DE621601C - Verfahren zur Herstellung langer wollartiger Faeden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung langer wollartiger FaedenInfo
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- DE621601C DE621601C DEW92937D DEW0092937D DE621601C DE 621601 C DE621601 C DE 621601C DE W92937 D DEW92937 D DE W92937D DE W0092937 D DEW0092937 D DE W0092937D DE 621601 C DE621601 C DE 621601C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
- D01G99/00—Subject matter not provided for in other groups of this subclass
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Description
- Verfahren zur Herstellung langer wollartiger Fäden Gegenstand des Patents 594 378 ist ein Verfahren zur Herstellung langer wollartiger Fäden, welches im wesentlichen darin besteht, daß feuchte, ungezwirnte Kunstseidefäden unter geringer Spannung aufgespult und dann getrocknet werden, worauf zwei oder mehrere solcher Fadenbündel unter so ungleicher Spannung zu einem Vorgarn verzwirnt werden, daß Schlingen und Schlaufen entstehen, die bei der nachfolgenden Verzwirnung zu einem Hauptgarn zerschlagen werden. Es wurde nun gefunden, daß dieses Verfahren, ohne daß die Fäden bezüglich ihrer wollartigen Beschaffenheit Einbuße erleiden, erheblich vereinfacht werden kann, wenn der erste Verfahrensschritt, welcher im Aufspulen feuchter, ungezwirnter Fäden unter geringer Spannung und darauffolgender Trocknung besteht, weggelassen wird. Es werden also gemäß der Erfindung 'in üblicher Weise gesponnene und aufgespulte Fäden unter so ungleicher Spannung zu einem Vorgarn verzwirnt, daß Schlingen und Schlaufen entstehen, die beim nachfolgenden Verzwirnen zum Hauptgarn zerschlagen werden. Gegenüber dem Verfahren nach dem Hauptpatent wird nun aber nach der vorliegenden Erfindung das Garn noch einer Nachbehandlung unterworfen, bestehend im Kochen während einiger Zeit in einer wäßrigen Lösung von Seife, Salzen oder Säuren. Es ist vorteilhaft, daß der erste Verfahrensschritt des Hauptpatentes in Fortfall kommt, denn bei der hohen Abzugsgeschwindigkeit von ioo und mehr m/Min. der derzeitigen Spinnmaschinen ist das Befeuchten und Aufspulen unter geringer Spannung mit großen Schwierigkeiten verbunden. Die Einrichtungen zum Befeuchten der Fäden und zum Aufspulen unter geringer Spannung kommen bei dem vorliegenden Verfahren in Wegfall; es können also auf beliebige Weise hergestellte frische oder auch abgelagerte Fäden verwendet werden.
- Man kann die Nachbehandlung bzw. die Kochung bei erhöhtem oder vermindertem Druck vornehmen, doch muß in letzterem Falle die Kochdauer verlängert werden. Günstig ist es ferner, wenn die zur Herstellung der wollartigen Fäden verwendeten Spinnlösungen Stoffe enthalten, die ganz oder teilweise in Wasser löslich sind, z. B. 2o °/o Glykol oder Glycerin oder deren Ester usw. Die zur Verarbeitung kommenden Kunstfäden können auch vor oder nach dem Verzwirnen zum Vorgarn mit einem Appret vergehen werden. Als besonders vorteilhaft und wirkungsvoll hat es sich erwiesen, wenn die Fadenbündel, welche bei der vorliegenden Erfindung verzwirnt werden, aus Kunstfäden verschiedener Herkunft, z. B. aus Viscose oder Acetylcellulose, oder aus Kunstfäden und Naturfasern, z. B. Baumwolle, bestehen. Die weitere Verarbeitung ist dann die gleiche, wie sie oben für die einheitlichen Fäden angegeben wurde.
- Es ist zwar schon bekannt, Kunstseidefäden durch Kochen in Wasser oder Lösungen zu kräuseln, jedoch nur bei solchen in Form von Schnittfasern, bei denen der Effekt der Kräuselung ein ganz anderer ist als bei Behandlung gezwirnter, unendlich langer Fäden, wie dies bei der Erfindung der Fall ist. Man hat auch schon Kunstfäden verschiedener Herkunft und Kunstfäden und Naturfasern miteinander verzwirnt; es war jedoch nicht voräuszusehen, daß sich diese bekannten Maßnahmen auch bei einem Verfahren, wie es durch die vorliegende Erfindung gegeben ist, insbesondere bei dem Verzwirnen zu einem Vorgarn unter Bildung von Schlingen und Schlaufen und beim nachfolgenden Zerschlagen derselben beim Verzwirnen zum Hauptgarn zur Herstellung langer wollartiger Fäden anwenden lassen. Beispiel Es wird von einer Spinnlösung ausgegangen, welche etwa 2o % Glykol enthält und die in bekannter Weise versponnen wird. Die Fäden werden, wie üblich, aufgespult und dabei gegebenenfalls mit einem Appret versehen; dann werden wie auch bei dem Verfahren nach dem Hauptpatent zwei oder mehrere Fadenbündel unter so ungleicher Spannung auf einer Ringzwirnmaschine zu einem Vorgarn verzwirnt, daß Schlingen und Schlaufen entstehen, die bei der nachfolgenden Verzwirnung zu einem Hauptgarn zerschlagen werden. Der Faden besitzt jedoch noch nicht die Beschaffenheit eines wollartigen Fadens, da die Einzelfäden glatt und steif sind. Dies hat seine Ursache darin, daß die ersten zwei Verfahrensschritte gemäß dem Hauptpatent, nämlich das Anfeuchten des Fadens sowie das Aufspulen unter ger inger Spannung, nicht ausgeführt wurden. Die abstehenden und zerschlagenen Fädchen versvollen jedoch außerordentlich stark, so daß ein vollkommen wollähnlicher Faden erhalten wird, wenn man die Kunstfäden z. B. 1/2 bis 2 Stunden lang in einer Seifenlösung oder in einer verdünnten wäßrigen Salz- oder Säurelösung kocht.
Claims (2)
- PATENT ANSP1tÜC11E: i. Verfahren zur Herstellung langer wollartiger Fäden nach Patent 594 378, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere in üblicher Weise gesponnene und aufgespulte Kunstseidefäden unter so ungleicher Spannung auf einer Ringzwirnmaschine zu -einem Vorgarn verzwirnt werden, daß Schlingen und Schlaufen entstehen, die bei der nachfolgenden Verzwirnung zu einem Hauptgarn zerschlagen werden, welches dann längere Zeit in einer wäßrigen Lösung von Seife, Salzen oder Säuren gekocht wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden, welche zu einem Hauptgarn verzwirnt werden, aus Kunstfäden verschiedener Herkunft oder aus Naturfasern und Kunstfäden bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW92937D DE621601C (de) | 1933-10-26 | 1933-10-26 | Verfahren zur Herstellung langer wollartiger Faeden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW92937D DE621601C (de) | 1933-10-26 | 1933-10-26 | Verfahren zur Herstellung langer wollartiger Faeden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE621601C true DE621601C (de) | 1935-11-09 |
Family
ID=7613788
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW92937D Expired DE621601C (de) | 1933-10-26 | 1933-10-26 | Verfahren zur Herstellung langer wollartiger Faeden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE621601C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1263217B (de) * | 1958-11-28 | 1968-03-14 | Du Pont | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung voluminoeser Garne mit vorstehenden kurzen Faserenden |
-
1933
- 1933-10-26 DE DEW92937D patent/DE621601C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1263217B (de) * | 1958-11-28 | 1968-03-14 | Du Pont | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung voluminoeser Garne mit vorstehenden kurzen Faserenden |
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