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DE960234C - Verfahren zur Herstellung von Organosiloxanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Organosiloxanen

Info

Publication number
DE960234C
DE960234C DES23484A DES0023484A DE960234C DE 960234 C DE960234 C DE 960234C DE S23484 A DES23484 A DE S23484A DE S0023484 A DES0023484 A DE S0023484A DE 960234 C DE960234 C DE 960234C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
halogen
organosiloxanes
magnesium
silicon
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES23484A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Paul Buchheit
Dr-Ing Egon Wiberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DES23484A priority Critical patent/DE960234C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE960234C publication Critical patent/DE960234C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule
    • C08G77/04Polysiloxanes
    • C08G77/06Preparatory processes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Organosiloxanen Organosiloxane werden bisher aus Organosiliciumverbindungen hergestellt, die außer direkt an das Si-Atom gebundenen Kohlenwasserstoffresten noch hydrolysierbare Atome oder Atomgruppen tragen und der allgemeinen Formel R"S'X4_11 entsprechen. In dieser Formel bedeutet R einen organischen Kohlenwasserstoffrest, X ein hydrolysierbares Atom, wie Cl, Br, oder eine hydrolysierbare Atomgruppe, wie Alkoxyl, Acyl, und n eine ganze Zahl von o bis 3.
  • In der Herstellung dieser Ausgangsverbindungen besteht die erste Stufe der bisherigen Darstellungsverfahren für Organosiloxane. Es werden dazu Halogenkohlenwasserstoffe benötigt.
  • Aus diesen Verbindungen werden im allgemeinen durch Hydrolyse die funktionellen Atome oder Atomgruppen X entfernt und durch Hydroxylgruppen substituiert, worauf eine Kondensation der resultierenden Organosilanole bzw. Organokieselsäuren zum Organokieselsäureanhydrid, dem Organosiloxan, spontan erfolgt oder erzwungen wird.
  • Nach der vorliegenden Erfindung werden in Gegenwart von Metallen, die Kohlenwasserstoffgruppen auf Nichtmetallatome zu übertragen und Halogen zu binden vermögen, in einem einstufigen Prozeß die an Silicium direkt gebundenen, nicht hydrolysierbaren Kohlenwasserstoffreste (R) aus Äthern entnommen, die in ihren Gestehungskosten erheblich billiger als Halogenkohlenwasserstoffe sind, wobei entsprechend folgenden allgemeinen Reaktionsgleichungen gleichzeitig die Kondensation zum Siloxan erwirkt wird:
    -Si-X + R-O-R ----@ -Si-O-R + X-R (a)
    - Si - X -i- X - R -f- 2 Me - - Si - R ; z Me X (b)
    -Si-O-R -E- X-Si- --@ -Si-O-Si- + X-R (c)
    i
    -Si-O-R + X-R -i- 2Me -Si-R --f- MeX + MeOR (d)
    Me --- i Äquivalent Metall Als Reaktionskomponenten, die sowohl Siloxansauerstoff als auch Kohlenwasserstoffgruppen liefern, können statt Äther auch Süicoäther, d. h. Kieselsäureester bzw. Alkylkieselsäureester, verwendet werden.
  • Die auf diesem Wege hergestellten Siloxane enthalten in varüerbarer Menge Halogenatome und Alkoxylgruppen. Es bleibt ihnen damit eine gewisse Reaktionsfähigkeit erhalten, die zur Durchführung weiterer Synthesen erwünscht und erforderlich ist. Sie können aber auch, z. B. durch eine Wasserwäsche, wobei nur relativ geringe Säuremengen entstehen, in halogenfreie Siloxane umgewandelt werden.
  • In den Ausführungsbeispielen sind sämtliche Mengenangaben Gewichtsteile.
  • Beispiel i Umsetzung zwischen YIS'X4_n und Y"Si(OR)4_,z in Gegenwart von Magnesium. Y = Phenyl, X = Chlor, R = Methyl, n = i.
  • Ein Gemisch von 16 Teilen Phenyltrichlorsilan und 15 Teilen Phenyltrimethoxysilan wird mit 4o Teilen aktiviertem Magnesium in einem Autoklav 8 Stunden lang stufenweise von 12o bis igo° C erhitzt. Dabei entwickelt sich ein Höchstdruck von 29 at. Man erhält i7 Teile eines flüssigen Siloxans, das zu 64°/o aus einem viskosen, bis 2o2°C/o,i mm undestillierbaren Anteil und zu 36 °/o aus destillierbaren Anteilen mit dem Siedebereich 85 bis 156°C bei einem Druck von o,1 mm Hg besteht. Das Metall wird dabei in farblose bis graubraune Salzmassen verwandelt.
    si IOCH3' CI ' C I H
    Flüchtiger Anteil
    in % ........... 12,60 31,09 4,78 59,87 7,52
    Nichtflüchtiger
    Anteil in °/o ..... 18,30 21,29 ne- 57,71 6,26
    gativ
    Beispiel e Umsetzung zwischen YIIS'X4_11 und Diäthyläther in Gegenwart von Magnesium. Y = Wasserstoff, X = Chlor, x = i. Ein Gemisch von 97 Teilen Silicochloroform mit 224 Teilen Diäthyläther und 3o Teilen Magnesium wird in einem Autoklav innerhalb von 12 Stunden allmählich auf igo° erhitzt, wobei sich ein Druck von 45 at einstellt. Das Metall wird dabei unter Bildung grauer bis farbloser Salzmassen verbraucht. Aus der goldbraunen Ätherlösung werden 55 Teile eines Gemisches von 35 % bei 72 bis 132,5° C/12 mm destillierbaren und 65 °% auch oberhalb 20o° C/i2 mm undestillierbaren Siloxanen isoliert.
    si I O C H3 I Cl I C I H
    Flüchtiger Anteil
    in % ........... 19,41 24,o6 4,85 36,99 8,0o
    Nichtflüchtiger
    Anteil in 11% ..... 27,78 29,59 0,93 4120 8,41
    Beispiel 3 Umsetzung von YI, S' X4-11 mit Y11 S' (O R)4 in Gegenwart von Magnesium. X = Chlor, R= Äthyl, n = o. 2o8 Teile Äthylsilicat und 170 Teile SiC14 werden mit 55 Teilen Magnesium in einen Autoklav gefüllt und ii Stunden lang von ioo bis auf i6o°C erhitzt. Das Metall wird dabei unter Bildung farbloser bis grauer Stoffe verbraucht. Aus dem ätherischen Extrakt der festen Reaktionsprodukte können 17 Teile dickflüssige Siloxane isoliert werden.
    Si l O C, H, I Cl I C ' H
    Ergebnis der
    Elementaranalyse
    in °/o ........... 17,40 30,97 1,o6 52,6o g,oo
    Beispiel 4 Umsetzung von YIS'X4_,1 mit Diäthyläther in Gegenwart von Magnesium. X = Chlor, n = o.
  • 2,8 kg Siliciumtetrachlorid, o,9 kg Magnesium und 8,51 Diäthyläther wurden in einem Autoklav io Stunden auf 17o° C erhitzt, wobei sich ein maximaler Druck von 45 at einstellte. Das eingesetzte Material verwandelt sich in farblose bis bräunliche Salzmassen. Aus der flüssigen Phase und dem Extrakt der festen Phase wurde mit 84,8 % Ausbeute, bezogen auf. die Menge des eingesetzten Siliciums, ein Gemisch von Siloxanen erhalten, das neben 300/0 bis 16o° C, 2o0/0 bis 20o° C und =o % bis 250'C bei o,= mm siedenden 4o °/o nicht destillierbare Siloxane enthielt.
    Si oR C H Cl
    oro % % 0@0 1Vlolgewicht Dichte
    Bis 150°C/0,= mm............. 2485 14,55 53.I3 I0.87 negativ 336,9 0,9204
    x50 bis 2oo°C/o,i mm ......... 24,i4 i5,22 46,56 9:47 negativ 451,6 o,9665
    2oo bis 250°C/0,= mm ......... 2499 4592 9,41 0,03 594 o,9891
    Der undestillierbare Rückstand aus einem ähnlichen Versuch bildete nach dem Ausheizen in dünner Schicht, 5 Stunden bei 150'C und anschließend 8 Stunden bei 2oo°C, einen dunkelbraunen, ganz leicht plastischen Lack von spiegelglatter Oberfläche. Während des Ausheizens entstand ein Gewichtsverlust von 10,32 °J0.
  • Beispiel 5 Umsetzung von YIIS'X4_n mit Dibutyläther in Gegenwart von Zink. X = Chlor, n = O.
  • =o Teile angeätzter und getrockneter Zinkstaub wurden mit 27 Teilen Dibutyläther und 7 Teilen SiC14 6 Stunden lang auf Zoo bis 220°C erhitzt. Es bildete sich ein maximaler Druck von 65 at. Das Metall reagierte unter Bildung grünlichgrauer Salzmassen, deren ätherischer Extrakt nach dem Verdunsten des Äthers 5,5 Teile eines dickflüssigen Siloxans lieferte, das, bei einem mittleren Molgewicht von etwa 3ooo, 23,6 °/o Si, 48,4 °/o Kohlenstoff und 9,2°% Wasserstoff enthielt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Organosiloxanen, dadurch gekennzeichnet, daß man Siliciumhalogenverbindungen des allgemeinen Typs Y"S'X4_n worin Y Wasserstoff oder einen Kohlenwasserstoffrest, X Halogen und n eine ganze Zahl von o bis 3 bedeutet, mit Äthern oder mit Siliciumalkoxylverbindungen des allgemeinen Typs Yn,Si (OR)4_n worin Y und n die obige Bedeutung haben, in Gegenwart von Metallen, die Kohlenwasserstoffgruppen auf Nichtmetallatome zu übertragen und Halogen zu binden vermögen, in einem einstufigen Prozeß miteinander umsetzt. In Betracht gezogene Druckschriften: Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Bd. 5 (1872), S. 327; Bd. 38, I (1g05), S. 62ff.; Journal of the Chemical Society (London), =g27, II, S. 2735, und 1928, 11, S.1989.
DES23484A 1951-06-12 1951-06-12 Verfahren zur Herstellung von Organosiloxanen Expired DE960234C (de)

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DE960234C true DE960234C (de) 1958-04-03

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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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