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DE4003234A1 - Mittel und verfahren zur dauerhaften haarverformung - Google Patents

Mittel und verfahren zur dauerhaften haarverformung

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Publication number
DE4003234A1
DE4003234A1 DE19904003234 DE4003234A DE4003234A1 DE 4003234 A1 DE4003234 A1 DE 4003234A1 DE 19904003234 DE19904003234 DE 19904003234 DE 4003234 A DE4003234 A DE 4003234A DE 4003234 A1 DE4003234 A1 DE 4003234A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hair
agent
compsn
water
keratin
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19904003234
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Maresch
Thomas Dr Clausen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Procter and Gamble Deutschland GmbH
Original Assignee
Wella GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wella GmbH filed Critical Wella GmbH
Priority to DE19904003234 priority Critical patent/DE4003234A1/de
Publication of DE4003234A1 publication Critical patent/DE4003234A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q5/00Preparations for care of the hair
    • A61Q5/04Preparations for permanent waving or straightening the hair
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/30Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds
    • A61K8/46Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds containing sulfur

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Birds (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein aus mehreren Komponenten erhältliches Mittel sowie ein Verfahren zur dauerhaften Haarverformung.
Für eine schonende dauerhafte Verformung von geschädigtem, insbesondere gebleichtem oder gefärbtem Haar werden bevorzugt schwach sauer bis neutral eingestellte Verformungsmittel verwendet. Hierbei haben sich im Verlauf der letzten 30 Jahre die Thioglykolsäureester als für diesen Zweck am besten geeignete Reduktionsmittel erwiesen.
Dem Vorteil einer haarschonenderen Verformungsbehandlung durch schwach saure bis neutrale Verformungsmittel stehen jedoch eine Reihe von Nachteilen gegenüber. So besitzen diese Mittel eine im Vergleich zu mildalkalischen Verformungsmitteln auf Thioglykolatbasis geringere Wellwirksamkeit. Aus diesem Grunde ist für die Erzielung einer ausreichenden Umformung die Zufuhr von Wärme, eine Verlängerung der Einwirkungszeiten auf 20 bis 60 Minuten sowie die Verwendung von vergleichsweise dünnen Wicklern erforderlich. Eine Verwendung dieser Verformungsmittel für normales, nicht geschädigtes Naturhaar erscheint aufgrund der auch bei Wärmezufuhr erforderlichen langen Einwirkungszeiten von über 30 Minuten nicht sinnvoll, so daß die Anwendung von schwach sauer bis neutral eingestellten Verformungsmitteln bisher in der Regel auf vorgeschädigtes, leicht verformbares Haar beschränkt blieb.
Ein weiterer Nachteil dieser Mittel, wie der Verlust eines Teiles ihrer Verformungswirksamkeit aufgrund des für die Einstellung des pH-Wertes auf etwa 4,5 bis 7,5 erforderlichen Zusatzes von Puffersubstanzen, konnte gemäß der Lehre der DE-OS 37 07 415 durch den Zusatz von Dithiodiglykolsäure, Dithiomilchsäure oder deren Salzen zu diesen Mitteln beseitigt werden. Die sensibilisierende Wirkung der Thioglykolsäureester und die damit verbundene eingeschränkte Verwendung in der Haarkosmetik stellt jedoch nach wie vor ein ungelöstes Problem dar.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Mittel zur dauerhaften Haarverformung zur Verfügung zu stellen, das sowohl im sauren als auch schwach alkalischen Bereich (pH-Wert = 6,0 bis 9,0) eine schonende und gleichmäßige Umformung ermöglicht und darüber hinaus nur ein geringes Allergiepotential aufweist.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß der im Vergleich zu Monothioglykolsäureglyzerinester nicht toxische Monothiomilchsäureglyzerinester bei Hautkontakt eine wesentlich geringen Sensibilisierung hervorruft und somit geeignet ist, das literaturbekannte Allergieproblem des Monothioglykolsäureglyzerinesters zu lösen.
In der Literatur, beispielsweise der DE-OS 14 92 074, DE-OS 14 92 078 und DE-OS 14 92 079 werden zwar bestimmte Thiomilchsäureester als für die Verwendung in Mitteln zur dauerhaften Verformung von Haaren geeignete Reduktionsmittel genannt, jedoch besitzen die dort aufgeführten Thiomilchsäureglykolester nur eine geringe Wasserlöslichkeit, so daß eine für die dauerhafte Verformung der Haare ausreichende Menge dieser Thiomilchsäureglykolester nicht in die handelsüblichen Dauerverformungsmittel eingearbeitet werden kann.
Weiterhin ist aus der eigenen DE-OS 22 63 203 ein Verfahren zur dauerhaften Haarumformung bekannt, bei dem zur Vermeidung einer Überkrausung der Haare alkalischen Dauerverformungsmitteln ein hydrophiler Ester, beispielsweise ein Thiomilchsäureester, zugesetzt wird. Durch den Zusatz des hydrophilen Ester soll im Verlauf der Dauerverformungsbehandlung der pH-Wert und dadurch die Verformungswirksamkeit des Mittels vermindert werden.
Überraschenderweise wurde nunmehr gefunden, daß mit Mitteln zur dauerhaften Verformung von Haaren auf der Basis eines Monothiomilchsäureglyzerinesters, eine gleichmäßige Umformung sowohl von geschädigtem als auch ungeschädigtem Haar möglich ist, ohne daß hierbei die bei Thioglykolsäureglyzerinestern häufig beobachteten allergischen Hautreaktionen auftreten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Mittel zur dauerhaften Verformung von Haaren auf der Basis eines keratinreduzierenden Wirkstoffes, welches als keratinreduzierenden Wirkstoff Monothiomilchsäureglyzerinester enthält.
Als Monothiomilchsäureglyzerinester können der 2-Mercaptopropionsäureglyzerinester und der 3-Mercaptopropionsäureglyzerinester verwendet werden, wobei der 2-Mercaptopropionsäureglyzerinester wegen seiner guten Verformungseigenschaften sowie seiner ausgezeichneten physiologischen Verträglichkeit besonders bevorzugt ist.
Zwar ist es möglich den Monothiomilchsäureglyzerinester gemeinsam mit anderen keratinreduzierenden Wirkstoffen zu verwenden, jedoch ist die Verwendung des Monothiomilchsäureglyzerinesters als alleinigen keratinreduzierenden Wirkstoff (das heißt ohne Zusatz anderer keratinreduzierender Wirkstoffe) besonders bevorzugt.
Der Monothiomilchsäureglyzerinester wird in dem gebrauchsfertigen erfindungsgemäßen Mittel zur dauerhaften Haarverformung in einer Menge von 4 bis 30 Gewichtsprozent (entsprechend einem Gehalt an freier Thioglykolsäure von 2 bis 15 Gewichtsprozent), vorzugsweise in einer Menge von 8 bis 28 Gewichtsprozent, eingesetzt.
Das gebrauchsfertige erfindungsgemäße Verformungsmittel besitzt einen pH-Wert von 4,5 bis 9,0, vorzugsweise von 6,0 bis 7,5.
Das Verformungsmittel kann sowohl in Form einer wäßrigen Lösung oder einer Emulsion als auch in verdickter Form auf wäßriger Basis, insbesondere als Gel, Creme oder Paste vorliegen.
Selbstverständlich kann das Verformungsmittel alle für derartige Mittel üblichen und bekannten Zusatzstoffe, zum Beispiel Verdickungsmittel, wie beispielsweise Kaolin, Bentonit, Fettsäuren, höhere Fettalkohole, Stärke, Polyacrylsäure und deren Derivate, Cellulosederivate, Alginate, Vaseline oder Paraffinöl, Netzmittel oder Emulgatoren aus den Klassen der anionischen, kationischen amphoteren oder nichtionogenen oberflächenaktiven Substanz, beispielsweise Fettalkoholsulfate, Fettalkoholethersulfat, Alkylsulfonat, Alkylbenzolsulfate, quaternäre Ammoniumsalze, Alkylbetaine, oxethylierte Alkylphenole, Fettsäurealkanolamide oder oxethylierte Fettsäureester, ferner Trübungsmittel, wie zum Beispiel Polyethylenglykolester, oder Alkohole, wie beispielsweise Ethanol, Propanol, Isopropanol oder Glycerin, Lösungsvermittler, Stabilisatoren, Puffersubstanzen, Parfümöle, Farbstoffe sowie haarkonditionierende und haarpflegende Bestandteile, wie zum Beispiel kationische Polymere, Lanolinderivate, Cholesterin, Pantothensäure oder Betain, enthalten. Die erwähnten Bestandteile werden in den für solche Zwecke üblichen Mengen verwendet, zum Beispiel die Netzmittel und Emulgatoren in Konzentrationen von 0,2 bis 30 Gewichtsprozent, während die Verdickungsmittel in einer Menge von 0,5 bis 20 Gewichtsprozent in diesem Mittel enthalten sein können.
Weiterhin können diesen Mittel zur Wirkungssteigerung sogenannte Quell- und Penetrationsstoffe, wie zum Beispiel Dipropylenglykolmonomethylether, 2-Pyrrolidon oder Imidazolidin-2-on, in einer Menge von 2 bis 30 Gewichtsprozent sowie zur Vermeidung einer Überkrausung der Haare Dithioverbindungen, beispielsweise Dithiodiglykolsäure, Dithiodimilchsäure oder deren Salze, zugesetzt werden.
Da der Monothiomilchsäureglyzerinester in wäßrigem Medium nur kurze Zeit beständig ist und, insbesondere im alkalischen Bereich, leicht hydrolysiert, wird der Monothiomilchsäureglyzerinester vorzugsweise in wasserfreier Form abgepackt und das Verformungsmittel unmittelbar vor Gebrauch durch Vermischen der thiomilchsäurehaltigen Komponente mit einer oder mehreren weiteren Komponenten hergestellt.
Je nach Konfektionierung kann das erfindungsgemäße Mittel hierbei in Form eines Zwei- oder Dreikomponenten-Präparates vorliegen.
So ist das erfindungsgemäße Mittel zum Beispiel durch Vermischen zweier Komponenten erhältlich, von denen die erste Komponente das oder die Alkalisierungsmittel, beispielsweise ein Alkalicarbonat, Ammoniumcarbonat, Alkalihydrogencarbonat oder Ammoniumhydrogencarbonat sowie die vorstehend genannten kosmetischen Zusatzstoffe und Wasser enthält, während die zweite, wasserfreie Komponente den Monothiomilchsäureglyzerinester enthält.
Ebenfalls ist es möglich, das erfindungsgemäße Mittel in Form eines Dreikomponenten-Präparates abzupacken, wobei eine Komponente einen Teil der vorstehend genannten kosmetischen Zusatzstoffe sowie Wasser, eine zweite, wasserfreie Komponente den Monothiomilchsäureglyzerinester und die dritte Komponente Parfümöle, Lösungsvermittler und Pflegestoffe in wäßriger Lösung oder wasserfreier Form enthält.
Bei allen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Mittels können die vorstehend genannten kosmetischen Zusatzstoffe sowohl in der wäßrigen als auch in der/den nichtwäßrigen Komponente(n) enthalten sein.
Durch Wahl des pH-Wertes wird ein Mittel zur Verfügung gestellt, das universell für jede Haarstruktur, gegebenenfalls unter zusätzliche Wärmeeinwirkung, geeignet ist. Das Mittel bewirkt eine elastische, dauerhafte, gleichmäßige Umformung vom Haaransatz bis zur Haarspitze.
Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur dauerhaften Verformung von Haaren, bei dem man das Haar bevor und/oder nachdem man es in die gewünschte Form bringt, mit einem Verformungsmittel behandelt, mit Wasser spült, sodann oxidativ nachbehandelt, mit Wasser spült, gegebenenfalls zur Wasserwelle legt und sodann trocknet, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß für die Verformungsbehandlung das vorstehend beschriebene Verformungsmittel verwendet wird.
Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Haar zunächst mit einem Shampoo gewaschen und danach mit Wasser gespült. Anschließend wird das handtuchtrockene Haar in einzelne Strähnen aufgeteilt und auf Wickler mit einem Durchmesser von 5 bis 30 Millimetern, bevorzugt 5 bis 15 Millimeter, gewickelt. Sodann wird das Haar mit einer für die Haarverformung ausreichenden Menge, vorzugsweise 60 bis 120 Gramm, des beschriebenen erfindungsgemäßen Verformungsmittels behandelt.
Nach einer für die dauerhafte Verformung des Haares ausreichenden Einwirkungszeit, welche je nach Haarbeschaffenheit, dem pH-Wert und der Verformungswirksamkeit des Verformungsmittels sowie in Abhängigkeit von der Anwendungstemperatur 5 bis 30 Minuten (10 bis 30 Minuten ohne Wärmeeinwirkung; 5 bis 20 Minuten mit Wärmeeinwirkung) beträgt, wird das Haar mit Wasser gespült und dann oxidativ nachbehandelt ("fixiert"). Das Nachbehandlungsmittel wird, je nach Haarfülle, in einer Menge von 80 bis 100 Gramm verwendet.
Für die oxidative Nachbehandlung kann jedes beliebige, bisher für eine derartige Behandlung verwendete, Nachbehandlungsmittel verwendet werden. Beispiele für in solchen Nachbehandlungsmittel verwendbare Oxidationsmittel sind Kalium- und Natriumbromat, Natriumperborat, Harnstoffperoxid und Hydrogenperoxid. Die Konzentration des Oxidationsmittels ist in Abhängigkeit von der Anwendungszeit (in der Regel 5 bis 15 Minuten) und der Anwendungstemperatur unterschiedlich. Normalerweise liegt das Oxidationsmittel in den gebrauchsfertigen wäßrigen Nachbehandlungsmitteln in einer Konzentration von 0,5 bis 10 Gewichtsprozent vor. Das Mittel für die oxidative Nachbehandlung kann selbstverständlich weitere Stoffe, wie zum Beispiel Netzmittel, Pflegestoffe wie kationaktive Polymere, schwache Säuren, Puffersubstanzen oder Peroxidstabilisatoren, enthalten und in Form einer wäßrigen Lösung, einer Emulsion sowie in verdickter Form auf wäßriger Basis, insbesondere als Creme, Gel oder Paste, vorliegen.
Anschließend werden die Wickler entfernt. Falls erforderlich kann das abgewickelte Haar nun nochmals oxidativ nachbehandelt werden. Sodann wird das Haar mit Wasser gespült, gegebenenfalls zur Wasserwelle gelegt und schließlich getrocknet.
Die nachfolgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung erläutern, ohne ihn hierauf zu beschränken.
Beispiele Beispiel 1
Komponente 1
0,3 g Ammoniumhydrogencarbonat
0,8 g Ammoniak, 25 prozentige wäßrige Lösung
0,5 g Parfümöl
1,0 g Lösungsvermittler (ethoxylierter Fettalkohol)
3,0 g Harnstoff
94,4 g Wasser, vollentsalzt
100,0 g
Komponente 2
50,0 g Monothiomilchsäureglyzerinester
50,0 g Glyzerin
100,0 g
Vor dem Gebrauch werden 65 g der Komponenten 1 und 35 g der Komponente 2 miteinander vermischt. Der resultierende pH-Wert dieses Haarverformungsmittels beträgt 6,0.
Leicht vorgeschädigtes Haar wird mit einem Shampoo gewaschen, frottiert und auf Wickler mit einem Durchmesser von 8 Millimetern gewickelt. Anschließend wird das vorstehend beschriebene Haarverformungsmittel gleichmäßig auf dem gewickelten Haar verteilt. Sodann wird das Haar mit einer Plastikhaube abgedeckt und 15 Minuten lang unter einer Trockenhaube bei einer Temperatur von 40 Grad Celsius erwärmt. Anschließend wird die Abdeckung entfernt, das Haar mit Wasser gespült und mit 100 Gramm einer 3prozentigen wäßrigen Hydrogenperoxidlösung oxidativ nachbehandelt. Nach Entfernung der Wickler werden die Haare erneut mit Wasser gespült, zur Wasserwelle gelegt und sodann getrocknet.
Als Ergebnis dieser Behandlung wird eine gleichmäßige, natürliche wirkende Umformung der Haare vom Haaransatz bis zu den Haarspitzen erhalten.
Beispiel 2
Komponente 1
0,3 g Parfümöl
0,8 g Lösungsvermittler (ethoxylierter Fettalkohol)
1,9 g 1,2-Propylenglykol
1,0 g Diessigsäureglyzerinester
Komponente 2 1,2 g Ammoniumhydrogencarbonat
1,5 g Ammoniak, 25prozentige wäßrige Lösung
4,0 g Harnstoff
89,3 g Wasser, vollentsalzt
Komponente 1+2 100,0 g
Komponente 3
70,0 g Monothiomilchsäureglyzerinester
30,0 g Glyzerin
100,0 g
Komponente 1 wird in Komponente 2 unmittelbar vor der Anwendung gelöst. Anschließend werden 70 g dieser Lösung mit 30 g der Komponente 3 vermischt. Der pH-Wert des gebrauchsfertigen Haarverformungsmittels beträgt 6,8.
Ein Haar von unterschiedlicher Haarqualität wird gewaschen, mit einem Handtuch frottiert und auf Wickler mit einem Durchmesser von 6 Millimetern gewickelt. Anschließend wird das Haar mit dem vorstehend beschriebenen gebrauchsfertigen Haarverformungsmittel gleichmäßig durchfeuchtet. Nach einer Einwirkungszeit bei 40 Grad Celsius 15 Minuten wird das Haar mit Wasser gespült und sodann mit 80 g einer 3prozentigen wäßrigen Hydrogenperoxid-Lösung oxidativ nachbehandelt. Nach dem Entfernen der Wickler werden die Haare erneut mit Wasser gespült, zur Wasserwelle gelegt und anschließend getrocknet.
Als Ergebnis dieser Behandlung wird ein gleichmäßig verformtes Haar mit hoher Sprungkraft und Elastizität erhalten.
Beispiel 3
Komponente 1
2,5 g Ammoniumhydrogencarbonat
2,0 g Ammoniak,
0,4 g Parfümöl
1,2 g Lösungsvermittler (ethoxylierter Fettalkohol)
93,9 g Wasser, vollentsalzt
100,0 g
Komponente 2
70,0 g Monothiomilchsäureglyzerinester
30,0 g Glyzerin
100,0 g
80 Gramm der Komponente 1 werden mit 40 Gramm der Komponente 2 zu einem gebrauchsfertigen Haarverformungsmittel von pH 8,5 vermischt.
Normales, nicht vorgeschädigtes Haar wird gewaschen, mit einem Handtuch frottiert und auf Wickler mit einem Durchmesser von 6 Millimetern gewickelt. Anschließend wird das Haar mit dem vorstehend beschriebenen Haarverformungsmittel gleichmäßig durchfeuchtet. Nach einer Einwirkungszeit von 20 Minuten wird das Haar mit Wasser gründlich gespült und sodann mit 80 Gramm einer 3prozentigen Hydrogenperoxid-Lösung oxidativ nachbehandelt. Nach Entfernung der Wickler werden die Haare erneut mit Wasser gespült, zur Wasserwelle gelegt und anschließend getrocknet.
Das so umgeformte Haar besitzt eine über die gesamte Haarlänge gleichmäßige Krause.
Beispiel 4
A flüssiges Dauerverformungsmittel
Komponente 1
8,0 g Monothiomilchsäureglyzerinester
Komponente 2 92,0 g Wasser, vollentsalzt
100,0 g
B gelförmiges Dauerverformungsmittel
Komponente 3
13,6 g Ammoniumthioglykolat, 70 prozentige wäßrige Lösung
3,0 g Ammoniumhydrogencarbonat
3,0 g Ammoniumcarbonat
1,4 g Ammoniak, 25prozentige wäßrige Lösung
0,6 g 1,4-Nonylphenol, mit 10 Mol Ethylenoxid oxethyliert
2,6 g Carboxyvinylpolymerisat
(Carbopol 934® der Fa. F. F. Goodrich, Cleveland/Ohio, USA)
0,4 g Parfümöl
75,4 g Wasser, vollentsalzt
100,0 g
Die gewaschenen, handtuchtrockenen Haare werden auf Dauerwellwickler von 8 mm Durchmesser gewickelt und anschließend mit einer Menge von 50 g eines flüssigen Dauerverformungsmittels A (pH-Wert 6,5), welches man unmittelbar vor der Anwendung durch Mischen der Komponenten 1 und 2 erhält, gründlich befeuchtet. Sodann werden mittels eines Pinsels 50 g des gelförmigen Dauerverformungsmittel B (pH-Wert 8,8; Viskosität 3600 mPa · s, bestimmt bei 30°C mit einer Viskowaage der Firma Haake, Modell VW, Stab II, Auflagegewicht: 85 g) auf das Haar aufgetragen. Man bedeckt das Haar mit einer Plastikhaube und führt mit Hilfe einer Trockenhaube Wärme zu.
Nach einer Einwirkungszeit von 15 Minuten unter der Trockenhaube (T = 45 Grad Celsius) wird die Plastikhaube entfernt, das Haar gründlich mit lauwarmen Wasser gespült und mit einer Papierserviette von überschüssigem Wasser befreit. Schließlich wird das Haar zur Fixierung 10 Minuten lang mit 100 g einer 2,5prozentigen wäßrigen Wasserstoffperoxid-Lösung behandelt.
Als Ergebnis dieser Behandlung wird ein gleichmäßig verformtes Haar mit hoher Sprunghaft und Elastizität erhalten.
Als Monothiomilchsäureglyzerinester wurde ein handelsüblicher Thiomilchsäureglyzerinester verwendet. Der pH-Wert einer 20prozentigen wäßrigen Lösung dieses Monothiomilchsäureglyzerinesters beträgt etwa 2 bis 3.
Alle in der vorliegenden Anmeldung enthaltenen Prozentangaben stellen Gewichtsprozente dar.

Claims (10)

1. Mittel zur dauerhaften Verformung von Haaren auf der Basis eines keratinreduzierenden Wirkstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß es als keratinreduzierenden Wirkstoff Monothiomilchsäureglyzerinester enthält.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als alleinigen keratinreduzierenden Wirkstoff Monothiomilchsäureglyzerinester enthält
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Monothiomilchsäureglyzerinester der 2-Mercaptopropionsäureglyzerinester ist.
4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Monothiomilchsäureglyzerinester in dem gebrauchsfertigen Mittel in einer Menge von 4 bis 30 Gewichtsprozent enthalten ist.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert des gebrauchsfertigen Mittels 4,5 bis 9,0 beträgt.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es vor der Anwendung durch Vermischen von zwei oder drei Komponenten, wobei die thiomilchsäureesterhaltige Komponente wasserfrei ist, hergestellt wird.
7. Verfahren zur dauerhaften Verformung von Haaren, bei dem man das Haar bevor und/oder nachdem man es in die gewünschte Form bringt mit einem Verformungsmittel behandelt, mit Wasser spült, sodann oxidativ nachbehandelt, mit Wasser spült, gegebenenfalls zur Wasserwelle legt und sodann trocknet, dadurch gekennzeichnet, daß man als Verformungsmittel ein Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6 verwendet.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man das Verformungsmittel 5 bis 30 Minuten lang einwirken läßt.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man das Verformungsmittel unter Anwendung von Wärme 5 bis 20 Minuten lang einwirken läßt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man das Verformungsmittel in einer Menge von 60 bis 120 Gramm anwendet.
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