DE939903C - Von Hand betaetigte Hebevorrichtung fuer mit einem Schlepper gekoppelte Anbaugeraete zur landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung - Google Patents
Von Hand betaetigte Hebevorrichtung fuer mit einem Schlepper gekoppelte Anbaugeraete zur landwirtschaftlichen BodenbearbeitungInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 8. MÄEZ1956
P 9738 III I45O-
Anbaugeräte sind mit einem oder mehreren Punkten an den Schlepper gekoppelt und können
nur dann richtig arbeiten, wenn sie allein; mit diesen Punkten an den Schlepper angelenkt sind.
Bestehen von dem Hebewerk, das sich auf dem Schlepper befindet, zu dem Anbaugerät noch
irgendwelche Zwangsveibindungen, so ist das Gerät in seiner freien Einstellbarkeit bei der
Arbeit behindert. Aus diesem Grunde ist es notwendig, Hebewerke so auszubilden, daß sie nach
dem eigentlichen Senkvorgang, der die Hubarme des Hebewerkes, z. B. bei einer Dreipunkt-Kopplung,
mit dem Gerät fest verbindet, diese Verbindung wieder lösen oder freigängig machen, so daß die
Hubarme freies Spiel haben.
Bei Handhebewerken ist es bekannt, die Aushebung der Geräte durch eine Gegenkraft, z. B.
eine Feder, zu erleichtern, so daß im günstigsten Falle die Handkraft nur noch zur Überwindung
der Reibungswiderstände benötigt wind, die Federkraft also die Gerätelast ausgleicht. Beim Absenken
der ausgehobenen Geräte wird die Feder gespannt und besitzt im Augenblick des Aufsetzens
der Geräte auf den Boden ihre größte
Kraft. Um nun den Anbaugeräten den obenerwähnten nötigen Freigang bei der Arbeit- zu verschaffen,
ist es notwendig, die Gegenkraft, in diesem Falle die Federkraft, nach dem Senk-Vorgang
unwirksam werden zu lassen.
Es sind Ausführungen bekannt, wo die Gegenkraft auf einem Kurvenstück, das mit den Hubarmen
des Hebewerkes· fest verbunden ist, durch eine Rolle verschiebbar angeordnet ist, so daß der
ίο wirksame Hebelarm der Gegenkraft iso weit verändert
werden kann, daß im Idealfall nicht nur ein leichtes Ausheben der Geräte gewährleistet, ist,
sondern die Hubarme auch über ein Gestänge auf die Geräte drücken können, sofern der wirksame
Hebelarm der Gegenkraft über den Nullpunkt hinaus verschoben wird. In allen diesen bekannten
Fällen bewegt sich der Gegenkraftangriffspunkt, also die Rolle, frei in dem Kurvenstück und rollt
durch die Bewegung des Kurvens'tückes, das sich beim Heben bzw. Senken in verschiedene Steillagen
stellt, von der einen in die andere Endstellung.
Diese Art der Verschiebung des Gegenkraftangriffspunktes
weist erhebliche Mängel auf, da eine leichte Betätigung des Hebewerkes nur dann möglich ist, wenn das Gerät in immer genau
gleicher Höhe auf den Boden gesetzt wird. Das ist aber praktisch niemals der Fall, so daß die dem
Kurvenstück noch fehlende Drehung, um die Rolle in die andere Endstellung rollen zu lassen, von
Hand gegen die volle Gegenkraft bzw. die gesamte Gerätelast herbeigeführt werden muß. Das ist
aber schon bei leichten Geräten nur mit großem Kraftaufwand möglich und bei schwereren unmöglich.
Die Erfindung betrifft eine von Hand betätigte Hebevorrichtung für Anbaugeräte, bei der die
Gerätelast durch eine Gegenkraft, z. B. eine Feder, ausgeglichen wird, wobei über den gesamten
Handhebelweg ein Ausgleich zwischen dem Last- und Gegenkraftdrehmoment durch eine von Hand
gesteuerte Verschiebung des Angriffspunktes der Gegenkraft am Hebewerk stattfindet.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Angriffspunkt der Gegenkraft an dem
einen Hebelschenkel des zweiarmigen Hebels durch das Heben und Senken des Gerätes zwangläufig
gegenüber dem Drehpunkt des zweiarmigen Hebels verschiebbar ist in der Weise, daß beim Absenken
des Gerätes der wirksame Hebelschenkel . für die Gegenkraft ständig, gegebenenfalls bis
nahezu auf Null verkürzt, beim Heben des Gerätes jedoch ständig bis zur größten Länge des Hebelschenkels
vergrößert wird. Hierbei kann der durch die Gegenkraft belastete Hebelschenkel des
zweiarmigen Hebels eine Gleitbahn für eine Rolle darstellen, an deren Achse die Gegenkraft angreift
und die Rolle von dem zum Heben und Senken des zweiarmigen Hebels dienenden Handhebel
für den zweiarmigen Hebel geführt wird.
Auch ist es möglich, daß. der Drehpunkt des Handhebels mit dem zweiarmigen Hebel verbunden
und die Rolle in dem Handhebel längs verschiebbar geführt ist oder der als zweiarmiger Hebel ausgebildete
Handhebel zum Heben und Senken des zweiarmigen Hebels an dessen die Last aufnehmenden
Hebelschenkel gelagert und mittels eines Gestänges oder Seilzuges mit der Achse der
Rolle verbunden ist.
Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß die Gleitbahn des Hebelschenkels
Rasten zur Feststellung des Handhebels aufweist, wobei es auch möglich ist, daß das· mit der Rolle
verbundene Ende der Gegenkraft mit gleichlaufenden Rasten für den Handhebel versehen ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig: 1 ist mit ι ein am Schleppergestell vorgesehener Drehpunkt
für einen zweiarmigen Hebel bezeichnet, an dessen Hebelschenkel 2 das zu hebende bzw. zu
senkende Gerät aufgehängt ist, während der andere Hebelischenkel 3 als Kurvenstück ausgebildet ist,
in dem die Rolle 4 in noch näher zu erläuternder Weise verschiebbar geführt ist. An der Achse 4"
der Rolle4 greift das Befestigungsstücks der
Zugfeder6 an, dessen anderes Ende im,Punkt7
mit dem Schleppergestell verbunden ist. Die Feder 6 ist so stark gespannt, daß in der dargestellten
Stellung das Lastmoment am Hebelschenkel 2 dem Gegenkraftmoment am Hebelschenkel
3 annähernd gleich ist. Zum Heben und Senken der Hebelschenkel 2,3 dient der Handhebel
8, der an dem Hebelschenkel 3 im Gelenkpunkt 9 drehbar, gelagert ist und mit einer Gleitführung
10 die Achse 4° der Rolle 4 umfaßt. Mit
dem Hebelschenkel 3 ist ein Zahnibogen 11 verbunden, in den die Sperrklinke 12 des Hebels 8 in
jeder Winkelstellung einrasten kann. Das Befestigungsstück 5 ist ebenfalls mit einem Zahnbogen
versehen, der mit dem Zahnbogen 11 in gleicher Höhe liegt und gleiche Teilung besitzt, so daß die
Sperrklinke 12 auch gleichzeitig in den Zahnbogen 13 einrastet. - ·
Soll, das Gerät aus der dargestellten, angehobenen Stellung abgesenkt werden, so wird der Handhebel
8 von Hand bewegt, was zufolge des Gewichtsausgleiches ohne Kraftanstrengung möglich ist.
Hierbei wird durch Ausklinken der Sperrklinke 12 die Rolle 4 zwangläufig verschoben, so daß sich
der " Angriffspunkt der Feder 6 ändert, wobei mittels der Sperrklinke 12 und des Zahnbogene 11
jede Zwischenstellung eingestellt werden kann. Nach Beendigung des Absenkvorganges ist die
Rolle 4 bis zu dem Drehpunkt 1 verschoben. Das Gerät kann nun unbeeinflußt durch die von der
Feder 6 ausgeübte Gegenkraft im Boden arbeiten. Soll das Gerät angehoben werden, dann wird die
Sperrklinke 12 aus den Zahnbögen 11 und 13 ausgerastet,
so daß durch die auf den Handhebel 8 ausgeübte Kraft der Angriffspunkt der Feder 6 bis
in die in der Zeichnung dargestellte Endstellung w>
verschoben und das Gerät angehoben wird.
In gleicher Weise arbeitet die Hebevorrichtung nach Fig. 2. Gleiche Bezugszahlen für gleiche Teile
sind aus Fig. 1 übernommen. Abweichend vom Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist der Handhebel
8 zweiarmig ausgebildet und am Hebel- -
schenkel 2 bei 9 gelagert. Zwischen der auf der Kurvenbahn des Hebelschenkels 3 verschiebbaren
Rolle 4 und dem Hubhebel 8 ist ein zweiarmiger Zwischenhebel 14 eingeschaltet, der bei 15 am
Hebelschenkel 2 gelagert ist. Das Ende des Handhebels 8 ist als Führungsbahn 8° für das zugeordnete
Ende des Zwischenhebels 14 ausgebildet, der eine der Gleitführung 10 in Fdg. 1 entsprechende
Gleitführung io' für die Achse 4° der Rolle 4 aufweist.
Wird der Hubhebel 8 nach links geschwenkt, dann wird unter gleichzeitigem Absenken des
Hebelschenkels 2 die Rolle 4 zum Drehpunkt 1 verschoben und damit das Moment der durch die
Feder 6 ausgeübten "Gegenkraft zwangläufig verkleinert. Nach Erreichen der Endstellung beim Absenken
ist das Moment der Gegenkraft gleich Null. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist
statt des Zwischenhebels 14 mit dem Ende des Handhebels 8 ein um eine Rolle 16 des Hebelschenkels
2 geführtes Seil 17 verbunden, dessen anderes Ende an der Achse 4" der Rolle angreift.
Die Wirkung ist die gleiche wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2. Beim Anheben wird
die Bewegung des Handhebels 8 durch den Anschlag 18 begrenzt.
Claims (6)
- Patentansprüche:
i. Von Hand betätigte Hebevorrichtung für mit einem Schlepper gekoppelte Anbaugeräte zur landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung, bei der an einem zweiarmigen Hebel einerseits die Gerätelast und andererseits eine Gegenkraft, z. B. eine Feder, angreift, die angenähert einen Momentenausgleich herbeiführt, dadurch gekennzeichnet, daß der Angriffspunkt (4°) der Gegenkraft (6) an dem einen Hebelschenkel (3) des zweiarmigen Hebels durch das Heben und Senken des Gerätes zwangläuifig gegenüber dem Drehpunkt (1) des zweiarmigen Hebels verschiebbar ist in der Weise, daß beim Absenken des Gerätes der wirksame Hebelschenkel(3) für die Gegenkraft (6) ständig, gegebenenfalls biis nahezu auf Null verkürzt, beim Heben des Gerätes jedoch ständig bis zur größten Länge des Hebelschenkels (3) vergrößert wird. - 2. Hebevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Gegenkraft belastete Hebelschenkel (3) des zweiarmigen Hebels eine Gleitbahn für eine Rolle(4) darstellt, an deren Achse (4°) die Gegenkraft (6) angreift und die Rolle (4) von dem zum Heben und Senken des zweiarmigen Hebeiis dienenden Handhebel (8) für den zweiarmigen Hebel geführt wird.
- 3. Hebevorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehpunkt (9) des Handhebels (8) mit dem zweiarmigen Hebel verbunden ist und die Rolle (4) in dem Handhebel (8) längs verschiebbar geführt ist.
- 4. Hebevorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der als zweiarmiger Hebel ausgebildete Handhebel (8) zum Heben und Senken des zweiarmigen Hebels an dessen die Last aufnehmenden Hebelischenkel gelagert ist und mittels eines Gestänges (14) oder Seilzuges (17) mit der Achse (4a) der Rolle (4) verbunden ist.
- 5. Hebevorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitbahn des Hebelschenkels (3) Rasten (11) zur Feststellung des Handhebels (8) aufweist.
- 6. Hebevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der Rolle (4) verbundene Ende (5) der Gegenkraft (6) mit gleichlaufenden Rasten (13) für den Handhebel (8) versehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 664 2.56
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP9738A DE939903C (de) | 1953-05-13 | 1953-05-13 | Von Hand betaetigte Hebevorrichtung fuer mit einem Schlepper gekoppelte Anbaugeraete zur landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP9738A DE939903C (de) | 1953-05-13 | 1953-05-13 | Von Hand betaetigte Hebevorrichtung fuer mit einem Schlepper gekoppelte Anbaugeraete zur landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE939903C true DE939903C (de) | 1956-03-08 |
Family
ID=7362437
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP9738A Expired DE939903C (de) | 1953-05-13 | 1953-05-13 | Von Hand betaetigte Hebevorrichtung fuer mit einem Schlepper gekoppelte Anbaugeraete zur landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE939903C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1059225B (de) * | 1958-03-04 | 1959-06-11 | Rabewerk Clausing Heinrich | Einrichtung zum Drehen von Winkel- und Volldrehpfluegen |
-
1953
- 1953-05-13 DE DEP9738A patent/DE939903C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1059225B (de) * | 1958-03-04 | 1959-06-11 | Rabewerk Clausing Heinrich | Einrichtung zum Drehen von Winkel- und Volldrehpfluegen |
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