DE1041549B - Nicht reziproke elektrische Kopplungsvorrichtung mit zwei senkrecht zueinander gekreuzten Wicklungen - Google Patents
Nicht reziproke elektrische Kopplungsvorrichtung mit zwei senkrecht zueinander gekreuzten WicklungenInfo
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- H03H—IMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
- H03H7/00—Multiple-port networks comprising only passive electrical elements as network components
- H03H7/002—Gyrators
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine nicht reziproke elektrische Kopplungsvorrichtung, bei der -die Energieübertragung
in einer Richtung gleich Null ist.
Solche Vorrichtungen finden z. B. Anwendung als Mikrowellenisolator, z. B. in einer Verbindung zwischen
einem Generator und einer Belastung zwecks Beseitigung der Rückwirkung der Belastung auf den Generator. Es
sind bereits mehrere Vorrichtungen dieser Art bekannt, bei denen ein Körper aus vorpolarisiertem hochfrequenzmagnetischem
Material, z. B. aus Ferrit, in einem Hohlleiter angeordnet ist in der Weise, daß Wellen im Hohlleiter
in einer Richtung nahezu unbehindert durchgelassen und in der entgegengesetzten Richtung beträchtlich
gedämpft werden. Solche Vorrichtungen sind aber für niedrigere Frequenzen, z. B. von der Größenordnung von
500 MHz, nicht verwendbar, da die Abmessungen des Hohlleiters dann unpraktisch groß werden würden.
Es sind auch Einrichtungen zur veränderbaren Kopplung
zweier Lecherleitungen bekanntgeworden, bei der zwischen den ineinandergreifenden entkoppelten Lecherleitungsstücken
ein einen gyromagnetischen Effekt aufweisender Ferritkörper liegt. Abgesehen von der nicht
immer verwendbaren offenen Lecherleitung würden auch in einem solchen Falle die Abmessungen des Wellenleitersystems
bei niedrigen Frequenzen -relativ groß werden.
Ferner ist bereits eine nicht reziproke elektrische Kopplungsvorrichtung bekannt, welche zwei sich
kreuzende Spulen besitzt, deren Wickelflächen senkrecht zueinander angeordnet sind und einen gemeinsamen
Kern aus hochfrequenzmagnetischem Material umfassen, der in einer zur Schnittlinie der Wickelflächen parallelen
Richtung vorpolarisiert ist: Eine solche Kopplungsvorrichtung wird in gewissen Fällen mit dem Namen
»Gyrator« bezeichnet. Es wurde bereits vorgeschlagen,
eine äußere Widerstandskopplung zwischen dem Eingang ■und dem Ausgang der Kopplungsvorrichtung anzubringen
zwecks Erhöhung der Übertragung in einer Richtung. Diese Vorrichtung ist weniger geeignet für
Wellen mit einer Wellenlänge von der Größenordnung von 50 cm, da die Widerstandskopplung zusätzliche
Verluste einleitet und außerdem schwer einstellbar ist. Die Erfindung begegnet diesem Nachteil. Bei einer
nicht reziproken elektrischen Kopplungsvorrichtung mit zwei senkrecht zueinander gekreuzten Wicklungen,
welche einen gemeinsamen Kern aus Hochfrequenzmaterial umfassen, der in einer zur Schnittlinie der
Wickelflächen parallelen Richtung voipolarisiert ist
und wobei eine äußere elektrische Kopplung zwischen den Wicklungen vorhanden ist, hat erfindungsgemäß das
vorpolarisierer.de Feld eine solche Stärke, daß bei einer bestimmten Frequenz, bei der in einer Richtung keine
Energieübertragung erfolgen darf, das hochfrequenziTiagnetische
Material in magnetischer Resonanz ist, und Nicht reziproke elektrische
Kopplungsvorrichtung mit zwei senkrecht zueinander gekreuzten Wicklungen
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dr. rer. nat. P. Roßbach, Patentanwalt,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 9. November 1956
Niederlande vom 9. November 1956
Gerrit De Vries, Eindhoven (Niederlande),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
zwischen den beiden Wicklungen erfolgt die äußere Kopplung über einen reinen Blindwiderstand und hat
einen solchen Wert, daß bei der erwähnten Frequenzder resultierende Kopplungsfaktor in einer Richtung
(Sperrichtung) gleich Null ist.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.
In Fig. 1 sind zwei sich senkrecht zueinander kreuzende Wicklungen 1 und 2 dargestellt, welche gegebenenfalls
jeweils aus einer einzigen Windung bestehen können und
einen gemeinsamen Kern 3 aus hochfrequenzmagnetischem Material, z. B. Ferrit, umfassen. Der Kern 3 ist durch
nicht näher dargestellte Mittel, z. B. durch einen Elektromagnet, in zur Schnittlinie der Wickelflächen paralleler
Richtung vorpolarisiert, wie es durch den Pfeil H angedeutet ist. Die Wicklungen sind an einem Ende miteinander
verbunden und über eine gemeinsame Impedanz Z mit den Klemmen K2 und Ji4 der Kopplungsvorrichtung
und am anderen Ende jeweilig mit den Klemmen K1 und K3 verbunden. Die Komponenten Bx
und B,j der magnetischen Induktion in zwei gegenseitig senkrechten Richtungen senkrecht zur Vorpolarisation H
können in den entsprechenden Komponenten Hx und Hy
der magnetischen Feldstärke des Magnetfeldes durch folgende Beziehungen ausgedrückt werden:
ID χ =
Xl χ
Hy
Darin stellen μχ und μ% Permeabilitäten dar, welche im
allgemeinen Komplexwerte sind. Die Spannungen F1
BW 659/287
3 4
und F2 an den Klemmen K1 und K2 bzw. K3 und Ki - Setzt man die Ausgangsimpedanz Zn gleich G + jD,
der Kopplungsvorrichtung können in den Strömen J1 so gilt
und J2 durch die Wicklungen 1 und 2 durch" folgende F2 = — (G + /D) J2,
Vierpolgleichungen ausgedrückt werden: so daß
F1=- (Z+JCoL1)L1 + (Z-JCoM^I2
F2 = (Z+Jw Ma) L1 + (Z+]Oi L2) I2. Die vom Generator GiV abgegebene Energie ist gleich
Darin stellen L1 und L2 die Induktivitäten der Wick- R|A|2»
lungen 1 und 2 dar, welche der Permeabilität μχ pro- io
portional sind, und Ma ist ein der Permeabilität μ2 und die von der Impedanz Zu aufgenommene Energie ist
proportionaler magnetischer Kopplungsfaktor. Wenn gleich
Z — j ω Ma = 0, kann von den Ausgangsklemmen Ks, K± G | J212,
auf die Eingangsklemmen K11K2 keine Energieübertragung
erfolgen, da in diesem Falle die Spannung F1 un- 15 so daß die Übertragungsleistung gleich
abhängig vom Ausgangsström J2 ist.
abhängig vom Ausgangsström J2 ist.
Nach einem Merkmal der Erfindung hat das vor- G|J2|2 G 4 Y2
polarisierende Feld H einen solchen Wert, daß das . , == ~ ( . a . v _. 2
Magnetmaterial des Kernes 3 bei der Kreisfrequenz ω ^ I ^21 K (^taJ +(A + r+ΰ)
in magnetischer Resonanz ist. Die Permeabilität μ2 ist 20 ist.
dann reell und hat einen Höchstwert. Der Kopplungs- Wenn die Belastungsimpedanz Zu = G + jD ein
faktor M ist dann gleichfalls reell, so daß die Kopplungs- additiver Komplex ist gegenüber der inneren Impedanz
impedanz Z ein reiner Blindwiderstand sein muß. Dies R+JX + jY der Kopplungsvorrichtung, d. h. G = R
bietet den Vorteil, daß die äußere Kopplung keine zu- und D = — (X + Y), so ist die Übertragungsleistung
sätzlichen Verluste einleitet und leicht einstellbar ist, 25 gleich
was insbesondere bei höheren Betriebsfrequenzen wichtig ' γζ
ist, da bei einer ohmschen oder komplexen äußeren ~m'
Kopplung eine Änderung der ohmschen Komponente
auch eine Änderung der Bündkomponente, herbeiführen
auch eine Änderung der Bündkomponente, herbeiführen
würde, und umgekehrt. Verbindet man die Eingangs- 30 Dann ist Y proportional zur Permeabilität μ2, und R
Memmen K1, K2 mit einem Generator GN und die ist proportional zur Permeabilität μχ, und bei ferro-Ausgangsklemmenif3,i?4mit
einerBelastungsimpedanzZa) magnetischer Resonanz des magnetischen Materials
so ist die Belastung des Generators durch die Kopplungs- werden die Absolutwerte von μχ und μ2 etwa einander
vorrichtung also gleich Z + j ω L1, und zwar unab- gleich, so daß auch Y etwa gleich R und somit die
hängig von der Größe der Belastungsimpedanz Zn. 35 Übertragungsleistung gleich 1 ist.
Der Kopplungsfaktor für die Energieübertragung in Theoretisch kann dies auch wie folgt erklärt werden:
der Durchlaßrichtung, d. h. von den Eingangsklemmen Wenn nur eine der Wicklungen von einem Hochfrequenz-Ji1,
Ji2 auf die Ausgangsklemmen K3, Kt, ist gleich wechselstrom durchlaufen wird, tritt eine starke Polari-
Z + jco Ma — 2 jω Ma. Dieser Kopplungsfaktor ist sation des Magnetmaterials auf, was mit großen magneverhältnismäßig
groß, da die Permeabilität μ2, welcher 40 tischen Verlusten einhergeht. Wenn aber Zn ein additiver
der Faktor Ma proportional ist, bei fenomagnetischer Komplex gegenüber der inneren Impedanz ist, so folgt
Resonanz maximal ist. Die Permeabilität μτ ist dann aus der obenerwähnten Beziehung zwischen J1 und J2
aber gleichfalls maximal, und zwar annähernd imaginär, und unter Berücksichtigung des Umstandes, daß bei
und im Absolutwert gleich der Permeabilität μ2, so daß Resonanz gilt Y=R, daß J1 = j J2. Dies bedeutet,
die Glieder j ω L1 und j co L2, die bei einer symmetrischen 45 daß die Wicklungen von Strömen durchflossen werden,
Ausbildung der Kopplungsvorrichtung einander gleich deren Absolutwerte gleich sind und deren Phasensind,
in folgender Form geschrieben werden können: unterschied 90° beträgt. Hierdurch wird ein magnetisches
Drehfeld erzeugt, das zur Präzessionsrichtung der
JmL = R+JX, Elektronenspinne im Magnetmaterial entgegengesetzt
50 gerichtet ist; mit anderen Worten, die beiden Ströme
wobei die ohmsche Komponente R groß ist gegenüber wirken einander entgegen hinsichtlich der Auswirkung
der reaktiven Komponente R. Setzt man die Kopplungs- auf die Präzession, so daß die magnetischen Verluste
impedanz Z = j ω Ma gleich jY, so können die Vierpol- gering sind. Die wirksame magnetische Kopplung
gleichungen bei symmetrischer Ausbildung in folgender zwischen den Wicklungen ist in der Durchlaßrichtung
Form geschrieben werden: 55 somit praktisch gleich Null, so daß nur die äußere
Kopplung über die Impedanz Z wirksam ist, die aber
F1 = (R + jX + jY) L1 keine Verluste einleitet wegen der Abwesenheit einer
F2 = 2jY L1 + (R +jX +jY) I2- Widerstandskomponente in der Impedanz.
Eine geeignete Ausführungsform der Kopplungs-
Die innere Impedanz sowohl der Eingangsseite als 60 vorrichtung nach der Erfindung ist in den Fig. 2 und 3
auch der Ausgangsseite der Kopplungsvorrichtung ent- dargestellt, von denen
hält also die große Verlustkomponente R. Bei einer be- Fig. 2 eine Draufsicht und
hält also die große Verlustkomponente R. Bei einer be- Fig. 2 eine Draufsicht und
stimmten Wahl der Ausgangsimpedanz Zn ist aber trotz Fig. 3 eine Vorderansicht ist.
dieses Umstandes die Ubertragungsleistung überraschen- Diese Ausführungsform besitzt zwei sich senkrecht
derweise sehr hoch und nähert sich theoretisch sogar 65 zueinander kreuzende Leiter 1 und 2, welche um den
100%. Es wurde experimentell festgestellt, daß bei einer Kern 3 aus Hochfrequenzmaterial herumgebogen und
Kopplungsvorrichtung nach der Erfindung die Dämpfung an einem Ende mit einer stromleitenden Grundplatte 4
in der Durchlaßrichtung von der Größenordnung von verbunden sind. Die Leiter 1 und 2 sind am anderen
nur 1 db sein kann, wobei also auch die dielektrischen Ende mit den Innenleitern der konzentrischen Leitungen 5
Verluste u. dgl. eine Rolle spielen. 70 und 6 verbunden, deren Außenleiter mit der Grund-
platte 4 gekoppelt sind (Fig. 2). Die Leiter 1 und 2 bilden je mit der Grundplatte 4 eine unsymmetrische
Lecherleitung. Der Kern 3 ist wieder durch nicht •dargestellte Mittel in axialer Richtung mit einem Feld H
vorpolarisiert, welche das Ferromagnetmaterial bei der Betriebsfrequenz in magnetische Resonanz bringt. Die
Punkte α und δ auf den Leitern 1 und 2 sind durch einen
Kopplungsleiter 7 miteinander verbunden, dessen Mitte 8 durch den Leiter 9 mit der Grundplatte 4 verbunden
ist (Fig. 3). Die Leiter 7 und 9 verhalten sich wie Induktivitäten bei den hohen Frequenzen, für welche die
Vorrichtung bestimmt ist. Durch Regelung der Länge des Leiters 9 kann die Größe der äußeren Kopplung
zwischen den Leitern 1 und 2 geändert und auf einen solchen Wert eingestellt werden, daß die Gesamtkopplung
.zwischen dem Leiter 5 und dem Leiter 6 in einer Richtung beseitigt ist.
Claims (2)
1. Nicht reziproke elektrische Kopplungsvorrichtung mit zwei senkrecht zueinander gekreuzten Wicklungen,
die einen gemeinsamen Kern aus hochfrequenzmagnetischem Material umfassen, welcher in
einer zur Schnittlinie der Wickelflächen parallelen Richtung vorpolarisiert ist, und wobei eine äußere
elektrische Kopplung zwischen den Wicklungen vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das vorpolarisierende
Feld eine solche Stärke hat, daß bei einer bestimmten Frequenz das Hochfrequenzmaterial
in magnetischer Resonanz ist, und daß die äußere Kopplung über einen reinen Blindwiderstand erfolgt
und einen solchen Wert hat, daß bei der erwähnten Frequenz der resultierende Kopplungsfaktor in einer
Richtung (Sperrichtung) gleich Null ist.
2. Kopplungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastung der Kopplungsvorrichtung,
in der Durchlaßrichtung gesehen, ein additiver Komplex zur scheinbaren inneren Impedanz der Kopplungsvorrichtung ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 938021.
Deutsche Patentschrift Nr. 938021.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 803 659/28T 10.5S
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| NL863879X | 1956-11-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1041549B true DE1041549B (de) | 1958-10-23 |
Family
ID=19849211
Family Applications (1)
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Country Status (5)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1041549B (de) |
| FR (1) | FR1185886A (de) |
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- NL NL94723D patent/NL94723C/xx active
-
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- 1957-11-05 DE DEN14277A patent/DE1041549B/de active Pending
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- 1957-11-06 US US694808A patent/US2944229A/en not_active Expired - Lifetime
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