Schul terhal fter zum Tragen von Wertgegenständen
Die Erfindung betrifft ein Schulterhalfter zum Tragen von Wertgegenständen, insbesondere von elektronischen Geräten, mit mindestens einer Tasche und zwei über einen Rückensteg miteinander verbundenen Armgurten.
Mobiltelefone, PDAs, MP3-Player und ähnliche elektronische Geräte, die man täglich bei sich trägt, sind wertvoll und daher begehrte Objekte für Taschendiebe.
Um solche elektronischen Geräte und andere Wertgegenstände sicher bei sich tragen zu können, sind Schulterhalfter mit mindestens einer Tasche bekannt, in der der Wertgegenstand am Körper getragen werden kann. So kann ein Diebstahl verhindert werden. Problematisch ist die Zugänglichkeit der Wertgegenstände, welche für den Gebrauch aus der Tasche herausgenommen werden müssen. Auch der Tragekomfort der bekannten Schulterhalfter ist durch den Verschluss der Tasche, die Steifheit der Tasche und der Gurte und durch die Verstellvorrichtungen für die Gurte nicht besonders gut.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ein Schulterhalfter zum Tragen von Wertgegenständen zu schaffen, der eine gute Zugänglichkeit der Wertgegenstände, welche für den Gebrauch aus der Tasche herausgenommen werden müssen, bietet. Insbesondere soll auch der Tragekomfort eines solchen Schulterhalfters verbessert werden.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei einem Schulterhalfter zum Tragen von Wertgegenständen, insbesondere von elektronischen Geräten und Geldbörsen, mit mindestens einer Tasche und zwei über einen Rückensteg mit einander verbundenen Armgurten, das Schulterhalfter zumindest im Bereich der Tasche bzw. Taschen aus elastischem Material ist. Das dauerelastische Mateπal mit hoher Rückstellkraft passt sich und legt sich an den Wertgegenstand an. Dadurch findet der Wertgegenstand
einerseits in der Tasche Halt, damit er sich beim Gehen in der Tasche nicht bewegt, andererseits kann er einfach aus der Tasche genommen werden, in dem die in die Tasche greifende Hand das Material aufdehnt.
Das Schulterhalfter weist einen guten Tragekomfort auf, wenn es auch im Bereich des Rückenstegs und/oder im Bereich mindestens eines der Armgurte aus elastischem Material ist.
Insbesondere wenn der Rückensteg X-förmig ist, passt sich das Schulterhalfter gut an den Körper des Trägers an und es ist ein guter Sitz gegeben, selbst wenn der Träger läuft oder eine andere sportliche Betätigung ausübt.
Wenn das Schulterhalfter mindestens in einem der Bereiche aus elastischem Material, insbesondere im Bereich des Rückensteges, aus elastischem Netzmaterial ist, ist gute Atmungsaktivität gegeben, was besonders bei sportlicher Betätigung wichtig ist.
Vorzugsweise weist der Rückensteg zwei übereinanderliegende Materialschichten auf, die gemeinsam eine Tasche bilden.
Eine Eingriffsöffnung kann dadurch gebildet werden, dass die beiden Materialschichten an ihren beim Tragen oberen Rändern nicht fest miteinander verbunden sind.
Vorzugsweise ist der Verschluss der Tasche bzw. Taschen durch überlappend verarbeitete Stoffteile, die vorzugsweise im Bug zugeschnitten sind, oder durch Klettbänder gebildet. Dies erlaubt einen einfachen Zugriff und im Gegensatz zu Druckknöpfen und anderen harten Verschlüssen ist das Öffnen und Schließen der Tasche einfacher. Insbesondere der Verschluss aus den überlappend verarbeiteten Stoffteilen ist beim Tragen nicht störend. Ein solche Verschluss ist auch praktisch verschleißfrei im Gegensatz zu Reißverschlüssen, Knöpfen und ähnlichem, die meistens Schwachstellen sind und nach einiger Zeit kaputt gehen können. Auch der Klettverschluss ist lange haltbar und bietet einen sehr sicheren Verschluss.
Ist der Verschluss der Tasche bzw. Taschen parallel zu den Trägern der Armgurte und verläuft er an der Außenseite des Schulterhalfters, ist ein Zugriff in die Tasche während des Tragens besonders einfach. Verläuft der Verschluss quer zu den Trägern der Armgurte, ist ein Herausfallen der Gegenstände aus der Tasche wenn das Schulterhalfter getragen wird, nicht möglich selbst wenn der Verschluss unabsichtlich offen ist.
Vorzugsweise befindet sich eine Tasche unterhalb des Achselbereiches mindestens eines Armgurtes, und noch vorteilhafter schließt sich eine zweite Tasche an die unterhalb des Achselbereiches des Armgurtes befindliche Tasche an, wo die Gegenstände besonders sicher getragen werden können.
Praktisch ist es, wenn das Schulterhalfter vorzugsweise zwischen den zwei Taschen eine Stiftschlaufe zur Aufnahme eines Schreibstiftes aufweist.
Vorteilhafterweise befindet sich eine Tasche im vorderen Träger eines Armgurtes.
Für die besonders sichere Aufbewahrung von Wertgegenständen ist eine Tasche vorgesehen, deren Verschlussöffnung an der Innenseite des Schulterhalfters liegt und die vorzugsweise mit einem Klettverschluss versehen ist.
Vorzugsweise weist die Tasche bzw. eine oder mehrere der Taschen eine Kabeldurchtrittsöffnung auf, sodass z.B. ein Kopfhörerkabel aus der Tasche herausgeführt werden kann.
Das Schulterhalfter kann an seiner Innenseite eine oder mehrere Kabelführungsschlaufen aufweisen, sodass ein oder mehrere Kabel an der Innenseite des Schulterhalfters zu einer anderen Tasche oder in einen anderen Bereich des Schulterhalfters geführt werden kann bzw. können.
Dabei können die Kabelführungsschlaufen jeweils durch zwei Knopflöcher im Innenfutter des Schulterhalfters gebildet sein.
Weiters können eine oder mehrere Schlüsselringschlaufen vorgesehen sein, an denen verschiedenste Dinge angehängt werden können.
Insbesondere kann eine Schlüsselringschlaufe in der bzw. einer der Taschen vorgesehen sein.
Vorzugsweise ist am oberen Ende oder oberhalb der im Träger des Armgurtes vorgesehenen Tasche eine Schlaufe vorgesehen. So kann z.B. ein Kopfhörerkabel durch die Schlaufe geführt sein, und der Kopfhörer, wenn er nicht benutzt wird in die Tasche im Träger gesteckt werden. Damit ist der Kopfhörer jederzeit über den Kabelabschnitt der durch die Schlaufe führt griffbereit.
Vorteilhafterweise ist zumindest das auf der Innenseite der Tasche bzw. Taschen vorgesehene Material ein elektromagnetische Strahlen abschirmendes Material, um die Belastung des Körpers der Person, die den Schulterhalfter trägt, mit elektromagnetischer Strahlung gering zu halten.
Wenn das Schulterhalfter teilweise aus reflektierendem Material besteht oder reflektierendes Material am Schulterhalfter befestigt ist, kann das Schulterhalfter insbesondere bei der Ausübung von Sport bei schlechterer Sicht zur Sicherheit des Trägers beitragen.
Vorzugsweise lässt sich das Fassungsvermögen des Schulterhalfters erweitern indem er eine weitere Tasche umfasst, die über mehrere, insbesondere vier am Rückenbereich angeordnete Befestigungsvorrichtungen lösbar befestigt ist. Je nach Bedarf kann die zusätzliche Tasche befestigt oder entfernt werden. Durch die Befestigung an vier Punkten ist ein sicherer Halt gegeben, sodass es auch beim Laufen nicht zu einem unangenehmen Schwingen der weiteren Tasche kommt.
Wie bei Rucksäcken bewährt, sind die Befestigungsvorrichtungen vorzugsweise Ösen. Ist die weitere Tasche nicht daran befestigt, stören diese Ösen nicht und tragen auch kaum zum Gewicht des Schulterhalfters bei. Andererseits bieten sie eine sichere Befestigung der weiteren Tasche wenn z.B. an der Tasche befestigte Gurte durch die Ösen gezogen werden und in an der weiteren Tasche befestigten Schnallen fixiert werden. Alternativ können z.B. auch Karabiner, die an der weiteren Tasche befestigt sind in die Ösen eingehängt werden.
Die Befestigungsvorrichtungen sind vorzugsweise im Bereich der Nähte zwischen den Trägern und dem Rückensteg angeordnet.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist die weitere Tasche geeignet ein vorzugsweise beuteiförmiges Hydrationssytem aufzunehmen und hat mindestens jeweils eine Durchtrittsöffnung für den Füllstutzen und den Trinkschlauch. Schon seit längerem sind für Sportler beuteiförmige Hydrationssysteme am Markt, die ein händefreies Trinken während der sportlichen Betätigung erlauben. Z.B. bietet die Firma Camelbak Products, Inc. unter dem Markennamen CamelBak ein solches beuteiförmiges Hydrationssystem an.
Zum Halten des Trinkschlauches kann an einem der vorderen Träger ein Schlaufe vorgesehen sein.
Insbesondere kann die in der Tasche im vorderen Träger befindliche Schlüsselringschlaufe durch die Kabeldurchtrittsöffnung gezogen sein und zum Halten des Trinkschlauches dienen.
Im Folgenden soll die Erfindung nunmehr noch anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben werden, die in den Zeichnungen dargestellt sind. Dabei zeigen die Fig.1 bis 7 eine erste Ausführuπgsform des erfindungsgemäßen Schulterhalfters. Die Fig.1 ist eine Ansicht von vorne, die Fig.2 eine Schrägansicht der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schulterhalfters. Die Fig.3 zeigt eine Ansicht von hinten mit eingefädelter Freisprecheinrichtung für ein Mobiltelefon und Fig.4 zeigt ein Detail mit der Tasche im vorderen Träger eines Armgurtes. Fig.5 zeigt die Innenseite des Schulterhalfters mit einer Tasche. Fig.6 zeigt eine im Träger integrierte Tasche mit Schlüsselringschlaufe. Fig.7 zeigt zwei Taschen unter dem Achselbereich des Schulterhalfters. Fig.8 zeigt eine zweite Ausführungsform eines Schulterhalfters, das unter beiden Achselbereichen Taschen aufweist in einer Ansicht von vorne. Die Figuren 9 bis 14 zeigen eine weitere Ausführungsform eines Schulterhalfters gemäß der Erfindung. Fig.9 zeigt eine Ansicht von hinten, Fig.10 zeigt eine Schrägansicht. Die Figuren 11 bis 14 zeigen Details der zuletzt genannten Ausführungsform. Die Figuren 15 und 16 zeigen eine weiter Variante des Schulterhalfters.
Das Schulterhalfter gemäß Fig.1 bis 7 besteht aus zwei Armgurten 8 und 9, die über einen Rückensteg 7 verbunden sind. Der Armgurt 8 und der Rückensteg 7 werden aus elastischem Material gebildet, dass sich an den Körper des Trägers anpassen kann, wie durch die Schraffur und den Pfeil 19 im Bereich des Rückensteges 7 angedeutet ist. Der Armgurt 9 hingegen ist aus nicht dehnbarem Material und weist einen Verschluss auf, der gleichzeitig eine Längenverstellung des Armgurtes 9 ermöglicht, wie es durch den Pfeil 20 angedeutet ist.
Unter dem Armgurt 8 schließt im Achselbereich eine Tasche 4 an und darunter die Tasche 6. Zwischen den beiden Taschen ist die Stiftschlaufe 5 eingenäht. Die Taschen 4 und 6, die detaillierter in Fig.7 dargestellt sind, sind aus dem selben elastischen Material wie der Armgurt 8 und der Rückensteg 7. Jede Tasche 4, 6 besteht jeweils aus zwei Stoffteilen 17, 18, die im Bug zugeschnitten und überlappend verarbeitet sind und so jeweils den Verschluss der Tasche 4, 6 bilden. Wie bei der Tasche 4 in Fig.7 angedeutet, kann man die Stoffteile 17, 18 aufgrund des elastischen Materials einfach auseinanderziehen und in die Tasche 4 hineingreifen. Nach dem etwas in eine Tasche gesteckt wurde oder aus dieser Tasche entnommen wurde, kehren die Stoffteile aufgrund ihrer Elastizität wieder in den Ausgangslage ähnlich wie bei der Tasche 6 zurück und verschließen die Tasche.
Eine weitere Tasche 1 ist im vorderen Träger 11 des Armgurtes 8 vorgesehen (siehe Fig.4 und 6). Auch hier bilden einander überlappende Stoffteile 17, 18 den Verschluss. In der Tasche 1 ist eine Schlüsselringschlaufe 15 vorgesehen, in die beliebige Accessoires eingehängt werden können, wie z.B. eine Schnurtrommel mit automatischem Rückzug. An der Außenseite des Schulterhalfters ist ebenfalls eine Schlüsselringschlaufe vorgesehen. Und oberhalb der Tasche 1 im Träger 11 ist eine Schlaufe 16 vorgesehen, durch die z.B. das aus der Tasche 1 durch den Verschluss kommende Kopfhörerkabel 21 (z.B. einer Freisprecheinrichtung für ein Mobiltelefon) gezogen werden kann. Bei NichtVerwendung des Kopfhörers 22 wird sein Kabel über die Schlaufe 16 zurückgeführt und der Kopfhörer 22 in der Tasche 1 verstaut, der dadurch jederzeit griffbereit ist.
Wie im Detail in Fig.5 dargestellt, ist an der Innenseite des Schulterhalfters eine weitere Tasche 2 vorgesehen, deren Verschlussöffnung 10 mit einem Klettverschluss verschlossen ist. Ferner sind an der Innenseite des Schulterhalfters
Kabelführungsschlaufen 3 vorgesehen, die jeweils durch zwei Knopflöcher im Innenfutter verwirklicht sind. So kann z.B. das Kabel einer Freisprecheinrichtung durch die Schlaufe 16, durch den Verschluss der Tasche 1 in die Tasche 1 und durch eine Kabeldurchtrittsöffnung 23 in der Tasche 1 an die Innenseite des Schulterhalfters geführt werden und dort durch die Kabelschlaufen 3 zur unteren Tasche 6 und durch ein Kabeldurchtrittsöffnung 24 in die Tasche 6, wo sich z.B. ein Mobiltelefon befindet (Fig.3 und 4).
Vorzugsweise ist das Material der Innenseite des Schulterhalfters ein elektromagnetische Strahlen abschirmendes Material, so dass schädliche Strahlen von in den Taschen befindlichen elektronischen Geräten vom Körper des Trägers abgeschirmt werden.
Bei der Ausführungsvariante gemäß Fig.8 ist der Armgurt 9 wie der Armgurt 8 mit einer Tasche 26 im vorderen Träger 25, zwei Taschen 27, 28 unter dem Achselbereich, einer Tasche 29 an der Innenseite des Schulterhalfters und mit Kabelführungsschlaufen 30 versehen.
In den Figuren 9 und 10 sieht man ein Schulterhalfter dessen Rückensteg 47 X- förmig ausgebildet ist und aus einem Netzmaterial besteht. An den Rückensteg 47 schließen sich an beiden Seiten vordere in den Trägern 51, 53 befindliche Taschen 41 an, deren Verschlüsse durch überlappend verarbeitete Stoffteile 57 und 58 gebildet werden.. Jeweils eine weitere Tasche 54 befindet sich unterhalb des Achselbereiches. Diese Taschen 54 sind nach oben hin offen und durch einen Klettverschluss 50 verschließbar. Der die Tasche 54 mit dem Rückensteg verbindende Teil 52 kann aus reflektierendem Material sein. Weiters kann an verschiedenen Stellen 48, 49, 56 reflektierendes Material an- oder aufgenäht sein.
Wie man in Fig.1 1 sieht kann die obere Tasche 41 eine Öffnung 63 für den Durchtritt eines Kopfhörerkabels 21 aufweisen. Gemäß Fig.12 kann der Rückensteg 47 zwei Materialschichten des Netzmaterials aufweisen und so eine Tasche 46 bilden, die oben eine Eingriffsöffnung hat, die durch einen Klettverschluss 60 verschließbar ist. In Fig.13 ist angedeutet, dass in einer vorderen Tasche 41 eine Schlaufe 55, z.B. zur Befestigung eines Schlüsselringes eingenäht sein kann. Aus Fig.14 erkennt man,
dass der Verschluss der Tasche 41 quer zum Träger 51 verläuft und sich durch Dehnen und Verschieben der beiden Stoffteile 57 und 58 öffnen lässt.
Das Schulterhalfter gemäß Fig. 15 und 16 entspricht in seiner Grundform dem Schulterhalfter gemäß den Figuren 9 bis 14, jedoch sind im Bereich der Nähte zwischen den Trägern 51 ,52, 53 und dem Rückensteg 47 Ösen 61 befestigt. Diese Ösen 61 dienen, falls erwünscht, der Befestigung einer weiteren Tasche 59, die im dargestellten Fall der Überzug eines beuteiförmigen Hydrationssytems ist. Die Tasche 59 weist eine Durchtrittsöffnung für den Füllstutzen 64 und eine Durchtrittsöffnung für den Trinkschlauch 65 des Hydrationssystems auf. An der Tasche 59 sind vier Gurte 62 befestigt, die durch die Ösen 61 gezogen sind und in Schnallen 66, die ebenfalls an der Tasche 59 befestigt sind lösbar und regulierbar gehalten werden. Die in der Tasche 41 im vorderen Träger 53 vorgesehene Schlüsselringschlaufe 55 ist durch die Kabeldurchtrittsöffnung 63 gezogen und dient als Führung für den Trinkschlauch 65. Es versteht sich von selbst, dass anstelle der Tasche für das beuteiförmige Hydrationssystem eine andere Spezialtasche oder eine universelle Tasche befestigbar ist.