DE959191C - Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-1, 2, 4-thiodiazolen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-1, 2, 4-thiodiazolenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D285/00—Heterocyclic compounds containing rings having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D275/00 - C07D283/00
- C07D285/01—Five-membered rings
- C07D285/02—Thiadiazoles; Hydrogenated thiadiazoles
- C07D285/04—Thiadiazoles; Hydrogenated thiadiazoles not condensed with other rings
- C07D285/08—1,2,4-Thiadiazoles; Hydrogenated 1,2,4-thiadiazoles
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Description
- Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-1, 2, 4-thiodiazolen In dem Patent 842 346 und dem . Zusatzpatent 955 684 sind Verfahren zur Herstellung von Aminoverbindungen des i, 2, 4-Thiodineols beschrieben, denen die Reaktion von Amidinen mit freiem Rhodan oder von N-Halogenamidinen mit anorganischen Rhodaniden oder von Amidinsalzen mit Halogen, Alkali und anorganischen Rhodaniden in geeigneten Lösungsmitteln zugrunde liegt.
- Es wurde nun gefunden, das auch amid nähnliche Verbindungen. (Amidinoide) der allgemeinen Formel worin A für eine R O-, R S- oder R2 N-Gruppe steht und R einen Alkyl-, Aryl- oder Aralky'lrest bedeutet, nasch den genannten Verfahren umgesetzt werden können. Hierfür sind geeignet die Isoharnstoffe (A = R O), Isothioharnstoffe (A=RS) und die Guanidine (A= R2 N), die zu den entsprechenden, bisher unbekannten, in 3-Stellung substituierten Derivaten des 5-Amino-i, 2, 4-thiodsazols führen. Die Verbindungen entsprechen der folgenden Formel worin A die oben angegebene Bedeutung hat. Da zahlreiche solcher Amidionnde sehr Leicht zugänglich sind, wird hiermit ein lohnender Weg zur Herstellung neuer heterocyclnischer Amine gegeben.
- Die Verbindungen können. unmittelbar oder nach weiterer Umwandlung als Zwischenprodukte für Farbstoffe und Pharmazeutika verwendet werden. Beispiel r 5-Amino-3-äthoxy-i, 2, 4-thiodiazol 12,3 g (o,1 Mol) N-Chlor-O-äthyl-isoharnstoff (F.4,5°, aus dem Hydrochlorid des Isoharnstoffes mit Hypochlorit) werden in Zoo ml Methanol gelöst und mit 8,1 g (o,i Mol) feingepulvertem, wasserfreiem Natriumrhodanid versetzt. Vom ausgeschiedemen Kochsalz filtriert man ab und erhitzt die Lösung 2 Stunden unter Rückfluß. Nach Verdampfen des Methanols wird der Rückstand mit Äther mehrfach extrahiert und aus dem Extrakt durch Abdampfen die gewünschte Substanz gewonn,en, die aus Tetrachlormethan unter Zusatz von Aktivkohle gereinigt wird. Ausbeute 45 °%.
- Farblose Schuppen, F. 103 bis 1o5,5°. Beispiel 2 5-Ammo-3-ph'mxy-i, 2, 4-thiodiazol N-Chlor-O-phenyl-isoharnstoff (F. 135 bis i36°) wird wie im Beispiel i mit Rhodanid umgesetzt, wobei man jedoch nur i Stunde erhitzt. Man engt die Lösung dann auf '5o ml ein und gibt 15o ml Wasser hinzu. Hierbei fällt die gewünschte Substanz in, einer Ausbeute von 88 0/0 aus. Die weitere Reinigung kann aus Benzol erfolgen..
- Farblose Säulen, F. 139,5 bis 14o,5° (Zers.) Beispiel 3 5-Amino-3-äthylmercapto-i, 2, 4-thiodiazol 1i5 g S-Äthylisothioharnstoff-hydrobromid und 6o g wasserfreies Natriumrhodanid werden in 5oo ml Methanol gelöst. Man läßt dann unter mechanischem Rühren und starken! Kühlen eine methanolisehe Lösung von 65 g Natriummethylatlösung sowie 96 g Brom gleichzeitig zutropfen, wobei das Methylatt den Brom etwas voraneilt, und die Temperatur -5° nicht überschreiten soll (Dauer 70 bis 8o Minuten). Das Gemisch bleibt anschließend i Stunde bei Zimmertemperatur stehen, wird dann fiitniert und unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand, vereinigt mit dem Filtrationsriickstand, wird mit etwa Zoo ml Wasser gut durchgearbeitet, abgesaugt und aus viel Wasser unter Zusatz von Aktivkohle umkristallisiert. Ausbeute 70 g (7o°/0).
- Farblose Prismen, F. 96,5 bis g7°. Beispiel 4 5-Amino-3-benzylmercapto-i, 2, 4-tbiodiazol Aus S-Benzyl:isothiöharnstoff-hydrochlorid. wie im Beispiel 3. Zur Aufarbeitung wird jedoch die methanelische Reaktionslösung mit viel Wasser versetzt, wobei bereits die gewünschte Substanz herauskommt. Sie wird nach dem Trocknen mit etwas heißem Tetrachlormethan behandelt, kalt abgesaugt und, falls erforderlich, aus Methanol-Wasser i : i umkristallisiert. Ausbeute 740/0.
- Farblose Blättchen, F. 1o8°. Beispiel 5 5-Amino-3-dibenzylamino-i, 2, 4-thiodiazol 2I g N, N-Dibenzylguani@din-hydrochlorid und 15 g Kaliumnhodanid werden in 450 ml Methanol gelöst bzw. aufgeschlämmt. Wie im Beispiel 3 werden gleichzeitig Narriummethylatlösung (0,3 Mol) und 12 g Brom zugesetzt. Danach läßt man die Mischung 3 Stunden bei Zimmertemperatur stehen, säuert mit Eisessig an, filtriert, engt auf 15o ml ein und fügt 6oo ml Wasser hinzu. Das gewünschte Produkt fällt in 560/0iger Ausbeute an, es kann aus Eisessig Wasser gereinigt werden.
- Farblose Schuppen, F. 13:2#°-Beispiel 6 5-Amino-3-diphenylaminio-i, 2, 4-thiodiazol N, N-Diphenylguanidin-nitrat wird wie im Beispiiel5 umgesetzt. Das Endprodukt liegt zum größeren Teil ungelöst im Methanol. Es wird abfiltriert und mit Wasser von den anorganischen Salzen befreit. Ein weiterer Teil wird durch Einengen der Methanollösung und Fällen mit Wasser gewonnen,. Gesamtausbeute i2,6 g (63°/o). Eine weitere Reinigung kann aus Methanol erfolgen.
- Glänzende, farblose Blättchen, F. etwa 26o°. Beispiel 7 5-Amino-3-benzylmercapto-i, 2, 4 thiodnazol' 2 g S-Renzylisothioharmstoff werden als freie Base in 35 ml Benzol aufgeschlämmt und mit einer annähernd o,5-n-benzolischen Lösung von freiem Rhodan (Dirhodan) tropfenweise versetzt, bis 8o°/0 der theoretisch erforderlichen Menge aufgenommen sind. Man filtriert von dem ausgefallenen Salz ab und gibt das auf io ml eingeengte Filtrat in 25 ml Ligroin. Aus der zunächst getrübten Lösung scheidet sich 5-Amino-3-benzylmercapto-i, 2, 4-thiodiazol nach kurzer Zeit in fast farblosen Kristallen ab. Die Ausbeute beträgt 75 0/0 der Therorie, bezogen auf Dirhodan.
- Beispiel 8 5-Ami.no-3-dimethylamino-i, 2, q.-thiodiazol 3 g N, N-Dimethyiguanidin-nitrat werden in Methanol mit der berechneten Menge Natriummethylat versetzt, filtriert, zur Trockne eingedampft und in 2o ml Benzol aufgeschlämmt bzw. gelöst. Hierzu läßt man unter Rühren innerhalb io Minuten 15 ml einer annähernd o,5-n-benzolischen Rhodan- Lösung tropfen, bis die Grünfärbung bestehenbleibt (etwa 80% der theoretisch erforderlichen Menge). Die Benzolläsung wird nach einigem Stehen filtriert und im Vakuum eingedampft. Man erhält 5-Amino-3-dmethylamino-1, 2, 4-thiodiazol in gelblichen Kristallen, die aus Benzol oder Wasser umkriistallisiert werden können. F. i61°.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Weitere Ausbildung der Verfahrensweisen zur Herstellung von 5-Amino-1, 2, 4-thiodiazolen nach Patent 842 346 und Zusatzpatent 955 684, _ dadurch gekennzeichnet, daB man amidinähnliche Verbindungen (Amidinoide) der allgemeinen Formel worin A für eine R O, RS- oder R2 N-Gruppe steht und R einen Alkyl-, Aryl- oder Aralkylrest bedeutet, a) mit freiem Rhodan oder b) die N-Halogenverbindungen der Arnidinoide mit anorganischen Rhodaniden oder c) die Salze der Amidinoide mit Halogen, Alkali und anorganischen Rhodaniden in einem geeigneten Lösungsmittel umsetzt.
Priority Applications (2)
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| DEG4359A DE842346C (de) | 1950-10-14 | 1950-10-14 | Verfahren zur Darstellung von 5-Amino-1, 2, 4-thiodiazolen |
| DEF17332A DE959191C (de) | 1950-10-14 | 1953-10-14 | Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-1, 2, 4-thiodiazolen |
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| DE959191C true DE959191C (de) | 1957-02-28 |
Family
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|---|---|---|---|
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