CH189846A - Metallgefäss mit wenigstens einem wärmeisolierten Handgriff, insbesondere für Koch- und Servierzwecke und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents
Metallgefäss mit wenigstens einem wärmeisolierten Handgriff, insbesondere für Koch- und Servierzwecke und Verfahren zu dessen Herstellung.Info
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Description
Metallgefäss mit wenigstens einem wärmeisolierten Handgriff, insbesondere für Koch- und Servierzwecke und Verfahren zu dessen Herstellung. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Metallgefäss mit wenigstens einem wärmeisolierten Handgriff, insbesondere . für Koch- und Servierzwecke. Koch-, Servier- oder dergleichen Geräte, wie Töpfe, Pfannen, Schöpfgeräte etc. aus Nickel, Aluminium, emailliertem Eisenblech oder dergleichen haben den Nachteil, dass auch die Teile, die zum Halten des Gerätes dienen, sich so stark erwärmen können, dass eine Berührung mit der ungeschützten Hand unerträglich ist. Zur Beseitigung dieses Übel standes hat man bereits vorgeschlagen, die Handgriffe durch Umwickeln oder Umkleiden mit schlecht leitendem Material, wie Bast, Holz oder dergleichen oder durch Anbringen von Holzgriffen für den Gebrauch tauglicher zu gestalten. Schutzverkleidungen bezw. Hand griffe dieser Art haben aber wieder den Nach teil, dass sie nicht dauerhaft sind. So lösen sich z. B. Umwicklungen mit der Zeit wieder, währendGriffez.B. aus Holz, diedurchSchrau- ben oder dergleichen befestigt sind, im Laufe der Zeit den Halt verlieren. Auch im Aus sehen werden die Handgriffe mit der Zeit unschön; ganz abgesehen davon, dass sie auch in hygienischer Hinsicht meist ebenfalls nicht einwandfrei sind. Die Erfindung besteht nun darin, dass aus Metall bestehende Handgriffe oder Teile von Handgriffen an Metallgefässen durch Schwei ssen, Nieten oder dergleichen befestigt und mit einer Umhüllung aus Kunstharz versehen sind. Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem emaillierten Eisenblechtopf beispiels weise verdeutlicht. Die Fig. 1 bis 4 zeigen den Henkel von der Seite und von oben ge sehen, während die Fig. 5-7 der Erläute rung des Verfahrens zur Anbringung der Kunstharzumhüllung dienen. Fig. 6 stellt einen Schnitt A-A und Fig. 7 einen Schnitt V-B durch Pig. 5 dar. Pig. 8 zeigt eine Sonderausführungsform der Erfindung. In den Abbildungen ist 1 der Topf, an dem ein Henkel 2 z. B. durch Schweissen un lösbar befestigt ist. 3 ist die Kunstbarzum- hüllung. Der Henkel muss natürlich dort, wo das Tragmoment in erster Linie in Er scheinung tritt, das heisst also an den Ansatz stellen 4 von genügender Festigkeit sein. Man wird ihm darum, um Verbiegungen zu vermeiden, dort eine gewisse Stärke bezw. Breite geben müssen. Dies führt in den mei sten Fällen zu Schwierigkeiten insofern, als bei zu starker bezw. zu breiter Henkelaus- bildung beim Erkalten nach dem Pressvor- gang die im Kunstharz selbst auftretenden Spannungen zu Rissen in der Umhüllung füh ren. Die Metallgriffe, bezw. Henkel sind darum in dem Teile, der von Kunstharz umgeben ist, teilweise verjüngt, wie dies aus den Fig. 2, 4 und 7 beispielsweise ersichtlich ist. In den Fig. 1 bis 4 ist der @Ietallgriff 2 bei spielsweise aus Rundeisen hergestellt, das an den Ansatzstellen 4 eine flache Ausbildung erhalten hat. Bei durchgehend gleicher Stärke oder Breite des Kernhenkels würde ausserdem, da ein Heranführen der Kunstbarzumhüllung bis an den Topf aus technichen Gründen in. den wenigsten Fällen möglich sein dürfte, der Henkel ein unschönes Aussehen erhalten, das durch die verjüngte Ausbildung des zu umhüllenden Henkelteils vermieden wird. Ge gebenenfalls kann man auch so verfahren, dass man nur Henkelansätze (vergleiche Fig. 3 und 4) an den Topf anschweisst und als Verbindung einen Kurrstbarzgriff auf die An sätze im Warmverfahren aufpresst. Eine Schwierigkeit bietet noch das Ruf pressen der Kunstharzumhüllung auf den Henkel oder Griff der Geschirre. Diese be steht darin, dass der Griff, insbesondere bei verjüngtem Griff, durch die beim Pressen auf tretenden sehr erheblichen Kräfte mit der aufzupressendenMasse nach unten genommen werden kann, was ein Verbiegen des Griffes zur Folge hat. Dies ist besonders dann nach teilig, wenn es sich um Gegenstände handelt, bei denen, wie z. B, bei emaillierten Gegen- ständen, die Gefahr des Abplatzens der Gla sur besteht. Der zu umhüllende Henkelteil wird darum zweckmässig während des Press- vorganges abgestützt, was beispielsweise da durch geschehen kann, dass man den Metall teil der Handgriffe mit Ansätzen 5 versieht, die sich auf die Pressform aufstützen. Die Ansätze können angeschweisst oder in anderer geeigneter Weise an den Handgriffen ange bracht sein. Man kann auch kleine Stützen 7 aus Kunstharz (Fig. 8) auf den Metallteil der Handgriffe als Distanzstücke zwischen Presswerkzeug und Handgriff aufstecken oder in anderer geeigneter Weise für die erforder liche Abstützung sorgen. Insbesondere bei emaillierten Eisenblech geschirren ist es noch notwendig, dafür zu sorgen; dass der Stahl des Presswerkzeuges nicht mit dem Email des Werkstückes in Berührung kommt. Dies kann in erster Linie an den Ansatzstellen 4 geschehen und es ist aus diesem Grunde zweckmässig, dort Schutz streifen 6; z. B. aus Pappe, zwischen Hand griff und Presswerkzeug einzulegen. An Stelle von Schutzstreifen können auch ganze Schutz hülsen eingelegt werden, die die ganze An satzstelle des Handgriffes umgeben. Dies ist bei emaillierten Ansatzstellen deshalb zweck mässig, weil sich die emaillierten Stützen beim Brennen verziehen können. Aus diesem Grunde müssen die Schlitze in den Werkzeugen etwas weiter sein, wodurch Gefahr besteht, dass zu viel Masse beim Pressen durch sie heraus tritt. Hier bilden die Hülsen eine Ausgleichs möglichkeit, indem sie zugleich als Dichtung gegen die herausquellende Kunstharzmasse wirken.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Metallgefäss mit wenigstens einem wärme isolierten Handgriff, insbesondere für Koch- und Servierzwecke, dadurch gekennzeichnet, dass aus Metall bestehende Teile des Hand griffes am Gefäss unlösbar befestigt und mit einer Umhüllung aus Kunstharz versehen sind, UNTERANSPRüCHE 1. Metallgefäss nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der von Nunst- harz umhüllte Teil des Handgriffes gegen über dessen übrigen Teilen wenigstens teilweise verjüngt ist.2. 1ATetallgefäss nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Handgriff aus zwei am Metallgeschirr befestigten Metallstücken besteht, deren der Befesti gungsstelle abgekehrte Enden durch in der Wärme aufgepresstes Kunstharz miteinan der verbunden sind.PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung des Gefässes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich- net, dass auf die verjüngten, am Gefäss be festigten Metallteile eines Handgriffes eine Kunstharzumhüllung aufgepresst wird, wobei der Handgriff in der Pressform stellenweise unterstützt wird. UNTERANSPRUCH: 3. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Ansatz stellen des Handgriffes und dem Presswerk- zeug Schutzstreifen eingelegt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE189846X | 1934-12-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH189846A true CH189846A (de) | 1937-03-31 |
Family
ID=5721518
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH189846D CH189846A (de) | 1934-12-20 | 1935-12-19 | Metallgefäss mit wenigstens einem wärmeisolierten Handgriff, insbesondere für Koch- und Servierzwecke und Verfahren zu dessen Herstellung. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH189846A (de) |
| FR (1) | FR799540A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1268799B (de) * | 1959-12-02 | 1968-05-22 | Schaber Hermann | Kuechensieb |
-
1935
- 1935-12-18 FR FR799540D patent/FR799540A/fr not_active Expired
- 1935-12-19 CH CH189846D patent/CH189846A/de unknown
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1268799B (de) * | 1959-12-02 | 1968-05-22 | Schaber Hermann | Kuechensieb |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| FR799540A (fr) | 1936-06-15 |
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