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DE956939C - Verfahren zur Stabilisierung der ª†-Form von Schwefeltrioxyd und stark SO-haltiger rauchender Schwefelsaeure - Google Patents

Verfahren zur Stabilisierung der ª†-Form von Schwefeltrioxyd und stark SO-haltiger rauchender Schwefelsaeure

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Publication number
DE956939C
DE956939C DEA19234A DEA0019234A DE956939C DE 956939 C DE956939 C DE 956939C DE A19234 A DEA19234 A DE A19234A DE A0019234 A DEA0019234 A DE A0019234A DE 956939 C DE956939 C DE 956939C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
siloxane
sulfur trioxide
methyl
polymeric
polymeric siloxane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA19234A
Other languages
English (en)
Inventor
John Edward Harris Jun
Harold Gilman Mccann
Richard Neilson Smith
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Honeywell International Inc
Original Assignee
Allied Chemical and Dye Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Allied Chemical and Dye Corp filed Critical Allied Chemical and Dye Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE956939C publication Critical patent/DE956939C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/90Separation; Purification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Stabilisierung der v-Form von Schwefeltrioxyd und stark S OB-haltiger rauchender Schwefelsäure Die- Erfindung betrifft die Stabilisierung der y-Form von flüssigem Schwefeltrioxyd (im wesentlichen reinem SO,) und von hochprozentigem Oleum.
  • Bei Raumtemperatur polymerisiert sich flüssiges Schwefeltrioxyd in mehrfachem Grade. Die drei allgemein bekannten SO,-Modifikationen schmelzen bei annähernd 17 bzw. 32,5 und 62°. Beim Stehen bei einer Temperatur unter etwa 27°, in Gegenwart von selbst kleinen .Mengen Feuchtigkeit, polymerisiert sich die bei ungefähr i7° schmelzende y-Form schnell zu den höherschmelzenden Formen, die Masse wird bald fest und schmilzt nur unter Druck; wobei zur Erzielung vollkommener Verflüssigung mitunter Temperaturen bis zu zoo° erforderlich sind. Rauchende Schwefelsäuren mit hohem S 03-Gehalt oberhalb von ungefähr 8o°/, neigen dazu, sich in ähnlicher Weise zu polymerisieren, wobei der Polymerisationsgrad in der Hauptsache vom S 03 Gehalt des Oleums und von den Temperaturen abhängt, bei welchen das Material aufbewahrt wird. In Oleum mit niedrigerem S O3 Gehalt als oben angegeben bilden sich gewisse Polymerisate, wobei der Polymerisationsgrad mit der Zeit steigt, und wenn das Material auch nicht vollständig fest zu werden braucht, so kann die Masse doch am Ende eine flüssige Phase darstellen, die die angegebenen verschiedenen festen Polymerisate in Suspension enthält.
  • Bei vielen technischen Verfahren ist es sehr erstrebenswert, SO, in seiner stärkst erhältlichen Form zu verwenden. Indessen verursachen die vorgenannten Eigenschaften des unstabilisierten Schwefeltrioxyds und der hochprozentigen rauchenden Schwefelsäuren ausgesprochene Nachteile für die Aufbewahrung, den Versand und die Verwendung solcher Stoffe. Wenn beispielsweise Schwefeltrioxyd in mit Heizzellen ausgerüsteten Trommeln oder Behältern versandt wird, so bedingt dies die Verwendung einer verhältnismäßig teuren Behälterart. Ferner läßt sich, da der Wärmedurchgang durch einen Feststoff schlecht ist, das verfestigte Schwefeltrioxyd im Behälter durch den Verbraucher nur mit beträchtlicher Schwierigkeit schmelzen. Zu diesem Nachteil kommt noch hinzu, daß nach verhältnismäßig langen Aufbewahrungszeiten ein großer Anteil des Schwefeltrioxyds sich zur hochschmelzenden Form polymerisiert haben kann, in welchem Falle ein vollständiges Schmelzen nur dadurch bewirkt werden kann, daß man unter beträchtlichem Druck auf hohe Temperatur erhitzt. Bis zu einem gewissen Grade sind dieselben Nachteile hochprozentigem Oleum eigen.
  • Es ist bekannt, flüssiges y-Schwefeltrioxyd oder rauchende Schwefelsäure durch Zusatz gewisser Stoffe zu stabilisieren. Unter diesem sind Antimonpentafluorid, Antimonpentachlorid, Thionylchlorid, Essigsäureanhydrid, Fettsäuren, Methylborat und andere Borverbindungen einschließlich eines Komplexes aus Bortrifluorid und -methylester zu nennen.
  • Obgleich diese Stoffe zur Stabilisierung von flüssigem Schwefeltrioxyd und rauchender Schwefelsäure für die Verwendung unter vielen Bedingungen angewendet werden können, so neigen doch alle diese Stabilisierungsmittel, wenn sie bei der Weiterverwendung des stabilisierten Schwefeltrioxyds zugegen sind, dazu, katalytische oder chemische Restwirkungen auf gewisse Reaktionssysteme auszuüben.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich diese Nachteile vermeiden lassen, wenn man als Stabilisierungsmittel ein polymeres Siloxan verwendet, das durch Methyl-oder Methoxyreste substituiert ist, und in welchem alle Siliciumbindungen, die nicht durch einen dieser Reste abgesättigt sind, an Wasserstoff gebunden sind.
  • Hierzu wird das ausgewählte Methylsiloxan, das verschiedene Viskosität von flüssig bis halbfest haben kann, dem flüssigen S 03 zugesetzt und mit ihm gemischt, was bei gewöhnlichen Temperaturen und Drücken möglich ist, wobei man ein y-Schwefeltrioxyd erhält, das sich über ausgedehnte Zeiträume behandeln und aufbewahren läßt, ohne daß eine Bildung größerer Mengen von Polymeren mit hohem Schmelzpunkt stattfindet. Solche Gemische behalten die Fähigkeit, nach wiederholtem Ausfrieren und Schmelzen vollständig oder im wesentlichen vollständig in flüssigem Zustand zu verbleiben. Die erforderliche Menge an Methylsiloxan ist für gewöhnlich ganz klein und beträgt im allgemeinen weniger als 0,5 Gewichtsprozent des flüssigen S 03 oder Oleums. Man erhält eine zufriedenstellende Haltbarkeit mit einem Zusatz an Methylsiloxan der Größenordnung von 0,o2 bis 0,5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Schwefeltrioxyd, mit einem bevorzugten Bereich von 0,05 bis o,2 Gewichtsprozent.
  • Die bei der Stabilisierung des Schwefeltrioxyds und der hochprozentigen rauchenden Schwefelsäuren als wertvoll gefundenen Behandlungsmittel sind unter anderem methylierte oder methoxylierte polymere Formen des Siloxans oder des Disiloxans. Sie sind durch den Kern [Si-0]nSi gekennzeichnet, worin n x oder mehr bedeutet und in welchem die Valenzbindungen der Siliciumatome, die nicht durch Methyl- oder Methoxygruppen abgesättigt sind, mit Wasserstoff abgesättigt sind.
  • Unter den besonderen chemischen Individuen, die als wirkungsvoll zur Hervorbringung guter Resultate erkannt worden sind, sind solche der allgemeinen Formel R' [R"2Si0]nSiR"'3 in der n zwischen x und ungefähr goo und R', R" und R' Methyl- oder Methoxygruppen oder Wasserstoff bedeuten, wobei die ganze polymere Verbindung ein Methylsiloxan darstellt. Diese gradkettigen Methylsiloxane sollen vorzugsweise x bis 1,6 Methylgruppen auf 1 Siliciumatom im Molekül enthalten.
  • Eine zweite chemische Abart von Methylsiloxanpolymerisaten, die verwendet werden können, umfaßt die cyclischen Verbindungen [R' R".Si 0]n, worin n zwischen 3 und ungefähr goo liegt und R' und R" entweder Wasserstoff oder eine Methyl- oder Methoxygruppe darstellen können.
  • Andere Methylsiloxane, die durch mannigfache ringförmige oder lineare oder Kombinationen von ringförmigen und linearen Bindungen und bzw. oder Querbindungen gekennzeichnet sind, fallen ebenfalls in den Rahmen der vorliegenden Erfindung.
  • Die Methylpolysiloxane und insbesondere die bevorzugten reinen, durcn Trimethyl endblockierten Dime=-thylsiloxane, entweder einzeln oder in Mischungen, wurden gleichfalls als wirkurigsvoll entweder in flüssiger oder in halbfester (fettartiger) Form befunden.
  • Hochwirksame flüssige, durch Trimethyl endblokkierte polymere Dimethylsiloxane sind unter anderem Flüssigkeiten mit physikalischen Eigenschaften der folgenden Bereiche:
    Viskosität Q Molekulargewicht ( Dichte
    cSt bei 25"
    0,65 162 o,758
    2,0 384 o,868
    1o,0 120o 0,937
    20,o igoo 0,947
    ioo,o 6700 0,965
    350,,0 15800 - 0,969
    iooo,o 2640o 0,970
    2000,0 35000 0,97o
    12500,0 6340o 0,970
    Die Stoffe mit Viskositäten von . o,65 uild 2 cSt. sind im wesentlichen reine Verbindungen, Hexamethyldisiloxan, (CH3)3SiOSi (CH,)" und Dodecamethylpentasiloxan, (C H3) 3 Si [O S1 (C H3) z]4 C Ha. Die anderen Stoffe sind Gemische von Siloxanpolymerisaten, die verschiedene höhere, Polymere enthalten oder durch Trimethyl endblockierte Dimethylsiloxane. Andere Flüssigkeiten mit Eigenschaften, die zwischen den oben aufgeführten liegen, sind auch erhältlich und wirksam. Die Flüssigkeiten lassen sich durchweg als entweder reine polymere Formen oder Gemische von solchen der Reihe, die mit dem monomeren Hexamethyldisiloxan beginnt, verwenden.
  • Die Menge des anzuwendenden Behandlungsmittels hängt weitgehend von dem gewünschten Stabilisierungsgrad und von der Menge des in dem Material befindlichen Wassers , ab. Im allgemeinen ist die Stabilisierungswirkung um so größer, je mehr von dem Mittel zugesetzt wird. Die Neigung zur Bildung von SO,-Polymeren ist um so größer, je größer der Wassergehalt ist, und um so größer wird auch die erforderliche Menge Stabilisator sein, um einen gegebenen Stabilisierungsgrad zu erreichen.
  • Um bei im wesentlichen wasserfreiem Schwefeltrioxyd eine geeignete Stabilisierung herbeizuführen, wendet man das Behandlungsmittel in Konzentrationen von ungefähr o,oz bis 0,5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Schwefeltrioxyd, an, wobei die bevorzugten Konzentrationen 0,05 bis o,2 Gewichtsprozent sind.
  • Nach der Erfindung stabilisierte S 03 haltige Gemische polymerisieren sich nicht in nenneswertem Ausmaße (z. B. weniger als 2 bis 30/0) und bleiben im wesentlichen in flüssiger Form, wenn sie auf Raumtemperatur gebracht werden, und selbst dann wenn sie ausgedehnte Zeiträume bei Temperaturen von o° oder weniger aufbewahrt werden. Wie angegeben, wird jedes durch Ausfrieren erhaltene feste S03 leicht in flüssiges monomeres SO, zurückverwandelt, wenn man es auf q.0° oder darunter erwärmt. Daher lassen sich Erzeugnisse dieser Art für alle technischen Verwendungszwecke verwenden.
  • Es ist gewöhnlich wünschenswert, die Verdünnung des Schwefeltrioxyds zu vermeiden und seine Stärke bei dem möglichen Maximalwert zu halten: Infolgedessen wird es vorgezogen, das Behandlungsmittel in einer Menge anzuwenden, die nicht mehr als etwa 0,5 Gewichtsprozent beträgt. Es wurde auch in der Praxis als ratsam gefunden, flüssige Methylpolysiloxane zu verwenden, da sie sich leicht in eine Menge von flüssigem Schwefeltrioxyd einführen und darin dispergieren lassen.' Weiterhin läßt sich nach vollständiger Verdampfung des flüssigen S 03 der Rückstand, welcher in dem Behälter verbleibt, auf übliche Weise abziehen oder ausspülen. Dies bedeutet einen wesentlichen Vorteil gegenüber den Verwendungen fester Verbindungen als Stabilisierungsmittel.
  • Obgleich die Stabilisierung des Schwefeltrioxyds innerhalb eines weiteren Bereiches des Wassergehalts bewirkt werden kann, erhält man die besten Ergebnisse, wenn die Wassermenge im S 03 kleiner als o,1 Gewichtsprozent Wasser entsprechend einem Äquivalent von o,560/0 Schwefelsäure ist. Unter diesen Bedingungen läßt sich das stabilisierte flüssige Schwefeltrioxyd lange Zeit ohne Polymerisation aufbewahren.
  • Das mit dem Stabilisierungsmittel versehene Schwefeltrioxyd oder das entsprechend behandelte Oleum mit einem SO,-Gehalt von mindestens 99,4 Gewichtsprozent, die sich nicht in nennenswertem Ausmaß polymerisieren, sollten vorzugsweise von der Berührung mit Luft abgeschlossen sein, da eine kleine Menge Feuchtigkeit die Ursache sein kann, daß solche Erzeugnisse etwas an Stabilität verlieren und niedrig schmelzende Polymerisate bilden. -Das Schwefeltrioxyd oder Oleum, das der Behandlung unterworfen wird, kann jeder geeigneten Herkunft sein. Beispielsweise läßt sich im wesentlichen Zoo 0/0iges SO, erhalten, indem man 30 0/0iges Oleum unter solchen Bedingungen destilliert, daß die Verdampfung der Schwefelsäure vermieden wird und das SO, bei einer Temperatur kondensiert, z. B. bei 2o bis 30°, bei welcher flüssiges Schwefeltrioxyd einen genügend niedrigen Dampfdruck besitzt. Desgleichen läßt sich flüssiges Schwefeltrioxyd aus dem trockenen, trübungsfreien, beispielsweise 1o 0/0igen SO, erhalten, das aus einem katalytischen S 02 Oxydationsprozeß herrührt, indem man das Gas auf ungefähr 11,25 bis, 11,95 atü verdichtet und das verdichtete Gas auf 2o bis 25° abkühlt, unter welchen Bedingungen sich ungefähr 7o 0/0 des SO, verflüssigen und als im wesentlichen Zoo %iges flüssiges Schwefeltrioxyd gewinnen lassen.
  • Die folgenden Beispiele veranschaulichen-die prak= tische Ausführung der vorliegenden Erfindung, wobei die angegebenen Teile Gewichtsteile sind..
  • Beispiel 1 0,05 Gewichtsprozent eines flüssigen Methylsiloxans mit einer Viskosität von Zoo cSt wurden wasserfreiem flüssigem Schwefeltrioxyd zugesetzt, und die Mischung wurde bei im wesentlichen Raumtemperatur schonend gerührt. Das erhaltene Gemisch wurde bei o° aufbewahrt und von Zeit zu Zeit auf Raumtemperatur erwärmt, um die ausgefrorenen S 03 Kristalle zu schmelzen. In der folgenden Tabelle stellt dia Kolonne A die Zeitpunkte dar, an welchen die Flüssigkeit schmelzen konnte, und Kolonne B zeigt die Menge des vorhandenen Polymerisats (das bei Raumtemperatur ungeschmolzene Material) in der Probe:
    A B
    o Tage ............................. o0/0
    3 - ............................. 00/0
    14 - ..................... . . . 1 bis 2 0/0
    24 - ........................ 2 bis 3 0/0
    41 - ........................ 2 bis 3 0/ö
    Die behandelte Probe wurde so viermal während des. Zeitraums von 41 Tagen ausgefroren und geschmolzen. Sie schmolz noch im wesentlichen vollständig und zeigte nur eine geringe Menge (2 bis 3 0%) ungeschmolzener nadelähnlicher Kristalle, Kennzeichen des Polymerisats. Dies ist für technische Verwendung genügend. Eine unbehandelte Probe würde sich innerhalb eines Tages zu 50 0/0 polymerisieren.
  • Beispiel 2 -0,25 Gewichtsprozent flüssiges Methylsiloxan mit einer Viskosität von 5 cSt wurde wasserfreiem, flüssigem Schwefeltrioxyd zugesetzt, und die Mischung wurde bei im wesentlichen Raumtemperatur schonend gerührt. Das erhaltene Gemisch wurde bei o° aufbewahrt und in Abständen auf Raumtemperatur erwärmt, um die ausgefrorenen S 0,-Kristalle. zu schmelzen. Wie oben verzeichnet Kolonne A die Anzahl von Gefriertagen vor jedem Auftauen, und Kolonne B zeigt die Menge an ungeschmolzenem Polymerisat bei dem Schmelzen der Probe bei Raumtemperatur
    A B
    o Tage ............................. o0/0
    3 - ............................. o0/0
    14 - ............................. 10/0
    24 - ............................. 2%
    41 - ............................. 20/0
    Nach 41 Tagen war die behandelte Schwefeltrioxydprobe noch im wesentlichen frei von jeder Spur der Polymerisatnadeln, die, nachdem die Temperatur des Schwefeltrioxyds von unterhalb des Gefrierpunktes auf die des Raumes ansteigen gelassen wurde, ungeschmolzen blieben. Zum Vergleich würde eine unbehandelte Probe lange vor dem Ende dieses Zeitraumes annähernd zu 98 0/0 polymerisiert sein.
  • Beispiel 3 Getrennten 45g-g-Ampullen mit wasserfreiem Schwefeltrioxyd wurde Hahnfett aus polymerem Siloxan in Mengen zugesetzt, die o,io und o,2o Gewichtsprozent des Schwefeltrioxyds betrugen. Die Proben wurden bis zum festen Zustand ausgefroren und dann zum Schmelzen an einen warmen Ort gebracht. Nach mehrmaligem Schmelzen und Wiederausfrieren innerhalb von ig Tagen wurden die folgenden Prozentsätze an Polymerisat in den Proben beobachtet:
    Polymeres Siloxan Polymerisat
    O,io 0/0 2010
    0,20 0% i 0/0
    Da keine Einschränkung auf eine besondere Theorie beabsichtigt ist, wird angenommen, daß die Stabilisatoren nach der Erfindung Dispersionen oder Lösungen des aktiven' Stabilisierungsmittels in dem stabilisierten Stoff bilden, wenn sie dem Oleum oder dem Schwefeltrioxyd zugesetzt werden. Die Leichtigkeit der Einarbeitung und der Dispersion des Stabilisierungsmittels im Oleum oder Schwefeltrioxyd zeigt einen wesentlichen Vorteil der vorliegenden Erfindung, daß nämlich keine weitere Behandlung des mit demStabilisierungsmittelgemischtenS03Materials erforderlich ist.
  • Das zur Verwendung kommende Behandlungsmittel kann direkt der zu stabilisierenden Flüssigkeit zugesetzt werden und in ihr durch Rühren dispergiert werden, oder im Falle der Stabilisierung von im wesentlichen ioo 0/0igem Schwefeltrioxyd kann der S 03 Dampf in geeigneter Weise in einem geschlossenen Gefäß kondensiert werden, in welches das zu verwendende Behandlungsmittel vorher eingebracht worden ist.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Stabilisierung der -y-Form von Schwefeltrioxyd und stark S 03 haltiger rauchender Schwefelsäure, die dazu neigen, S 03 Polymere zu bilden, dadurch gekennzeichnet, daß man ihnen in geringer, jedoch für die Stabilisierung des Gehalts an freiem y-S 03 genügender Menge ein polymeres Siloxan, das durch Methyl- oder Methoxyreste substituiert ist, zusetzt, in welchem alle Siliciumbindungen, die nicht durch einen dieser Reste abgesättigt sind, an Wasserstoff gebunden sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß methylsubstituierte polymere Siloxane der Formel R' [R"2 Si 0] n Si R"'3 verwendet werden, in welcher R', R" und R"' aus der Methyl-, Methoxygruppe oder Wasserstoff bestehen können und n eine Zahl zwischen i und ungefähr goo bedeutet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein polymeres Siloxan verwendet wird, das aus einem durch Trimethyl endblockierten Siloxanpolymerisat besteht, in welchem alle freien Siliciumbindungen durch die Methyl-, Methoxygruppe oder Wasserstoff abgesättigt sind.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein polymeres Siloxan verwendet wird, das aus einem durch Trimethyl endblockierten Dimethylsiloxanpolymerisat besteht.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein polymeres Siloxan verwendet wird, das aus einem durch Trimethyl endblockierten Dimethylsiloxanpolymerisat mit einer Viskosität von o,65 bis 12500 cSt bei 25° besteht.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein polymeres Siloxan verwendet wird, das bis 1,6 Methylgruppen auf ein Siliciumatom enthält.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein polymeres Siloxan verwendet wird, das mindestens aus einer Verbindung der Formel CH, [(CH3)2Si0]nSi(CH3)3 besteht, in der n i bis etwa goo bedeutet. B.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das polymere Siloxan fettähnliche Konsistenz besitzt.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein cyclisches polymeres Siloxan verwendet wird, das die Formel - [C H3 R Si 0] n besitzt, in der R aus der Methyl-, Methoxygruppe oder Wasserstoff besteht und n 3 bis ungefähr goo beträgt. io.
  10. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein polymeres Siloxan verwendet wird, das aus Hexamethyldisiloxan besteht. ix.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das polymere Siloxan dem genannten zu stabilisierenden Material in einer Menge zugesetzt wird, die weniger als 0,5 Gewichtsprozent beträgt.
  12. 12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das polymere Siloxan dem zu stabilisierenden Material in einer Menge von o,oz bis 0,5 Gewichtsprozent zugesetzt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 843 949; USA.-Patent"schriften Nr. 2 403 459, 2 458 718, 2 492 7o6, 2 511 072.
DEA19234A 1952-12-04 1953-11-28 Verfahren zur Stabilisierung der ª†-Form von Schwefeltrioxyd und stark SO-haltiger rauchender Schwefelsaeure Expired DE956939C (de)

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