Auf organischem Lösungsmittel basierende Metalloxid-Dispersion
Die Erfindung betrifft eine Dispersion, welche Metalloxidpartikel, ein Alkanol und eine α,β-ungesättigte Carbonsäure enthält, deren Herstellung und deren Verwendung bei der Herstellung von Farbstoffsolarzellen.
Der Einsatz von Metalloxid-Dispersionen, insbesondere von Titandioxid- Dispersionen, stellt einen wichtigen Schritt bei der der Herstellung von
Farbstoffsolarzellen dar. Dabei wird die Dispersion auf ein leitfähiges Glas aufgetragen und nachfolgend die flüssige Phase der Dispersion thermisch entfernt.
In WO93/18532 wird offenbart, dass als Lösungsmittel für solche Dispersionen Alkohole, Ether, Carbonsäuren oder Amine in Frage kommen und die
Dispersionen durch Zugabe von Chelatbildnern wie Acetylaceton sterisch stabilisiert werden können.
In WO2005/071704 werden darüber hinaus noch Propanol, 2-Methyl-2-propanol und Hexanol erwähnt. Bevorzugt wird ein Gemisch aus Wasser und Alkohol eingesetzt.
Mori et al. offenbaren in J. Mater. Sei. 46 (2010) 1341 -1350 auf organischen Lösungsmitteln basierende Titandioxid-Dispersionen. Sie berichten, dass für die Herstellung von Farbstoffsolarzellen solche Dispersionen am besten geeignet sind, bei denen Terpineol als Lösungsmittel und als Dispergiermittel ein
Alkylolammonium-Salz eines Blockcopolymeren mit aciden, phosphorhaltigen Gruppen eingesetzt wird.
Geng et al. beschreiben in Journal of Electronic Materials 39 (2010) 1 -7
Dispersionen von mit Laurinsäure, Capronsäure oder Sorbinsäure
oberflächenmodifizierten Titandioxidpartikeln in Chlorbenzol, ohne die
Herstellung der Partikel zu offenbaren. Sie gelangen zu dem Schluss, dass Dispersionen, die mit Capronsäure oder Sorbinsäure oberflächenmodifizierte
Partikel enthalten, eine nur geringe Stabilität bezüglich einer Sedimentation aufweisen und daher bei der Herstellung einer Farbstoffsolarzelle wenig geeignet sind.
Die im Stand der Technik offenbarten Dispersionen sollen alle zur Herstellung von Farbstoffsolarzellen geeignet sein. Es wurde jedoch gefunden, dass diese Dispersionen wenigstens einen der folgenden Nachteile aufweisen:
- mangelhafte Sedimentationsstabilität
- eine hohe Viskosität bei nicht gleichmäßiger Partikelverteilung
- Stoffe beinhalten, die bei einem nachfolgenden thermischen
Behandlungsschritt nicht vollständig entfernt werden können, insbesondere anorganische Bestandteile
- Stoffe beinhalten, die bei der thermischen Behandlung zu Rissen in der Schicht führen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher eine Dispersion
bereitzustellen, die diese Nachteile vermeidet. Eine weitere Aufgabe der Erfindung bestand darin, ein Verfahren zur Herstellung dieser Dispersion bereitzustellen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Metalloxidpartikel enthaltende Dispersion, bei der
a) die Metalloxidpartikel
a1 ) ausgewählt sind aus einem oder mehreren Oxiden der Gruppe
bestehend Titandioxid, Ceroxid, Zinkoxid und Zirkondioxid,
a2) mit einem Anteil von wenigstens 25 Gew.-%, bevorzugt 25 bis 50
Gew.-%, besonders bevorzugt 30 bis 40 Gew.-%, in der Dispersion vorliegen,
a3) einen mittleren Aggregatdurchmesser von 20 bis 120 nm, bevorzugt 30 bis 100 nm, besonders bevorzugt 40 bis 90 nm, aufweisen und b) die flüssige Phase
b1 ) 90 bis 99,5 Gew.-%, bevorzugt 95 bis 99 Gew.-%, eines oder mehrerer Alkanole CnH2n+iOH mit
n = 2 bis 4,
b2) 0,5 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 5 Gew.-%, einer oder mehrerer α,β-ungesättigter Alkylcarbonsäuren mit 4 bis 12 C-Atomen,
b3) 0 bis 2 Gew.-% eines oder mehrerer Alkandiole HO(CH2)xOH mit x = 2 bis 4, bevorzugt x = 2,
b4) maximal 5 Gew.-%, bevorzugt weniger als 1 Gew.-% Wasser und b5) maximal 2 Gew.-%, bevorzugt weniger als 1 Gew.-%, jeweils in
Summe, an Dispergieradditiven aus der Gruppe bestehend aus polyoxyethylenierten Alkyletherphosphaten, polyoxyethylenierten Aryletherphosphaten; Alkylolammoniumsalzen von Block-Copolymeren mit aciden Gruppen; Polyalkylenglykolen, Polyalkyleniminen,
Polyalkylenalkoholen enthält.
Bei den Metalloxidpartikeln der vorliegenden Erfindung handelt es sich bevorzugt um aggregierte Primärpartikel, deren Oberflächen Hydroxylgruppen aufweisen und die weitestgehend frei von Mikroporen sind. Die BET-Oberfläche dieser Partikel liegt in der Regel zwischen 20 und 200 m2/g, wobei Werte zwischen 40 und 100 m2/g besonders bevorzugt sind. Solche aggregierten Primärpartikel können durch pyrogene Verfahren wie die Flammenhydrolyse oder die Flammenoxidation erhalten werden. Pyrogen hergestellte
Metalloxidpartikel im Sinne der Erfindung umfassen auch dotierte Partikel. Geeignet als Dotierkomponente sind vor allem die Oxide von Aluminium oder Silicium. Der Anteil an Dotierkomponente, bezogen auf den dotierten
Metalloxidpartikel kann zwischen 10 ppm und 5 Gew.-% liegen.
Bevorzugt sind Titandioxidpartikel. Kommerziell erhältlich sind beispielsweise AEROXIDE® TiO2 P25 mit einer BET-Oberfläche von ca. 50 m2/g und
AEROXIDE® TiO2 P90 mit einer BET-Oberfläche von ca. 90 m2/g, beide Evonik Degussa.
Die in der erfindungsgemäßen Dispersion vorliegenden Titandioxidpartikel können in der Rutil- oder der Anatasform oder als Gemisch der beiden Formen vorliegen. Bei Verwendung pyrogen hergestellter Titandioxidpulver liegen in der Regel Rutil- und Anatasmodifikation vor. Der Anatas/Rutil-Anteil kann dabei in
einem Bereich von 2:98 bis 98:2 liegen. Besonders bevorzugt kann der Bereich von 70:30 bis 95:5 sein.
Die erfindungsgemäße Dispersion kann auch Ceroxidpartikel, bevorzugt pyrogen hergestellte Ceroxidpartikel, enthalten. Besonders bevorzugt können die in EP-A-1757560 offenbarten Ceroxidpartikel sein, die auf ihrer Oberfläche und in einer oberflächennahen Schicht Carbonatgruppen aufweisen.
Der mittlere Aggregatdurchmesser der Metalloxidpartikel beträgt 20 bis 120 nm, bevorzugt 30 bis 100 nm und besonders bevorzugt 40 bis 90 nm. Die Werte werden durch dynamische Lichtstreuung, beispielsweise mittels
Zetasizer® 3000 HS von Malvern Instruments, bestimmt. In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung enthält die Dispersion keine Partikel mit einem Durchmesser von mehr als 200 nm, bestimmt beispielsweise mittels
AccuSizer®, Gainco, Inc..
Der Hauptbestandteil der flüssigen Phase sind ein oder mehrere Alkanole CnH2n+iOH mit n = 2 bis 4. Bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der wenigstens 90 Vol.-%, besonders bevorzugt eine Ausführungsform bei der wenigstens 99 Vol.-% des Alkanoles Isopropanol ist oder das Alkanol ausschließlich Ispropanol ist.
Als weiteren Bestandteil enthält die flüssige Phase eine oder mehrere α,β-ungesättigte Carbonsäuren mit 4 bis 12 C-Atomen. Sie sind in den angegebenen Konzentrationen von 0,5 bis 10 Gew.-% bei Raumtemperatur (23°C) vollständig in der flüssigen Phase der Dispersion löslich. Unter einer α,β-ungesättigten Carbonsäure ist eine Carbonsäure mit der Einheit C=C-CO2H zu verstehen. Die α,β-ungesättigte Carbonsäure kann einfach oder mehrfach ungesättigt sein. Bei einer mehrfach α,β-ungesättigten Carbonsäuren kann die zusätzliche Mehrfachbindung in Konjugation zur C=C-CO2H-Gruppierung sein. Die Alkylkette der α,β-ungesättigten Carbonsäuren kann linear oder verzweigt sein. Es kann sich um eine Monocarbonsäure oder Dicarbonsäure handeln. Die α,β-ungesättigte Carbonsäure enthält keine weitere funktionelle Gruppe, wie beispielsweise ein Hydroxy-, Alkoxy- oder Aminogruppe. Es wurde gefunden,
dass α,β-ungesättigte Carbonsäuren mit trans-konfigurierten Doppelbindungen die besten Ergebnisse hinsichtlich Sedimentationsstabilität und Viskosität liefern. Besonders bevorzugt können trans-2-Hexensäure und Sorbinsäure sein. Ganz besonders bevorzugt ist Sorbinsäure. Bei Sorbinsäure enthaltenden Dispersionen hat sich ein Gewichtsverhältnis Metalloxidpartikel / Sorbinsäure 20:1 bis 40:1 als ideal erwiesen.
Neben den essentiellen Bestandteilen Alkanol und a,ß-ungesättigte
Carbonsäuren kann die flüssige Phase der Dispersion 0 bis 2 Gew.-% eines oder mehrerer Alkandiole der allgemeinen Formel HO(CH2)xOH mit x = 2 bis 4, bevorzugt x = 2, enthalten. Die Alkandiole können die physikalisch-chemischen Eigenschaften bei Zugabe der genannten geringen Mengen verbessern. Für den Fall, dass die erfindungsgemäße Dispersion Alkandiole enthält, beträgt deren Anteil bevorzugt 0,01 bis 1 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,1 bis 0,5 Gew.-%, jeweils bezogen auf die flüssige Phase.
Darüber hinaus kann die flüssige Phase der Dispersion noch maximal
5 Gew.-% Wasser und maximal 2 Gew.-% Dispergieradditive enthalten. Weder Wasser noch Dispergieradditive sind bevorzugte Bestandteile der Dispersion. In den angegebenen Mengen haben sie jedoch keine nachteiligen Auswirkungen auf die Dispersion. Vorzugsweise ist ihre Konzentration in der Dispersion so gering wie möglich. In der Regel ist der Anteil an Wasser kleiner als 1 Gew.-% und an Dispergieradditiv kleiner als 0,1 Gew.-%. Idealerweise ist die Dispersion innerhalb der Nachweisgrenze frei von Wasser und an Dispergieradditiven.
Als Dispergieradditive werden solche aus der Gruppe bestehend aus
polyoxyethylenierten Alkyletherphosphaten, polyoxyethylenierten
Aryletherphosphaten; Alkylolammoniumsalzen von Block-Copolymeren mit aciden Gruppen; Polyalkylenglykolen, Polyalkyleniminen, Polyalkylenalkoholen verstanden.
Weiterhin soll die erfindungsgemäße Dispersion frei von Bindemitteln sein.
Unter Bindemittel sind solche Stoffe zu verstehen, die in Abwesenheit der flüssigen Phase der Dispersion die Metalloxidpartikel, beispielsweise auf einem
Substrat, fixieren. Es ist bekannt solche Bindemittel bei der Herstellung von Farbstoffsolarzellen einzusetzen. Sie können der erfindungsgemäßen
Dispersion nach ihrer Herstellung zugesetzt werden. Dabei kann es sich um anorganische oder organische Bindemittel handeln. Geeignet sind organische Bindemittel wie Polyacrylamid, Styrol-Butadien Copolymere, Poly-N- vinylacetamid, Poly-N-vinylformamid, Polytetrafluoroethylen, Polyvinylfluorid, Polyvinylidenfluorid oder Polyvinylpyridin. Auch anorganische Bindemittel können eingesetzt werden. Dies können beispielsweise Alkoxysilane, mittels Säuren teilweise hydrolysierte Alkoxysilane, Alkoxide von Aluminum oder Titan oder Zirkonsalze, sein.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung weist die Dispersion mit einem Anteil an Isopropanol von 95 bis 99 Gew.-% und an Sorbinsäure von 1 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf die flüssige Phase, und einem Anteil an Metalloxidpartikeln in Form von Titandioxidpartikeln mit einer BET-Oberfläche von 50 + 5 m2/g von 40 Gew.-%, bezogen auf die Dispersion, eine Viskosität von weniger als 750 mPas, besonders bevorzugt weniger als 200 mPas, jeweils bei 23°C und einer Scherrate von 10 s"1 auf.
In einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung weist die
Dispersion mit einem Anteil an Isopropanol von 95 bis 99 Gew.-% und an Sorbinsäure von 1 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf die flüssige Phase, und einem Anteil an Metalloxidpartikeln in Form von Titandioxidpartikeln mit einer BET-Oberfläche von 90 + 10 m2/g von 30 Gew.-%, bezogen auf die Dispersion, eine Viskosität von weniger als 750 mPas, besonders bevorzugt weniger als 200 mPas, jeweils bei 23°C und einer Scherrate von 10 s"1 auf.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Dispersion, bei dem zunächst eine Vordispersion hergestellt wird, indem man
a) Metalloxidpartikel, die ausgewählt sind aus einem oder mehreren Oxiden der Gruppe bestehend Titandioxid, Ceroxid, Zinkoxid und Zirkondioxid, mit einem Anteil von wenigstens 25 Gew.-%, bezogen auf die Vordispersion, in eine flüssige Phase einbringt, die
b1 ) 90 bis 99,5 Gew.-% eines oder mehrerer Alkanole CnH2n+iOH mit n = 2 bis 4,
b2) 0,5 bis 10 Gew.-% einer oder mehrerer α,β-ungesättigter Carbonsäuren mit
4 bis 12 C-Atomen,
b3) 0 bis 2 Gew.-% eines oder mehrerer Alkandiole HO(CH2)xOH mit
x = 2 bis 4,
b4) maximal 5 Gew.-% Wasser und
b5) maximal 2 Gew.-%, in Summe, Dispergieradditive aus der Gruppe
bestehend aus polyoxyethylenierten Alkyletherphosphaten,
polyoxyethylenierten Aryletherphosphaten; Alkylolammoniumsalzen von Block-Copolymeren mit aciden Gruppen; Polyalkylenglykolen,
Polyalkyleniminen, Polyalkylenalkoholen
enthält,
die Vordispersion einer Hochdruckvermahlung zuführt indem man sie in mindestens zwei Teilströme aufteilt, diese Teilströme unter einem Druck von mindestens 500 bar, bevorzugt 2000 bis 4000 bar, setzt, über eine Düse entspannt und in einem gas- oder flüssigkeitsgefüllten Reaktionsraum
aufeinandertreffen lässt, gegebenenfalls die Hochdruckvermahlung mehrere Male wiederholt.
Aufgrund des hohen Druckes bei der Hochdruckvermahlung stellen niedrige Siedepunkte der Bestandteile der flüssigen Phase kein Problem dar. Die Herstellung der Vordispersion ist unkritisch. Gewöhnlich werden Rotor/Stator- Aggregate verwendet. Die Vordispersion muss keine besonderen
Eigenschaften beispielweise bezüglich der Sedimentationsstabilität oder der Viskosität aufweisen.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der
erfindungsgemäßen Dispersion zur Herstellung von Farbstoffsolarzellen.
Beispiele
Bestimmung des mittleren Aggregatdurchmessers mittels dynamischer
Lichtstreuung: ca. 0,1 bis 1 ml der Dispersion werden in ca. 50 ml einer Lösung aus 50 g VE-Wasser, 0,5 g Zitronensäure, 0,7 g 2-Amino-2-methyl-propanol und einem Tropfen eines gewöhnlichen Handgeschirrspülmittels, wie beispielsweise Palmolive®, Colgate-Palmolive mittels Ultraschall bei niedriger Leistung (20 W) dispergiert. Mittels des Zetasizer® 3000, Malvern Instruments, wird der mittlere Aggregatdurchmesser bestimmt.
Beispiel 1 : Zu einer Lösung aus 41 kg Isopropanol, 770 g Sorbinsäure und 56 g Ethylenglykol werden bei laufendem Rotor/Statoraggregat (Ystral Conti-TDS 3) in den Vorlagebehälter 28 kg AEROXIDE® TiO2 P 25, Evonik Degussa, innerhalb von ca. einer Stunde zugegeben. Nach der Zugabe wurden weitere 10 min bei 3000 U/min geschert. Diese Vordispersion wird mittels einer Hochenergiemühle, Sugino Ultimaizer HJP-25050, bei einem Druck von 2500 bar mit jeweils 0,25 mm Durchmesser zweimal vermählen.
Die Dispersion weist einen Feststoffgehalt von 40 Gew.-% auf. Die Viskosität, bestimmt mittels des Rheometers Physica MCR 300, Anton Paar, bei einer Temperatur von 23°C und einer Scherrate von 1 1 ,7 s"1 beträgt 398 mPas und einer Scherrate von 108 s"1 beträgt 97,8 mPas. Der mittels dynamischer Lichtstreuung ermittelte mittlere Aggregatdurchmesser beträgt 91 nm.
Beispiel 2: Zu einer Lösung aus 47,9 kg Isopropanol, 1 ,04 kg Sorbinsäure und 76 g Ethylenglykol werden bei laufendem Rotor/Statoraggregat (Ystral Conti- TDS 3) in den Vorlagebehälter 21 kg AEROXIDE® TiO2 P 90, Evonik Degussa, innerhalb von ca. einer Stunde zugegeben. Nach der Zugabe wurden weitere 10 min bei 3000 U/min geschert. Diese Vordispersion wird mittels einer Hochenergiemühle, Sugino Ultimaizer HJP-25050, bei einem Druck von 2500 bar mit jeweils 0,25 mm Durchmesser dreimal vermählen.
Die Dispersion weist einen Feststoffgehalt von 30 Gew.-% auf. Die Viskosität, bestimmt mittels des Rheometers Physica MCR 300, Anton Paar, bei einer Temperatur von 23°C und einer Scherrate von 1 1 ,7 s"1 beträgt 501 mPas und
einer Scherrate von 108 s"1 beträgt 154 mPas. Der mittels dynamischer Lichtstreuung ermittelte mittlere Aggregatdurchmesser beträgt 33 nm.
Die Beispiele zeigen, dass die erfindungsgemäßen Dispersionen eine niedrige Viskosität bei hoher Feststoffkonzentration und niedriger Partikelgröße aufweisen. Ihre flüssigen Bestandteile lassen sich thermisch problemlos entfernen.
Die erfindungsgemäßen Dispersion ist damit ideal zur Weiterverarbeitung bei der Herstellung von Farbstoffsolarzellen geeignet, beispielsweise indem zu den Dispersionen zusätzlich Bindemittel zugesetzt werden. Die bindemittelhaltigen Dispersionen weisen dann aufgrund der ausgezeichneten Eigenschaften der erfindungsgemäßen Dispersion immer noch sehr gute
Verarbeitungseigenschaften auf.
Es wurden weitere Versuche unternommen, Dispersionen mit anderen als α,β-ungesättigten Carbonsäuren mit 4 bis 12 C-Atomen herzustellen.
Beispielsweise wurden Capronsäure, Adipinsäure oder Äpfelsäure geprüft. Entweder können nicht ausreichende Mengen dieser a,ß-ungesättigten
Carbonsäuren in der flüssigen Phase gelöst werden oder die Dispersionen zeigen hohe Viskositäten und sind nicht sedimetationsstabil.