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Metallgefäß mit rostsicherem Rand Die Erfindung bezieht sich auf ein
emailliertes oder inoxydiertes Metallgefäß, insbesondere auf ein Gefäß zum Kochen,
Braten oder Backen, welches aus Eisen-bzw. Stahlblech oder Gußeisen besteht und
mit einem rostsicheren Rand versehen ist.
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Durch die Erfindung wird eine Verbesserung und weitere Ausgestaltung
der im Patent 1005 246 geschützten Erfindung bezweckt, gemäß welcher der rostsichere
Rand aus einem auf dem Gefäßrand z. B. durch Lcten befestigten Profilring aus rostfreiem
Metall besteht.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des Hauptpatents kann zu
diesem Zweck ein flacher Ring von der Breite des Gefäßrandes auf der ebenen Stirnfläche.des
Gefäßrandes durch Löten, Schweißen od. dgl. befestigt werden. Dieser Ring schneidet
dann beiderseits des Gefäßrandes mit der den Rand bedeckenden. Emailschicht ab.
Eine andere zweckmäßige Ausführungsfarm des Hauptpatents verwendet einen flachen
Ring von größerer Breite als derjenigen des Gefäßrandes, wobei die überstehenden
Ringflächen des Ringes nach dem Aufbringen desselben auf den Gefäßrand, an die Gefäßrandseiten
umgelegt werden und die Schenkel eines über den Gefäßrand greifenden U-Profils bilden.
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Es kann auch ein fertiger Profilring mit U-förmigem Ouerschnitt verwendet
werden, welcher dementsprechend etwas über den eigentlichen Gefäßrand nach außen
vorsteht. Derartige emaillierte Gefäße mit nach außen vorstehendem Profilring sind
an sich bekannt, jedoch, steht der Profilring hierbei nicht genügend weit nach außen
vor, um einen wirksamen Ausgußrand zu bilden.
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Außer den vor allem gemäß dem Hauptpatent zur Anwendung kommenden
emaillierten Geschirren mit geradem oberem Gefäßrand sind auch Emailgeschirre bekannt,
welche einen nach außen umgelegtenAusgußrand haben, der aber nicht verstärkt ist.
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Es wurde nun gefunden daß es in weiterer Ausgestaltung der im Hauptpatent
geschützten Erfindung möglich ist, ein emailliertes oder inoxydiertes Metallgefäß
mit einem rostsicheren Ausgußrand zu schaffen, ohne daß zu diesem Zweck der obere
Gefäßrand selbst nach außen umgelegt sein muß.
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Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß der auf dem Gefäßrand
befestigte Profilring aus rostfreiem Metall einen über den Gefäßrand um mehr als
die Wandstärke des Profilringes nach außen flanschartig überstehenden Ausgußrand
hat.
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Ein solcher Ausgußprofilring kann praktisch auf verschiedene
Weise ausgebildet sein. Beispielsweise besteht der Ausgußprofilring -aus
einem flachen, auf der Stirnfläche des Gefäßrandes befestigten Ring, dessen Innenkante
mit der inneren Emailschicht des Gefäßrandes abschneidet und dessen nach außen überstehende
Ringfläche im wesentlichen waagerecht verläuft oder in einem schwachen Winkel nach
unten geneigt ist. Man kann ferner einen Ausgußprofilring mit einem L-förinigen
Querschnitt verwenden, dessen. senkrecht nach unten gebogener Schenkel an der Innenseite
des Gefäßrandes anliegt und dessen über die Außenseite des Gefäßrandes um mehr ass
die Wandstärke des Profilringes vorstehender Schenkel waagerecht verläuft oder leicht
nach unten geneigt ist.
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Gemäß einer weiterem. Ausführungsform der Erfindung kann derAusgußprofilring
auch einen U-förmigen Querschnitt mit einem über die Basisfläche nach außen vorstehenden
Rand haben. Der überstehende Ausgußrand des Ausgußprofilringes kann aus einer doppelten,
außen um 180° nach innen umgelegten, Ringfläche gebildet sein. Der Ausgußrand erhält
dadurch die doppelte Stärke des Ringmaterials.
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Das Aufbringen und Befestigen des Ausgußprofilringes kann beispielsweise
dadurch geschehen, daß zunächst ein flacher Ring auf der Stirnfläche,des Gefäßrandes
befestigt, z. B. aufgelötet wird, worauf der innere Schenkel nach unten an die Innenseite
des Gefäßrandes angewalzt wird. Dies kann vor oder nach dem Emaillieren ausgeführt
werden.
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Durch die Erfindung wird erreicht, daß ein emailliertes Gefäß mit
einem geraden, vorzugsweise verstärkten Gefäßrand gleichzeitig mit einem rostsicheren
Rand gemäß dem Hauptpatent und mit einem wirksamen Ausgußrand versehen wird, wobei
besonders die Möglichkeit, ein Gefäß mit einem verstärktem oberen Rand verwenden
zu können, von besonderer Bedeutung ist.
In der Zeichnung ist die
Erfindung in. verschiedenen Ausführungsformen beispielsweise veranschaulicht.
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Fig. 1 zeigt im Schnitt einen Topf mit einem Ausgußprofilring gemäß
:der Erfindung; Fig. 2, 3 und 4 zeigen in vergrößertem Maßstab und abgebrochenem
Schnift drei Verfahrensstufen zur Herstellung eines Topfes gemäß Fig. 1; Fig.5 zeigt
eine Variante des Ausgußprofilringes gemäß Fig. 4, und Fig. 6, 7, 8, 9 und 10 _zeigen
ebenfalls in, abgebrochenen Querschnitten -verschiedene weitere Ausführungsformen
der Erfindung.
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Im folgenden wird die Erfindung beispielsweise an Hand eines in Fig.
1 -dargestellten Emailtopfes 1 erläutert. Dei z. B. aus Stahlblech mit oder ohne
verstärkten Boden hergestellte- Topf 1 hat Henkel 2 und ist mit einem verstärkten
oberen Gefäßrand3 versehen. Die auf den Topf aufgebrachte Emailschicht ist mit 4
bezeichnet.
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Auf dem Gefäßrand 3 ist gemäß Fig. 1 und 4 beispielsweise ein L-förmig
profilierterAusgußprofilring 5 aus rostfreiem Material befestigt, im vorliegenden
Falle z. B. aufgelötet. Zu diesem Zweck wird auf die Stirnfläche des Gefäßrandes
3 vor dem Emaillieren des Gefäßes zunächst ein flacher oder ebener, z. B. durch
Hochkantrollen hergestellter Ring 5' aus rostfreiem Stahl od. dgl. aufgelötet. Die
Lotschicht ist in der Zeichnung mit 6 angedeutet. Sie kann. an sich in beliebiger
Weise aufgebracht werden. Vorteilhaft ist die Verwendung eines Ringes 5', welcher
einseitig entweder ganz oder wenigstens zonenweise mit einem Lotmaterial wie Kupfer
plattiert ist. Der Ring 5' hat eine solche Breite und wird so aufgelötet, daß die
seinem Innendurchmesser benachbarte Ringzone 5" nach innen und die seinem Außendurchmesser
benachbarte Ringzone 5"' nach außen über den Gefäßrand 3 voarsteht. Sodann wird
der Topf 1 innen und außen in üblicher Weise emailliert, wie aus Fig.3 ersichtlich
ist. Hiernach wird schließlich die nach innen überstehende Ringzone 5" mit Hilfe
eines Druckstahles oder einer Druckrolle an die Innenseite des Gefäßrandes
3 angewalzt. - Die nach außen überstehende Ringzone 5"' dagegen bleibt unverändert
und bildet auf diese Weise einen Ausgußrand.
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Während bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 4 die überstehende
Ringzone 5" im wesentlichen waagerecht liegt, ist bei der in Fig. 5 veranschaulichten
Variante die entsprechende Ringzone 5 a ` eines Ausgußprofilringes 5 d ein wenig
nach unten abgebogen. Dadurch wird ein besseres Ausgießen erzielt und. die Gefahr
.des Tropfens und Trielens, d. h. das Herablaufen von Tropfen an der Gefäßwand,
vermindert. Im übrigen kann der Ring 5 a genauso wie der Ring 5 befestigt werden.
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Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform der Erfindung und
bei deren in Fig. 7 veranschaulichten Variante wird im Gegensatz zu Fig. 2 und 3
kein flacher, sondern ein bereits fertig L-förmig profilierter Ring 5 b bzw. 5 c
auf den verstärkten Gefäßrand 3 aufgelötet. Dieses Winkelprofil wird nicht nur auf
die chere Stirnfläche, sondern mit seinem rechtwinklig nach unten gerichteten Schenkel
5 b" bzw. 5 c " auch an die Innenseite des nicht emaillierten Gefäßrandes angelötet.
Erst danach wird der Topf emailliert. Man erkennt aus Fig. 6 und 7, daß die Emailschicht4
innen an die Unterkante des Schenkels 5 b" bzw. 5 c" während sie außen bis an die,
Unterfläche des überstehenden Ausgußrandes 5 b"' bzw. 5c"" reicht. Der Profilring
5 c unterscheidet sich von dem Profilr:_ g 5 b im übrigen nur dadurch, daß
bei dem ersteren die Ringzone 5c"' ähnlich wie bei Fig. 5 in einem schwachen Winkel
nach unten geneigt ist.
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Fig. 8 zeigt eine besonders einfache Ausführungsform der Erfindung.
Hier ist auf die Stirnfläche des Gefäßrandes 3 ähnlich Fig. 2 ein im wesentlichen
flacher oder nur außen etwas abwärts gebogener Ring 5 d aufgelötet, nur mit dem
Unterschied, daß der Innendurchmesser des Ringes 5d gleich dem Innendurchmesser
des Gefäßrandes 3 zuzüglich der Emailschicht 4 gewählt ist. Die innere Ringzone
5 d" hat also nur eine der Stärke der Emailschicht 4 entsprechende geringe Breite
und wird daher nicht nach unten umgebogen, sondern sie schneidet mit der Emailschicht
ab. Die äußere, weiter überstehende Ringzone 5 d" entspricht der Ringzone 5d" in
Fig. 5.
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Gemäß Fig. 9 wird ein -bereits fertig profilierter Ring 5 e verwendet,
welcher innen einen rechtwinklig abgebogenen Schenkel 5e" hat, während die äußere,
überstehende Ringzone 5 e " um 180° nach innen eingeschlagen und dann rechtwinklig
zu einem Schenkel 5 c'"' umgebogen ist. Die Lötung 6 erfolgt hier an der ganzen
Anlagefläche des Profilringes 5 e, d. h. an der Stirnfläche und an beiden Seiten
des Gefäßrandes 3, sowie zweckmäßig auch zwischen den zusammengefalteten Materiallagen
des überstehenden Randes 5 e'".
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Die in Fig. 10 dargestellte Ausführungsform stellt eine Variante der
Fig.9 dar und unterscheidet sich von letzterer nur dadurch, daß der an der Außenseite
des Gefäßrandes 3 herunterreichende Schenkel fehlt. Der Ring 5 f hat hier einen
rechtwinklig umgebogenen Innenschenkel 5f", und der nach innen eingefaltete Teil
des Außenrandes 5r"' stößt stumpf an die Außenseite des Gefäßrandes 3. Das Anlöten
des Profilringes 5 f erfolgt allseitig gemäß Fig. 10.