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CH426837A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Amins - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Amins

Info

Publication number
CH426837A
CH426837A CH1609266A CH1609266A CH426837A CH 426837 A CH426837 A CH 426837A CH 1609266 A CH1609266 A CH 1609266A CH 1609266 A CH1609266 A CH 1609266A CH 426837 A CH426837 A CH 426837A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
acid
hydroxyl group
salts
compound
formula
Prior art date
Application number
CH1609266A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Dr Schmidt
Max Dr Wilhelm
Kurt Dr Eichenberger
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Priority to CH1609266A priority Critical patent/CH426837A/de
Publication of CH426837A publication Critical patent/CH426837A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D295/00Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
    • C07D295/04Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms
    • C07D295/08Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly bound oxygen or sulfur atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung eines neuen Amins
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung des neuen   9-{y-[N'-(ss-Hydroxy-äthyl)-    piperazinol -propyl}-9, 1   Oihydro-9, 1 0-äthano-    (1,2)  anthrazens    der Formel
EMI1.1     

Die neue Verbindung besitzt wertvolle pharmakologische Eigenschaften, die z. B. tierexperimentell an der Maus, der Katze, der Baumwollratte, dem Weisspinseläffchen und dem Fisch Betta splendens in Erscheiung treten. So zeigt sie eine zentralhemmende Wirkung, die durch einen Antagonismus gegenüber psychomotorischen Stoffen, wie z. B. Mescalin, sowie durch eine Hemmung der spinalen Reflex übertragung gekennzeichnet ist.



   Die neue Verbindung kann daher als Medikament zur Beeinflussung der Stimmungslage Verwendung finden.



   Gegenüber bekannten   9-Amino-alkyl-9, 1 0-dihy-    dro- 9,1   O-äthano-(1,2)-anthrazenen    zeichnet sich die neue Verbindung insbesondere durch ihre antidepressive Wirkung aus.



   Die neue Verbindung wird in der Regel nach an sich bekannten Methoden gewonnen.



   Erfindungsgemäss geht man so vor, dass man eine Verbindung der Formel
EMI1.2     
 mit einer Verbindung der Formel
EMI1.3     
 oder einem Salz davon umsetzt, wobei Z eine freie oder veresterte Hydroxylgruppe und X eine reaktionsfähig veresterte Hydroxylgruppe bedeutet, und erhaltene Verbindungen mit veresterter Hydroxylgruppe hydrolysiert.



   Reaktionsfähig veresterte Hydroxylgruppen sind insbesondere mit starken anorganischen Säuren, z. B.



  Mineralsäuren, oder mit organischen Sulfonsäuren veresterte Hydroxylgruppen. Zu nennen sind vor allem mit Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Alkansulfonsäuren oder Arylsulfonsäuren, z. B. der p-Toluolsulfonsäure, veresterte Hydroxylgruppen.



   Eine veresterte Hydroxylgruppe Z ist besonders eine Acyloxygruppe, deren Acylrest vor allem der einer organischen Carbonsäure, insbesondere einer niederen Fettsäure, ist. Der Acylrest kann in üblicher Weise durch Hydrolyse abgespalten werden.



   Gegebenenfalls können die reaktionsfähigen Ester auch unter den Reaktionsbedingungen gebildet werden; so kann man gegebenenfalls die entspre  chenden Alkohole in Gegenwart von veresternden Mitteln, wie Phosphorchloriden, Thionylchlorid,   Alu-    miniumchlorid oder p-Toluolsulfonsäure, besonders aber in Gegenwart von Mineralsäuren, wie Chlorwasserstoffsäure, bei erhöhter Temperatur umsetzen.



  Die Reaktion der   reaktionsfählg    veresterten Hydroxylgruppen mit den entsprechenden Aminen kann   m    üblicher Weise, vorteilhaft in Gegenwart von Kondensationsmitteln, wie   Alkali-oder      Erdalkalihyd°-    oxyden,   -carbonaten,      oder -bicarbonaten    oder geeigneten organischen Basen, wie z. B. tertiären Aminen, wie Triäthylamin, durchgeführt werden.



   Zweckmässig arbeitet man in einem Lösungsmittel, wie Alkoholen, z. B. Methanol, Äthanol oder Butanol, oder Ketonen.



   Die genannten Reaktionen können in an sich bekannter Weise in An- oder Abwesenheit von Verdünnungs- und/oder Kondensationsmitteln, bei tiefer, gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur im offenen oder im geschlossenen Gefäss unter Druck durchgeführt werden.



   Je nach den Verfahrensbedingungen und Ausgangsstoffen erhält man den Endstoff in freier Form oder in Form seiner Salze. So können beispielsweise basische, neutrale, saure oder gemischte Salze, gegebenenfalls auch Hemi-, Mono-, Sesqui- oder Polyhydrate davon erhalten werden. Die Salze der neuen Verbindung können in an sich bekannter Weise in die freie Verbindung übergeführt werden, z. B. mit basischen Mitteln, wie Alkalien oder Ionenaustauschern. Andererseits kann die erhaltene freie Base mit organischen oder anorganischen Säuren Salze bilden. Zur Herstellung von Säureadditionssalzen werden insbesondere therapeutisch verwendbare Säuren verwendet, z. B.

   Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Phosphorsäuren, Salpetersäure, Perchlorsäure; aliphatische, alicyclische, aromatische oder heterocyclische Carbon- oder Sulfonsäuren, wie Ameisen-, Essig-, Propion-, Bernstein-, Glykol-, Milch-, Äpfel-, Wein-, Zitronen-, Ascorbin-, Malein-, Hydroxymalein- oder Brenztraubensäure; Phenylessig-, Benzoe-, p-Aminobenzoe-, Anthranil-, p-Hydroxy-benzoe-, Salicyl- oder p-Aminosalicylsäure, Embonsäure,   Methansuifon-,      Sithansulfon-,    Hydr   oxyätiiansulfon-, Sithylenslulfonsäure Halogenbenzol-    sulfon-, Toluolsulfon-, Naphthalinsulfonsäuren oder Sulfanilsäure; Methionin, Tryptophan, Lysin oder Arginin.



   Diese oder andere Salze der neuen Verbindung, wie z. B. die Pikrate, können auch zur Reinigung der erhaltenen freien Verbindung dienen, indem man die freie Verbindung in Salze überführt, diese abtrennt und aus den Salzen wiederum die freie Verbindung freimacht. Infolge der engen Beziehung zwischen der neuen Verbindung in freier Form und in Form ihrer Salze sind sowohl die freie Verbindung als auch die entsprechenden Salze von Interesse.



   Die neue Verbindung kann als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden, welche sie in freier Form oder in Form ihrer Salze in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägermaterial enthalten.



   Im folgenden Beispiel sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel
Eine Lösung von 10,0 g   9-(y-Chlorpropyl)-      9,10-ldihdro-      9,10-äthano-(1,2)-anthrazen    und 10,0 g N-(ss-Hydroxyäthyl)-piperazin in 100   ml    Alkohol wird während 10 Stunden unter Rückfluss gekocht. Man dampft danach im Vakuum ein, löst den Rückstand in 2 n Salzsäure und extrahiert mit Äther.



  Die salzsaure   Schicht    wird abgetrennt   und    mit 10 n Natronlauge alkalisch gestellt. Die ausgeschiedene Base extrahiert man mit Äther. Nach dem Trocknen und Eindampfen des Lösungsmittels verbleibt ein   Öl,    das man in   50 mol    Äthanol löst. Bei Zugabe von
10   ml    10 n alkoholischer Salzsäure fällt ein Niederschlag aus, den man aus Methanol umkristallisiert.



  Man erhält das   9-[y-(N'-Hydroxyäthyl-piperazino)-    propyl]-9,   10-dihydro-9,10-äthano-(1,2)- anthrazen-    dihydrochlorid der Formel
EMI2.1     
 in Kristallen vom F.   266-268 .   



   Das Ausgangsmaterial wird auf folgende Weise erhalten:
15 g   ss-[9, 10-dihydro-9, 10-äthano-(1, 2)]-anthra-    nyl-(9)]-propionsäure in   150 mol    Tetrahydrofuran werden zu 4,0 g Lithiumaluminiumhydrid in 50   ml    Tetrahydrofuran getropft. Nach 2 Stunden Rühren bei   60     wird auf Zimmertemperatur abgekühlt. Man gibt 20   ml    Wasser zu und filtriert den ausgefallenen Niederschlag ab. Nach dem Eindampfen des Lösungsmittels verbleibt das kristalline   9-(r-Hydroxy-    propyl)-9,   lO-dihydro- 9,10-äthano-(1,2)-anthrazen.   



  Dieses wird mit   100 mol    Thionylchlorid während 4 Stunden auf 400 erwärmt. Nach dem Eindampfen des überschüssigen Thionylchlorids verbleibt das 9-   (y-Chlorpropyi)- 9,1 0-dihydro- 9, 10-äthano- (1,2)-    anthrazen, das nach Kristallisation bei   120-123     schmilzt.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung des neuen 9 fy- [N'- (S-HydroxyWäthyl)-piperazino]-propyl}-9, 10- dihydro-9, 1 0-äthano-(1 ,2)-anthrazens der Formel EMI3.1 dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI3.2 mit einer Verbindung der Formel EMI3.3 oder einem Salz davon umsetzt, wobei Z eine freie oder veresterte Hydroxylgruppe und X eine reaktionsfähig veresterte Hydroxylgruppe bedeutet, und erhaltene Verbindungen mit veresterter Hydroxylgruppe hydrolysiert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Ausgangsstoffe verwendet, in denen X eine mit einer Halogenwasserstoffsäure, Schwefelsäure oder einer Alkan- oder Arylsulfonsäure veresterte Hydroxylgruppe ist.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Ausgangs stoffe verwendet, worin Z eine Acyloxygruppe ist.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Ausgangsstoffe verwendet, worin X ein Chlor- oder Bromatom ist.
    4. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltene freie Base in ihre Salze umwandelt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Salze in die freie Base umwandelt.
CH1609266A 1963-11-01 1963-11-01 Verfahren zur Herstellung eines neuen Amins CH426837A (de)

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