im Verlauf von 3 Stunden von 96 auf 165° C ansteigt. Das Destillat wird
entfernt, wobei die Dampftemperatur zwischen 67 und 77° C variiert. Wenn die Gefäßtemperatur 165° C erreicht
hat, wird die Temperatur konstant gehalten, bis die Methanolentwicklung aufhört. Die Analyse des Kondensats
zeigt, daß nahezu die theoretische Menge von Methanol abdestilliert ist.
Nach Beendigung der Reaktion wird der Titanesterkatalysator durch Zusatz von 10 ml Wasser und 400 ml
Benzol und ^stündiges Erhitzen auf 70 bis 80° C unter Rühren zersetzt. Beim Kühlen fällt das überschüssige
Dimethylfumarat größtenteils aus und wird durch Filtration entfernt. Lösungsmittel und das zurückbleibende
nicht umgesetzte Dimethylfumarat werden dann durch Destillation zunächst unter normalem Druck und schließ-Hch
unter Vakuum bei 0,1 mm entfernt.
Beim Abkühlen wird das Produkt dieser Reaktion zu einem kristallinen Festkörper mit dem Schmelzbereich
von 69 bis 79° C. Bei der Umkristallisation aus 57%iger Essigsäure entstehen weiße Kristalle, die bei 93 bis 97° C
schmelzen. Die Analyse zeigt, daß ein reiner neutraler Diester gebildet ist: Verseifungsäquivalent berechnet 135,
beobachtet 134; cryoskopisch ermitteltes Molekulargewicht in Benzollösung, berechnet 540, beobachtet 531.
Durch Mischpolymerisation mit einer gleichen Gewichtsmenge Styrol wird ein durchsichtiger, harter Kunststoff mit den in Tabelle I wiedergegebenen Eigenschaften erhalten. Die Temperatur der Verformung durch Hitze beträgt 118° C gegenüber etwa 80° C der handelsüblichen ungesättigten Allzweck-Polyesterstyrolmi-
Durch Mischpolymerisation mit einer gleichen Gewichtsmenge Styrol wird ein durchsichtiger, harter Kunststoff mit den in Tabelle I wiedergegebenen Eigenschaften erhalten. Die Temperatur der Verformung durch Hitze beträgt 118° C gegenüber etwa 80° C der handelsüblichen ungesättigten Allzweck-Polyesterstyrolmi-
schungen. -.
Dieses Beispiel zeigt ein Verfahren zur Herstellung des
Methylfumaratdiesters, wobei nur ein 10°/0iger Überschuß
von Dimethylfumarat angewandt wird. Es zeigt
auch die Anwendung von Acetylperoxyd an Stelle von Benzoylperoxyd für die Mischpolymerisation mit Styrol.
Die Beschickung besteht aus 316 g (1 Mol) 2,2'-[Isopropylidenbis-(p-phenylenoxy)]-diäthanol,
317 g (2,2MoI) Dimethylfumarat und 200 ml Benzol. Nach azeotroper Entfernung des Wassers werden 3 ml Tetrabutyltitanatkatalysator
zugesetzt und die Esteraustauschreaktion durchgeführt, wobei Benzol und Methanol unter allmählicher
Erhöhung der Gefäßtemperatur auf 153° C nach und nach entfernt werden. Die Gesamtreaktionszeit be- ίο
trägt 3 Stunden. Der Titanatester wird dann durch Wasserzusatz zersetzt. Lösungsmittel und nicht umgesetztes
Dimethylfumarat werden durch Vakuumdestillation entfernt.
Beim Abkühlen erstarrt das Produkt zu einer hellgelben kristallinen Masse. Die folgenden analytischen
Daten zeigen, daß der erwartete neutrale Diester trotz des verhältnismäßig geringen Überschusses von Dimethylfumarat
erhalten wird.
Beobachtet
Berechnet
Verseifungsäquivalent 135
Molekulargewicht 540
Säurezahl 0
Hydroxylzahl 0
139
572
Ohne weitere Reinigung wird das wie oben hergestellte Monomere mit Styrol unter Anwendung von Acetylperoxyd
als Katalysator mischpolymerisiert. Es werden harte, durchscheinende, hellgelbe Gußteile mit physikalischen
Eigenschaften, wie sie in Tabelle I zusammengefaßt sind, erhalten. Die beobachtete Temperatur der
Verformung durch Hitze ist 110° C; obwohl sie nicht so hoch ist, wie in den Beispielen 1 und 2, stellt sie noch
eine wesentliche Verbesserung gegenüber den handeisüblichen Allzweck-Polyesterstyrolmischungen dar, die
eine Temperatur der Verformung durch Hitze von etwa 80° C haben.
Dieses Beispiel zeigt die Herstellung des Methylfumaratdiesters
durch Umsetzung von 2,2'-[Isopropylidenbis-(p-phenylenoxy)]-diäthanol mit dem Säurechlorid von
trans-^-Carbomethoxyacrylylchlorid.
340 g (1,07 Mol) 2,2'-[Isopropylidenbis-(p-phenylenoxy)]-diäthanol
werden mit einer Lösung von 297 g des /3-Carbomethoxyfumarsäuremonochlorids (2,0MoI) erhitzt.
Die Salzsäureentwicklung beginnt, wenn eine Temperatur von 70° C erreicht ist. Die Temperatur wird zwischen
70 und 80° C gehalten, bis die Gasentwicklung langsam wird. Dann wird Benzol nach und nach abdestilliert, bis
die Mischung 165° C erreicht hat. Beim Abkühlen wird das Rohprodukt als eine äußerst viskose Flüssigkeit
erhalten. Diese wird aus Isopropylalkohol umkristallisiert. Es werden 490 g (90,7 %) eines weißen kristallinen
Materials erhalten, das bei 67 bis 77° C schmilzt.
Daß der erwartete neutrale Diester tatsächlich bei dieser Reaktion hergestellt wurde, wird durch Analyse
nachgewiesen:
Berechnet Beobachtet
Verseifungsäquivalent 135 139
Molekulargewicht (in Benzol) 540 543
Säurezahl 0 2
Hydroxylzahl 0 5
Das wie oben hergestellte Monomere wird in der gleichen Gewichtsmenge Styrol gelöst und durch einen
Benzoylperoxydkatalysator durch Härtung im Ofen mischpolymerisiert. Es entsteht ein durchsichtiger, harter
Kunststoff mit wie in Tabelle I angegebenen physikalischen Eigenschaften. In jeder Hinsicht lassen sich die
Eigenschaften gut mit denen von Material vergleichen, das durch Esteraustausch (wie in Beispielen 1, 2 und 3)
hergestellt wurde. Vor allem wird auch die hohe Temperatur der Verformung durch Hitze, wie es das durch
Esteraustausch hergestellte Material zeigt, bei dem Mischpolymeren des Materials beobachtet, das ausgehend von
dem Halbester-Halbchlorid hergestellt wird.
Die Herstellung von trans-^-Carbomethoxyacrylylchlorid
ist nach dem Stand der Technik bekannt. Das Verfahren von Eisner, Elvidge und Linstead (veröffentlicht
in »Journal of the Chemical Society of London«, 1951, S. 1502) ergibt gute Ausbeuten des reinen
Materials.
Tabelle I Eigenschaften von Mischpolymeren von Styrol mit Methylfumaratdiestem
Diester von Beispiel
2 I 3
2 I 3
Zusammensetzung
Monomeres (Gewichtsteile)
Styrol (Gewichtsteile)
50°/oige Benzoylperoxydpaste (Gewichtsteile)
Acetylperoxyd, 25°/oige Lösung (Gewichtsteile) .,
Härtung:
Acetylperoxyd, 25°/oige Lösung (Gewichtsteile) .,
Härtung:
15 Stunden bei 55° C plus 1 Stunde bei 110° C.
Physikalische Eigenschaften
RockweE R Härte
60
40
40
Zerreißfestigkeit
m psi
in kg/cm2
in kg/cm2
127
4 600
323
323
10
50
50
127
n.b.*
n. b.
50
50
126
n. b.
n. b.
50
50
126
5910
414
414
15
Bruchdehnung in °/0 ....
* n. b. = nicht bestimmt.
Anmerkung: Die Dehnungen sind durch Feststellen der Prüf länge zwischen Klemmbacken berechnet und liegen daher höher
als die wirklichen absoluten Werte. Eine Dehnung durch Trennung von Klemmbacken von o-/0
1,3 bis 1,5% nach dem ASTM-Test.
entspricht einer Dehnung von
Tabelle I (Fortsetzung)
| Diester von | Beispiel | 4 | |
| 1 | 2 | 3 | 430 |
| 510 | 450 | 500 | 30,2 |
| 35,9 | 31,6 | 35,2 | 400 |
| 430 | 420 | 380 | 28,1 |
| 30,2 | 29,5 | 26,7 | 350 |
| 340 | 340 | 300 | 24,6 |
| 23,9 | 23,9 | 21,1 | 280 |
| 240 | 230 | 150 | 19,7 |
| 16,9 | 16,2 | 10,5 | 35 |
| 110 | 25 | 4,4 | 2,46 |
| 7,73 | 1,76 | 0,31 | 4,6 |
| 7,6 | 4,6 | 4,5 | 0,32 |
| 0,53 | 0,32 | 0,32 | 0,25 |
| 0,22 | 0,25 | 0,23 | 0,035 |
| 0,030 | 0,035 | 0,032 | 118 |
| 126 | 118 | 110 | |
Youngscher Modul
bei 25° C in psi - ΙΟ"3
in kg/cm2 · 10"3
bei 50° C in psi · 10"3
in kg/cm2 · ΙΟ"3
bei 75° C in psi · 10^3
in kg/cm2 · 10"3
bei 100° C in psi · 10"3
in kg/cm2 · 10~3
bei 125° C in psi · 10~3
in kg/cm2 · 10"3
bei 150° C in psi · 10~3
in kg/cm2 · 10~3
Kerbschlagzähigkeit nach Izod (ft. Ib. pro inch der
Kerbe)
in mkg pro 25 mm Kerbe
Temperatur der Verformung durch Hitze (0C)
Dieses Beispiel zeigt die Herstellung des Äthylfumaratdiesters durch eine Esteraustauschreaktion von Diäthylfumarat
mit Tetrabutyltitanat als Katalysator.
Ein Reaktionskolben mit 11 Fassungsvermögen wird folgendermaßen beschickt:
2,2'-[Isopropylidenbis-(p-phenylenoxy)]-
diäthanol, 1 Mol 316 g
Diäthylfumarat, 3 Mol 516 g
Benzol 400 ml
Nach Entfernung der geringen Wassermenge in den Reaktionsteilnehmern durch azeotrope Destillation werden
6 ml Tetrabutyltitanat zugesetzt und die Mischung unter schrittweiser Entfernung des Kondensats bei
Dampftemperatur von 74 bis 79° C destilliert. Durch periodischen Zusatz von Benzol wird der Anstieg der
Gefäßtemperatur verlangsamt, so daß etwa 2 Stunden erforderlich sind, um 100° C Gefäßtemperatur zu erreichen.
An diesem Punkt zeigt die Analyse des Kondensats, daß die theoretische Menge von Äthanol entwickelt
ist, und die Reaktion wird unterbrochen. Der Titanester wird dann durch Zusatz von 5 ml Wasser und 2stündiges
Rühren bei 75 bis 80° C zersetzt. Nach Filtration zur Entfernung des gefällten Titandioxyd werden das
Lösungsmittel und das zurückbleibende nicht umgesetzte Dimethylfumarat durch Destillation zunächst unter
Atmosphärendruck und dann unter 0,1 mm Vakuum entfernt. Das Produkt wird dann auf 100° C abgekühlt und
0,01% p-tert.-Butylbrenzcatechin zugesetzt, um die Lagerungsbeständigkeit zu gewährleisten. Beim Abkühlen
auf etwa 24° C ist das Produkt eine äußerst viskose Flüssigkeit, die nach und nach zu einem glasartigen Festkörper
erstarrt.
Der nach dem obigen Verfahren hergestellte Diester wird mit verschiedenen Mengen von Styrol mischpolymerisiert,
die 30 bis 50 % Styrol betragen. Bei Härtung dieser Mischungen unter Anwendung von Benzoylperoxyd
als Katalysator werden durchscheinende, harte, brauchbare Kunststoffe erhalten. Die physikalischen Eigenschaften
derselben sind wie in Tabelle II gezeigt.
Ein Vorteil gegenüber den handelsüblichen ungesättigten Allzweck-Polyesterstyrolmischungen besteht
darin, daß Temperaturen der Verformung durch Hitze im Bereich von 103 bis 115° C erhalten werden. Die
anderen Eigenschaften waren ebenso gut oder besser als die, die bei den handelsüblichen AUzweck-Polyesterstyrolmischungen
beobachtet werden.
Tabelle II Eigenschaften der Mischpolymere von Styrol mit Äthylfumaratdiester von Beispiel 5
Zusammensetzung:
Monomeres (Gewichtsteile)
Styrol (Gewichtsteile)
50%ige Benzoylperoxydpaste (Gewichtsteile)
Härtung:
15 Stunden bei 55° C plus 1 Stunde bei 70° C plus
1 Stunde bei 90° C plus 1 Stunde bei 110° C.
Physikalische Eigenschaften
Rockwell R Härte
Zerreißfestigkeit
in psi
in kg/cm2
Bruchdehnung in %
70
30
30
60
40
40
126
5 050
354
1,3
50
50
50
127
5 010
351
351
1,7
127
4 730
332
332
1,9
Tabelle II (Fortsetzung)
10
Youngscher Modul
bei 25° C in psi · 10"3
bei 25° C in psi · 10"3
in kg/cm2 · 10~3
bei 50° C in psi · 10-3
in kg/cm2 · ΙΟ"3
bei 75° C in psi · ΙΟ"3
in kg/cm2 · 10~3
bei 100° C in psi · ΙΟ-3
in kg/cm2 · 10~3
bei 125° C in psi · 10~3
in kg/cm2 · 10~3
bei 150° C in psi · IO-3
in kg/cm2 · IO-3
Kerbschlagzähigkeit nach Izod (ft.-lb. pro inch Kerbe)
in mkg pro 25 mm Kerbe
Temperatur der Verformung durch Hitze (° C)
460
32,3 360 25,3 260 18,3 110 7,73 14 0,98 12 0,84
0,23
0,032
0,032
Claims (1)
- Patentanspruch:42029,5
34023,9
26018,3
16011,216
1,120,420,18
0,025108420 29,5 380 26,7 350 24,6 230 16,2 26 1,83 4 0,280,18 0,025115Verfahren zur Herstellung von gegen Einwirkung 25 fähigen, harzartigen Mischpolymerisaten, dadurch gevon Wärme, Chemikalien und Licht Widerstands- kennzeichnet, daß Verbindungen der FormelO O1! IlRO-C-CH=CH-C-O-CH2CH2O-O OIl IlOCH2CH2O-C-CH = CH-C-ORCH,in welcher R eine Methyl- oder Äthylgruppe darstellt, monomeren Verbindungen zu harzartigen Kunst-mit reaktionsfähigen, Äthylengruppen enthaltenden 35 stoffen mischpolymerisiert werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US636499A US2891093A (en) | 1957-01-28 | 1957-01-28 | Neutral diesters of 2, 2'-[isopropylidenebis(p-phenyleneoxy)]-diethanol |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1060603B true DE1060603B (de) | 1959-07-02 |
Family
ID=24552169
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU5056A Pending DE1060603B (de) | 1957-01-28 | 1958-01-14 | Verfahren zur Herstellung von gegen Einwirkung von Waerme, Chemikalien und Licht widerstandsfaehigen, harzartigen Mischpolymerisaten |
Country Status (3)
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| DE (1) | DE1060603B (de) |
| FR (1) | FR1196061A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5315871B2 (de) * | 1974-07-31 | 1978-05-27 | ||
| US4049750A (en) * | 1975-07-29 | 1977-09-20 | Walter Brenner | One component shelf stable low shrinkage structural adhesive systems |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2359622A (en) * | 1940-11-07 | 1944-10-03 | Dow Chemical Co | Ester-ethers of bis-phenols |
| US2634251A (en) * | 1949-05-11 | 1953-04-07 | Atlas Powder Co | Linear polyester resins |
| US2652419A (en) * | 1950-12-29 | 1953-09-15 | Petrolite Corp | Fractional esters of polyoxyalkylated p, p'-dihydroxydiphenyl-dimethyl-methane |
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1957
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- 1957-12-23 FR FR1196061D patent/FR1196061A/fr not_active Expired
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1958
- 1958-01-14 DE DEU5056A patent/DE1060603B/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| US2891093A (en) | 1959-06-16 |
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