[go: up one dir, main page]

CH301600A - Verfahren zum Erweichen von geformten, schwefelhaltigen Skleroproteinen, wie z. B. von Haaren. - Google Patents

Verfahren zum Erweichen von geformten, schwefelhaltigen Skleroproteinen, wie z. B. von Haaren.

Info

Publication number
CH301600A
CH301600A CH301600DA CH301600A CH 301600 A CH301600 A CH 301600A CH 301600D A CH301600D A CH 301600DA CH 301600 A CH301600 A CH 301600A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
hair
solutions
scleroproteins
sulfur
softening
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gmbh Henkel Cie
Original Assignee
Henkel & Cie Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel & Cie Gmbh filed Critical Henkel & Cie Gmbh
Publication of CH301600A publication Critical patent/CH301600A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q5/00Preparations for care of the hair
    • A61Q5/04Preparations for permanent waving or straightening the hair
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/30Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds
    • A61K8/46Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds containing sulfur
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/30Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds
    • A61K8/64Proteins; Peptides; Derivatives or degradation products thereof
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q5/00Preparations for care of the hair
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q5/00Preparations for care of the hair
    • A61Q5/06Preparations for styling the hair, e.g. by temporary shaping or colouring
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q7/00Preparations for affecting hair growth

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Birds (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Dermatology (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description


  Verfahren zum Erweichen von geformten, schwefelhaltigen     Skleroproteinen,     wie z. B. von Haaren.         Skleroproteine    haben im Tierreich die Rolle  von Gerüststoffen und sind in Wasser und  Salzlösungen unlöslich. Man rechnet zu ihnen  vor allem das     Keratin,    das heisst die Substanz  der Haare, Federn, Nägel usw., ferner das Ge  rüsteiweiss der Sehnen und anderer elastischer  Gewebe, das Kollagen der Knochen, Knorpel,  Bindegewebe usw.  



  Es wurde nun gefunden, dass man derartige  geformte     Skleroproteine,    soweit sie schwefel  lialtig sind, dadurch erweichen kann, dass man  sie mit Lösungen von     aliphatischen        Estern    der       Thiokohlensäuren    behandelt.

   Als solche     ali-          phat.ische    Ester der     Thiokohlensäuren    kommen  wegen der leichten     Eindringbarkeit    in die Ge  rüstsubstanz vor allem niedere     aliphatische     Ester, insbesondere solche, die     hydrophile     Gruppen, wie     Carboxygruppen,        Sulfonsäure-          gruppen,        Oxygruppen    usw. enthalten, in Be  tracht.  



  Derartige     aliphatische    Ester der     Thiokoh-          lensäuren    sind z. B. der     Trithiokohlensäure-          bis-(carboxy-methylester)    von der Formel       HOOC-CH2-S-CS-S-CH2-COOH,     der     Dithiokohlensäure-O,S-bis-(carboxynnethyl-          ester)    von der Formel       HOOC-CH2-0-CS-S-CH2-COOH,     der     Dithiokohlensäure-S,S'-bis-(carboxymethyl-          ester)    von der Formel       HOOC-CH2-S-CO-S-CH2-COOH,

         der     Trithiokohlensäure-bis-(a-carboxy-äthyl-          ester)    von der Formel  
EMI0001.0032     
    der     Trithiokohlensäure-bis-(y-sulfonsäure-n-          butylester)    von der Formel       [CH3-CH        (S03H)-CH2-CH2-S]2        CS     und andere mehr.  



  Die     aliphatischen    Ester der     Thiokohlen-          säuren    werden im allgemeinen in     wässrigen     Lösungen angewandt. Enthalten sie     hydrophile     Säuregruppen, so ist es vorteilhaft, die lös  lichen     Salze    einzusetzen; jedoch ist es mit  unter auch angebracht, Alkohole, wie Äthyl-,       Propylalkohol    oder andere wasserlösliche Lö  sungsmittel mit zu verwenden.  



  Je nach den Temperatur- und Konzen  trationsbedingungen, den     pH-Verhältnissen     und dem angestrebten Zweck muss die Be  handlung der geformten schwefelhaltigen       Skleroproteine    kürzere oder längere Zeit er  folgen. Es ist im allgemeinen nicht notwen  dig, hohe Temperaturen anzuwenden; z. B. er  weichen Haare bereits bei Temperaturen von  25 bis 40  in durchaus tragbaren Zeiträumen;  z. B. bei einer Konzentration der Lösungen  von etwa 5 bis 25 % in 1/2 bis 2 Stunden.  



  Durch     Einwirkung    der     aliphatischen    Ester  der     Thiokohlensäuren    werden vermutlich     in         den     Skleroproteinen    vorhandene     disulfidartige     Schwefelverbindungen unter Bildung von  -SH-Gruppen aufgespalten. Diese Wirkung  wird im allgemeinen gefördert, wenn die Lö  sungen ausserdem alkalisch reagierende Stoffe  enthalten. Es ist daher vorteilhaft, den Lö  sungen alkalisch reagierende Salze, wie     Tri-          natriumphosphat,    Soda, Borax,     Metaborat     oder Ammoniak und dergleichen zuzusetzen.

    Mitunter ist es jedoch auch     erwünscht,    in  schwach saurem Bereich zu arbeiten.  



  Ausser den erwähnten alkalischen Zusatz  stoffen können die Lösungen auch noch andere  Zusätze enthalten, wie z. B. Duftstoffe,     Netz-          und        Emulgiermittel    usw. Man kann auch wei  tere Reduktionsmittel, wie     Hydroxylamin,    zu  fügen. Bei längerem Aufbewahren der alkali  schen Lösungen zersetzen sich die Ester der       Thiokohlensäuren    leicht unter Bildung von       Mercaptogruppen    enthaltenden Verbindungen.  Derartige Lösungen können trotzdem noch mit  ausgezeichnetem Erfolg angewendet werden.

    Es ist jedoch     zweckmässig,    in solchen Fällen  Ester der     Thiokohlensäuren    zu wählen, die im       aliphatisehen    Rest     hydrophile    Gruppen der  oben genannten Art aufweisen, weil deren Zer  setzungsprodukte nicht den intensiven un  angenehmen Geruch anderer     Mereaptane    auf  weisen.  



  Die Wirkung der Ester der     Thiokohlen-          säuren    kann durch eine nachträgliche Behand  lung mit oxydierenden Mitteln wieder aufge  hoben werden. Solche oxydierenden Mittel  sind z. B.     Wasserstoffsuperoxyd    und seine  Derivate, wie     Perverbindungen,    und Anlage  rungsverbindungen an Harnstoff     und        derglei-          ehen    mehr. ferner     Bromate    und dergleichen,  in manchen Fällen sogar der Luftsauerstoff.  Durch diese     R.eoxydation    werden wieder     Di-          sulfidbindungen    hergestellt.

   Man kann die  gebildeten -SH-Gruppen aber auch mit an  dern     reaktionsfähigen    Verbindungen umset  zen, z. B. mit     alkylierenden    Mitteln.  



  Das Verfahren gemäss der vorliegenden  Erfindung lässt sich auf vielfache Weise an  wenden. So kann man z. B. den mit den       aliphatischen    Estern der     Thiokohlensäuren    be  handelten, geformten, schwefelhaltigen Sklero-         proteinen,    die dadurch ihre Elastizität ver  loren haben, eine andere Form geben und da  nach die erweichende     Wirkung    durch     Reoxy-          dation    wieder aufheben. Die     Skleroproteine     bleiben dann unter Wiedergewinnung ihrer  elastischen Eigenschaften in dem verformten  Zustand. In dieser Weise lässt sich das Ver  fahren z.

   B. zur     Herstellung    von Dauerwellen  in lebendem oder totem Haar auf kaltem Wege  oder " auch zum Glätten von naturkrausem  Haar, z. B. bei Negern, ausnutzen. Eine andere  Anwendungsmöglichkeit ist das Entfernen von  Haaren     und    dergleichen.    <I>Beispiel:</I>    10 g     Trithiokohlensäure-bis-(carboxymethyl-          ester)    werden unter Zusatz von 15     em3    kon  zentriertem Ammoniak mit Wasser zu 100     em3     Lösung (PH 9,6) gelöst.  



  Zur Anfertigung einer kalten Dauerwelle  wird das lebende menschliche Haar auf etwa  50 bis 60 Papierwickel von Bleistiftstärke auf  gewickelt und danach mit der vorgenannten  Lösung     durchgefeuchtet.    Zur Stauung der  Körperwärme wird um das Haar ein trockenes  Tuch gelegt. Nach etwa einer Stunde wird ge  waschen und die Erweichung des     Keratins     durch mehrmaliges Behandeln des Haares mit  verdünnter     Wasserstoffsuperoxydlösung    auf-  gehoben und dadurch das Haar in der Wellen  form fixiert. Nach einer gründlichen Kopf  wäsche ist das Haar bleibend in Form einer  Krause gewellt. Den Verlauf der Wellenform  kann man durch kürzeres oder längeres     Ste-          henlassen    der Lösung vor dem Gebrauch regu  lieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Erweichen von geformten, schwefelhaltigen Skleroproteinen, wie z. B. von Haaren, dadurch gekennzeichnet, da.ss man die Skleroproteine mit Lösungen von aliphatischen Estern der Thiokohlensäuren behandelt.
    UNTERANSPRL: CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Sklero- proteine mit Lösungen von aliphatischen Estern der Thiokohlensäuren, deren alipha- tische Gruppen durch hydrophile Reste substi tuiert sind, behandelt. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man wässrigen Lö sungen wasserlösliche Lösungsmittel zusetzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den Lösungen alkalisch reagierende Stoffe zusetzt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den Lösungen Netzmittel zusetzt.
CH301600D 1949-07-25 1951-07-25 Verfahren zum Erweichen von geformten, schwefelhaltigen Skleroproteinen, wie z. B. von Haaren. CH301600A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE301600X 1949-07-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH301600A true CH301600A (de) 1954-09-15

Family

ID=6100950

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH301600D CH301600A (de) 1949-07-25 1951-07-25 Verfahren zum Erweichen von geformten, schwefelhaltigen Skleroproteinen, wie z. B. von Haaren.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH301600A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1118934B (de) * 1958-04-17 1961-12-07 Oreal Verfahren zum Dauerwellen von menschlichen Haaren mittels Merkaptofettsaeureamiden

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1118934B (de) * 1958-04-17 1961-12-07 Oreal Verfahren zum Dauerwellen von menschlichen Haaren mittels Merkaptofettsaeureamiden

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2345621A1 (de) Verbesserte mittel zur dauerhaften formveraenderung menschlicher haare
DE2213671A1 (de) Verfahren und mittel zur dauerverformung von haaren.
EP0261387A1 (de) Mittel und Verfahren zur dauerhaften Haarverformung
DE2704904A1 (de) Kosmetische mittel mit einem gehalt an haut-feuchthaltemitteln
DE2717002A1 (de) Dauerwell-mischung
DE2925960A1 (de) Verfahren zum behandeln von haar
DE3726230C2 (de)
CH301600A (de) Verfahren zum Erweichen von geformten, schwefelhaltigen Skleroproteinen, wie z. B. von Haaren.
DE879756C (de) Mittel zur AEnderung der Struktur von schwefelhaltigen Skleroproteinen
DEP0049924DA (de) Mittel zur Änderung der Struktur von schwefelhaltigen Skleroproteinen
DE905193C (de) Verfahren zur Kraeuselung oder Entkraeuselung von menschlichen oder tierischen Haaren od. dgl.
DE899703C (de) Verfahren zur AEnderung der Struktur von schwefelhaltigen Skleroproteinen
CH299538A (de) Verfahren zum Erweichen von geformten, schwefelhaltigen Skleroproteinen, wie z. B. von Haaren.
DE1444113B2 (de) Mittel zur Behandlung von Keratin fasern auf der Basis schwefelhaltiger Ver bindungen in wässriger Losung
CH279469A (de) Verfahren zum Erweichen von geformten, schwefelhaltigen Skleroproteinen, wie z. B. von Haaren.
CH307483A (de) Mittel zur Haarbehandlung, um die Haare zu befähigen, die ihnen einmal gegebene Form zu behalten.
DE1186581B (de) Verfahren zur Herstellung eines stabilen Trockenpraeparates zur Wellung von menschlichem Haar
DE3022049C2 (de) Dauerwellmittel und dessen Anwendung
DE750501C (de) Zusatzstoff fuer Reinigungsmittel
AT220760B (de) Verfahren und Mittel zur dauernden Verformung lebender Haare u. ähnl. Fasern
DE1096551B (de) Mittel zur Formveraenderung von Haar, insbesondere lebendem menschlichem Haar
DE1126839C2 (de) Mittel zur Behandlung schwefelhaltiger Skleroproteine
AT126118B (de) Verfahren zum Bleichen von tierischen Fasern, insbesondere von gebeizten Hasenhaarstumpen u. dgl. und hiezu geeignetes Bleichbad.
DE4003234A1 (de) Mittel und verfahren zur dauerhaften haarverformung
DE974422C (de) Mittel zum dauernden Verformen von Skleroproteinen, insbesondere von Haaren