"Handgeschirrspülmittel mit Mikrokapseln"
Die Erfindung betrifft verdickte wässrige tensidhaltige Mittel, insbesondere Handgeschirr- spülmittei, mit Aniontensid, Amphotensid, Polymer und Mikrokapseln.
Versucht man, mit herkömmlichen Mitteln bestimmte Wirkstoffe (u.a. Hautgefühl- verbessernde oder pflegende Additive, wie z.B. Liposome, Proteine, Vitamine, Pflanzenextrakte, usw.; leistungssteigernde Additive, wie z.B. Essigsäure, usw.; antibakterielle Additive, wie z.B. Milchsäure, Benzoesäure, usw.; Esthetics (Ästhetik, insbesondere Geruch und Erscheinungsbild sowie Haptik) verbessernde Additive, wie z.B. Parfümöle, Farbstoffe, usw.) in ein genau dosierbares, ausgezeichnet reinigendes, hautverträgliches, temperatur- und lagerstabiles, gießfähiges und ökologisch besonders verträgliches Handgeschirrspülmittel einzuarbeiten, so kann es - durch unmittelbare Einwirkung der Tensidkomponenten auf den Wirkstoff - schnell zu Wirkungsverlusten (z.B_ bei Liposo- men) kommen. Ein anderes Problem stellen Schwierigkeiten bei der stabilen Einarbeitung von Wirkstoffen in die Spülmittelformulierung (z.B. bei Parfüms oder antibakteriellen Wirkstoffen), Verfärbungen (z.B. bei Pflanzenextrakten oder Proteinen), Geruchsprobleme (z.B. bei Zusatz von Essig, antibakteriellen Wirkstoffen oder Pflanzenextrakten) oder Unverträglichkeiten zwischen der Wirkstoffkomponente und dem Spülmittel dar.
Eine elegante Methode zur Einarbeitung empfindlicher, chemisch oder physikalisch inkompatibler sowie flüchtiger Inhaltsstoffe besteht im Einsatz von Mikrokapseln, in denen diese Inhaltsstoffe lager- und transportstabil eingeschlossen sind und aus denen sie zur bzw. bei der Anwendung mechanisch, chemisch, thermisch oderenzymatisch freigesetzt werden.
Mikrokapseln sind mit filmbildenden Polymeren umhüllte feindisperse flüssige oder feste Phasen, bei deren Herstellung sich die Polymere nach Emulgierung und Koazervation oder Grenzflächenpolymerisation auf dem einzuhüllenden Material (Wirkstoff) niederschlagen. Hierbei wird der Wirkstoff von einer festen Membran schalenartig umhüllt (Mi- krokapsel im engeren Sinne) oder von einer Matrix eingeschlossen (Mikrosphäre oder Sphäre). Im folgenden wird für beide Varianten der Begriff Mikrokapsel im zusammenfassenden Sinne verwendet oder ggf. beide Begriffe nebeneinander gestellt. Die mikro-
skopisch kleinen Kapseln, auch Nanokapseln genannt, lassen sich wie Pulver trocknen. Auf diese Weise können z.B. Benzin, Wasser, Alkohol, Pharmazeutika, Lösungsmittel, Vitamine, Enzyme, flüssige Kristalle, Lebensmittelaromen und Parfüms in eine Trockenmasse umgewandelt werden, die nicht eintrocknen kann. Die Mikroverkapselung findet Verwendung z.B. für Parfümpulver, die als Mikrokapseln in der Handhabung bequemer und länger wirksam sind.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift DT 2 215 441 (Unilever N. V.) sind wässrige flüssige Geschirrspülmittel mit 20 bis 45 Gew.-% anionischen und/oder nichtionischen Ten- siden, 3 bis 10 Gew.-% Elektrolyt und 1 bis 4000 μm durchmessenden Kapseln aus den Polymeren Carrageenan, Polyvinylalkohol oder Celluloseether bekannt, wobei das Polymere und die Elektrolytkonzentration so ausgewählt sind, dass die Stabilität der Kapseln in dem Mittel sowie die Auflösung der Kapseln beim Verdünnen mit Wasser gewährleistet sind. Ein solches Geschirrspülmittel enthält beispielsweise 10 Gew.-% Kapseln mit einem Durchmesser von 4000 μm, 25 Gew.-% Natriumdodecylbenzolsulfonat, 5 Gew.-% Ko- kosmonoethanolamid, 7 Gew.-% Natriumsulfat, 1 ,5 Gew.-% synthetischem Ton oder 5 Gew.-% Kapseln mit einem Durchmesser von 4000 μm, 20 Gew.-% Natriumalkylben- zolsulfonat, 5 Gew.-% Natrium-C14-16-α-olefinsulfonat, 5 Gew.-% Laurinsäurediethanola- mid, 7 Gew.-% Natiumxylolsulfonat, 3 Gew.-% Ethanol, 1 Gew.-% Kaliumchlorid,
1 Gew.-% synthetischem Ton und 0,2 Gew.-% EDTA.
Die DE 36 15 514 A1 (Lion Corp.) offenbart ein wässriges Handgeschirrspülmittel mit 22 Gew.-% Natrium-α-olefinsulfonat, 6 Gew.-% Magnesiumalkylbenzolsulfonat,
2 Gew.-% Natriumsulfat, 0,725 Gew.-% Natriumchlorid, 3 Gew.-% Ethanol, 0,5 Gew.-% Duftstoff und 1 ,5 Gew.-% duftstoffhaltige Mikrokapseln einer Größe von 200 bis 500 μm, die sich beim Verdünnen mit Wasser auflösen.
Die britische Patentschrift 1 471 406 (Unilever Ltd.) betrifft flüssige wässrige Waschmittel, die mindestens 2 Gew.-% Triethanolaminlaurylsulfat und insgesamt 8 bis 50 Gew.-% Tensid sowie 0,5 bis 2 Gew.-% wasserlösliche quervernetzte Polyacrylsäure mit einem Molekulargewicht von mehr als 1.000.000 und 0,1 bis 5 Gew.-% suspendierte Phase, z.B. sphäroidale Kapseln mit einem Durchmesser von 0,1 bis 5 mm, enthalten und einen pH-Wert von 5,5 bis 11 aufweisen.
Der Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, ein genau dosierbares, ausgezeichnet reinigendes, hautverträgliches, temperatur- und lagerstabiles, gießfähiges Handgeschirrspülmittel bereitzustellen, in dem die ggf. physikalisch oder chemisch inkompatiblen bzw. empfindlichen Inhaltsstoffe in temperatur-, lager- und transportstabiler, leicht handhabbarer und optisch ansprechender Form eingearbeitet sind und die diese erst unmittelbar vor oder während der Anwendung freisetzen.
Gegenstand der Erfindung ist ein verdicktes wässriges tensidhaltiges Mittel, insbesondere Handgeschirrspülmittel, enthaltend Aniontensid, Amphotensid, Polymer und Mikrokapseln, in denen ein oder mehrere Inhaltsstoffe des Mittels ganz oder teilweise eingeschlossen sind.
Im Unterschied zu den auf das gesamte Handgeschirrspülmittel bezogenen Inhaltsstoffen ist mit den Wirkstoffen lediglich deren in den Mikrokapseln enthaltene Teil gemeint.
Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung des erfindungsgemäßen Mittels als Handgeschirrspülmittel.
Neben Geschirr vermögen die Mittel aber ebenso gut auch andere harte Oberflächen aus Glas, Keramik, Kunststoff oder Metall in Haushalt und Gewerbe zu reinigen. Dementsprechend ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung die Verwendung des erfindungsgemäßen Mittels als Reinigungsmittel für harte Oberflächen.
Die Kombination von Aniontensid und Amphotensid bewirkt einerseits eine besonders vorteilhafte Reinigungswirkung sowie andererseits in Verbindung mit dem Polymer eine räumlich besonders stabile Suspension der Mikrokapseln. Somit ist der ansonsten übliche Einsatz größerer Mengen an Elektrolytsalz zur Stabilisierung der Mikrokapseln nicht erforderlich. Sichtbare Mikrokapseln erlauben ein besonders genaues, reproduzierbares Dosieren durch Abzählen der in der dosierten Menge des Handgeschirrspülmittels enthaltenen Mikrokapseln.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung stehen Fettsäuren bzw. Fettalkohole bzw. deren Derivate - soweit nicht anders angegeben - stellvertretend für verzweigte oder unverzweigte Carbonsäuren bzw. Alkohole bzw. deren Derivate mit vorzugsweise 6 bis 22 Kohlenstoffatomen. Erstere sind insbesondere wegen ihrer pflanzlicher Basis als auf nachwachsenden Rohstoffen basierend aus ökologischen Gründen bevorzugt, ohne je-
doch die erfindungsgemäße Lehre auf sie zu beschränken. Insbesondere sind auch die beispielsweise nach der ROELEΛ/schen Oxo-Synthese erhältlichen Oxo-Alkohle bzw. deren Derivate entsprechend einsetzbar.
Wann immer im folgenden Erdalkalimetalle als Gegenionen für einwertige Anionen genannt sind, so bedeutet das, dass das Erdalkalimetall natürlich nur in der halben - zum Ladungsausgleich ausreichenden - Stoffmenge wie das Anion vorliegt.
Die Angabe INCI bedeutet, dass es sich bei der nachfolgenden - oder ggf. vorangehenden - Bezeichnung um einen Namen gemäß dem International Dictionary of Cosmetic Ingredients von The Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association (CTFA) handelt. Die Angabe CAS bedeutet, dass es sich bei der nachfolgenden Zahlenfolge um eine Bezeichnung des Chemical Abstracts Service handelt.
Polymer
Polymere im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Polycarboxylate, vorzugsweise Homo- und Copolymerisate der Acrylsäure, insbesondere Acrylsäure-Copolymere wie Acrylsäure-Methacrylsäure-Copolymere, und Polysaccharide, insbesondere Heteropoly- saccharide, sowie andere übliche polymere Verdicker.
Geeignete Polysaccharide bzw. Heteropolysaccharide sind die Polysaccharidgummen, beispielsweise Gummi arabicum, Agar, Alginate, Carrageene und ihre Salze, Guar, Gua- ran, Tragacant, Gellan, Ramsan, Dextran oder Xanthan und ihre Derivate, z.B. propoxy- liertes Guar, sowie ihre Mischungen. Andere Polysaccharidverdicker, wie Stärken oder Cellulosederivate, können alternativ, vorzugsweise aber zusätzlich zu einem Polysaccha- ridgummi eingesetzt werden, beispielsweise Stärken verschiedensten Ursprungs und Stärkederivate, z.B. Hydroxyethylstärke, Stärkephosphatester oder Stärkeacetate, oder Carboxymethylcellulose bzw. ihr Natriumsalz, Methyl-, Ethyl-, Hydroxyethyl-, Hydroxy- propyl-, Hydroxypropyl-methyl- oder Hydroxyethyl-methyi-cellulose oder Celluloseacetat.
Ein bevorzugtes Polymer ist das mikrobielle anionische Heteropolysaccharid Xanthan Gum, das von Xanthomonas campestris und einigen anderen Spezies unter aeroben Bedingungen mit einem Molekulargewicht von 2-15* 106 produziert wird und beispielsweise von der Fa. Kelco unter dem Handelsnamen KeltroP erhältlich ist, z.B. als cremefarbenes Pulver KeltroP T (Transparent) oder als weißes Granulat Keltrof' RD (f?eadily Dispersible).
Geeignete Acrylsäure-Polymere sind beispielsweise hochmolekulare mit einem Polyal- kenylpolyether, insbesondere einem Allylether von Saccharose, Pentaerythrit oder Pro- pylen, vernetzte Homopolymere der Acrylsäure {INCI Carbomer), die auch als Car- boxyvinylpolymere bezeichnet werden. Solche Polyacrylsäuren sind u.a. von der Fa. BFGoodrich unter dem Handelsnamen Carbopof® erhältlich, z.B. CarbopoP 940 (Molekulargewicht ca. 4.000.000), Carbopof 941 (Molekulargewicht ca. 1.250.000) oder Car- bopoP 934 (Molekulargewicht ca. 3.000.000).
Besonders geeignete Polymere sind aber folgende Acrylsäure-Copolymere: (i) Copoly- mere von zwei oder mehr Monomeren aus der Gruppe der Acrylsäure, Methacrylsäure und ihrer einfachen, vorzugsweise mit C1-4-Alkanolen gebildeten, Ester {INCI Acrylates Copolymer), zu denen etwa die Copolymere von Methacrylsäure, Butylacrylat und Methylmethacrylat (CAS 25035-69-2) oder von Butylacrylat und Methylmethacrylat (CAS 25852-37-3) gehören und die beispielsweise von der Fa. Rohm & Haas unter den Handelsnamen Aculyn® und AcusoP erhältlich sind, z.B. die anionischen nicht-assoziativen Polymere >4c-./yt7® 33 (vernetzt), Acusof® 810 und AcusoP 830 (CAS 25852-37-3); (ii) vernetzte hochmolekulare Acrylsäurecopolymere, zu denen etwa die mit einem Allylether der Saccharose oder des Pentaerythrits vernetzten Copolymere von C10-3o-Alkylacrylaten mit einem oder mehreren Monomeren aus der Gruppe der Acrylsäure, Methacrylsäure und ihrer einfachen, vorzugsweise mit C1-4-Alkanolen gebildeten, Ester (INCI Acryla- tes/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer) gehören und die beispielsweise von der Fa. BFGoodrich unter dem Handelsnamen Carbopof erhältlich sind, z.B. das hydrophobierte Carbopof® ETD 2623 und Carbopof® 1382 (INCI Acrylates/C 10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer) sowie CarbopoP AQUA 30 (früher Carbopof6 EX 473).
Der Gehalt an Polymer beträgt üblicherweise zwischen 0,01 und 8 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,1 und 7 Gew.-%, besonders bevorzugt zwischen 0,5 und 6 Gew.-%, insbesondere zwischen 1 und 5 Gew.-% und äußerst bevorzugt zwischen 1 ,5 und 4 Gew.-%, beispielsweise zwischen 2 und 2,5 Gew.-%. Die Viskosität der erfindungsgemäßen Mittel wird wesentlich über den Polymergehalt eingestellt bzw. gesteuert, wobei die erforderlichen Mengen können von Polymer zu Polymer unterschiedlich sein können. Auch die verwendete Tensidzusammensetzung spielt in der Mengenwahl eine Rolle.
Tenside
Als Tenside enthält das erfindungsgemäße Handgeschirrspülmittel eine Kombination von
mindestens einem Aniontensid mit mindestens einem Amphotensid. In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist zusätzlich mindestens ein nichtionisches Tensid enthalten. Insgesamt verwendet man die Tenside üblicherweise in Mengen von 0,2 bis 60 Gew.-%, bevorzugt von 1 bis 55 Gew.-%, besonders bevorzugt 3 bis 50 Gew.-% und äußerst bevorzugt 5 bis 45 Gew.-%.
In einer Ausführungsform, die für eine höhere Anwendungskonzentration von beispielsweise etwa 0,8 g des erfindungsgemäßen Mittels pro Liter Spülflotte bevorzugt sind, beträgt der Tensidgehalt üblicherweise 5 bis 35 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 30 Gew.-%, insbesondere 14 bis 25 Gew.-%.
In einer konzentrierten Ausführungsform, die für eine geringere Anwendungskonzentration von beispielsweise etwa 0,4 g des erfindungsgemäßen Mittels pro Liter Spülflotte bevorzugt wird, beträgt der Tensidgehalt dagegen üblicherweise 30 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 35 bis 55 Gew.-%, insbesondere 38 bis 52 Gew.-%.
Aniontenside
Anionische Tenside gemäß der Erfindung können aliphatische Sulfate wie Fettalkoholsulfate, Fettalkoholethersulfate, Dialkylethersulfate, Monoglyceridsulfate und aliphatische Sulfonate wie Alkansulfonate, Olefinsulfonate, Ethersulfonate, /.-Alkylether- sulfonate, Estersulfonate und Ligninsulfonate sein. Ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendbar sind Alkylbenzolsulfonate, Fettsäurecyanamide, Sulfobem- steinsäureester, Fettsäureisethionate, Acylaminoalkansulfonate (Fettsäuretauride), Fett- säuresarcosinate, Ethercarbonsäuren und Alkyl(ether)phosphate.
Besonders bevorzugt im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind die Fettalkoholethersulfate. Fettalkoholethersulfate sind Produkte von Sulfatierreaktionen an alkoxylier- ten Alkoholen. Dabei versteht der Fachmann allgemein unter alkoxylierten Alkoholen die Reaktionsprodukte von Alkylenoxid, bevorzugt Ethylenoxid, mit Alkoholen, im Sinne der vorliegenden Erfindung bevorzugt mit längerkettigen Alkoholen. In der Regel ensteht aus n Molen Ethylenoxid und einem Mol Alkohol, abhängig von den Reaktionsbedingungen, ein komplexes Gemisch von Additionsprodukten unterschiedlicher Ethoxylierungsgrade. Eine weitere Ausführungsform der Alkoxylierung besteht im Einsatz von Gemischen der Alkylenoxide, bevorzugt des Gemisches von Ethylenoxid und Propylenoxid. Ganz besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung sind niederethoxylierte Fettalko-
hole mit 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten (EO), insbesondere 1 bis 2 EO, beispielsweise 1 ,3 EO.
Vorzugsweise werden die anionischen Tenside, insbesondere Fettalkoholethersulfate, in Mengen von 0,2 bis 49,8 Gew.-% eingesetzt, besonders bevorzugt 5 bis 45 Gew.-%, insbesondere 8 bis 40 Gew.-% und äußerst bevorzugt 10 bis 36 Gew.-%.
In einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lehre enthält das Mittel als alleiniges oder vorzugsweise zusätzliches Aniontensid, insbesondere in Kombination mit Fettalkoholethersulfaten, Fettalkoholsulfate, wobei vorzugsweise zwischen 0,5 und 15 Gew.-% Fettalkoholsulfate enthalten sind.
Amphotenside
Zu den Amphotensiden (zwitterionischen Tensiden), die erfindungsgemäß eingesetzt werden können, zählen Betaine, Aminoxide, Alkylamidoalkylamine, alkylsubstituierte Aminosäuren, acylierte Aminosäuren bzw. Biotenside, von denen die Betaine im Rahmen der erfindungsgemäßen Lehre besonders bevorzugt werden.
Betaine
Geeignete Betaine sind die Alkylbetaine, die Alkylamidobetaine, die Imidazoliniumbetai- ne, die Sulfobetaine (INCI Sultaines) sowie die Phosphobetaine und genügen vorzugsweise Formel I,
1-[CO-X-(CH2)n]x-N+(R2)(R3)-(CH2)m-[CH(OH)-CH2]y-Y- (I)
in der R1 ein gesättigter oder ungesättigter Ce^-Alkylrest, vorzugsweise C8.18-Alkyl- rest, insbesondere ein gesättigter C10-16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest,
X NH, NR4 mit dem C1-4-Alkylrest R4, O oder S, n eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 3, x 0 oder 1 , vorzugsweise 1 ,
R2, R3 unabhängig voneinander ein C1-4-Alkylrest, ggf. hydroxysubstituiert wie z.B. ein Hydroxyethylrest, insbesondere aber ein Methylrest, m eine Zahl von 1 bis 4, insbesondere 1 , 2 oder 3, y 0 oder 1 und
Y COO, SO3, OPO(OR5)O oder P(O)(OR5)O, wobei R5 ein Wasserstoffatom
H oder ein C1-4-Alkylrest ist.
Die Alkyl- und Alkylamidobetaine, Betaine der Formel I mit einer Carboxylatgruppe (Y" = COO"), heißen auch Carbobetaine.
Bevorzugte Amphotenside sind die Alkylbetaine der Formel (la), die Alkylamidobetaine der Formel (Ib), die Sulfobetaine der Formel (Ic) und die Amidosulfobetaine der Formel (ld),
R1-N+(CH3)2-CH2COO- (la)
R1-CO-NH-(CH2)3-N+(CH3)2-CH2COO- (Ib)
R1-N+(CH3)2-CH2CH(OH)CH2SO3- (Ic)
R1-CO-NH-(CH2)3-N+(CH3)2-CH2CH(OH)CH2SO3- (ld)
in denen R1 die gleiche Bedeutung wie in Formel I hat.
Besonders bevorzugte Amphotenside sind die Carbobetaine, insbesondere die Carbobetaine der Formel (la) und (Ib), äußerst bevorzugt die Alkylamidobetaine der Formel (Ib).
Beispiele geeigneter Betaine und Sulfobetaine sind die folgenden gemäß INCI benannten Verbindungen: Almondamidopropyl Betaine, Apricotamidopropyl Betaine, Avocada- midopropyl Betaine, Babassuamidopropyl Betaine, Behenamidopropyl Betaine, Behenyl Betaine, Betaine, Canolamidopropyl Betaine, Capryl/Capramidopropyl Betaine, Carnitine, Cetyl Betaine, Cocamidoethyl Betaine, Cocamidopropyl Betaine, Cocamidopropyl Hy- droxysultaine, Coco-Betaine, Coco-Hydroxysultaine, Coco/Oleamidopropyl Betaine, Co- co-Sultaine, Decyl Betaine, Dihydroxyethyl Oleyl Glycinate, Dihydroxyethyl Soy Glycina- te, Dihydroxyethyl Stearyl Glycinate, Dihydroxyethyl Tallow Glycinate, Dimethicone Pro- pyl PG-Betaine, Erucamidopropyl Hydroxysultaine, Hydrogenated Tallow Betaine, Isostearamidopropyl Betaine, Lauramidopropyl Betaine, Lauryl Betaine, Lauryl Hydroxysultaine, Lauryl Sultaine, Milkamidopropyl Betaine, Minkamidopropyl Betaine, Myristami- dopropyl Betaine, Myristyl Betaine, Oleamidopropyl Betaine, Oleamidopropyl Hydroxysultaine, Oleyl Betaine, Olivamidopropyl Betaine, Palmamidopropyl Betaine, Palmitami- dopropyl Betaine, Palmitoyl Carnitine, Palm Kernelamidopropyl Betaine, Polytetrafluo- roethylene Acetoxypropyl Betaine, Ricinoleamidopropyl Betaine, Sesamidopropyl Betai-
ne, Soyamidopropyl Betaine, Stearamidopropyl Betaine, Stearyl Betaine, Tallowamido- propyl Betaine, Tallowamidopropyl Hydroxysultaine, Tallow Betaine, Tallow Dihydroxyethyl Betaine, Undecylenamidopropyl Betaine und Wheat Germamidopropyl Betaine.
Aminoxide
Zu den erfindungsgemäß geeigneten Aminoxiden gehören Alkylaminoxide, insbesondere Alkyldimethylaminoxide, Alkylamidoaminoxide und Alkoxyalkylaminoxide. Bevorzugte Aminoxide genügen Formel II,
R6R7R8N+-O- (II)
R6-[CO-NH-(CH2)w]z-N+(R7)(R8)-O- (II)
in der R6 ein gesättigter oder ungesättigter Ce-^-Alkylrest, vorzugsweise C8.18-Alkyl- rest, insbesondere ein gesättigter C10.16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest, der in den Alkylamidoaminoxiden über eine Car- bonylamidoalkylengruppe -CO-NH-(CH2)z- und in den Alkoxyalkyla- minoxiden über eine Oxaalkylengruppe -O-(CH2)z- an das S ickstoffatom N gebunden ist, wobei z jeweils für eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 3, R7, R8 unabhängig voneinander ein d-4-Alkylrest, ggf. hydroxysubstituiert wie z.B. ein Hydroxyethylrest, insbesondere ein Methylrest, ist.
Beispiele geeigneter Aminoxide sind die folgenden gemäß INCI benannten Verbindungen: Almondamidopropylamine Oxide, Babassuamidopropylamine Oxide, Behenamine Oxide, Cocamidopropyl Amine Oxide, Cocamidopropylamine Oxide, Cocamine Oxide, Coco-Morpholine Oxide, Decylamine Oxide, Decyltetradecylamine Oxide, Diaminopyri- midine Oxide, Dihydroxyethyl C8-10 Alkoxypropylamine Oxide, Dihydroxyethyl C9-11 Alkoxypropylamine Oxide, Dihydroxyethyl C12-15 Alkoxypropylamine Oxide, Dihydroxyethyl Cocamine Oxide, Dihydroxyethyl Lauramine Oxide, Dihydroxyethyl Stearami- ne Oxide, Dihydroxyethyl Tallowamine Oxide, Hydrogenated Palm Kernel Amine Oxide, Hydrogenated Tallowamine Oxide, Hydroxyethyl Hydroxypropyl C12-15 Alkoxypropylamine Oxide, Isostearamidopropylamine Oxide, Isostearamidopropyl Morpholine Oxide, Lauramidopropylamine Oxide, Lauramine Oxide, Methyl Morpholine Oxide, Milkamido- propyl Amine Oxide, Minkamidopropylamine Oxide, Myristamidopropylamine Oxide, My- ristamine Oxide, Myristyl/Cetyl Amine Oxide, Oleamidopropylamine Oxide, Oleamine
Oxide, Olivamidopropylamine Oxide, Paimitamidopropylamine Oxide, Palmitamine Oxide, PEG-3 Lauramine Oxide, Potassium Dihydroxyethyl Cocamine Oxide Phosphate, Potas- sium Thsphosphonomethylamine Oxide, Sesamidopropylamine Oxide, Soyamidopropy- lamine Oxide, Stearamidopropylamine Oxide, Stearamine Oxide, Tallowamidopropylami- ne Oxide, Tallowamine Oxide, Undecylenamidopropylamine Oxide und Wheat Germami- dopropylamine Oxide.
Alkylamidoalkylamine
Die Alkylamidoalkylamine (INCI Alkylamido Alkylamines) sind Amphotenside der Formel (III),
R9-CO-NR10-(CH2) N(R11)-(CH2CH2O)r(CH2)k-[CH(OH)]rCH2-Z-OM (III)
in der R9 ein gesättigter oder ungesättigter Ce-^-Alkylrest, vorzugsweise C8.18-Alkyl- rest, insbesondere ein gesättigter C10-ι6-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest,
R10 ein Wasserstoffatom H oder ein C^-Alkylrest, vorzugsweise H, i eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 2 oder 3,
R11 ein Wasserstoffatom H oder CH2COOM (zu M s.u.), j eine Zahl von 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 2, insbesondere 1 , k eine Zahl von 0 bis 4, vorzugsweise 0 oder 1 ,
I 0 oder 1 , wobei k = 1 ist, wenn I = 1 ist,
Z CO, SO2, OPO(OR12) oder P(O)(OR12), wobei R12 ein C1.4-Alkylrest oder M
(s.u.) ist, und
M ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alkanolamin, z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, ist.
Bevorzugte Vertreter genügen den Formeln lila bis llld,
R9-CO-NH-(CH2)2-N(R11)-CH2CH2O-CH2-COOM (lila)
R9-CO-NH-(CH2)2-N(R11)-CH2CH2O-CH2CH2-COOM (lllb)
R9-CO-NH-(CH2)2-N(R11)-CH2CH2O-CH2CH(OH)CH2-SO3M (lllc)
R9-CO-NH-(CH2)2-N(R11)-CH2CH2O-CH2CH(OH)CH2-OPO3HM (llld) in denen R1 und M die gleiche Bedeutung wie in Formel (IM) haben.
Beispielhafte Alkylamidoalkylamine sind die folgenden gemäß INCI benannten Verbindungen: Cocoamphodipropionic Acid, Cocobetainamido Amphopropionate, DEA-
Cocoamphodipropionate, Disodium Caproamphodiacetate, Disodium Caproamphodipro- pionate. Disodium Capryloamphodiacetate, Disodium Capryloamphodipropionate, Disodium Cocoamphocarboxyethylhydroxypropylsulfonate, Disodium Cocoamphodiacetate, Disodium Cocoamphodipropionate, Disodium Isostearoamphodiacetate, Disodium Isostearoamphodipropionate, Disodium Laureth-5 Carboxyamphodiacetate, Disodium Lauroamphodiacetate, Disodium Lauroamphodipropionate, Disodium Oleoamphodipro- pionate, Disodium PPG-2-lsodeceth-7 Carboxyamphodiacetate, Disodium Stearoam- phodiacetate, Disodium Tallowamphodiacetate, Disodium Wheatgermamphodiacetate, Lauroamphodipropionic Acid, Quatemium-85, Sodium Caproamphoacetate, Sodium Ca- proamphohydroxypropylsulfonate, Sodium Caproamphopropionate, Sodium Capryloam- phoacetate, Sodium Capryloamphohydroxypropylsulfonate, Sodium Capryloamphopro- pionate, Sodium Cocoamphoacetate, Sodium Cocoamphohydroxypropylsulfonate, Sodium Cocoamphopropionate, Sodium Comamphopropionate, Sodium Isostearoamphoa- cetate, Sodium Isostearoamphopropionate, Sodium Lauroamphoacetate, Sodium Lauro- amphohydroxypropylsulfonate, Sodium Lauroampho PG-Acetate Phosphate, Sodium Lauroamphopropionate, Sodium Myristoamphoacetate, Sodium Oleoamphoacetate, Sodium Oleoamphohydroxypropylsulfonate, Sodium Oleoamphopropionate, Sodium Ricinoleoamphoacetate, Sodium Stearoamphoacetate, Sodium Stearoamphohydroxy- propylsulfonate, Sodium Stearoamphopropionate, Sodium Tallamphopropionate, Sodium Tallowamphoacetate, Sodium Undecylenoamphoacetate, Sodium Undecylenoampho- propionate, Sodium Wheat Germamphoacetate und Trisodium Lauroampho PG-Acetate Chloride Phosphate.
Alkylsubstituierte Aminosäuren
Erfindungsgemäß bevorzugte alkylsubstituierte Aminosäuren (INCI Alkyl-Substituted Amino Acids) sind monoalkylsubstituierte Aminosäuren gemäß Formel (IV),
R13-NH-CH(R14)-(CH2)u-COOM' (IV)
in der R13 ein gesättigter oder ungesättigter Ce-^-Alkylrest, vorzugsweise C8.18-Alkyl- rest, insbesondere ein gesättigter C10-16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12.14-Alkylrest, R14 ein Wasserstoffatom H oder ein CM-Alkylrest, vorzugsweise H, u eine Zahl von 0 bis 4, vorzugsweise 0 oder 1 , insbesondere 1 , und
M' ein Wasserstoff, ein Alkalimetail, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alkanolamin, z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, ist,
alkylsubstituierte Iminosäuren gemäß Formel (V),
R15-N-[(CH2)v-COOM"]2 (V)
in der R15 ein gesättigter oder ungesättigter Ce^-Alkylrest, vorzugsweise C8.18-Alkyl- rest, insbesondere ein gesättigter C10.16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest, v eine Zahl von 1 bis 5, vorzugsweise 2 oder 3, insbesondere 2, und
M" ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alkanolamin, z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, wobei M" in den beiden Carboxygruppen die gleiche oder zwei verschiedene Bedeutungen haben kann, z.B. Wasserstoff und Natrium oder zweimal Natrium sein kann, ist,
und mono- oder dialkylsubstituierte natürliche Aminosäuren gemäß Formel (VI),
R16-N(R17)-CH(R18)-COOM,M (VI)
in der R16 ein gesättigter oder ungesättigter C,5.22-Alkylrest, vorzugsweise C8-18-Alkyl- rest, insbesondere ein gesättigter C1(M6-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12.14-Alkylrest, R17 ein Wasserstoffatom oder ein C1-4-Alkylrest, ggf. hydroxy- oder aminsub- stituiert, z.B. ein Methyl-, Ethyl-, Hydroxyethyl- oder Aminpropylrest, R18 den Rest einer der 20 natürlichen α-Aminosäuren H2NCH(R18)COOH, und M'" ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alkanolamin, z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, ist.
Besonders bevorzugte alkylsubstituierte Aminosäuren sind die Aminopropionate gemäß Formel (IVa),
R13-NH-CH2CH2COOM' (IVa)
in der R13 und M' die gleiche Bedeutung wie in Formel (IV) haben.
Beispielhafte alkylsubstituierte Aminosäuren sind die folgenden gemäß INCI benannten Verbindungen: Aminopropyl Laurylglutamine, Cocaminobutyric Acid, Cocaminopropionic Acid, DEA-Lauraminopropionate, Disodium Cocaminopropyl Iminodiacetate, Disodium Dicarboxyethyl Cocopropylenediamine, Disodium Lauhminodipropionate, Disodium Stea- riminodipropionate, Disodium Tallowiminodipropionate, Lauraminopropionic Acid, Lauryl Aminopropylglycine, Lauryl Diethylenediaminoglycine, Myristaminopropionic Acid, Sodium C12-15 Alkoxypropyl Iminodipropionate, Sodium Cocaminopropionate, Sodium Lau- raminopropionate, Sodium Lauhminodipropionate, Sodium Lauroyl Methyiaminopropio- nate, TEA-Lauraminopropionate und TEA-Myristaminopropionate.
Acylierte Aminosäuren
Acylierte Aminosäuren sind Aminosäuren, insbesondere die 20 natürlichen α-Amino- säuren, die am Aminostickstoffatom den Acylrest R19CO einer gesättigten oder ungesättigten Fettsäure R19COOH tragen, wobei R19 ein gesättigter oder ungesättigter C6-22. -Alkylrest, vorzugsweise C8.18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C10-ι6-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12.14-Alkylrest ist. Die acylierten Aminosäuren können auch als Alkalimetallsalz, Erdalkalimetallsalz oder Alkanolammoniumsalz, z.B. Mono-, Di- oder Triethanolammoniumsalz, eingesetzt werden. Beispielhafte acylierte Aminosäuren sind die gemäß INCI unter Amino Acids zusammengefaßten Acylderivate, z.B. Sodium Cocoyl Glutamate, Lauroyl Glutamic Acid, Capryloyl Glycine oder Myristoyl Methylalanine.
Vorzugsweise werden die Amphotenside, insbesondere Alkylamidobetaine, in Mengen von 0,1 bis 14,9 Gew.-%, insbesondere von 1 bis 10 Gew.-%, äußerst bevorzugt von 1 ,5 bis 8 Gew.-%, beispielsweise 2 bis 7 Gew.-%, eingesetzt.
Nichtionische Tenside
Nichtionische Tenside im Rahmen der Erfindung können Alkoxylate sein wie Polygly- colether, Fettalkoholpolyglycolether, Alkylphenolpolyglycolether, endgruppenverschlos- sene Polyglycolether, Mischether und Hydroxymischether und Fettsäurepolyglycolester. Ebenfalls verwendbar sind Ethylenoxid, Propylenoxid, Blockpolymere und Fettsäurealka- nolamide und Fettsäurepolyglycolether. Eine wichtige Klasse nichtionischer Tenside, die erfindungsgemäß verwendet werden kann, sind die Polyol-Tenside und hier besonders die Glykotenside, wie Alkylpolyglykoside und Fettsäureglucamide. Besonders bevorzugt sind die Alkylpolyglykoside, insbesondere die Alkylpolyglucoside.
Alkylpolyglykoside sind Tenside, die durch die Reaktion von Zuckern und Alkoholen nach den einschlägigen Verfahren der praparativen organischen Chemie erhalten werden können, wobei es je nach Art der Herstellung zu einem Gemisch monoalkylierter, o go- merer oder polymerer Zucker kommt Bevorzugte Alkylpolyglykoside sind die Alkylpoly- glucoside, wobei besonders bevorzugt der Alkohol ein langkettiger Fettalkohoi oder ein Gemisch langkettiger Fettalkohole mit verzweigten oder unverzweigten C8- bis C18-Alkyl- ketten ist und der Oligomeπsierungsgrad (DP) der Zucker zwischen 1 und 10, vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 ,1 bis 3, äußerst bevorzugt 1 ,1 bis 1 ,7, betragt
Vorzugsweise werden ein oder mehrere nichtionische Tenside, insbsondere Alkylpolyglykoside, in Mengen von 0,1 bis 14,9 Gew -%, insbesondere 1 bis 10 Gew -% und äußerst bevorzugt 1 ,5 bis 5 Gew -%, beispielsweise 2 bis 3 Gew -% eingesetzt
In einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung enthalt das Handgeschirrspulmittel
(a) 0,2 bis 49,8 Gew -%, bevorzugt 5 bis 45 Gew -%, besonders bevorzugt 8 bis 40 Gew -%, anionische Tenside, insbesondere Fettalkoholethersulfate,
(b) 0,1 bis 14,9 Gew -%, bevorzugt 1 bis 10 Gew -%, Amphotenside, insbesondere Alkylamidobetaine, und
(c) 0,1 bis 14,9 Gew -%, bevorzugt 1 bis 10 Gew -%, nichtionische Tenside, insbesondere Alkylpolyglucoside
Mikrokapseln
Als Mikrokapseln lassen sich samtliche auf dem Markt angebotenen tensidstabilen Kapseln und Kapselmateπalien bzw Sphären und Spharenmateπahen einsetzen, wie z B Hallcrest Microcapsules (Kapselmaterial Gelantine, Gummi Arabicum) der Firma Hallcrest, Ine (US), Coletica Thalaspheres (Kapselmaterial maritimes Collagen) der Firma Coletica (FR), Lipotec Milhcapseln (Kapselmaterial Alginsaure, Agar-Agar) der Firma Lipotec S A (ES), Induchem Unispheres (Kapselmatenal Lactose, mikrokristalline Cellulose, Hydroxypropylmethylcellulose) und Unicenn C30 (Kapselmatenal Lactose, mikrokristalline Cellulose, Hydroxypropylmethylcellulose) der Firma Induchem AG (CH), Kobo Glycospheres (Kapselmaterial modifizierte Starke, Fettsaureester, Phospholipide) und Softspheres (Kapselmatenal modifiziertes Agar-Agar) der Firma Kobo (US) sowie Kuhs Probiol Nanospheres (Kapselmaterial Phospholipide) der Firma Kuhs (DE) und andere
Die Mikrokapseln können im herstellungsbedingten Rahmen eine beliebige Form aufweisen, sie sind jedoch bevorzugt eiförmig bzw. ellipsoid geformt oder näherungsweise kugelförmig. Der Durchmesser entlang ihrer größten räumlichen Ausdehnung kann je nach Wirkstoff und Anwendung zwischen 100 nm (visuell nicht als Kapsel erkennbar) und 10 mm liegen. Der bevorzugte Durchmesser liegt im Bereich zwischen 0,1 mm und 7 mm, besonders bevorzugt sind Mikrokapseln mit einem Durchmesser zwischen 0,4 mm und 5 mm.
Wirkstoffe im Sinne der Erfindung sind unter anderem dermatologisch wirksame Substanzen wie Vitamin A, Vitamin B2, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin E,D-Panthenol, Se- ricerin, Collagen-Partial-Hydrolysat, verschiedene pflanzliche Protein-Partial-Hydrolysate, Proteinhydrolysat-Fettsäure-Kondensate, Liposome, Choleste n, pflanzliche und tierische Öle wie z.B. Lecithin, Sojaöl, usw., Pflanzenextrakte wie z.B. Aloe Vera, Azulen, Hamamelisextrakte, Algenextrakte, usw., Allantoin, A.H.A.-Komplexe. Wirkstoffe im Sinne der Erfindung sind zudem antibakterielle Wirkstoffe, wie z.B. Benzoesäure, Milchsäure, Salicylsäure, Sorbinsäure oder deren Mischungen bzw. deren Salze sein. Unter Wirkstoffen im Sinne der Erfindung sind weiterhin ätherische Öle wie z. B. Parfüms, Limonen, Geraniol, Nerol sowie Additive zur Verbesserung des Spülgutglanzes wie z.B. Essig zu verstehen. Zur Verbesserung des Erscheinungsbildes Farbstoffe, Farbpigmente oder Perlglanzkomponenten beigemischt werden.
Demgemäß enthält das erfindungsgemäße Handgeschirrspülmittel in einer bevorzugten Ausführungsform Mikrokapseln, in denen ein oder mehrere Vertreter aus der Gruppe, umfassend dermatologisch wirksame Substanzen, antibakterielle Wirkstoffe, ätherische Öle und Additive zur Verbesserung des Spülgutglanzes sowie des Erscheinungsbildes, eingeschlossen sind.
Die Freisetzung des Wirkstoffes aus den Mikrokapseln kann sowohl durch Zerreiben der Mikrokapseln während des Reinigungsprozesses als auch durch Aufbrechen mittels einer geeigneten Dosiereinrichtung erfolgen. Denkbar ist auch eine Freisetzung des Wirkstoffes durch Veränderung der Temperatur (Einbringen in warme Spülflotte), durch Verschiebung des pH-Wertes, Veränderung des Elektrolytgehaltes, usw.
Der Gehalt an Mikrokapseln beträgt üblicherweise von 0,01 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1 bis 5 Gew.-%, insbesondere von 0,2 bis 3 Gew.-% und äußerst bevorzugt von
0,3 bis 2 Gew.-%, wobei das erfindungsgemäße Mittel ausschließlich gleichartige Mikrokapseln oder aber auch Mischungen verschiedenartiger Mikrokapseln enthalten kann.
Viskosität
Die für die erfindungsgemäßen Mittel günstige Viskosität liegt bei 20 °C und einer Scherrate von 10 s"1 zwischen 300 und 20.000 mPa-s, vorzugsweise zwischen 700 und 15.000 mPa-s, besonders bevorzugt zwischen 1.000 und 10.000 mPa-s, bzw. bei 20 °C und einer Scherrate von 30 s'1 zwischen 500 und 18.000 mPa-s, vorzugsweise zwischen 700 und 13.000 mPa s, besonders bevorzugt zwischen 900 und 10.000 mPa-s, insbesondere zwischen 1.100 und 8.000 mPa-s, äußerst bevorzugt zwischen 1.300 und 6.500 mPa-s, beispielsweise zwischen 1.000 und 4.000 mPa-s.
Für günstige Lagereigenschaften bevorzugte Werte der Nullscherviskosität η0 liegen zwischen 100 bis 5.000 Pa s, bevorzugt zwischen 200 und 3.000 Pa s.
Viele der erfindungsgemäß untersuchten Mischungen zeigen ein zeitlich veränderliches Viskositätsprofil. Dies ist besonders wünschenswert, da beim Produktionsprozess eine dünnflüssigere Masse bevorzugt wird, im Punkte Lagerstabilität und Verwendungskomfort aber auf höherviskose Produkte Wert gelegt wird.
Die Viskosität der erfindungsgemäßen Mittel kann durch das Polymer eingestellt werden. Die erforderlichen Mengen können hierbei von Polymer zu Polymer verschieden sein. Auch die verwendete Tensidzusammensetzung spielt bei der Mengenwahl ebenso eine Rolle wie die Gegenwart von Lösungsvermittlern.
Lösungsvermittler
Als Lösungsvermittler, etwa für Farbstoffe und Parfümöle, können beispielsweise Alka- nolamine, Polyole wie Ethylenglycol, 1 ,2-Propylenglycol, Glycerin und andere ein- und mehrwertige Alkohole sowie Alkylbenzolsulfonate mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkyl- rest dienen.
Zur Stabilisierung des erfindungsgemäßen Handgeschirrspülmittels insbesondere bei hohem Tensidgehalt können ein oder mehrere Dicarbonsäuren und/oder deren Salze, allein oder in Mischung zugesetzt werden, insbesondere eine Zusammensetzung aus Na-Salzen der Adipin-, Bernstein- und Glutarsäure beimengt, wie sie z.B. unter dem Handelsnamen Sokalan® DSC erhältlich ist. Der Einsatz erfolgt hierbei vorteiihafterweise
in Mengen von 0,1 bis 8 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 7 Gew.-%, insbesondere 1 ,3 bis 6 Gew.-% und besonders bevorzugt 2 bis 4 Gew.-%.
Eine Veränderung des Dicarbonsäure(salz)-Gehaltes kann - insbesondere in Mengen oberhalb 2 Gew.-% - zu einer klaren Lösung der Inhaltsstoffe beitragen. Ebenfalls ist innerhalb gewisser Grenzen eine Beeinflussung der Viskosität der Mischung durch dieses Mittel möglich. Weiterhin beeinflusst diese Komponente die Löslichkeit der Mischung. Diese Komponente wird besonders bevorzugt bei hohen Tensidgehalten eingesetzt, insbesondere bei Tensidgehalten oberhalb 30 Gew.-%.
Anstelle oder zusätzlich zu den Dicarbonsäuren und/oder deren Salzen können zur Viskositätsregulierung auch andere organische Säuren bzw. deren Salze, wie beispielsweise Nat umformiat, Natriumacetat, Natriumeitrat und Nathumtartrat, sowie anorganische Salze, wie z.B. Natriumchlorid, Magnesiumchlorid und Magnesiumsulfat, oder auch Salze der vorgenannten Anionen mit anderen Alkali- bzw. Erdalkalimetallen einzeln oder in Mischungen eingesetzt werden.
Lösungsmittel
Eine weitere vorteilhafte Komponente der erfindungsgemäßen Mittel sind Lösungsmittel, insbesondere niedere Alkohole, vorzugsweise Ethanol, n-Propanol oder /'so-Propanol, besonders bevorzugte Ethanol. Sie tragen zur Einarbeitung von Parfüm und Farbstoff bei, verhindern die Ausbildung flüssigkristalliner Phasen und haben Anteil an der Bildung klarer Produkte. Die Viskosität kann gesenkt werden, indem man die Lösemittelmenge erhöht. Zuviel Lösungsmittel bewirkt jedoch ein zu starkes Absinken der Viskosität. Daher sind erfindungsgemäß ein oder mehrere Lösungsmittel üblicherweise in Mengen von 0,1 bis 12 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 3 bis 8 Gew.-%, beispielsweise 5 bis 6 Gew.-%, enthalten.
Hilfs- und Zusatzstoffe
Eine weiterhin verbesserte Reinigungsleistung, besonders bei angebranntem Schmutz, erhält man bei der Verwendung von Abrasivstoffen, bevorzugt wasserlöslichen Abrasiv- stoffen, insbesondere Alkalimetallbicarbonat, Alkalimetallsulfat.
Daneben können noch weitere in Handgeschirrspülmitteln übliche Hilfs- und Zusatzstoffe, insbesondere UV-Stabilisatoren, Parfümstoffe, Perlglanzmittel (INCI Opacifying Agents; beispielsweise Glykoldistearat, z.B. Cutina1' AG S der Fa. Henkel KGaA, bzw.
dieses enthaltende Mischungen, z.B. die Euperlane® der Fa. Henkel KGaA), Farbstoffe, Korrosionsinhibitoren und/oder Konservierungsmittel, in Mengen von üblicherweise nicht mehr als 5 Gew.-% enthalten sein.
pH-Wert
Der pH-Wert der erfindungsgemäßen Mittel kann mittels üblicher pH-Regulatoren, beispielsweise Citronensäure oder NaOH, eingestellt werden, wobei - im wesentlichen wegen der geforderten Handverträglichkeit - ein Bereich von 5 bis 8, vorzugsweise 5,5 bis 7,5, insbesondere 5,7 bis 7 bevorzugt ist.
Herstellung
Die erfindungsgemäßen Handgeschirrspülmittel lassen sich durch durch Zusammenrühren der einzelnen Bestandteile in beliebiger Reihenfolge herstellen. Die Ansatzreihenfolge ist für die Herstellung des Mittels nicht entscheidend.
Vorzugsweise werden hierbei Wasser, Tenside und gegebenenfalls weitere der zuvor genannten Inhaltsstoffe zusammengerührt. Insofern Parfüm und/oder Farbstoff eingesetzt werden, erfolgt anschließend deren Zugabe zur erhaltenen Lösung. Schließlich wird das Polymer zugegeben, gegebenenfalls in Form einer wässrigen Lösung, um dessen homogenes Auflösen zu erleichtern. Anschließend wird der pH-Wert wie zuvor beschrieben eingestellt und zuletzt die Mikrokapseln untergemischt.
Beispiele
Die erfindungsgemäßen Mittel E1 bis E16 wurden wie zuvor beschrieben hergestellt und ihr pH-Wert, ihre Viskosität und ihre Lagerstabilität bestimmt.
Die Zusammensetzungen der erfindungsgemäßen Mittel E1 bis E16 in Gew.-% sowie die bestimmten Eigenschaften sind in den Tabellen 1 bis 3 wiedergegeben. Zusätzlich enthielt eine Reihe der erfindungsgemäßen Mittel E1 bis E16 Spuren von Farbstoff. Der pH- Wert der erfindungsgemäßen Mittel E1 bis E16 wurde mit Citronensäure auf Werte zwischen 5,5 und 7 eingestellt.
Die Viskosität der erfindungsgemäßen Mittel E1 bis E16 wurde bei 20 °C nach Brookfield bestimmt (Viskosimeter βroo //e/o' V DV //+; Spindel 25; Drehfrequenz 30 min"1).
Die Stabilität der Mittel wurde geprüft, indem die Mittel nach jeweils vierwöchiger Lagerung bei Raumtemperatur von 20 °C, bei erhöhter Temperatur von 40 °C bzw. in der Kälte bei einer Temperaturen von 5 °C visuell beurteilt wurden. Keines der Mittel zeigte - unabhängig von der Lagertemperatur - nach 4 Wochen eine visuell wahrnehmbare Veränderung, insbesondere war weder eine Änderung der Form der Kapseln noch ihrer räumlichen Verteilung im Mittel zu beobachten.
Tabelle 1 E1 E2 E3 E4 E5 E6 E7
C12/i4-Alkoholet ersulfat(1 ,3EO)-Na-Salz 12,0 12,0 18,0 24,0 18,0 15,0 15,0
C12/16-Alkylpolyglucosid, DP = 1 ,4 - - - - 3,0 2,5 -
Cocoamidopropylbetain 2,5 2,5 4,0 6,0 3,0 2,3 3,3
Ethanol 5,0 5,0 5,0 6,0 5,0 5,0 5,0
Parfüm 0,35 0,35 0,5 0,6 0,5 0,35 0,35
Polymer {Aculyn® 33) 2,0 2,5 2,0 2,0 2,0 2,0 2,3
Mikrokapsel {Lipotec Typ III) 0,5 - - - - - -
Mikrokapsel (Lipotec Typ II ML 210) - 0,5 - - - - -
Mikrosphären {Unispheres AGE-527) - - 0,2 - - - -
Mikrosphären {Unispheres YE-501) - - - 0,6 - - -
Mikrokapsel {Lipotec Typ 1 ML 200) - - - - 0,5 - -
Mikrokapsel {Hallcrest HC 879) - - - - - 0,3 -
Mikrokapsel {Lipotec Typ II ML 211) - - - - - - 0,8
Wasser ad 100 100 100 100 100 100 100 pH-Wert 6,2 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,1
Viskosität bei 20 °C [mPa-s] 3500 3400 7300 17300 9600 5300 5300
Spülleistung an Fettschmutz I 8 gtl [%] 100 100 113 127 107 105 108
Spülleistung an Fettschmutz II 8 g/l [%] 89 89 138 164 127 113 113
Spülleistung an Mischschmutz 8 g/l [%] 82 82 115 153 118 105 94
Spülleistung an Fettschmutz I 4 g/l [%] - - 95 103 - - -
Spülleistung an Fettschmutz II 4 g/l [%] - - 71 89 - - -
Spülleistung an Mischschmutz 4 g/l [%] - - 67 88 - - -
-
Tabelle 2 E8 E9 E10 E11 E12 E13 E14
C12/14-Alkoholethersulfat(2EO)-Na-Salz - - 13,8
C12/14-Alkoholethersulfat(1,3EO)-Na-Salz 12,0 11,7 - 12,0 13,5 12,0 12,0
C12/16-Alkylpolyglucosid, DP = 1 ,4 2,0 1 ,0 3,0 2,0 2,0 - 2
Cocoamidopropylbetain 1,5 1 ,5 4,8 1,5 1 ,3 2,5 1,5
Ethanol 5,0 5,0 5,5 5,0 - 6,0 5,5
Parfüm 0,35 0,35 0,2 0,35 0,5 0,35 0,7
Perlglanzcompound {Euperlan® PK 3000) - 2,5 2,5 - - - -
Natriumchlorid - - - - 0,7 -
Polymer {Aculyn® 33) 2,0 2,0
Polymer {AcusolP 830) - - 2,5 - - 1,5
Polymer {CarbopoF ETD 2623) - - - 1,0
Polymer (CarbopoF AQUA 30) - - - - 1,5 -
Polymer (CarbopoP 1382) - - - - 1,0
Polymer (Keltrof® RD) - - - - - - 2,0
Mikrokapsel {Lipotec Typ I ML 051) 0,5 - - 0,2 - - 0,8
Mikrosphären {Unispheres RE 508) - 0,4 - - - - -
Mikrokapsel {Lipotec Typ II ML 211) - - 0,6 - - - -
Mikrosphären {Unicerin C 30) - - - - 0,3 0,3 -
Wasser ad 100 100 100 100 100 100 100 pH-Wert 6,1 6,0 5,7 6,6 6,5 6,6 6,5
Viskosität bei 20 °C [mPa-s] 1400 1500 12800 4700 6500 640 1000
Spülleistung an Fettschmutz I 8g/10l [%] 96 - - 96 98 100 96 Spülleistung an Fettschmutz II 8g/10l [%] 87 - - 87 91 89 87 Spülleistung an Mischschmutz 8g/10l [%] 76 - - 76 84 82 76
Tabelle 3 E15 E16
C12/14-Alkoholethersulfat(2EO)-Na-Salz - -
C12/14-Alkoholethersulfat(1 ,3EO)-Na-Salz 31 ,5 35,0
C-2/16-Alkylpolyglucosid, DP = 1 ,4 1 ,5 7,5
Cocoamidopropylbetain 7,0 7,5
Dicarbonsäuregemisch 2,0 3,3
{Sokalan® DCS Na)
Ethanol 5,0 6,0
Parfüm 0,7 0,8
Polymer (Aculyn® 33) 4,0 2,0
Mikrosphären {Unispheres RE 508) - 1 ,5
Mikrokapsel {Lipotec Typ II ML 211) 0,8 -
Wasser ad 100 100 pH-Wert 6,5 6,5
Viskosität bei 20 °C [mPa-s] 8000 5000
Spülleistung an Fettschmutz I 4g/10l [%] 109 -
Spülleistung an Fettschmutz II 4g/10l [%] 116 -
Spüileistung an Mischschmutz 4g/10l [%] 117 -
Die eingesetzten Mikrokapseln waren aus einem Abstand von etwa 0,5 m mit bloßem Auge gut sichtbar. Der Durchmesser der Mikrokapseln betrug 0,8 ± 0,4 mm in Rezeptur E1, 2 ± 0,5 mm in den Rezepturen E2, E7, E10 und E15 sowie 4 ± 0,5 mrrun den Rezepturen E5, E8, E11 und E14.
Die Spülleistung der erfindungsgemäßen Rezepturen wurde größtenteils - bis auf E9, E10 und E16 - ebenfalls ermittelt. Die Bestimmung wurde in einer halbautomatischen Tellertest- Apparatur unter Einsatz von zwei verschiedenen reinen Fettanschmutzungen I und II bzw. einer fetthaltigen Mischanschmutzung in einer Anwendungskonzentration von 4 und/oder 8 g/10 I bestimmt. Dabei wurden bei einer konstanten Temperatur von 40 bzw. 45 °C in 5 I Wasser einer Härte von 16 ° unter konstanten Bedingungen im Vergleich zu einem hochwertigen klassischen Handgeschirrspülmittel als Laborstandard mit dem Testschmutz angeschmutzte Teller gespült, bis der - vor Versuchbeginn gebildete - Schaum zerstört war und die Teller nicht mehr sauber wurden. Die Konzentration des Mittels betrug hierbei 4 bzw. 8 g pro Liter Wasser. Die Anzahl der gespülten Teller ist in den Tabellen 1 bis 3 prozentual in Relation zu einem als 100 % gesetzten handelsüblichen leistungsstarken Handgeschirrspülmittel als Spülleistung an jeweiligen Schmutz bei der jeweils angegebenen Konzentration aufgeführt.
Insbesondere die Mittel E3 bis E7 sowie E15 belegen durch ihre hohe Spülleistung die Überlegenheit erfindungsgemäßer Handgeschirrspülmittel.