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Die
Erfindung betrifft eine Dispersion, welche Partikel von Ceroxid
und von Siliciumdioxid enthält, deren Herstellung und deren
Verwendung.
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Aus
US 5891205 ist eine alkalische
Dispersion bekannt, die Siliciumdioxid und Ceroxid enthält.
Dabei ist die Partikelgröße der Ceroxidpartikel
kleiner oder gleich der Größe der Siliciumdioxidpartikel.
Die in der Dispersion vorliegenden Ceroxidpartikel stammen aus einem
Gasphasenprozess, sind nicht aggregiert weisen eine Partikelgröße
auf, die kleiner oder gleich 100 nm ist. Durch die Gegenwart von
Ceroxidpartikeln und Siliciumdioxidpartikeln läßt
sich laut
US 5891205 die
Abtragsrate drastisch steigern. Um dies zu erreichen, soll das Gewichtsverhältnis
Siliciumdioxid/Ceroxid 7,5:1 bis 1:1 betragen. Das Siliciumdioxid
weist bevorzugt eine Partikelgröße weniger als
50 nm und das Ceroxid eine von weniger als 40 nm auf. Zusammenfassend
gilt, dass a) der Anteil an Siliciumdioxid größer
ist als der Anteil an Ceroxid und b) die Siliciumdioxidpartikel
größer sind als die Ceroxidpartikel.
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Die
in
US 5891205 offenbarte
Dispersion ermöglicht einen wesentlich höheren
Abtrag als eine nur auf Ceroxidpartikeln basierende Dispersion.
Eine solche Dispersion ermöglicht einen wesentlich höheren
Abtrag als eine nur auf Ceroxidpartikeln basierende Dispersion.
Jedoch verursacht eine solche Dispersion eine hohe Defektrate.
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Gewünscht
sind Dispersionen, die eine hohe Abtragsrate bei geringer Defektrate
und hoher Selektivität liefern. Nach dem Polieren und Reinigen
der Wafer sollen nur geringe oder keine Ablagerungen mehr auf der
Oberfläche zu finden sein.
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Es
wurde nun überraschend gefunden, dass die Aufgabe durch
eine Dispersion gelöst wird, die Ceroxidpartikel und kolloidale
Siliciumdioxidpartikel enthält, wobei
- – das
Zetapotential der Siliciumdioxidpartikel negativ und das der Ceroxidpartikel
positiv oder gleich Null und das Zetapotential der Dispersion insgesamt
negativ ist,
- – der mittlere Partikeldurchmesser der Ceroxidpartikel
maximal 200 nm und der der Siliciumdioxidpartikel maximal 100 nm
ist, wobei der mittlere Partikeldurchmesser der Ceroxidpartikel
größer ist als der der Siliciumdioxidpartikel,
- – das Gewichtsverhältnis Ceroxid/Siliciumdioxid
1,1:1 bis 100:1 ist und
- – der pH-Wert der Dispersion 7,5 bis 10,5 ist.
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Unter
kolloidalen Siliciumdioxidpartikeln sind solche zu verstehen, die
in Form von untereinander unvernetzten, kugelförmigen oder
weitestgehend kugelförmigen Einzelpartikeln vorliegen und
die an der Oberfläche hydroxyliert sind.
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Ein
Maß für die Oberflächenladung der Partikel
ist das Zetapotential. Unter Zetapotential ist das Potential an
der Scherebene innerhalb der elektrochemischen Doppelschicht Partikel/Elektrolyt
in der Dispersion zu verstehen. Eine wichtige Größe
im Zusammenhang mit dem Zetapotential ist der isoelektrische Punkt
(IEP) für einen Partikel. Der IEP gibt den pH-Wert an,
bei dem das Zetapotential Null ist. Je größer
das Zetapotential desto stabiler ist die Dispersion.
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Die
Ladungsdichte an der Oberfläche kann beeinflusst werden
durch Veränderung der Konzentration der potentialbestimmenden
Ionen im umgebenden Elektrolyten.
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Partikel
aus dem gleichen Material werden das gleiche Vorzeichen der Oberflächenladungen
besitzen und sich somit abstoßen. Wenn das Zetapotential
zu klein ist, kann die abstoßende Kraft jedoch nicht die
van der Waals-Anziehung der Partikel kompensieren und es kommt zu
Flockung und gegebenenfalls Sedimentation der Partikel.
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Das
Zetapotential kann beispielsweise bestimmt werden durch Messung
des kolloidalen Vibrationsstroms (CVI) der Dispersion oder durch
Bestimmung der elektrophoretischen Mobilität.
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Weiterhin
kann das Zetapotentials mittels der Elektrokinetischen Schallamplitude
(ESA) bestimmt werden.
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Die
erfindungsgemäße Dispersion weist bevorzugt ein
Zetapotential von –20 bis –100 mV und besonders
bevorzugt eines von –25 bis –50 mV auf.
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Der
pH-Wert der erfindungsgemäßen Dispersion ist vorzugsweise
9 bis 10.
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Der
Anteil an Ceroxid in der erfindungsgemäßen Dispersion
kann über einen weiten Bereich variiert werden. Vorzugsweise
kann der Gehalt an Ceroxid 0,01 bis 50, Gew.-%, bezogen auf die
Dispersion, betragen. Hohe Anteile werden angestrebt, wenn es beispielsweise
darum geht Transportkosten niedrig zu halten. Bei Einsatz als Poliermittel
beträgt der Anteil an Ceroxid bevorzugt 0,1 bis 5 Gew.-%
und besonders bevorzugt 0,2 bis 1 Gew.-%, bezogen auf die Dispersion.
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Der
Anteil an kolloidalem Siliciumdioxid beträgt bevorzugt
0,01 bis 10 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,05 bis 0,5 Gew.-%,
bezogen auf die Dispersion.
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Das
Gewichtsverhältnis Ceroxid/Siliciumdioxid in der erfindungsgemäßen
Dispersion beträgt 1,1:1 bis 100:1. Es hat sich als vorteilhaft
bei Polierprozessen erwiesen, wenn das das Gewichtsverhältnis
Ceroxid/Siliciumdioxid 1,25:1 bis 5:1 ist.
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Weiterhin
kann eine erfindungsgemäße Dispersion bevorzugt
sein, in der außer Ceroxidpartikeln und kolloidalen Siliciumdioxidpartikeln
keine weiteren Partikel vorliegen.
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Der
mittlere Partikeldurchmesser der Ceroxidpartikel in der erfindungsgemäßen
Dispersion beträgt maximal 200 nm. Bevorzugt ist ein Bereich
von 40 bis 90 nm. In diesem Bereich ergeben sich bei Polierprozessen
bezüglich Abtrag, Selektivität und Defektrate
die besten Ergebnisse.
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Die
Ceroxidpartikel können dabei als isolierte Einzelpartikel
wie auch in Form aggregierter Primärpartikel vorliegen.
Vorzugsweise enthält die erfindungsgemäße
Dispersion aggregierte Ceroxidpartikel beziehungsweise die Ceroxidpartikel
liegen überwiegend oder vollständig in aggregierter
Form vor.
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Als
besonders geeignet haben sich dabei Ceroxidpartikel erwiesen, die
auf ihrer Oberfläche und in oberflächennahen Schichten
Carbonatgruppen enthalten. Insbesondere solche wie sie in
DE-A-102005038136 offenbart
sind. Dabei handelt es sich um Ceroxidpartikel die
- – eine BET-Oberfläche von 25 bis 150 m2/g besitzen,
- – die Primärpartikel einen mittleren Durchmesser
von 5 bis 50 nm aufweisen,
- – die oberflächennahe Schicht der Primärpartikel
eine Tiefe von ca. 5 nm aufweist,
- – in der oberflächennahen Schicht die Carbonatkonzentration
ausgehend von der Oberfläche, auf der die Carbonatkonzentration
am höchsten ist, nach innen abnimmt,
- – der von den Carbonatgruppen herrührende
Kohlenstoffgehalt auf der Oberfläche 5 bis 50 Flächenprozent beträgt
und in der oberflächennahen Schicht in einer Tiefe von
ca. 5 nm 0 bis 30 Flächenprozent beträgt
- – der Gehalt an Ceroxid, gerechnet als CeO2 und
bezogen auf das Pulver, mindestens 99,5 Gew.-% beträgt und
- – der Gehalt an Kohlenstoff, umfassend organischen
und anorganischen Kohlenstoff, 0,01 bis 0,3 Gew.-%, bezogen auf
das Pulver, beträgt.
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Die
Carbonatgruppen im können sowohl an der Oberfläche
als auch in einer Tiefe bis ca. 5 nm der Ceroxidpartikel nachgewiesen
werden. Die Carbonatgruppen sind dabei chemisch gebunden und können
beispielsweise wie in den Strukturen a–c angeordnet sein.
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Die
Carbonatgruppen können beispielsweise durch XPS/ESCA-Analyse
nachgewiesen werden. Zum Nachweis der Carbonatgruppen in der oberflächennahen
Schicht kann ein Teil der Oberfläche mittels Argonionenbeschuss
abgetragen werden und die sich ergebende neue Oberfläche
ebenfalls mittels XPS/ESCA (XPS = Röntgen-Photoelektronen-Spektroskopie;
ESCA = Electron Spectroscopy for Chemical Analysis) analysiert werden.
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Der
Anteil an Natrium beträgt in der Regel nicht mehr als 5
ppm und an Chlor nicht mehr als 20 ppm. Die genannten Elemente sind
in der Regel beim chemisch-mechanischen Polieren nur in geringen
Mengen tolerierbar.
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Die
eingesetzten Ceroxidpartikel weisen bevorzugt eine BET-Oberfläche
von 30 bis 100 m2/g und besonders bevorzugt
von 40–80 m2/g auf.
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Die
kolloidalen Siliciumdioxidpartikel der erfindungsgemäßen
Dispersion weisen einen mittleren Partikeldurchmesser von weniger
als 100 nm auf. Dabei ist der Bereich von 3 bis 50 nm bevorzugt
und der Bereich von 10 bis 35 nm besonders bevorzugt.
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Die
flüssige Phase der erfindungsgemäßen
Dispersion umfasst Wasser, organische Lösungsmittel und
Mischungen von Wasser mit organischen Lösungsmitteln. In
der Regel ist der Hauptbestandteil mit einem Anteil von > 90 Gew.-% der flüssigen
Phase Wasser.
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Darüber
hinaus kann die erfindungsgemäße Dispersion noch
Säuren, Basen, Salze enthalten. Die Einstellung des pH-Wertes
kann durch Säuren oder Basen erfolgen. Als Säuren
können anorganische Säuren, organische Säuren
oder Mischungen der vorgenannten Verwendung finden. Als anorganische
Säuren können insbesondere Phosphorsäure,
Phosphorige Säure, Salpetersäure, Schwefelsäure,
Mischungen daraus, und ihre sauer reagierenden Salze Verwendung
finden. Als organische Säuren finden bevorzugt Carbonsäuren
der allgemeinen Formel CnH2n+1CO2H, mit n = 0 – 6 oder n = 8, 10,
12, 14, 16, oder Dicarbonsäuren der allgemeinen Formel
HO2C(CH2)nCO2H, mit n = 0 – 4,
oder Hydroxycarbonsäuren der allgemeinen Formel R1R2C(OH)CO2H, mit R1 = H, R2 = CH3, CH2CO2H, CH(OH)CO2H, oder Phthalsäure oder Salicylsäure,
oder sauer reagierende Salze der vorgenannten Säuren oder
Mischungen der vorgenannten Säuren und ihrer Salze. Eine
Erhöhung des pH-Wertes kann durch Addition von Ammoniak,
Alkalihydroxiden oder Aminen erfolgen.
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Bei
bestimmten Anwendungen kann es vorteilhaft sein, wenn die erfindungsgemäße
Dispersion 0,3–20 Gew.-% eines Oxidationsmittels enthält.
Hierfür kann Wasserstoffperoxid, ein Wasserstoffperoxid-Addukt,
wie zum Beispiel das Harnstoff-Addukt, eine organische Persäure,
eine anorganische Persäure, eine Iminopersäure,
ein Persulfat, Perborat, Percarbonat, oxidierende Metallsalze und/oder
Mischungen der vorgenannten eingesetzt werden. Besonders bevorzugt
kann Wasserstoffperoxid eingesetzt werden. Aufgrund der verringerten
Stabilität einiger Oxidationsmittel gegenüber
anderen Bestandteilen der erfindungsgemäßen Dispersion
kann es sinnvoll sein, dieses erst unmittelbar vor der Benutzung
der Dispersion hinzuzufügen.
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Die
erfindungsgemäße Dispersion kann weiterhin Oxidationsaktivatoren
beinhalten. Geeignete Oxidationsaktivatoren können die
Metallsalze von Ag, Co, Cr, Cu, Fe, Mo, Mn, Ni, Os, Pd, Ru, Sn,
Ti, V und Mischungen daraus sein. Weiterhin sind Carbonsäuren,
Nitrile, Harnstoffe, Amide und Ester geeignet. Besonders bevorzugt
kann Eisen-II-nitrat sein. Die Konzentration des Oxidationskatalysators
kann abhängig vom Oxidationsmittel und der Polieraufgabe
in einem Bereich zwischen 0,001 und 2 Gew.-% variiert werden. Besonders bevorzugt
kann der Bereich zwischen 0,01 und 0,05 Gew.-% sein.
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Die
Korrosionsinhibitoren, die in der Regel mit einem Anteil von 0,001
bis 2 Gew.-% in der erfindungsgemäßen Dispersion
vorhanden sind, können Stickstoff enthaltende Heterocyclen
wie Benzotriazol, substituierte Benzimidazole, substituierte Pyrazine,
substituierte Pyrazole und deren Mischungen sein.
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Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren bei dem man
- a) in eine kolloidale Siliciumdioxidpartikel
enthaltende Vordispersion Ceroxidpartikel in Pulverform einbringt und
nachfolgend dispergiert oder
- b) eine Ceroxidpartikel enthaltende Vordispersion und eine kolloidale
Siliciumdioxidpartikel enthaltende Vordispersion zusammengibt und
nachfolgend dispergiert und
- c) gegebenenfalls nachfolgend dem Dispergierschritt der Varianten
a) oder b) Oxidationsmittel, Oxidationskatalysator und/oder Korrosionsinhibitor
hinzufügt.
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Als
Dispergieraggregate eignen sich insbesondere solche, die einen Energieeintrag
von mindestens 200 KJ/m3 bewirken. Hierzu
zählen Systeme nach dem Rotor-Stator-Prinzip, zum Beispiel
Ultra-Turrax-Maschinen, oder Rührwerkskugelmühlen.
Höhere Energieeinträge sind mit einem Planetenkneter/-mixer
möglich. Die Wirksamkeit dieses Systems ist jedoch mit
einer ausreichend hohen Viskosität der bearbeiteten Mischung verbunden,
um die benötigten hohen Scherenergien zum Zerteilen der
Teilchen einzubringen.
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Mit
Hochdruckhomogenisierern werden zwei unter hohem Druck stehende
vordispergierte Suspensionsströme über eine Düse
entspannt. Beide Dispersionsstrahlen treffen exakt aufeinander und
die Teilchen mahlen sich selbst. Bei einer anderen Ausführungsform
wird die Vordispersion ebenfalls unter hohen Druck gesetzt, jedoch
erfolgt die Kollision der Teilchen gegen gepanzerte Wandbereiche.
Die Operation kann beliebig oft wiederholt werden um kleinere Teilchengrößen
zu erhalten.
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Weiterhin
kann der Energieeintrag auch mittels Ultraschall erfolgen.
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Die
Dispergier- und Mahlvorrichtungen können auch kombiniert
eingesetzt werden. Oxidationsmittel und Additive können
zu verschiedenen Zeitpunkten der Dispergierung zugeführt
werden. Es kann auch von Vorteil sein, beispielsweise Oxidationsmittel
und Oxidationsaktivatoren erst am Ende der Dispergierung, gegebenenfalls
bei geringerem Energieeintrag einzuarbeiten.
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Das
Zetapotential der eingesetzten kolloidalen Siliciumdioxidpartikel
beträgt vorzugsweise –20 bis –100 mV,
bei einem pH-Wert von 7,5 bis 10,5.
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Das
Zetapotential der eingesetzten Ceroxidpartikel beträgt
vorzugsweise 0 bis 40 mV, bei einem pH-Wert von 7,5 bis 10,5.
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Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen
Dispersion zum Polieren.
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Beispiele
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Analytik
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Die
spezifische Oberfläche wird bestimmt nach DIN 66131.
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Die
Oberflächeneigenschaften werden durch großflächige
(1 cm2) XPS/ESCA-Analyse (XPS = Röntgen-Photoelektronen-Spektroskopie;
ESCA = Electron Spectroscopy for Chemical Analysis) ermittelt. Die
Auswertung beruht auf den allgemeinen Empfehlungen gemäß DIN-Fachbericht
No. 39, DMA(A)97 des National Physics Laboratory, Teddington, U.
K, und den bisherigen Erkenntnissen zur entwicklungsbegleitenden
Normung des Arbeitsauschusses „Oberflächen- und
Mikrobereichsanalysen" NMP816(DIN). Zudem werden die jeweils vorliegenden
Vergleichsspektren aus der Fachliteratur berücksichtigt.
Die Werte werden durch Untergrundsubtraktion, unter Berücksichtigung
der relativen Empfindlichkeitsfaktoren der jeweils angegebenen Elektronenniveaus
errechnet. Die Angabe erfolgt in Flächenprozent. Die Genauigkeit
ist mit +/– 5% relativ zu veranschlagen.
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Das
Zetapotentials wird im pH-Bereich 3–12 mittels der Elektrokinetischen
Schallamplitude (ESA) bestimmt. Dazu wird eine Suspension mit 1%
Ceroxid hergestellt. Die Dispergierung erfolgt mit einem Ultraschall-Stab
(400 W). Die Suspension wird mit einem Magnetrührer gerührt
und über eine Schlauchpumpe durch den PPL-80 Sensor des
ESA-8000 Geräts der Firma Matec gepumpt. Vom Ausgangs-pH-Wert
startet die potentiometrische Titration mit 5 m NaOH auf pH 12.
Die Rücktitration auf pH 4 wird mit 5 m HNO
3 vorgenommen.
Die Auswertung erfolgt mittels der Gerätesoftware Version
pcava 5.94.
mit
- ζ
- Zetapotential
- ϕ
- Volumenfraktion
- Δρ
- Dichtedifferenz zwischen
Partikel und Flüssigkeit
- c
- Schallgeschwindigkeit
in der Suspension
- η
- Viskosität
der Flüssigkeit
- ε
- Dielektrizitätskonstante
der Suspension
- |G(α)|
- Trägheitskorrektur
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Die
mittleren Aggregatdurchmesser werden mit einem Partikelgrößen-Analysator
LB-500, Fa. Horiba bestimmt.
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Einsatzstoffe
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Als
Einsatzstoffe zur Herstellung von Dispersionen dienen ein pyrogen
hergestelltes Ceroxid wie in
DE-A-102005038136 , Beispiel 2 beschrieben,
sowie als kolloidales Siliciumdioxid zwei Levasil
®-Typen
der Firma H. C. Starck. Tabelle 1: Einsatzstoffe
| | BET | Zetapotential | Partikeldurchmessera) |
| | m2/g | mV | nm |
| Ceroxid | 60 | 5
(9,5) | 65 |
| Levasil® 300 | 300 | –31
(9,5) | 13 |
| Levasil® 500 | 500 | –35
(9,5) | 23 |
- a) bestimmt Partikelgrößen-Analysator
LB-500, Fa. Horiba
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Das
Ceroxid weist zudem noch folgende Werte auf: 99,79 Gew.-% CeO2, 0,14 Gew.-% C, Zetapotential 48 mV bei
pH = 5, IEP bei pH = 9,8, C1s synthetisiert/gesputtert 19,0/11,2
Fl.-% (gesputtert: nach Abtragen der Oberfläche durch Beschuß mit
Argonionen, 5 keV, ca. 10 min; Carbonat-C: Bindungsenergie ca. 289
eV)
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Wafer/Pad:
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Siliciumdioxid
(200 mm, Schichtdicke 1000 nm. thermisches Oxid, Fa. SiMat) und
Siliciumnitrid (200 mm, Schichtdicke 160 nm, LPCVD, Fa. SiMat).
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Herstellung von Dispersionen
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D1:
Die Dispersion wird erhalten indem man zu Wasser Ceroxidpulver gibt
und durch Ultraschallbehandlung mit einem Ultraschallfinger (Fa.
Bandelin UW2200/DH13G), Stufe 8, 100%; 5 Minuten) dispergiert. Anschließend
wird der pH-Wert mit Ammoniakwasser auf 7,5 eingestellt.
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D2–D5:
Die Dispersionen werden erhalten indem man eine Vordispersion bestehend
aus Ceroxid und Wasser und eine Vordispersion bestehend aus kolloidalem
Siliciumdioxid und Wasser mischt, durch Ultraschallbehandlung mit
einem Ultraschallfinger (Fa. Bandelin UW2200/DH13G), Stufe 8, 100%;
5 Minuten) dispergiert und nachfolgend den pH-Wert mit Ammoniakwasser
auf 9,5 einstellt. Tabelle 2 zeigt wichtige Parameter der erhaltenen
Dispersionen. Tabelle 2: Dispersionen
| Dispersion | | D1 | D2 | D3 | D4 | D5 |
| Ceroxid | Gew.-% | 0,5 | 0,5 | 0,5 | 0,5 | 0,5 |
| Kolloidales SiO2 | | | Levasil® | Levasil® | Levasil® | Levasil® |
| | - | 300 | 300 | 500 | 500 |
| Gew.-% | 0 | 0,18 | 0,325 | 0,125 | 0,175 |
| pH-Wert | | 7,5 | 9,5 | 9,5 | 9,5 | 9,5 |
| Zetapotential | mV | 27 | –33 | –22 | –35 | –22 |
| Partikeldurchmesser*
0d | nm | 65 | 75 | 266 | 87 | 114 |
| Partikeldurchmesser*
7d | nm | - | 95 | - | 87 | - |
| Partikeldurchmesser*
44d | nm | - | 81 | | 101 | - |
Tabelle 3: Polierergebnisse | Dispersion | | | D1 | D2 | D4 |
| RR
SiO2 | nm/min | nach | 295 | 195 | 220 |
| RR
Si3N4 | nm/min | Ansetzen | 88 | 84 | 92 |
| SiO2/Si3N4 | | | 3,4 | 2,3 | 2,4 |
| |
| RR
SiO2 | nm/min | | - | 169 | 138 |
| RR
Si3N4 | nm/min | nach
14d | - | 80 | 101 |
| SiO2/Si3N4 | | | - | 2,1 | 1,4 |
| |
| RR
SiO2 | nm/min | | - | 220 | 245 |
| RR
Si3N4 | nm/min | nach
44d | - | 92 | 92 |
| SiO2/Si3N4 | | | - | 2,4 | 2,7 |
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Tabelle
3 zeigt die Polierabträge und Selektivitäten nach
Ansetzen der Dispersionen, nach 14 und nach 44 Tagen.
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Tabelle
3 zeigt die Polierabträge und Selektivitäten nach
Ansetzen der Dispersionen, nach 14 und nach 44 Tagen.
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Der
Einsatz der erfindungsgemäßen Dispersionen führt
zwar im Vergleich mit einer keine Siliciumdioxidpartikel enthaltenden
Dispersion (D1) zu einer Verringerung der Abtragsrate. Diese ist
aber im Vergleich mit bekannten, organische Additive enthaltenden
Dispersionen aus dem Stand der Technik immer noch als zufriedenstellend
zu bezeichnen.
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Beurteilung von Polierrückständen
auf Wafern und Pads
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Die
Polierrückstände werden visuell (auch per Auflichtmikroskop
im Bereich bis zu 64facher Vergrößerung) beurteilt.
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Hierzu
werden die Partikelgrößen der Dispersionen D1
(Vergleich) und D2, D4 (erfindungsgemäß) direkt
nach dem Polieren vermessen:
- – D1
ist instabil und sedimentiert bereits nach wenigen Minuten. Die
gemessene Teilchengröße liegt deutlich oberhalb
von einem Mikrometer.
- – D2, D4 sind hingegen auch nach dem Polieren noch
stabil. Dies bedeutet, dass es bei der erfindungsgemäßen
Dispersion nicht zur Bildung großer Agglomerate kommt.
Auch zeigen die mit D2, D4 polierten Wafer erheblich weniger Rückstände.
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Der
Zusatz von negativ geladenen kolloidalen Siliciumdioxidpartikeln
beeinflusst die Poliergüte einer Ceroxid enthaltenden Dispersion
positiv, in dem der Anteil an Polierrückständen
vermindert wird.
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Ein
möglicher Mechanismus umfasst, dass negativ geladene kolloidale
Siliciumdioxidpartikel positiv geladene Ceroxidpartikel nach außen
hin abschirmen und für eine effektive Umladung der Ceroxidpartikel
sorgen. Durch diese Umladung, bietet die erfindungsgemäße
Dispersion unter anderem die Möglichkeit bei pH-Werten
nahe des IEP des reinen Ceroxids zu polieren. Da es sich um elektrostatische
Wechselwirkungen handelt, können die kolloidalen Siliciumdioxidpartikel
während des Poliervorgangs abgeschert werden, so dass die
Polierwirkung des Ceroxids erhalten bleibt. Dadurch, dass während
des gesamten Poliervorganges alle Partikel nach außen hin
immer negativ geladen sind, wird die Agglomeratbildung deutlich
reduziert. Langzeituntersuchungen zeigen, dass die Stabilität
und die Poliereigenschaften auch über längere
Zeiträume erhalten bleiben.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - US 5891205 [0002, 0002, 0003]
- - DE 102005038136 A [0020, 0043]