Vorrichtung zum Führen von Filmbändern in einem Lauf Bildwerfer Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Füh ren von Filmbändern in einem Laufbildwerfer, ge kennzeichnet durch eine Zweibandführung zur gleichzeitigen Projektion entsprechender Bilder bei der Bänder, in sich überdeckender Lagebeziehung, wobei jedes Band unabhängig voneinander je durch ein Filmeingriffselement bewegbar ist, das sich nor malerweise in Aussereingriffsstellung befindet und durch Betätigungsmittel von Steuermitteln betätigbar ist,
die die intermittierende Bewegung jedes Film bandes mit konstanter Vorschubsgeschwindigkeit in nach Wahl veränderbaren Intervallen steuern.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispiels weise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht eines Sehübungsprojek- tors mit seiner zugehörigen Fernsteuer- oder Fern bedienungseinheit., Fig. 2 eine Stirnseitenansicht des in Fig. 1 dar gestellten Projektors, Fig. 3 eine vergrösserte Draufsicht der Fernbedie- nungseinheit, Fig. 4 eine vergrösserte Seitenansicht der Fern bedienungseinheit, Fig. 5 einen Grundriss des Projektors,
wobei der Deckelteil des Gehäuses entfernt ist, Fig. 6 eine Seitenansicht des Projektors, wobei der Gehäusedeckel abgenommen ist und bestimmte Teile zur deutlicheren Darstellung im Schnitt gezeich net sind, Fig. 7 eine Vorderansicht des Projektors, wobei das Gehäuse und andere Teile zur Verdeutlichung geschnitten dargestellt sind, Fig. 8 eine Draufsicht auf das Deckelelement des unteren Gehäuseteils von unten, als Schnitt nach der Linie 8-8 der Fig. 6, Fig. 9 eine vergrösserte Schnittansicht durch den Deckelteil nach der Linie 9-9 der Fig. 6,
Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie 10-10 der Fig. 9, Fig. 11 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 9, Fig. 12 eine vergrösserte Teilansicht der Fig. 11, die einen der Filmstellungsschalter zeigt, Fig. 13 einen Schnitt des Filmstellungsschalters nach der Linie 13-13 der Fig. 12,
Fig. 14 eine vergrösserte Einzelteilschnittansicht nach der Linie 14-14 der Fig. 9 zur Darstellung der schwenkbaren Anbringung des Greiferarmes, Fig. 15 eine teilweise Schnittansicht nach der Linie 15-15 der Fig. 14, Fig. 16 und 17 eine Vorder- bzw. Seitenansicht eines der axial wirkenden Plankurvenelemente, Fig. 18 und 19 eine Vorder- bzw.
Seitenansicht der Radialkurvenelemente, Fig. 20 eine vergrösserte Teilansicht eines Ma gnetschalters, Fig. 21 eine vergrösserte Teilansicht eines pocken gesteuerten Synchronisierschalters als Schnitt nach der Linie 21-21 der Fig. 6, Fig. 22 einen Schnitt nach der Linie 22-22 der Fig. 9 durch die Mitte des Filmfensters mit Darstel lung der Kühlluftkanäle, Fig.23 eine Aussenansicht eines Filmfensters,
Fig. 24 eine Schnittansicht des Bildfensters nach der Linie 24-24 der Fig. 23, Fig. 25 einen Schnitt nach der Linie 25-25 der Fig. 9, Fig. 26 abgebrochen dargestellte Teile einer typi schen Textfilm-Fixierungsfilm-Kombination, die bei der Leseschulung verwendet wird.
Fig. 27 einen abgebrochenen dargestellten Teil eines typischen Filmbandes, das bei der tachistosko- pischen Schulung benutzt wird, und Fig. 28 ein Schaltbild der Elektronensteueran- lage.
Im folgenden ist eine Vorrichtung zum Führen von zwei Filmbändern in einem Sehübungsprojektor beschrieben. Das eine Filmband wird Text -Film genannt und besteht aus aufeinanderfolgenden Bild feldern, auf denen ein verständlicher Inhalt photo graphiert ist. Das andere Filmband wird als Fixie- rungs -Film bezeichnet und besteht aus aufeinan derfolgenden Feldern, die in einer Übungsform ent weder gänzlich lichtundurchlässig oder völlig licht durchlässig sind, so dass die Projektion des Gesamt bildes auf dem Textfeld in der Projektionsöffnung für einen Augenblick ermöglicht wird, wenn das Fixierungsfilmband schnell über ein durchlässiges Feld vorgeschoben wird.
Das Fixierungsfilmband kann in einer anderen Form der Sehschulung auch aus aufeinanderfolgenden Feldern bestehen, die teil weise lichtundurchlässig und teilweise transparent sind, wobei das Verhältnis der Flächenbereiche der durchlässigen und undurchlässigen Teile zusätzlich von einem Feld zum nächsten geändert wird, so dass eine abgestufte Gestaltung längs des Filmbandes ent steht, wodurch aufeinanderfolgende Teile der Auf nahmen auf dem Textfilm nacheinander gezeigt oder abgedeckt werden, um aufeinanderfolgende Fixierung zur Leseübung herzustellen, wenn der Fixierungsfilm schrittweise durch das Projektionsfenster mit Bezug zu dem Textfilm vorgeschoben wird.
Die Traganordnung ist als Kastenkonstruktion mit oberen und unteren horizontalen Winkelelemen ten 10 bzw. 11, senkrechten Winkelelementen 12 und einer ebenen, starren Tragplatte 13 ausgebildet, die an den oberen horizontalen Kastenwinkeln 10 mit Schrauben 14 befestigt ist. Die Tragkonstruk tion umschliesst einen unteren Gehäuseteil 15 und einen oberen Gehäusedeckelteil 16, der am unteren Gehäuseteil mit Befestigungselementen 17 der bei Koffern verwendeten Bauart abnehmbar verbunden ist. Der Deckel 16 bietet Raum für die Fernbedie- nungseinheit 18 und das Leitungskabel 19 und ist mit einem Traggriff 20 versehen.
Im Tragkasten (Fig. 6 und 7) ist ein Elektro motor 21 mit einer Welle 22 angeordnet, auf deren einem Ende eine Keilnutantriebsscheibe 23 aufge- keilt ist. Das andere Ende der Motorwelle 22 trägt verkeilt mit dieser ein Flügelrad 24, das zwecks Lie ferung eines Druckluftstromes in einem Spiralge- häuse 25 umläuft. Das Spiralgehäuse 25 hat einen nach oben gerichteten Auslass 26, in dem eine Pro jektionslampe 27 angeordnet ist.
Auf der Motor welle 22 neben der Riemenscheibe und innerhalb des Motorgehäuses ist ein Flügelrad 28 aufgekeilt. Das Flügelrad 28 läuft in einem exzentrischen Stän der 29 um und liefert Druckluft durch eine Aus- strömöffnung 30 und eine biegsame Leitung 31 zu einem noch zu beschreibenden Zweck. Eine Öffnung 32 befindet sich in der Tragplatte 13, durch welche die Lampe 27 nach oben oberhalb der Platte vor tritt. Ein Lampengehäuse 33 mit oberen Entlüftungs öffnungen 34 umschliesst die Lampe und ist an der Tragplatte mit Schrauben 35 befestigt. Die von dem Flügelrad 24 gelieferte Kühlluft strömt nach oben um die Lampe 27 herum und nach aussen durch die oberen Entlüftungsöffnungen 34.
Im Lampengehäuse sind ein gewöhnlicher Reflektor 36 und ein Beleuch- tungslinsensystem 37 angebracht, zu denen das üb liche Infrarotfilter 38 gehören kann. Ein Projektions objektiv 39 gewöhnlicher Bauart ist an der oberen Fläche der Platte 13 vor dem Lampengehäuse in einem geeigneten Traggussteil 40 gelagert angeord net, das an der Tragplatte 13 mit Schrauben 41 be festigt ist.
Eine horizontale Filmführung ist an der oberen Fläche der Platte 13 zwischen dem Lampengehäuse und dem Projektionsobjektiv angebracht. Zu dieser Führung gehört ein langgestreckter Unterteil 42, der an der Platte 13 mit Schrauben 43 befestigt ist, eine Filmführungsplatte 44 und ein Paar klappbare Film- oder Bildfenster 45 (vergleiche Fig. 9 und 25). Der Unterteil 42 hat zwei Paare zentrisch angeordnete, aufrechte Nasen 46, zwischen welche die Filmfüh- rungsplatte 44 eingesetzt ist, sowie eine Nase 47 an jedem Ende, an denen die Enden der Führungsplatte 44 mit Schrauben 48 befestigt sind.
Die Bildfenster 45 sind auf Zapfen 49 schwenkbar gelagert, die in an einem Paar Abdeckplatten 51 ausgebildeten Ösen 50 sitzen. Jede Abdeckplatte 51 überbrückt ein Paar Ansätze 46 und bildet damit einen senkrechten Durchgang 52, der sich von der oberen Fläche der Tragplatte 13 nach oben erstreckt (Fig. 9, 22 und 25).
An der Führungsplatte 44 sind langgestreckte, horizontale Filmführungskanäle 53 ausgebildet, und jedes Bildfenster 45 trägt eine Druckplatte 54, die in ihren entsprechenden Filmführungskanal eintritt und je ein Filmband flach gegen den Boden des Kanals hält, wenn das Bildfenster geschlossen ist. Die Führungsplatte, die Bildfenster und die Druck platten haben Projektionsöffnungen 55, 56 bzw. 57, die mit der optischen Achse der Linsensysteme aus gerichtet sind.
Jede Druckplatte 54 ist mit einem senkrechten Kanal 58 versehen, der sich in der Aussenfläche der Platte in Ausrichtung mit ihrer Öffnung befindet, und ein transparentes oder licht durchlässiges Element 60 liegt gegen die äussere Fläche jeder Druckplatte und schliesst diesen Ka nal ein (Fig. 23 und 24), so dass breite, flache, senk rechte Durchgänge entstehen, die obere Fortsetzun gen der Durchgänge 52 (wie vorher beschrieben wurde) bilden, wenn die Bildfenster geschlossen sind (vergleiche Fig. 22).
Somit ist, wenn sich ein Film band in der Filmführungsnut befindet und das Bild fenster geschlossen ist, ein ununterbrochener senk rechter Durchgang durch den Basisteil und die Druckplatte vorhanden, und die beiden gegenüber liegenden Hauptwandflächen dieses Teiles des durch die Druckplatte verlaufenden Durchgangs werden von dem durchlässigen Element 60 an einer Seite und dem Filmband an der andern Seite gebildet.
Kühlluft wird unter Druck von dem vorher er wähnten Gebläse 28/29 zu der unteren Seite der Tragplatte 13 durch die biegsame Leitung 31 und durch einen Durchgang 61 zum Mittelteil des Basis elementes 42 geleitet (Fig. 22). Die Druckplatten 54 werden an den Bildfenstern 45 von Zapfen 62 getragen, die an beiden Enden mit Köpfen versehen sind und sich in Öffnungen der Bildfenster und Druckplatten frei verschieben können. Die Druck platten werden durch Federn 63 in Abstand von den Bildfenstern elastisch festgehalten.
Die Filme werden durch die Filmführungskanäle feldweise von zwei mit unabhängig voneinander ver änderbarer Geschwindigkeit intermittierend arbeiten den Vorschubvorrichtungen fortgeschaltet, die nun beschrieben werden. Jeder Vorschubmechanismus weist einen Greiferarm 64 auf, der an einem Punkt unterhalb der Tragplatte 13 schwenkbar gelagert ist und sich durch eine langgestreckte Öffnung 65 in der Tragplatte 13 mit einem freien Ende nach oben erstreckt, das an dem zugehörigen Film angreifen kann.
Die Greiferarme 64 sind an entgegengesetzten Seiten der Filmführungsplatte angeordnet und an gegenüberliegenden Seiten der Projektionsöffnung im Abstand angebracht. Die Greiferarme haben je weils einen langgestreckten unteren Nabenteil 66, auf jeder Welle eines Paares zu der Filmführungs- platte 44 parallelliegenden Wellen 67 und 68 (Fig. 9),
so dass sie frei drehbar in einer zu der Filmführungs- platte senkrechten Ebene und frei verschiebbar in einer zu der Filmführungsplatte parallelen Ebene angeordnet sind.
Die Nabenteile der Greiferarme weisen jeweils ein doppelreihiges Kugellager auf, bei dem die Kugel reihen mit so ausreichendem Abstand angeordnet sind, dass eine Verdrehung oder eine Drehschwing- bewegung der Arme auf ihren Lagerwellen vermie den wird (Fig. 14 und 15). Die Greiferarme 64 sind aus flachem Material hergestellt. Die Greiferarme tragen an ihren oberen freien Enden jeweils ein Paar in Abstand angeordnete Greifer 69, die senk recht von den flachen Seiten der Arme vortreten und in Perforationen eines entsprechenden Filmban des eingreifen können.
Die Greifer sind an jedem Arm in Parallelabstand zu der Filmführung ange bracht, der gleich dem Abstand der Filmperforation sein oder ein Vielfaches davon betragen kann.
Da die Filmbänder ziemlich dünn sind und gegen den Boden des Filmführungskanals flach anliegen, sind waagrechte Längsschlitze 70 in der Filmfüh- rungsplatte vorhanden, um den Eingriff der Greifer 69 zu ermöglichen (Fig. 12), so dass sie mit Sicher heit in die Filmperforationen ausreichend weit ein treten, um eine angemessene Hebelwirkung für den Vorschubzug des Filmes zu erreichen.
Wenn diese schlitzförmigen Perforationen in der Filmführungs- platte nicht vorhanden wären, würden die Greifer beim Eingriff in die Perforationen herauszuprellen suchen. Zur gleichzeitigen Fokussierung beider Filme muss ihr Zwischenraum auf ein praktisches Minimum verringert werden, das heisst, die Führungsplatte in dem Filmkanalteil muss so dünn wie praktisch mög lich gemacht werden. Dies stellt dann ein Problem der gegenseitigen Beeinträchtigung der Greifer des Greiferarmes dar, die den Film auf einer Seite und das Filmband auf der andern Seite der Führungs platte vorschieben.
Zur Überwindung dieser Schwierigkeit sind die Greiferarme in Abstand von dem Projektionsfenster an gegenüberliegenden Seiten angeordnet, und die Bildfenster und Druckplatten sind in bezug auf das Projektionsfenster entgegengesetzt gekröpft, das heisst jeweils in Richtung des entsprechenden Greiferar- mes. Aus Fig. 5 erkennt man, dass das Textilfilm- band 11 infolge dieser Kröpfung der Bildfenster und Druckplatten in den Führungskanal unter einem Win kel zu diesem in der Vorschubrichtung (durch Pfeile markiert) eintreten kann, so .
dass eine störende Beeinflussung durch die Vorschubgreifer an der Gegenseite der Filmführungsplatte vermieden wird. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die Ab nahmespule 72 darstellungsgemäss seitlich von der Filmführungsplatte unter Gewährleistung ausreichen den Spielraumes angeordnet wird, oder dass bei dem Fixierungs -Filmband 73, das darstellungsgemäss eine frei liegende fortlaufende Schleife sein kann, diese geringfügig durch einen Führungsstift 74 um geleitet wird, so dass sie sich der Filmführungsnut unter einem Winkel annähert,
der die Möglichkeit einer solchen gegenseitigen Beeinflussung ausschliesst.
An der Unterseite der Tragplatte 13 (Fig. 8 und 10) wird ein Paar Antriebswellen 75 und 76 getra gen, deren äussere Enden in Nabenelementen 77 bzw. 78 und deren innere Enden in Nabenelementen 79 bzw. 80 zapfenartig gelagert sind. Eine Keilnut scheibe 81 ist auf das äussere Ende der Welle 75 aufgekeilt, die von der Motorwelle 22 über einen Riemen 82 mit Hilfe der Riemenscheiben 23 und 81 angetrieben wird. Die Welle 76 wird mit derselben Drehzahl wie die Welle 75 über miteinander käm mende Zahnräder 83 auf den Wellen 75 und 76 kontinuierlich angetrieben.
An den inneren Enden der Wellen 75 und 76 wird jeweils damit verkeilt eine radiale Kurvenscheibe oder Radialnocken 84 und angrenzend ein axial wirkender Daumen oder Plankurve 85 getragen, von denen jedes Element locker auf seiner Welle angeordnet ist. Die Plankur venelemente 85 sind jedoch jeweils mit einem Na benteil 86 versehen, die Nutfedern 87 haben. Diese befinden sich im Gleitsitz in Nuten 88 der Antriebs muffen 89, die mit den Wellen verkeilt sind, so dass die axial wirkenden Daumen mit den Wellen um laufen, während sie gleichzeitig ihre geringe, freie Axialbewegung auf den Wellen beibehalten.
Unter den Antriebswellen 75 und 76 verlaufen senkrecht zu diesen die Drehschwenkwellen 67 und 68, deren äussere Enden in Nabenelementen 90 bzw. 91 und deren innere Enden in den Nabenelementen 79 bzw. 80 zapfenartig gelagert sind (Fig. 9 und 10). Diese Wellen 67 und 68, die ausserdem Schwenk achsen für die Greiferarme 64 bilden, tragen auch jeweils einen Einrück -Bügel 92 (Fig. 9).
Diese Bügel haben jeweils einen Nabenteil 93, der an ihrer zugehörigen Welle befestigt ist, und jeder Bügel hat ein Paar nach oben verlaufende bogenförmige Arme, an deren freien Enden Rollen 94 getragen werden. Die Rollen 94 sind so angeordnet, dass sie an den hinteren Flächen der Plankurvenelemente 95 angrei fen, so dass das Plankurvenelement, wenn die Welle 67 oder 68 in einer Richtung umläuft, gegen seinen angrenzenden Radialdaumen verschoben und dort festgehalten wird, bis die Welle entgegengesetzt um läuft.
Die Greiferarme 64 sind jeweils mit einer Kur venrolle 95 versehen, deren Umfang ständig an einem Radialkurvenelement 84 angreift und dessen äussere Fläche in Eingriff mit einem Plankurvenele- ment 85 ist, wenn das letztgenannte von einem Ein rückbügel in Richtung seines angrenzenden Radial kurvenelementes bewegt wird. Die Greiferarme 64 sind normalerweise von der Filmführung nach aussen kreisend durch Blattfedern 96 und nach innen und axial zu ihren Schwenkachsen gegen die radialen Kurvenelemente 84 durch Schraubenfedern 97 vor gespannt.
Die Greiferarme werden deshalb mit kon stanter Geschwindigkeit axial zu ihren Schwenkach sen und parallel zu den Filmen von den Radialkur- ven 84 hin und her bewegt. Jede Drehschwenkwelle 67, 68 ist mit einer Kurbel 98 versehen, und die Kurbeln sind mit Kurbelstangen 99 an den Tauch kernen von Magnetspulenrelais oder Magnetschaltern 100 und 101 befestigt, die Wicklungen CL1 bzw. <B>C L2</B> haben.
Die Anordnung ist so getroffen, dass bei Erregung einer Magnetspule diese ihre zugehörige Welle über eine Kurve 98 in Drehschwingbewegung in einer solchen Richtung versetzt, dass der daran befestigte Einrückbügel 92 sein zugehöriges Plan kurvenelement gegen seinen angrenzenden Radial daumen und gegen die Arbeitsfläche der Kurven rolle 95 des entsprechenden Greiferarmes bewegt, so dass das Plankurvenelement den Greiferarm wäh rend eines Teiles seiner Umdrehung in die Filmper forationen bewegt.
Wenn die Magnetspule stromlos ist, schwingt das Plankurvenelement lediglich axial auf seiner Welle und kann keine zu der Filmführung senkrechte Bewegung des Greiferarmes bewirken.
In der Nähe des äusseren Endes trägt jede Dreh schwenkwelle 67, 68 daran befestigt einen Arm 102. Diese Arme sind so angeordnet, dass sie jeweils an einem der normalerweise offenen doppelpoligen Einfachschalter S-11 und S-12 angreifen und diesen schliessen, wenn die zugehörige Welle bei Erregung der Magnetspule umläuft, um das entsprechende Plankurvenelement in Tätigkeit zu setzen. Eine ge eignete Federrückstellvorrichtung (nicht dargestellt), ist in jedem Magnetschalter vorgesehen,
so dass die Drehschwenkwellen 67 und 68 auf einem Weg bei der Erregung bewegt werden und beim Stromlos werden in entgegengesetzter Weise zurückgelangen. Die Greiferarme 64 sind mit Anschlagelementen 103 versehen, um ihre nach aussen von der Filmführung weggerichtete Schwingbewegung zu begrenzen. Die konstant angetriebenen Wellen 75 und 76 tragen einen Nocken 104, der Synchronisierschalter S-7 bzw. S-13 betätigt, die an der Unterseite der Tragplatte 13 in der Nähe der Wellen 75 und 76 angebracht sind (Fig. 8 und 21).
Die Synchronisierschalter haben die Aufgabe, die Erregung und Aberregung der Magnetschalter mit Bezug auf die Winkelstellun gen der radialen Kurvenelemente 86 und somit mit Bezug auf die Stellungen der Greiferarme in ihrem Vorwärts- und Rückwärtshub zu synchronisieren, so dass die Filmgreifer nicht auf der Filmoberfläche laufen, wie es der Fall sein würde, wenn die Magnet schalter nicht synchronisiert wären, so dass die Grei fer nur gegen den Film bewegt werden, wenn sie sich im wesentlichen in einer Stellung zum Eingriff in die Filmperforationen befinden.
Jedes Bildfenster trägt einen Filmstellungsschal- ter S-9 für das Fixierungsfilmfenster und S-10 für das Textfilmfenster. Diese Schalter bestehen aus fle xiblen Kontaktbürstenelementen 199 bzw. 207, die auf der Oberfläche des Filmes laufen. Die Bürsten sind darstellungsgemäss in geeigneten Isolierelemen- ten angeordnet. Wenn eine Perforationsöffnung A -1 des sich bewegenden Filmbandes eine Bürste 199 oder 207 überdeckt, stellt die Bürste Kontakt mit der Metallfläche der Führungsplatte 44 her, so dass an dieser Stelle ein Stromkreis geschlossen wird.
Wenn die Bild- oder Filmfenster geöffnet sind, werden natürlich diese von den Filmfenstern getragenen Kontaktbürsten mit dem Filmfenster nach aussen ge schwenkt, so dass das Herausnehmen oder Einset zen des Filmes erleichtert wird.
Die in Fig. 28 schematisch dargestellte Steuer anlage ist zum Teil in der Fernsteuer- oder Fernbe- dienungseinheit 18 und teilweise in dem Projektor gehäuse 15 enthalten, wobei die getrennten Ab schnitte der Anlage mit den das Kabel 19 bildenden Leitungen verbunden sind. In dem Schaltbild ist ein Paar Energieversorgungsleitungen 105, 106 an eine einphasige Energiequelle von 110 Volt und 60 Hertz angeschlossen. Durch Schliessung eines Leitungs schalters S-6, der sich in der unteren linken Ecke des Schaltbildes befindet, wird der Stromkreis des Relais RY7 geschlossen, das durch Schliessen seiner Kontakte 107 einen Stromkreis zur Speisung des Antriebsmotors 21 und der Projektionslampe 27 schliesst.
Der Stromkreis des Relais RY7 verlauft von der Speiseleitung 105 über die Sicherung F-1, die Lei tung<B>108,</B> den Schalter S-6, die Leitung 109 und über die Wicklung des Relais RY7 an die Leitung 106. Der Stromkreis des Motors 21 verläuft von der Lei tung 105 über die Sicherung F-2, die Relaiskontakte <B>107,</B> die Leitung 110, den Motor 21 und die Leitung 111 zu der Speiseleitung 106. Die Projektionslampe 27 ist zwischen die Motorstromkreisleitungen 110 und 111 über Leitungen 112 und 113 verbunden.
Durch Schliessung des Leitungsschalters S-6 wird auch ein Stromkreis für die Primärwicklung eines Transformators T (oberer Teil/Mitte des Schaltbildes) geschlossen, der folgendermassen verläuft: von der Speiseleitung 106 über die Leitung 112, eine Leitung 113, die Primärwicklung von T, eine Leitung 114, eine Leitung 115, eine Leitung 116 zu der Leitung 109 über den Schalter S-6, die Leitung 108 und die Sicherung F-1 zu der Speiseleitung 105. Eine Sekun därwicklung W-1 des Transformators T liefert 6,3 Volt Wechselspannung an den Heizfaden 117 einer Glühkathoden-Gasentladungsröhre V-1 über Ver bindungsleitungen 118 und 119.
Eine Sekundär wicklung<I>W-2</I> des Transformators<I>T</I> liefert 6,3 Volt Wechselspannung zur Erregung eines Relais RY1 über einen Stromkreis, der wahlweise einen der Filmstellungsschalter S-9 oder S-10 einschliesst, wie später beschrieben wird.
Eine Gleichstromquelle wird von Selengleich- richtern SR1 und SR2 gebildet, die parallel zu der Wechselstromquelle geschaltet sind. Der Gleich richter SRI, der an eine erste Seite der Primärwick lung des Transformators T über einen Strombegren- zungswiderstand R-2 und die Leitung 114 und an die andere Seite über einen Kondensator C-1 und die Leitung 113 angeschlossen ist, richtet während einer Hälfte einer Periode gleich, so dass B+ an dem Punkt 120 entsteht.
Der Gleichrichter SR2, der mit der ersten Seite des Transformators T über Leitun gen 115 und 114 und mit der andern Seite über einen Kondensator C-2 und die Leitung 113 verbun den ist, richtet während der anderen Periodenhälfte gleich, so dass an dem Punkt 121B- entsteht. Die Leitung 113, welche die Verbindung mit der Speise leitung 106 herstellt, ist somit eine gemeinsame Rückleitung für die Gleichspannungen. Infolge der abwechselnden Aufladung und Entladung der Kon densatoren C-1 und C-2 betragen die Spannungen bei 120 und 121 angenähert + 150 bzw. -150 Volt.
Die Röhre V-1 besitzt ein Steuergitter 122, an dem eine normalerweise negative Vorspannung über seine Verbindung zu B- bei 121 aufrechterhalten wird, die wie folgt verläuft: von dem Punkt 121 über eine Leitung 123, eine Leitung 124, normaler weise geschlossene obere Kontakte 125 eines Relais RY3, eine Leitung 126, eine Leitung 127, normaler weise geschlossene Kontakte 128 eines Relais RY4, eine Leitung 129, normalerweise geschlossene obere Kontakte 130 eines Druckknopfumschalters S-4, eine Leitung 131, normalerweise geschlossene obere Kontakte 132 eines Doppelmesser-Druckknopfum- schalters S-5, eine Leitung 133, einen Widerstand R-7, eine Leitung 134,
eine Leitung 135, die Paral lelschaltung eines Widerstandes R-6 und eines Kon- densators C-6 und eine Leitung 136 an das Gitter 122. Die Kathode 137 der Röhre V-1 ist mit der gemeinsamen Leitung 113 über Leitungen 138, 139, 140 und 141 verbunden. Die Steueranlage und ihre Arbeitsweise werden nun im Zusammenhang mit ihren verschiedenen Filmvorschubfunktionen weiterhin beschrieben.
Wenn das Fixierungsfilmband 73 bei Handbe dienung immer um ein Feld vorgeschoben werden soll, wird der Funktionsschalterknopf <I>PS,</I> der an der Fernbedienungseinheit in Fig. 3 dargestellt ist, in die Stellung 1 gedreht. Dadurch werden alle Schal ter auf der linken Seite des Schaltbildes mit den Be zeichnungen SlA, S1B, S1C und SID in ihre Stel lungen 1 eingestellt. Die Kontaktarme dieser Schal ter befinden sich auf einer gemeinsamen Welle, die durch den Knopf FS gedreht wird.
Nach Einstellung des Funktionsschalters wird der Druckknopfum- schalter S-4 gedrückt. Dadurch wird die gerade be schriebene Verbindung zwischen B- bei 121 und dem Gitter 122 über die Kontakte 130 von S-4 unterbrochen und die negative Vorspannung abge trennt. Durch das Schliessen der unteren Kontakte 142 des Schalters S-4 wird ein Stromkreis zur Erre gung eines Relais RY5 geschlossen.
Dieser Strom kreis hat folgenden Verlauf: von B- am Punkt 121 über die Leitung 123, die Leitung 124, die Kon takte 125 von RY3, die Leitung 126, die Leitung 127, die Kontakte 128 von RY4, die Leitung 129, dem Kontakt 142 des Schalters S-4, eine Leitung 143, eine Leitung 144, eine Leitung 145, den oberen Kontakt 146 von RY4, eine Leitung 147 und über die Wicklung von RY5 an die Sammelleitung 113.
Die Erregung von RY5 bewirkt Schliessung seiner Kontakte 148 und ermöglicht die Aufladung eines Kondensators C-7 über einen Widerstand R-9, wo durch ein starker positiver Spannungsimpuls an das Röhrengitter 122 über den Synchronisierschalter S-13 angelegt wird, wenn dieser schliesst.
Der Synchroni- sierschalter S-13 ist so ausgebildet, dass er schliesst und diesen Spannungsimpuls zu einem unmittelbar vor der Beendigung des Rückhubes des Greiferarmes liegenden Zeitpunkt liefert, so dass der axial wirkende Daumen oder Plankurvenelement den Greiferarm gegen den Film zu einem Zeitpunkt bewegt, zu dem sich die Greifer an dem freien Ende des Armes in einer solchen Lage befinden, dass sie in Höhe eines Paares Perforationen des Filmbandes sind und in dieses einrasten.
Der erwähnte positive Stromstoss nimmt folgenden Weg: von B+ an 120 über die Leitung 143, die Leitung 153 nach rechts über die Leitung 152, den Widerstand R-9, die Leitung 151, den Kondensator C-7 den Kontakt 148 von RY5, die Leitung 149, den Schalter S-13, eine Leitung 150, eine Leitung 208, einen Widerstand R-7, die Leitungen 134 und 135, den Kondensator C-6 und den Widerstand R-6 und eine Leitung 136 zu dem Gitter 122.
Nachdem die negative Vorspannung am Gitter 122 am Kontakt 130 des Schalters S-4 unterbrochen und der starke positive Stromstoss über C-7 daran gelegt ist, wird die Röhre V-1 leitend und erregt die Fixierungsfilm-Magnetschalterwicklung CL1. Der Anodenkreis der Röhre V-1 verläuft von ihrer Anode 154 über die Leitung 142, eine Leitung 155, eine Leitung 156, die Stellung 1 des Schalters SlC, eine Leitung 157, den Kontakt 158 des Schalters S-5, eine Leitung 159, die Magnetschalterwicklung CL1, eine Leitung 160, eine Leitung 161, den Widerstand R-10 und eine Leitung 162 zu B+ am Punkt 120.
Die Erregung der Magnetspule CL1 bewirkt, dass das Plankurvenelement 86 des Fixierungsfilmvor- schubmechanismus nach innen bewegt wird und die Fortschaltung des Fixierungsfilmes um ein Feld er folgt. Die Erregung der Magnetspule CL1 verursacht auch das Schliessen der Kontakte 163 und 164 des Magnetschalters S-11, der sich unmittelbar unter CL1 befindet.
Dieser Vorgang erregt ein Relais RY6 über den folgenden Stromkreis: von einer Seite der Relaiswicklung RY6 über eine Leitung 165, den oberen Kontakt<B>163</B> des Schalters S-11, die Leitung 144, eine Leitung 143, den nun geschlossenen un teren Kontakt 142 des Schalters S-4, die Leitung 129, den Kontakt<B>128</B> von RY4, die Leitung 127 nach oben über die Leitung 126, den Kontakt 125 von RY3, die Leitung 124 und die Leitung 123 an B- an 121. Die andere Seite der Wicklung RY6 ist mit der gemeinsamen Leitung 113 über eine Lei tung 166 verbunden.
Bei Erregung von RY6 werden seine unteren Kontakte 167 geschlossen und schlie ssen einen Haltekreis rings um den Magnetschalter S-11, so dass die Erregung von R Y6 über die Leitung 144, eine Leitung 168, die Kontakte 167, die Wick lung RY6 und die Leitung 166 an die Sammellei- tung 113 aufrechterhalten wird.
Bei Erregung von RY6 wird auch sein oberer Kontaktsatz 169 ge schlossen, wodurch ein Stromkreis zur Wiederher stellung der negativen Vorspannung am Röhrengit ter 122 geschlossen wird, so dass erneutes Leiten der Röhre V-1 verhindert wird, wenn diese einmal ge sperrt worden ist, so dass der Fixierungsfilm nur um ein Feld bewegt wird, unabhängig davon, wie lange der Druckschalter S-4 gedrückt gehalten wird.
Diese negative Vorspannung wird von B- am Punkt 121 über Leitungen 123 und 124, Kontakte 125, die Leitung 126, Kontakte 169 von RY6, die Leitung 150, die Leitung 208, den Widerstand R-7, die Lei tung 134, den Widerstand R-6 und den Konden sator C-6 und über die Leitung 136 an das Gitter 122 angelegt.
Wenn der Fixierungsfilm um ein Feld fortge- schaltet worden ist, schliesst der Synchronisierschalter S-7 und legt einen stark negativen Spannungsimpuls infolge der Entladung eines Kondensators C-3 an die Anode 154 an, so dass die Röhre gesperrt wird. Bevor der Schalter S-7 schliesst und während die Röhre leitend ist, wird der Kondensator C-3 über einen Widerstand R-3 und die Leitung 143 zu B+ an 120 geladen. Das Loslassen des Druckknopfschal ters S-4 bewirkt die Öffnung der Kontakte 142, lässt das Relais RY6 abfallen und beseitigt die nega tive Gittervorspannung über dieses Relais.
Jedoch werden auch wieder die Schalterkontakte 130 ge- schlossen, um die normale negative Vorspannung über diese Kontakte herzustellen.
Wenn der Textfilm unter Handbedienung jeweils um ein Feld fortgeschaltet werden soll, wird der Funktionsknopf wieder in die Stellung 1 gedreht. Dann wird ein Druckknopfschalter S-5 gedrückt. Da durch wird das obere Schaltmesser 132 veranlasst, seinen oberen Kontakt zu unterbrechen, wodurch die normale negative Vorspannung unterbrochen wird. Auch wird dadurch das Schaltmesser 132 mit sei nem unteren Kontakt verbunden, so dass C-7 geladen und ein positiver Spannungsimpuls an das Gitter 122 über denselben vorher erwähnten Stromkreis gelie fert wird.
Wenn das untere Schaltmesser<B>158</B> von S-4 seinen oberen Kontakt unterbricht, wird die Verbindung zwischen der Magnetspule CL1 und der Röhrenanode unterbrochen und über seinen unteren Kontakt die Verbindung der Textfilmmagnetspule CL2 mit dem Röhrenanodenkreis über die Leitun gen 170 und 171 hergestellt.
Im übrigen entspricht die Arbeitsweise dem Vorgang bei der Fortschaltung des Fixierungsfilmes. Somit wird immer dann, wenn S-4 gedrückt ist, der Fixierungsfilm um ein Feld fortgeschaltet, und immer dann, wenn S-5 nieder gedrückt ist, wird der Textfilm um ein Feld vorge schoben, wobei es keine Rolle spielt, wie lange diese Knöpfe betätigt werden. Immer wird nur ein Feld weitergeschaltet.
Wenn der Fixierungsfilm wiederholt jeweils um ein Feld mit einer gewählten Geschwindigkeit fort geschaltet werden soll, werden die Funktionssehalter SIA-S1D wieder in die Stellung 1 gedreht. Durch Niederdrücken eines Start -Knopfes an der Fern bedienungseinheit werden die Kontakte 172 eines Startschalters S-2 in dem oberen Teil des Schaltbildes geschlossen, wodurch ein Stromkreis zur Erregung des Relais RY4 geschlossen wird.
Dieser Stromkreis verläuft von B+ am Punkt 120 über die Leitung 143, die Leitung 153, die Leitung<B>152,</B> die Wick lung des Relais RY4, die Leitung 173, die oberen Kontakte eines Relais RY2, eine Leitung 175, den in Stellung 1 befindlichen Schalter SlB, den nun geschlossenen Startschalter S-2 und eine Leitung 176 zu der gemeinsamen Seite der Gleichspannungen an der Leitung 113.
Die Erregung des Relais RY4 schliesst einen Erregungskreis für das Relais RY3 über die normalerweise offenen unteren Kontakte 177 von RY4. Dieser Stromkreis verläuft von B+ bei 120 über die Leitung 143, die Leitung 153, die Lei tung 178, die Wicklung von RY3, eine Leitung 179, die Kontakte 177 von RY4, eine Leitung 180, eine Leitung 181, Kontakte 182 eines Stop -Schalters S-3, eine Leitung 183, eine Leitung 184, normaler weise geschlossene Kontakte 185 des Relais RYl, eine Leitung 186,
dem in Stellung 1 befindlichen Schalter S1A und die Leitung 176 an die Sammel- leitung 113.
Durch Schliessung des Relais RY4 wird nun auch über seinen oberen normalerweise offenen Kontakt 187 ein Erregungskreis für das Relais RY5 geschlos- sen, um einen positiven Spannungsimpuls an das Gitter 122 zu liefern. Dieser Stromkreis hat folgenden Verlauf: von B+ am Punkt 120 über die Leitung 143, die Leitung 153, eine Leitung 188, den Kon takt<B>187,</B> die Leitung 174 und die Wicklung des Relais RY5 an die gemeinsame Leitung 113.
Das Öffnen des normalerweise geschlossenen mittleren Kontaktes 128 von RY4 bei Erregung unterbricht auch die normale negative Vorspannung am Röh rengitter 122, und durch das Schliessen seines nor malerweise offenen mittleren Kontaktes 190 wird B- bei 121 mit einem der Kontakte 163 des Magnetschalters S-11 verbunden, so dass, wenn die Magnetspule CL1 erregt ist und der Schalter S-11 schliesst, ein Stromkreis zur Erregung des Relais RY6 geschlossen wird.
Wenn das Relais RY3 durch das Schliessen des Relais RY4 erregt ist, wird seine Erregung durch einen Haltekreis auf rechterhalten, der sich von B+ an 120 über die Leitung 153, die Leitung 178, die Wicklung RY3 und über seine unteren Kontakte 191, die Leitung 181, die Kontakte 182 des Stop -Schalters S-3, die Leitung 183, die Leitung 184, Kontakte 185 von RY1, die Leitung 186, den Schalter SIA und die Leitung 176 zu der gemeinsamen Leitung 113 erstreckt.
Der nun geschlossene mittlere Satz von normalerweise offenen Kontakten 192 des Relais RY3 schliesst einen Stromkreis zur Erregung des Relais RY2, und seine oberen normalerweise ge schlossenen Kontakte 125 werden geöffnet, so dass die Verbindung zwischen B- an 121 und den Kon takten 169 des Relais RY6 unterbrochen wird.
Der durch das Schliessen der Kontakte 192 von RY3 geschlossene Erregungskreis für das Relais RY2 verläuft von B+ an 120 über die Leitung 143, die Leitung 153, die Wicklung von RY2, eine Lei tung 193, die Kontakte 192 von RY3 und eine Lei tung 194 zu der gemeinsamen Leitung 113. Wenn das Relais RY2 erregt ist, unterbricht es seinen obe ren Kontakt 174, so dass der Stromkreis für das Relais RY4 unterbrochen wird, das dann abfällt.
Unter diesen Bedingungen, das heisst, wenn das Relais RY4 stromlos ist und das Relais RY3 gehal ten wird, wird die Steuerung des Stromkreises von dem Start -Schalter S-2 entfernt, der nun losgelas sen werden kann. Der einzige Weg, der zu einer Aberregung von RY3 führt, ist das Öffnen des Stop -Schalters S-2 oder das Öffnen von Kontak ten 185 des Relais RYl.
Wenn das Relais RY5 durch die Funktion des Relais RY4 erregt ist, ladet sich der Kondensator C-7 auf, wie vorher beschrieben wurde, und ein stark positiver Spannungsimpuls gelangt an das Gitter 122 über den Synchronisierschalter S-13, wenn dieser schliesst. Dieser Vorgang zusammen mit der Tatsache, dass die normale negative Vorspannung an dem Gitter durch das Relais RY4 unterbrochen wurde, bewirkt, dass die Röhre V-1 leitet und die Magnetspule CL1 über den vorher beschriebenen Anodenkreis erregt, so dass die Fortschaltung des Filmes erfolgt.
Wenn die Magnetspule CL1 erregt ist, werden die Kontakte 164 des Magnetschalters S-11 geschlos sen. Dadurch wird eine stark negative Vorspannung an das Gitter 122 von B- bei 121 über die Leitun gen 123, 195, die Kontakte 164, die Leitungen 196, 134, 135, den Kondensator C-6 sowie den Wider stand R-6 und die Leitungen 136 und 137 angelegt. Dieser Vorgang bewirkt auch die Ladung eines Kon- densators C-5 über einen Widerstand R-5 und die Leitung 141 an die gemeinsame Leitung 113.
Nach dem der Vorschub des Filmes um ein Feld bewirkt worden ist, schliesst der Synchronisierschalter S-7, worauf der Kondensator C-3 entladen wird und ein negativer Spannungsimpuls an die Röhrenanode 154 gelangt, der zusammen mit der an das Gitter ange legten negativen Vorspannung das Leiten der Röhre unterbindet.
Infolge der Drehung des Synchronisierschalter- nockens und der Aberregung der Magnetspule wer den nun die Schalter S-7 und S-11 wiederum geöff net, und der Kondensator C-5 beginnt sich von B- auf die Spannung B+ über die Leitung 134, einen Widerstand R-8, eine Leitung 197, ein Potentio- meter P-1, die Leitung 152 und die Leitung 153 nach 121 mit einer durch P-1 bestimmten Geschwin digkeit aufzuladen. Der Widerstand P-1 wird durch Drehen des Geschwindigkeitssteuerknopfes S-C an der Fernbedienungseinheit geändert.
Wenn das Git ter wieder ausreichend positiv wird, zündet die Röhre und die Magnetspule CL1 wird wiederum erregt, so dass der Film um ein Feld fortgeschaltet wird. Dieser wiederholte Vorgang setzt sich mit einer gewählten Geschwindigkeit fort, die von der Ladegeschwindig keit über die Geschwindigkeitsregelung P-1 bestimmt wird, bis der Erregungskreis für das Relais RY3 entweder durch Öffnen des Stop -Schalters S-3 oder durch Öffnen von Kontakten 185 des Relais RY1 unterbrochen wird.
Wenn dieser wiederholte Vorschub an einer oder mehreren Stellen längs des Filmbandes selbsttätig unterbrochen werden soll, sind in dem Film Perfo rationen oder Einkerbungen vorgesehen, wie in Fig. 26 dargestellt ist, und ein Wählwechselschalter S-14 (in der oberen linken Ecke des Schaltbildes dargestellt) wird in eine Stellung zwecks Schliessung seines Kontaktes 198 geschaltet.
Die räumliche über- einstimmung einer Öffnung oder Einkerbung N-1 in dem Filmband mit der Kontaktbürste 199 des Fixie- rungsfilmstellungsschalters S-9 bewirkt die Schlie ssung eines Erregungskreises für das Relais RY1. Dieser Stromkreis hat folgenden Verlauf: von einem Pol der Transformatorsekundärwicklung W-2 über eine Leitung 200, eine Kontaktbürste 199, eine Lei tung 201, Kontakte 198 des Schaltmessers S-14, eine Leitung 202, die Wicklung von RYl und eine Leitung 203 zum anderen Pol der Sekundärwicklung W-2.
Dieser Kreis wird dann durch die Filmführungs- platte 44 und Erde geschlossen, wenn die Kontakt- bürste 199 in eine Öffnung in dem Film eintritt und mit der Filmführungsplatte Kontakt herstellt. Zur Vereinfachung sind jedoch in dem Schaltbild Leitun gen gezeichnet worden. Die Erregung von RY1 be wirkt das Öffnen seiner Kontakte 185, wodurch der Haltekreis von RY3 unterbrochen wird und der Betrieb aufhört. Wiederholte Fortschaltung wird durch erneutes Niederdrücken des Start -Schalters S-2 erneut eingeleitet.
Die Einrichtung der Filmstellungsschalter und der in Abständen in dem Filmband angeordneten Öffnungen oder Einkerbungen ermöglicht der Bedie nungsperson, die genaue gewünschte Anzahl an Fel dern ohne Leerlauf oder zu weitem Lauf selbsttätig fortzuschalten, was sonst auftreten kann, wenn man auf das Niederdrücken des Stopknopfes von Hand angewiesen wäre.
Wenn das Textfilmband 71 feldweise wiederholt mit einer gewünschten Geschwindigkeit vorgeschoben werden soll, wird der Funktionsschalter in die Stel lung 3 gedreht. Dadurch werden auch die Schalter S1A und S1D in die Stellung 3 gebracht, so dass die Fixierungsfilmmagnetwicklung CL1 von dem Röh- renanodenkreis durch Unterbrechung des Kontaktes bei der Stellung 1 in S1C abgeschaltet wird,
und es wird die Textfilmmagnetwicklung CL2 in dem Röh- renanodenkreis in der Stellung 3 des Schalters S1C verbunden. Zur selbsttätigen Unterbrechung der Fort schaltung des Textfilmes wird der Wählschalter S-14 umgeschaltet, so dass seine Kontakte 198 offen und seine Kontakte 204 geschlossen sind. Unter diesen Bedingungen wird RY1 über S-10 anstatt über S-9 erregt, wenn eine Öffnung oder Einkerbung N-2 in dem Textfilm 71 (Fig. 27) von der Kontaktbürste 207 des Textfihnstellungsschalters S-10 überdeckt wird.
Im übrigen ist die Arbeitsweise so, wie gerade im Zusammenhang mit wiederholter Fortschaltung des Fixierungsfilmes beschrieben wurde. Selbsttätig unterbrochener wiederholter Vorschub in der gerade erläuterten Weise ist in einem Stadium der Sehschu lung, das man tachistoskopische Schulung oder Weiterbildung nennt, besonders nützlich. Bei diesem Ausbildungsverfahren wird ein Filmfeld, das eine Gestaltungsform, einen Satz oder eine Zahl enthält, als Ganzes während eines kurzen, abgemessenen Zeitraumes projiziert, um rasche Erkennungsfähigkeit zu entwickeln.
Der in Fig. 27 dargestellte Filmstrei fen zeigt abwechselnd Leerfelder und Kennzeich nungsfelder, wobei die Kennzeichnung oder gegen ständliche Darstellung wenigstens einmal wiederholt ist. Auch befinden sich an diesem Streifen Ausspa rungen N-2, die jedem Feld zugeordnet sind, an dem der Vorschub selbsttätig unterbrochen werden soll.
Bei der Leseschulung ist es erwünscht, den Fixie- rungsfilm um jeweils ein Feld wiederholt selbsttätig fortzuschalten, bis der Gesamtinhalt auf einem Feld eines Textfilmes freigelegt ist, und dann den Text film um ein Feld gleichzeitig mit dem nächsten Feld des Fixierungsfilmes fortzuschalten, so dass aufein anderfolgende Teile des Inhalts von Zeile zu Zeile auf einem Textfeld und von Feld zu Feld des Textes kontinuiertlich über die Gesamttextlänge freigelegt werden, die sich über eine Mehrzahl Felder erstrek- ken kann.
Um dies zu erreichen, wird der Funktions knopf in die Stellung 2 gedreht, und der Wählschal- ter S-14 wird in eine Stellung geschaltet, in der sein Kontakt 198 geschlossen ist.
Wenn sich die Funktionsschalter in der Stellung 2 befinden, ist die Fixierungsfilmmagnetwicklung CL1 direkt in den Röhrenanodenkreis über S1C wie vor her geschaltet.
Nun werden aber sowohl CLI als auch die Textfilmmagnetwicklung CL2 in den Anoden kreis über die normalerweise offenen Kontakte 205 des Relais RY1 geschaltet, wenn dieses erregt ist, und infolge der Stellung des Wählschalters S-14 wird RY1 erregt, wenn eine Aussparung N-1 in dem Fixierungsfilm mit der Kontaktbürste 199 des Fixie- rungsfilmstellungsschalters S-9 zusammenfällt. Da durch wird der Vorschub beider Filmbänder um ein Feld gleichzeitig bei dem Auftreten der Aussparung N-1 in dem Fixierungsfilmband bewirkt.
Nachdem beide um dieses Feld weitergeschaltet worden sind, hat sich die Filmaussparung N-1 natürlich an der Kontaktbürste 199 vorbeibewegt, und der Vorschub des Fixierungsfilmes setzt sich wieder allein fort. Wenn die Funktionsschalter in die Stellung 2 bewegt sind, schliesst der Kontakt 2 von S1A einen Neben schlusskreis an die gemeinsame Leitung 113 über Kontakte 185 des Relais RYl, so dass bei Erregung des Relais RY1 das Öffnen der Kontakte 185 den Haltekreis, der die Erregung von RY3 aufrechter hält, nicht unterbricht. Die Arbeitsfunktion wird durch Niederdrücken des Stopschalters S-3 unter bunden.
Der Fixierungsfilmstreifen 73 besteht bei Verwen dung mit einem Textfilmband zur Leseschulung aus aufeinanderfolgenden Feldern, die abgeschattete Flä chen und transparente Fenster haben, wobei die Fenster entlang dem Filmband Staffel- oder stufen artig angeordnet sind, wie in Fig. 26 dargestellt ist.
Die Anzahl der Stufen in jeder solchen Staffelform der Fenster ist gleich der Zeilenzahl des Textes an jedem Feld des Textfilmes 71, und es ist eine Aus sparung N-1 in dem Fixierungsfilm für jede Staffel gestaltung der Fenster vorhanden, so dass der Text film um ein Feld gleichzeitig mit dem Vorschub des nächsten Feldes des Fixierungsfilmes fortgeschaltet wird, wenn der vollständige Text auf einem Feld stufenweise dargeboten worden ist.
Bei dem wiederholten Vorschub eines Filmban des mit gewählten Frequenzen wird die Synchroni sierung der Röhrenzündung mit der Stellung des Greiferarmes durch eine Kombination der Abkling- zeit des negativen Sperrimpulses durch den verän derbaren Widerstand P-1 und durch die Anlegung eines Kippimpulses erreicht, der an das Gitterglied angelegt wird, wenn der Synchronisierschalter S-7 öffnet. Dieser Kipp- oder Auslösestromstoss wird über einen Kondensator C-R und einem Wider stand R-4 an das Gitterglied bei C-5 angelegt.
Beispielsweise werde angenommen, dass die Röhre bei dem Gitterpotential Null zündet, die Nocken scheibe des Schalters S-7 mit 25 U/s umläuft und bei jeder Öffnung des Schalters S-7 einen +50-V-Strom- stoss liefert, der bei kurzzeitigem Schliessen des Magnetschalters S-11 angelegte negative Sperrimpuls das Gitter auf -150 Volt treibt und dass zweimal pro Sekunde oder bei jeder zwölften Umdrehung des Schalternockens die Röhre gezündet und die Magnet spule erregt werden soll.
Unter diesen Bedingungen würde der veränderbare Widerstand P-1 so einge stellt werden, dass der negative -150-Volt-Sperrim- puls in einer halben Sekunde auf -50 Volt oder etwas weniger abklingt. Bei dem nächsten Öffnen des Schalters S-7 bewirkt dann der über C-4 und R-4 an das Gitterglied angelegte +50-Volt-Stromstoss, dass die Röhre an dem Umdrehungspunkt der Nockenan- triebswelle zündet, der, wie vorher beschrieben wurde, auch den Greiferarm hin und her bewegt.
Wenn der Textfilinstreifen mit der Maximalge schwindigkeit wiederholt vorgeschoben werden soll, wird der Funktionsschalterknopf in die Stellung 4 gedreht. Dadurch wird eine Seite der Textfilmmagnet- wicklung CL2 über den Schalter SlD, die normaler weise geschlossenen Kontakte 185 von RYl und SIA an die gemeinsame Leitung 113 angeschlossen. Die andere Seite von CL2 wird mit<I>B+</I> bei 120 ver bunden.
Der Stromkreis für CL2 hat folgenden Ver lauf: von B+ bei 120 über R10, eine Leitung 161, die Leitung 160, CL2, die Leitung 171, die Leitung 170, den in der Stellung 4 befindlichen Schalter SlD, eine Leitung 206, die Leitung 186, Kontakte 185, die Leitung 184, den in der Stellung 4 befindlichen Schalter S1A und die Leitung 176 an die gemein same Leitung 113.
Das Textfilm-Plankurvenelement wird nun in konstanter Weise durch die Textfilm magnetspule gegen die Greiferarmkurvenrolle gehal ten, und der Textfilm wird mit der Geschwindigkeit der Hin- und Herbewegung des Greiferarmes vorge schoben, der von dem mit konstanter Geschwindig keit umlaufenden Radialdaumen 86 auf der Welle 75 angetrieben wird.
Die Fortschaltung kann unterbro chen werden, falls eine Öffnung oder Aussparung N-1 in dem Textfilm vorhanden ist, indem der Schal ter S-14 im Sinne einer Schliessung seiner Kontakte 204 bewegt wird, so dass das Relais RYl bei Lage übereinstimmung der Öffnung und der Kontaktbürste 207 erregt wird und die Kontakte 185 öffnet. Sonst wird der Vorschub dadurch unterbrochen, dass man die Funktionsschalter aus der Stellung 4 in eine andere Stellung bewegt.