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DEQ0000018MA - Verfahren zum Schlichten von Kunstseide - Google Patents

Verfahren zum Schlichten von Kunstseide

Info

Publication number
DEQ0000018MA
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sizing
rayon
glue
liquor
starch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Dr. Neumünster Quehl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Publication date

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Description

Zum Schlichten von Kunstseide werden bekanntlich in erster Linie leimhaltige Produkte verwendet, es ist aber auch bekannt, Stärke und ihre Derivate zu diesem Zweck zu verwenden. Es ist nun festgestellt worden, daß die Verwendung von Leim allein meist einen zu spröden Film auf den Fäden ergibt, und dieser bei dem darauffolgenden Verweben leicht zerstört wird, sodaß der Sinn und Zweck des Schlichtens nicht in genügenden Maße erfüllt werden kann. Andererseits dringen Stärkeprodukte infolge der oft zu hohen Viskosität ihrer Lösungen nur ungenügend in die zu behandelnden Fäden ein, sodaß kein genügender Fadenschluß, wie er für das Verweben erforderlich ist, erzielt wird. Auch die Verwendung von Stärkeabbauprodukten, wie Dextrin, die zwar dünnflüssige Lösungen ergeben, führt nicht zu einem befriedigenden Fadenschluß.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines einfachen und billigen Verfahrens zum Schlichten von Kunstseide aller Art, bei dem die geschilderten Nachteile nicht mehr auftreten und gleichzeitig ein elastischer Film und auch guter Fadenschluß erhalten werden kann.
Gemäß dem Verfahren nach der Erfindung werden zum Schlichten von Kunstseide Flotten benutzt, die Leim und gleichzeitig Stärkeabbauprodukte, wie Dextrin oder lösliche Stärke, in etwa gleichen Teilen enthalten. Überraschenderweise zeigt sich bei gleichzeitiger Anwendung von Leim und Stärkeabbauprodukten, daß die Schlichtflotte in den Faden sehr leicht eindringt und daß ein sehr guter Fadenschluß erzielt werden kann. Der bei dem Verfahren gemäß der Erfindung gebildete Film weist eine hohe Elastizität und dadurch mitbedingt eine gute Widerstandsfähigkeit beim Verweben auf.
Gegebenenfalls können neben Leim und Stärkeabbauprodukten auch hygroskopisch wirkende Stoffe, wie Glycerin, Natriumformiat und bzw. oder glättend und weichmachend wirkende Mittel, wie sie in der Schlichterei als sogenannte Schlichtefette bekannt sind, mitverwendet werden, sofern dies mit Bezug auf die Eigenart der zu schlichtenden Faser erwünscht ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Beispiel 1.
Eine Viscosekunstseidenkette wurde in üblicher Weise auf einer Schlichtmaschine mit einer Flotte geschlichtet, die aus 25 g/l Hautleim und 25 g/l Dextrin bestand. Nach dem Trocknen zeigten die Einzelfäden einen sehr guten Fadenschluß und genügende Weichheit, sodaß sie sich praktisch ohne Fadenbrüche verweben ließen.
Beispiel 2.
Eine Acetatkunstseidenkette wurde in üblicher Weise mit einer Flotte geschlichtet, die aus 50 g/l Hautleim und 70 g/l Dextrin bestand. Die Einzelfäden wiesen einen guten elastischen Überzug auf, und es zeigte sich, daß ein Verweben dieser Kette ohne Schwierigkeiten möglich war.
Beispiel 3.
Kunstseidenstränge aus Kupferseide wurden in einer Flotte behandelt, die 35 g/l Hautleim und 35 g/l lösliche Stärke enthielt. Nach dem Schleudern und Trocknen wurde ein sehr guter Fadenschluß erzielt, wobei gleichzeitig das Material eine zum Verweben erwünschte hohe Glätte aufwies.

Claims (2)

1. Verfahren zum Schlichten von Kunstseide unter Verwendung von Leim, dadurch gekennzeichnet, daß Kunstseide mit einer Flotte geschlichtet wird, die Leim und Stärkeabbauprodukte, wie Dextrin oder lösliche Stärke, in etwa gleichen Teilen enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlichtflotte in der Schlichterei an sich bekannte Hilfsmittel, wie hygroskopische Stoffe oder Fette und fettähnliche Produkte zugesetzt werden.

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