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DEP0001133DA - - Google Patents

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Publication number
DEP0001133DA
DEP0001133DA DEP0001133DA DE P0001133D A DEP0001133D A DE P0001133DA DE P0001133D A DEP0001133D A DE P0001133DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
porous
production
plastic
condensation products
formaldehyde
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
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Description

BADISCHE ANILIN- & SODA-FABRIK IoGaFarbenindustrie Aktiengesellschaft
"In Auflösung" Gesetz So. 9 30/11 ο 45,
~ anser Zeichen; Q3Z. 15333°
Ludwigshafen a/Rho,d^n 29» Januar 1948/Zu
Verfahren zur Herstellung poröser plastischer Maasen oder Hohlkörper aus plastischen Ii as sen.
Bei der Herstellung poröser plastischer Kassen, beispielsweise von Gummischwämmen oder schaumförmigen Kunstharzens oowie zur Herstellung von Hohlkörpern, z.B. Bällen, werden sogenannte Treibmittel verwendet, deren .Tirkung darin besteht, dass onter der Ein/vir?:ung von Chemikalien oder ..'arme Gc.se b^zw. Dämpfe entwickelt werden, die in den üussen s^eicnmäsaige Poren oder auch grössere Hohlräume erzeugen. Ein besondere ^eei^netes Gas ^ur Herstellung derartiger poröser ?Tassen ist der Stickstoff» Er hat im Jegensatz zu Höhlendi cjiyd nur in sehr geringem Ilasse die Neigung j, durch organische Membranen zu diffundieren« Die bisher verwendeten Stickstoff liefernden Treibmittel waren insbesondere gewisse Diazoaminoverbindungen, also komplizierte und dadurch schwer zugängliche Stoffe.
2s tfurde nun gefunden, dass man bei der Herstellung von porösen plastischen Massen und Hohlkörpern mit besonderem Vorteil die niedermolekularen Kondensations produkte aus Hydrazin mit Form=- aldehyd als Treibmittel verwenden kann» Diese Produkte sind leicht zugänglich und wohlfeil,.
Verwendet man bei der Herstellung dieser Kondensationsprodukte Hydrazinhydrat in wässeriger lösung und 30/ijigen Formaldehyd gemäss den Angaben von Stolle" (Bo 40, 1505), so erhält man bei Anwendung eines Molverhältnisaes von 1 : 4/5 Hol im Gegensatz zu den von diesem Autor beschriebenen amorphen Maaaen eine reichliche Bildung farbloser» nadelförmiger Kristalles deren 1.1 enge durch Eindunsten
der Mutterlauge im Vakuum noch vermehrt werden kann. Dieses niedermolekulare Kondensationsprodukt ist wasserlöslich und zersetzt sich bei ver-hältnismässig niedriger Temperatur praktisch rückst andolos zu Gasen.
Die Anwendung dieser Kondensationsprodukte als Treibmittel richtet sich nach den Eigenschaften der zu verwendenden plastischen Massen. Die Treibmittel können eingewalzt oder über ihre Lo= sungen in Wasser, Alkohol, Benzol oder auch in vYeichmachungsmitteln den plastischen Massen einverleibt werden.
Die Zersetzung und Gasentwicklung erfolgt bei den Kondensationsprodukten zwischen etwa 60 und 220°, vorzugsweise bei etwa 160°.
Die erhaltenen porösen Massen können für die gleichen Zwecke verwendet werden wie die bisher bekannten, z.3. als Po"1 3termaterial, als Schwämme, als Schuhsohlen oder, insbesondere bei Anwendung härtbarer Kunstharze, z.B. Harnstoff-Formaldehyd-Harze, als spezifisch leichte Bau- und Isolierstoffe. Mit Vorteil können die Treibmittel auch? bei der Herstellung von Ballen und elastischen Vollbereifungen für Fahrzeuge verwendet werden. Bei Anwendung
oder naftirlicnem
von künstlichem*Kautschuk als plastische Masse bewähren sie sich gleichfalls, da sie das Vulkanisieren nicht beeinträchtigen=
Beispiel 1:
Ein durch Eindampfen einer Mischung von 1 Mol Hydrazinhydrat, gelöst in Wasser, mit 0,8 Mol 30$igem wässerigem Formaldehyd erhaltenes, wasserlösliches, kristallisiertes Kondensationsprodukt wird in einer Tablettenpresse zu einer etwa 3 g schweren Tablette verpresst. Eine solche Tablette wird in einen aus einer vulkahi·= sierbaren Kautschukmischung bestehenden hohlen Ball gebracht und das Ganze wird in einer geschlossenen Form in üblicher Welse vulkanisiert. Dabei zersetzt sich das Kondensationsprodukt unter Gasentwicklung, wodurch im Innern des Balles der nötige Gasdruck erzeugt wird.
Beispiel 2;
In einer Mischung von gleichen Teilen pulverförmlgen Poly-»
vinylchlorid und Weichmachern werden 20 $> des in Beispiel 1 beschriebenen Condensationsproduktea gleichmässig verrührt» Die Masse wird in eine geschlossene Form gebracht und bis zur Durchgelierung auf 160° erwärmt. Man erhält ein feinporiges, schaumartiges Erzeugnis.
Bringt man die Kasse in die Form für einen Ball, so erhält man bei Verwendung von etwa 15 $ &&a Kondensationsprodoktes ausserordentlich springelastische Bälle.

Claims (1)

  1. Patentanspruch;
    Verfahren ^ur Herstellung von porösen Kassen oder Hohlkörpern aus plastischen Massen, dadurch gekennzeichnet, dass man als Treibmittel niedrigmolekulare Kondensat!onsprodukte aus Hydrazin und Formaldehyd verwendet.
    BADISCHE ANILIN- & SODA - FABRIK

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