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DE1048374B - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

Info

Publication number
DE1048374B
DE1048374B DE1957F0022873 DEF0022873A DE1048374B DE 1048374 B DE1048374 B DE 1048374B DE 1957F0022873 DE1957F0022873 DE 1957F0022873 DE F0022873 A DEF0022873 A DE F0022873A DE 1048374 B DE1048374 B DE 1048374B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
parts
dye
diamino
yellow
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1957F0022873
Other languages
English (en)
Inventor
Frankfurt/M -Unterliederbach Dr. Otto Fuchs Frankfurt'M.-Zeilsheim Dr. Friedrich Raizner Frankfurt/M. und Dr. Heinz Rentel Frankfurt/M.-Unterliederbach Dr. Wilhelm Eckert
Original Assignee
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft vormals Meister Lucius S. Brüning, Frankfurt/M
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft vormals Meister Lucius S. Brüning, Frankfurt/M filed Critical Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft vormals Meister Lucius S. Brüning, Frankfurt/M
Priority to DE1957F0022873 priority Critical patent/DE1048374B/de
Priority to CH5850858A priority patent/CH369845A/de
Publication of DE1048374B publication Critical patent/DE1048374B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B57/00Other synthetic dyes of known constitution
    • C09B57/12Perinones, i.e. naphthoylene-aryl-imidazoles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

DEUTSCHES
KL.22e 7/02
INTERNAT. KL. C 09 b
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT 1048 374
F 22873 IVb/22 e
ANMELDETAG: 2 0. APRIL 1957
BEKANNTMACHUNG
DER A N M K L D U N G
UND AUSGABE DER
AUSLECESCHRIFT: 8. J A NU A R 1 959
In der französischen Patentschrift 1111 620 ist ein Verfahren zum Färben von synthetischen Fasern, unter anderem auch solchen aus Polyestern, mit Kondensationsprodukten aus 1,8-Naphthalindicarbonsäure bzw. deren Anhydrid und unsubstituierten oder substituierten aromatischen o-Diaminen beschrieben. Die in den Beispielen dieser Patentschrift angeführten Farbstoffe enthalten als Substituenten in dem Benzolkern des o-Diamins eine Chlor-, Methyl- oder Methoxygruppe.
Die Nacharbeitung dieser Beispiele ergab, daß die beschriebenen Farbstoffe zwar eine gute Affinität zur Polyesterfaser besitzen und die erhaltenen Färbungen gute Naß- und Bügelechtheiten aufweisen, daß aber die Echtheit bei der Heißluftfixierung (Thermofixierechtheit) nur sehr gering ist. Dieser Mangel macht die Faibstoffe tür einen breiteren textlien Einsatz unbrauchbar, weil der größte Teil der Färbungen in der Praxis einer Heißluftfixierung unterworfen wird.
Es wurde nun gefunden, daß man zu hervorragend thermofixierechten Farbstoffen, die auch sonst sehr gute Allgemeinechtheiten aufweisen, gelangt, wenn man 1,8-Naphthalindicarbonsäuren bzw. deren Anhydride mit aromatischen o-Diaminen in der Weise kondensiert, daß der entstandene Farbstoff mindestens eine freie Hydroxyl- oder Carbonsäuregruppe enthält. Die Einführung der Hydroxyl- oder Carbonsäuregruppe in das Farbstoffmolekül kann in der Weise erfolgen, daß man 1,8-Naphthalindicarbonsäure mit einem aromatischen o-Diamin kondensiert, das im Benzolkern eine Hydroxyl- oder Carbonsäuregruppe oder in einer Seitenkette eine Hydroxylgruppe enthält. Ferner kann man auch 1,8-Naphthalindicarbonsäure, die im Naphthalinkern durch eine Hydroxyl- oder Carbonsäuregruppe substituiert ist, mit einem substituierten oder unsubstituierten aromatischen o-Diamin kondensieren. Wesentlich ist, daß in dem Farbstoffmolekül mindestens eine freie Hydroxyl- oder Carbonsäuregruppe vorhanden ist.
Die erhaltenen Farbstoffe haben die folgende allgemeine Formel
Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning,
Frankfurt/M., Brüningstr. 45
Dr. Wilhelm Eckert, Frankfurt/M.-Unterliederbach,
Dr. Otto Fuchs, Frankfurt/M.-Zeilsheim, Dr. Friedrich Raizner, Frankfurt/M.,
und Dr. Heinz Rentel, Frankfurt/M.-Unterliederbach, sind als Erfinder genannt worden
worin der Benzolkern durch ein Halogenatom, eine Alkyl-, Alkoxy-, Hydroxyl- oder Carbonsäuregruppe oder ι durch die Gruppe O — CH2 — CH2 — OH und der
Naphthalinkern durch eine Hydroxyl- oder Carbonsäuregruppe substituiert sein kann und worin mindestens einer der beiden Kerne mindestens eine freie Hydroxyl-1 oder Carbonsäuregruppe enthält.
Die Herstellung der Farbstoffe kann in siedenden
organischen Lösungsmitteln, wie Pyridin, Eisessig, Chlorbenzol oder o-Dichlorbenzol, oder auch in Wasser unter Druck erfolgen.
Die neuen Farbstoffe färben Fasern und Folien ausi aromatischen Polyestern, insbesondere Polyäthylente-
rephthalaten, aus wässeriger Flotte bei Zusatz eines Überträgers (Carriers), wie o-Phenylphenol oder anderen bei Temperaturen nahe dem Kochpunkt, vorteilhaften ohne Zusatz eines Überträgers bei Temperaturen üben 1000C unter Druck in grünstichiggelben bis goldorangeni
Farbtonen, die sich durch sehr gute Echtheitseigen-i schäften, insbesondere durch eine hervorragende Thermo-i ftxierechtheit, auszeichnen. Auch zum Bedrucken vom Polyestergeweben sind die erhaltenen Farbstoffe gutl geeignet.
Beispiel 1
N N
O- C C
Ein Gemisch aus 19,8 Gewichtsteilen 1,8-Naphthalin dicarbonsäureanhydrid, 16,5 Gewichtsteilen 3,4-Diamino benzol-1-carbonsäure und 150 Gewichtsteilen Eisessig, wird 3 Stunden zum Sieden erhitzt. Der beim Abkühlen1 auskristallisierende Farbstoff wird abgesaugt, mit Metha nol gewaschen und getrocknet. Er färbt Polyesterfasern1 aus wässeriger Dispersion in grünstichiggelben Tönen von1 hervorragender Thermofixierechtheit.
509 728760 I

Claims (1)

  1. Beispiel 2
    19,8 Gewichtsteile 1,8-Naphthalindicarbonsäureanhydrid werden mit 19 Gewichtsteilen 3,4-Diaminophenyljö-oxäthyläther in 300 Gewichtsteilen Chlorbenzol mehrere Stunden zum Sieden erhitzt. Der aus der Lösung sich ausscheidende Farbstoff ist sowohl zum Färben als auch zum Bedrucken von Polyestergeweben in leuchtend grünstichiggelben Tönen geeignet. Er zeichnet sich gegenüber dem aus 1,8-Naphthalindicarbonsäureanhydrid und 3,4-Diamino-l-äthoxybenzol erhältlichen Farbstoff durch seine völlig einwandfreie Thermofixier- und Bügelechtheit
    Beispiel 3
    21,4 Gewichtsteile S-Oxy-l.S-naphthalindicarbonsäureanhydrid werden mit 16 Gewichtsteilen 3,4-Diaminobenzol-1 -carbonsäure in 200 Gewichtsteilen Eisessig 2 Stunden zum Sieden erhitzt. Beim Erkalten scheiden sich schön ausgebildete, gelbe Blättchen ab, die sich aus einem Gemisch von Dimethylformamid und Wasser Umkristallisieren lassen. Polyesterfasern werden aus wässeriger Dispersion in grünstichiggelben Farbtönen von sehr guten Echtheiten gefärbt.
    Beispiel 4
    Verwendet man an Stelle der im Beispiel 3 angegebenen 3,4-Diaminobenzol-l-carbonsäure 16 Gewichtsteile 3,4-Diamino-1-chlorbenzol, so erhält man einen Farbstoff, der Polyesterfasern in grünstichiggelben Farbtönen von hervorragender Thermofixierechtheit färbt.
    Die Umsetzung von S-Oxy-l.S-naphthalindicarbonsäure unter den gleichen Bedingungen, wie im Beispiel 3 angegeben, mit 3,4-Diamino-l-brombenzol liefert ebenfalls einen grünstichiggelben Farbstoff mit hervorragenden Echtheitseigenschaften.
    Beispiel 5
    21,4 Gewichtsteile S-Oxy-l.S-naphthalindicarbonsäureanhydrid und 17 Gewichtsteile 3,4-Diaminophenyl-/9-oxäthyläther werden in 200 Gewichtsteilen Eisessig 2 Stunden zum Sieden erhitzt. Der nach der Aufarbeitung erhaltene kristalline grünstichiggelbe Farbstoff ist auf Grund seiner ausgezeichneten Echtheitseigenschaften hervorragend zum Färben und Drucken von Polyestergeweben geeignet.
    Beispiel 6
    Ersetzt man im Beispiel 5 den 3,4-Diaminophenyl-/J-oxäthyläther durch 3,4-Diamino-l-athoxybenzol, so erhält man ebenfalls einen grünstichiggelben Farbstoff, der die gleichen hervorragenden Echtheiten zeigt.
    Beispiel 7
    10 Gewichtsteile Naphthalin-l^.S-tricarbonsäureanhydrid werden mit 5 Gewichtsteilen o-Phenylendiamin in 50 Gewichtsteilen Pyridin einige Stunden zum Sieden erhitzt. Nach dem Erkalten wird der entstandene Farbstoff mit verdünnter Salzsäure aus der braunen Lösung ausgefällt. Zur Reinigung kann man den Farbstoff in verdünnter Natronlauge lösen und dann mit einer Mineralsäure nach Klären der Lösung wieder ausfällen. Polyesterfasern werden aus wässeriger Dispersion in grünstichiggelben Farbtönen von hervorragenden Echtheiten gefärbt.
    Beispiel 8
    r
    30 Gewichtsteile Naphthalin-lAS-tricarbonsäure werden mit 23 Gewichtsteilen 3,4-Diaminophenyl-^-oxäthyläther in 300 Gewichtsteilen Wasser in einem Autoklav 5 Stunden auf 150 bis 1600C erhitzt. Der nach dem Abkühlen leicht zu isolierende Farbstoff ergibt auf Polyäthylenglykolterephthalatfasern gelbe Färbungen von ausgezeichneter Thermofixierechtheit.
    Verwendet man an Stelle von 3,4-Diaminophenyl-/?-oxäthyläther 21 Gewichtsteile 3,4-Diamino-l-äthoxybenzol, so erhält man eine schöne goldgelbe Färbung von gleicher Echtheit. Die Verwendung von 3,4-Diamino-1-methoxybenzol führt ebenfalls zu goldgelbfärbenden Farbstoffen.
    P Λ T E N T A N S P RU C II .
    Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen, die zum Färben von Fasern oder Folien aus aromatischen Polyestern, insbesondere Polyäthylenterephthalaten, geeignet sind, durch Kondensation von 1,8-Naphthalindicarbonsäuren bzw. deren Anhydriden mit aromatischen o-Diaminen, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswahl der Umsetzungsteilnehmer in der Weise getroffen wird, daß der entstandene Farbstoff mindestens eine freie Hydroxyl- oder Carbonsäuregruppe enthält.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Französische Patentschrift Nr. 1 111 620.
    Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist eine Färbetafel ausgelegt worden.
    © 809 728/260 12.58
DE1957F0022873 1957-04-20 1957-04-20 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen Pending DE1048374B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1957F0022873 DE1048374B (de) 1957-04-20 1957-04-20 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen
CH5850858A CH369845A (de) 1957-04-20 1958-04-18 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

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DE1957F0022873 DE1048374B (de) 1957-04-20 1957-04-20 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1048374B true DE1048374B (de) 1959-01-08

Family

ID=7090625

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1957F0022873 Pending DE1048374B (de) 1957-04-20 1957-04-20 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

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CH (1) CH369845A (de)
DE (1) DE1048374B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3953452A (en) * 1969-03-01 1976-04-27 Bayer Aktiengesellschaft Perinone dyestuffs

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3953452A (en) * 1969-03-01 1976-04-27 Bayer Aktiengesellschaft Perinone dyestuffs

Also Published As

Publication number Publication date
CH369845A (de) 1963-06-15

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