DE2260909A1 - Vorrichtung zum zufuehren einzelner blaetter unterschiedlicher eigenschaften - Google Patents
Vorrichtung zum zufuehren einzelner blaetter unterschiedlicher eigenschaftenInfo
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Description
Böblingen, 11. Dezember 1972 hz-fr/we
Anmelderin: ' International Business Machines
Corporation, Armonk, N.Y. 10504
Amtl. Aktenzeichen: Neuanmeldüng
Aktenzeichen der Anmelderin: LE 971 015
Vorrichtung zum Zuführen einzelner Blätter unterschiedlicher Eigenschaften
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zuführen einzelner
Blätter unterschiedlicher Eigenschaften zu einem Bearbeitungsgerät,
insbesondere Kopiergerät, wobei zwei Stapel von Blättern unterschiedlicher Eigenschaften getrennt in einem Vorratsbehälter
aufbewahrt werden.
Eine derartige Zuführvorrichtung ist beispielsweise aus der US-Patentschrift
3 645 615 bekannt, bei der von mehreren Papierstapeln über mehrere Wege und mehrere Abzieh- und Vorschubmechanismen
die Blätter einzeln dem Bearbeitungsgerät zugeführt werden. Nachteilig bei einer derartigen Anordnung ist die Verwendung
von je einer Abzieh- und Vorschubvorrichtung für jeden einzelnen Papierstapel sowie das Vorhandensein von je einem
Zuführpfad für jeden Papierblattstapel.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer
Vorrichtung der eingangs genannten Art, bei der mit einfachen Mitteln Einzelblätter von einem von zwei Papierstapeln mit
unterschiedlichen Eigenschaften auf einfache Weise einem Bearbeitungsgerät zugeführt werden können.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die beiden
Stapel gegenüberstehend angeordnet sind und daß zwischen ihnen ein gemeinsamer Abziehmechanismus selektiv verschieb- und
betätigbar angeordnet ist, um jeweils das erste Blatt von dem einen oder dem anderem Stapel abzuziehen. Zweckmäßigerweise wird
zum Abziehen eine drehbare Rolle verwendet, die je nach dem ausgewählten
Stapel in ihrer Drehrichtung reversibel ist. Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, die Abziehrolle auf einer drehbar
gelagerten Aufhängung zu befestigen und diese durch eine außermittig an der Aufhängung angreifende Feder in der jeweils ausgewählten Lage stabil auf einem der ausgewählten Stapel aufliegen
zu lassen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung, die insbesondere
die Einflüsse der Schwerkraft auf die Papierstapel ausschließt, stehen die Einzelblätter der Stapel in vertikaler
Richtung auf einer im wesentlichen horizontalen Auflage. Damit die Abziehrolle die vordersten Blätter jedes Stapels jeweils
an derselben Stelle abziehen kann, werden die Stapel durch federnde Andrückvorrichtungen aufeinander zu gedrückt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind den Ansprüchen zu entnehmen.
Im folgenden wird anhand des in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles
Aufbau und Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung näher erläutert. Die Figuren zeigen im einzelnen:
Fig. 1 in perspektivischer Ansicht ein Kopiergerät mit
einer Einzelblattzuführvorrichtung gemäß der Erfindung;
Fig'. 2 in perspektivischer Ansicht die Papierstapel-
halterung und die Zuführ- und Transportvorrichtung;
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Fig. 3 eine Draufsicht der in Fig. 2 dargestellten
Teile;
Fig. 4 eine Seitenansicht des Abzieh- und Vorschub-
mechanismusses;
Fign. 5 u. 6 schematisch in Draufsicht die verschiedenen
Lagen des Abzieh- und Vorschubmechanismusses
gemäß der Erfindung;
Fig. 7 eine Ansicht von unten der in Fig. 4 dargestellten
Teile;
Fig. 8 eine Draufsicht auf den Abzieh- und Vorschubmechanismus
in einer Zwischenlage und
Fig. 9 ein Blockschaltbild der Steuerung für die
Zuführvorrichtung.
In Fig. 1 ist neben einem Kopiergerät 10 eine Papierzuführvorrichtung
12 dargestellt, die in einem Gehäuse 14 auf einem Vorratsbehälter
16 angebracht ist, um das Laden und die Wartung
zu vereinfachen. Das Gehäuse 14 kann auch die Ablage enthalten oder nur die Blattzuführvorrichtung. In alternativer Weise
kann der Mechanismus 12 in das Kopiergerät 10 eingebaut sein oder als Einheit für sich neben dem Kopierer angeordnet werden.
Der Mechanismus 12 ist in der Lage, einzelne Blätter von dem
einen oder dem anderen der beiden Stapel zuzuführen, deren Charakteristika unterschiedlich sein können. In der nachfolgenden
Beschreibung besteht der unterschied in der Länge, d.h. ein
Stapel hat eine Blattlänge von ca. 28 cm und der andere eine Blattlänge
von ca. 35,6 cm. Andere unterschiedliche Eigenschaften der Blattstapel können beispielsweise darin liegen, daß der eine Sta-;
pel aus Papier gebildet ist und der andere aus Offset-Vorlageblättern
oder Lagerkarten oder farbigen Papierblättern►
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Der Vorratsbehälter 16 ist auf Schienen verschiebbar gelagert, die nicht dargestellt sind, und trägt einen Abzieh- und Vorschubmechanismus
20. Der Mechanismus 12 beinhaltet zwei Stapelhalter 22 und 24 (Fig. 2), der zwei federnde und drehbar gelagerte Arme
26 und 28 mit Rollen 30 und 32 enthält. Anstatt der Rollen können auch Platten verwendet werden. Eine Feder 42 drückt die Arme
und 28 gegeneinander, so daß die Rollen 30 und 32 gegen die äußeren Flächen 34 und 38 der beiden Papierstapel 38 und 40
gedrückt werden, die auf der Bodenplatte des Vorratsbehälters
16 ruhen.
Die Stapel werden durch die Rollen 30 und 32 gegen ein Paar von Führungsrollen 44 und 46 gedrückt, die mit den Flächen der inneren
Blätter der Stapel in Kontakt stehen. Die Führungsrollen und 46 helfen mit, daß die Blätter der Stapel in einer vertikalen
Lage gehalten werden, und sind leicht gegeneinander versetzt, um einen gegenseitigen Kontakt zu vermeiden. Auf diese Welse werden
die Stapel nahe beieinander und getrennt gehalten, so daß die ersten Blätter, die abgezogen werden, einander gegenüberstehen.
Die Führungsrollen sind Wellen mit einer Reihe von Rollenscheiben darauf, können jedoch auch durchgehende drehbare Rollen sein.
Die Enden der Stapel 38 und 40, die neben dem Mechanismus 20
liegen, kontaktieren Seitenwände 50 und 52, so daß neu eingelegte Stapel korrekt ausgerichtet werden können. Di· Seltenwände
50 und 52 haben dazu fluchtende Teile und sind in der Mitte der Anordnung voneinander weg nach außen gebogen, um
innerhalb des Abzieh- und.Vorschubmechanismussee 20 al· äußere
Papierführungen zu wirken. Zwischen diesen äußeren Papierführungen 50 und 52 und Innerhalb der Stapel sind Leitbleche 54
und 55 angeordnet, die als innere Papierführungen dienen. Diese Führungen stellen sicher, daß Blätter, die von dem einen oder
dem anderen Stapel abgezogen worden sind, korrekt einer Vorschubrolle
56 zugeführt werden, die mit Trennrollen 60 und 61 zusammenarbeiten. Die inneren Papierführungen 54 und 55 sind
an einem Tragarm 68 (Flg. 4) befestigt. Ebenfalls int auf diesem
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Tragarm 68 eine Abzugrolle 58 angeordnet, die zwischen den Stapeln zu liegen kommt und von der Vorschubrolle 56 durch einen
Riemen 62 angetrieben wird, der sich zwischen den inneren Führungen
54 und 55 erstreckt. Ein reversibler elektrischer Motor 116 (Fig. 4) treibt über einen Riemen 117 eine vertikale Antriebswelle
80, auf der die Vorschubrolle 56 fest angebracht ist. Die Rückhalterollen 60 und 61 werden über Zahnräder angetrieben,
und zwar über die Zahnräder 82, 84, 86 von der Welle 80, so daß die Rückhalterollen 60 und 61 in derselben Richtung rotieren
wie die Vorschubrolle 56, jedoch ungefähr mit einem
Drittel bis einem Viertel deren Geschwindigkeit. Dadurch wird erreicht, daß sich die Rückhalterollen entgegen der Vorschubrolle
56 drehen und somit zuviel abgezogene Blätter zum jeweiligen Stapel zurückzudrängen trachten.
Der Tragarm 68 (Fig. 4) ist mit dem oberen Ende einer Tragröhre 70 fest verbunden, die ihrerseits an einem Rahmen des Mechanismus
2O befestigt und einen Teil der Welle 80 umgibt. Am unteren Ende der Röhre 70 ist ein Doppelarm 72 befestigt. Eine Feder
78 ist mit einem Ende des Armes 72 und einer festen Aufhängung derart verbunden, daß die Feder 78 außermittig in der Weise
wirkt, daß der Arm 72 und die damit verbundenen Teile bei Auslenkung
über eine Mittelstellung hinaus, die durch die Welle 80 gegeben ist, die Anordnung in zwei stabilen Endlagen festgehalten
wird. Dadurch wird Abzugsrolle 58 gegen das innerste Blatt eines der Stapel durch die Wirkung der Feder 78 (Fig. 7)
fest angedrückt. "
Der gewünschte Stapel, von dem ein Blatt abgezogen werden soll, kann durch die Betätigung eines Auswahlschalters 64, der am Gehäuse
oder am Kopiergerät 10 befestigt ist, ausgewählt werden. Der Schalter 64 ist durch eine Bowdenzuganordnung 76 mit den Enden
des Doppelarms 72 verbunden, wie dies die Fign. 5 und 6 zeigen. Das Niederdrücken eines der Knöpfe des Schalters 64 (Fig. 5)
dreht den Arm 72, bis die Feder 78 über den Lagerpunkt dieses Armes hinwegkommt und dann Abziehrolle 58 gegen den Stapel 38
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andrückt. Das Niederdrücken des anderen Knopfes (Fig. 6) des Schalters 64 dreht den Arm 72 in die andere Richtung und die
Abziehrolle 58 kommt mit dem Stapel 40 in Kontakt.
Die Betätigung des Schalters 64 verursacht gleichfalls ein Umschalten
eines elektrischen Motorreversierschalters 132 (Fig. 9), durch den die Drehrichtung des Motors 116 umgekehrt wird. Auf
diese Weise wird sichergestellt, daß die Vorschubrolle 56 und die Abziehrolle 58 in der zu jedem Stapel gehörenden richtigen
Richtung gedreht werden, um ein Blatt von dem Stapel abzuziehen, an dem die Rolle 58 anliegt. Wird die Lage der Abziehrolle
58 gewechselt, dann wird die Drehrichtung reversiert. Zur selben Zeit werden die Rückhalterollen 60 und 61 in geeigneter Richtung
gedreht, die zu dem Stapel paßt, von dem Blätter abgezogen werden. Der Reibungskontakt zwischen der Vorschubrolle 56 und den
Rückkhalterollen 60 und 61 ist leicht, jedoch ausreichend genug, um ein dazwischenliegendes Blatt in geeigneter Weise zu beeinflussen.
Die Abzugsrolle 58 kann intermittierend von demjenigen Stapel abgehoben werden, mit dem sie in Kontakt steht. Für diesen
Zweck ist deshalb ein Paar von Relais 66 und 67 (Fig. 5) vorgesehen, deren Anker über Verbindungsstangen 74 mit dem Arm 72
verbunden sind. Die Erregung des Relais 67 zieht den Arm 72 von der in Fig. 6 und 7 dargestellten Position in die in Fig. 8 dargestellte
Position, in der die Abzugsrolle 58 nicht mehr mit den Blättern des Stapels 40 in Kontakt ist. Die Bewegung des
Armes 72, hervorgerufen durch die Relais 66 und 67, ist nicht so stark, daß die Feder 78 über die Mittellage hinausbewegt
wird, so daß bei Aberregung der Relais die Feder 78 den Arm und die damit verbundene Abziehrolle 58 zu der vorherigen Lage,
wie in den Fign. 6 und 7 dargestellt, zurückzieht, in der die Rolle 58 das innerste Blatt des Stapels 40 berührt. Die Arbeitsweise
des Relais 66 ist bei Erregung und Aberregung ähnlich.
Zwischen dem Motor 116 und dem Reversierschalter 132 (Fig. 9)
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sind in paralleler Anordnung drei Motorsteuerschalter 122, 124 und 128 angeordnet, die unabhängig voneinander in der Lage sind,
den VersorgungsStromkreis des Motors zu schalten. Der Schalter
122 wird durch eine Zeitsteuernocke 120 vom Kopiergerät 10 her
gesteuert und sein. Schließen startet die Papierzuführung. Der Betätigungsarm des Schalters 124 liegt im Papierweg vom Stapel
40 zwischen den Papierführungen 55 und 52 (Fig. 8) und wird durch die Anwesenheit eines Papierblattes dazwischen geschlossen,
um den Motor 116 so lange in Gang zu halten, bis das Blatt den Betätigungsarm freigibt. Der Betätigungsarm des Schalters
128 liegt im Papierweg vom Stapel 38 zwischen den Papierführungen
54 und 50 und wird durch die Anwesenheit eines Blattes dazwischen geschlossen, um den Motor in Gang zu halten, bis das
Blatt den Betätigungsarm freigibt. .
Die Relais 66 und 77 besitzen Steuerschalter 130 und 126 in
ihren Zuführungskreisen (Fig. 9). Die Betätigungsarme der Schalter 126 und 130 sind in denselben Papierwegen wie die Betätigungsarme
der Schalter 124 und 128 angeordnet, jedoch an einer etwas früheren Stelle. Das Schließen der Relaissteuerschalter betätigt
die zugehörigen Relais, während ein Papierblatt den Betätigungsarm passiert.
Im Kopiergerät 10 ist ein Papiertransportmechanismus 48 mit
einem Riemen 100 (Fig. 2 und 3) angeordnet, dem von dem Abzieh- und Vorschubmechanismus 20 das Blatt zugeführt wird. Der
Riemen 100 transportiert das Blatt zu einer Ausgangssperre 102, die als Zeitgabe und/oder Ausrichtstation wirkt. Der Transportriemen
100 ist endlos ausgeführt und um eine vertikale ümlenkrolle
96 und eine horizontale Antriebsrolle 104 geführt, die durch einen Antriebsmotor 101 über einen Zahnradtrieb, angetrieben
wird. Auf diese Weise wird der Riemen 100 Im rechten Winkel
verdreht, wobei die Richtung der Drehung davon abhängt, welche Seite der Blätter in den Stapeln 38 und 40 nach oben oder unten
an der Auslaßsperre 102 zu liegen kommen soll. Der Riemen 100 ist neben und in leichtem Kontakt mit einer festen Führung 106
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angeordnet, die aus einem Material mit relativ niedriger Reibung hergestellt ist, wie beispielsweise aus glattem Metall oder
Plastik oder aus Metall mit einer Polytetrafluoräthylenbeschichtung oder anderem Material niedrigen Reibungsbeiwertes. Diese
Führung 106 ist in sich so verdreht, daß sie eine vertikale Kante neben der Rolle 96 und eine horizontale Kante bei der
Ausgangssperre 102 aufweist und somit parallel zum Riemen 100 verläuft. Im Bereich des horizontalen Endes ist die Führung
106 durchbrochen, damit zwei Förderrollen, die auf einer durch einen Motor 101 angetriebenen Welle angeordnet sind, durch
sie hindurchgreifen können. Auf einem Paar von drehbar gelagerten Tragarmen der Ausgangssperre 102 ist eine Welle 110
angeordnet, die Andruckrollen gegenüber den Förderrollen 108 trägt. Durch Verschiebung der die Auslaßsperre 102 tragenden
Arme kommen die Förder- und Andrückrollen 108 und 110 zusammen. Die Ausgangssperre 102 wird verdreht und kann in und aus dem
Weg des Papieres bewegt werden und kann durch bekannte und geeignete Mechanismen in richtiger Zeitlage betätigt werden, damit
das dort anliegende Blatt in den Blatttransport des Kopiergerätes 110 zur genau erforderlichen Zeit transportiert werden
kann. Gleichzeitig mit dem Ausschwenken der Auslaßsperre 102 aus dem Papierweg kommen die Rollen 108 und 110 zusammen, so
daß das anliegende Blatt in das Kopiergerät 10 hineintransportiert
wird. Neben der Umlenkrolle 96 des Transportriemens 100 ist eine zweite senkrechte Rolle 98 angebracht, die das von dem
Abzieh- und Vorschubmechanismus 20 angelieferte Blatt einklemmt und zwischen den Riemen 100 und die Führung 106 einführt.
Im folgenden soll die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung
näher erläutert werden.
Zum Laden von neuem Papier wird der Vorratsbehälter nach außen gezogen, um den oberen Teil des Stapelhalter 22 und 24 freizugeben.
Die Rollen 30 und 32 werden jeweils von ihren zugeordneten Führungsrollen 44 und 46 weggedrückt, um dazwischen einen
Spalt freizumachen. Ein Stapel von Einzelblättern wird mit der
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Kante nach unten in jeden Spalt eingelegt und die Rollen 30 und 32 wieder freigegeben, um die jeweiligen Stapel an die Führungsrollen 44 und 46 anzudrücken. Die beiden Stapel unterscheiden
sich beispielsweise durch ihre verschiedene Länge. Beim Einlegen werden die Stapel anliegend an die Führungswände 50 und 52 eingelegt.
Die Abzugsrolle 58 wird dabei in einer derartigen Lage gehalten, daß sie nicht mit dem einzulegenden Papierstapel in Konflikt
kommt, einer Lage, wie sie beispielsweise in Fig. 8 dargestellt ist. Dann wird der Vorratsbehälter 16 wieder in das Gehäuse
14 eingeschoben.
Soll das Kopiergerät 10 arbeiten, dann wählt der Bedienende zunächst
den Stapel aus, von dem Blätter zur Herstellung von Kopien abgezogen werden sollen, und zwar durch Betätigung des Auswahlschalters
64. Dieser Schalter 64 zieht den Arm 72 und den Abzieh- und Vorschubmechanismus 20 durch den Bowdenzug 76 über
die Mitte hinweg, wodurch dann durch die Feder 78 die Abzugsrolle 58 in Kontakt mit dem .ausgewählten Stapel gehalten wird.
In dieser allgemeinen Lage verbleibt die Abzugsrolle 58 während aller folgenden Operationen, bis der Bedienende die Lage des
Auswahlschalters 64 ändert. Danach wird das Kopiergerät in Gang gesetzt und die Steuernocke 120 beginnt zu rotieren.
Zur selben Zeit wird der Motor 101 eingeschaltet und damit der Transportriemen 100 angetrieben, der während der gesamten Tätigkeit
des Kopierers andauernd in Bewegung ist, bis dieser wieder abgeschaltet wird. Kurz bevor ein Blatt an der Ausgangssperre
102 benötigt wird, schließt die Steuernocke 120 den Schalter 122 und aktiviert somit den Motor 116 zum Antrieb.für die Vorschubrolle
56, den Riemen 62 und die Abzugsrolle 58 und über die Zahnräder 82, 86 und 87 die Rückhalterollen 60 und 61. Die Abzugsrolle 58 dreht sich in einer derartigen Richtung, um das
erste Blatt des Stapels, mit dem sie in Kontakt steht, zur Vorschubrolle
56 hin abzuziehen.^Das erste Blatt wird zwischen den
entsprechenden Führungen 50 und 54 bzw. 52 und 58 geführt und dann durch die Vorschubrolle.56 weiter vorgeschoben. Die Rück-
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halterollen 60 und 61 drängen jedes etwa zuviel abgezogene Blatt
zum jeweiligen Stapel zurück. Der Reibungskontakt zwischen den Rückhalterollen und der Vorschubrolle 56 ist leicht. Ein einzelnes
Papierblatt kann mit einem Minimum an Kraft zwischen diesen beiden Rollen herausgezogen werden, jedoch ist die Kraft zwischen
den Rollen groß genug, damit die Vorschubrolle 56 das Blatt vorwärtsbewegen kann, solange nur ein Teil des Blattes
mit dieser in Berührung steht. Wenn die Vorderkante des Blattes den Betätigungsarm des Schalters 126 oder 130 erreicht, werden
diese Schalter geschlossen und der Abziehvorgang wird αμΓΟίι
das Betätigen der Relais 66 und 67 beendet. Dabei ziehen die Relais über ihre Verbindungsstangen 74 den Arm 72 und die Abzugsrolle
58 vom jeweiligen Stapel weg, jedoch nicht über die Mittellage hinaus. Danach zieht die Vorschubrolle 56 das erste
Blatt vom Stapel weiterhin ab und schiebt es zu den Rollen 96 und 98 vor.
Danach gelangt die Vorderkante des Blattes zu den Betätigungsarmen
des Schalters 124 oder 128, wodurch der Motor 116 weiterhin aktiv bleibt. Danach gibt die Steuernocke 120 den Schalter
122 frei, der Motor 116 bleibt jedoch durch den Schalter 124 oder 128 tätig.
Der endlose Riemen 100 wird mit einer Geschwindigkeit betrieben, die höher als die Umfangsgeschwindigkeit der Vorschubrolle 56 ist.
Sobald das Papier zwischen die Rolle 98 und die Umlenkrolle 96 mit dem darauf geführten Riemen 100 gelangt, ist die Reibungskraft
nicht genügend groß, um das Blatt zwischen der Vorschubrolle 56 und der zugehörigen Rückhalterolle 60 oder 61 herauszuziehen.
Wenn die Hinterkante eines Blattes nicht mehr mit der Vorschubrolle 56 in Kontakt steht, ist ein Teil des Blattes bereits
sicher zwischen dem Riemen 100 und der Rolle 98 sowie der Führung 106 eingeführt. Das Blatt wird dann mit der höheren
Geschwindigkeit des Riemens 100 zur Ausgangssperre 102 transportiert .
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Wenn die Hinterkante des Blattes den Betätigungsarm des Schalters 126 oder 130 passiert, öffnet der zugehörige Schalter und unterbricht
den Stromkreis für das Relais 66 oder 67. Die außermittig
gelagerte Feder 78 zieht somit den Arm 52 und die Abzugsrolle 58 wieder in Kontakt mit dem jeweiligen Stapel. Das nächste Blatt
wird um einen kleinen Betrag bereits abgezogen, bis die Hinterkante des ersten Blattes den Betätigungsarm des Schalters 124
oder 128 passiert hat. Dies erfolgt, bevor das nächste Blatt die Vorschubrolle 56 erreicht hat. Der Schalter 124 und 128 öffnet
den Stromkreis für den Motor 116, so daß die Drehung der Vorschubrolle
56, der Rückhalterollen 60 und 61 und der Abzugsrolle 58 beendet ist.
Das zwischen dem Riemen 100 und der Führung 106 eingeklemmte Blatt wird in Richtung der Riemenbewegung transportiert, bis
die Vorderkante gegen ein Fingerpaar der Ausgangssperre 102 anstößt. Sobald des Kopiergerät 10 den Teil eines Operationszyklusses
erreicht, an dem Papier zur genauen zeitlichen Bearbeitung anderen Kopierfunktionen zugeführt werden soll, werden
die Arme, die die Welle 110 tragen, abgelassen und die Auslaßsperre
102 angehoben, um das Papier auf diese Weise freizugeben. Das Papierblatt wird zwischen den Förderrollen 108 und den Andrückrollen
110 eingeklemmt und schnell in das Kopiergerät hineintransportiert. Danach werden die Andrückrollen 110 wieder
angehoben, wenn das Papierblatt durchgelaufen ist, und die Sperre 102 mit ihren Fingern fällt wieder in den Papierweg ein.
Wird bei einem neuen Kopierzyklus ein weiteres Blatt Papier benötigt,
dann schließt die Steuernocke 120 erneut den Schalter
122 und die Zuführungsfolge wird wiederholt. Dies erfolgt jedesmal dann, wenn das Kopiergerät 10 die Zuführung eines neuen Blattes benötigt. Die Blätter kommen solange von dem vorher ausge-
wählten Stapel, bis der Bedienende die Stellung des Auswahlscha,lters
64 ändert.
Dadurch, daß die zeitliche Zuführung des Papieres in das Kopier-.
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gerät 10 selbst durch das öffnen der Ausgangssperre 102 genau
gesteuert wird, braucht die zeitliche Abstimmung der Arbeitsweise der Abzugsrolle 58 nicht so genau eingestellt zu werden. Es muß
nur sichergestellt sein, daß das Abziehen und Zuführen eines Blattes bis zur Ausgangssperre 102 vor dem öffnen der Sperre
selbst erfolgt.
Um den Durchgang eines Blattes zwischen dem Riemen 100 und der Führung 106 zu erleichtern, kann es vorteilhaft sein, in die
Fläche der Führung 106 kleine rotierende Kugeln einzulassen, um die Reibung zwischen dem Blatt und der Führung 106 zu reduzieren,
bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung genügender Reibungskraft, um die Fortbewegung des Blattes zwischen dem Riemen und
der Führung 106 aufrechtzuerhalten.
Weiterhin kann ein Sensor für das Abfühlen der Stapel vorgesehen
sein, um anzuzeigen, wenn wenig oder kein Papier mehr vorhanden ist, und um somit eventuell die Maschine auszuschalten. Die relative
Lage der Betätigungsarme der Motorsteuerschaltung 124 und
128 und der Relaissteuerschaltung 126 und 130 braucht nicht genau beschrieben zu werden. Die Arme der Motorsteuerschalter müssen
jedoch so angeordnet sein, daß sie die Schalter schließen, bevor der Schalter 122 öffnet und weiterhin so, daß sie die Schalter
öffnen, bevor ein zweites Blatt die Vorschubrolle 56 erreicht hat. Die Betätigungsarme der Relaissteuerschalter müssen derart
angeordnet sein, daß sie die Schalter schließen, nachdem das abgezogene Blatt die Vorschubrolle 56 erreicht hat und durch
diese vorgeschoben wird. .
Gemäß der Erfindung sind in vorteilhafter Weise die Halterungen für die Stapel stationär und nur der relativ kleine Abzugsmechanismus
ist zur Auswahl eines Stapels, von dem das Abziehen erfolgen soll, verschiebbar. Durch die fixierte Anordnung der
beiden Stapel gegenüber dem dazwischen angeordneten Abzugsmechanismus ergibt sich für beide Stapel dieselbe zeitliche Steuerung
und eine gemeinsame Vorschubvorrichtung sowie ein gemeinsamer
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Vorschubweg. Darüberhinaus gestattet die kantenweise Anordnung der
Blätter, daß keine Bearbeitungsunterschiede zwischen den Stapeln auftreten, die dann auftreten würden, wenn bei einem Stapel von
oben und beim anderen Stapel von unten Blätter abzuziehen wären.
In vorteilhafter Weise kann die erfindungsgemäße Zuführvorrichtung
für Einzelblätter nicht nur in Verbindung mit einem Kopiergerät verwendet werden, sondern auch bei allen Geräten, bei denen die
Zuführung von zwei Blattstapeln mit unterschiedlichen Eigenschaften notwendig ist, beispielsweise eine Offset-Presse oder eine
Dupliziermaschine.
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Claims (14)
- - !4 PATENTANSPRÜCHEVorrichtung zum Zuführen einzelner Blätter unterschiedlicher Eigenschaften zu einem Bearbeitungsgerät, insbesondere Kopiergerät, wobei zwei Stapel von Blättern unterschiedlicher Eigenschaften getrennt in einem Vorratsbehälter aufbewahrt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stapel (38, 40) gegenüberstehend angeordnet sind und daß zwischen ihnen (38, 40) ein gemeinsamer Abziehmechanismus selektiv verschieb- und betätigbar angeordnet ist, um jeweils das erste Blatt von dem einen (38) oder dem anderen (40) Stapel abzuziehen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abziehmechanismus ein drehbares Teil (58) enthält, daß in seiner Drehrichtung entsprechend dem ausgewählten Stapel (38, 40) reversibel ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abziehrolle (58) auf einer drehbar gelagerten Aufhängung (68, 70, 72) zur selektiven Verschiebung angeordnet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhängung (68, 70, 72) durch eine außermittig gelagerte Feder (78) in ihrer ausgewählten Lage stabil gehalten wird.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhängung (68, 70, 72) mit der Abziehrolle (58) durch Relais (66, 74 bzw. 67, 74) kurzzeitig vom ausgewählten Stapel (38, 40) abhebbar ist, ohne daß die Feder (78) über die Mittellage ausgelenkt wird und dabei in die andere stabile Lage umkippt.
- 6. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch ge-LE 971 015 309830/0820kennzeichnet, daß die Stapel (38, -40) derart angeordnet sind, daß die Einzelblätter mit ihrer Seitenkante im wesentlichen vertikal auf einer im wesentlichen horizontalen Auflage stehen.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapel (38, 40) durch mittels einer Feder (42) gespannte Andrückvorrichtungen (26, 30 bzw. 28, 32), die gegen die Rückseiten (34, 36) der Stapel (38, 40) wirken, aufeinanderzudrückbar sind.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapel (38, 40) von der Andrückvorrichtung (26, 30 bzw. 28, 32) gegen Stützmittel (44, 46) angedrückt und getrennt gehalten werden.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützmittel (44, 46) Rollen aufweisen.
- 10. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziger Blatt-Vorschubmechanismus (56) zum Vorschub des von einem der Stapel (38, 40) abgezogenen Einzelblattes vorgesehen ist.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Blatt-Vorschubmechanismus eine mittig zu den Stapeln (38, 40) angeordnete Vorschubrolle (56) vorgesehen ist, die entsprechend dem ausgewählten Stapel (38, 40) in ihrer Drehrichtung reversibel ist.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeder Seite der Vorschubrolle (56) eine Rückhalterolle (60, 61) angeordnet ist, welche entgegen dieser (56) mit geringerer Geschwindigkeit umlaufen, um zuviel abgezogene Blätter zum jeweiligen Stapel (38, 40) zurückzudrängen.le 971 015 309830/0820
- 13. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der mit diesem Anspruch zusammenhängenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Transportvorrichtung (48) im Anschluß an den Abzieh- und Vorschubmechanismus (20) vorgesehen ist, die während des Transportes ein vertikal orientiertes ankommendes Einzelb
horizontale Läge dreht.tes ankommendes Einzelblatt in eine um etwa 90 gedrehte - 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung (48) einen endlosen Riemen (100) und ein um ca. 90° in sich verdrehtes führungsteil (106) aufweist.le 971 015 309830/0820Leerseite
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