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DE1040531B - Verfahren zur Herstellung von ª‰-Merkaptoaethylharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ª‰-Merkaptoaethylharnstoffen

Info

Publication number
DE1040531B
DE1040531B DEF20231A DEF0020231A DE1040531B DE 1040531 B DE1040531 B DE 1040531B DE F20231 A DEF20231 A DE F20231A DE F0020231 A DEF0020231 A DE F0020231A DE 1040531 B DE1040531 B DE 1040531B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
weight
aliphatic
water
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF20231A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Werner Schultheis
Dr Elisabeth Lingner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF20231A priority Critical patent/DE1040531B/de
Publication of DE1040531B publication Critical patent/DE1040531B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C319/00Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides
    • C07C319/02Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides of thiols

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von ß-Merkaptoäthylharnstoffen Es wurde gefunden, daß man neue Merkaptane erhält, wenn man Thiazolidin-on-(2) mit Verbindungen der allgemeinen Formel H.,N-R behandelt, worin R' Wasserstoff, einen aliphatischen oder araliphatischen Kohlenwasserstoffrest, die Aminogruppe oder die Gruppe N H - R' bedeutet, in der R' einen aliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest darstellt.
  • Überraschenderweise wird der Ring des Thiazolidin-on-(2) bei der Behandlung mit Aminen zwischen der Carbonylgruppe und dem Schwefelatom unter Bildung von ß-Merkaptoäthvlharnstoffderivaten im Sinne nachstehenden Reaktionsschemas gespalten. Der Fachmann konnte nach den bisherigen Erfahrungen mit derartigen Ringspaltungsreaktionen damit rechnen. daß die Carbonylgruppe eliminiert und entsprechende -Nebenreaktionen eintreten würden.
  • Das als Ausgangsstoff verwendete Thiazolidinon-(2) kann beispielsweise durch Behandeln von Cysteamin mit Phosgen in Gegenwart von säurebindenden Mitteln gewonnen werden.
  • Als Verbindungen der allgemeinen Formel H, N-R kommen beispielsweise in Betracht: Ammoniak, primäre Amine, wie Methylamin, Äthvlamin, Propylamin, Allylamin, Butylamin, Benzylamin, Cyclohexylamin. Jedoch können auch entsprechende Amine. die weitere Substituenten und funktionelle Gruppen tragen. wie Cvsteamin, ver-,vendet werden. Weiterhin kommen Hydrazin und substituierte Hydrazinn, wie Methyl-, Äthyl-. Propyl-, Benzyl- und Phenylhydrazin, in Betracht.
  • Man kann die beiden Reaktionskomponenten in Gegenwart von Lösungsmitteln aufeinander einwirken lassen, wobei man als solche vorzugsweise @@'asser oder niedrigmolekulare aliphatische Alkohole verwendet.
  • Vorteilhaft führt man die Umsetzung durch Zusammenschmelzen der beiden Komponenten in äquivalenter Menge durch. Man arbeitet zweckmäßig je nach den eingesetzten Komponenten zwischen 100 und 150° C. Dabei ist darauf zu achten. daß die Temperatur nicht so hoch gewählt wird, da in diesem Fall leicht unter rtop_nelter Aufspaltung de, Ringes der Harnstoff d---r eingv@etzteii ami#nogruppenhaltigen Komponente unter gleichzeitiger Bildung von Cysteamin entsteht.
  • Die Verfahrenserzeugnisse stellen wertvolle Zwischenprodukte für pharmazeutische Präparate dar und können selbst beispielsweise als keratinerweichende Mittel Verwendung finden.
  • Beispiel 1 N- (,8-Merkaptoäthyl) -N'-benzyl-harnstoff 1,03 Gewichtsteile Thiazolidin-on-(2) werden mit 1,07 Gewichtsteilen Benzylamin geschmolzen und langsam im Bad erhitzt. Bei 120° C tritt Reaktion ein, die sich durch Steigen der Innentemperatur gegenüber der Badtemperatur bemerkbar macht. Nach 5 Minuten läßt man abkühlen, wobei die Schmelze erstarrt. Man zerreibt das Reaktionsprodukt mit Wasser, saugt ab und kristallisiert aus Methanol um. Neben geringen Mengen des symmetrischen Harnstoff: des Benzylaminserhält man den N-(ß-1lerkaptoäthvl)-N'-ltectzylharnstoff vom Schmelzpunkt 88 bis 89° C. Das Produkt zeigt starke '-5,Ierkaptanreaktion. -Mit Tod wird es zum entsprechenden Disulfid oxydiert.
  • Beispiel 2 N.N'-Bis-(.(3-merkaptoäthyl)-harnstoff 1,03 Gewichtsteile Thiazolidin-on-(2) und 0,77 Gewichtsteile Cysteamin werden langsam im Bad auf 125° C erhitzt. Man hält das Reaktionsgemisch 20Minuten bei dieser Temperatur und kühlt die Schmelze ab, die zu einer weißen Masse erstarrt. Eine Titration des Rohproduktes mit Jod zeigt, daß 8001o des Ringes sich im gewünschten Sinne geöffnet haben. Die Schmelze wird aus Denzol zweimal unikristallisiert. Man erhält feine weiße ladebi @-om Schmelzpuiiht 113- C. Das so erhaltene Produkt stellt, wie die Ana- Iysenwerte ergehen. N.N'-Bis-(ß-inerkaptoiithyl)-harnstoff dar und ist in Chloroform leicht, in Alkohol. Eisessig. Toluol. Cyclohexan, Dioxan, Butylacetat löslich. utilöslicli in Äther und Petroläther.
  • Beispiel 3 4-(ß-llerkaptoäthvl)-1-phenyl-semicarl)azid 1.03 Gewichtsteile '1'hiazolidin-on-(2) und 1,08 Gewichtsteile Phenvlhvdrazin werden etwa 15 Minuten auf 150° C erhitzt. Nach dem Abkühlen erstarrt die Schineize. Durch Unikristallisieren aus einer Mischung von Cvclohexan und Butanol im Verhältnis 3:1 erhält man nadelförmige Kristalle vom Schmelzpunkt 152° C. Man erhält 1,9 Gewichtsteile (90% der Theorie) 4-(ß-llerkaptoäthyl)-1-phenyl-semicarbazid. Das Produkt zeigt starke Merkaptanreaktion und bildet mit Schwermetallsalzen weiße bis schwach gelbgefärbte Komplexsalze. Die Verbindung ist in Alkohol und Eisessig leicht, in Wasser, Chloroform, Benzol und Toluol löslich und in Cyclohexan schwer löslich.
  • Beispiel 4 4-(ß-llerkaptoäthyl)-semicarbazid 1,03 Gewichtsteile niazolidin-on-(2) und 0.67 Gew ichtsteile 81%iges Hydrazinhydrat werden bei 105° C etwa 20 Minuten geschmolzen. Bei dieser Temperatur tritt Reaktion ein. Anschließend destilliert man unter vermindertem Druck Wasser und nicht umgesetztes Hvdrazin ab. Beim Abkühlen erstarrt die Schmelze. Sie zeigt starken Merkaptangehalt. Die Ausbeute an 4-(ß-Merkaptoäthyl)-semicarbazid beträgt 92% der Theorie. Durch Umkristallisation aus Chloroform und Cyclohexan im Verhältnis 1:1 erhält man farblose Blättchen vom Schmelzpunkt 74° C. Bei der Behandlung mit Jod tritt Oxydation zum Disulfid ein, wobei die verbrauchte Jodmenge stimmt. Das Produkt ist in Alkohol und Wasser und Eisessig leicht, in Benzol und Chloroform löslich und in Benzin schwer löslich. Beispiel N -ß-llerkaptoätliylharnstoff 5 Gewichtsteile Tliiazolidin-on-(2) «-erden mit 15 Volurnteilen 2511/eigen Amrrioniaks 2 Stunden in einer Druckflasche auf dem Wasserbad erwä reit. Da> überschüssige Ammoniak und das Wasser «-erden unter vermindertem Druck bis zur Trockne abdestilliert. Der Rückstand erstarrt zu einer wachsartigen Masse. Hieraus erhält man den N-ß-Merkaptoäthy#1-harnstoff in Form von weißen. nadelförmigen Kristallen mit dem Schmelzpunkt 109' C. Die Verbindung ist leicht löslich in Alkohol und Wasser. schwer löslich in Cvclohexan und Benzol.
  • Das erhaltene Produkt ist sehr oxydationsempfindlich. Durch Einwirkung von Jod wird das entsprechende Disulfid erhalten. Die verbrauchte Menge Jod entspricht der theoretisch berechneten Menge.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von ß-Merkaptoäthylharnstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man 2-Thiazolidin-on mit Verbindungen der allgemeinen Formel H2N-R bei erhöhter Temperatur behandelt, worin R' Wasserstoff, einen aliphatischen oder araliphatischen Kohlenwasserstoffrest, die Aminogruppe oder die Gruppe NH-R' bedeutet. in der R' einen aliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest darstellt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften \Tr. 860 797, 890 340: Liebigs Annalen der Chemie. 176, S. 184; Helv. Chim. Acta. 36 (1953). S. 416 bis 417.
DEF20231A 1956-05-07 1956-05-07 Verfahren zur Herstellung von ª‰-Merkaptoaethylharnstoffen Pending DE1040531B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5352705A (en) * 1992-06-26 1994-10-04 Merck & Co., Inc. Inhibitors of farnesyl protein transferase

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE860797C (de) * 1950-10-11 1952-12-22 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung substituierter Harnstoffe
DE890340C (de) * 1951-12-21 1953-09-17 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Alkanolharnstoffen

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