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DE1056119B - Verfahren zur Herstellung von Estern der 2, 2, 4, 6, 6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-saeure-(1) aus 2, 4, 4, 6, 6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3, 5) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Estern der 2, 2, 4, 6, 6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-saeure-(1) aus 2, 4, 4, 6, 6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3, 5)

Info

Publication number
DE1056119B
DE1056119B DER17074A DER0017074A DE1056119B DE 1056119 B DE1056119 B DE 1056119B DE R17074 A DER17074 A DE R17074A DE R0017074 A DER0017074 A DE R0017074A DE 1056119 B DE1056119 B DE 1056119B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dione
esters
acid
pentachlorohexen
molecular weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER17074A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Feichtinger
Siegfried Puschhof
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruhrchemie AG
Original Assignee
Ruhrchemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruhrchemie AG filed Critical Ruhrchemie AG
Priority to DER17074A priority Critical patent/DE1056119B/de
Publication of DE1056119B publication Critical patent/DE1056119B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N37/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids
    • A01N37/42Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids containing within the same carbon skeleton a carboxylic group or a thio analogue, or a derivative thereof, and a carbon atom having only two bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. keto-carboxylic acids

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Estern der 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1) aus 2,4,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) Nach Th. Zincke (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, Band 23, 1890, S. 3766 bis 3784) kann man durch Chlorierung von Resorcin in wasserfreiem und alkoholfreiem Chloroform in 95- bis 98 °/oiger Ausbeute 2,4,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) herstellen. Durch Behandlung dieses Dions mit Wasser oder einer 10 %igen wäßrigen Natriumacetatlösung entsteht die 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1), aus der sich durch Umsetzung mit Alkoholen die entsprechenden Ester gewinnen lassen.
  • Die Herstellung dieser Ester ist jedoch mit großen Verlusten verbunden, da die 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1) aus dem cyclischen Diketon nur in 50- bis 60 °/siger Ausbeute erhalten wird und auch die Bildung der Ester mit großen Verlusten des Ausgangsstoffes verbunden ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich 2,4,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) mit Alkoholen unmittelbar zu Estern der 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1) nach dem folgenden Reaktionsschema umsetzen läßt: In der allgemeinen Formel bedeutet R = - CH, - C H2(C H2) 6C H3, C2 H5, - C H2(C H2) 8C H3, -CH,CH2CH3, -CH2(CH2)14CH3, -CH(CH3)2, -CH2CH =CH2 - CH2(CH2)2CH3, oder -CH2(CH2)4CH" -C,Hll Aus den eingehenden Untersuchungen von Zincke ist ersichtlich, daß sich die Umsetzung von 2,4,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) mit Wasser in verschiedener Weise durchführen läßt. In der Kälte entsteht aus dieser Verbindung mit Wasser ein Hydrat, das sich beim Stehen in 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1) umwandelt (a. a. 0., S. 3779). Wenn das 2,4,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) jedoch mit Wasser erhitzt wird, dann erfolgt unter -tiefgreifender Zersetzung« eine völlig andere Umsetzung, die ein stechend riechendes Öl ergibt. Aus diesem Öl wurde ein offenkettiges Diketon abgeschieden, das die Formel HCC12-CO-CO-CH=CHCl besaß. Dieses Keton konnte auch aus der 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1) durch Erhitzen mit Wasser erhalten werden (a. a. 0., S. 3781). Im Gegensatz hierzu entstehen bei der erfindungsgemäßen Umsetzung mit Alkoholen aus 2,4,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) ohne Zersetzung oder Diketonbildung in guter Ausbeute unmittelbar die Ester der 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1). Diese Umsetzung war völlig unbekannt und nicht zu erwarten, sie konnte auch aus den Arbeiten von Zincke keineswegs vorausgesehen werden.
  • Zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das bei 92 bis 93°C schmelzende Diketon mit dem entsprechenden Alkohol am Rückflußkühler erhitzt, wobei unter Ringöffnung der Ester entsteht. Diese neue gefundene Umsetzung läßt sich nicht nur mit niedermolekularen aliphatischen Alkoholen, sondern auch mit mittelmolekularen und höhermolekularen einwertigen oder mehrwertigen Alkoholen ausführen. Es können auch verzweigtkettige aliphatische Alkohole oder cycloaliphatische Alkohole verwendet werden.
  • Die erfindungsgemäß entstandenen Ester können durch Destillation, vorzugsweise Vakuumdestillation, gewonnen werden. Die Ester sind leicht- bis dickflüssige, hellgelbgefärbte Öle und besitzen gute insektizide Eigenschaften.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können zum erstenmal offenkettige, rein aliphatische Verbindungen mit insektizider Wirksamkeit hergestellt werden, die keine ringförmigen Molekülgruppen enthalten. Auf Grund von an der Hausfliege (Musca domestica ?) gewonnenen Versuchsergebnissen wurden dieinsektiziden Eigenschaften der neuen Verbindungen nachgewiesen. Es war nicht zu erwarten, daß die erfindungsgemäße Anordnung der einzelnen Bauelemente des offenkettigen Moleküls zu einer insektiziden Wirkung führen würde, denn es sind bisher keine offenkettigen Chlorhexenonsäureester bekannt, die insektizide Eigenschaften besitzen.
  • Beispiel 1 Es wurden 282,5 g (1 Mol) 2,4,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) mit 32G g (10 Mol) Methylalkohol versetzt und 8 Stunden auf dem Wasserbad erwärmt. Darauf wurde der nicht umgesetzte Alkohol im Vakuum abdestilliert und der verbleibende Rückstand im Hochvakuum fraktioniert destilliert. Dadurch erhielt man 252 g einer gelben öligen Flüssigkeit, die bei einem Druck von 0,03 bis 0,04 mm Hg einen Siedepunkt von 114 bis 118°C und einen Brechungsindex nD = 1,5195 besaß. Die Ausbeute an entstandenem 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1)-methylester, C,H503C1,3, betrug 80°/o der theoretisch möglichen Menge; Molekulargewicht 314,40.
  • Berechnet ... C26,74, H1,60, 0 15,27, C156,39°/0; gefunden .... C 27,21, H 1,82, 0 16,10, Cl 56,12 °/o. Beispiel 2 Entsprechend den Angaben im Beispiel 1 wurden 282,5g (1 Mol) 2,4,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) mit 460 g (10 Mol) Äthylalkohol umgesetzt, wodurch eine gelbliche ölige Flüssigkeit erhalten wurde, die bei einem Druck von 0,1 mm Hg einen Siedepunkt von 135 bis 138°C und einen Brechungsindex nD =1,5140 besaß. Es wurden 164g 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1)-äthylester erhalten, C,H703Cl5. Die Ausbeute betrug 500j, der theoretisch möglichen Menge; Molekulargewicht 328,-12.
  • Berechnet .. . . . C 29,25, H 2,15, 0 14,62, Cl 53,980/,; gefunden...... C 29,50, H 2,04, 0 14,93, Cl 53,80 Beispiel 3 ß'ie im Beispiel 1 wurden 282,5g (1 Mol) 2,4,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) mit 300 g (5 Mol) Propylalkohol umgesetzt und aufgearbeitet. Hierdurch wurden 154 g einer dicken, gelben und öligen Flüssigkeit erhalten, die einen Siedepunkt von 140 bis 145°C bei einem Druck von 0,1 mm Hg und einen Brechungsindex n2 =1,5075 besaß. Die Ausbeute an 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1)-n-propylester, C,H903C15, betrug 45 °/, der theoretisch möglichen Menge; Molekulargewicht 342,45.
  • Berechnet .. . . . C 31,56, H 2,65, 0 14,02, Cl 51,77 gefunden...... C 32,16, H 2,91, 0 15,00, Cl 51,20 Beispiel 4 Entsprechend dem Beispiel 1 wurden 282,5 g (1 Mol) 2,4,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) mit 300 g (5 91o1) Isopropylalkohol umgesetzt und aufgearbeitet. Dadurch erhielt man 15-1 g einer öligen gelben Flüssigkeit, die einen Siedepunkt von 120 bis 126°C bei Einem Druck von 0,05 mm Hg und einen Brechungsindex nD =1,5173 besaß. Die Ausbeute an 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1)-isopropylester, C,H903C15, betrug 450/, der theoretisch möglichen Menge; Molekulargewicht 342,45.
  • Berechnet :. . : . C 31,56, H 2,65, 0 14,02, Cl 51,77°/o; gefunden...... C 31,69, H 2,65, 0 14,95, Cl 50,93 °/,. Beispiel 5 Entsprechend dem Beispiel 1 wurden 282,5 g (1 Mol) 2,4,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) mit 290 g (5 Mol) Allylalkohol umgesetzt. Nach der Destillation erhielt man 272g 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1)-allylester. Dieser Ester, C,H703C15, besaß einen Siedepunkt von 142 bis 150°C bei einem Druck von 0,1 mm Hg und einen Brechungsindex nD =1,5450. Die Ausbeute betrug 80°/o der theoretisch möglichen Menge; Molekulargewicht 340,43.
  • Berechnet .. . . . C 31,74, H 2,07, 0 14,10, Cl 52,091 gefunden...... C 32,50, H 2,10, 0 14,50, Cl 51,95°/o.
  • Beispiel 6 Es wurden 282,5 g (1,0 Mol) 2,2,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) mit 158,3 g n-Decycloalkohol 8 Stunden auf dem Wasserbad erwärmt. Man erhielt durch Destillation im Vakuum 185 g einer öligen Flüssigkeit, die bei einem Druck von 0,1 mm Hg einen Siedepunkt von 160 bis 170°C und einen Brechungsindex von nD = 1,4975 besaß. Die Ausbeute an 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1)-n-decylester betrug 42°/, der theoretisch möglichen Menge.
  • Beispiel 7 In einem Rundkolben wurden 282,5 g (1,0 Mol) 2,2,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) mit 92,1 g (1,0 141o1) Glycerin 10 Stunden auf dem Wasserbad erwärmt. Als Reaktionsprodukt wurde ein hochviskoses Öl vom Brechungsindex nD =1,5600 erhalten. Es handelte sich dabei um einen Monoester, dessen Hydroxylzahl bei 286 lag.
  • In gleicher Weise wurden auch der n-Butylester, Kp.i,S = 150 bis 160°C; der n-Hexylester, Kp.,,is = 130 bis 140°C; der n-Octylester, Kp.,,3 = 160 bis 170°C, und der Cyclohexylester, Kp.,,2 = 130 bis 140°C, hergestellt.
  • In der nachstehenden Tabelle sind die tödlich wirkenden Mengen LD" in 24 Stunden einiger Ester der 2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1) bei der Hausfliege (Musca domestica 9), 4 Tage alt, angegeben.
    Tödlich wirkende
    Verbindungen nach der Erfindung Menge LDde
    in zq Stunden
    y je cm2
    2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-
    (5)-säure-(1)-äthylester (Beispiel 2) 9,0
    2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-
    (5)-säure-(1)-allylester (Beispiel 5) 5,5
    2,2,4,6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-
    (5)-säure-(1)-decylester (Beispiel 6) 17
    Vergleichsweise kann darauf hingewiesen werden, daß beim p,p'-Dichlordiphenyl-trichloräthan (bekannt unter dem Handelsnamen DDT) unter den gleichen Bedingungen die tödlich wirkende Menge LD" in 24 Stunden im allgemeinen nur 4y je cm2 beträgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Estern der 2,2,4, 6,6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-säure-(1) aus 2,4,4, 6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5), dadurch gekennzeichnet, daB man 2,4,4,6,6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3,5) mit niedermolekularen, mittelmolekularen oder höhermolekularen ein- oder mehrwertigen aliphatischen oder cycloaliphatischen Alkoholen erhitzt und die entstandenen Ester vorzugsweise im Vakuum abdestilliert. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 699 373; Chemical Abstracts, Bd. 1953, Spalte 1326e.
DER17074A 1955-07-19 1955-07-19 Verfahren zur Herstellung von Estern der 2, 2, 4, 6, 6-Pentachlorhexen-(3)-on-(5)-saeure-(1) aus 2, 4, 4, 6, 6-Pentachlorcyclohexen-(1)-dion-(3, 5) Pending DE1056119B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB699373A (en) * 1950-06-13 1953-11-04 Arvey Corp Improvements in or relating to a method for chlorinating 3a,4,7,7a,-tetrahydro-4,5,6,7,8,8-hexachloro-4,7-methanoindene and the resulting product

Patent Citations (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB699373A (en) * 1950-06-13 1953-11-04 Arvey Corp Improvements in or relating to a method for chlorinating 3a,4,7,7a,-tetrahydro-4,5,6,7,8,8-hexachloro-4,7-methanoindene and the resulting product

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