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DE970579C - Verfahren zur Behandlung von Wurstdaermen - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Wurstdaermen

Info

Publication number
DE970579C
DE970579C DEB20357A DEB0020357A DE970579C DE 970579 C DE970579 C DE 970579C DE B20357 A DEB20357 A DE B20357A DE B0020357 A DEB0020357 A DE B0020357A DE 970579 C DE970579 C DE 970579C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lactic acid
acid
sausage
intestines
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB20357A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Helmut Hennecke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Original Assignee
CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CH Boehringer Sohn AG and Co KG filed Critical CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Priority to DEB20357A priority Critical patent/DE970579C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE970579C publication Critical patent/DE970579C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C13/00Sausage casings
    • A22C13/0026Chemical treatment of natural gut

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Wurstdärmen vor der Füllung mit Wurstbrät.
Auf keinem anderen Gebiet der Fleischverarbeitung entstehen so große Verluste wie bei der Herstellung von Rohwurst. Die hierbei auftretenden Fehler — allgemein Trockenfehler genannt — beruhen auf einer mangelhaften Wasserabgabe des Fleisches und einer dadurch beeinträchtigten Reifung. Die größten Fehler entstehen dadurch, daß der Darm zu schnell abtrocknet und daß als Folge des Räuchervorganges die Luft- und Gasdurchlässigkeit der Darmhaut gemindert wird. Außer dieser Unterbindung der Atmungsfähigkeit der Darmhaut treten normalerweise, insbesondere bei ungünstigen klimatischen Verhältnissen, weitere Fehlermöglichkeiten auf. So haftet der unbehandelte Darm meist so fest am Wurstbrät, daß ein Abziehen nicht möglich ist, ohne daß Wurststücke daran hängenbleiben. Auch ist der äußere bakterielle Befall, der ein »Schmierigwerden« der Wurst hervorruft, ohne eine Darmpräparierung meist nicht zu vermeiden. ao
Auch in der USA.-Patentschrift 2 196 238 ist die Anwendung schwacher organischer Säuren, wie Milchsäure, Zitronensäure und Weinsäure, zur Behandlung von Wurstdärmen beschrieben.
Man hat daher bereits vor Jahren Vorschläge ge- »5 macht, diese Mängel durch Einlegen des Darms in eine verdünnte Milchsäurelösung zu beheben. (Vgl. z. B. Rasenack und Meyer u. a., Fleisch- und Milch-
809 62«5
hygiene, 44. Jg., 1943, H. 11, S. 105 und F. Schönberg, Die Fleischwirtschaft 1952, S. 50.)
Die erzielten Vorteile waren jedoch nur von kurzer Dauer, da die Milchsäurepräparierung ihre Wirksamkeit nach einiger Zeit verliert. Es wurde festgestellt, daß die Ursache hierfür die auf der Darmhaut besonders begünstigte Anhydridbildung oder Kondensation der Milchsäure bei der Aufkonzentrierung des wäßrigen Milchsäurefilms ist. Nur in monomolekularem Zustand hat die Milchsäure die Eigenschaft, Trockenfehler zu verhindern und antibakteriell zu wirken. Wenn das monomere Milchsäuremolekül durch Anhydridbildung oder Kondensation in die di- und polymere Form übergeht, so schwinden sowohl die auf der Säurewirkung beruhende Quellwirkung, wie die spezifische Hygroskopizität.
Es wurde nun gefunden, daß ein Zusatz anderer Säuren, die selbst keine Neigung zur Kondensation besitzen, in einer Menge bis zu 10 Gewichtsprozent, ao bezogen auf die Menge Milchsäure, die Anhydridbildung bzw. die Kondensation der Milchsäure auf der Darmhaut weitgehend verhindert. Obwohl eine große Anzahl Säuren diese Eigenschaft besitzt, sind mit Rücksicht auf den Anwendungszweck im Lebensmittelas sektor nur die physiologisch unbedenklichen organischen Säuren geeignet.
Insbesondere eignet sich ein Zusatz von 10 % Zitronensäure oder Zitrakonsäure zu der Milchsäure. Beispielsweise konnten bei einem mit reiner Milchsäure behandelten Naturindarm nach 10 Tagen Lagerzeit nur noch 50 bis 55% der ursprünglich dem Darm anhaftenden Milchsäure mit Alkali direkt titriert werden, während unter sonst völlig gleichen Bedingungen 90% der ursprünglichen Säuremenge titrimetrisch festgestellt werden konnten, wenn die gleiche Darmsorte in einer gleichen Säurekonzentration eines Gemisches Milchsäure/Zitronensäure im oben angegebenen Verhältnis präpariert worden war.
Es war nicht vorauszusehen, daß durch eine solche Beimischung anderer organischer Säuren die bekannten und gewünschten Vorteile der Milchsäurebehandlung der Därme für die Dauer, d. h. zeitlich praktisch unbegrenzt, erhalten bleiben.
Das erfindungsgemäße Verfahren soll im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.
Beispiel
Natur- oder naturähnliche Darmsorten, z. B. ein sogenannter Naturindarm wird ohne vorhergegangene Behandlung in eine Lösung von 1 kg Genußmilchsäure, 8o%ig, 80 g Zitronensäure-Monohydrat und etwa 18 bis 191 Wasser eingelegt. Nach einer Dauer von mindestens 1 Stunde, zweckmäßig nach Durchspülung des Darminnein, wird der Darm dieser Lösung entnommen und die überschüssig anhaftende Säurelösung abgestreift. Hiernach ist der Darm fertig für den weiteren Arbeitsgang im Rahmen der Wurstherstellung und kann mit dem Wurstbrät gefüllt werden.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Behandlung von Wurstdärmen vor der Füllung mit Wurstbrät durch Einlegen der Därme in eine wäßrige Milchsäurelösung, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung verwendet wird, der außer Milchsäure noch andere organische Säuren in einer Menge bis zu 10 Gewichtsprozent, bezogen auf die Menge Milchsäure, hinzugefügt sind und daß das Säüregemisch in den Därmen bei der Wurstherstellung belassen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als organische Säure Zitronensäure verwendet.
- .
In Bettacht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 196 238;
»Allgemeine Fleischerzeitung«, 1950, Nr. 103;
»Wissenschaft und Praxis der Fleischerwirtschaft«, 1949, Nr. 5. ,
©509 696/210 2.56 (809 624-Z5 9.55)
DEB20357A 1952-05-10 1952-05-10 Verfahren zur Behandlung von Wurstdaermen Expired DE970579C (de)

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Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE970579C true DE970579C (de) 1958-10-02

Family

ID=6960320

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Application Number Title Priority Date Filing Date
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Country Status (1)

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DE (1) DE970579C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2196238A (en) * 1938-08-11 1940-04-09 Fuerchtegott Willy Jaeger Method for treating intestines

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2196238A (en) * 1938-08-11 1940-04-09 Fuerchtegott Willy Jaeger Method for treating intestines

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