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DE1052359B - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Kristallen aus Loesungen durch Vakuumkuehlung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Kristallen aus Loesungen durch Vakuumkuehlung

Info

Publication number
DE1052359B
DE1052359B DEM28581A DEM0028581A DE1052359B DE 1052359 B DE1052359 B DE 1052359B DE M28581 A DEM28581 A DE M28581A DE M0028581 A DEM0028581 A DE M0028581A DE 1052359 B DE1052359 B DE 1052359B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
liquid
temperature
stages
chamber
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM28581A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Ebner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
Priority to DEM28581A priority Critical patent/DE1052359B/de
Publication of DE1052359B publication Critical patent/DE1052359B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D9/00Crystallisation
    • B01D9/0018Evaporation of components of the mixture to be separated
    • B01D9/0022Evaporation of components of the mixture to be separated by reducing pressure
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D9/00Crystallisation
    • B01D9/0036Crystallisation on to a bed of product crystals; Seeding

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Kristallen aus Lösungen durch Vakuumkühlung Es ist bekannt, Salze oder ähnliche feste Stoffe aus Lösungen dadurch auszukristallisieren, daß die Lösungen durch teilweise Verd, ampfung im Vakuum abgekühlt werden. Für die Erzeugung des Vakuums im Kristallisator werden bei diesem Verfahren zweckmäßig Dampfstrahlapparate benutzt, die den aus der Lösung entwickelten Wasserdampf absaugen und so weit kOmprimieren, daß er in einem Wasserdampf kondensato, niedergeschlagen werden kann. Mit dieser Einrichtung lassen sich tiefe Kühltemperaturen erzielen. Es ist auch schon die Abkühlung der Lösung, aus der die Kristalle gewonnen werden sollen, mehrstufig durchgeführt worden, wobei die aufeinanderfolgenden Stufen mit ständig um etwa 5° C abnehmender Temperatur betrieben wurden. Die Dampfstrahlapparate, die den Wasserdampf aus den einzelnen Stufen in einen gemeinsamen Wasserdampfkondensator fördern, haben dann z. B. ein. mittleres -Temperaturgefälle von etwa 17, 5° C zu bewältigen, wenn die Lösung von 30 auf 10° C gekühlt werden soll, wahrend bei einer einstufigen Anlage, in der die Lösung ebenfalls von 30 auf 10° C herabgekühlt wird. das zu überwindende Temperaturge£älle 25° C beträgt. Durch die Anwendung mehrerer Stufen bei der V akuumkristallisation läßt sich somit eine wesentliche Herabsetzung des Treibdampfverbrauches erzielen.
  • Ferner ist bekannt, das Auskristallisieren von Salz aus einer Lösung im Gebiet der metastabilen Sättigung in der Weise durchzuführen, daß die frische heiße Lösung in einen Kreislauf eingespeist wird.
  • Dieser geht durch einen Varkuumverdampfer und eine Kristallansammlung, die sich in einem unter Normaldruck, leichtem Überdruck oder leichtem Unte. rdruck stehenden zweiten Gefäß befindet. Im Verdampfer erfolgt die Abkühlung des Gemisches aus Kreislauflösung und frisch zufließender Lösung, die wärmer ist als die Kreislauflösung, auf eine Temperatur, die ungefähr 1° C unter der Sättigungstemperatur der Lösung liegt. In der Kristallansammlung krista. llisiert das Salz aus unter Auslösung der Übersättigung der Lösung, die dann unter ständiger Zumischung frischer wärmerer Lösung aus dem Kristallisator in den Verdampfer zurückkehrt. Man ha, t auch schon so gearbeitet, daß aus einem gemeinsamen Verdampfer die im Gebiet der matastabilen Sättigung befindliche Lösung auf mehrere Kristallisatoren verschiedener Größe verteilt wurde, aus denen sie wieder in den Verdamp fer zurückgeleitet wurde. Die Kristallzüchtung erflogte dadurch, daß ein Gemisch von Lösung und Kristallen in jedem Kristallisator in kreisender turbulenter Bewegung gehalten wurde und daß die Kristalle, wenn sie eine gewünschte Größe erreicht hatten, sich unter der Wirkung der kreisenden Bewe- gung aus der Lösung abschieden. Sie gelangten dann in den nächstgrößeren Kristallisator, in dem sie nach dem gleichen Prinzip weitergezüchtet wurden. Aus dem größten Kristallisator wurden die Kristalle in der angestrebten Korngröße abgezogen.
  • Mit diesen Verfahren gelingt die Erzeugung eines groben Kristallkornes. Indessen werden beim Auskristallisieren des Sa, lzes, selbst wenn dieses im Geb, iet der metastabilen Sättigung erfolgt, ständig neue Kristallkeime gebildet. Man erhält also bei dem bekannten Verfahren nicht nur das gewünschte grobe Kristallkorn, sondern immer noch wesentliche Mengen feineren und feinsten Kornes. Das feinere Korn stört nun in vielen Fällen die Weiterverwendung des Sa. lzes, z. B. kann es beim Lagern des Salzes zu unerwünschten Verfestigungen durch Schichten und Klumpenbildung führen.
  • Es ist auch bereits eine Vorrichtung vorgeschlagen worden, die innerhalb eines Verdampfers trichterförmige und konzentrische Einbauten und eine vom Verdampfer zuerst nach unten und dann nach oben verlaufende, über einem Trichter mündende Kreislaufführung enthält. Der tiefste Punkt der Kreislaufführung, die im aufsteigenden Ast einen Lufteinlaß aufweist, liegt hierbei zweckmäßig etwa um das zehnbis zwanzigfache der Förderhöhe unter dem Flüssigkeitsspiegel im Verdampfer.
  • Durch die Erfindung gelingt es, ein. gleichmäßiges und einheitliches Kristallkorn zu erzielen, das die erwähnten Nachteile nicht mehr hat. Danach erfolgt die Züchtung von Kristallen beim Auskristalliseren von Salzen oder ähnlichen festen Stoffen aus Lösungen, unter Venvendung des bekannten Kreislaufes der lösung, durch Vakuumverdampfung und Kristallisation, mehrstufig in der Weise, daß mehrere Stufen derart in Hintereinanderschaltung betrieben werden, daß zwischen den einzelnen Stufen ein Temperaturabfatt der Lösung von 4 bis 7° C auftritt und. daß das Verhältnis der frisch in die kreisende Lösung jeder Stufe eingefiihrten Flüssigkeitsmenge zur kreisenden Flüssigkeitsmenge so bemessen wird, daß das Gemisch mit einer Temperatur in den Behandlungsraum gelangt, die nur etwa l bis 2° C über der Temperatur der Lösung im Behandlungsraum liegt.
  • Dadurch, daß die kristallisation mit Kreislaufflüssigkeit in dieser Weise in mehreren Stufen durchgeführt wird, wird die Bildung neuer Kristallkeime e während der Abkühlung wesentlich vermindert.
  • Kühlt man wie bisher in einer oder mehreren Stufen jeweils um das Ganze zur Verfügung stehende Temperaturgefälle ab, so muß man eine verhältnismäßig große Flüssigkeitsmenge im Kreislauf halten, damit das Gemisch aus Kreislaufflüssigkeit und frisch zugeffihrter Flüssigkeit in den Bereich der metastabilen Sättigung kommt. Wird dagegen die stufenweise Behandlung so geführt, daß in jeder Stufe nur um ein Bruchteil des gesamten zur Verfügung stehenden Temperaturgefälles abgekühlt wird, so, nimmt die erforderliche Kreislaufflüssigkeit in jeder Stufe umgekehrt proportional der Stufenzahl ab. Bei drei Stufen ist nur noch ein Drittel, bei fünf Stufen nur noch ein Fünftel der bisher erforderlichen Kreislaufflüssigkeitsmenge notwendig. Geht nun die Lössung nacheinander durch alle Kreislaufstufen, sol wachsen die in der vorgeschalteten Stufe neu gebildeten. Kristallkeime in der folgenden Stufe, und man erhält demgemäß ein größeres und viel gleichmäßigeres Ko. rn als bei dem bekannten Verfahren, in dem auch bei stufenweisem Arbeiten in jeder Stufe die Lösung um das Ganze zur Verfügung stehende Temperaturgefälle abgekühlt wird.
  • Nach der Erfindung wird die Krista, llisation des Salzes aus der gesättigt oder nahezu gesättigt vorlaufenden Lösung beispielsweise in drei oder vier oder in einer noch größeren Stufenzahl durchgeführt, deren Temperatur in der Richtung des Flüssigkeitsdurchganges von Stufe zu Stufe um etwa 4 bis 7°C. z. B. 5°C, abnimmt. Vor dem Eintritt in jede Stufe gelangt die zufließende Lösung in einen Flüssigkeitskreislauf der in der betreffenden Stufe vorhandenen Lösung, der mengenmäßig so bemessen wird, daß das Gemisch aus der wärmeren, frisch zufließenden Lösung und der kälteren ösung der betreffenden Stufe eine Temperatur annimmt, die nur etwa 1 bis 2° C tuber der Temperatur des Flüssigkeitsinhaltes dieser Stufe liegt. Das Gemisch wird in den Dampfraum der betreffenden Stufen zurückgeführt, wol durch teilweise Verdampfung seine Temperatur wieder um I bis 2° C, also um die Spanne, um die das Gemisch über der Temperatur der Stufe liegt, erniedrigt wird,. Das Flüssigkeitsgemisch wird nun in dieser Stufe durch eine Kristallisierzone geführt, in der die durch die Kühlung hervorgerufene Ubersättigung der Lösung der Kristalle weiterwachsen. Die Kristalle werden in der Schwebe gehalten, derart, daß sich nur solches Salzko'rn absetzt, das eine bestimmte Größe erreicht hat. Der in der Stufe entwickelte Wasserdampf wird mittels Strahlapparat in die Kondensatien, z. B. einen gemeinsamen Kondensator, gefördert, um den Dampfverbrauch der Anlage möglichst gering zu halten.
  • Die Erfindung hat den weiteren Vorteil, daß der Dampfverbrauch nach wesentlich niedriger ist als bei den bekannten Verfahren und daß man mit einer Apparatur auskommt, die verhältnismäßig wenig Kosten verursacht. Die Stufen. werden dadurch geschaffen, daibl man ein zylindrisches Gefäß durch radi- ale Trennwände in Kammern unterteilt, durch die die zu behandehlnde Lösung naceinander hindurchgeführt wird. Die Kammern können nach einem alteren Vorschlag durch konische Unterteile und trichterförmige Einsätze, aus denendiekreisendeFlüssigkeit durch ein Rohr in den unteren Teil der Kammer geleitet wird, so eingerichtet werden, daß in ihrem unteren Teil eine geeignete Salzmenge in der Schwebe gehalten wird, innerhalb der die Kristallzüchtung vor sich geht. Sich absetzendes schweres Korn, das die gewünschte Korngröße erreicht hat, kann unten aus der Kammer mittels bekannter Vorrichtungen ständig oder zeitweise abgezogen werd. en.
  • In der Zeichnung ist der erfindungsgemäße Kristallisierappara, schematisch und beispielsweise dargestellt.
  • Abb. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch die Vorrichtung und Abb. 2 ein Schnitt nach Linie A-B in der Abb. 1.
  • Der Apparat besteht aus einem zylindrischen Mantel 1, der durch die trennwänd 2 und 3 in beispielsweise vier Kammern a, b, c, d unterteilt ist. In jeder dieser Kammern befindet sich ein trichterförmiger Einbau mit einem zylindrischen Ansatz, der bis in den trichterförmigen unteren Teil der Kammer hineinreicht.
  • Die Lösung, aus der Salze auskristallisiert werden sollen, wird nacheinander durch alle Kammern geführt und in jeder Kammer durch teilweise Verd. ampfung im Vakuum abgekühlt. Beispielsweise gelangt die Lösung gesättigt oder nahezu gesättigt durch, die Leitung 6 in den Flüssigkeitskreislauf, der durch die Leitungen 7, 8 geht. Durch die Leitung 7 fließt Flüssigkeit mit der Temperatur, die dem in der Kammer g herrschenden Vakuum entspricht, aus der Kammer a abwärts. Sie kehrt gemischt mit der durch Leitung 6 zugeführten wärmeren Lösung durch Leitung 8 in die Kammer zurück, in der sie von oben in den tricherförmigen Einbau 4 fällt. Die durch die Leitung 7 aus der Kammer a abgeleitete Flüssigkeitsmenge beträgt ein Mehrfaches der bei 6 zuströmenden Flüssigkeitsmenge. Sie wird so bemessen, daB das Gemisch aus der kälteren kreisenden Flüssigkeit und der wärmeren frisch ankommenden Flüssigkeit eine Mischtemperatur erhält, die um etwa 1 bis 2° C höher ist als die Temperatur, die durch die Vakuumverdampfung in dem Flüssigkeitsinhalt der Kammer a aufrechterhalten wird. Bei dem Eintritt in die Kammer a wird das Flüssigkeitsgemisch durch teilweise Verdampfung wieder um etwa l bis 2° C auf die Temperatur des Flüssigkeitsinhaltes dieser Kammer abgekühlt.
  • Bei dieser Abkiihlung fallen noch keine Salzkristalle aus. Die Kristalle bilden sich erst im unteren trichterförmigen Teil der Kammer a neu, in den die aus 8 ausnießende, durch die Abkühlung übersättigte Lösung durch den zylindrischen Ansatz 5 gelangt.
  • Haben die Kristalle eine genügende Größe erreicht, so setzen sie sich im Teil 9 der Kammer a ab und können z. B. durch ein Drosselorgan 10 kontinuierlich oder periodisch abgezogen. werden. Das Vakuum in der Kammer a wird durch einen Dampfstrahlapparat 11 erzeugt, der in einen (nicht gezeichneten) Wasserdampfkondensator fördert. Die Kreislaufführung der Flüssigkeiten durch die Leitungen 7 und 8 erfolgt mit Hilfe bekannter Fördereinrichtungen z. B. vorteilhaft mittels einer kleinen Luftmenge, die durch eine ringförmige Düse 12 in die Leitung 8 eingeführt wird.
  • Aus der Kammer a gelangt die Flüssigkeit, die darin durch die teilweise Verdampfung im Vakuum auf eine Temperatur gekühlt ist, die z. B. 5° C niedriger ist als die der durch 6 ankommenden Flüssigkeit, durch die Leitung 13 in den Flüssigkeitskreislauf 14, 16 der nächsten Kammer b, der in der gleichen Weise wie der Flüssigkeitskreislauf durch die Leitung7 und 8, die zu Kammer a gehören, durch bekannte Fördervorrichtungen, z. B. Lufteinführung mittels einer Vorrichtung, zweckmäßig Ringdüse 15, aufrechterhalten wird. Der Flüssigkeitskreislauf und die Führung der Flüssigkeit in und durch die Kammer b ist in der gleichen Weise ausgestaltet wie in der Kammer a.
  • Etwa derart, daß die durch Beimischung eines mehrfachen Anteiles von Flüssigkeit aus der Leitung 14 zu der aus der Leitung 13 ankommenden Flüssigkeit auf etwa I bis 2° C über die Kammertemperatur in b abgekühlten Flüssigkeit durch 16 in den Trichter fällt und durch dessen zylindrischen Ansatz 18 abwärts in den konischen Teil der Kammer b geführt wird, wo die Kristallisation aus der bei dem Eintritt in die Kammer b um etwa I bis 2° C abgekühlten Flüssigkeit stattfindet. Die durch diese Kristallzüchtung in der Kammer 19 gewonnenen großen Kristalle können durch ein Drosselorgan 20 abgeleitet werden, das z. B. in derselben Weise ausgebildet und betrieben sein kann wie das Drosselorgan 10 in Kammer a. Das Vakuum wird in der Kammer b durch den Dampfstrahlapparat 21 erzeugt, der ebenso wie der Dampfstrahlapparat 11 in einen Wasserdampfkondensator fördert. Aus der Kammer b wird die Flüssigkeit durch die Leitung 22 a, bgeleitet, um in der gleichen Weise wie in den Kammern a und, b in den Kammern c und, d weiterbehandelt zu werden, die ebenso wie die Kammern a und b mit Einbauten ausgestattet und betrieben werden und durch Dampfstrahlapparate nach Wasserdampfkondensatoren evakuiert werden. Aus der letzten Kammer d-es können auch noch mehr als vier Kammern hintereinandergeschaltet seinverläßt die Flüssigkeit den Kristallisierapparat mit einer gewünschten Endtemperatur. Durch die stufenweise Abkühlung in den hintereinandergeschalteten Kammern a, b, c, d wird ein besonders gleichmäßiges Krista. llkorn gewonnen. Auch ist der Dampfverbrauch der die Abkühlung bewirkenden Strahlapparate gering, weil diese ein wesentlich kleineres Temperaturgefälle zu überwinden haben als bei den bekannten Kristallisatoren. Werden die hintereinandergeschalteten Kammern da. durch geschaffen, daß ein zylindrischer Raum durch Trennwände unterteilt wird, so könpen die Trennwände mit geringen Wandstärken ausgeführt sein, da der Druckunterschied zwischen den einzelnen Stufen gering ist. Vorteilhaft werden die Kammern gegeneinander isoliert, was z. B. dadurch erreicht werden kann, daß die Unterteilungen 2, 3, doppelwandig ausgebildet werden, wobei der Raum zwischen den Wänden entweder mit Wärmeisolierstoffen gefüllt oder auch unter einem guten Vakuum stehen kann. Durch die Wärmeisolierung der Kammern gegenein. ander werden Kristallansätze an den Trennwänden verhindert.
  • Beispiel Eine bei etwa 90°C gesättigte Chloraliumlösung wurde in einer Stufe in einem Krista. llisator abgekühlt, der mit Flüssigkeitskreislauf ausgestattet war.
  • In diesem Kreislauf wurde unten aus dem. Kristallisiergefäß Lauge entnommen und durch Luft, die in den aufsteigenden Teil der kreislaufleitung eingeführt : wurde, a, uf den Flüssigkeitsspiegel im Kristallisiergefäß gefördert. Der Laugendurchsatz betrug 15 cbm/h. Dabei kristallisierte Chlorkalium, teilweise auch Chlornatrium aus mit folgen. der Siebanalyse : über 1 mm ...................................... 7% von 0, 75 bis 1 mm ...................................... 5% von n 0, 2 bis 0, 75 mm ...................................... 73% unter 0, 2 mm...................................... 15% Erfindungsgemäß wurde in zwei Stufen bei insgesamt gleicher Abkühlungsspanne gearbeitet und in den Stufen der erfindungsgemäße Temperaturabfall aufrechterhalten. Dabei wurde aus der gleichen Lösung bei gleichem Laugendurchsatz ein Kristallkorn mit folgenden Korngrößen erhalten : iiber 1 mm...................................... 10% von 0, 75 bis l mm ...................................... 20% von 0, 2 bis 0, 75 mm......................................60% unter 0, 2 mm....................... 10"/o Die mittlere Korngröße, d. ie bei einstufigem Betrieb bei 0, 45 mm liegt, wird also durch den erfindungsgemäßen zweistufigen Betrieb auf den überraschenden Wert von fast 0, 7 mm gebracht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCHE 1. Verfahren zum Auskristallisieren von Salzen und ähnlichen festen Stoffen aus Lösungen in mehreren Stufen, in denen eine Lösung im Kreislauf aus einem über einer Kristallisationszone mit konischem Boden liegenden Verdamper abwärts und, darauf aufwärts bis nahe über den Flüssigkeitsspiegel im Verdampfer geführt und d nahe der tiefsten Stelle des Kreislaufes Luft als Fördermittel eingeleitet wird, wobei die beiden Zonen in einem Behälter angeordnet sind, und die Lösung nacheinander durch alle Stufen geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Stufen derart in Hintereinanderschaltung betrieben werden, daß zwischen, den einzelnen Stufen ein Temperaturabfall der Lösung von 4 bis 7° C auftritt und daß das Verhältnis der frisch in die kreisende Lösung jeder Stufe eingeführten Flüssigkeitsmenge zur kreisenden Flüssigkeitsmenge so bemessen wird, daß das Gemisch mit einer Temperatur in den Behandlungsraum gelangt, die nur etwa 1 bis 2° C über der Temperatur der Lösung im Behandlungsraum liegt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch h 1 mit trichterförmiggen Einbauten, an diese anschließende Rohre und Kreislaufleitungen mit einem Lufteinlaß im aufsteigenden Teil, dadurch gekennzeichnet, daß der Kristallisierapparat durch Trennwände (2, 3) in. mehrere Kammern (a, b, c, d) unterteilt ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschriften Nr. 618 727, 630 506 ; USA.-Patentschrift Nr. 2 567 968.
DEM28581A 1955-10-24 1955-10-24 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Kristallen aus Loesungen durch Vakuumkuehlung Pending DE1052359B (de)

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