DE1301780B - Verfahren zur Reinigung von Zuckersaeften mit Kalk und Kohlensaeure - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von Zuckersaeften mit Kalk und KohlensaeureInfo
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Description
- Im Patent 1201779 wird ein Verfahren zur Reinigung von Zuckersäften mit Kalk und Kohlensäure beschrieben, bei dem die Kolloide des Rohsaftes durch eine einmalige Scheidesaturation im tiefen pH-Bereich zwischen 8,5 und 9,5 gefällt werden und der Saft anschließend einer Scheidung und I. Saturation unterworfen wird. Die Zugabe des Kalkungsmittels zur Scheidesaturation im tiefen pH-Bereich kann dabei z. B. in der bisher üblichen Form durch Kalkmilch oder auch durch Rückführung von Scheidesaft (z. B. bei Trockenscheidung) in die Scheidesaturationsstufe erfolgen.
- Es hat sich nun herausgestellt, daß bei diesem Verfahren ähnlich wie bei anderen bekannten Verfahren mit einer stufenlosen Vorscheidung oder Vorscheidesaturation, bei welchem der Saft mit einem pH-Wert von 11 abgezogen und der Hauptscheidung zugeführt wird, durch die Zugabe der Kalkmilch bzw. des Scheidesaftes eine schädliche örtliche überalkalisierung auftreten kann. Diese schädliche örtliche überalkalisierung des Saftes zu vermeiden, d. h. die Alkalisierung der Rohsaftkolloide in der Scheidesaturation im tiefen pH-Bereich unter milden Bedingungen durchzuführen und ein mehrfaches Durchlaufen des Saftes durch vorbestimmte pH Bereiche bis zur Weiterführung des Saftes bei etwa pH 11 zu erzielen, ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung zur Weiterbildung des Verfahrens nach dem Hauptpatent.
- Zur Lösung vorstehender Aufgabe ist in Weiterbildung des einleitend genannten Verfahrens vorgesehen, daß das Kalkungsmittel zur Scheidesaturation im tiefen pH-Bereich in an sich bekannter Weise dem Saft mit dem bereits ausgeflockten und von Calciumcarbonat fest umhüllten Kolloiden hinter der Fällungsstufe zugegeben wird und daß je nach Menge und Beschaffenheit der im Rohsaft auszufällenden Stoffe 400 bis 1000 % Anteile dieses Saftes, dessen pH-Wert den Bereich von 11 nicht wesentlich überschreitet, zurückgenommen werden.
- Zwar ist es, wie oben ausgeführt, bekannt, das Kalkungsmittel dem stabilisierten Saft zuzugeben und rückzuführen. jedoch handelt es sich bei dem bekannten Verfahren um die Zugabe des Kalkungsmittels zu einem Saft, der bereits den pH-Wert von 11 erreicht hat, so daß der rückgeführte Saft in seinem pH-Wert wesentlich über 11 liegt und bei seiner Rückführung im Gegenstrom zu dem zu behandelnden Saft zu örtlichen Alkalisierungen über pH 11 führen muß. Dabei kann nach dem bekannten Verfahren durch die einstufige Behandlung des Saftes ohne ausgeprägte pH-Bereiche auch nicht die erfindungsgemäß vorgesehene Rückführung von 400 bis 1000 % erreicht werden, die erhebliche Vorteile durch den häufigen Wechsel zwischen den p11-Werten im tiefen pH-Bereich der Scheidesaturation und der nachfolgenden Zwischenkalkung bis zum pH 11 infolge der wiederholten Umladungserscheinungen mit sich bringt. Dabei kann zweckmäßigerweise das Kalkungsmittel, z. B. der Kalkmilch, hinter der Scheidesaturation im tiefen pH-Bereich in ein Reaktions-bzw. Mischgefäß hinzugefügt werden, welches mit einer Rückführungsleitung mit der Scheidesaturationsstufe im tiefen pH-Bereich verbunden ist und in dem der Saft zur Mischung und Reaktion eine entsprechende Zeitspanne verweilt.
- Durch Variierung der rückgeführten Saftmenge kann die Differenz zwischen der Alkalität des zur Kalkung benutzten schlammhaltigen Saftes und der Alkalität des Saftes der Scheidesaturation im tiefen pH-Bereich jeweils so niedrig eingestellt werden, wie es für die Saftbeschaffenheit erforderlich ist, wobei der zur Kalkung benutzte schlammhaltige Saft einen pH-Wert von etwa 11 nicht wesentlich überschreiten soll.
- Die Weiterbehandlung des Saftes erfolgt - wie im Hauptpatent beschrieben - durch eine anschließende Scheidung und I. Saturation oder, wie an sich bekannt, durch anschließende Scheidesaturation.
Claims (1)
- Patentanspruch: Verfahren zur Reinigung von rohen Zuckersäften durch Zugabe von Kalk und Kohlensäure unter Anwendung der Verfahrensstufen Hauptscheidung und I. Saturation sowie vorgeordnete Scheidesaturation im tiefen pH-Bereich zwischen 8,5 und 9,5 nach Patent 1201779, d a d u r c h gekennzeichnet, daß das Kalkungsmittel zur Scheidesaturation im tiefen pH-Bereich in an sich bekannter Weise dem Saft mit den bereits ausgeflockten und von Caldiumcarbonat fest umhüllten Kolloiden hinter der Fällungsstufe zugegeben wird und daß je nach Menge und Beschaffenheit der im Rohsaft auszufällenden Stoffe 400 bis 1000 % Anteile dieses Saftes, dessen pH-Wert den Bereich von 11 nicht wesentlich überschreitet, zurückgenommen werden.
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