DE401631C - Verfahren zum Faerben von Jute - Google Patents
Verfahren zum Faerben von JuteInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B3/00—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
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Description
- Verfahren zum Färben von Jute. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben von Jute. Beim Färben von Jute ist es gebräuchlich, das Garn nach dem Spinnen zu färben.
- Demgegenüber kennzeichnet sich das Verfahren gemäß der Erfindung dadurch, daß die Jutefasern vor dem Krempeln bei der üblichen vorbereitenden Naßbehandlung, also beim Weichen, waschen oder Quetschen, durch Farbstoffzusatz gefärbt werden. Hierdurch wird das Färben oder Tönen des Jutegarnes wesentlich verbilligt, da nichts weiter nötig ist, als der Einweichflüssigkeit, welche beispielsweise vor oder beim Quetschen sowieso gebraucht wird, das Färbemittel zuzusetzen, so daß der Vorgang des M'eichens oder Quetschens einerseits und des Färbens anderseits gleichzeitig erfolgt, während die weiteren Behandlungsmaschinen, wie Krempel, Vorspinnmaschine und Feinspinnmaschine, unverändert bleiben können.
- Es ist bereits bekannt, Baumwolle und andere Textilfasern entweder dadurch zu färben, daß die aus den Drehkannen der Krempel kommenden Bänder in gespanntem Zustande zu einem Band von hinreichender Festigkeit vereinigt fortlaufend durch Farbbänder gezogen werden, ehe sie auf die Vorspinnmaschine kommen, oder aber, daß das gleiche auf der Vorspinn-, der Feinspinn- und einer dazwischengeschalteten Maschine mit dem den Vorgarnspulen entnommenen Vorgarn geschieht. Abgesehen davon, daß ein solches Naßspinnen bei Jute in der Regel nicht vorteilhaft sein würde, erfordern diese Verfahren einmal besondere Einrichtungen an den auf die Krempel folgenden Maschinen, und anderseits befinden sich die Fasern bei diesem Verfahren bereits in einem durch Verdichtung, Streckung und Drehung mehr oder weniger starken Zusammenhang, so daß eine starke Sättigung mit Farbflüssigkeit nötig ist, damit diese auch zu den inneren Fasern gelangen kann.
- Demgegenüber kennen beim vorliegenden Verfahren die Krempel, Vor- und Feinspinnmaschine bleiben, wie sie sind, und es genügt, das Färbemittel der Einweichflüssigkeit zuzusetzen, die an und für sich vor und in der Quetschmaschine verwendet wird. Durch diese gehen die Fasern in Form einer Matte oder einer lockeren Faserdecke aus lose und getrennt voneinander liegenden Juteristen hindurch, so daß hier die färbende Flüssigkeit leicht und gleichmäßig an sämtliche Einzelfasern gelangen kann.
- Die Durchführung des Verfahrens kann praktisch beispielsweise in der `'eise erfolgen, daß der Farbstoff dem Wasser in dem Behälter zugegeben wird, welcher die Quetschmaschine speist, in der Wasser und Öl auf die Fasern gesprengt oder in anderer Weise aufgebracht werden, wenn diese zwischen den Quetschwalzen hindurchgehen. Die Färbeflüssigkeit wird durch den Quetschvorgang veranlaßt, die Fasermasse der Juteristen vollkommen zu durchdringen, und eine weitere Durchdringung der Fasern findet dann beim Ablagern in Trockengestellen statt, nachdem die Fasern die Quetschmaschine verlassen haben.
- Auf diese `'eise haben die Jutefasern, wenn sie in die Vorkrempel gelangen, die gewünschte Farbentönung angenommen, so daß das fertige Garn entsprechend gefärbt ist. Gegebenenfalls kann die Färbeflüssigkeit auch in einem besonderen Behälter enthalten sein, aus dem sie in den Wasserspeisebehälter für die Quetschmaschine abfließt. Auch kann die Färbeflüssigkeit über die Fasern durch von den vorhandenen Vorrichtungen zum Aufspritzen des Wassers getrennten Vorrichtungen aufgesprengt bzw. aufgespritzt werden. In allen Fällen erfolgt das Aufbringen des Färbemittels, während die Fasern der Naßbehandlung unterliegen, die sie vor dem Krempeln sowieso durchzumachen haben.
- Die Färbeflüssigkeit kann zunächst als verhältnismäßig starke Lösung, beispielsweise mit 2o Prozent Farblösung hergestellt und dann verdünnt werden, wonach die erforderliche Menge dieser verdünnten Lösung zweckmäßig dem Behälter zugeführt wird, der die Weichflüssigkeit für die Quetschmaschine enthält.
- Der benutzte Farbstoff kann je nach den Eigenschaften der Faser und der gewünschten Färbung, auch in der Stärke der Färbung, wechseln. Insbesondere ist das Verfahren dazu bestimmt, den Jutefasern nur einen leichten Farbton zu verleihen. Beim vorliegenden Verfahren wird die Faser vorteilhaft nur der Dämpfung oder Feuchtung ausgesetzt, wie diese normalerweise während des Weichvorganges in der Quetschmaschine erfolgt. Wenn eine verhältnismäßig stärkere Einfärbung erfolgen soll, so muß die Faser stärker gesättigt werden, als es bei dem normalen Weichvorgang in der Quetschmaschine erwünscht und üblich ist. In diesen Fällen wird die stärker befeuchtete Faser teilweise in einer geeigneten Vorrichtung getrocknet, ehe sie nach dem Verlassen der Quetschmaschine in die Vorkrempel gelangt.
- Wenn die Natur der Farbe eine solche ist, daß eine Fixierung notwendig ist, kann diese auch erfolgen, ehe die Faser in die Vorkrempel kommt, und gewünschtenfalls kann auch das Öl, mit welchem die Faser in der Ouetschmaschine behandelt wird, der Träger für den Farbstoff sein, statt daß diese dem Wasser zugesetzt wird..
- Die Kosten für das Färben der Faser sind bei dem vorliegenden Verfahren erheblich geringer, als wenn die Faser nach dem Spinnen oder in irgendeinem anderen Stadium in einem getrennten Verfahren getrocknet und gefärbt wird.. Infolgedessen ist auch leicht getöntes oder stark gefärbtes Jutegarn, das nach dem vorliegenden Verfahren gefärbt wird, in der Herstellung billiger als das mit gleicher Färbung nach dem bisherigen Verfahren gefärbte Jutegarn.
- Bei der Durchführung des Verfahrens ist es erwünscht, die Juteristen mit größerer Sorgfalt uls üblich bei ihrem Eintritt in die Quetschmaschine zu einer lockeren Faserdecke auszubreiten, so daß diese Faserdecke durch die Quetschwalzen der Maschine in einer über die ganze Maschinenbreite gleichmäßigen Lagenschicht hindurchgeht. Auf diese Weise durchdringt die Weichflüssigkeit mit dem Farbstoff alle Fasern gleichmäßig. Das Ausbreiten der Fasern in der erforderlichen Gleichheit zur lockeren Faserdecke vor Eintritt in die Quetschmaschine erfolgt vorteilhaft von Hand.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUcFI: Verfahren zum Färben von Jute, dadurch gekennzeichnet, daß die Jutefasern vor dem Krempeln bei der üblichen vorbereitenden Naßbehandlung, also beim Weichen, Waschen oder Quetschen, durch Farbstoffzusatz gefärbt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB401631X | 1922-12-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE401631C true DE401631C (de) | 1924-09-08 |
Family
ID=10413500
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ23555D Expired DE401631C (de) | 1922-12-22 | 1923-03-27 | Verfahren zum Faerben von Jute |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE401631C (de) |
-
1923
- 1923-03-27 DE DEJ23555D patent/DE401631C/de not_active Expired
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