Koppelvorrichtung zum lösbaren Anbringen von Zubehör an einem Fahrrad
Die Erfindung bezieht sich auf eine Koppelvorrichtung zum lösbaren Anbringen von Zubehör an einem Fahrrad mit einem an dem Zubehör befestigten oder befestigbaren Koppelteil, das einen durch Einschieben ankoppelbaren Halteabschnitt aufweist, und mit einer zu dessen Aufnahme ausgebildeten Kupplungseinheit, die an dem Fahrrad fest integriert oder mittels eines Verbindungselementes befestigt ist und einen Aufnahmeabschnitt zum Einschieben des Halteabschnittes aufweist.
An einem Fahrrad wird abnehmbares Zubehör, wie Behältnisse und andere Gepäck- tragvorrichtungen, Fahrradcomputer, abnehmbare Lampen und dgl. mittels an dem Zubehör angebrachter Koppelteile angekoppelt, die häufig als an einem Fahrradbestandteil eingehängte Hakenelemente ausgestaltet sind. Dabei gibt es eine große Vielfältigkeit von Koppelelementen und Anbringarten.
Eine Koppelvorrichtung der eingangs genannten Art ist in der WO 2008/006577 A1 angegeben. Bei dieser bekannten Koppelvorrichtung ist an einem Lenkervorbau, nämlich an dessen vorkragendem Abschnitt, eine Kupplungseinheit mit einem Aufnahmeabschnitt integriert, in den ein daran angepasster Halteabschnitt eines an ei- nem Zubehör, wie z. B. einem Computer oder Behältnis, angebrachten Koppelteils einschiebbar ist.
Eine weitere Koppelvorrichtung zum Anbringen eines Zubehörs an dem Vorbau eines Fahrrads ist in der FR 2 494 659 A1 gezeigt. Der Befestigungsabschnitt dieser Koppelvorrichtung ist zum Ankoppeln elektrisch betriebener Zubehörteile ausgestaltet.
Am Gepäckträger werden Fahrradtaschen häufig mittels Haken und Schnallen oder Bändern mit Klettverschluss angebracht. Ähnliche Befestigungsmittel für solches Zu- behör finden sich auch zur Verbindung im Lenkerbereich des Fahrrads.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Koppelvorrichtung der eingangs genannten Art bereit zu stellen, mit der bei einfacher Handhabung vielfältige Koppelmöglichkeiten geboten werden.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Hierbei ist vorgesehen, dass an mehreren Stellen des Fahrrads jeweils gleiche Kupplungseinheiten fest integriert sind oder dass verschieden ausgebildete Verbindungsmittel vorgesehen sind, mit denen separate Kupplungseinheiten ausrüstbar und an unterschiedli- chen Stellen des Fahrrads anbringbar sind, und dass die Koppelteile an verschiedenen Arten von Zubehör angebracht oder anbringbar ausgestaltet sind.
Mit diesen Maßnahmen werden vielfältige, stabile und eindeutige Ankoppelmöglichkeiten für Zubehör unterschiedlicher Art und/oder an unterschiedlichen Stellen des Fahrrads geboten. Bei stets gleicher Ausbildung von Koppelteil und Kupplungseinheit besteht dabei z. B. auch die Möglichkeit, ein bestimmtes Zubehör an unterschiedli- chen Stellen des Fahrrads in gleicher Weise anzubringen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Ausgestaltung der Koppelvorrichtung in der Weise, dass die Kupplungseinheiten an einem Steuerrohr, einer Fahrradgabel, einem Unterrohr des Fahrradrahmens, einem Oberrohr des Fahrradrahmens, einer Sattelstütze, einem Sattelstützenrohr, einem Gepäckträgerteil oder einer an dem Gepäckträger angebrachten Halterung oder an mehreren dieser Fahrradgrundbestandteile integriert oder damit verbindbar ausgebildet ist(sind), bietet verschiedene vorteilhafte Ankopplungsmöglichkeiten an un- terschied liehen Positionen des Fahrrads. Hierbei besteht eine günstige Ausgestaltung darin, dass eine zusätzliche Kupplungseinheit an einem Lenkervorbau des Fahrrads integriert oder damit verbindbar ausgestaltet ist.
Eine sichere, einfach zu bedienende Kopplung ergibt sich dadurch, dass der Koppel- teil ein Verriegelungselement und die Kupplungseinheit eine zu diesem komplementäre Verriegelungsaufnahme aufweisen und dass das Verriegelungselement und die Verriegelungsaufnahme selbsttätig miteinander in Eingriff treten, wenn der Koppelteil und die Kupplungseinheit vollständig ineinander geschoben werden.
Eine zuverlässige, sichere Funktion wird dabei dadurch erreicht, dass das Verriegelungselement und die Verriegelungsaufnahme beim Ineinanderschieben des Koppelteils und der Kupplungseinheit durch Federkraft ineinander schnappen und zum Auf-
heben der Verriegelung das Verriegelungselement und/oder die Verriegelungsaufnahme eine Handhabe aufweist/aufweisen.
Vorteilhafte Ausgestaltungsvarianten zur Ausrüstung eines Zubehörs mit einem Kop- pelteil bestehen darin, dass der mindestens eine Koppelteil mittels mindestens einer Schraubverbindung oder einer Nietverbindung, einer Schweiß- oder Lötverbindung, einer Schelle, einer Klebeverbindung, einer Klettverbindung, einer Rastverbindung, einer Schnalle oder vermittels einer Tragplatte (41) an dem Zubehör angebracht oder anbringbar ist.
Die Ausrüstung des Fahrrads mit Kupplungseinheiten kann günstig dadurch vorgenommen werden, dass die mindestens eine Kupplungseinheit mittels mindestens einer Schraubverbindung oder Nietverbindung, einer Schweiß- oder Lötverbindung, einer Schelle, einer Klebeverbindung, einer Klettverbindung, einer Rastverbindung, einer Schnalle oder vermittels einer Trageeinheit an dem Fahrrad angebracht ist.
Die Kopplung insbesondere auch eines ausgedehnteren Zubehörs wird ferner dadurch begünstigt, dass der Koppelteil und die Kupplungseinheit in ihrem ineinander geschobenen Zustand zusätzlich mittels einer Permanentmagnethalterung gesichert sind.
Dabei bestehen vorteilhafte Ausgestaltungsvarianten darin, dass die Permanentmagnethalterung einen von dem Koppelbereich von Koppelteil und Kupplungseinheit entfernt positionierten Permanentmagneten an dem Zubehör oder Fahrrad einerseits und ein mit diesem kraftgekoppeltes magnetisches oder magnetisierbares Gegenelement an dem Fahrrad oder Zubehör andererseits aufweist.
Eine weitere günstige Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass das Zubehör ein Behältnis ist, dass sowohl an einer Wandseite als auch an einer Bodenseite des Behältnisses ein Koppelteil angebracht ist und dass das Behältnis mit dem wandsei- tigen Koppelteil an einer Sattelstütze oder einem Sattelstützen röhr gekoppelt ist und an dem bodenseitigen Koppelteil ein Schutzblech mit einer Kupplungseinheit angekoppelt ist.
Die genannten Maßnahmen ergeben vielfältige Kombinationsmöglichkeiten von unterschiedlichem Zubehör und Positionierung an einem Fahrrad, mit stets gleichen Koppelelementen mit sicherer Funktion bei einfacher Handhabung.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1A ein Koppelteil für Zubehör in perspektivischer Darstellung,
Fig. 1 B das Koppelteil nach Fig. 1 A in seitlicher Ansicht,
Fig. 1C eine andere Ausführungsform des Koppelteils in Frontansicht in schematischer Darstellung,
Fig. 1D das Koppelteil nach Fig. 1C in seitlicher Ansicht,
Fig. 1E eine Kupplungseinheit zum Anbringen an einem Fahrradbestand- teil in offener Ausführung in Draufsicht,
Fig. 1F eine andere Ausführungsform einer Kupplungseinheit mit geschlossenem Aufnahmeabschnitt in Draufsicht,
Fig. 2A einen Fahrrad rahmen mit angebrachtem Gepäckträger, Vorbau, Fahrradgabel und Sattelstütze mit an verschiedenen Positionen angeordneten Kupplungseinheiten,
Fig. 2B eine in einem Schellenteil des Fahrrads integrierte Kupplungseinheit,
Fig. 3A eine Kupplungseinheit an einem Fahrradrahmen, insbesondere in fest integrierter Ausgestaltung,
Fig. 3B eine in einem Fahrradrahmen eingebaute, insbesondere fest integrierte Kupplungseinheit in geschlossener Ausführung,
Fig. 3C eine weitere in einem Fahrradrahmen eingebaute, insbesondere fest integrierte Kupplungseinheit in offener Ausführung,
Fig. 4 an einem Gepäckträger eines Fahrrades angebrachte Kupplungseinheiten,
Fig. 5 ein an einer Fahrradtasche angebrachtes Koppelteil,
Fig. 6 ein an einem Gepäckträger eines Fahrrads anbringbares Halterungssystem mit mehreren Kupplungseinheiten und einem ergänzenden Halteteil,
Fig. 7 eine andere Ausführungsform eines an einem Fahrradgepäckträger anbringbaren Halterungssystems mit mehreren darin integrierten Kupplungseinheiten und einem ergänzenden Halteteil,
Fig. 8 eine mit einem Koppelteil und einem zusätzlichen Halteteil ausgerüstete Tragplatte und ein die Tragplatte aufnehmendes Behältnis in perspektivischer Ansicht sowie in seitlicher Ansicht,
Fig. 9 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Kupplungseinheit mit Befestigungselementen zum Anbringen an Fahrradbestandteilen,
Fig. 10 eine an einer Klemmschelle ausgebildete Kupplungseinheit in
Draufsicht und in perspektivischer Ansicht,
Fig. 11 ein an einem Zubehör mit Befestigungsbügel anzubringendes
Koppelteil in perspektivischer Darstellung,
Fig. 12 eine Fahrradtasche mit an einer Seitenwand angebrachtem Kop- pelteil und in einer Bodenwand angekoppeltem Schutzblech in seitlicher, teilweise perspektivischer Ansicht,
Fig. 13 ein an einem Flaschenhalter angebrachtes Koppelteil in perspektivischer Ansicht und
Fig. 14 ein an einem doppelten Flaschenhalter angebrachtes Koppelteil in perspektivischer Ansicht.
Die Fig. 1A und 1B zeigen in perspektivischer Ansicht bzw. in Seitenansicht ein Koppelteil 10 zum Anbringen an einem Fahrradzubehör, wie z. B. Behältnissen, etwa einer Tasche oder eines Fahrradkorbes, Flaschen mit oder ohne Träger, einer Pum-
pe, einer Lichteinheit, einem Fahrrad-Computer oder dgl., das in eine darauf abgestimmte Kupplungseinheit 20 gemäß Fig. 1E einschiebbar und darin verriegelbar ist. Eine andere Ausführungsform eines Koppelteils 10' ist in den Fig. 1C von vorne und 1D von der Seite gezeigt. Diese alternative Ausgestaltung ist mit einer anderen, ent- sprechend angepassten Kupplungseinheit 20' gemäß Fig. 1F durch Einschieben koppelbar. Die Kupplungseinheiten 20 gemäß Fig. 1E und 20" gemäß Fig. 1 F unterscheiden sich dadurch, dass erstere (nach Fig. 1E) offen und letztere (nach Fig. 1F) geschlossen ausgestaltet sind.
Wie die Fig. 1A und 1B zeigen, ist das beispielsweise als Stanz-/Biegeteil aus einer flachen Blechplatte hergestellte oder aber aus einem Kunststoffformteil gefertigte Koppelteil 10 mit seitlichen, parallel zueinander verlaufenden Halteabschnitten 11 versehen, die an ihren schmalen, in Einführrichtung verlaufenden Längsrändern Führungsabschnitte 11.1 zum Einführen in seitliche Nuten eines im Querschnitt T- förmigen Aufnahmeabschnitts 21 der Kupplungseinheit 20 gemäß Fig. 1E einschiebbar und darin passgenau gehalten sind. Ein zwischen den seitlichen Halteabschnitten 11 angeordneter zentraler Verriegelungsabschnitt 12 ist zungenartig ausgestaltet und durch seitliche Einschnitte von den Halteabschnitten 11 getrennt und nur an seinem einen schmalen Ende zusammenhängend mit dem Material der Halteabschnitte 11 verbunden, wobei am Ende der Einschnitte jeweilige Bohrungen eingebracht sind, um eine federnde Anbindung des Verriegelungsabschnittes 12 bezüglich seiner Funktionseigenschaften zu verbessern. An seinem anderen, dem freien Ende ist der Verriegelungsabschnitt 12 nach etwas aus seiner Ebene abgebogen, um eine Handhabe 12.1 für eine einfache Schwenkbetätigung zum Entriegeln des Verriegelungs- abschnittes 12 zu bilden. Auf seiner einen flachen Seite weist der Verriegelungsabschnitt 12 ein gegenüber seiner Ebene vorstehendes oder aber eingesenktes Verriegelungselement 13 auf, das im eingeschobenen Zustand des Koppelteils 10 in die
Kupplungseinheit 20 an einer entsprechend positionierten und in seiner Größe und Form zumindest weitgehend angepassten vertieften oder vorstehenden Verriegelungsaufnahme 23 in eine Verriegelungsstellung einschnappt und darin verrastend ausgebildet sein kann. Dadurch wird der Koppelteil 10 in der Kupplungseinheit 20 im angekoppelten Zustand des Zubehörs an dem Fahrrad stabil und sicher gehalten.
Zum eindeutigen Positionieren des Koppelteils 10 in der Kupplungseinheit 20 in seiner vollkommen eingeschobenen Stellung ist der Koppelteil 10 an seinen freien Endbereichen Z-förmig zweimal um ca. 90° abgebogen, so dass sich ein Absatz ergibt, mit dem die Halteabschnitte 11 auf der Oberseite oder einem entsprechend ausgebildeten Gegenabschnitt der Kupplungseinheit 20 in Anlage kommen. Einführseitig ist der Koppelteil 10 mit einem zungenartigen Einführabschnitt 14 versehen, der in seiner Breite an die Öffnungsseite des Aufnahmeabschnittes 21 der Kupplungseinheit 20 angepasst und ebenfalls Z-förmig durch zweimalige Abbiegung abgebogen ist, auf entsprechender Seite wie die Begrenzungsabschnitte 11.2 der beiden Halteabschnitte 11. Im eingeschobenen Zustand liegt also der Einführabschnitt 14 im Öffnungsbereich des Aufnahmeabschnittes 21, wobei der durch die zweimalige Abbiegung gebildete Absatz ebenfalls zur Anlage in dem in Einführrichtung unteren Teil des Aufnahmeabschnittes 21 bei entsprechender Ausbildung desselben dienen kann und zusammen mit den Führungsrändern 11.1 der Halterabschnitte 11 zu einer eindeutigen Führung und einem sicheren Sitz beiträgt.
Um den Koppelteil 10 an dem Zubehör anzubringen, weist er z. B. Befestigungselemente 15 in Form von Schrauben oder Nieten oder alternativ oder zusätzlich ein Klettverbindungsteil oder ein Befestigungsband oder Ösen für ein Befestigungsband auf.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1C und 1 D ist das Koppelteil 10' so ausgestaltet, dass es mit einem Schiebeteil mit seitlichen Halteabschnitten 11 in einen
auf seiner dem Zubehör zugekehrten Seite geschlossenen Aufnahmeabschnitt 21' der Kupplungseinheit 20' nach Fig. 1F einsetzbar ist, wobei der Einschubteil an seinem in Einschubrichtung liegenden Bereich vollständig frei und lediglich in seinem in Einschubrichtung hinteren Bereich mit dem Zubehör bzw. einer Verbindungseinheit zum Anbringen an dem Zubehör angebunden ist. Mit einem Griffteil 16 kann das Koppelteil 10' aus dem entsprechend angepassten Aufnahmeabschnitt 21' herausgezogen werden. Auch hierbei kann ein Verriegelungselement vorgesehen sein, um den Koppelteil 10' in der Kupplungseinheit 20' in eingeschobenem Zustand selbsttätig zu verriegeln und durch manuelle Betätigung freizugeben.
Wie die Fig. 1 E und 1F weiter zeigen, ist die Kupplungseinheit 20, 20' auf ihrer von dem Aufnahmeabschnitt 21 , 21' abgewandten Seite mit einem Verbindungsabschnitt 22 versehen, über den sie an einem Fahrradbestandteil stabil in Anlage und daran anbringbar ist, beispielsweise durch Schweißen, Löten, Kleben, Schrauben oder Nie- ten, beispielsweise auch vermittels einer Klemmschelle 50 (vgl. Fig. 10) oder anderen Spannklemmen. Vorteilhaft ist jedoch die Kupplungseinheit 20, 20' fest in dem Fahrradbestandteil, beispielsweise einem Rahmenteil integriert.
Fig. 2A zeigt verschiedene günstige Anordnungen von Kupplungseinheiten 20 an Bestandteilen eines Fahrrads, insbesondere einem Rahmen 30, der mit einem Vorbau 31, einer Fahrradgabel 33, einer Sattelstütze 36 sowie einem Gepäckträger mit Tragegestänge 38 erweitert ist. Hierbei sind Kupplungseinheiten 20 an dem Vorbau 31 , dem Steuerrohr 32, der Fahrradgabel 33, dem Unterrohr 34 des Fahrradrahmens, dem Oberrohr 35 des Fahrradrahmens, der Sattelstütze 36, dem Sattelstüt- zenrohr 37 und dem Traggestänge des Gepäckträgers 38 angebracht, wobei die an dem eigentlichen Fahrradrahmen (aus Steuerrohr 32, Unterrohr 34, Oberrohr 35 und Sattelstützenrohr 37) angebrachten Kupplungseinheiten in diesen Rahmenteilen von
vornherein fest integriert sein können, so dass sich bestimmte Positionen mit stabiler Anbringung der Kupplungseinheiten 20 oder alternativ 20' ergeben. Des Weiteren können Kupplungseinheiten 20 bzw. 20' auch in der Fahrradgabel 33, dem Vorbau 31 , beispielsweise dem vorkragenden Abschnitt desselben, sowie der Sattelstütze 36 fest integriert sein bzw. an dem Gepäckträger 38 herstellerseitig bereits fest angebracht sein. Es ist möglich, ein oder mehrere Kupplungseinheiten 20, 20' von vornherein fest an einem oder mehreren dieser Bestandteile des Fahrrads zu integrieren bzw. fest anzubringen und weitere bei Bedarf nachzurüsten.
Bei einer in Fig. 2B gezeigten Ausgestaltungsvariante ist eine Kupplungseinheit 20 an einem Klemmteil 31.1 des Vorbaus 31 , das zum Festlegen einer Lenkstange dient, fest integriert. Bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 3A und 3C sind offene Ausführungsformen einer Kupplungseinheit 20 an dem Fahrradrahmen 30 von vornherein fest integriert oder daran angebracht, während Fig. 3B ein Ausführungs- beispiel zeigt, bei dem eine geschlossene Kupplungseinheit 20' in einem Fahrradrahmen integriert ist.
Fig. 4 zeigt einen Gepäckträger 38, bei dem entsprechend Fig. 2A im oberen Übergangsbereich zwischen seitlichen und oberen Traggestängen Kupplungseinheiten 20 angebracht sind, während Fig. 5 ein Behältnis 40 in Form einer Gepäcktasche zeigt, auf dessen einer Seitenwand ein Koppelteil 10 z. B. mittels Nieten auf einer entsprechenden Tragplatte angebracht ist, die mit der Gepäcktasche verbunden wird oder von vornherein verbunden ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 sind an einem auf einem Gepäckträger anbringbaren Tragsystem mit Seitenteilen 39 und einem Oberteil sowie einem rückseitigen Teil Kupplungseinheiten 20 angebracht, wobei das Tragsystem auf einem
Gepäckträger 38 mit einem Oberteil 38.1 anbringbar und z. B. mittels Längsstreben 38.2 und Befestigungsschrauben 38.3 im oberen Gepäckträgerbereich festspannbar ist und ferner mit den Seitenteilen 39 im unteren seitlichen Gepäckträgerbereich mit einem weiteren Befestigungsteil 38.4 zusätzlich festspannbar ist.
Um den Halt eines großflächigen Zubehörteils, beispielsweise einer seitlichen Tasche zu verbessern, sind z. B. in den beiden seitlichen unteren Bereichen der Seitenteile 39 des Tragsystems zusätzliche Halteteile 25 angeordnet, die beispielsweise mittels Magnetkraft und vorteilhaft zusätzlich mittels Formschlusses mit angepassten Halteteilen 17 im vollständig eingeschobenen Zustand des betreffenden Koppelteils 10, 10' in die zugeordnete Kupplungseinheit 20, 20' in lösbare Verbindung treten. Die Halteteile 25, 17 können auch als Clips-, Schnapp- oder Rastverbindung ausgestaltet sein.
Ein weiteres Tragsystem 39' zeigt Fig. 7, wobei ein Oberteil 38.1' sowie die Seitenteile 39' und ein rückwärtiger Teil plattenförmig ausgebildet sind. An den plattenförmig ausgebildeten Teilen sind Kupplungseinheiten 20" integriert, die vorliegend durch Ausstanzungen und Ausbiegungen ausgestaltet und zum Einschieben eines Koppelteils 10 mit seinen Halteabschnitten 11 ausgebildet sind. Auch hierbei ist in den Plat- tenteilen im Bereich des Aufnahmeabschnittes 21 eine Verriegelungsaufnahme 23 gebildet. Im unteren Abschnitt der Seitenteile 39' ist wiederum ein Halteteil 25 entsprechend Fig. 6 angeordnet, das vorteilhaft mittels Magnetkraft einen ergänzenden Halt für ein größeres Zubehör, beispielsweise eine Seitentasche, mit einem daran entsprechend positionierten Halteteil 17 (vgl. Fig. 8) bietet. Die Seitenteile 39' sind beispielsweise mittels an ihrem oberen Rand angebrachter Haken 38.6 in an dem zugeordneten Längsrand des Oberteils 38.1 eingebrachten Hakenöffnungen 38.5 eingehängt und mittels Befestigungsteilen 38.4 im unteren seitlichen Gepäckträgerbereich oder einem entsprechenden Rahmenabschnitt des Fahrrads zusätzlich gesi-
chert. Entsprechend ist auch die rückwärtige Platte mittels Haken 38.6 und Hakenöffnungen 38.5 an dem Oberteil 38.1' des Tragsystems angebracht.
Fig. 8 zeigt ein Zubehör bzw. Behältnis 40 in Form einer seitlich an einem Gepäck- träger 38 oder Tragsystem mit Seitenteilen 39, 39' anbringbaren Gepäcktasche. An ihrer den Seitenteilen 39, 39' bzw. dem seitlichen Bereich des Gepäckträgers 38 zugekehrten Seitenwand ist das Behältnis 40 mit einer Tragplatte 41 versehen, an der ein Koppelteil 10 in ihrem oberen Bereich angebracht ist, während im unteren Bereich der Tragplatte ein Halteteil 17 angebracht oder ausgebildet ist, das im einge- schobenen Zustand des Koppelteils 10 in eine zugeordnete Kupplungseinheit 20 mit dem Halteteil 25 in Halteverbindung tritt. Vorteilhaft ist zumindest eines der Halteteile 25, 17 mit einem Permanentmagneten versehen, während das gegenüberliegende Halteteil 17 entweder ebenfalls mit einem Permanentmagneten oder mit einem fer- romagnetischen Material zum Herstellen einer Verbindung durch Magnetkraft und gegebenenfalls zusätzlich mittels Formschlusses versehen ist.
Fig. 9 zeigt verschiedene Ausgestaltungen von Befestigungsvorrichtungen für eine Kupplungseinheit 20 zum nachträglichen Anbringen an dem Fahrrad, nämlich eine an der Kupplungseinheit 20 angebrachte Anordnung aus Befestigungshaken 26, die z. B. eine klemmende Anbringung an einem oberen Gepäckträgergestänge ermöglichen, wobei die Haken das Gestänge federnd weitgehend umgreifen und durch eine elastische Federkraft gesichert halten. Die freien Enden der Haken sind nach außen abgebogen, so dass sich eine vorteilhafte Schräge zum leichten, eindeutigen Aufsetzen und Aufdrücken der Befestigungshaken 26 ergibt. Zusätzlich zu den Befesti- gungshaken 26 können weitere Befestigungsteile an der Kupplungseinheit 20 angebracht sein, beispielsweise ein Befestigungsband mit Schnalle oder Klettverschluss 27 oder eine schnappende oder mit einer Schraube zu sichernde Verbindungsklem-
me 28. Alternativ oder zusätzlich können an der Kupplungseinheit 20 Halteösen für ein Befestigungsband 29.1 mit einer Öse 29.2 oder Klettverbindungselemente angebracht sein, um die Kupplungseinheit 20 mit einem geeigneten Bestandteil des Fahrrads z. B. auch nur vorübergehend zu verbinden.
Fig. 10 zeigt, wie bereits erwähnt, eine Klemmschelle 50 mit daran angebrachter o- der integrierter Kupplungseinheit 20, zum Anbringen derselben z. B. an einem Rohr des Fahrradrahmens 30 oder der Sattelstütze 36 vorteilhaft mittels einer Klemmschraube 51. Die Klemmschelle 50 kann dabei gleichzeitig zum Festklemmen des Sattels an der Sattelstütze 36 ausgebildet sein und eine betreffende Klemme ersetzen.
Bei der in Fig. 11 gezeigten Ausgestaltung ist eine Anordnung mit an einem Tragabschnitt angebrachten Befestigungsbügeln 60 vorgesehen, wobei an dem Tragteil ein Koppelteil 10 z. B. mittels schraubbarer Befestigungselemente 15 anbringbar ist. Die Befestigungsbügel 60 können so z. B. an einer Sattelstütze 36 über eine dortige Kupplungseinheit 20 abnehmbar angebracht werden. Die Befestigungsbügel 60 dienen ihrerseits zum Aufnehmen eines oder mehrerer weiterer Zubehörteile oder anderer Gegenstände.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 12 sind an einer Stirnseite eines Behältnisses 40, beispielsweise einer Tasche oder eines Korbs, ein Koppelteil 10 und im bo- denseitigen Bereich des Behältnisses 40 ein Schutzblech, beispielsweise mittels eines am Boden angebrachten weiteren Koppelteils 10 und einer an dem Schutzblech angebrachten Kupplungseinheit 20 angeordnet. Das so angekoppelte Schutzblech 70 kann seinerseits z. B. ausziehbar ausgestaltet und mit einer Halterung 71 an seinem freien Endabschnitt versehen sein, an der z. B. ein Rücklicht anbringbar ist. Mittels des an der Seitenwand angeordneten Koppelteils 10 kann das Behältnis 40 z. B. an einer Sattelstütze 36 vermittels einer dort angebrachten Kupplungseinheit 20 ab-
nehmbar angekoppelt werden. Dann ist das Schutzblech über das Behältnis funktionsgerecht positioniert.
Die beschriebene Koppelvorrichtung ermöglicht bei einheitlichem Aufbau vielfältige Ankopplungsmöglichkeiten.