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Donnerstag, 9. Februar 2006

Meine Lebensgeschichte - Kurzfassung ;)

HINWEIS: Dies ist ein ehemaliger Teameintrag

Hallo,

dies kann und soll natürlich nur eine ganz kurze Lebensgeschichte sein (na ja, oder was Aurisa halt so unter 'kurz' versteht ...).
Ich habe nicht vor, hier meine Autobiographie zu schreiben ... und anderswo auch nicht.

Also... als ich darüber nachgedacht habe, was ich hier über mein Leben schreiben soll, ist mir klar geworden, daß meine Lebensgeschichte leider vor allem eine Krankheitsgeschichte ist...

Mein Leben ist solange ich denken kann geprägt von psychischen Erkrankungen, von Ängsten, Depressionen und der Transidentität... (na gut, ob das letztere jetzt auch eine Krankheit ist oder nicht, darüber kann man sich streiten, aber das wäre eine andere Geschichte...).

Und weil ich deshalb mein ganzes Leben lang damit zu kämpfen hatte, mit diesen drei Dingen irgendwie klar zu kommen um überhaupt (weiter)leben zu können war für vieles andere, was für andere Menschen selbstverständlich ist in meinem Leben weder Zeit noch Kraft übrig...

Aber der Reihe nach...

Geboren wurde ich 1968, hier wo ich jetzt immer noch wohne, damals als Klaus, wie ihr ja wisst.

An meine Kindergartenzeit habe ich fast keine Erinnerung mehr. Die war aber meines Wissens nach noch relativ normal. Aber auch schon damals war ich relativ isoliert unter den Kinder, soweit ich weiss...

Die Hölle auf Erden begann für mich aber dann mit der Schule.
Dort war ich ein absoluter Aussenseiter und ein 'beliebtes' Opfer für Hänseleien... Bulling nennt man das heute, was in der Schule so abgeht und was im Beruf Mobbing heisst...
Warum das so war, das kann ich im nachhinein und nur auf meine unzuverlässigen und verblassten Erinnerungen angewiesen nur vermuten...
Es lag sicher teilweise daran, daß ich schon immer introvertiert und leicht verletzlich (neurotisch sagt der Fachmann...) war...
Jemand der so introvertiert ist wie ich, der hat es schwer Anschluss zu finden...
Und wer keinen Anschluss findet ist sowieso das ideale Opfer, weil er niemand hat, der ihm hilft...
Ja und wer so sensibel ist wie ich, den kann man prima fertig machen, weil er ja so leicht zu verletzen ist.. Auch darum war ich das ideale Opfer...
Inwieweit meine Transidentität da auch eine Rolle gespielt hat, ist schwer zu sagen...
Durch sie war ich immer schon anders als die anderen Jungs. Und wer irgendwie anders ist, als die anderen wird gemieden, ausgegrenzt, gemobbt... Das ist bei Kindern nicht anders als bei den Erwachsenen...

Weil die Frage häufig kommt:
Nein, ich habe mich damals noch nicht als Mädchen gefühlt. Es gibt auch Transidente, die wissen schon vor der Einschulung, daß sie kein Junge sodern eigentlich ein Mädchen sind, aber das ist leider längst nicht bei allen so früh so klar, bei mir auch nicht.
Ich habe mich aber auch nie als Junge gefühlt. Und das ist sicher auch ein Grund für meine Isolation damals. Ich gehörte nicht zu den Jungs, das spürte ich schon... aber zu den Mädchen auch nicht...
Ich wusste nur, daß ich irgendwie anders war ohne das näher benennen zu können...

Jedenfalls ging es mir seit Beginn der Grundschule einfach nur miserabel...
Und meine Noten waren dementsprechend.... Für das Lernen hatte ich schlicht keinen Kopf. Und es hat sich auch zuhause niemand darum gekümmert, daß ich beispielsweise meine Hausaufgaben mache, geschweige denn, daß jemand mit mir gelernt hätte...
Das lieblose und gleichgültige Elternhaus ist sicher auch ein Grund dafür, daß es mir von Anfang an so schlecht ging...
Auch dort bekam ich keine Hilfe. Entweder ich kam alleine mit meinem Problemen klar oder ich hatte halt Pech gehabt.
Zähne putzen, Schuhe zubinden, Schwimmen, Radfahren... all das musste ich mir beispielsweise alleine beibringen, weil ich keiner darum gekümmert hat, ob ich das kann oder nicht, und dementsprechend spät habe ich es erst gelernt...
Aber ich schweife ab...
Jedenfalls hatte ich einfach nur Angst vor den 'lieben' Mitschülern sosehr, daß ich nachts stundenlang nicht einschlafen konnte, aus Angst vor dem nächsten Schultag. Aber daß DAS der Grund für meine Schlafstörungen war, das wusste ich damals noch nicht, das wurde mir erst viel später klar...
Damals habe ich mir meine Angsstörungen eingehandelt. Ich war immer schon ein ängstlicher Typ. Ich schätze, das ist angeboren. Aber diese Sozialphobie habe ich erst seit meiner Grundschulzeit.
Ja und aus Angst davor, noch mehr verletzt zu werden, habe ich mich noch mehr in mich zurückgezogen, mich verschlossen und bin gar nicht mehr aus mir heraus gegangen...
Damals habe ich gelernt mir einen Schutzpanzer zuzulegen... mir nicht mehr anmerken zu lassen, wenn mich etwas verletzt, mich zu beherrschen und keine Gefühle mehr zu zeigen, damit man mich nicht mehr treffen kann... Aber damit habe ich natürlich gleichzeitig meine Isolation noch mehr verstärkt...
Diese Rüstung war gleichzeitig mein Schutz und mein Gefängnis...
Ach ja und von damals kommt wohl auch meine Neigung mir Kummerspeck anzufressen... was dann wieder ein Grund mehr für meine Mitschüler war, mich zu verspotten...
Was habe ich den Sportunterricht gehasst, wo ich wegen meinem Übergewicht immer Ziel meiner Mitschüler war... Der Sport war das schlimmste von allen...

Ja und wegen all dem landete ich schließlich auf der Hauptschule, obwohl ich ganz sicher nicht dumm bin...
Auch dort ging es zunächst so weiter für mich, aber allmählich bahnte sich die Wende an...
Ich lernte dort, daß Lernen Freude machen kann und in der Folge verbesserte sich mein Notenschnitt von 4,0 im fünften Schuljahr auf 2,1 im neunten Jahr... trotz weiter miserabler Sportnoten...

Und damit konnte ich auf die Realschule gehen um die mittlere Reife nachzuholen...
Und dort ging es mir fast von heute auf morgen viel besser. Die Schlafstörungen waren innerhalb weniger Wochen verschwunden, für immer... weil mich dort niemand kannt und niemand plagte...
Dort konnte ich neu Anfangen... Für mich war das fast wie ein neues Leben...
Die Realschulzeit und danach die Zeit auf dem Gymnasium waren im Nachhinein gesehen fast problemlose Zeiten und die besten meines Lebens...
Aber das war nur die Ruhe vor dem Sturm... denn wie ich heute weiss, waren meine Probleme ja nicht gelöst. Auch weiter hatte ich keine richtigen Freunde, weil ich nie gelernt hatte aus mir heraus zu und auf andere Menschen zuzugehen. Stattdessen hatte ich in der Grund- und Hauptschule das genau Gegenteil gelernt, nämlich mich zu verschliessen. Und wenn man Auster spielt ist es sehr schwer Freunde zu finden... von einer Partnerschaft ganz zu schweigen...

Ich habe mich damals übrigens überhaupt nicht für Männer interessiert, sondern ausschließlich für Frauen. Die Frage ob ich vielleicht homosexuell bin, habe ich mir selber in diesem Alter gestellt, weil ich schon merkte, daß ich irgendwie anders bin als die anderen Jungen. Aber diese Frage konnte ich eindeutig mit nein beantworten.
Aber ich eine Frau hätte ich niemals angesprochen... Dafür war ich viel zu ängstlich und verschlossen... Und für mich hat sich nie eine interessiert und so blieb ich nicht nur ohne Freunde sondern auch ohne Beziehung... Ich habe auch nie mit einer Frau (oder einem Mann) geschlafen oder auch nur jemand geküsst, nicht mal das... Freunde habe ich inzwischen aber alles andere bis heute nicht...

Ach ja, in der Zeit habe ich (vermutlich 1984) auch zum ersten mal was von Transsexualität gehört und hatte sofort das Gefühl 'Das ist es!'. Aber da ich mir damals beim besten Willen nicht vorstellen konnte, daß ich jemals als Frau würde leben können, bzw. daß man mich als Frau würde leben lassen - wie sollte ein solches angstgeplagtes Sensibelchen wie ich, das damals heilfroh war der Mitschüler-Höllen entkommen zu sein, erst mit dem Hohn und Spott der Mitmenschen leben, wenn ich versucht hätte als Frau zu leben - verdrängte ich den Gedanken daran wohl oder übel wieder...

Immerhin war ich in der Realschule und im Gymnasium in der Klasse eingebunden und akzeptiert.
Dadurch hatte ich immer ein bisschen menschliche Kontakte.

Aber damit war es schlagartig vorbei, als ich nach dem Abitur studieren ging...
Das war ein böser Fehler... Ich hätte nicht an die Uni gehen sollen, sondern an eine Fachhochschule. Soweit ich weiss ist dort der Unterricht viel mehr verschult. Dort währe ich nicht so mutterseelenallein gewesen wie im Studium, wo ich mit meinen massiven Kontaktschwierigkeiten wirklich gar keine Kontakte mehr hatte... Dazu kam noch erschwerend dazu, daß man in der Schule auch nicht lernt selbständig zu lernen, was mir auch alles andere als leicht fällt... Und natürlich hatte ich niemand, den ich irgendetwas fragen konnte, wenn ich Probleme hatte...
Die Folge war, daß ich langsam aber sicher in die Depression abrutschte... Und damit ging dann im Studium natürlich gar nichts mehr...
Ich habe dann, weil ich nicht mehr weiter wusste auch das Studium gewechselt - mehrfach...
Geholfen hat das natürlich auch nicht gegen die Depressionen und die Einsamkeit...

Irgendwann ging dann gar nichts mehr... Ich wusste nicht mehr, wie es noch weitergehen sollte....
Was für einen Sinn sollte mein Leben noch haben... Wozu sollte ich so alleine noch weiterleben... nur für weitere Jahrzehnte Einsamkeit bis zum Tod...?
Damals muss ich wohl so 25 gewesen sein, als ich an dem Punkt war, entweder ich mache jetzt schluss... oder ich ändere etwas ganz grundsätzliches an meinem Leben... So wie es bis dahin war konnte ich es nicht noch länger ertragen...
Also habe ich mich in dieser Nacht gefragt, was ich in meinem Leben so furchtbar schief gelaufen ist...
Und ich bin zu dem Schluss gekommen, daß ich zwei Dinge ändern muss in meinem Leben, wenn es besser werden soll. In dieser Nacht habe ich mir vorgenommen:
*zu kämpfen und nicht wie bisher so oft zu schnell aufzugeben...
*und mich zu öffnen, mit den Menschen, die mir wichtig sind über meine Probleme zu reden...

Und an diese Vorsätze habe ich mich gehalten... bis heute...

Ja und (spätestens) an der Stelle kommt Auris in's Spiel...

Wer den Eintrag 'Auris und Aurisa' hier im Klaudia-Blog gelesen hat, der wird sich vielleicht daran erinnern, daß ich ihr - schon einige Jahre VOR dieser Nacht (!) - genau diese beiden Eigenschaften mitgegeben habe, als ich sie mir ausgedacht habe...
*zu kämpfen
*und sich anderen Mensche öffnen zu können...
Damals hatte ich ihr unbewusst genau die Fähigkeiten gegeben, von denen mir erst jahre später bewusst wurde, daß ich sie dringend für mein Leben brauchte...

Durch sie hatte ich beides jahrleang im Fantasy-Rollenspiel ausleben und ausprobieren können.
All das wurde mir nach dieser Nacht langsam klar...
Und wenn Auris mir anfangs unbewusst ein Vorbild und eine Hilfe war, so kann ich sie ganz bewusst dafür einsetzen mir zu helfen, seit mir das klar geworden ist.

In der Zeit danach ging es mir vielleicht nicht gut, aber auf jeden Fall deutlich besser als in den Jahren davor...

Da gäbe es noch viel zu erzählen, aber das ist eine andere und zu lange und sehr persönliche Geschichte, die bisher darum nur ganz wenige hier kennen...
Vielleicht erzähle ich sie ein andermal...

Von damals stammt auch mein Entschluss es doch zu wagen als Frau leben zu wollen, aber auch das gehört zu der anderen Geschichte...

Jedenfalls ging es mir nach dieser Nacht 2 1/2 Jahre besser... bis jemand starb, der damals der wichtigste Mensch für mich in meinem Leben war...

Danach begann für mich dann die zweite Hölle auf Erden, die tatsächlich noch schlimmer war als die erste, die Depri-Hölle...

Der Verlust dieses Menschen wäre schon schlimm genug gewesen, aber dadurch habe ich mich nach dem warum gefragt... dem großen WARUM sozusagen... der Frage nach dem Sinn von allem...

Und die einzige Antwort, die ich finden konnte war, daß es kein warum gibt, daß es keinen Plan hinter all dem gibt, keinen Gott, kein Schicksal, keinen Sinn, keine unsterbliche Seele, die nach dem Tode weiterlebt...

Und damit ist mir die Basis für mein Leben unter den Füssen zerbrochen und zerbröselt, bis nur noch Staub übrig war davon...

Ich war zwar nie so wahnsinnig gläubig, aber es war doch immer ein wenig Glaube und Hoffnung da, daß da doch mehr ist als nur das materielle um uns herum...

Von diesem Glauben ist danach nichts mehr übrig geblieben und darum machte für mich nichts mehr einen Sinn... Wozu auch leben wenn alles nur Zufall ist und keine tiefere Bedeutung hat...

Fast drei Jahre haben diese tiefen Depressionen gedauert...

Und wieder war es Auris die mir da raus geholfen hat... und der Wunsch und die Hoffnung doch irgendwann in der Zukunft als Frau leben zu können...

Das erste was ich gemacht habe um etwas gegen die Depressionen zu unternehmen war dann auch mir das Schminken beibringen zu lassen. Von damals sind die drei Bilder von 1998 im Fotoblog...

Außerdem habe ich damals dann in einem Volkshochschulkurs auch meinen späteren Therapeuten kennengelernt, der mich so von 1999 bis 2001 begleitet hat und diese Verhaltenstherapie war auch sehr wichtig für mich...
In dieser Zeit habe ich mein Studium wieder aufgenommen und ich habe angefangen als Frau auszugehen, aber noch nur außerhalb meines Heimatortes...

Doch dann 2001, als die Therapie fast schon zuende war, und es mir wieder recht gut ging, kam der nächste Tiefschlag... Bei mir wurde eingebrochen und das hat mich sehr zurückgeworfen...
Mehr will ich hier dazu gar nicht schreiben...

Erst Anfang 2003 war ich dann in der Lage wieder voranzukommen... auch da erst nachdem es mir so schlecht ging, daß ich wusste, so kann es nicht weitergehen und daß ich entweder etwas ändern oder schluss machen muss, weil es nicht mehr zu ertragen war...

Also begann ich damals die Geschlechtsangleichung endlich ernsthaft anzugehen.
Vorher hatten mir sowohl die nötigen Informationen als auch die Kraft dazu gefehlt.
Aber jetzt endlich ging es... Ich suchte mir meine Gutachter und stellte bei Gericht den Antrag auf Vornamensänderung...
Und kurz darauf kam ich dann zu 20six, wo ich gleich wieder das Gefühl hatte 'Das ist es!', nämlich das richtige für mich. Und das Gefühl hat mich nicht getrogen ...

Der Rest der Geschichte ist (mehr oder weniger) bekannt...

Inzwischen heisse ich seit Juli 2004 auch offiziell Klaudia Cornelia Aurisa, nehme ungefähr genauso lange Hormone und wenn nichts dazwischen kommt wird im November meine Operation sein.
Dann wird mein unfreiwilliges Leben als 'Mann' endgültig Vergangenheit sein...



Die Ängste und Depressionen habe - dank Auris - überwunden. Meinem Leben konnte ich für mich wieder einen Sinn geben. Und mit der Transidentität habe ich zu leben gelernt.

So, jetzt habe ich erwartungsgemäß doch wieder ziemlich viel geschrieben... und doch vieles ausgelassen...
Also falls ihr noch Fragen habt, nur zu.

Viele Grüßle

Aurisa

EDIT:
Da es sich hier um einen alten 20six-Eintrag handelt, sind ein paar Dinge nicht mehr ganz aktuell:
*Was es mit Auris und Aurisa auf sich hat muss ich hier demnächst erst noch erklären...
*Und die Operation im letzten November habe ich ja erstmal abgesagt... Ob ich sie dieses Jahr doch noch machen lasse ist derzeit noch offen...

LINKS:

*Zum Blog-Starteintrag:
http://aurisa.twoday.net/stories/1504914/comment
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Auris und Aurisa

HINWEIS: Dies ist ein ehemaliger Teameintrag.

Hallo,

da in meinem Aurisa-Blog so oft von Auris die Rede ist und ich schon so oft gefragt worden bin, was es mit ihr auf sich hat, will ich das hier kurz erklären, vor allem auch, weil sie in meinem Leben eine so wichtige Rolle spielt.

Auris ist eine fiktive Person, die ich mir ursprünglich für ein Fantasy-Rollenspiel ausgedacht habe.

Ausgedacht habe ich mir Auris Anfang der neunziger Jahre.

Aber ihre Geschichte beginnt eigentlich schon viel früher, im Sommer 1984.

Damals erschienen die ersten (kommerziellen) deutschen Fantasy-Rollenspiele (vorher gab es nur semiprofessionelle Fan-Rollenspiele), die ich mir dann auch gleich gekauft habe.
Und wenig später habe ich dann schon mein erstes Rollenspiel geleitet.

Diese Spiele haben mich von Anfang an fasziniert, weil man dort so seiner Phantasie freien Lauf lassen und so vieles tun konnte, was im realen Leben nicht möglich war.

Besonders ein Satz in einem der Regelbücher hat sich mir sofort eingebrannt:
"Über den NAMEN und das GESCHLECHT Ihres Helden dürfen Sie selbst entscheiden." (die Hervorhebungen waren so im Text).

Das hiess doch nichts anderes, als daß man dort auch Helden (so nennt man die Charaktere, die man spielt) spielen durfte die ein anderes Geschlecht haben als man selber.

Und ich glaube es leuchtet jedem ein, daß diese Möglichkeit jemand wie mich ausgesprochen faszinieren muss...

1984... Ich glaube damals hatte ich überhaupt gerade erst erfahren, daß es so etwas wie Transsexualität und Geschlechtsumwandlungen gibt.

Daran, daß ich jemals als Frau würde leben können, war damals überhaupt nicht zu denken...
Davon konnte ich damals allenfalls träumen... Und die Rollenspiele waren DIE Gelegenheit für mich diesen Traum zu träumen, den ich in der Realität damals nie hätte leben können...

Dort also konnte ich eine weibliche Heldin spielen, dort war es erlaubt...

Aber zuerst habe ich mich nicht getraut. Was sollten denn meine Mitspieler denken, wenn ich eine Frau spielen würde...? Die würden am Ende noch denken ich sei schwul oder sowas...

Also habe ich mir zuerst einen männlichen Magier zugelegt... mit dem ich aber nie so richtig warm geworden bin, wohl gerade weil es ein Mann war...

Aber neben diesen Helden = Charakteren, die von den Spielern gespielt werden gibt es ja auch noch die sogenannten Meisterfiguren, die vom Spielleiter gespielt werden.

Ja und da hatte ich vom ersten Abenteuer an eine Meisterfigur namens Ilfa. Eine Elfin, die eigentlich nur als Nebenfigur im ersten Abenteuer gedacht war, die mir dann aber so gut gefiel, daß sie die Helden der Spieler weiter begleitete.
Und SIE durfte ich ja spielen, ohne daß mich jemand schief ansah. Denn sie war je eine Meisterfigur.
Und der Spielleiter spielte ja alle Menschen denen die Helden begegneten, egal ob Männer oder Frauen. Also musste ich ja sogar auch Frauen spielen und hatte damit eine Rechfertigung auch Ilfa spielen zu dürfen ohne irgendeinen 'Verdacht' zu erregen...

Und so wurde Ilfa zu meiner heimlichen Heldin in diesen Abenteuern...

Irgendwann wurde mir das auch klar, warum sie mir wichtig war und mein männlicher Magier gerade nicht.

Und Jahre später brauchte ich dann einen neuen weiblichen Charakter.
Ilfa die ich ganz zu Anfang geschaffen hatte genügte mir nicht mehr.
Weil ich damals noch zu wenig Ahnung hatte, war sie mir allzu flach ohne viel Tiefgang geraten.
Sie war einfach gut und nett und das war es dann schon so ziemlich. Es fehlten einfach die Reibungspunkte bei ihr, die Entwicklungsmöglichkeiten boten...

Und so habe ich mir Auris geschaffen...

Aber ohne Ilfa hätte es Auris nie gegeben. Ilfa ist sozusagen, der 'Prototyp', das 'Vorläufermodell'.
Und weil mir das damals auch klar war, habe ich Ilfa im Spiel dann zur Mutter von Auris gemacht , denn das ist sie in einem gewissen Sinne ja tatsächlich...
Durch Ilfa habe ich gelernt, wie sehr ich mir wünschte, einen weiblichen Charakter zu führen und was mir bei Ilfa gefehlt hatte...
All das, was ich bei Ilfa vermisste, was ich versäumt hatte ihr mitzugeben, das bekam jetzt Auris... teilweise bewusst, teilweise auch unbewusst...

Auris wurde für mich die Frau, die ich gerne gewesen wäre, die ich aber nie sein kann...
Mit ihr bekam mein Traum vom Frausein ein Gesicht, einen Charakter und eine Stimme...
Und ich habe so viel von mir in sie hineingelegt... Meine Stärken... aber vor allem auch meine Macken...
Und noch wichtiger, ich habe ihr unbewusst das gegeben, was mir am meissten fehlte:
*die Kraft zu kämpfen
*und die Fähigkeit sich zu öffnen und auf andere Menschen zuzugehen.

Beides hatte mir bis dahin weitgehend gefehlt. Und beides hätte ich so dringend gebraucht...

Und damals, Anfangs der neunziger Jahre hatte ich mir jetzt mit Auris unbewusst und ungeplant ein VORBILD geschaffen...

Auris war und ist mir so ähnlich, daß ich mich meisstens problemlos mit ihr identifizieren kann.

Aber gleichzeitig ist sie eigenständig genug um eine ganz eigene Persönlichkeit zu entwickeln.
Jeder der schon mal eine Geschichte geschrieben hat weiss, daß die Personen, die man sich dafür ausdenkt - vorausgesetzt, sie haben genug Tiefgang - die Tendenz haben sich zu verselbständigen und nicht unbedingt immer das tun zu wollen, was ihr Erfinder von ihnen erwartet. So auch Auris ... BESONDERS Auris, schließlich habe ich ihr auch meinen Dickkopf mit auf den Weg gegeben *g*...

Ja und damit hatte ich mir nicht nur ein Vorbild geschaffen, dem ich nacheifern konnte und wollte, sondern auch noch jemand der mich kritisierte und vor allem auch motivierte... gerne auch durch mentale Ärschlitritte ... und diese Rolle füllt sie bis heute aus...

Auris, das war und ist die Frau die ich nicht sein konnte und die ich doch so gerne gewesen wäre...

Und sie hat es mir ermöglicht mich zu trauen mich zu öffnen...
Sie hat mir die Kraft gegeben den Weg zur Frau zu gehen...
Und sie hat mir den Weg gezeigt...

Ich weiss, letztlich habe ich all das gemacht und letztlich ist es meine Kraft...

Aber Auris hat es mir erst ermöglich diese innere Quelle der Kraft zu finden und anzuzapfen.

Ohne sie hätte ich all das nie geschafft.

Ohne sie würde es heute keine Klaudia geben... und ohne sie würde ich hier auch nicht bloggen.

Und darum habe ich - ihr zu ehren und um mich daran zu erinnern, daß sie immer bei mir ist und mir mit ihrer Kraft helfen kann - mir schließlich als dritten neuen Vornamen Aurisa gewählt, mit -a am Ende um Verwechslungen zwischen Auris und mir zu vermeiden und um klar zu machen, daß sie zwar ein Teil von mir ist, aber doch eine eigenständige Persönlichkeit...

Jetzt wisst ihr, in Kürze, was es mit Auris und Aurisa auf sich hat.

Die ganze Geschichte ist viel länger. Zu lange um sie hier zu erzählen.
Aber ich denke es ist klar, warum Auris so wichtig für mich war und ist.

Viele Grüßle

Aurisa

*Zum Blog-Starteintrag:
http://aurisa.twoday.net/stories/1504914/

*Was ein Fantasy-Rollenspiel ist ist hier erklärt:
http://aurisa.twoday.net/stories/1521104/
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Häufige Fragen zur TI

Was ist Transidentität?
Transidentität, besser bekannt als Transsexualität, ist ein Störung der Geschlechtsidentität.
Menschen die körperlich ganz normale Männer sind fühlen sich trotzdem als Frauen oder umgekehrt.
Das gefühlte Geschlecht, das im Gehirn festgelegt wird, widerspricht also dem körperlichen Geschlecht.
Transidente Menschen empfinden einen starken Drang in dem Geschlecht zu leben, dem sie sich zugehörig empfinden, obwohl das ihrem körperlichen Geschlecht widerspricht.



Was sind die Ursachen von Transidentität?
Die Ursachen von Transidentität sind noch nicht ausreichend erforscht.
Sicher ist, daß Transidentität nicht erblich ist.
Aber Transidentität ist auch nicht anerzogen, sonst wäre es möglich sie auch wieder 'abzuerziehen'. Das ist aber gerade nicht möglich.
Es wird vermutet, daß Transidentität durch ein Ungleichgewicht der Sexualhormone der Mutter - zum Beispiel durch Stress - während der Schwangerschaft entsteht.
Diese mütterlichen Sexualhormone beeinflussen die Gehirnentwicklung des Fötus und können möglicherweise das Gehirn des Kindes dauerhaft so verändern, daß dieses später Transident wird oder auch Homosexuell, je nachdem in welchem Stadium der Gehirnentwicklung das Hormonungleichgewicht auftritt.
Diese Forschungsergebniss sind meines Wissens aber bisher noch nicht gesichert.
Bei erwachsenen Transidenten wurde außerdem festgestellt, daß bei ihnen ein bestimmtes Hirnareal das bei Männern und Frauen verschieden groß ist, jeweils der Größe ihres gefühlten Geschlechtes entspricht und eben nicht ihrem körperlichen Geschlecht.
Es wird vermutet, daß dieses Hirnareal der Sitz der Geschlechtsidentität ist.
Falls das stimmen sollte, hätten körperlich männliche Transidente also tatsächlich ein weibliches Gehirn und umgekehrt.



Ist Transidentität eine Krankheit?
Die Weltgesundheitsorganisation stuft sie als Krankheit ein.
In Deutschland ist gilt Transidentität rechtlich nicht als Krankheit, hat aber krankheitswert, was für alle Betroffenen in der Praxis auf dasselbe hinausläuft.
Die Transidenten selbst fühlen sich selbst meisst nicht krank sondern leiden einfach nur unter der Diskrepanz zwischen ihrem empfundenen und dem körperlichen Geschlecht, sowie unter den Reaktionen der Mitmenschen.



Ist Transidentität heilbar?
Man kann Transidentität nicht durch Psychotherapie (weg)therapieren, da sie nicht erlernt sondern viel tiefer in der Persönlichkeit verankert ist. Auch eine medikamentöse Behandlung oder (Gehirn-)operation ist nicht möglich. Die einzig mögliche 'Therapie' ist die Geschlechtsangleichung.
Dadurch wird die Transidentität zwar nicht geheilt, aber das Leiden der Betroffenen an ihr zumindest gemildert.



Was sind die Unterschiede zwischen Transidenten, Transsexuellen und Transgendern?Transidente ist der neuere Begriff für Transsexuelle.
Im Deutschen wird, im Gegensatz zum Englischen leider nicht zwischen dem körperlichen Geschlecht (englisch: sex) und dem seelischen Geschlecht also der Geschlechtsidentität (englisch: gender) unterschieden. Darum wurden die Transidenten früher einfach Transsexuelle genannt, ohne zu bedenken, daß das '-sexuell' missverständlich und auch diskriminierend ist, da es bei Transidenten ja nicht um sexualität sondern um Geschlechtsidentität geht.
Darum wird heute in Deutschland bevorzugt der Begriff Transident anstelle des veralteten Transsexuell verwendet.
Das englische Transgender wird dagegen in Deutschland weiter verstanden als das Transident, d.h. Unter Transgender fallen alle 'Zwischenformen' zwischen 'normalen' Frauen und Männern, also nicht nur Transidente, sondern z.B. auch sogenannte 'Shemales', also körperliche Männer die ihren Penis noch haben (und ihn manchmal auch behalten wollen), aber gleichzeitig auch weibliche Rundungen besitzen.
Da der Begriff Transgender aber sehr schwammig ist, ist oft unklar wer alles dazu gehört und wer nicht.
Intersexuelle etwa, also die Menschen, die man früher Zwitter nannte, d.h. Menschen mit von Geburt an nicht eindeutigem Geschlecht sehen sich oft nicht als Transgender und wollen dann auch nicht so bezeichnet werden.
Somit sind alle Transidenten auch Transgender, aber nur ein Teil der Transgender sind auch gleichzeitig Transident.



Was ist der Unterschied zwischen Transidenten und Intersexuellen?
Transidente sind vor der Geschlechtsangleichung körperlich eindeutig männlich oder weiblich. Nur ihr Gehirn hat ein anderes Geschlecht.
Intersexuelle dagegen sind körperlich gerade nicht eindeutig männlich oder weiblich sondern stehen körperlich von Geburt an mehr oder weniger stark zwischen den Geschlechtern.
Intersexualität ist ein medizinisches Ausschluskriterium für Transidentität.
Wer Transident ist kann also nicht gleichzeitig Intersexuell sein und umgekehrt. Beides schliesst sich aus.
Die Grenzen verschwimmen allerdings manchmal, wenn ein körperlich weitgehend eindeutiger Intersexueller sich dazu entschliesst eine Geschlechtsangleichung zum entgegengesetzten Geschlecht vornehmen zu lassen...



Was ist der Unterschied zwischen Transvestiten und Transidenten?
Im Gegensatz zu Transidenten fühlen sich Transvestiten nicht als Frauen, sondern haben nur das Bedürfnis zeitweise in deren Rolle zu schlüpfen, sprich sich als Frauen zu verkleiden.
Die Motive dafür sind in der Regel sexueller Natur, d.h. es macht Transvestiten an, sich selbst als Frau zurechtgemacht zu erleben.
Dagegen ist es das Ziel von Transidenten als Frauen zu leben, weil sie sich als solche empfinden.
Transvestiten sind oft schrill und übertrieben weiblich gekleidet und geschminkt, und da es sehr viel mehr Transvestiten als Transidente gibt, und in der Öffentlichkeit die Unterschiede wenig bekannt sind, prägen und verzerren die Transvestiten auch das Bild von den Transidenten mit, oft zum Ärger der Transidenten.
Während es bei den Transvestiten – vereinfacht gesagt - vor allem um Spaß (und Sex) geht, geht es den Transidenten um ein ernstes und für sie lebenswichtiges Thema, und darum sehen sie es äußerst ungern, wenn sie mit den Transvestiten in einen Topf geworfen werden und so in der 'Schmuddelecke' landen. Allerdings sind die Grenzen zwischen Transvestiten und Transidenten nicht eindeutig festzulegen, es gibt da sehr viel Grau...
So manche Transidente macht am Anfang eine transvestitische Phase durch in der die Sexualität im Vordergrund steht.



Sind Transidente dasselbe wie Homosexuelle?
Nein, das was eine Transidente ausmacht, ist daß ihre Geschlechtsidentität nicht zu ihrem biologischen Geschlecht, also dem körperlichen Geschlecht mit dem sie geboren wurde passt.
Diese Geschlechtsidentität hat aber wenig zu tun mit der Geschlechtspartnerwahl.
Es gibt viele transidente Frauen, die sich schon immer nur für Männer interessiert haben. Sie sehen sich selber aber nicht als Homosexuell, weil sie sich ja als Frauen fühlen, nur eben im falschen Körper. Umgekehrt sind die Transidente, die sich nur für Frauen interessieren nach der Operation gewissermaßen lesbisch...



Wie spricht man Transidente an, als Herr oder Frau?
Es ist üblich eine Transidente entsprechend ihrem gefühltem, also dem Zielgeschlecht anzusprechen, eine transsexuelle Frau also mit Frau X oder ihrem weiblichen Vornamen, je nachdem. Das gilt auch dann, wenn die Transidente noch nicht offiziell Frau ist, d.h. Der neue Vorname wird auch dann benützt, wenn er noch nicht im Pass steht, und die Anrede Frau wird auch schon vor der Personenstandsänderung.
Das ist rechtlich zwar keine Pflicht, aber die Höflichkeit erfordert es. Wer eine Transsexuelle absichtlich und obwohl sie darum gebeten hat als Frau angesprochen zu werden weiter als Mann anspricht zeigt damit daß er sie nicht respektiert.
Die einzige Ausnahme von dieser Regel ist, wenn die Transsexuelle selber darum bittet, noch nicht als Frau angesprochen zu werden, z.B. weil sie noch nicht soweit ist, immer und überall als Frau aufzutreten.

Wann merken Transidente, daß ihr gefühltes Geschlecht nicht zu ihrem körperlichen passt?
Es gibt unter den Transidenten zwei Gruppen. Die einen wissen schon im Alter von etwa 3-5 Jahren, also noch vor Beginn der Schulzeit, daß sie keine Jungen sondern Mädchen sind, oder umgekehrt.
Die anderen verspüren in der Kindheit nur ein diffuses Unsicherheit, ein ungewisses Unbehagen, das Gefühl, daß irgendetwas mit ihnen nicht stimmt ohne, daß sie benennen könnten was.
Bei dieser zweiten Gruppe wird erst in der Pubertät klar, was mit ihnen los ist. Die Transidentität war aber schon vorher da. Sie haben schon vorher entsprechend dem körperlich anderen Geschlecht gedacht und gefühlt, nur war dies weniger offensichtlich als bei der ersten Gruppe.




Stehen Transidente auf Männer oder auf Frauen?
Bei Transidenten ist das wie bei allen anderen Menschen auch, manche stehen auf das andere Geschlecht, einige aber auch auf das eigene, oder auf beide.
Ein paar Unterschiede gibt es aber doch.
Zum einem gibt es recht viele transidente Frauen, die auch als noch 'männliches' Kind/Jugendlicher immer schon auf Männer standen. Das gilt besonders oft für die Transidente, die sich schon im frühen Kindesalter als Mädchen gefühlt haben.
Dann gibt es die anderen, die sich noch nie etwas aus Männern machten, und die auch nach der Geschlechtsangleichung nur Frauen attraktiv finden. Diese finden sich vor allem in der Gruppe der Transidenten, die erst in der Pubertät ihre Transidentität als solche erkannten.
Es gibt aber bei den Transidenten auch eine große dritte Gruppe, bei denen sich auch die sexuelle Orientierung im laufe der Geschlechtsangleichung ändern kann, hin zum ehemals 'eigenen' Geschlecht. Dabei kann diese Änderung erst nach der abgeschlossenen Angleichung eintreten, aber auch ganz am Anfang oder irgendwo mittendrin.



Wie läuft eine Geschlechtsumwandlung (besser: Geschlechtsangleichung) ab?
Die Transidente muss durch mehrere Gutachten Nachweisen, daß sie wirklich Transident ist, außerdem muss sie durch einen sogenannten mindestens einjährigen Alltagstest nachweisen, daß sie auch in der Lage ist, als Frau zu leben, d.h. Sie muss in dieser Zeit ständig als Frau leben.
Das ist Voraussetzung um überhaupt eine Geschlechtsumwandlung vornehmen zu dürfen, und um nach dem Transsexuellengesetz Vornamen und Personenstand ändern zu dürfen.
Wobei der Alltagstest nicht im Gesetz steht. Er wird aber allgemein vorausgesetzt, weil er in den amerikanischen 'Standarts of care' zur Behandlung von Transidentität steht. Diese sind in Deutschland zwar nicht verbindlich, aber schon aus haftungsrechtlichen Gründen werden Ärzte normalerweise auf der Einhaltung dieser Regeln der ärztlichen Kunst bestehen.
In der Regel bekommen die Transidenten erst danach Hormone des anderen Geschlechtes.
Dadurch entwickeln sich bei transidenten Frauen Brüste und die anderen weiblichen Rundungen.
Die zu tiefe, männliche Stimme ändert sich nach dem Stimmbruch durch die weiblichen Hormone aber nicht mehr, da die Stimmbänderdabei durch das männliche Testosteron gewachsen sind, und durch weibliche Hormone nicht mehr kleiner werden.
Es bleibt nur die Möglichkeit, zu lernen weiblicher zu sprechen (z.B. beim Logopäden), oder schlimmstenfalls eine Stimmband-Verkürzung per Operation. Diese ist aber riskant und die Ergebnisse oft unbefriedigend bis katastrophal.
Außerdem werden Bart- und andere männliche Behaarung entweder per elektrischer Verödung entfernt (jedes Haar einzeln mittels einer Nadel die in den Haarkanal gestochen wird... und das oft mehr als einmal...), oder mittels Laser oder Blitzlampe verbrannt (und die Haut natürlich mit...).
Umgekehrt kommen transidente Männer durch die Gabe männlicher Hormone in den Stimmbruch und bekommen dadurch eine tiefere Stimme. Außerdem wachsen ihnen dadurch die Bart- und Körperhaare.Als letztes folgt schließlich die geschlechtsangleichende Operation (s.u.).



Zahlt die Kasse das alles?
Das lässt sich leider nicht so klar beanworten...
Transidentität wird medizinisch als Krankheit betrachtet. Dabei passen bekanntermaßen der eigene Körper und die Geschlechtsidentität im Kopf nicht zusammen. In der Vergangenheit wurde vergeblich versucht, diese Krankeit weg zu therapieren, also die Geschlechtsidentität dem Körper anzupassen.
Da das aber nicht funktioniert, bleibt als einzige Therapie nur den Körper der seelischen Geschlechtsidentität anzugleichen. Das ist zwar keine Heilung, aber es ermöglicht, wenn alles gut geht der Transidenten anschließend ein leidensfreieres, oder überhaupt ein weiterleben.
Jetzt sind die Kassen aber zwar verpflichtet für die Behandlung von Krankheiten zu bezahlen, aber nur das medizinisch notwendige und ausreichende, d.h. Sie zahlen (oft) nicht alles, bzw. es werden eventuell Zuzahlungen fällig. Das ist aber von Fall zu Fall, und vor allem von Kasse zu Kasse verschieden.
Probleme macht vor allem immer wieder die Haarentfernung per Laser. Obwohl es diese Methode schon lange gibt behaupten die Kassen immer noch es sei keine erprobte Methode und weigern sich darum, sie zu bezahlen. Bezahlt wird stattdessen oft nur die Laserepilation die nicht nur viel schmerzhafter ist und viel länger dauert sondern in aller Regel auch noch deutlich teurer ist als die Laserepilation...



Wie ist das alles juristisch geregelt?
Seit 1980 ist die Änderung des Vornamens und des Personenstandes bei Transidentität im Transsexuellengesetz geregelt.
Darin werden den Transidenten zwei verschieden Möglichkeiten eingeräumt:
1.Kann die Transidente sich mit der sogenannten 'kleinen Lösung' begnügen.
Bei der kleinen Lösung werden nur die Vornamen geändert, die Transidente bleibt aber offiziell ein Mann. Gedacht ist diese Variante vor allem für Menschen, bei denen einen vollständige Geschlechtsangleichung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist, sinnvoll kann sie aber auch als Kompromiss für diejenigen sein, die nicht oder noch nicht den großen Schritt zur Frau gehen wollen.
2.Die Grosse Lösung umfasst neben der Vornamensänderung auch die Personenstandsänderung, d.h. Die Transidente ist dann auch juristisch eine Frau. Voraussetzung ist aber die vorhergehende geschlechtsangleichende Operation.
Soviel in Kürze. Das Ganze ist natürlich viel komplizierter. Ich habe hier eine juristische Dissertation, in der der Verfasser über die 16 Paragraphen des Transsexuellengesetzes fast 300 Seiten geschrieben hat, und da ist durchaus nichts überflüssiges dabei!
Das Transsexuellengesetz gilt allgemein als veraltet, was man schon am Namen sehen kann.
Aus Sicht der Betroffenen besteht daran in vielen Punkten dringender Reformbedarf.
In der letzten Legislaturperioder gab es auch einen gesetzgeberischen Ansatz dazu, der aber im Sande verlaufen ist. Eine Neuregelung ist darum nicht in Sicht.



Was wird bei der Operation (Mann zu Frau) gemacht?
Vereinfacht gesagt, wird dabei dem 'besten Stück' der Transidenten das 'Fell', sprich die Haut, über die 'Ohren' gezogen. Die Hoden werden ebenso wie die Schwellkörper des Penis entfernt und landen im (Sonder-)Müll der Klinik, falls die sie nicht gerade in Formalin einlegen wollen.
Dann wird dort, wo später die Vagina sitzen soll, ein Hohlraum geschaffen, und mit der nach innen gestülpten Haut des Penis ausgekleidet. Die Haut der Hoden wird für die Schaffung der Schamlippen verwendet. Viele Operateure verwenden außerdem die Eichel oder Teile davon als Klitoris.



Wie ist das mit der Sexualität?
Auch ohne Penis und Hoden soll ein Orgasmus möglich sein. Natürlich gibt es ohne Schwellkörper keine Erektion mehr, die währe auch mehr als unerwünscht, und ohne Hoden logischerweise auch keinen Samenerguss mehr. Die Prostata wird jedoch nicht entfernt, und daher kann auch eine Transidente Frau 'feucht' werden.
Da das größte Geschlechtsorgan des Menschen bekanntlich nicht zwischen den Beinen sondern zwischen den Ohren sitzt scheint es mir durchaus glaubwürdig, daß es einen Orgasmus auch nach der Operation geben kann, allerdings habe ich auch schon anderes gehört.
Und Voraussetzung ist auf jeden Fall, daß die Operation auch gut verlaufen ist, daß insbesonders die Vagina nicht wieder zuwächst, und die Nerven in der Haut nicht zerstört werden, sonst kann die Vagina gefühllos bleiben, oder schlimmstenfalls kann sie sogar absterben oder auch einfach wieder zuwachsen.
Zur Erfolgsquote kann ich nichts sagen, da bei so intimen Dingen naturgemäß keine Statistiken geführt werden, und auch nicht unbedingt jede ehrlich antwortet, falls das Ergebnis der Operation nicht so ist, wie sie sich das gewünscht hätte. Wer gesteht sich schon gerne ein, daß das alles nicht so toll geworden ist...

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29.August 2003: OP-Risiken und Anderes

Hallo ihr alle :),

ich hatte gestern seit längerem mal wieder ein Gespräch im Chat mit einer Transidenten aus Brandenburg.

Ich kenne A schon ein Jahr oder länger. Sie hat inzwischen alles hinter sich, hat die Sache in nur einem Jahr durchgezogen, schneller geht es kaum noch, und so schnell geht es auch nur, wenn Ärzte, Gutachter, das Gericht und die Kassen alle mitspielen, was eher die Ausnahme als die Regel ist.

Zwar habe ich A noch nie persönlich kennengelernt, aber bei ihr bin ich mir - im Gegensatz zu gewissen anderen 'Transidenten' die ich im Chat kennengelernt habe - sicher, daß sie echt - sprich wirklich Transident - ist. Sie kennt sich sehr gut aus mit der Transidentität, ihr Bild passt zu ihrer Geschichte und sie erzählt mir niemals irgendwelchen Mist oder gar Lügen.

Darum halte ich auch alle Infos die ich von ihr bekomme für glaubwürdig.

Gestern hat sie mir u.a. erzählt, daß sie bei ihrem Arzt eine Statistik zu sehen bekommen hat, über die Komplikationen bei der geschlechtsangleichenden Operation.

Mir war schon klar, daß die OP nicht unproblematisch ist, auch wenn das viele Leute zu glauben scheinen, aber ich war dann doch überrascht, wie hoch die Komplikationsrate ist.

Bei 70 % dieser (Mann-zu-Frau) Operationen gibt es Komplikationen, und bei 10-15% der Operationen sind die Komplikationen schwer.

Mögliche Komplikationen können z.B. Harnröhrenverschluss, absterbendes Gewebe (der Neovagina), Abstoßung der Neovagina, Dickdarmdurchstoßund und ich weiß nicht was noch alles sein. Ob fehlendes Gefühlsempfinden nach der OP da als Komplikation mitgerechnet ist weiss ich nicht mal...

Es wird halt nicht einfach nur was abgeschnitten (das wäre kein großes Problem), sondern es soll auch etwas neues aufgebaut werden, und das ist nicht so einfach...

Auch sonst war das Gespräch mit ihr mal wieder sehr interessant.

Beispielsweise meint sie, ich sollte nicht so viel auf das Gerede von anderen Transidenten geben, wie ihr OP-Ergebnis geworden wäre. Das sei wie bei Männern die über ihre Autos redeten, da hätte auch jeder das tollste, seiner Meinung nach ;)... Na über Autos habe ich nie geredet, mir hat es gereicht, wenn meines gefahren ist ;), bin halt kein Mann ;).

Interessanterweise hat sie ihre OP ausgerechnet bei jemand machen lassen, der als... nun ja der nicht gerade den besten Ruf hat... Wie gesagt, sie wollte alles so schnell wie möglich hinter sich bringen, und die guten Operateure/-innen haben lange Wartelisten... Sie hatte dann auch so ca ein 3/4 Jahr ständig Schmerzen und mehrere nach-OP's, keine Ahnung ob das typisch ist, da muss ich in der TI-Gruppe bei den schon operierten mal rumfragen, aber ein 3/4 Jahr kommt mir doch ungewöhnlich lang vor... Na jedenfalls ist bei ihr jetzt endlich alles ok. Ich hoffe sie wird glücklich mit dem Ergebnis.

Wir sind dann auch mal wieder auf das Thema 'coming out' gekommen. Wie ihr ja wißt gehe ich sehr offen mit meiner TI um, witzigerweise meinte sie jetzt gestern, daß sie auch mal ne Phase hatte, wo sie überlegte, bei wem sie sich jetzt noch outen könnte ;).

Inzwischen dagegen hat sie so ziemlich die Nase voll von dem ganzen TI-Kram, und will eigentlich nur noch ganz normal als Frau leben.

Auch das ist normal denke ich. Das habe ich schon oft gehört. Sicher gibt es auch sehr viele, die es gar nicht erst schaffen den Weg zur Frau ganz zu gehen, und die immer irgendwo im 'Dazwischen' hängenbleiben. Wenn sie das bewußt tun ist das ja auch ok, aber wenn sie nur einfach nicht die Kraft finden diesem Weg zu gehen, dann finde ich das sehr traurig :(. Ja und dann gibt noch die, die nie übezeugend genug als Frau wirken werden und die deshalb zwangsweise immer von der Umwelt als Transe angesehen werden, und schließlich gibt es noch die 'Berufstransen' wie es mal jemand formuliert hat, d.h. die Transidenten, die überall raushängen lassen, daß sie Transident sind, weil sie die Reaktionen der Umwelt brauchen... Sowas möchte ich nicht werden, auch wenn ich mir momentan natürlich die positiven Reaktionen die ich bekomme, gut tun, aber auf Dauer... nein, auf Dauer wünsche ich mir einfach nur in Ruhe leben zu können.

Das hat mich dann auch mal wieder auf die Frage gebracht, was ich später nach der OP wohl machen werde, wegen meiner TI. Hier aus der Gegend wegziehen, woandershin, wo mich niemand kennt, will ich nicht, ich bin hier verwurzelt, ich gehöre nicht zu den Menschen die es in die weite Welt zieht. Aber wenn ich hier wohnen bleibe, dann werde ich für die Leute hier in D immer der 'umoperierte Kerl' bleiben, wie A es über sich und die Leute in ihrem Städchen formlierte. Sie wohnt momentan auf dem Land und will so bald wie möglich nach Berlin ziehen, sicher eine gute Entscheidung. Ich weiss jetzt noch nicht was ich mache, aber vielleicht ziehe ich ja nicht ganz weg, aber in der Gegend um. Immerhin wohnen im Großraum S auch mehrer Millionen Menschen. Ich denke mal, da müßte es doch möglich sein wohin zu ziehen, wo mich niemand kennt, aber wo ich noch nahe genug bin um weiter meine Bekannten aus der Gegend treffen zu können. Aber das ist noch Zukunftsmusik, vorher muß ich noch so einiges ins Reine bringen...

Bei der Gelegenheit ist mir auch gleich noch die Frage eingefallen, was ich denn nach der OP eigentlich mit meinem Weblog mache. Irgendwann wird sich das Thema TI bei mir - hoffentlich !!! - weitgehend erledigt haben, und wie gesagt, ich will nicht den Rest meines Lebens als 'Berufstranse' verbringen...

Also was mache ich dann? Diese Weblog beenden und ein neues unter einem ganz neuen Namen (den keiner, oder nur die Leute denen ich wirklich vertraue, hier kennt) anfangen? In dem Fall würde ich für viele meiner Leser hier gewissermaßen für immer 'verschwinden'. Oder soll ich das hier und ein neues parallel führen? Na hat ja noch etwas Zeit, ein Jahr oder so... Aber eure Meinung zu dem Thema würde mich schon interessieren...

Viele Grüßle :)

Aurisa

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20six-Eintrag 2003: Auris - Lieblingssprüche:

"Geht nicht, gibt's nicht."

"Es gibt immer einem Weg, du mußt ihn nur finden."

"Wir ziehen das jetzt durch."

"Ich komme wieder."

"Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren."

"Vertrau mir."

"Das ist ein Versprechen."

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24.August 2003: Chatterparty, letzter Teil

Sonntag, 24. August 2003

Chatterparty, letzter Teil

Hallo noch einmal :),

nach der Party haben mich segel und zahni dann wieder zurück zum Bahnhof gefahren. Ich habe den beiden dann noch erklärt, daß ich nächstes Jahr vielleicht nicht zur Party kommen kann, weil meine OP eventuell um die Zeit sein könnte und ich da auch vorher oder nachher dann eine Weile nicht kann, hinterher bin ich sowieso sicher nicht in der Verfassung für große Reisen.

Am Bahnhof dann der Abschied. Ob man sich wohl irgendwann wiedersieht...? Wer weiss... Schön von segel, daß er sich die Mühe macht, diese Party jedes Jahr auszurichten.

In Hamburg hieß es dann wieder umsteigen, und eine halbe Stunde auf den nächsten Zug warten, bei einem reichlich kalten Wind. jetzt hatte ich mir sowieso schon zusätzliche Sachen zum Anziehen mitgenommen, und zitterte trotzdem vor Kälte... Ist einfach deutlich kälter im norden Deutschlands.

Damit es nicht zu einfach ist, hat dann auch mal wieder was nicht gestimmt. Zwar war die Abfahrtzeit, das Ziel und das Gleis auf Fahrplanaushang und in meinem Ausdruck von dr Bahn gleich, aber die Nummer des Zuges stimmte überhaupt nicht, und wärend mein Zug auf dem Ausdruck um kurz nach 9:00 in S ankommen sollte, stand auf dem Aushang kurz nach 8:00... Das macht laune, wenn man abend in der Kälte hunderte von Kilometer von Zuhause steht, weiß man muss einen bestimmten Zug nehmen, weil man auf den gebucht ist, aber nicht weiß, ob das jetzt der richtige ist... Deutsche Bahn eben... eine echte Chaostruppe.

Immerhin hat es dann doch gestimmt, aber das weiß man vorher halt nie.

Ich hatte mir da ja für die Rückreise ein Bett gebucht, aber da die wie erwähnt nur Doppelkabinen haben, und da sie mich als 'Herr' gebucht haben, habe ich in der Toilette schnell den Rock ausgezogen, damit ich hier niemand mehr als unbedinge nötig in Verlegenheit bringe. Na der Mann hat zum Glück weder dumm gefragt noch gegafft. Ich habe kurz gegrüßt und dann gemacht, daß ich nach oben in mein Bett komme, und da bin ich geblieben. Abgesehen von dem Zuglärm und dem gerüttel war es eine ruhige Nacht. Gut schlafen konnte ich da aber nicht. Immerhin aber doch einige Stunden, so gegen 5:00 etwa bin ich dann aber wieder aufgewacht, der Rücken tat weh und der Kopf und mehr als Dösen war nicht mehr drin.

Kleiner Tipp: falls ihr mal ein Bett in einem Schlafwagen nehmt, dann laßt euch besser das untere geben, da kann man einfacher mal raus sich die Beine vertreten, und sieht auch aus dem Fenster. Das obere würde ich nicht noch mal nehmen.

Endlich neigte sich die Fahrt langsam dem Ende zu. Ich muss gestehen, die Rückfahrt im Schlafwagen fand ich anstrengender als die Hinfahrt im Sitzen....

So schnell wie ich gekommen war, verkrümelte ich mich auch wieder aus dem Abteil, was der Mann sich gedacht haben mag, weiß der Himmel, anmerken lassen hat er sich jedenfalls nichts. Na ja, vielleicht hat er ja auch einfach nur seine Brille zuhause vergessen ;)...

Der Zug kam dann weder um kurz nach 8:00 wie im Aushang stand, noch kurz nach 9:00 an, wie es in meinem Ausdruck stand, sondern um 8:50. Fahrplan-Lotto...

Die letzte Bahn nach D war gerade weg, also hieß es auf die nächste warten, so daß ich erst um 9:50 endlich zuhause war.

Nachdem ich seit Freitag mittag nur noch ganz wenig gegessen und getrunken hatte, damit ich unterwegs nicht dauernd auf die Toilette muß, schmeckte das Frühstück heute morgen dann besonders gut.

39 Stunden war ich weg, davon so 27 Stunden allein für den Hin- und Rückweg, und 12 Stunden war ich auf der Party, den Rest der Zeit war ich bei der TI-Gruppe.

Ich fande den Ausflug sehr schön und lohnend, vor allem weil ich so endlich Anke kennenlernden durfte, öfter als einmal im Jahr möchte ich sowas aber nicht machen. Auch wenn ich am Freitag überraschend Fit war, ist das doch ziemlich belastend.

Ich hoffe ich sehe den einen oder anderen mal wieder, oder auch, daß ich mal wieder jemand aus dem Chat kennelerne, den ich noch nie getroffen habe. Vielleicht sehen wir von 20six hier ja auch mal. Bei Durcheinander habe ich neulich was von so einem Treffen gelesen.

So, das war es für dieses mal. Bis zum nächsten Chattertreffen habt ihr jetzt erstmal wieder eine Weile Ruhe ;).

Viele Grüßele :)

Aurisa

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24.August 2003: Chatterparty, 2.Teil

Hallo nochmal,

glücklich pünktlich in Winsen angekommen, stellte sich auch gleich die nächste Frage: ob das mit dem Abholen auch klappen würde, immerhin hatten die Anderen am Freitag zuvor schon bis tief in die Nacht gefeiert, und dementsprechend schwer dürfte ihnen das frühe Austehen fallen. War ja gerade erst kurz nach 8:00. Aber was sollte ich machen, nachts fährt halt nur dieser eine Zug.

Mit dem Erkennen sollte es dagegen keine Probleme geben. Das ist einer der wenigen Vorteile, wenn man eine nicht ganz perfekte Transe ist, man wird immer erkannt, wenn man sich mit jemand treffen will ;).

War dann auch kein echtes Problem, zumal der Bahnof nur eine Ausgang hat. Ich kannt die beiden Fotomäßig zwar auch nicht so, aber war gleich klar, daß sie auf jemand warten.

Hmmm... ich denke ich werde hier jetzt mal die Nicknamen der Beteiligten nennen, wird zu verwirrend, wenn ich von all den Leuten nur den 1.Buchstaben schreibe ;). Ich denke mal das sollte unproblematisch sein. Die richtigen Namen kenne ich übrigends selber nicht mal von der Hälfte, kenne ja auch längst nicht jeden näher, so ist das halt im Chat ;).

Also die beiden die mich da abholten heißen im Chat segel und zahni. Segel hat diesen Interne-Club mit Chattern aus meinem Stammraum gegründet und mich vor so etwa einem Jahr nachdem ich beim Chattertreffen in Lünen war, dazu eingeladen. Zahni ist seine Freundin.

Segel war im Chat und im Club immer sehr nett zu mir, schon deswegen, und weil bei der letzten Clubparty vor einem Jahr nur wenige gekommen sind, und er deshalb ziemlich enttäuscht war, wollte ich an diese Fest teilnehmen.

Die beiden habe mich dann 30 Kilometer durch die halbe Heide bis zum Festplatz gefahren. Also laufen möchte ich das nicht müssen. Nicht daß ich das nicht könnte, aber das würde lange dauern... Ähem... falls diese Überlegung jetzt irgendjemand merkwürdig vorkommt... die war keineswegs rein theoretisch. Ich habe es schon mal fertiggebracht aus einem Treffen wegzulaufen... Da war ich mit einigen Rollenspielbekannten in P. die Gastgeberin hatte Geburtstag, was ich als einziger nicht wusste, und darum hatte ich natürlich auch kein Geschenk dabei. Tja und das war mir so unangenehm, daß ich schwuppdiewupp weg war... Bin dann von P nach Hause gelaufen, das dürften so 40 Kilometer sein... mitten in der Nacht, durch den tiefsten Wald... habe da oft die Hand vor Augen nicht gesehen, buchstäblich! Also bei mir muss man immer auch mit sowas rechnen ;)...

Der Festplatz liegt geschützt in einer Erdsenke, ebenso wie der Parklatz, auf dem viele buchstäblich ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Das Fest ging ja von Freitag bis Sonntag. Der Parkplatz wird durch eine dichte Tannenmauer vom Festplatz abgetrennt, durch die nur ein kleiner Weg führt. Auch die obligatorische Feuerstelle sowie ein Teich zur eventuellen Wasserfolter unbotmäßiger Cahtter ;) ist vorhanden. Außerdem natürlich die ein wenig zusammengestückelte Hütte. Insgesamt recht idyllisch. Was mich persönlich allerdings schon ziemlich gestört hat, ist diese komische Streu mit der der Hüttenboden bedeckt ist. Sieht aus, wie zu Staub kleingeschredderter Rindenmulch und ist eine ziemliche Sauerei finde ich, vor allem wenn man wie ich unwissenderweise Sandalen angezogen hat. Na zum Glück war der Platz trocken, sonst hätte ich mir meine schönen Sandalen ordentlich versaut.

Insgesamt waren zwischen 40-50 Leute da, davon etwa die Hälfte Kinder der Chatter. Immerhin jedes zweite Clubmitglied war damit anwesend, was ich für eine gute Quote halte. Ich gehe ja vor allem deswegen auf Chattertreffen, um die Leute auch mal real kennenzulernen, weil es halt doch einen Unterhschied macht, ob ma jemand real kennt, oder nur aus dem Chat. Zwar ist es mir noch nie passiert, daß ich jemand, den ich im Chat mag, dann real nicht leiden kann, aber es macht halt schon einen Unterschied. Gerade Menschen die im Web einen Lebenspartner suchen, machen damti oft schlechte erfahrungen. Virtuell mag es noch so gut passen, aber real ist dann eben doch noch mal was ganz anderes. Das mag auch daran liegen, daß man auf den Bildern oder auf der Webcam doch irgendwie immer anders aussieht als real. Ich habe mich dann auch prompt blamiert, weil ich einige alte Bekannte nicht erkannt habe, obwohl ich schon mal Bilder von ihnen gesehen hatte. Umgekehrt hatte bei mir natürlich keiner ein Problem mich zu erkennen, jaja, das Leben ist sooo ungerecht ;)... Es waren auch schon alle wach, eine reife Leistung um 9:00 Uhr morgends, wenn man am Abend zuvor feste gefeiert hat, finde ich ;).

Am wichtigsten war für mich aber, daß unsere Anke da war :). Ich wollte sie schon lange mal real kennenlernen. Ohne sie hätte ich es mir schwer überlegt, ob ich mir die weite Reise wirklich antun will. Das war auch ein Grund, warum ich mir die Fahrkarte erst relativ spät gekauft habe. Ich wollte erst sicher sein, daß sie auch kommen kann. Hat ja zum Glück auch geklappt :), und ich bin jetzt froh, daß der Zug am Freitag morgen schon ausgebucht war, sonst hätte ich nur halb so viel Zeit gehabt, mit ihr zu reden, bevor sie wieder weg mußte. Demnach habe ich auch am allermeisten mit ihr geredet.

Außerdem gab es dann noch die großen Chattersommerfestspiele, so eine Art Spiel ohne Grenzen, bei denen es galt Schelligkeit, Geschicklichkeit und Kraft unter Beweis zu stellen. Das ging vom Wasserlaufen (nein, nicht über den Teich, bin ja nicht Jesus ;), sondern man musste Wasser mittels eines seltsamen Tretapparates befördern ohne das Wasser zu verschütten oder auf die Nase zu fallen), über das Erbsenklopfen (eine schnell rollende Erbse treffen, bevor sie vom Brett läuft, was schwieriger ist als es klingt) bis zum Kistenlaufen (mit zwei Kisten einen Parkour ablaufen ohne den Boden zu berühren). Insgesamt waren es zehn Disziplinen.

Das war auch wieder so ein Unterschied zu früher bei mir. Ich kann ja manchmal eine echte Spaßbremse sein. Wenn ich befürcht, mich dabei zu blamieren, dann weiger ich mich manchmal standhaft mitzumachen. Ja und da ich mir nicht vorstellen konnte, daß ich bei diesen Spielen gut abschneiden könnte, weil ich mich schon immer für ungeschickt hielt, hatte ich schon daran gedacht, mich darum zu drücken. Klaus hätte sich verweigert, aber die Klaudia von heute hat mitgemacht, trotz bedenken...

Und ich bin froh, daß ich mitgemacht haben, denn erstens hat es einfach Spaß gemacht, und zweitens war das Ergebnis alles andere als erwartet. Bei den zehn Spielen hatte ich immerhin 1x den ersten Platz allein, 1xzusammen mit anderen, 2x bin ich nur knapp auf dem zweiten Platz gelandet und 1x immerhin noch unter den Ersten. Nur bei den anderen fünf war ich lediglich Durchschnitt. Daß ich trotzdem in der Gesamtbewertung nur auf einen mittleren Platz kam, lag schlicht an der Bewertung, die sie sich erst nach den Spielen in aller Eile schnell ausgedacht haben, und entsprechend unsinnig war sie wohl dann auch. Aber egal, war nur ein Spiel. Trotzdem war es für mich wichtig, weil ich dabei festgestellt habe, daß ich überhaupt nicht so ungeschickt bin, wie ich immer dachte, sonst habe ich da ja nie den direkten Vergleich zu anderen, und daß ich auch durchaus Ehrgeiz entwickeln kann, wie Anke hier ja schon mal richtig festgestellt hat.

Für mich persönlich war auch folgende kleine Szene ein gewisser Höhepunkt dabei: Anke hatte mich ja vorgewarnt, daß es solche Spiele geben würde, und ich besser Hosen dafür mitbringen sollte, weil Röcke da eventuell hinderlich sein könnten. Hosen wollte ich aber keine Anziehen, deswegen habe ich mir ja dies Leggins mitgenommen, um mich bei dedarf umziehen zu können. Jetzt hatte ich die wegen dem nicht so warmen Wetter aber schon unter dem Rock angezogen. Beim Ballhüpfen wäre der Rock dann tatsächlich hinderlich gewesen, ja und da ich mich auch davor nicht drücken wollte, habe ich mich einfach spontan entschlossen, nicht etwa irgendwo kurz zum umziehen zu gehen, sondern habe einfach so den Rock ausgezogen. Sicher, war ja nichts dabei, ich hatte ja die Leggins drunter an, war also immer noch vollständig angezogen, aber trotzdem, vor allen Leuten... Klaus hätte das nie im leben gemacht. Klaudia hat es zwar auch ein wenig in Verlegenheit gebracht, aber wenn ich ehrlich bin, waren mir die Reaktionen der anwesenden Männer (wie Männer in solchen Fällen halt reagieren, wißt ihr ja selber ;)...), nicht wirklich unangenehm...eher im Gegenteil.

Nach den Spielen, um 17:00 mußte Anke dann leider schon nach Hause :(.

Den Rest der Party habe ich dann nur noch abgesessen. War traurig, weil man ja nie weiß, ob man sich wirklich noch mal wiedersieht...

Außerdem habe ich immer noch auf jemand gewartet. Neben Anke und segel, wegen denen ich zugesagt hatte zu kommen, war da noch jemand. Eine Frau, die hier jahrelang in D in der nächsten Straße gewohnt hatte, und die ich doch erst über's Internet kennenlernte, nachdem sie schon längst nach Norddeutschland gezogen war. Na jedenfalls wollte sie eigentlich nicht zur Party kommen, weil sie beruflich eingespannt ist, aber als sie hörte, daß ich auch dahin komme, meinte sie, dann würde sie auch kommen, ja sie hat es mir sogar von sich aus versprochen zu kommen. Darauf hatte ich auch fest zugesagt zu kommen. Ja und darum habe ich gestern den ganzen Tag auf sie gewartet, aber sie kam nicht :(.

Demnach kam dann auch bei mir langsam mal wieder eine Depri-Phase, vor allem auch wegen der ganzen Problem, die mich zuhause erwarten. Ich mochte da z.B. wie immer in solchen Fällen nichts essen mit den Anderen. Das hat mich dann wieder sehr an den alten Klaus erinnert. Ich wünscht wirklich ich hätte nicht diese Neigung zu Ängsten und Depressionen...

Es haben dann auch einige versucht mich aufzumuntern und einzubinden, aber ohne Erfolg. Zum Schluß war es dann ausgerechnet Lisa, die mich ganz feste gedrückt und nicht aufgehört hat mit mir zu reden. Lisa kenne ich auch schon sehr lange aus dem Chat, und hatte nicht damit gerechnet, daß ich sie mal kennenlernen würde, weil sie immer meinte, sie geht auf kein Chattertreffen. Der Grund, warum ich schreibe: AUSGERECHNET Lisa ist, daß es im Chat ja leider auch immer wieder mal Zoff der einen oder anderen Art gibt. Und über Lisa haben sich bei mir schon drei mal andere Chatbekannte bitterlich beklagt. Zweimal ging es um Eifersuchtsgeschichten, und im dritten Fall konnten sie und eine andere Bekannte von mir sich einfach nicht riechen. Ich habe mich da auch immer bemüht zu vermitteln, aber ohne jeden Erfolg. Es tut mir weh, wenn Leute die ich mag streiten. Jedenfalls, ich habe nichts gegen lisa, sie hat mir nie etwas getan, aber nachdem jetzt schon dreimal Beschwerden über sie kamen, hatte ich gewissen Hemmungen und wußte nicht, wie ich mich ihr gegenüber verhalten sollte. Sie kam gestern dann auch erst später, und ich war mir auch nicht gleich klar, ob die Neue Lisa ist oder doch jemand anders. Nachdem sie micht gar nicht weiter beachtet hatte und einfach an mir vorbeiging, bin ich erstmal auch nicht gleich auf sie zugegangen. Auch nachher habe ich nur wenig mit ihr geredet, weil ich nicht den Eindruck hatte, daß sie mit mir reden will. So hatten wir also bis kurz vor 21:00 Uhr nur ein paar Worte gewechselt, mehr nicht. Ja und dann als ich alleine am Feuer stand (inzwischen war mir doch noch kalt geworden), kam ausgerechnet Lisa, um mit mir zu reden und mich tröstend in den Arm zu nehmen. Ironischerweise hatte nun auch sie den Eindruck, daß ich ihr aus dem Weg gegeangen bin, und nicht mit ihr reden wöllte, wie sie mir dann sagte... Sie wollte, daß ich ihr erzähle, was mich bedrückt, aber das wollte ich nicht, ist einfach zuviel momentan, außerdem mußte ich ja auch bald gehen. Also hat sie mir ein wenig von ihren Problemen erzählt, und meinte völlig zu recht, auch andere haben große Sorgen... Ich bin ihr wirklich dankbar dafür. Meine Probleme muss ich selber irgendwie lösen, aber es tut gut, wenn jemand Anteil nimmt, so wie lisa gestern. Anke hätte das sicher auch gemacht, aber ich wollte sie gestern nicht mit meinen Problemen belasten, ihr nicht den Tag verderben, sie bekommt sowieso schon viel zu viel über meine Probleme zu hören.

Danach war es dann Zeit abschied zu nehmen von allen.

Wie in Lünen und Würzburg auch schon, und im Chat allgemein erstaunt es mich immer wieder, wie gut ich von allen aufgenommen werde. Ich höre immer wieder, daß niemand ein Problem mit mir hat, daß alle mich mögen, daß sie sich freuen mich kennenzulernen bzw. sich freuen daß ich da war usw.

Für jemand wie mich, der in Kindheit und Jugend und auch später nicht gerade viel Zuspruch bekommen hat, ist das ebenso schön wie erstaunlich.

So endet ein trotzdem schöner Tag

Es folgt noch die Heimreise im separaten Eintrag

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24.August 2003: Chatterparty

Hallo ihr alle :),

hier der Bericht von meinem kleinen Ausflug zur jährlichen Chatterclubparty.

1.TI-GRUPPENABEND:

Nachdem ich vorgestern ja schon die Vorbereitungen geschildert habe, ging ich am Freitag um 18:40 dann endlich los.

Ich hätte eigentlich noch Zeit gehabt, aber dummerweise war an diesem Abend auch das monatliche Treffen der Transidenten-Gruppe.

Weil mein Zug schon gegen 21:00 Uhr in S losfuhr, konnte ich an dem nicht bis zum Ende teilnehmen, aber ich hatte mich dazu entschieden, wenigstens kurz reinzuschauen, damit die anderen nicht glauben ich lasse sie im Stich ;). War dann nur ein 3/4 Stunde dort. Ich hätte wohl noch etwas länger bleiben können, aber so knapp wollte ich es nicht werden lassen, schließlich hatte ich mich auf den Zug festgelegt, und danach fuhr am Freitag auch gar keiner mehr Richtung Hamburg.

Das Thema des Gruppenabends war diesmal: Partnerschaft vor und nach der Operation. Sehr viel habe ich davon jetzt nicht mitbekommen, war aber auch nicht viel neues dabei. Bemerkenswert fand ich eigentlich nur folgendes: Es gibt Untersuchungen, daß Transidenten, die die Geschlechtsangleichung relativ früh machen lassen, so in den 20-ern, danach meisten heterosexuelle Partnerschaften haben, während 'spätenschlossene' nach der Angleichung meistens homosexuelle Partnerschaften eingehen.

Die Gruppenleiterin, die den Vortrag hielt, meinte der Grund dafür sei, daß das längere Leben in der Männerrolle bei denen die erst später Frau werden, Spuren hinterlassen hat, und es ihnen deshalb schwerer fällt, sich in einer Beziehung mit einem Mann einzulassen, und sie dann deshalb meistens lesbisch leben.

Ich halte das zwar für eine einleuchtende Erklärung, weiß aber nicht ob sie stimmt. Die erwähnten Untersuchungen waren mir auch schon vorher bekannt. Ich weiß aber leider nicht, ob die 'frühentschlossenen' Transidenten nicht von vorneherein eher auf Männer standen, während das bei den 'spätenschtlossenen' eher nicht der Fall ist. Möglicherweise tun sich ja Transidente die sowieso auf Männer stehen leichter damit, sich zur Geschlechtsangleichung zu entschließen, und gehen den Weg daher früher. Vielleicht haben Zeitpunkt der Angleichung und Geschlechtspartnerwahl ja auch eine gemeinsame, ganz andere Ursache...

In der Wisschenschaft gibt es ja immer VIER Möglichkeiten, wenn zwei Dinge zusammenzuhängen scheinen:

1.A ist die Ursache von B

2.B ist die Ursache von A

3.A und B sind die Folge einer gemeinsamen Ursache C (die oft völlig unbekannt ist, und übersehen wird...)

4.A und B haben gar keinen Zusammenhang, sonderen es scheint nur so.

Die Frage WAS davon denn nun zutrifft ist oft schwer zu beantworten, und einer der häufigsten Fehler ist, daß man Nr. 1 annimmt, ohne auch nur an die Möglichkeiten 2 bis 4 zu denken...

Was in diesem Fall zutrifft... keine Ahnung.

Soviel zum , für mich diesmal kurzen, TI-Gruppenabend.

2.HINFAHRT:

Gegen 21:00 Uhr fuhr dann mein Zug in S ab.

Vier von sechs Plätzen im Abteil waren besetzt (einer erst ab H), so daß es nicht ganz so eng herging. Außer mir waren noch ein älteres Ehepaar auf der Heimreise und eine einzelne Frau auf dem Weg in den Urlaub (auf Sylt) da. Geredet wurde aber nicht viel. Ich bin sowieso nicht der Typ, der leicht mit fremden Menschen in's Gespräch kommt.

Sehr 'toll' war, daß die Wagen mal wieder die reinste Sauna waren, trotz der schon späten Stunde, und das wurde nur ganz langsam besser. Also in Sachen klimatisierung hat die deutsche Bahn wirklich noch viel Nachholbedarf. Wie mag das erst vor ein paar Wochen bei der Affenhitze gewesen sein? Von den Temperaturen tagsüber gar nicht erst zu reden...

Bis nachts so um 1:00 hab ich dann erstmal gelesen, bis ich müde genug war, um mal einen schlafversuch zu wagen. Danach konnte ich dann so ne gute Stunde schlafen und dann zumindest noch eine Weile vor mich hindösen.

So weit so gut... das ging so bis morgends zwischen 4:00 und 5:00 Uhr. Dann standen wir mal wieder in einem Bahnhof rum, nur daß diesmal nix weiterging.

War wohl in Dortmund. Jedenfalls hätte niemand eine Ahnung gehabt, warum es nicht weitergeht, wenn nicht der Mann des Ehepaares den Schaffner gefragt hätte.

Das ist auch so ein nerviger Punkt bei der Bahn. Kaum jemals wird einem gesagt, wenn es Probleme gibt, schon gar nicht, welche und wie lange es dauern wird. Wer nicht fragt hat Pech gehabt. Fahrpläne lagen in diesem Zug auch nicht aus, und mir habe sie am Bahnhof natürlich nur die Zeiten für die Start- und Zielbahnhöfe ausgedruckt, so daß ich weder wußte, welche Strecke wir überhaupt fahren (wie gesagt, sonst lagen immer dies Faltblättchen aus, wo das drin steht, ich hatte also keinen Anlass mich vorher danach zu erkundigen), noch wußte ich, ob wir eventuell Verspätung haben. Man hängt da dann ziemlich in der Luft.

Jedenfalls hatte wir dank diverser Streckenschleichereien inzwischen wohl schon so eine halbe Stunde Verspätung, ja und nun hieß es auch noch, wir müßten auf einen Zug aus Paris warten, der eine Stunde verspätet war... Der Nachtzug in dem ich war bestand nämlich aus zwei Hälften. Die eine Hälfte ging nach Hamburg, die andere nach Berlin, und in Dortmund wo wir standen sollten die getrennt werden. Der Witz an der Sache war jetzt, daß wir auf den Zug aus Paris warten mußten, weil der wohl ebenso aus zwei Hälften für Hamburg und Berlin bestand, die hier auseinandergekoppelt und mit den passenden Hälften unseres Zuges zusammengespannt werden sollten, und vorher ging nichts weiter.

So weit, so schlecht, nur ging mein Anschlußzug in Hamburg nach Winsen schon 35 Minuten nach der Ankunft des Nachtzuges dort, und mit einer Stunde Verspätung war der nicht mehr zu erreichen. Ja und dann hätte ich ein echtes Problem. Ich sollte ja um 8:00 Uhr in Winsen abgeholt werden, weil am Samstag keinerlei öffentliche Verkehrsmittel mehr in diesen Teil der Heide fahren, in dem die Chatterparty stattfindet. Sicher würde später auch noch ein anderer Zug nach Winsen fahren, aber wann? Und ob dann dort noch jemand auf mich warten würde? Ich hatte zwar die Telefonnummer des Clubgründers und Partyausrichters, aber ob der morgends überhaupt zuhause war?`Sonst hatte ich nur noch die Handynummer von Anke, aber was wenn sie ihr Handy vergessen oder ausgeschaltet hatte? Ich schickte ihr dann auch gleich eine SMS, und konnte dann nur noch hoffen... Um mit einem Taxi von Winsen dorthin zu fahren ist es zu weit, so 30 Kilometer etwa, dazu wußte ich nicht mal wo die Party genau stattfinden soll. Sprich wenn ich den Anschluss verpasse kann ich schlimmstenfalls unverrichteter Dinge wieder heim fahren, nachdem ich bis 22:00 Uhr dumm am Bahnhof herumgestanten bin :(.

Dementsprechend unruhig war ich. An Schlaf war da nicht mehr zu denken. Nachdem das ältere Ehepaar in Osnabrück den Zug verlassen hatte kam ich dann über den Ärger mit der ewig verspäteten Bahn mit der alleinreisenden Frau ins Gespräch. Auch sie mußte befürchten ihre Anschlusszüge zu verpassen und in ihrem Fall dann drei Stunden auf den nächsten warten zu müssen.

Auch das ist wieder ein ganz deutlicher Unterschied zu dem Klaus von früher. Er (ich spreche jetzt einfach mal als 'er' und Klaus von 'ihm', um den Unterschied zu heute klarer zu machen), also er wäre nie mit dieser Frau ins Gespräch gekommen, Klaudia schon, und ich finde den Unterschied sehr befreiend. Auch wenn ich immer noch lange nicht so locker im Umgang mit Fremden bin, wie andere, im Vergleich zu dem Klaus von früher ist es schon ein sehr großer Unterschied. Ich habe sie später sogar gebeten kurz auf meinen Rucksack aufzupassen, weil ich mich eben umziehen gehen wollte. Es hatte vor Hamburg geregnet, und war deutlich kühler geworden, viel kühler als bei uns im immer noch schwülen Süden deutschlands. Zum Glück hatte ich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, und mir was zusätzliches zum Anziehen mitgenommen. Ich hatte mich schon mal bei bestem Wetter mit einer Chatbekannten verabredet, auf halbem Wege fing es dann an zu schneien, und bei Würzburg lagen dann 20 oder mehr Zentimeter Neuschnee... Was habe ich gefroren beim Warten auf den Bahnhöfen, bei der Rückfahrt... Die Wettervorhersage vorher war natürlich völlig falsch gewesen.
Also diesmal den schönen roten Rock aus, und meinen schwarzen Lieblingsrock an, den hatte ich mit, weil ich mir für solche Fälle meine Leggins mit Zebramuster mitgenommen habe, und die passen nicht zum roten Rock. Sieht ziemlich frech aus ;), und wärmt... Dazu noch ein Jäckchen... und gut.

Um die Spannung nicht ins unerträgliche steigen zu lassen ;). Nach einer längeren Zitterpartie, und nachdem der Lokführer ordentlich Strom gegeben hatte, reichte es schließlich doch noch gerade so für meinen Anschlusszug... PUH!

HINWEIS: wird fortgesetzt, hm... ich denke für die Fortsetzung schreibe ich einen eigenen Eintrag, sonst wird das wieder so ein Endloseintrag hier ;).

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22.August 2003: Abmeldung

Hallo ihr alle :),

so ich bin nur kurz ON, muß noch meine Siebensachen zusammenziehen, überlegen was ich anziehe, was ich als Reserve mitnehme, usw.

Ist zwar nur ein Ausflug von 1 1/2 Tagen, trotzdem sollte ich besser nichts wichtiges vergessen, weil ich mitten in der Heide vermutlich nichts kaufen kann, was eventuell fehlt.

HINWEIS: dieser Eintrag wird noch mal kurz fortgesetzt, wenn ich nachher noch etwas Zeit habe.

1.FORTSETUNG:

Soooo bin gerade dabei meine Sachen zu sortieren.

Mal sehen was ich so alles mitschleife, vermutlich viel zu viel ;)...

Also, ich packe ein:

*Meinen Transidentitäts-Ordner. Da ist alles drin, was ich dazu an Adressen und wichtigen Infos so habe und brauche. Habe den eben in einen etwas kleineren Ordner umgepackt, die weniger wichtigen Sachen rausgeräumt, trotzdem ist der Ordner voll! Da steht alles zu Ärzten, Operateuren, Gutachtern, Psychiatern und Psychotherapeuten, Sprachtherapeutinnen, Gesetzten, dem Gerichtsverfahren, über die TI-Gruppen, über mich usw. drin. Ist wirklich ein Haufen Zeug was man da alles wissen, machen und beachten muß, das könnt ihr mir glauben.

*Fahrkarten, Geld, Handy und andere Infos zum Treffen, mein Schreibzeug natürlich auch.

*Ein Geschenkle für die liebe Anke (die weiß noch gar nix von ihrem Glück ;), soll ja auch ne Überraschung sein), hat sie sich wirklich 'verdient' :)!

*Was zu lesen, Zeit hab ich auf der Fahrt ja mehr als genug, fragt sich nur, ob ich auch dazu komme, weiß ja nicht wie das nachts wird.

*Schminkzeug, weil ich mich garantiert nachschminken muss.

*Muß wohl auch den Rasierapperat mitnehmen, da ich ja 1 1/2 Tage weg bin, sch*** Barthaare. Blöderweise ist der Akku in dem Ding fast kaputt. Der Rasierer ist kaum kaputtzukriegen, den hab ich schon ewig, aber die Akkus kann man nicht wechseln :(, und weiß nicht, ob ich da Strom habe, na ich denke schon.

*Was zu Trinken darf ich auch nicht vergessen. Ist blöde, ich fürchte ja, daß ich dort nichts einkaufen kann für die Rückfahrt :(. Kann hier aber auch nicht x-Liter zu trinken mitschleppen. Darum will ich heute zumindest mal soviel wie möglich trinken, damit ich nicht austrockne unterwegs. Vier Liter will ich heute schaffen, drei hab ich gleich...

*Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, was ich anziehe und was ich sonst noch einpacke, ich denke dann hab ich alles.

HINWEIS: wird noch mal Fortgesetzt...

Letzte FORTSETZUNG:

Hab mich jetzt endlich entschieden was ich anziehe, hat auch nur so ne gute halbe Stunde gedauert ;). Schwarzes Samtshirt und glänzender roter Rock, passt gut :). Für alle Fälle nehme ich noch Leggins mit und ein Jäckchen (hatte ich noch nie an), falls es doch kühl wird, damit sollte ich für fast alle Eventualitäten gerüstet sein ;).

So, jetzt gehe ich wirklich OFF.

Ich hofft ihr vergesst mich nicht *schnief* ;).

Liebes und sweetes Grüßle und bye :)

Aurisa

Jetzt nur noch schminken und alles verstauen, dann kann es los gehen.

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18.August 2003: Brief von Psychiater / Psychotherapeut R an meinen Hausarzt

HINWEIS: Dies ist ein ehemaliger Teameintrag

Hallo ihr alle :),

also ich habe mich dazu entschlossen den Brief hier komplett abzutippen (außer wie immer den Namen versteht sich, man weiß ja nie, ob nicht z.B. durch einen Softwarefehler doch mal jemand fremdes mitlesen kann).

Ich habe schon ein wenig Bauchschmerzen damit, das hier alles zu bringen, nicht wegen dem Inhalt, sondern weil der Brief ja eigentlich nicht für mich bestimmt war.

Ich habe mich trotzdem dazu entschlosse, weil es in dem Brief ja nur um mich und um niemand anderes geht, vor allem aber, weil ihr auf diese Weise nicht immer nur meine Meinung über mich hört, sondern auch mal, was ein Fachmann über mich denkt.

Letzteres war natürlich auch der Grund, warum ich es mir nicht verkneifen konnte, den Brief zu lesen.

Hier also der Brief:



Sehr geehrter Herr Kollege,

der Patient schilderte, dass er wegen einer Transidentiät komme. Er habe die Namensänderung beim Amtsgericht in S beantragt. Er sei schon bei zwei Gutachtern angemeldet und es sei ihm empfohlen worden sich in unserer Praxis hier begleiten zu lassen. Sein Hausarzt sei mit dem Problem der Transidentität nicht vertraut, bitte daher um eine Art Unterstützung. Er sei von 1986 bis 1988 schon in einer Psychotherapie gewesen und noch einmal zwischen 1999 und 2003. Er habe durch den Psychotherapeuten sehr viel Unterstützung erfahren und in Phasen schlimmster Depressionen sei er dadurch errettet worden. Er suche aber noch einen Begleiter mit dem er die spezifischen Schwierigkeiten der Transidentität ansprechen könne. Er überreichte einen sechs Seiten langen Lebenslauf (bezüglich Transidentität).

Psychischer Befund: Schwernehmend depressiv wirkend. Der Affekt erscheint jetzt stabil, labile Tendenzen sind jedoch erkennbar. Emotional wirkt der Proband weich, schwernehmend, dabei gut mitschwingend. Der Antrieb ist ein wenig reduziert. Im Willen klar und sicher. Spontanität und Initiative sind gut kontrolliert. Das Denken ist sicher, logisch, nicht unemotional. Kein Hinweis auf hirnorganische oder psychotische Denkstörungen. Vollständige Orientierung, Merkfähigkeit und Gedächtnis intakt.

Beurteilung: Der Patient schildert seine sehr bewegende Lebensgeschichte durch die sich das Band des nicht bei sich selbst Seins, anders empfinden als es ihm möglich ist nach außen zu zeigen durchzieht. Es ergeben sich deutliche Hinweise für das Vorliegen einer rezidivierenden depressiven Störung nach ICD 10 F32. Eine medikamentöse Behandlung ist bisher nicht erfolgt. Zum augenblicklichen Zeitpunkt erscheint dies auch nicht zwingend notwendig zu sein, wenngleich die Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung sinnvoll erscheint. Ich bot dem Patienten weitere Vorstellungen hier in unserer Praxis an, bin auch gerne bereit ihn auf seinem Weg durch die Instanzen (Familiengericht / Schwierigkeiten mit der Krankenkasse bzw. dem Medizinischen Dienst) zu unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dr. K. O. R.



Soweit der Brief, jetzt noch ein paar Worte von mir dazu.

Was mir besonders aufgefallen ist, ist daß immer von 'Er' und 'Der Patient' die Rede ist, sprich die männliche Form für mich verwendet wird.

Natürlich bin ich offiziell noch Mann, und werde es auch noch mindestens so ein Jahr sein.

Das schließt aber nicht aus, mich trotzdem schon jetzt als Frau anzusprechen, verboten ist das nicht, solange nur klar ist, was gemeint ist.

Gerade bei den Ärzten und Gutachtern ist es mir jetzt aber schon öfter aufgefallen, daß sie mich zwar als 'Frau K' ansprechen, wenn sie aber mit dritten über mich reden, dann heißt es plötzlich wieder 'ER'. Ich schätze mal, der Grund ist, daß sie bei mir netterweise höflich sind, aber wenn sie mit anderen reden, dann sprechen sie automatisch so, wie sie wirklich über mich denken. Ist natürlich nur eine Vermutung von mir, aber ich denke eine mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Insgesamt habe ich an dem Brief eigentlich aber nichts auszusetzten. Das einzige was nicht stimmen kann ist das mit der Psychotherapie von 1986 bis 1988. Es ist zwar richtig, daß ich auch viel früher schon (drei mal!) versucht habe eine Therapie zu machen, dabei kam aber nie was vernünftiges raus. Da ich gar nicht mehr weiß WANN diese Therapien stattfanden kann ich auch gar nichts von 1986 bis 1988 erwähnt haben, ich habe allenfalls gesagt, daß ich schon mal in Therapie war, aber bestimmt kein Datum. Keine Ahnung, wie dieses Datum in den Brief kómmt...

Ob ich durch die Therapie von 1999 bis 2003 tatsächlich 'errettet' worden bin, weiß ich nicht, ich habe nur gesagt, daß die Therapie mir sehr geholfen hat, und ich nicht weiß, was ohne die aus mir geworden wäre. Ob ich es auch alleine geschafft hätte, weiß ich nicht. Außerdem waren die 'Phasen schlimmster Depression' eindeutig VOR der Therapie. Den Lebenslauf von mir kennt ihr ja schon aus der Rubrik 'Vergangenheit'. Ansonsten gibt es zum ersten Abschnitt des Briefes nicht viel zu sagen.

Was den Psychischen Befund und die Beurteilung angeht, so kann ich mich beiden eigentlich nur anschließen.

Ihr wisst ja inzwischen sicher längst, daß ich eine Neigung zu Depressionen habe. Inzwischen habe ich gelernt, damit einigermaßen klar zu kommen, aber ich habe immer noch damit zu kämpfen. Und das 'schwernehmend', stimmt sicher auch, wenn damit gemeint ist, daß ich mir vieles sehr zu Herzen nehme. Weiter stimmt auch, daß ich unter einer gewissen Antriebsschwäche leide. Alles was sonst noch über mich da steht, ist ja durchaus positiv. Auch schön, wenn man auf diese Weise nicht nur seine Schwächen zu lesen bekommt ;)...

Eines wollte ich noch zu den Depressionen sagen: wie anderswo schon mal geschildert, hat Professor P, der Gutachter bei dem ich auch bin, in einem Forschungsprojekt u.a. festgestellt, daß Depressionen normal sind für psychischen Erkrankungen (nicht nur für Transidentität), und daß es sich dabei nur um ein begleitendes Symptom handelt, das nach der abgeschlossenen Geschlechtsangleichung verschwindet, laut seinen Untersuchungen.

Sprich, ich darf durchaus darauf hoffen, daß auch meine Rest-Depressionen verschwinden werden, wenn ich alles hinter mir habe. Es war bei mir ja schon ganz klar zu beobachten, daß es mir immer dann viel besser ging, wenn ich etwas in Richtung Geschlechtsangleichung unternahm, und die Depressionen wiederkamen, wenn ich damit nicht mehr vorankam.

Fazit: In den Brief haben sich (im ersten Abschnitt) einige Fehler und Ungenauigkeiten eingeschlichen, die aber nicht wirklich schlimm sind, den beiden folgenden Abschnitten kann ich nur zustimmen.

Ich denke mal für mich hat sich der kleine Adressirrtum gelohnt ;)...

Viele Grüße :)

Aurisa

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18.August 2003: Irrläufer

HINWEIS: Dies ist ein ehemaliger Teameintrag

Hallo ihr alle :),

tjaaa das Leben geht manchmal seltsame Wege ;).

Als ich heute nach hause komme finde ich in meinem Briefkasten u.a. einen Brief von einem Arzt in B.

Nanu denke ich, was ist das denn, ich habe zwar vor einer Weile mal einen Test machen lassen, der glaube ich von einem Arzt aus B (oder doch aus der Nachbarstadt S? Na egal...) ausgewertet worden ist, aber die Rechnung dafür habe ich schon vor etlichen Wochen bezahlt. Also noch mal ne Rechnung von denen...? Ist da was schief gelaufen?

Ja und da mir immer noch die Grippe in den Glieder und im Hirn sitzt, deswegen habe ich heute auf der Arbeit auch gefragt, ob ich schon gegen Mittag gehen darf, denke ich nicht weiter nach, schaue nicht genauer hin, und mache den Brief auf....

UPS, was ist das denn...?

Ein Brief an meinen Hausarzt Dr. K hier in D, mit seinem Namen, aber gleichzeitig mit meiner Adresse... ?

Ein erneuter Blick auf den Absender macht es klar, Dr. R aus B *glühbirneüberkopfangeh* ;)... JETZT verstehe ich was los ist!

Bei den vielen Titel und weil da zwei Ärzte auf dem Absender stehen (sie haben eine Gemeinschaftspraxis in B) habe ich den Namen zuerst gar nicht gesehen, ebensowenig wie ich den Namen meines Hausarztes bewußt wahrgenommen hatte., wie gesagt, das Hirn ist momentan ein wenig im Krankenstand...

Also, Dr. R aus B ist der Psychiater und Pschotherapeut von dem ich hier schon mehrfach geschrieben hatte, und bei dem ich bisher schon zweimal war.

Bei meinem letzten Termin bei ihm hatte er erwähnt, daß er einen Brief an meinen Hausarzt schreiben will, und hatte mich deshalb nach desse Namen gefragt, und in welcher Stadt er arbeitet.

Die Straße wollte er nicht wissen, die können sie offenbar per Computerverzeichnis herausfinden, wie ich von der Urologin weiß. Ich hätte die Straße und Hausnummer auch gar nicht auswendig gewußt.

Jedenfalls muß in der Praxis von Dr. R wohl irgendetwas schief gelaufen sein. Versehentlich wurde meine Adresse statts der von Dr. K eingetragen, und daher habe ich den Brief bekommen.

Tjaaa...soweit so gut oder schlecht... Wenn ich den Brief noch nicht geöfnet hätte, hätte ich ihn einfach ungeöffnet bei meinem Hausarzt vorbeigebracht.

Das ist jetzt keine bloße Vermutung von mir, sondern das weiß ich, weil ich schon mal so ein Problem hatte. Ich öffne keine Briefe, die nicht für mich bestimmt sind.

Jetzt habe ich das Ding aber schon versehentlich geöffnet...

Hm.... da fällt mir gerade ein: Wenn ich das jetzt lese ist das dann eine strafbare 'Verletzung des Briefgeheimnisses' (§ 202 Strafgesetzbuch)?

Da steht: '(1) Wer unbefugt

1.einen verschlossenen Brief oder ein anderes verschlossenes Schriftstück, die nicht zu seiner Kenntnis bestimmt sind, öffnet, oder

2.sich vom Inhalt eines solchen Schriftstückes ohne Öffnung des Verschlusses unter Anwendung technischer Mittel Kenntnis verschafft...',

wird mit bestraft (bis 1 Jahr Gefängnis), und weiter:

'(2) Ebenso wird bestraft, wer sich unbefugt vom Inhalt eines Schriftstücks, das nicht zu seiner Kenntnis bestimmt und durch ein verschlossens Behältnis gegen Kenntnisnahme besonders gesichert ist, Kenntnis verschafft, nachdem er dazu das Behältnis geöffnet hat.'

Hmmm... kleiner Ausflug in die Juristerei. Also ohne das jetzt im Detail überprüft zu haben, ich denke die Sachlage ist hier so:

Den Brief gelesen ohne ihn geöffnet zu haben (mal ganz unjuristisch ausgedrückt ;)...) habe ich schon mal nicht. Absatz (1), Nr. 2 fällt also schon mal flach.

Nach Absatz (1) Nr. 1 habe ich zwar unbefugt den Brief geöffnet, da er ja nicht für mich bestimmt war, strafbar ist das in diesem Fall dennoch nicht, denn zur Strafbarkeit gehört ein Vorsatz. Da ich aber dachte der Brief sei für mich bestimmt habe ich ihn nicht vorsätzlich sondern nur fahrlässig geöffnet, und das ist nicht strafbar. Um genauer zu sein: natürlich hatte ich den Vorsatz den Brief zu öffenen, aber ich hatte NICHT den Vorsatz unbefugt einen Brief zu öffnen, dessen Inhalt nicht für mich bestimmt ist, und nur das wäre strafbar.

Ich weiß momentan gar nicht, ob ein Briefumschlag ein 'Behältnis' im Sinne von Absatz (2) ist, aber das ist auch unwichtig. Selbst wenn ein verschlosser Briefumschlag ein Behältniss ist, und selbst wenn ich den Brief nach dem öffnen lese, ich habe den Briefumschlag ja gerade NICHT geöffnet um ihn dann unbefugt zu lesen, sondern ich hatte den Brief geöffnet, weil ich dachte es wäre einer, der an mich adressiert ist, und den ich darum befugt bin zu öffenen und zu lesen. Der Witz an dem Absatz ist ja gerade, daß nicht das Lesen des Briefes an sich strafbar ist, sondern es ist nur dann strafbar, wenn ihn gerade dazu öffnet um ihn verboternweise zu lesen.

Hmmm.... wenn ich mir das alles jetzt noch mal so anschaue, dann glaube ich nicht mehr, daß ein 'Behältnis' auch einen Briefumschlag meint, denn dessen Öffnen ist ja schon nach Absatz (1) Nr. 1 verboten, würde also nicht unbedingt Sinn machen, das nochmal zu verbieten, aber wie gesagt, die Details müßte ich auch noch mal nachlesen, sind hier aber auch nicht wichtig.

Ich denke nach den kleine juristischen Vorüberlegungen dürfte auch so klar genug ist, daß ich mich weder durch das Öffenen des Briefes noch durch das Lesen strafbar gemacht habe...

Jaaa... ich konnte es mir nicht verkneifen einen Blick reinzuwerfen ;)... bin ja auch nur ein Mensch, und neugierig, und in dem Brief geht es ja nur um mich, nicht um die Sachen anderer Leute (in dem Fall hätte ich ihn NICHT gelesen!), außerdem glaubt mir das sowieso kein Mensch, daß ich den Brief nicht gelesen habe, wenn ich ihn geöffnet hin bringe. Ihn in einen neuen Umschlag zu stecken hat auch keinen Sinn, weil die Adresse von mir weiterhin drauf ist, da würde man mir zu recht Fragen stellen...

Nein, da bringe ich den Brief lieber morgen so, wie er ist bei meinem Hausarzt vorbei und erkläre wie es war.

Soooo nach der langen Vorrede wollt ihr jetzt aber sicher auch wissen, was eigentlich drin steht ;)...

Nix schlimmes, das kann ich gleich sagen, und auch nichts wirklich neues. Hm... ich glaube dazu mache ich aber einen neuen Eintrag, der hier ist mir schon wieder zu lang ;). Will auch erstmal ne Pause machen.

Viele Grüße erstmal :)

Aurisa

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13.August 2003: Treppen

Hallo ihr alle :),

also ich wollte schon länger mal was zum Thema Treppen und Fitness schreiben.

Zu den Ratschlägen die Fitnessmuffel bekommen gehört ja meisten auch, man sollte Treppen steigen statt den Aufzug zu nehmen.

Für Fitness-Anfänger sicher kein schlecher Rat, gerade weil man so klein anfangen kann.

Bei mir hat das irgendwann, ich weiß gar nicht mehr wie lange das her ist, u.a. auch mit dem Treppensteigen angefangen. Fahrstühle benütze ich eigentlich gar nicht, und Rolltreppen auch wenig.

Ich finde, an Treppen kann man recht gut spüren wie fit, oder eben nicht man ist.

Ich kann mich immer noch gut an meine früheren unfitten Zeiten erinnern, als ich so 100 Kilo gewogen habe, und selbst bei der kleinen Treppe die ich (fast) jeden Tag auf dem Heimweg benütze, aus der Puste kam.

Da sieht es heute doch ganz ganz anders aus bei mir.

Irgendwann habe ich angefangen nicht nur einfach jede Treppe mitzunehmen, sondern auch immer zwei Stufen auf einmal zu nehmen.

Inzwischen sind zwei Stufen auf einmal im Laufschritt schon das Minimum, langsamer gehe ich nur bei schwerwiegende Gründen (z.B. wenn ich schwer bepackt oder wirklich sehr sehr kaputt bin).

Aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange... bei kürzeren Treppen nehme ich dann meistens drei Stufen auf einmal, sprich Treppen bis 12 Stufen sind für mich vier Schritte, und wenn die Treppe nicht zu steil ist, nehm ich ab und zu auch schon mal die ersten vier Stufen auf einmal...

Treppab ist es übrigends dasselbe. Zwei Stufen auf einmal sind standart, drei bei kürzeren Treppen auch drin, und vier Maximum... neulich habe ich mich auch schon mal an fünf auf einmal gewagt ;)...

Damit dürfte dann aber auch so langsam das Maximum erreicht sein.

Und natürlich mache ich das so nur, wenn ich keine Röcke trage ;)... im Rock sind zwei Stufen schon das höchste der Gefühle (ok, die ganz kurzen Röcke mal ausgenommen ;)...), und selbst das geht nicht mit jedem Rock.

Da beisst sich halt das frauliche mit dem sportlichen.

Die Leiterin der TI-Selbsthilfegruppe hat mir auch gleich beim ersten Treffen gesagt, ich sollte langsamer gehen, weil schnell zu gehen nicht weiblich wirkt, und dabei habe ich mich da schon sehr zurückgehalten, um sie nicht abzuhängen.

War mir schon klar, aber ich bin das schnell gehen einfach gewöhnt, und mag es auch, darauf will ich nicht verzichten, jedenfalls nicht immer. Ok, wenn ich im Rock und mit etwas unpraktischeren Schuhen unterwegs bin, dann werd ich auch etwas langsamer gehen, aber sonst nicht.

So wichtig es mir ist als Frau wargenommen zu werden, so wichtig ist es mir auch, fit und Gesund zu sein! Da muss ich einfach Kompromisse machen.

Ist recht witzig, zu vergleichen wie ich und anderen Treppen steigen. Ich bin ja schon zu Fuß viel schneller als praktisch alle anderen, aber bei den Treppen ist es extrem. Rolltreppen lasse ich ja meistens links liegen (außer ich habe es eilig und die Rolltreppe ist frei, oder wenn es keine Treppe gibt). Während also die anderen die Rolltreppe ist, nehme ich die Treppe nebenan, und bin überhole locker alle auf der Rolltreppe, sogar die, die auch auf der Rolltreppe weitergehen ;)...

Früher bin ich in S immer die Treppen von der S-Bahn nach oben gelaufen ohne Rolltreppe. Das hatte ich aber längere Zeit vernachlässigt, und vor kurzem bin ich jetzt mal wieder die Treppen so hoch gelaufen, und habe da doch deutlich gemerkt, daß ich offenbar gut in Form bin :). Wenn ich nicht so fit bin, dann bin ich oben doch ziemlich ausser Atem, sind eine Menge Stufen! Aber neulich hat mich das kaum ausser Atem gebracht :) *freu*.

Zumindest in Sachen Treppen bin ich derzeit so ziemlich in Bestform...

Soviel erstmal zu dem Thema.

Viele Grüße :)

Aurisa

P.S: das ist KEIN Widerspruch dazu, daß es mir momentan nicht so gut geht, weil ich ein wenig erkältet bin, FIT bin ich trotzdem, die Erkältung ist nicht so schlimm um mich da sehr zu behindern.

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10.August 2003: (Wo) bin ich drin?

Hallo ihr alle :),

tjaaa auf Anregung von Aiyana habe ich noch mal nach meinem Namen (Aurisa) gesucht, diesmal aber nur in den deutschsprachigen Seiten (danke Aiyana, war ein guter Tipp :), hätte ich auch wirklich selber drauf kommen können ;), aber man merkt halt, daß ich nicht wirklich sooo oft was suche ;)...).

Das Ergebnis waren diesmal nicht ein paar tausend sondern nur noch gut 500 Seiten, und damit wenig genug, damit ich sie alle mal durchklicken konnte, ich wollte doch wissen, ob es noch andere Aurisa's gibt.

Das Ergebnis war eindeutig: NEIN *freu* :)!

Zumindest im deutschsprachigen Internet scheine ich also die einzige Aurisa zu sein :). Sonst war Aurisa da nur noch als Abkürzung für dieses Australasian Informationssystem zu finden, aber das zählt nicht, erstens ist es ja nur ein Abkürzung, und zweitens geht es mir ja vor allem um andere Menschen.

Ich kann mir also was drauf einbilden, daß der Namen auf meinen Mist gewachsen ist ;).

Im alltäglichen Leben will ich ihn zwar gar nicht verwenden, ist ja bewusst mein dritter Vorname, aber gerade im Internet passt das gut, ist einfach einprägsamer als Klaudia... oder Conny...

Davon mal abgesehen habe ich beim durchblättern der Seiten (fast alle welchen wo ich mich verewigt habe), noch so einige neuen Erkenntnisse gewonnen.

Ich dachte ja, ich würde alle kennen, die mich in ihren Lieblingsblogs stehen haben. Ich stehe (danke Aiyana) inzwischen wieder bei 11 drin, und eben die habe ich auch in meinen Lieblingsblogs, jetzt habe ich entdeckt, daß ich ausserdem auch noch bei:

blogschrift, nachtsonne und senseless in den Lieblingsblogs stehe... sprich ich bin eigentlich in 14 Lieblingsblogs-Listen, da spinnt wohl mal wieder der Zähler bei 20six, ist ja nichts wirklich neues...

Bei blogschrift hatte ich glaube ich früher schon mal kurz vorbeigeklickt, aber sonst waren diese blogs mir bisher völlig unbekannt...

Außerdem habe ich noch eine kurze Bemerkung zu mir bei der weblog-reporterin Frau G gefunden...

Dornenreich, wo ich schon einmal zum kommentieren war ist für mich nicht mehr erreichbar, ich vermute mal, daß der Blog gelöscht wurde, schade :(.

Ja und dann rätsle ich momentan noch, warum ich als Suchergebnisse auch die Seiten von rosegallica und durcheinander bekommen habe, da stehe ich weder in den Lieblingsblogs, noch habe ich da jemals was geschrieben (die Seiten waren mir völlig neu), noch konnte ich da irgendwo meinen Namen finden... Hm, werd die beiden wohl mal fragen, vielleicht haben die ja eine Idee...

Das war es dann auch schon an neuen Erkenntnissen über mich und mein bloggiles leben hier ;), die anderen Seiten kannte ich schon.

Sonst habe ich nur noch eines gefunden: meine Registrierung bei seti at home... hm war am 21.April 2002, das Datum kann ich mir gut merken ;)... Bei seti at home geht es um die Suche nach ausserirdischem intelligenten Leben, nein nicht nach kleinen grünen Männchen in ihren fliegenden Untertassen ;), sondern gesucht werden Signale mittels Radioteleskopen, alles ganz seriös. Seti heißt übrigends: search for extrateresstrian intelligence, eben Suche nach ausserirdischen Intelligenzwesen, und das at home meint, daß man als privatmann/-frau dabei mit seinem Computer mithelfen kann. Man lädt sich dort ein Programm herunter, und mit dessen Hilfe werden auf dem eigenen PC ganz nebenher die Daten der Radioteleskope ausgewertet, und dann wieder an die zurückgesandt. Leider hat ET bisher noch nicht angerufen ;)...

Viele Grüße erstmal :)

Aurisa

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8.August 2003: Einmalig

Hallo ihr alle :),

tjaaa... wir alle sind doch einmalige Individuen... sollte man jedenfalls meinen.

Jetzt hatte ich zufällig vor kurzem bei Familienvater gelesen, daß er sich (in 20six) über Google gefunden hat...

Davon animiert hab ich spasseshalber mal unter Aurisa bei google gesucht... und was ist das Ergebnis:

2880 Treffer... ich glaub ich spinne. Da denke ich mir extra einen ganz neuen (dritten) Vornamen für mich aus, und dann sowas *meckermotz* ;)...

Na gut, die meisten Treffer scheinen sich auf ein gewisses Australasian Urban and Regional Information System Association (kurz: Aurisa) zu beziehen, also nicht auf den Namen einer anderen Person, aber hätten die sich keine andere Abkürzung ausdenken können *grummel* ;)?

Hm... bei der Gelegenheit hab ich dann auch gleich mal die anderen Namen nachgeschaut...

Auris (ohne -a): 41.600 Treffer... ups das sind ja doch deutlich mehr...

Klaudia: 70.900 Treffer... hm, noch mehr...

Claudia: 375.000 Treffer... hm also wenn ich mir das so anschaue, dann sind die 2880 Treffer bei Aurisa eigentlich gar nicht viel ;)...

Tja... ich denke mal, es dürfte mir ziemlich schwer fallen einen mir einen Namen auszudenken bei dem ich noch weniger Treffer bekomme UND der auch noch gut klingt... da dürfte Aurisa schon nahe am Optimum sein, bei über 6 Milliarden Menschen von denen die meisten ja auch nicht blöde sind, und einer nur begrenzten Kombinationsmöglichkeit der Buchstaben ist es sehr schwer sich etwas einmaliges auszudenken...

Einmalige Grüße :)

Aurisa

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7.August 2003: Und noch mal zum Gutachtertermin

HINWEIS: Dies ist ein ehemaliger Teameintrag

Hallo ihr alle :),

ich wollte hier doch noch ein paar Sachen zum Gutachtertermin neulich nachtragen, dauert aber noch etwas, weil ich momentan mal wieder keine Einträge abspeichern kann hier, und es nervt das alles erst in die Kommentare zu kopieren und dann später wieder hierher... da muss ich dann jedesmal die Absätze wieder neu machen. Fall ihr nicht wisst was ich damit meine probiert es einfach mal selber aus...

HINWEIS: wird fortgesetzt

Aha... jetzt geht das Einträge senden wieder :)...

FORTSETZUNG:

Also, ich muss sagen, der Gutachter hat doch so einiges zu kritisieren gehabt bei mir.

Nicht nur die Sache mit der 'allgemeinen Lebensangst', sondern auch weil ich etwas erwähnt hatte, was er in einem seiner Bücher beschrieben hatte. Er meinte ín dem Buch, daß es bei Transidentität nichr nur m eine Störung der Geschlechtsidentität gehen würde, sondern um eine weitergehende Störung der gesamten Identität der Betroffenen. Und die Betroffenen würden eher in der 'normalen' ihrem Geschlecht entsprechenden Identität gehemmt sein, als sich mit dem körperlich 'anderen' Geschlecht zu identifizieren.

Oder konkreter: die Betroffenen würden sich - entgegen dem Klischee eben NICHT schon als Kinder als Frauen fühlen obwohl sie biologisch 'Männer' bzw Jungen sind, sondern es fehlte ihnen an einer Identifikation mit dem eigenen körperlichen Geschlecht, ohne daß deshalb von Anfang an eine Identifikation mit dem anderen Geschlecht vorhanden wäre, diese würde sich erst im Laufe der Zeit entwickeln.

Ja und genauso wie er das in seinem Buch geschrieben hat, habe ich das auch immer empfunden, hatte mich das aber bisher kaum getraut, sowas beim Gutachter o.ä. zu sagen, weil dort ja zwischen 'echten' Transidenten unterschieden wird, die sich angeblich von Kindheit an als (in meinem Fall) Frauen empfinden, und den 'falschen' Transidenten, bei denen diese Entwicklung erst später einsetzt.

Ich halte diese Unterscheidung in echte und falsche Transidente zumindest so für falsch und unhaltbar, aber das ist immer noch die offizielle Lehrmeinung, und darum hatte ich auch ein Problem damit, zu sagen, daß ich zwar immer schon irgendwie 'anders' war, mich nie als Junge/Mann gefühlt habe, aber eben auch nicht von Anfang an als Mädchen/Frau.

Tja und ermutigt von dem was er in seinem Buch geschrieben hat, habe ich das jetzt am Dienstag bei ihm angesprochen, aber das war wohl ein Fehler... denn das hat er bei mir prompt kritisiert... :(.

Fragt mich nicht warum, macht in meinen Augen keinen Sinn, weil es ja dem widerspricht was er selber geschrieben hat... ich verstehe es auch nicht.

Jedenfalls hätte ich besser meine Klappe gehalten :(. Ich bin ja sehr für Offenheit, aber wie ich hier in meinem Tagebuch schon geschrieben habe, ist es manchmal doch besser nicht alles zu sagen, schon zu meinem eigenen Schutz.

Nun gut, läßt sich jetzt leider nicht mehr ändern.

Dazu muss ich noch was sagen. Professor P ist wie schon mehrfach erwähnt DER Experte auf dem Gebiet, in Deutschland, also falls er aus irgendwelchen Gründen zu dem Schluss kommen sollte, daß ich nicht wirklich transident bin, dann hätte ich ein echtes Problem! Denn selbst wenn das Gericht dann noch einen anderen Gutachter bestimmen würde, das Urteil von Professor P wiegt schwer...

Ich kann dazu nur sagen, daß ich mir sicher bin, daß das für mich der richtige und vor allem der einzig mögliche Weg ist, ich hatte wirklich mehr als genug Zeit darüber nachzudenken. Ein negatives Gutachten könnte ich nur als krasses Fehlurteil einschätzen! Und falls das Gericht wirklich zu dem Schluss kommen sollte, daß es mir die Vornamensänderung endgültig verweigern will, dann wäre es das für mich wohl wirklich gewesen. Dagegen widerspruch einzulegen, erscheint mir nicht sehr erfolgsversprechend, wenn die Gutachter schon nein gesagt hätten, und ich glaube auch nicht, daß ich die Kraft für einen Prozess hätte.

Für mich ist ein weiterleben als 'Mann' ausgeschlossen.

Viele Grüße

Aurisa

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7.August 2003: Dienstvorschriften

Hallo ihr alle :),

'In Schweden erschien heute ein Busfahrer im Frauenkleid', so eben gehört in den Nachrichten.

Grund: Sein Brötchengeber hatte ihm nicht erlaubt kurze Hosen zu tragen, weil diese nicht den Dienstvorschriften entsprechen würden, Frauenkleider dagegen offensichtlich schon ;)...

Hm... tja an die Möglichkeit, daß auch Männer in Frauenkleider zum Dienst kommen könnten, hat bei der Verfassung der Dienstvorschriften wohl keiner gedacht ;), eine echte Regelungslücke halt ;)...

Ok dann will ich hier auch mal eine Lanze brechen für die Emanzipation... der Männer ;), ist wirklich nicht einzusehen, daß die bei solchen Temperaturen keine kurzen Hosen tragen dürfen finde ich!

Behaarte Männerbeine laufen bei mir zwar eher unter 'optischer Umweltverschmutzung' ;), aber ok bevor Mann noch eine Hitzschlag bekommt... Frau kann Männer schließlich nicht dazu zwingen sich die Beine zu rasieren ;), von epilieren ganz zu schweigen, dafür sind die meisten Männer sowieso viel zu wehleidig *kicher* ;), sorry war nur Spaß ;)...

Überhaupt, wer bei der Hitze womöglich noch Anzug tragen muss... mein Beileid!

Tjaaa... bleibt nur noch die Frage, ob besagter Busfahrer wirklich nur wegen der Hitze im Frauenkleid zum Dienst erschienen ist, oder einfach nur die Gunst der Stunde genutzt hat ;).... Die Antwort werden wir wohl nie erfahren...

Viele Grüße :)

Aurisa

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6.August 2003: Warum Frauen immer Schuhe kaufen müssen...

Hallo mal wieder alle :),

tjaaaa... warum Frauen immer Schuhe kaufen müssen, weiss ich auch nicht so genau, hab das entsprechende Buch noch nicht gelesen ;), aber mir geht es jedenfalls auch so mit den Schuhen, wie den meisten anderen Frauen auch. Wärend ich früher als 'Mann' soviel Schuhe hatte wie man halt braucht, nur das Nötigste eben, musste ich mir jetzt, so letztes Jahr - einen eigenen 1,80 m hohen Schuhschrank anschaffen, und da passen nicht mal alle rein ;)...

Also.... mach ich doch einfach mal ne kleine Inverntur ;)....

*kruschtelwurschtelpolterheftigfluch* ;)...

sooo da bin ich wieder ;)...

Das Ergebnis der Schuhzählung:

*Reitstiefel

*ein paar hoher Stiefel

*ein paar Stiefel im westernstil

*ein paar Stiefel mit 'weichem' Schaft... keine Ahnung wie man sowas nennt...*

*noch ein paar Stiefel...

*und noch ein paar Stiefel ;)...

*dann noch ein paar 'grobe' Stiefel, sind zwar auch Frauenstiefel, aber total unweiblich... kann ich höchstens im Winter unter Hosen anziehen, wenn man sie nicht sieht...

*und dann noch ein paar rote Stiefel (alle anderen Schuhe sind schwarz, soweit ich nichts anderes erwähne)

*ja und dann wären da noch einige Fehlkäufe, nämlich VIER paar Stiefel, die ich zwar irgendwie anbekomme, aber längere Strecken laufen geht leider nicht... kein Wunder die sind Größe 42, das ist dann doch zu klein für mich... das waren halt so die ersten Schuhe die ich überhaupt gekauft habe, und war mir nicht gleich klar, daß ich darin nicht laufen kann.

*nicht zu vergessen diese neckischen Overkneestiefel, die ich wenn überhaupt hächstens mal auf ner Party mit Freunden tragen werde ;)...

*Stiefeletten hab ich nur ein Paar

*noch ein paar 'hochgeschlossene' Schuhe, so ne art Wanderschuhe.

*einmal Halbschuhe

*Wildlederpumps
*normale Punps

*leicht Schuhe... hm weiss schon wieder nicht wie man das nennt...

*und noch ein Paar ganz leichte Schühchen

*braune Sandalen

*nochmal Sandalen

*und nochmal Sandalen

*und zuletzt noch die beiden Paare meiner Lieblingssandalen die hier kurz nacheinander kaputt gegangen sind in den letzten Tagen :(...

*ach ja und dann waren da noch ein paar Halbschuhe die mir auf Dauer zu klein zum laufen sind...

Hm... macht alles zusammen 26 Paar! UFF.... da hab ich so was zusammengekauft... vor allem bei den Stiefeln... na ja liegt auch daran, daß ich zeitweise keinen rechten Überblick hatte, was ich schon habe, weil alles noch keinen festen Platz hatten sondern sonstwo verteilt war.

Viele der Schuhe hab ich auch noch nie angehabt, d.h. sie bloss mal anprobiert, kann also sein, daß ich in den einen oder anderen nicht so gut laufen kann.

Heute habe ich dann auch mal neue Sandalen angezogen, hoffe nur die gehen jetzt nicht auch gleich wieder kaputt...

Ansonsten muss ich mal sehen was ich mit den zu kleinen Schuhen machen kann... müsste sich doch jemand finden lassen, der dafür verwendung hat.

Viele Grüße :)

Aurisa

P.S: Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: die ganzen Schuhe habe ich im laufe von so fünf Jahren allmählich zusammengekauft (einige sind auch noch deutlich älter), da ich aber bis vor kurzem nur selten welche davon anhatte, sind die meisten noch kaum oder gar nicht getragen.

P.P.S: Hm... zumindest Stiefel brauche ich jetzt so schnell keine neuen mehr zu kaufen ;), ist auch besser so, hätte ich jetzt auch kein Geld für. Fragt mich nicht, was nicht nur die Schuhe sondern eine komplett neue Garderobe mich gekostet hat, war ein kleines Vermögen, aber wieviel genau... keine Ahnung. Teilweise hab ich sogar eher zuviel gekauft, weil ich den Überblick verloren habe, was ich schon hatte, wie gesagt, bis zu meinem coming-out waren meine Sache hier überall in diversen Kartons u.ä. verstreut weil in meinem Kleiderschrank ja noch meine Männersachen (und neutrale Kleidung) waren.

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6.August 2003: Wenn der kleine Depri kommt...

Hallo ihr :),

also gestern hatte ich doch ein ziemliches zwischentief beim Frisör. Komme erst jetzt dazu, darüber was zu schreiben.

Kennt ihr das auch, solche Stimmungsschwankungen im laufe eines Tages? Bei mir ist es zwar nicht die regel, passiert aber ab und zu doch mal.

Morgends ging es mir recht gut, auf dem Weg zum Frisör habe ich mal wieder Auris gespürt, sprich ihren Kampfgeist, aber dort ging es dann doch rapide bergab mit der Stimmung.

Spiegel haben für mich ja immer etwas von Folterinstrumenten, weil sie mir halt unbarmherzig mein männliches Äußeres zeigen, und beim Frisör oder auch beim Haarewaschen, wenn die Frisur eben nicht stimmt, wird das noch deutlicher. Ist auch der Frisörin aufgefallen, daß ich immer stiller geworden bin dort.

Vielleicht sollte ich mir für meinen nächsten Frisörbesuch ja eine wetten-dass-kandidatenbrille basteln, mit der man nichts sieht ;).

Na ja, wenigstens ging es mir anschließend, mit neuer Frisur, wieder besser, aber so gut dann auch wieder nicht.

Ich sollte das vielleicht noch näher erklären: der Grund, warum es mir da mal wieder nicht so gut ging ist, daß körperlich seit längerem nichts vorangeht, im Moment ist eher das Gegenteil der Fall, weil ich ja auch nicht jünger werde, und jede Falte macht das Gesicht härter, und damit männlicher, etwas was ich nun wirklich gar nicht gebrauchen kann :(.

Viele Grüße :)

Aurisa

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6.August 2003: Frisörtermin

Hallo ihr alle :),

so heute morgen stand also mal wieder ein Besuch bei meiner Frisörin an. Das artet immer in eine kleinere Expedition aus, weil sie nicht gerade um die Ecke wohnt, aber was nützt mir der Frisör um die Ecke, wenn das Ergebnis dann bescheiden aussieht...?

Für mich als Transidente sind solche Dinge wie ein weiblicher Haarschnitt, entsprechende Kleidung, Schminke usw nun mal viel wichtiger als für jede normale Bio-Frau.

Normale Frauen werden immer als Frauen akzeptiert, egal ob sie geschminkt sind, und egal, was für eine Frisur sie haben und was für Kleidung sie tragen. Und selbst wenn sie doch mal für einen Mann gehalten werden sollten, wird das ihr Selbstwertgefühl kaum groß erschüttern, weil sie ja schon immer ganz selbstverständlich Frau sind, und daran niemals Zweifel hatten, und die Umwelt auch nicht. Ich muss da immer was dafür tun, um wenigstens einigermaßen als Frau akzeptiert zu werden.

Zu dieser Frisörin bin ich wie gesagt über einen VHS zum Thema Haare gekommen (sie ist eine ehemalige Kollegin der Kursleiterin, letztere ist inzwischen in Rente). Da wurde u.a. auch von einem Haarschnitt mit der heißen Schere geredet, der gut für die Haare sein soll, weil dabei die Haarspitzen durch die Hitze versiegelt, und die Haare so geschützt werden sollen.

Jedenfalls hieß es, sie hätte so ein Gerät, und ich wollte das einfach auch mal ausprobieren, ob es den Haaren nützt. Das ist auch ein Grund für die doch recht hohen Preise, weil dieser Schnitt mit der heißen Schere natürlich extra kostet.

Geblieben bin ich dann aber vor allem, weil sie die Haare immer gut hinbekommt, jedesmal etwas anders. Dauerwelle ist aber nix für mich, wie ich schnell festgestellt habe, einmal und nie wieder, die Haare fühlen sich dann so verfilzt an, und ich finde es passt auch nicht zu mir. Aber gut, einen Versuch war es wert.

Was mir auch gut gefällt ist, daß sie auch Naturfarben zum färben anbietet. Auf Chemiefarben kann ich gerne verzichten, jedenfalls solange ich sie nich unbedingt brauche, schließlich gelten die allesamt als krebserregend... Ich werde darum bei Naturfarben bleiben, solange ich nicht zu viele graue Haare habe, denn die decken die Naturfarben leider nicht richtig ab. Falls es doch mal zu viele graue Haare werden sollten, kann ich mir immer noch überlegen, ob ich das Chemifarben-Risiko eingehen will oder nicht, je länger man diese chemischen Farben einsetzt, desto größer ist das Risiko, d.h. umgekehrt, je länger ich damit warte, die zu verwenden, umso besser. Vielleicht lasse ich das Färben auch einfach, wenn ich irgendwann graue Haare habe, bei mir hat es damit ja schon so mit Anfang 20 angefangen, aber erfreulicherweise habe ich seither nur ein paar graue Haare, das ist nie mehr geworden, fällt auch gar nicht auf. Übrigends, bevor ihr fragt: ehrlich gesagt weiss ich nicht, ob dieser 'heisse' Haarschnitt wirklich was bringt, ich habe keine Unterschied festgestellt, weiss noch nicht ob ich das in Zukunft weiter machen lassen werde.

Jedenfalls sind die Haare jetzt wieder frisch gefärbt (dunkelbraun, mit leicht rötlichem Ton), und vor allem geschnitten. Jetzt ist wenigstens wieder der Nacken frei, war wirklich höchste Zeit bevor ich noch nen Hitzschlag bekommen hätte....

Nächster Frisörtermin wird dann wohl erst wieder anfang Oktober sein, weil ich es mir bei dem was man als Frau beim Frisör so zahlt schlicht nicht jeden Monat leisten kann.

Früher, vor meinem coming out, habe ich meine Haare zwischendurch, wenn sie mir zu lang wurden, einfach vom örtlichen Frisör zurechtstutzen lassen, das dann noch zu Männerpreisen, bin also nur so jedes zweite Mal zu meiner damaligen eingeweihten Frisörin gegangen, da hielten sich die Kosten noch in Grenzen, aber die Zeiten sind jetzt vorbei.

Nebenbei: ich habe nie gefragt, aber bei den Preisen habe ich bei den Frisörinnen die bescheid wussten sicher von Anfang an Frauentarief gezahlt. Bei unserem örtlichen Frisör, der von nix wusste, und wo ich damals ab und zu noch hin ging, hatte ich dann schon direkt ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn ja sozusagen um den höheren Frauentarif 'betrogen' habe ;)... ist natürlich quatsch, damals war ich ja noch nicht mal geoutet, geschweige denn offiziell Frau.

Tja... schon erstaunlich was Frau so alles über einen simplen Frisörbesuch schreiben kann, nicht wahr ;)...? Jedenfalls wenn sie Klaudia heisst ;)...

Grüssle von eurem Plaudertäschchen :)

Aurisa

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5.August 2003: Rasenmäher und Töpfe

Hallo ihr alle :),

tja... bei mir ist es momentan mal wieder allerhöchste Zeit, daß meine Haare mal wieder etwas gekürzt werden, und da ich weder auf die Topfschnittmethode ;) stehen, noch ausprobieren will, ob man die Haare auch mit dem Rasenmäher schneiden kann ;), heisst das ich muss mal wieder zum Friseur.

Ich habe in den letzten Jahr ein paar mal den Frisör gewechselt. Als ich noch nicht geoutet war, wollte ich natürlich nicht hier in unserem Ort zum Frisör gehen und sagen er soll mir ne weiblichere Frisur machen oder sowas in der Art. Ich hab dann bei einem Volkshochschulkurs zum Thema Frisuren wo ich als Frau hingegangen bin eine Frisörin kennengelernt, bei der ich dann (von der einen Blondierung mal abgesehen) meine ersten gefärbten Haare bekommen habe. Irgendwann war mir das Resultat dort dann aber zu eintönig, außerdem war ihr Laden hinter den Sieben Bergen von mir aus gesehen, und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen.

Darum habe ich irgendwann was neues gesucht, mit der nächsten war ich dann nicht so zufrieden, schließlich habe ich wieder über einen VHS Kurs über Haare eine andere Friseurin kennengelernt, mit der ich jetzt ziemlich zufrieden bin, und darum will ich jetzt nicht wieder wechseln. Dummerweise war sie jetzt im Juli im Urlaub, so daß meine Haare inzwischen ziemlich ins Kraut geschossen sind, und das bei der Hitze...

Wirklich höchste Zeit für einen Frisörtermin, vor allem auch weil ich mich so eher wirren Haaren nicht gut fühle, unsere Haare haben wohl einen nicht unerheblichen Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Viele Grüße :)

Aurisa

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5.August 2003: Nochmal zum Gutachtertermin heute

HINWEIS: Dies ist ein ehemaliger Teameintrag.

Hallo nochmal ihr :),

tja... ehrlich gesagt kam das mit dem 'Professor P will es sich noch mal überlegen ob er ein positives Gutachten schreibt' heute doch überraschend für mich.

Er hat ja nicht etwa Zweifel geäußert, daß ich wirklich transident bin, sondern wegen meinen Ängsten.

Beim ersten Gespräch kam er ja auch auf den Einbruch bei mir zu sprechen. Ihr wisst ja, daß mir der immer noch zu schaffen macht, aber es ist ja völlig normal, daß man nach einem Einbruch viel von der Sicherheit verliert, daß einem (daheim) schon nichts passiert, 80 % aller Betroffenen leiden danach unter psychischen Problemen. Ich verstehe nicht, daß er das so hoch hängt.

Sicher, ich hatte schon immer unter Ängsten zu leiden, vor allem uner der Sozialphobie, aber auch allgemein, aber ich habe gelernt damit klar zu kommen, auch wenn sie mir immer mal wieder Kummer machen, also wo bitte ist das Problem???

Ich lebe jetzt immerhin schon seit fünf Monaten als Frau, und hatte keine großen Problem damit bisher, also können die Ängste da ja nicht sooo schlimm sein, in Sachen Transidentität.

Was mich aber besonders ärgert ist, daß ich ehrlich war zu Professor P und es momentan so aussieht, daß einiges was ich da gesagt habe gegen mich verwandt werden soll :(((. Hätte ich einfach die Klappe gehalten und schön brav nur das gesagt was von mir erwartet wird, hätte ich diese Probleme nicht gehabt!

Na ja... mal sehen was dabei raus kommt...

Grüßle

Aurisa

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5.August 2003: 2.Besuch bei Gutachter Professor P

Hallo ihr alle :),

also wie gesagt war ich heute zum zweiten mal bei Professor P wegen dem Gutachten für die Vornamensänderung.

Bin mal wieder die Strecke vom Bahnhof zu ihm gelaufen, so ne 3/4 Stunde, wie gesagt ich laufe gerne zu fuß, und wann immer ich die Gelegenheit dazu habe.

Ich habe ihm dann noch ein paar Sachen gesagt, die mir zum letzten mal noch eingefallen sind, und dann noch was zu einem Buch, das er zum Thema geschrieben hat, und was ich seit letztem mal noch so unternommen habe.

Dann hat er mir noch die Auswertung dieser ganzen Fragebogen gezeigt, die ich letztes mal eine geschlagene Stunde lang ausgefüllt habe.

Die Resultate waren nicht wirklich eine Überraschung für mich.

Ich weiss jetzt natürlich nicht mehr alles im Einzelnen.

Wichtig ist mir, das Ergebnis des eigenen Selbstbildes.
Professor P, verwendet einen Test, bei dem gleichzeitig männliche UND weibliche Eigenschaften eingeschätze werden. Bei mir war, wie nicht anders zu erwarten das männliche Selbstbild wenger ausgeprägt, als bei einem normalen Mann, das weibliche Selbstbild dagegen stärker, alles andere hätte mich auch gewundert. Ich habe jetzt nur leider keinen Vergleichswert, wie die typischen Werte für Frauen bzw. andere Transidente sind, d.h. ob ich da im Vergleich hoch oder niedrig liegt. Ich muss mir noch mal das erwähnt Buch von Professor P ausleihen und nachschauen ob da Vergleichswerte drin stehen, das weiss ich jetzt nicht mehr.

Mein Wunschbild, also wie ich in Zukunft gerne wäre, ergab witzigerweise, daß ich mir zwar mehr weibliche Anteil wünsche, aber sogar noch mehr männliche Anteile als weibliche... Auch das war aber nicht wirklich eine Überraschung für mich. Zu dem Zeitpunkt als ich die Fragebogen ausgefüllt habe, konnte ich meine weibliche Seite bereits zu einem großen Teil ausleben, d.h. der Wunsch charakterlich noch weiblicher zu sein, war nicht mehr so stark, dagegen fehlt mir leider immer noch eine gewisse 'männliche' Härte, Durchsetzungsfähigkeit u.ä., daran muss ich noch arbeiten.

Bei den übrigen Fragen war ich meistens eher unauffällig, mit einigen Ausnahmen, vor allem war ziemlich deutlich, daß es mir nach meiner Einschätzung in meinem bisherigen Leben vor dem coming out viel schlechter ging, als den meinsten anderen Menschen nach deren selbsteinschätzung, außerdem war ich viel verschlossener, auch das ist nun wirklich nichts was mich überrascht hätte.

Viel mehr Details weiss ich leider nicht mehr. Vielleicht noch, daß ich weniger Ehrgeizig bin als der Durchschnitt, oder daß ich mich (vielleicht zu) viel um die Probleme anderer kümmere...

Tja... jedenfalls weiss ich jetzt noch nicht, wie das Gutachten von Professor P ausfallen wird, er meinte was im Sinne von: er hätte Bedenken weil ich ihm zu viele 'Lebensängste' hätte, was immer das im Einzelnen bedeuten mag.

Jedenfalls wird er sich unser Gespräch erst noch mal durch den Kopf gehen lassen und mir dann sagen ob er mich noch mal für ein weiteres Gespräch sehen will.

Da muss ich jetzt halt einfach abwarten.

Viele Grüße :)

Aurisa

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5.August 2003: Züge, Transen und Schuhe

Hallo ihr alle :),

also heute waren mal wieder so diverse Sachen los, geplante und ungeplante.

Ich hatte heute meinen zweiten Termin bei Professor P, wegen dem Gutachten, und war dementsprechen mal wieder länger unterwegs.

Aufstehen um 6:00, duschen, schminken, obwohl beides bei der Hitze eigentlich vergebliche Liebesmühe ist, hält alles nicht wirklich lange... so um 8:00 aus dem Haus, dann in der Bibliothek noch was mit meine Chefin besprechen, sie hatte mich gestern (auf dem Anrufbeantworter) angerufen, ob ich noch an ein paar Tagen aushelfen kann, und ich hatte noch vergessen, daß ich mir am 22. ja frei nehmen sollte, weil ich da schon seit längerem einen größeren Ausflug geplant habe. Hat sich dann alles einrichten lassen.

Am Bahnhof habe ich mich dann nach Zugverbindungen für den 22. erkundigt. Wie ihr ja bestimmt schon mitbekommen habt, bin ich schon seit über 2 Jahre im Yahoo-Chat, und da lernt man zwangsweise viele Menschen kennen, läßt sich kaum vermeiden ;), das Problem ist nur, daß die meisten lieben SOOO weit weg wohnen :(((. Ja und um damit man sich wenigstens auch mal persönlich kennelernen kann, gibt es Chattertreffen (CT). Mein erstes hatte ich vor ziemlich genau einem Jahr in Lünen. Ich war damals schon etliche Monate als hidden_xy (hidden = versteckt / verborgen) in meinem Stammraum bei Yahoo, das hiddene war natürlich das Geschlecht, d.h. ich hatte damals keine Geschlechtsangabe mehr im Profil, weil ich es satt hatte ewig von Männern angebaggert zu werden, wenn ich ein weibliches Profil verwende, führt erfahrungsgemäß sowieso zu nichts, reine Zeitverschwendung. Na ja, und in meinem Stammraum war dann großes hiddenraten angesagt (isses nun ein männchen oder ein weibchen ;)...?), und irgendwann hatte ich das Gefühl es ist zeit mich zu outen dort, dazu habe ich dann die Gelegenheit des CT's in Lünen genutzt, da bin ich als Klaudia hingegangen und habe die aufgeklärt die noch nicht bescheid wussten ;), und anschließend auch den rest des Chatraums. Seither bin ich auch nicht mehr 'hidden' dort, sondern wieder mit einem richtigen Profil.

Jedenfalls hat sich aus diesem Chatraum auch ein kleinerer Kreis von Chattern ergeben die einen Internet-Chatterclub gegründet haben, und seit kurz nach Lünen bin ich da auch dabei, ja und wir haben jetzt also unser jährliches Clubtreffen. Beim letzten mal war ich noch nicht dabei, schon weil ich nicht mehr als einmal im Jahr so weit fahren will - das Treffen ist ähnlich wie Lünen in Norddeutschland. Ist erst mein zweites CT, ok ich war auch mal kurz bei Würzburg, weil das nicht so weit weg ist, aber die Betonung liegt auf KURZ ;), ich glaube das zählt nicht wirklich ;)... Na ja, und da ich viele der Clubchatter mir gesagt haben, daß ich doch kommen soll, und sie sich (besonders) auf mich freuen, da kann ich ja schlecht nein sagen ;), noch dazu wo ich es einer dort versprochen habe, die nur wegen mir kommt, sie hat früher auch hier in D gewohnt, sogar nur eine Straße weiter als ich! Da bin ich natürlich auch neugierig, ob ich sie vielleicht sogar von früher kenne ;)... vom sehen meine ich. Na und ich freue mich natürlich auch, wieder einige liebe Bekannte mal real kennenzulernen, ganz besonders Anke die hier immer so fleissig und lieb kommentiert :). Juhuuuu Ankeeee :X *freufreu* :)!

Aber ich bin mal wieder abgeschweift ;)... Ich hab mich dann am Bahnschalter nach Zugverbindungen erkundigt, und zwar nach Nachtzügen, d.h. Zügen in denen man sich ein Heiabettchen mieten kann, mit denen dauert die Fahrt zwar noch länger als die 'nur' 8 Stunden (einfache Fahrt!), die ich minimal in die Heide brauche, aber dafür kann man da den größten Teil der Fahrt verschlafen. Das Clubtreffen dauert zwar drei Tage, so lange kann ich hier wegen meiner Mutter aber leider nicht weg :(, ich werde darum nur am 22.dort sein (könnt ihr euch schon mal rot im Kalender anstreichen, der erste Tag an dem ihr mal Ruhe vor mir habt hihi ;)...). Beim CT in Lünen war es ja ähnlich, da war ich eine Ewigkeit hin- und zurück unterwegs, für nur ein paar wenige Stunden dort, und danach war ich ehrlich gesagt ziemlich geschafft, das möchte ich nicht wiederholen, zumal die Heide noch ein gutes Stück weiter weg ist, darum würde ich diesmal nach möglichkeit Züge nehmen wo ich bei der Fahrt schlafen kann. Aber genug davon, aber macht euch keine falschen Hoffnungen, ihr bekommt hier bestimmt noch viel mehr zum Clubtreffen zu hören, wenn ich wieder davon zurück bin *wüstdroh* ;)...

Jetzt aber was ganz anderes... Nachdem ich nach Zugverbindungen gefragt und meine Fahrkarte für heute nach U gekauft hatte, habe ich mich beim Schalter noch kurz hingesetzt um alles gut zu verstauen, als jemand direkt auf mich zukam, und mich auch gleich ansprach, 'er' hat mich zuerst gefragt, ob ich mal bei der Bahn gearbeitet habe (habe ich nie), aber mir war gleich klar, daß das nicht der Grund dafür war, daß 'er' mich angesprochen hat, bin ja nicht völlig plont ;)... Jedenfalls hat 'er' mich dann auch gleich gefragt ob ich Transsexuell bin, und kam dann auch schnell darauf zu sprechen, daß 'er' das auch sei, darum auch die Anführungszeichen beim 'er'... und darum sag ich ab jetzt auch sie...

Das ist jetzt das erste mal überhaupt, daß mich im wirklichen Leben jemand von sich aus auf das Thema angesprochen hat, normalerweise traut sich das da keiner (nur im Internet werde ich immer ausgequetscht ;)...), beleidigungen zähle ich da natürlich nicht als 'ansprechen' mit...

Jedenfalls wollte N so einiges von mir wissen, ich hatte nur leider nicht viel Zeit, weil ich ja bald auf den Zug musste um zu dem Gutachter zu fahren. Da sie Interesse zeigte habe ich ihr aufgeschrieben, wo und wann die Treffen von unserer TI-Gruppe stattfinden, bisher war sie noch bei keiner Selbsthilfegruppe meinte sie. Da sie keinen Internetzugang hat (wegen den Infos zur Gruppe die man dort alle findet), und da ich die Kontakt-Telefonnummer unserer Gruppenleiterinnen nicht auswendig kenne, habe ich ihr dann noch meine Telefonnummer aufgeschrieben... Hm normalerweise gebe ich die Nummer nicht gleich jedem, wirklich nicht, aber sie hatte offensichtlich Ahnung wovon sie redete, und zwar nicht so, als ob sie sich das nur angelesen hätte...

Trotzdem... bei ihr gibt es so einige Dinge die mich in's doch ein wenig irritierten... Ich meine, sie sagte, sie ist Mann-zu-Frau-Transidente, und derzeit wie ich in der Umstellungsphase... aber warum um alles in der Welt macht sie sich dann nicht die Mühe die deutlich sichtbaren Haare auf Brust und Armen zu rasieren...? Ich meine, mir sind meine Haare (außer denen auf dem Kopf) sowas von zuwieder, daß ich viel Zeit darauf verwende die zurückzustutzen. Daß ich mir das erste mal die Beine rasiert habe ist eine Ewigkeit her, und seit Ende 1995 epiliere ich regelmäßig die Bein- und sonstige Haare, und selbst in meiner schlimmsten Deprizeit habe ich NIE damit aufgehört, was nur zu deutlich zeigt, wie wichtig es mir ist, ein männlich-haariges äußeres zu vermeiden. Und jetzt mal davon abgesehen, daß ich die Haare schon deshalb ständig beseitige, weil sie mir zuwieder sind, spätestens wenn ich als Frau unter die leute gehen will, MUSS ich die ja beseitigen, ich meine, es gibt wirklich nicht sehr viele Frauen die auf Brust und Armen bahaart sind, ok auf den Armen vielleicht ein bisschen, aber ihr wisst was ich meine. Also N ist nach eigener Aussage bei demselben Dr. H in K, bei dem ich auch bin in Behandlung, nimmt wohl auch Hormone (sehen kann man aber noch nichts davon), d.h. wenn sie bei Dr H ist und von ihm Hormone bekommt, dann gehe ich mal stark davon aus, daß sie derzeit eigentlich auch den geforderten Alltagstest machen müsste, davon war aber keine Spur zu sehen, weder von der Kleidung her, noch hatte sie Make Up aufgelegt, von den Brusthaaren ganz zu schweigen... sprich unter diesen Umständen ist ein Alltagstest eigentlich völlig unmöglich, und das müsste Dr. H ja auch sehen, wenn sie so behaart bei ihm auftaucht. Unter den Umständen würde er ihr aber bestimmt keine Hormone verschreiben, und überhaupt macht eine Begutachtung ohne Alltagstest auch keinerlei Sinn, also irgendwas passt da nicht zusammen... Dazu kommt dann noch erschwerend hinzu, daß sie meinte sie wöllte nach Spanien um sich dort operieren zu lassen, wohl um die deutsche Bürokratie zu umgehen, ich habe ihr davon abgeraten, weil das wie hier schon geschildert Probleme geben kann. Jedenfalls spricht es meiner Meinung nach nicht unbedingt dafür, daß sie wirklich weiss, was sie tut, wenn sie diesen Weg gehen will... Ja und zuletzt fiel mir noch auf, daß sie im Gespräch immer wieder ihren Genitalbereich berührte, in einer Weise die mir doch zu denken gibt... Sexuelle Erregung beim Thema Transidentität? Das spricht nicht unbedingt dafür, daß sie mit ihrem Anliegen Transident zu sein richtig liegen muss... Versteht mich hier bitte nicht falsch, ich will hier wirklich niemand absprechen Transident zu sein, wie käme ausgerechnet ich dazu, aber bei ihr sind mir doch eine ganze Menge Unstimmigkeiten aufgefallen. Heute morgen hatte ich keine Zeit nachzuhaken, und auch keine Zeit darüber nachzudenken, aber ich werde das nachholen, und sei behutsam darauf ansprechen, vielleicht gibt es ja auch für alles eine überzeugende Erklärung... Bin jedenfalls mal gespannt, ob wir sie mal in unserer TI-Gruppe als Gast begrüßen können, oder ob sich alles als 'Ente' herausstellt. Hier im Internet hatte ich ja auch mal das 'Vergnügen' mit einer Transidenten zu reden die angeblich schon operiert gewesen sein wollte, und schon längst als Frau lebt, und nachher stellte sich raus, das das mit der OP auf keinen Fall stimmt, und wieweit sie wirklich als Frau lebt, das blieb unklar... jedenfalls hatte die wohl auch ein TI-Problem, aber hat das nicht konsequent durchgezogen, sondern ist irgendwo mitten 'auf dem Weg' zur Frau steckengeblieben.

Anschließend war ich dann bei Prof. P, aber dazu schreib ich einen eigenen Eintrag, der hier ist ohnehin schon wieder zu lang ;)... Um den Titel hier noch vollends zu erklären wollte ich nur noch erwähnen, daß ich unterwegs leider feststellen musste, daß bei einer meiner Sandalen der Absatz dabei ist sich zu verabschieden :(, und dabei hatte ich die noch fast nie an :((, und bevor jemand frage, nein da ist keine Garantie (oder juristisch korrekt: Gewährleistung) mehr drauf :(((. Ich habe mir in den letzten Jahren allmählich Frauenschuhe zusammengekauft, was bei meiner Schuhgröße nicht ganz einfach ist, aber bei vielen bin ich bisher noch gar nicht, oder nur ganz wenig dazu gekommen sie anzuziehen, weil ich ja erst seit März ständig als Frau unterwegs bin... Darum keine Gewährleistung mehr. Und jetzt sind neben meinen flachen Sandalen, die ich zur Arbeit nehme, weil man darin besser laufen kann, auch noch die kaputt gegangen, kurz hintereinander :(. Tja... die Schuhe von heute sind wirklich nicht mehr das was sie mal waren, jedenfalls viele, nur noch Wegwerfware... was nicht heisst daß die Schuhe billig waren!

So ich mach hier erstmal eine Brake :).

Grüssle :)

Aurisa

P.S: Die Schuhe machen lassen wird sich wohl leider nicht lohnen, aber ich werde mal probieren ob ich sie wieder zusammenflicken kann, damit ich sie wenigstens für kurze Strecken noch eine Weile verwenden kann. Ich habe zwar noch andere Sandalen (wie gesagt, ich habe so einiges zusammengekauft), aber so dicke die einfach so wegzuschmeissen, falls es auch anders geht, habe ich es dann auch wieder nicht... Ausserdem bin ich schließlich Schwäbin ;)...


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3.August 2003: 'Krankheitsgewinn'

Hallo ihr alle :),

hier also nun eine Auflistung all der Dinge, die mir meine Transidentität bringt.



Seit ich meine Transidentität lebe...

*merke ich an den Reaktionen gleich wer ein Vollidiot ist ;)...

*habe ich immer gleich ein Thema über das ich reden kann, wenn ich jemand kennenlerne ;)...

*kann ich mich viel mehr öffnen als früher...

*vergessen mich die Leute bestimmt nicht so schnell ;)...

*bekomme ich sehr viel Lob für den Mut diesen Weg zu gehen und für die Offenheit und Ehrlichkeit mit der ich damit umgehe...

*öffnet meine Bereitschaft von diesem Problem zu reden auch den anderen das Herz und läßt sie auch über ihre Problem mit mir reden, noch mehr als ohnehin schon...

*bekommen die Gespräche mehr Tiefe, und man kommt sich schnell näher...

*bekomme ich mehr Untersützung, wenn ich sie brauche, weil ich jetzt auch über meine Probleme reden kann...

*lächle ich mehr, schließe mich weniger selber aus, rede mehr, gehe öfter von mir aus auf die Menschen zu, bekomme dadurch leichter Kontakte und bestehende Kontakte werden intesiver...

*habe ich endlich das Gefühl mich so zeigen zu dürfen wie ich bin, mich endlich nicht mehr verstecken zu müssen, und werde entgegen meinen früheren Befürchtungen meistens trotzdem akzeptiert, ja ich komme bei den meisten Mitmenschen mit denen ich rede sogar sehr gut an...

Viele Grüße :)

Aurisa

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3.August 2003: Zu: 'Krankheitsgewinn'

Hallo ihr alle :),

also ich hatte es hier wohl schon mal erwähnt, neben allen Problemen die die Transidentität so mit sich bringt, mit Mitmenschen, den medizinischen Eingriffen, der ganzen rechtlichen Prozedur usw. hat das Ganze aber auch seine guten Seiten, klar wenn alles nur schlimm wäre, würde bzw. könnte ich das alles gar nicht machen.

In der Psychologie spricht man auch von einem Krankheitsgewinn, den es vielleicht nicht immer, aber meistens doch gibt.

Wenn man beispielsweise durch eine Depression so krank ist, daß man gar nicht mehr in der Lage ist, Probleme anzugehen, dann wäre es ein Krankheitsgewinn, daß man diese Probleme dann nicht angehen muss, weil man es schlicht nicht kann.

Versteht sich, daß solche Krankheitsgewinne oft ziemlich zweifelhafter Natur sind, die Probleme aus dem Beispiel holen einen meist später wieder ein... aber vielleicht ändert man durch die Depression oder eine sonstige Krankheit ja auch etwas in seinem Leben, so daß man diese Probleme hinterher gar nicht mehr hat.

Eberhard weiss nur zu gut, wovon ich rede, er hat das ja vorbildlich gemacht...

Außerdem würde man auf diese Krankheitsgewinne auch oft nur zu gerne verzichten, weil der Preis - die Krankheit eben - für sie viel zu hoch ist.

Jedenfalls wollte ich hier schon länger mal aufschreiben, was mir meine TI eigentlich an 'Krankheistgewinn' (in Klammern, weil ich nicht sicher bin, ob das was ich hier dazu schreibe ein Krankheitsgewinn im psychologischen Sinne ist) so bringt.

Bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, war immer was anderes, aber da ich nächste Woche einen Termin bei Professor P habe und ihm diese 'Liste' mitbringen will, ist es jetzt Zeit das mal anzugehen.

Beitrag dazu folgt in Kürze.

Viele Grüße :)

Aurisa

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1.August 2003: Anruf von Professor P

Hallo ihr alle :),

heute habe ich einen Anruf von Professor P aus U bekommen, also von einem der beiden Gutachter die ich für meine Vornamensänderung brauche.

Ich habe nächste Woche jetzt einen Termin bei ihm. Ich muss noch mal hin wegen dem Gutachten, das war mir ja auch klar. Das ist dann das zweite Mal, daß ich bei ihm bin, und vermutlich auch schon das letzte Mal, danach wird es nach Aussage einer anderen Betroffenen, noch einige Monate dauern bis das Gutachten fertig ist.

Das dürfte etwa um die Jahreswende soweit sein. Würde zeitlich gut passen, weil um die Zeit vermutlich auch Dr. H aus K sein Gutachten schreiben wird. Wie gesagt, wenn nichts dazwischenkommt müsste ich die Vornamensänderung irgendwann in den ersten Monaten 2004 dann hinter mir haben, danach ist die OP der nächste große Schritt.

Und der letzte wichtige Schritt ist dann die Personenstandsänderung, aber das ist nach der Op eher eine Formalie.

Na aber bis dahin habe ich noch so einiges andere vor mir...

Hm... das mit dem zweiten Termin kam jetzt etwas sehr kurzfristig. Ich wollte Professor P eigentlich vorher noch einen Brief schreiben, na ist nicht schlimm, schreibe ich das was ich schreiben wollte eben noch über das Wochenende und bringe es ihm dann einfach mit.

Viele Grüße :)

Aurisa

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1.August 2003: Nochmal zum Röntgen bei der Urologin

Hallo ihr :),

also heut morgen 5:15 aufstehen... musste sein, weil ich gleich nach Praxisöffnung zur Urologin sollte, wenn ich erst später dorthin gekommen wäre, hätte das Kontrastmittel sich inzwischen verabschiedet gehabt, dann wäre alles wieder von vorne los gegangen, ich hatte ohnehin starke Bedenken ob da nach 17 Stunden noch was da ist... Aus demselben Grund gab es heute morgen auch nichts zu essen und zu trinken, um das Kontrastmittel nicht gleich wieder auszuspülen...

Also nur kurz schminken (ohne gehe ich nicht aus dem Haus) und Körperhygiene, duschen nicht, die 'Ziel'markierungen von gestern durfte ich nicht wegwaschen. Hm... mit den Strichen auf dem Bauch sehe ich aus wie ein Rindvieh, dessen Speck schon mal verteilt wird ;)...

5:45 los... die nächste S-Bahn hätte auch noch gereicht, aber bei den deutschen Bahnen kann man sich ja bekanntlich nicht auf Pünktlichkeit verlassen, darum fahre ich möglichst lieber etwas früher als nötig.

6:45 Ankunft in B. Ja ich weiss, ich hab nen langen Weg, aber ich wollte nun mal zu einer UrologIN, nicht zu einem Urologen, jetzt nicht und nach der OP, falls ich jemand brauchen sollte schon gar nicht. Wenn ich die Wahl habe ist mir eine Ärztin wesentlich lieber. Ich kam mit Frauen immer schon besser klar als mit Männern, hatte eigentlich nie nennswerte Probleme mit Frauen.

Da ich zu früh dran war, hab ich dann noch ne Viertelstunde gelesen, dann habe ich mich auf den Weg gemacht, vom Bahnhof ist es eine knappe halbe Stunde bis zu ihrer Praxis, sicher es gäbe da wohl auch einen Bus, aber solch popelige Strecken fahre ich nicht mit dem Bus, wozu habe ich zwei gesunde Füße? Ich will schließlich fit und gesund bleiben, darum nütze ich jede Gelegenheit zu Fuß zu gehen. Wenn ich die Zeit hätte würde ich überallhin zu Fuß gehen.

7:30 war ich dann in der Praxis, vorher hatten sie nicht offen, ist ja auch klar.

Dann gleich nochmal röntgen, und diesmal war endlich zu erkennen, wo die 'Zweitniere' links hin entwässert. Der normale Teil der linken Niere führt seinen Harn auch ganz normal OBEN in die Blase ab, das war gestern schon zu sehen, aber der überschüssige Nierenteil war gestern 'stumm', sprich da wurde kein Harn abgeleitet. Heute zeigte sich dann, daß diese Zusatzniere einen Harnkanal hat, der offenbar UNTEN in die Blase mündet. Damit habe ich dann wohl noch mal Glück im Unglück gehabt, schlechter wäre es gewesen, wenn der Harnkanal - wie es auf dem Ultraschall am Dienstag zuerst aussah - zwischen Harnblase und Prostata gemündet hätte. In dem Fall hätte dann aber eigentlich ein ständiger tropfenweiser Harnabgang bei mir vorliegen müssen, weil die Mündung ja dann unterhalb des Blasenschließmuskels gelegen hätte.

So jetzt aber genug mit dem etwas unappetitlichen Thema ;), aber ich fand es doch interessant zu erfahren, was es so alles gibt, ich hatte vorher auch noch nie was von sowas wie einer Doppelniere gehört. Allerdings hätte ich das Thema ungestörter 'genießen' könne, wenn es mich nicht gerade selber betroffen hätte ;)...

Das erinnert mich jetzt wieder daran, daß die Vorlesungen über die Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane für die männlichen Medizinstudenten immer die entspanntesten sind, weil sie da nicht befürchten müssen mal selber betroffen zu sein...

Ok, jedenfalls werde ich demnächst eine Mail an Frau Dr. K, meine zukünftige Operateurin schicken, in der ich ihr das mit der Doppelniere schildere und frage, ob das Probleme bei der OP geben kann, und ob sie ggf. die Röntgenbilder haben will.

Sie ist ja auch Urologin, kennt sich also aus. Falls sie meint, das macht keine Probleme ist es gut, ansonsten muss ich halt mal schauen...

Bisher hatte ich zum Glück nie irgendwelche Probleme mit der Blase, das kann sich aber leider nach der OP ändern, denn danach ist nicht nur die Harnröhre viel kürzer, und die Blase damit genauso infektanfällig wie bei Frauen, außerdem wird da ja wohl auch ein Katheter in die Blase gelegt, was natürlich immer eine potentielle Infektionsquelle ist, und Harnröhrenverschlüsse nach der OP sollen ja auch nicht selten sein, sprich es gibt da leider eine Menge Gründe aus denen mir die Doppelniere doch noch Probleme machen könnte... aber immerhin bin ich jetzt vorgewarnt und kann aufpassen...

So, ich hoffe das war's zu dem Thema ;).

Viele Grüße :)

Aurisa

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