DEF0012992MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 9. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 26. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, daß Terephthalsäure eine sehr schwer lösliche Säure ist, die bei etwa 4000 sublimiert.
Es ist daher nur auf Umwegen möglich, die Säure zu reinigen. Bei den hohen Reinheitsanforderungen,
die z. B. für die Herstellung von Ausgangsstoffen für Kunstfasern an die Terephthalsäure gestellt
werden müssen, genügt die Reinigung durch Ausfällen aus der Lösung der Alkalisalze nicht,
weil die Säure dann immer noch geringe Einschlüsse aus der wäßrigen Lösung enthält.
Um zu einer reinen Terephthalsäure zu gelangen, war es deshalb notwendig, die Säure zu. verestern,
den Ester, z. B. den Dimethylester, zu destillieren und anschließend zu verseifen.
Weiter ist es bereits beschrieben, Terephthalsäure durch eine Sublimation in ölaufschlämmung im
Dünnschichtverdampfer zu reinigen, wobei eine sehr reine Terephthalsäure erhalten wird. Dieses
Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß ein großer apparativer Aufwand erforderlich ist.
Es wurde nun gefunden, daß überraschenderweise Dimethylformamid ein zur UmkristalKsation der
Terephthalsäure und zur Abtrennung der Verunreinigungen geeignetes Lösungsmittel ist. So kann
man in diesem Lösungsmittel aus roher Terephthalsäure, die beispielsweise noch geringe Mengen
p-Toluylsäure aus der Herstellung enthält, durch
Lösen in der Siedehitze und Abkühlen eine schnee-
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F 12992 IVb/12ο
"weiße, völlig reine Terephthalsäure erhalten, die abfiltriert werden kann. Eine weitere Menge ebenfalls
völlig reiner Terephthalsäure läßt sich durch Versetzen des Filtrats mit geeigneten Mitteln, wie
Methanol, die, Terephthalsäure nicht, wohl aber die zu entfernenden Verunreinigungen lösen und die
außerdem mit Dimethylformamid mischbar sind, erhalten. Die p-Toluylsäure, die auch in Methanol
ziemlich löslich ist, bleibt dabei in Lösung.
ίο Man kann auch vorteilhaft so verfahren, daß man
das kalt gesättigte1 FiItrat zur Lösung neuer Säuremengen
in der Siedehitze einsetzt.
Es ist zwar schon beschrieben worden, daß Terephthalsäure in Dimethylformamid löslich ist,
jedoch konnte hieraus nicht geschlossen werden, daß sich das Dimethylformamid zur Abtrennung
der Verunreinigungen bei einer Umkristallisation eignet. ■
Beispiel ι
-.-■■
56 Gewichtsteile eines Terephthalsäure-ToI uylsäure-Gemisches,
das 93 % Terephthalsäure enthält, werden in 286 Gewichtsteilen siedendem Dimethylformamid
gelöst. Beim Abkühlen in Eis kristalli-
- 25 sieren 33,5 Gewichtsteile völlig reine, schneeweiße
Terephthalsäure der Säurezahl 674/675 aus. Weitere 10,5 Gewichtsteile reiner Terephthalsäure derselben
Säurezahl scheiden sich nach dem Verdünnen des Filtrats mit Methanol aus. Der Rest der Säuren,
der die gesamte Toluylsäure enthält, wird durch Abdestillieren des Lösungsmittels oder durch
Zugabe von Wasser wiedergewonnen.
. 50 Gewichtsteile eines Gemisches aus Terephthalsäure und Toluylsäure mit der Säurezahl 649, entsprechend
90% Terephthalsäure, werden in 250 g siedendem * Dimethylformamid gelöst. Beim Erkalten
auf +5° kristallisieren 29,5 Gewichtsteile Terephthalsäure aus. Durch-Verdünnen des Filtrats
mit 250 Volumteilen Tetrachlorkohlenstoff werden ■ weitere 9,5 Gewichtsteile Terephthalsäure gefällt,
Beide Säurefraktionen haben . die Säurezahl 674/675, die der berechneten Säurezahl für reine
Terephthalsäure entspricht. Die Ausbeute an reiner Säure beträgt fast 87,% der eingesetzten Terephthalsäure.
■ -. '
Durch Fällen einer Lösung von terephthalsaurem und toluylsaurem Natrium mit Salzsäure wird ein
Säuregemisch aus 90 Gewichtsteilen Terephthal-. säure und 10 Gewichtsteilen Toluylsäure herge-!
stellt. 15 Gewichtsteile dieses Gemisches werden in^
85 Gewichtsteilen Dimethylformamid bei 1500 ge-|
löst. Nach dem Abkühlen auf 200 kristallisieren C 7,1g Terephthalsäure mit der Säurezahl 675, entsprechend
einer ioo°/oigen Terephthalsäure, aus. Das Filtrat wird mit einem Gemisch aus gleichen
Volumteilen Benzol und Petroläther versetzt, dabei: scheiden sich weitere 6,6 g Säure mit einer Säurezahl
668, entsprechend einer 97%igen Terephthalsäure, ab.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: -5-.Verfahren zur Reinigung von Terephthalsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man die rohe Säure aus Dimethylformamid umkristallisiert und gegebenenfalls nach dem Abkühlen der Mutterlauge weitere reine Terephthalsäure durch " Zusatz von geeigneten Fällungsmitteln ausfällt.Angezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 666 709; USA.-Patentschrift Nr. 2578326; Kirk-Othmer, »Encyclopedia of Technological Chemistry«, Bd. 10, S. 602/03.© 509 630/32 1.56
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