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CH378877A - Verfahren zur Herstellung von 4-3-Keto-6a-methylsteroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-3-Keto-6a-methylsteroiden

Info

Publication number
CH378877A
CH378877A CH7651759A CH7651759A CH378877A CH 378877 A CH378877 A CH 378877A CH 7651759 A CH7651759 A CH 7651759A CH 7651759 A CH7651759 A CH 7651759A CH 378877 A CH378877 A CH 378877A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
catalyst
hydrogenation
solution
hydrogen
dibromo
Prior art date
Application number
CH7651759A
Other languages
English (en)
Inventor
Ole Godtfredsen Wagn
Liisberg Sven
Original Assignee
Leo Pharm Prod Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leo Pharm Prod Ltd filed Critical Leo Pharm Prod Ltd
Publication of CH378877A publication Critical patent/CH378877A/de

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond

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  • Steroid Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     44-3-Keto-6a-methylsteroiden       Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren  zur Herstellung von     44-3-Keto-6a-methylsteroiden     der     Androstan-    und     Pregnanreihe.    Bei den bisher  hergestellten Verbindungen befand sich die     Methyl-          gruppe    in Stellung 6 immer     a-ständig.    Es ist bekannt,  dass die Einführung einer     Methylgruppe    in die     6a-          Stellung    die biologische Aktivität von Steroiden er  höht.  



  Nach dem Verfahren der Erfindung werden die  neuen Verbindungen durch katalytische Hydrierung  eines     44-3-Keto-6a,6a-dichlor-    oder     -dibrom-6,7-          methylensteroids    und nachfolgende Behandlung des       Hydrierungsproduktes    mit starker Säure     erhalten.     



  Die Herstellung der     44-3-Keto-6a,6a-dihalogen-          6,7-methylensteroide,    die bei dem Verfahren der  vorliegenden Erfindung als Ausgangsmaterial ver  wendet werden, ist in der Patentschrift Nr. 376909  geschildert.  



  Als     Hydrierungskatalysatoren    eignen sich Edel  metallkatalysatoren sowie     Raney-Nickel.    Ein     Palla-          diumkatalysator    auf einem     Erdalkalicarbonat    als  Träger leistet befriedigende Dienste. Eine derartige  Trägersubstanz modifiziert die Aktivität des     Palla-          diumkatalysators    so weit, dass     Carbonylgruppen    nicht  reduziert werden. Andere     Edelmetallkatalysatoren,     deren Aktivität in dieser Weise durch andere Träger  substanzen, z. B. Aktivkohle, modifiziert wurde, oder  die durch an sich bekannte Weise, z.

   B. durch Be  handlung mit einem     Ferrosalz,    verändert wurden,  lassen sich ebenfalls verwenden.  



  Zur Hydrierung gemäss der Erfindung werden  3     Mol    Wasserstoff je     Mol    Verbindung benötigt. Das  unmittelbar anfallende     Hydrierungsprodukt        besitzt     eine unbekannte Konstitution; sein     UV-Spektrum     weist kein Absorptionsmaximum auf. Dies deutet  darauf hin, dass die zur     Carbonylgruppe    in Stellung 3  in Konjugation stehende Doppelbindung in Stellung    4/5 nicht mehr anwesend ist. Infolgedessen muss  die Doppelbindung in Stellung 4/5 durch Behand  lung der hydrierten Verbindung     mit    starker Säure  wieder eingeführt werden.  



  Falls der bei der Hydrierung gebildete Halogen  wasserstoff nicht     neutralisiert    wird, verursacht er in  gewissem Ausmass die Bildung der Doppelbindung  in Stellung 4/5 während der Hydrierung. Die auf     diese     Weise gebildete Doppelbindung wird dabei wieder  hydriert, da sie sich zur     Carbonylgruppe        in    Stellung  3 in Konjugation befindet. Dies     lässt    sich jedoch  durch Zugabe eines säurebindenden Mittels verhin  dern, das im verwendeten Lösungsmittel     löslich    ist.  Als derartiges säurebindendes Mittel eignet sich z. B.  ein     aliphatisches    tertiäres Amin.  



  Man kann das     Hydrierungsprodukt    aus der  Lösung isolieren, jedoch zieht man es in den meisten  Fällen vor, die Lösung erst noch der Säurebehand  lung zu unterwerfen und hierauf die gewünschte  Verbindung aus der Lösung zu isolieren.    <I>Beispiel 1</I>  Herstellung von     6a-Methyltestosteron     Ein     Palladiumkatalysator    wurde auf folgende  Weise bereitet:

   4 g     Palladiumchlorid,        Zn    8 ml konzen  trierter     Salzsäure    gelöst, wurde mit 800     ml    Wasser  versetzt und unter     Schütteln    mit     Strontiumcarbonat     in kleinen Mengen versetzt, bis die Kohlensäure  entwicklung aufhörte.     Hierauf    wurden 120 g     Stron-          tiumcarbonat    zugegeben und die Mischung über  Nacht geschüttelt. Die festen Bestandteile wurden       abfiltriert,    gründlich mit destilliertem Wasser, hierauf  mit Methanol und Äther gewaschen und schliesslich  bei 50' C getrocknet.  



  6,0 g des auf diese     Weise    hergestellten     Katalysa-          tors    wurden in 50 ml Peroxyd- und wasserfreiem       Dioxan    suspendiert und bei Normaldruck und Zim-           mertemperatur        vorhydriert.    Hierauf wurde eine Lö  sung von 9,17 g     6a,6a-Dibrom-6,7-methylentestoste-          ron    und 5,6     ml    reinem     Triäthylamin    in 200 ml Per  oxyd- und wasserfreiem     D.ioxan    zugegeben und die  Hydrierung     fortgesetzt.    Innerhalb einer Stunde wur  den 1440 ml Wasserstoff,

   entsprechend 3     Mol    Was  serstoff je     Mol        Steroid,    aufgenommen, worauf die  Absorption vollständig     aufhörte.    Der Katalysator       wurde        abfiltriert    und das Filtrat im Vakuum bei  höchstens 40  C eingeengt. Der feste, schwach gelb  gefärbte fettige Rückstand wurde aus 30 ml Äther  umkristallisiert und getrocknet. Ausbeute 4,55 g,       Fp.    150-152  C.  



  4,5 g dieser Substanz, in 100     ml    Äthanol gelöst,       wurden    mit 10 ml     1n        Salzsäure    versetzt. Die Lösung  wurde 18 Stunden stehengelassen. Hierauf hatte sie  eine tiefblaue Farbe angenommen. Die Lösung wurde  mit gesättigter     Natriumbicarbonatlösung    neutralisiert,  wobei die blaue Farbe verschwand. Hierauf wurde  die Lösung auf ein kleines Volumen eingeengt und  die     konzentrierte    Lösung mit 200 ml Äther extrahiert.

    Die ätherische Lösung wurde nach dem Trocknen  über     Natriumsulfat    im Vakuum zur Trockne ein  gedampft und der Rückstand einmal aus 10     ml     Äthanol und anschliessend aus 8 ml Aceton umkri  stallisiert. Ausbeute an     6a-Methyltestosteron    3,8 g,       Fp.    l57-158  C. Das UV-Spektrum wies ein Maxi  mum bei<I>242</I>     m,u        (e    = 15 800) auf.  



  <I>Beispiel 2</I>  9,17 g     6a,6a-Dibrom-6,7-methylentestosteron    wur  den, wie in Beispiel 1 beschrieben, hydriert. Nach  beendeter Hydrierung wurde vom Katalysator ab  filtriert, das Filtrat mit 2 ml 4n Salzsäure versetzt und  die Lösung bei Zimmertemperatur zwei Stunden ste  hengelassen. Hierauf wurde die Lösung im Vakuum  auf 15 ml eingeengt, mit 300 ml Wasser verdünnt  und die hierbei ausgefällte Substanz     abfiltriert,    mit  Wasser gewaschen, getrocknet und aus 10 ml Äthanol       umkristallisiert.    Ausbeute 4,3 g der gewünschten  Substanz,     Fp.    157-158  C.  



  <I>Beispiel 3</I>  7,38 g     6a,6a-Dichlor-6,7-methylentestosteron,    in  100 ml     Dioxan    gelöst, wurden     mit    5,6     ml        Triäthyl-          amin    versetzt und bei Normaldruck und Zimmer  temperatur nach Zugabe von 6 g     vorreduziertem          Palladiumkatalysator        (211/m    Palladium auf     Strontium-          carbonat)    hydriert. Im Laufe von 45 Minuten waren  1440 ml Wasserstoff aufgenommen.

   Diese Menge  entspricht 3     Mol    Wasserstoff je     Mol        Steroid.    Es  wurde vom Katalysator     abfiltriert,    das Filtrat mit  10 ml 4n     Salzsäure        angssäuert,    15 Minuten bei Zim  mertemperatur stehengelassen und hierauf mit Soda  lösung     neutralisiert    und     Dioxan    durch Destillation im  Vakuum entfernt. Während der     Destillation    kristal  lisierte das     6a-Methyltestosteron    aus.

   Nach dem Ab  kühlen wurde     die    Substanz     abfiltriert    und aus 16     ml          600/aigem    Aceton umkristallisiert. Ausbeute 4,7 g der    gewünschten Substanz.     Fp.        156-158"    C, UV     max.    bei  <I>242</I>     mct        (e    = 14 900).  



  <I>Beispiel 4</I>  302 mg     6a,6a-Dibrom-6,7-methylentestosteron,    in  20 ml     Dioxan    gelöst und mit 0,173 ml     Triäthylamin     versetzt, wurden mit 100 mg     vorreduziertem        Platin-          oxydkatalysa:tor    hydriert. Im Laufe von 45 Minu  ten wurden 72m1 Wasserstoff aufgenommen. Die  Mischung wurde in der oben geschilderten Weise  aufgearbeitet. Ausbeute     600/a    d.     Th.     



  <I>Beispiel S</I>  302 mg     6a,6a-Dibrom-6,7-methylentestosteron,    in  20 ml     Dioxan    gelöst und mit 0,173 ml     Triäthylamin     versetzt. wurden mit 100 mg eines     Palladiumkatalysa-          tors        hydriert,    der     5n/0    Palladium auf Aktivkohle ent  hielt. Während 25 Minuten wurden 72 ml Wasserstoff  absorbiert. Die Mischung wurde wie in Beispiel 3  beschrieben aufgearbeitet und ergab die gewünschte  Substanz.  



  <I>Beispiel 6</I>  302 mg     6a,6a-Dibrom-6,7-methylentestosteron,    in  20 ml     Dioxan    gelöst und mit 0,175 ml     Triäthylamin     versetzt, wurden in Gegenwart von 200 mg     Raney-          Nickel    bei Normaldruck und Zimmertemperatur  hydriert. Innerhalb 35 Minuten wurden 73 ml Was  serstoff aufgenommen. Die Reaktionsmischung wurde  wie in Beispiel 3 beschrieben aufgearbeitet.     6a-Me-          thyltestosteron    fiel :in einer Ausbeute von     500/0    d.     Th.     an.  



  <I>Beispiel 7</I>  Herstellung von     6a-Methyl-19-nortestosteron-17-acetat     9,5 g     6a,6a-Dibrom-6,7-methylen-19-nortestoste-          ron-17-acetat,    in 100 ml     Dioxan    gelöst und mit 5,6 ml       Triäthylamin    versetzt, wurden in Gegenwart von 6 g       vorreduziertem        Palladiumkatalysator        (211/o,    Palladium  auf     Strontiumcarbonat)    bei Normaldruck und Zim  mertemperatur hydriert. Im Laufe von 45 Minuten  wurden 3     Mol    Wasserstoff aufgenommen.

   Nach dem       Abfiltrieren    vom Katalysator wurde das Filtrat wie  in Beispiel 1 beschrieben aufgearbeitet und das Roh  produkt aus     Petroläther-Äther    2: 1 umkristallisiert.  Ausbeute 4,7 g der gewünschten Substanz     Fp.    126  bis 128  C. UV max. 241     m/t        (f    = 15 000).     [a]    D =       +80.     



  <I>Beispiel 8</I>  Herstellung von     6a-Methylprogesteron     14,53 g     6a,6a-Dibrom-6,7-methylenprogesteron,     in 200m1     Äthylenglycolmonomethyläther    gelöst und  mit 8,4 ml     Triäthylamin    versetzt, wurden in Gegen  wart von 20 g     vorreduziertem        20/m    Palladium auf       Strontiumcarbonat-Katalysator    bei Normaldruck und       Zimmertemperatur    hydriert. Nach 11     /2    Stunden wa  ren 3     Mol    Wasserstoff aufgenommen und die Was  serstoffaufnahme beendet.

   Nach dem     Abfiltrieren     vom Katalysator wurde das Filtrat mit     1n    Salzsäure  angesäuert und nach einer Stunde Stehenlassen bei  Zimmertemperatur Wasser zugegeben. Nach dem An  reiben kristallisierte das Produkt. Es wurde ab-      filtriert, mit verdünntem Methanol gewaschen und  hierauf getrocknet. Ausbeute nach dem     Umkristalli-          sieren    aus     Hexan    7,1 g reines     6a-Methylprogesteron,          Fp.    122-123  C, UV max. 242     mY        (s    = 16200).

         [a]        D        =        +177-.        Beispiel   <I>9</I>  Herstellung von     6a,17a-Dimethyltestosteron     8,5 g     6a,6a-Dibrom-6,7-methylen-17a-methyl-          testosteron,    in 175 ml     Dioxan    gelöst und mit 5 ml       Triäthylamin    versetzt, wurden in Gegenwart von 5 g       vorreduziertem        2o/,    Palladium auf     Strontiumcarbonat-          Katalysator    bei Normaldruck und Zimmertemperatur  mit Wasserstoff geschüttelt.

   Innerhalb 30 Minuten  wurden 1285 ml Wasserstoff aufgenommen. Nach  dem     Abfiltrieren    vom Katalysator wurde das Filtrat  mit 5 ml 2n     Salzsäure    angesäuert, die Lösung 15  Minuten bei Zimmertemperatur     .stehengelassen,    dann  mit wässriger     Natriumbicarbonatlösung        neutralisiert     und im Vakuum auf ein kleines Volumen eingedampft.

    Der Rückstand wurde mit Äther extrahiert, die  ätherische Lösung nach dem Trocknen im Vakuum  eingedampft und der Rückstand aus einer Mischung       von        90%        Äther        und        10%        Petroläther        (Kp.        40        bis     60  C) umkristallisiert.

   Ausbeute 4,2 g der gewünsch  ten     Substanz,        Fp.    136-137  C,     UV    max. bei 241     mu          (e    = 15000). [a] D = + 660 C (l0%     oige    Lösung in  Chloroform).  



  <I>Beispiel 10</I>  Herstellung von     6a-Methyl-17a-acetoxyprogesteron     2,0 g des in Beispiel 1 beschriebenen     Palladium-          katalysators    wurden in 15 ml wasserfreiem     Dioxan     suspendiert und bei     Normaldruck    hydriert.

   Hierauf  wurde die Suspension mit einer Lösung von 2,47 g       6a,6a-Dibrom-6,7-methylen-17a@-acetoxyprogesteron     in 20 ml wasserfreiem     Dioxan    und 1,3 ml     Triäthyl-          amin    versetzt und die     Hydrierung    unter Schütteln  der Mischung     bei        Normaldruck    mit     Wasserstoff    fort  gesetzt.

   Nach Aufnahme von 3     Mol    Wasserstoff je       Mol        Steroid    wurde vom Katalysator     abfiltriert    und  das Filtrat mit 1 ml 4n Salzsäure     angesäuert.    Nach  einstündigem Stehen wurde das     Hydrierungsprodukt     mit Wasser ausgefällt, die Fällung     abfiltriert    und  mit Wasser gewaschen. Ausbeute 1,30 g der ge  wünschten Substanz vom     Schmelzpunkt    190-195  C.

    Nach Umkristallisation aus     Isopropanol    stieg der       Fp.    auf 205-207  C, UV max. bei 241     mu        (e    =  15 500) in Äthanol. [a] D = + 60,8      (10/0ige    Lösung  in Chloroform).  



  In gleicher Weise, jedoch unter Verwendung des       Capronsäureesters,    des     Phenylessigsäureesters,    des       Propionsäureesters    oder des     f        Cyclopentylpropion-          säureesters    des     6a,6a-Dibrom-6,7-methyl-17a-hydroxy-          progesterons    anstatt des entsprechenden Acetats,  wurden die entsprechenden     6a-Methylverbindungen     erhalten.  



       Fp.    des     Capronsäureesters        105-1070'    C; [a] D =  + 460;       Fp.    des     Phenylessigsäureesters    164-1660 C;  [a] D = + 620;         Fp.    des     Propionsäureesters    155-l57  C; [a] D =  + 450;

         Fp.    des     ss-Cyclopentylpropionsäureesters    135 bis       137         C;        [a]        D        =        +4411.        Beispiel        11     Herstellung von     6a-Methyl-17a-hydroxy-          11-desoxycorticosteron-21-acetat     8,0 g des im Beispiel 1 bereiteten Katalysators  wurden in 60 ml     Äthylenglycolmonomethyläther    sus  pendiert und bei Normaldruck und Zimmertempe  ratur hydriert.

   Hierauf wurde die Suspension mit  einer Lösung von 9,0 g     6a,6a        Dibrom-6,7-methylen-          17a-hydroxy-11-desoxycorticosteron-21-acetat    in  75 ml     Äthylenglycolmonomethyläther    und 4,5 ml     Tri-          äthylamin    versetzt und die Hydrierung fortgesetzt.  Innerhalb einer Stunde wurden 1160 ml Wasserstoff  (3,0     Mol    je     Mol        Steroid)    absorbiert, worauf die  Wasserstoffaufnahme aufhörte.

   Nach dem     Abfiltrie-          ren    vom Katalysator wurde das Filtrat mit 1,5 ml 4n  Salzsäure versetzt und die Lösung bei Zimmertempe  ratur 30 Minuten stehengelassen. Die gewünschte  Substanz wurde durch Zugabe von Wasser ausgefällt,       abfiltriert    und getrocknet. Ausbeute 5,3 g,     Fp.    193  bis 194  C. Nach der Umkristallisation aus     Aceton-          Hexan    stieg der Schmelzpunkt auf 198,5-200  C.

    
EMI0003.0112     
  
    ber.: <SEP> C <SEP> 71,57% <SEP> H <SEP> 8,87%
<tb>  gef.: <SEP> C <SEP> 71,23% <SEP> H <SEP> 8,64%       <I>Beispiel 12</I>  Herstellung von     6a-Methylcortisonacetat     5,0 g des in Beispiel 1 bereiteten Katalysators  wurden in 40 ml     Äthylenglycolmonomethyläther    sus  pendiert und bei     Normaldruck        und    Zimmertempera  tur hydriert.

   Hierauf wurde die Suspension mit einer  Lösung von 5,72 g     6a,6a-Dibrom-6,7-methylencorti-          sonacetat    in 50 ml     Äthylenglycolmonomethyläther     und 2,8 ml     Triäthylamin    versetzt und die     Hydrierung          fortgesetzt.    Während einer Stunde wurden 740 ml  Wasserstoff (3,08     Mol    je     Mol        Steroid)    aufgenommen.

    Gegen Ende dieser Zeit     betrug    die     Aufnahme-          geschwindigkeit        für        Wasserstoff        nur        noch        etwa        2%     der Anfangsgeschwindigkeit. Nach dem     Abfiltrieren     vom Katalysator wurde das Filtrat mit 1 ml 4n  Salzsäure versetzt, die Lösung 30 Minuten unter  Stickstoff bei Zimmertemperatur stehengelassen, dann  die gewünschte Verbindung durch Zugabe von Was  ser ausgefällt und gesammelt. Ausbeute 3,58 g an  trockener Substanz.

   Nach Umkristallisation aus was  serfreiem Äthanol zeigte das Produkt einen     Fp.    von  232-237  C, nach nochmaliger Umkristallisation aus  dem gleichen Lösungsmittel stieg der     Fp.    auf 237 bis  238  C;     UV    max. bei 238     mu    (e = 15 000).

    
EMI0003.0140     
  
    ber.: <SEP> C <SEP> 69,21% <SEP> H <SEP> 7,740/0
<tb>  gef.: <SEP> C <SEP> 68,99% <SEP> H <SEP> 7,90%       <I>Beispiel 13</I>  Herstellung von     6a-Methylcortisonacetat     <B>17,2</B> g     6a,6a-Dibrom-6,7-methylencortisonacetat,     in 300 ml     Äthylenglycolmonoäthyläther    und 9     ml    Tri-           äthylamin    gelöst, wurden bei Zimmertemperatur und  Normaldruck in Gegenwart von 10 g handelsüblichem       Palladiumkatalysator        hydriert,

          der    5     %        Palladium        auf          Calciumcarbonat    enthielt. Nach Aufnahme von 3       Mol    Wasserstoff je     Mol    Steroid wurde vom Kata  lysator     abfiltriert    und das Filtrat mit 5 ml 4n Salz  säure angesäuert. Nach 30minütigem Stehen unter  Stickstoff bei Zimmertemperatur wurde das Reak  tionsprodukt durch Zugabe von Wasser ausgefällt.  Ausbeute an der gewünschten Substanz 10,5 g,     Fp.     234-235,5  C.

   Nach einmaliger Umkristallisation aus  wasserfreiem Alkohol wurde die Substanz in prak  tisch reiner Form erhalten,     Fp.    237-239 <B>C;</B> _[a] D =       -I-        204         (1        %ige        Lösung        in        Chloroform).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von d-1-3-Keto-6a- methylsteroiden der Androstan- und Pregnanreihe, dadurch gekennzeichnet, dass man ein -1-1-3-Keto- 6a,6a-dichlor- oder -dibrom-6,7-methylenderivat der Androstan- oder Pregnanreihe katalytisch hydriert, worauf man das Hydrierungsprodukt mit einer star ken Säure behandelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Katalysator zur Hydrie rung einen Edelmetallkatalysator verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Katalysator zur Hydrie rung Raney-Nickel verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Hydrierung in Gegen wart eines säurebindenden Mittels durchführt.
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