DE1058383B - Gangsicherung insbesondere fuer Drehgriffschaltungen - Google Patents
Gangsicherung insbesondere fuer DrehgriffschaltungenInfo
- Publication number
- DE1058383B DE1058383B DEH27033A DEH0027033A DE1058383B DE 1058383 B DE1058383 B DE 1058383B DE H27033 A DEH27033 A DE H27033A DE H0027033 A DEH0027033 A DE H0027033A DE 1058383 B DE1058383 B DE 1058383B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- gear
- cam
- lever
- locking
- cam disk
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 230000007935 neutral effect Effects 0.000 claims description 8
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 claims description 6
- 230000008859 change Effects 0.000 claims description 3
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims description 3
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 2
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 claims description 2
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 claims 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 5
- 210000000707 wrist Anatomy 0.000 description 4
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 3
- 238000013519 translation Methods 0.000 description 3
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 238000011161 development Methods 0.000 description 2
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 2
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 2
- BHMLFPOTZYRDKA-IRXDYDNUSA-N (2s)-2-[(s)-(2-iodophenoxy)-phenylmethyl]morpholine Chemical compound IC1=CC=CC=C1O[C@@H](C=1C=CC=CC=1)[C@H]1OCCNC1 BHMLFPOTZYRDKA-IRXDYDNUSA-N 0.000 description 1
- 230000004913 activation Effects 0.000 description 1
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 210000000245 forearm Anatomy 0.000 description 1
- 210000004247 hand Anatomy 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 210000003205 muscle Anatomy 0.000 description 1
- 230000008569 process Effects 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
- 210000003462 vein Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62M—RIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
- B62M25/00—Actuators for gearing speed-change mechanisms specially adapted for cycles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Mechanical Control Devices (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Gangsicherung insbesondere für D rehgriff schaltungen, bestehend aus einem
Gangsperrer, der in Rasten einer Sperrkulisse eintritt und in Verbindung mit der Auskupplung ausgerastet
wird.
Bei Zweiradfahrzeugen setzt sich die Verwendung von Drehgriffschaltungen immer mehr durch. Im
modernen Verkehr ist es unerläßlich, daß der Fahrer jederzeit beide Hände an der Lenkstange belassen
kann. Gerade in solchen Situationen, wenn aus verkehrstechnischen Gründen zurückgeschaltet bzw. in
den Leerlauf geschaltet werden muß, kann es oft zum Verhängnis führen, wenn der Fahrer eine Hand von
der Lenkstange wegnimmt.
Den Vorteilen der Drehgriff schaltung stehen jedoch erhebliche Mangel entgegen. Die Kraftentfaltung, die
der Fahrer am Drehgriff leisten kann, ist begrenzt. Vor allem darf der für die Schaltung erforderliche
Drehweg nicht zu lang sein, da das Handgelenk dann schnell ermüdet. Im modernen Verkehr, insbesondere
im Stadtverkehr, muß häufig geschaltet werden. Die Verkehrssicherheit des Fahrers und seiner Umgebung
hängt davon ab, daß er imstande ist, rechtzeitig, schnell und genau zu schalten. Eine Übermüdung des
Handgelenkes stellt jedoch diese Sicherheit ernstlich in Frage.
Wenn die Drehgriffschaltung derart gestaltet wird, daß sie leicht zu betätigen ist und nur kurze Drehwege
benötigt, entsteht gleichzeitig durch die entsprechende Auflockerung des Schaltmechanismus die Gefahr einer
ungewollten Überschaltung der Gänge. Dies ist besonders gefährlich, da eine nicht beabsichtigte Schaltung
aus dem 4. Gang heraus in den 2. oder in den 1. Gang, z. B. wenn der Fahrer in einer gewissen Verkehrssituation die Leerlaufstellung zu schalten glaubt, zum
Schleudern und zum Sturz des Fahrzeuges führen kann.
Die Aufgabe, ein Überschalten der Gänge zu verhindern und gleichzeitig ein Rückschalten aus jedem
Gang unmittelbar in die Leerlaufstellung zu ermöglichen, ist bereits durch eine Reihe von bekannten
Konstruktionen gelöst worden. Meistens bestehen diese bekannten Problemlösungen darin, daß zu der
bisherigen Rastereinrichtung ein weiteres Rastersegment bzw. eine weitere Rasterscheibe hinzugefügt
wurde, in welche eine von einer Sperrfeder betätigte Nase einrastet, sobald die nächste erreichbare Gangstellung
eingeschaltet ist. Die Leerlaufschaltung kommt bei den bekannten Ausführungen dadurch zustande,
daß die Sperrnase gegen die Federkraft der Sperrfeder aus dem Bereich der Rasten herausgehoben
wird und erst an einem der Leerlaufstellung entsprechenden Nocken zum Anschlag kommt.
Die Verwendung von Sperrsegmenten, Sperr-
Die Verwendung von Sperrsegmenten, Sperr-
Gangsicherung
insbesondere für Drehgriffschaltungen
insbesondere für Drehgriffschaltungen
Anmelder:
Ernst Heinkel Aktiengesellschaft,
Stuttgart-Zuffenhausen,
Hellmuth-Hirth-Straße
Stuttgart-Zuffenhausen,
Hellmuth-Hirth-Straße
Holger Arentoft, Stuttgart,
und Dr.-Ing. Max Bentele, Caldwell, N. Y. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
scheiben, Sperrnasen und Leerlaufanschlägen ist demzufolge bekannt. Sämtliche bisher bekannten Konstruktionen
arbeiten jedoch nur mit einer Sperrfeder, die entweder durch die Schaltbewegung selbst oder
durch diese in Verbindung mit dem Betätigen des Kupplungshebels aufgespannt wird. Das Auslösen erfolgt
entweder durch das Einkuppeln oder durch das Einkuppeln in Verbindung mit dem die Erreichung
der nächsten Gangstellung anstrebenden Drehen des Drehgriffs. Das Auslösen erfordert demzufolge eine
nicht unerhebliche Kraftentfaltung am Drehgriff; um die für das Auslösen und das Einschalten erforderliche
Kraft aufzubringen, mußten die Drehwege möglichst lang gehalten werden. Die bisher bekannten
Drehgriffschaltungen lösten zwar das Problem der Sicherung gegen Überschalten und das Problem der
unmittelbaren Leerlauf einstellung; jedoch wurden durch diese Problemlösungen die physischen Anforderungen
an das Handgelenk des Fahrers in einem Maße gesteigert, das der Verkehrssicherheit nicht dienlich
war.
Alle bekannten Schaltvorrichtungen einschließlich der obenerwähnten benötigen einen zu langen Drehweg
am Drehgriff. Hierbei ist es unerheblich, ob
So während des langen Drehweges mehr oder weniger Kraft aufgewendet werden muß; denn die dauernde
Beanspruchung des Handgelenks durch die Bewegung von einer Außenstellung in die andere, insbesondere
durch die Drehung nach vorn, führt erfahrungsgemäß
90S 52Sß5
sowieso nach einigen Fahrstunden zu einer Verkrampfung der Unterarmmuskulatur.
Die Erfindung hat zwar zum Ziel, eine Gangsicherung zu schaffen, die mit absoluter Sicherheit ein
Überschalten der Gänge verhindert und ein sofortiges Einstellen des Leerlaufs von jedem Gang heraus gewährleistet.
Jedoch wird die eigentliche Erfindungsaufgabe darin erblickt, die Konstruktion der Gangsicherung
derart zu gestalten, daß die Betätigung des Drehgriffs mühelos und über sehr kurze Drehwege
vor sich geht. Während der Drehweg von einer Außenstellung bis zur anderen bei den bereits bekannten
Drehgriffschaltungen etwa um 90° liegt, wird hier ein Gesamtdrehweg von nicht mehr als 45° angestrebt,
indem eine entsprechende Übersetzung zwischen dem Drehgriff und der Gangsicherung vorgesehen ist.
Gerade wegen dieser Übersetzung ist es aber unbedingt erforderlich, daß die Gangsicherung während
des Drehens des Drehgriffs praktisch widerstandslos arbeitet.
Ferner wird die Gangsicherung grundsätzlich im ader am Motorgehäuse angeordnet, damit sie unabhängig
von der Einstellung des Bowdenzuges funktioniert. Der Leerlauffinder muß von jedem Gang herlus,
auch vom 1. Gang, in Tätigkeit gesetzt werden können, weil der Fahrer sonst bei der Leerlaufeinstellung
Überlegungen anstellen müßte, die ihn gegebenenfalls von der Verkehrssituation ablenken und
seine Reaktionsfähigkeit hemmen könnten.
\riele kleinere und mittlere Zweiradfahrzeuge besitzen
heute Vierganggetriebe. Es ist deswegen erforderlich, daß die Gangsicherung sowohl für Vierganggetriebe
als auch für Dreiganggetriebe verwendet werden kann. Diejenige der bereits bekannten Gangsicherungen,
die in bezug auf Sicherheit und leichte Beweglichkeit einer brauchbaren Problemlösung am
nächsten kommt, ist nur für Dreiganggetriebe verwendbar. Herstellungstechnisch erscheint es aber
lußerordentlich nachteilig, für Drei- und Vierganggetriebe zwei verschiedene Gangsicherungskonstruk-
:ionen haben zu müssen. Die Gangsicherung gemäß der Erfindung weist den Vorzug auf, daß sie ohne
iede Änderung sowohl beim Viergangbetrieb als auch aeim Dreigangbetrieb Verwendung finden kann.
Diese Gangsicherung besitzt einen an sich bekann- +5
ten Gangsperrer, der in bekannter Weise in die Rasten ;iner Sperrkulisse eintritt und in Verbindung mit der
i\uskupplung ausgerastet wird. Die Erfindung wird in der gleichzeitigen Verwendung folgender Merkmale
gesehen: Der Gangsperrer wird von einem Sperrhebel jetragen, der mit Spiel auf einer im Gehäuse starr
ingeordneten Achse sitzt und von einem stärkeren Federzug gegen die Sperrkulisse sowie von einem
schwächeren Federzug gegen den nach dem Gangsperrer gerichteten Teil der Achse gezogen wird;
Ferner enthält die erfindungsgemäße Gangsicherung einen mit dem Kupplungszug verbundenen Kupplungshebel,
der wiederum einen Mitnahmebolzen aufweist; dieser Mitnahmebolzen wirkt mit einem Anschlag des
Sperrhebels zusammen; schließlich weist die erfindungsgemäße Gangsicherung einen durch eine mit der
Sperrkulisse verbundene Nockenscheibe zu betätigenden Abzugshebel auf, durch welchen der Anschlag des
Sperrhebels von dem Mitnahmebolzen ablösbar ist, wobei der Gangsperrer durch den Kupplungshebel von
ier Sperrkulisse abgehoben werden kann. Nach Zurücklegen etwa des halben Weges des Kupplungshebels
durch die Gangschaltung, das ist durch die Drehung der Sperrkulisse, wird der Anschlag des
Sperrhebels unmittelbar vor dem Heranführen der dem nächsten erreichbaren Gang entsprechenden Rast
an die Bewegungsbahn des Gangsperrers wieder abzugsartig ausgelöst.
Der Mitnahmebolzen ist vorzugsweise als ein Halbzylinder ausgebildet, dessen Schnittfläche gegen den
Anschlag des Sperrhebels gerichtet ist und dessen dem Sperrhebel zugekehrter Teil der Mantelfläche während
der Einrastbewegung des Gangsperrers gleitend auf der kreisbogenförmig ausgebildeten Kante des Sperrhebels
anliegt.
Die Nockenscheibe kann auf der vom Drehgriff aus gesteuerten Drehachse der Sperrkulisse angeordnet
sein derart, daß die Nockenscheibe in bezug auf Drehbewegung dieser Achse folgt, während die Sperrkulisse
mit einem bestimmten Schlupf auf die Achse aufgesteckt ist.
Die Nockenscheibe, die für jeden Gang und für die Leerlauf einstellung je einen Nocken aufweist, ist vorzugsweise
mit einer zweiten, gleich großen Nockenscheibe fest verbunden, die nur einen Nocken besitzt,
und zwar denjenigen, der der Leerlaufeinstellung entspricht.
Die Nockenscheiben können auf der Achse gegen eine Druckfeder derart längsverschiebbar angeordnet
sein, daß die eine Nockenscheibe den Platz der anderen Nockenscheibe am Hebelrad des Abzugshebels einnehmen kann.
Der Abzugshebel kann zwischen im Gehäuse starr angebrachten Anschlägen federnd seitlich schwenkbar
angeordnet sein und von einem Daumenhebel am Drehgriff zum Ausschwenken veranlaßt werden.
Die Nocken können von den Endstücken von Gleitkörpern dargestellt werden, die in Kanälen der
Nockenscheibe von den Anschlagstiften bewegt werden.
Die Nockenscheibe weist vorzugsweise zwei Nockensätze auf, die auf je einer Seite der Nockenscheibe angeordnet
sind derart, daß jeweils ein Nockensatz an das Hebelrad herangeführt wird, wenn die Nockenscheibe
durch die Schlupfbewegung auf einer auf der Achse befindlichen Schraubenspindel seitlich verschoben
wird.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es wird bemerkt, daß das in
den Patentansprüchen beschriebene Arbeitsprinzip mehrere Ausführungsformen ermöglicht. Das Ausführungsbeispiel
bezieht sich auf ein Vierganggetriebe mit Leerlaufeinstellung. Die Schaltung erfolgt von
einem Drehgriff am Lenker aus.
Es zeigt in schematischer Darstellung
Fig. 1 die Gangsicherung in einer Seitenansicht, mit dem 3. Gang eingeschaltet,
Fig. 2 Gangsperrer, Sperrkulisse, Nockenscheibe und Abzugshebel in zwei Arbeitsstellungen, je einer
Drehrichtung entsprechend,
Fig. 3 Sperrkulisse, Nockenscheiben und Seilscheibe in Einzelheiten in Draufsicht,
Fig. 4 Sperrkulisse, Nockenscheiben und Seilscheibe in Draufsicht,
Fig. 5 Nockenscheibe mit Gleitkörper in Seitenansicht und
Fig. 6 Sperrkulisse, Nockenscheibe mit zwei Nockensätzen und Spiralfeder in Draufsicht.
Der Gangsperrer 1 ist auf einem sektorförmigen Sperrhebel 2 angeordnet, der mit Spiel auf eine starr
im Gehäuse befindliche Achse 3 aufgesteckt ist, indem die Bohrung 4 des Sperrhebels 2 einen etwas größeren
Durchmesser als die Achse 3 besitzt. An Stelle einer Bohrung kann auch ein Längsschlitz verwendet
werden. Am Kopf 5 des Sperrhebels 2 ist ein starker
Federzug 6 angebracht, dessen anderes Ende am Gehäuse
befestigt ist. Ein schwacher Federzug 7 verbindet einen am Sektorbogen des Sperrhebels 2 angeordneten
Federbolzen 8 mit dem Gehäuse. An der Längsachse des Sperrhebels 2 ist zwischen der Bohrung
4 und dem Kopf 5 ein Auslösebolzen 9 befestigt, der sich im Verhältnis zu der Zeichnungsebene nach
unten erstreckt. Gegenüber dem Gangsperrer 1 kann auf dem Sperrhebel 2 ein federnder Anschlag 10 ausgebildet
sein, der an das Gehäuse anschlägt.
Auf die Achse 3 ist ein Kupplungshebel 11 ebenfalls schwenkbar, aber ohne Spiel aufgesteckt, der vom
Kupplungsseil 12 mitgenommen wird. Der Kupplungshebel 11 weist einen halbzylindrisch ausgebildeten
Mitnahmebolzen 13 auf. Wenn die Kupplung ausgekuppelt wird, gleitet der Mitnahmebolzen zunächst
an der Bogenseite des Sperrhebels 2 entlang, bis der Kupplungshebel 11 etwa die Hälfte seines Ausschwenkweges
zurückgelegt hat. Dann faßt der Mitnahmebolzen 13 auf einen am Sperrhebel 2 ausgebildeten
Anschlag 14 an und veranlaßt den Sperrhebel zum Ausschwenken.
Der Gangsperrer 1 wird von dem Federzug 6 gegen eine kreisförmige Sperrkulisse 15 herangeführt, die
Gangrasten 16 bis 20 für die Aufnahme des Gangsperrers 1 aufweist, dem 1. Gang, der Leerlauf einstellung
und dem 2., 3. und 4. Gang entsprechend. Die Sperrkulisse 15 ist mit Schlupf auf eine Achse 21 aufgesteckt,
die von einer Seilscheibe 22 unmittelbar oder durch eine Übersetzung (nicht gezeichnet) angetrieben
wird. Die Seilscheibe 22 ist durch Bowdenseile 23 mit dem Drehgriff verbunden.
Auf der Achse 21 sind zwischen Sperrkulisse 15 und Seilscheibe 22 zwei miteinander fest verbundene
kreisförmige Nockenscheiben 24 und 25 angeordnet (Fig. 4). Zwischen diesen Nockenscheiben 24 und 25
sowie der Sperrkulisse 15 ist eine weiche Druckfeder aufgesteckt. Eine mit einem Daumenhebel am Drehgriff
verbundene Steuervorrichtung (nicht gezeichnet) dient dazu, beim Betätigen des Daumenhebels die
Nockenscheiben 24 und 25 gegen die Sperrkulisse 15 heranzuführen in der Weise, daß die Nockenscheibe 25
den bisherigen Platz der Nockenscheibe 24 einnimmt.
Auf der Nockenscheibe 24 rollt ein Hebelrad 37 ab, das auf dem einen Ende eines Hebelarmes 38 drehbar
angeordnet ist. Das andere Ende des Hebelarmes 38 besitzt einen Führungsschlitz 39, der um den Anschlagbolzen
40 herumgreift, der im Gehäuse des Gangsicherungsaggregates fest angebracht ist. Ferner
greift der Führungsschlitz 39 um den Auslösebolzen 9 herum. Wenn nunmehr das Hebelrad 37 über einen
Nocken 27 bis 31 hinwegrollt, schwenkt der Hebelarm 38 von der Nockenscheibe 24 weg und hebt über den
Auslösebolzen 9 den Sperrhebel 2 so weit aufwärts, daß der Anschlag 14 von dem Mitnahmebolzen 13 gelöst
wird. Der Federzug der Feder 6 kann jetzt den Sperrhebel 2 gegen die Sperrkulisse 15 heranführen,
wodurch der Gangsperrer 1 in eine Gangrast 16 bis 20 hineinschnappt und ein Weiterbewegen der Sperrkulisse
15 verhindert.
In einer Abänderung des Ausführungsbeispiels ist der Abzugshebel 38 zwischen zwei Anschlägen 40
federnd seitlich schwenkbar angeordnet, indem die Schwenkbewegung durch Betätigen des Daumenhebels
stattfindet. Das Hebelrad 37 wird dabei von der einen der beiden Nockenscheiben 24 und 25 auf die andere
geschwenkt.
Die Nockenscheibe 24 weist fünf Nocken 27 bis 31 auf, dem 1. Gang, der Leerlaufstellung, dem 2., 3. und
4. Gang entsprechend (Fig. 3). Die Nockenscheibe 25 besitzt nur einen Nocken 32, der sich unmittelbar am
Nocken 28 der Nockenscheibe 24 befindet. Sämtliche Nocken 27 bis 32 sind konform.
Die Seilscheibe 22 sowie die Nockenscheiben 24 und 25 sind fest mit der Achse 21 verbunden. Die Sperrkulisse
weist gegenüber der Achse 21 einen Schlupf auf, der auf einen genauen Winkelwert durch zwei
Anschlagstifte 33 begrenzt wird, die sich in entsprechenden Aussparungen 34 der Nockenscheiben bewegen
(Fig. 5). Die Drehbewegung der Sperrkulisse 15 wird von Reibkörpern 36 geringfügig gehemmt (im
Ausführungsbeispiel sind die Reibkörper 36 als Gummirollen gedacht, die an der Sperrkulisse abrollen).
In einer Abänderung des Ausführungsbeispiels bestehen
die Nocken aus Gleitkörpern 35 (Fig. 5), die mit dem Anschlagstift 33 fest verbunden sind und bei
der Drehbewegung durch den Schlupf bis zum Anschlag des Stiftes jeweils an der einen oder an der
anderen Seite der Nockenscheibe nockenartig vorstehen.
Um bei Änderung der Drehrichtung die Nockenstellung zu wechseln, werden in einer zweiten Ausführungsform
des Beispiels die Sperrkulisse 15 und die Nockenscheibe25 fest auf der Achse21 angeordnet,
während die Nockenscheibe 24 frei drehbar und längsachsig verschiebbar zwischen Anschlägen 43 und 44
aufgesteckt ist. Die Nockenscheibe 24 ist mit zwei Nockensätzen 27 bis 31 versehen und über eine halbsteife
Spiralfeder 42 mit der Sperrkulisse 15 verbunden, derart, daß sie mit wechselnder Drehrichtung
wechselweise an die Anschläge 43 und 44 herangeführt wird. Die Drehung der Nockenscheibe 24 wird von
Reibkörpern 36 abgebremst, die auf einer Auskragung 45 abrollen.
Die in Fig. 1 dargestellte Lage entspricht der Einschaltung des 3. Ganges. Der Gangsperrer 1 ist
Jn die dem 3. Gang entsprechende Rast 19 eingerastet.
Das Hebelrad 37 wurde soeben von den Nocken 31 abgedrückt und nach unten ausgeschwenkt. Durch
das Einrasten des Gangsperrers 1 ist das Abrollen des Hebelrades 37 am Nocken 31 zum Stillstand gekommen.
Wenn der Fahrer wünscht, aus dieser Lage heraus den 4. Gang einzuschalten, zieht er zunächst die Kupplung.
Dadurch schwingt der Kupplungshebel Il aus. Nachdem der Kupplungshebel 11 etwa die Hälfte
seines Ausschwenkweges zurückgelegt hat, legt sich der halbzylindrische Mitnahmebolzen 13 gegen den
Anschlag 14 des Sperrhebels 2 und verschwenkt dadurch auch den Sperrhebel 2 mit. Hierbei wird der
Gangsperrer 1 aus der Rast 19 vollständig zurückgezogen, so daß die Sperrkulisse 15 zusammen mit den
Nockenscheiben 24 und 25 frei gedreht werden kann. Da außer den Reibkörpern 36 kein Widerstand vorhanden
ist, kann die Drehung mühelos erfolgen.
TJm in den 4. Gang zu kommen, führt der Fahrer die Rast 20 gegen die Einrastbahn des Gangsperrers 1
heran (Fig. 3). Dabei nähert sich der Nocken 30 dem Hebelrad 37. Wenn die Rast 20 noch etwa eine halbe
Rastenbreite von der Einrastbahn entfernt ist, rollt das Hebelrad 37 am Nocken 30 empor und wird von
diesem entgegen der Spannung des Federzuges 41 zum Ausschwenken gezwungen. Der Abzugshebel 38
schwingt um die Achse 40 aus und hebt durch den Hebebolzen 9 den Sperrhebel 2 von dem Eingriff des
Mitnahmebolzens 13 ab. Der Gangsperrer 1 schnellt gegen die Sperrkulisse 15 vor. Die Einschaltung des
4. Ganges ist damit gesichert, und der Fahrer kann wieder einkuppeln.
Claims (8)
1. Gangsicherung, insbesondere für Drehgriffschaltungen, bestehend aus einem Gangsperrer, der
in Rasten einer Sperrkulisse eintritt und in Verbindung mit dem Auskuppeln ausgerastet wird, gekennzeichnet
durch die gleichzeitige Verwendung folgender Merkmale:
65
a) einen den Gangsperrer (1) tragenden Sperrhebel (2), der mit Spiel auf einer im Gehäuse
starr angeordneten Achse (3) sitzt und von einem stärkeren Federzug (6) gegen die Sperrkulisse
(15) gezogen wird, während ein schwächerer Federzug (7) bestrebt ist, den Sperrhebel
(2) gegen den nach dem Gangsperrer (1) gerichteten Teil der Achse (3) zu ziehen;
b) einen mit dem Kupplungszug (12) verbundenen Kupplungshebel (11), der einen Mitnahmebolzen
(13) aufweist, welcher mit einem Anschlag (14) des Sperrhebels zusammenwirkt;
c) einen durch eine mit der Sperrkulisse (15) verbundene Nockenscheibe (24) zu betätigenden
Abzugshebel (38), durch welchen der Anschlag (14) des Sperrhebels (2) von dem Mitnahmebolzen
(13) ablösbar ist, wobei der Gangsperrer (1) durch den Kupplungshebel (11) von der
Sperrkulisse (15) abhebbar ist und nach Zurücklegen etwa des halben Weges des Kupplungshebels
durch die Gangschaltung, d. h. durch die Drehung der Sperrkulisse (15), unmittelbar
vor dem Heranführen der dem nächsten erreichbaren Gang entsprechenden Rast (16 bis 20) an die Bewegungsbahn des Gangsperrers
(1) wieder abzugsartig ausgelöst wird.
2. Gangsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenscheibe (24) auf der
vom Drehgriff aus gesteuerten Drehachse (21) der Sperrkulisse (15) angeordnet ist derart, daß die
Nockenscheibe (24) in bezug auf Drehbewegung dieser Achse (21) folgt, während die Sperrkulisse
(15) mit einem bestimmten Schlupf auf die Achse (21) aufgesteckt ist.
3. Gangsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnahmebolzen (13) als ein
Halbzylinder ausgebildet ist, dessen Schnittfläche gegen den Anschlag (14) des Sperrhebels (2) eingestellt
ist und dessen dem Sperrhebel (2) zugekehrter Teil der Mantelfläche während der Einrastbewegung
des Gangsperrers (1) gleitend auf der kreisbogenförmig ausgebildeten Kante des Sperrhebels (2) anliegt.
4. Gangsicherung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Nockenscheibe (24),
die für jeden Gang und für eine Leerlauf einstellung je einen Nocken (27 bis 31) aufweist, eine zweite
gleich große und mit ihr fest verbundene Nockenscheibe (25) zugeordnet ist, die nur einen Nocken
(32) besitzt, und zwar denjenigen, der der Leerlaufeinstellung entspricht.
5. Gangsicherung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenscheiben (24
und 25) auf der Achse (21) längsverschiebbar angeordnet sind und gegen eine Druckfeder (26) derart
verschoben werden, daß die eine Nockenscheibe (25) den Platz der anderen Nockenscheibe (24) am
Hebelrad (37) des Abzugshebels (38) einnehmen kann.
6. Gangsicherung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abzugshebel (38)
zwischen im Gehäuse starr angebrachten Anschlägen (40) federnd seitlich schwenkbar angeordnet
ist und vom Daumenhebel am Drehgriff zum Ausschwenken veranlaßt wird.
7. Gangsicherung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nocken von den
Endstücken von Gleitkörpern (35) dargestellt werden, die in Kanälen der Nockenscheibe (24) von
den Anschlagstiften (33) bewegt werden.
8. Gangsicherung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenscheibe (24)
zwei Nockensitze aufweist, die auf je einer Seite der Nockenscheibe angeordnet sind derart, daß je-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH27033A DE1058383B (de) | 1956-05-12 | 1956-05-12 | Gangsicherung insbesondere fuer Drehgriffschaltungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH27033A DE1058383B (de) | 1956-05-12 | 1956-05-12 | Gangsicherung insbesondere fuer Drehgriffschaltungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1058383B true DE1058383B (de) | 1959-05-27 |
Family
ID=7150466
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH27033A Pending DE1058383B (de) | 1956-05-12 | 1956-05-12 | Gangsicherung insbesondere fuer Drehgriffschaltungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1058383B (de) |
Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE743645C (de) * | 1942-08-07 | 1943-12-30 | Fichtel & Sachs Ag | Vorrichtung an Dreiganggetrieben mit Fussschaltung zur Verhinderung des Durchschaltens des zweiten Ganges |
| FR987048A (fr) * | 1949-03-26 | 1951-08-08 | Dispositif sélecteur pour la commande au pied des vitesses, applicable notamment aux motocyclettes du type b.m.w. | |
| DE814257C (de) * | 1950-01-21 | 1951-09-20 | Bayerische Motoren Werke Ag | Leerlaufschaltvorrichtung fuer Fussschaltgetriebe von Kraftraedern |
| DE1634660U (de) * | 1951-12-12 | 1952-02-14 | Albin Sen Liebisch | Zusatz-aggregat fuer die drehgriffschaltung. |
| DE847864C (de) * | 1950-06-01 | 1952-08-28 | Gustav Magenwirth K G | Drehgriff, insbesondere Schaltdrehgriff fuer Kraftraeder |
| DE1650591U (de) * | 1952-12-08 | 1953-02-12 | Albin Sen Liebisch | Gangfinder zur drehgriffschaltung in zwei ausfuehrungen. |
| DE923293C (de) * | 1951-08-11 | 1955-02-10 | Zuendapp Werke Ges Mit Beschra | Kraftradschaltgetriebe |
-
1956
- 1956-05-12 DE DEH27033A patent/DE1058383B/de active Pending
Patent Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE743645C (de) * | 1942-08-07 | 1943-12-30 | Fichtel & Sachs Ag | Vorrichtung an Dreiganggetrieben mit Fussschaltung zur Verhinderung des Durchschaltens des zweiten Ganges |
| FR987048A (fr) * | 1949-03-26 | 1951-08-08 | Dispositif sélecteur pour la commande au pied des vitesses, applicable notamment aux motocyclettes du type b.m.w. | |
| DE814257C (de) * | 1950-01-21 | 1951-09-20 | Bayerische Motoren Werke Ag | Leerlaufschaltvorrichtung fuer Fussschaltgetriebe von Kraftraedern |
| DE847864C (de) * | 1950-06-01 | 1952-08-28 | Gustav Magenwirth K G | Drehgriff, insbesondere Schaltdrehgriff fuer Kraftraeder |
| DE923293C (de) * | 1951-08-11 | 1955-02-10 | Zuendapp Werke Ges Mit Beschra | Kraftradschaltgetriebe |
| DE1634660U (de) * | 1951-12-12 | 1952-02-14 | Albin Sen Liebisch | Zusatz-aggregat fuer die drehgriffschaltung. |
| DE1650591U (de) * | 1952-12-08 | 1953-02-12 | Albin Sen Liebisch | Gangfinder zur drehgriffschaltung in zwei ausfuehrungen. |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3150885C2 (de) | ||
| DE3233619C2 (de) | Mechanische Schaltvorrichtung für ein Gangwechselgetriebe eines Kraftfahrzeuges mit einem nicht synchronisierten Rückwärtsgang | |
| DE3231407C2 (de) | ||
| DE2935590A1 (de) | Kraftfahrzeug-stufengetriebe | |
| DE3705454A1 (de) | Schaltvorrichtung fuer stufenwechselgetriebe | |
| DE3228790A1 (de) | Mechanismus fuer ein manuell schaltbares getriebe | |
| DE2310311C3 (de) | Schaltvorrichtung für handgeschaltete Kraftfahrzeug-Wechselgetriebe | |
| EP0770802B1 (de) | Schalteinrichtung für Kraftfahrzeug-Wechselgetriebe mit Abbremsung der Eingangswelle beim Einschalten des Rückwärtsganges | |
| DE1447380B2 (de) | Schaltvorrichtung zur kinematischen verbindung einer sich stetig drehenden antriebswelle mit einer abtriebswelle | |
| DE1932332C3 (de) | Als Gruppengetriebe ausgebildetes Zahnräderwechselgetriebe für Fahrzeuge, insbesondere für landwirtschaftlich nutzbare Fahrzeuge | |
| DE1058383B (de) | Gangsicherung insbesondere fuer Drehgriffschaltungen | |
| DE2510154A1 (de) | Schalteinrichtung fuer wechselgetriebe von kraftfahrzeugen | |
| DE867337C (de) | Sperrvorrichtung fuer Wechselgetriebe | |
| DE883411C (de) | Leerlaufschalteinrichtung fuer Zahnraederwechselgetriebe, insbesondere an Motorraedern | |
| DE613703C (de) | Geschwindigkeitswechselgetriebe zum Antrieb der Arbeitsspindeln von Werkzeugmaschinen, vorzugsweise Drehbaenken | |
| EP1245872B1 (de) | Schaltvorrichtung für ein Zahnräderwechselgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge | |
| DE1530836C3 (de) | ||
| DE737848C (de) | Lenkerschaltung fuer Motorraeder, Motorfahrraeder u. dgl. | |
| DE491053C (de) | Schaltvorrichtung mit einem Schalthebel fuer Zahnraederwechselgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE930556C (de) | Vorrichtung zum erleichterten Herstellen der Leerlaufstellung bei Wechselgetrieben | |
| DE676124C (de) | Abstimmvorrichtung fuer Hochfrequenzempfaenger | |
| DE2506570C3 (de) | Schaltvorrichtung für ein synchronisiertes Zahnräderwechselgetriebe | |
| DE430939C (de) | Schaltvorrichtung, insbesondere fuer Kraftkarren | |
| DE806085C (de) | Schaltvorrichtung, insbesondere fuer mehrstufige Fahrzeuggetriebe | |
| DE814257C (de) | Leerlaufschaltvorrichtung fuer Fussschaltgetriebe von Kraftraedern |