DE1950065C2 - Vorrichtung zur Zugkraftsteuerung von hydraulischen Schlepperhubwerken - Google Patents
Vorrichtung zur Zugkraftsteuerung von hydraulischen SchlepperhubwerkenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zug- größerer Hubweg als bei einem Anbaugerät erforkraftsteuerung
von hydraulischen Sehlepperhubwer- derlich, weil eben bei einem Anbaugerat alle Werkken,
bei der die Unterlenker für den Gerliteanbau an zeuge uleiehmüßig ausgehoben werden und sich da-Kurbeln
einer gegen Drehung federnd abgestützten durch der Zugwiderstand rascher verringert als bei
Welle angelenkt sind, deren Drehung über eine Ver- 5 einem Aufsattelgeräl, bei dem ein größerer Hubweu
bindungsstange und einen Hebel in eine Vcrschie- erforderlich ist, um für die verschieden weit ausgebung
des Regelgliedes des Steuergerätes des Hub- hobenen Werkzeuge die gleiche durchschnittliche
Werkes umgesetzt wird. Arbeitstiefenverringerung zu erreichen. Demnach
Der von einem an den Unterlenkern angeschlosse- müssen bei einem Aufsattelgerät die Unterlenker viel
nen Gerät, vorzugsweise einem Pflug, ausgeübte Zug- ίο weiter als bei einem Anbaugerat verschwinKt werwiderstand
ändert sich während der Fahrt, da der den. um einen Steuervorgang zu beenden und den
Boden den eingreifenden Arbeitswerkzeugen nicht Gleichgewichtszustand wieder herzustellen. Ein solch
immer bzw. nicht überall den gleichen Widerstand weiter Schwenkweg der Unterlenker bzw. Hubwog
entgegensetzt. Die Änderung des Zugwidersiandes hat des Vorderteiles eines Aufsattelgerätes ist aber unersclbstverständlich
auch eine Veränderung der Lenker- 15 wünscht, weil sich die Arbeitstiefe der vorderen
belastung zur Folge. Je nach der Lenkerbelastung Werkzeuge über das zulässige Maß verändert. Es
wird nun die Welle gegen die Kraft der sie an Dre- wäre daher vorteilhaft, die Empfindlichkeit der ganhung
hindernden Feder verdreht, welche Drehung zen Steuereinrichtung bei Fahrt mit einem Aufsattelmit
Hilfe der Ve .bindungsstange und des Hebels eine pflug od. dgl. zu erhöhen, so daß eine geringere Zug-Verstellung
des Regelgliedes des Hubwerksteuer- 20 kraftveränderung genügt, um nicht nur einen Steuergerätes
zur Folge hat, so daß die Unterlenker vom Vorgang auszulösen, sondern vor allem auch nach
Hubwerk angehoben oder abgesenkt und damit die einem verhältnismäßig geringen Hubweg wieder zu
Arbeitstiefe des Gerätes verringert oder vergrößert beenden. Bei den bisherigen Vorrichtungen ist
wird, um die Zugkraft annähernd konstant zu halten. eine solche Erhöhung der Empfindlichkeit nicht
Für Ackerschlepper gibt es nicht nur Anbaugeräte 25 möglich.
bzw Anbaupflüge, die mit dem Schlepper sowohl Demnach liegi der Erfindung die Aufgabe zu-
mit Hilfe der Unterlenker als auch durch einen Ober- gründe, die eingangs geschilderte Vorrichtung mit
lenker, also insgesamt durch drei Lenker verbunden einfachen Mitteln so zu verbessern, daß je nachdem,
und vom Schier ^er vollständig getragen werden, son- ob mit einem Anbau- oder Aufsattelgerät gearbeit
dem auch sogenannte Aufsattelpflüge od. dgl., die nur 30 wird, eine Erhöhung der Empfindlichkeit der Steuer-
an den Unterlenkern angeschl ssen sind und sich einrichtung ohne Beschränkung des insgesamt zur
hinten auf einer eigenen Laufrolle abstützen, wobei Verfügung stehenden Verstellweges des Regelgliedes
es sich um besonders schwere und lange Geräte han- erreichbar ist.
delt. Bei einem Anbaugerät treten in den Unterlen- Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch,
kern nicht nur Zug-, sondern auch Druckkräfte auf, 35 daß der Hebel wenigstens zwei wahlweise verwenddie
in gleicher Weise eine Steuerung des Hubwerkes bare Stangenanschlußstellen aufweist, die gegeneinbewirken
sollen. Bei nicht gedrehter Welle, an deren ander im Sinne einer Veränderung der der nicht geKurbeln
die Unterlenker angelenkt sind, befindet sich drehten Welle entsprechende. Regelgliedgrundsteldaher
das Regelglied in einer Grundstellung, aus der lung und des Hebelarmes, an dem die Verbindungses
in beiden Richtungen, je nachdem ob Zug- oder 40 stange angreift, versetzt sind. Beim Fahren mit einem
Druckkräfte auftreten, zur Steuerung verschoben wer- Anbaugerät wird jene Anschlußstelle der Verbinden
kann. Bei reinen Aufsattelpflügen, die keine Ver- dungsstange am Hebel gewählt, die dem größeren
bindung mit dem Schlepper über einen Oberlenker Hebelarm entspricht, wobei sich das Regelglied in
aufweisen, können dagegen in den Unterlenkern nur einer Grundstellung befindet, aus der es in beiden
Zugkräfte auftreten, d. h., die Welle kann nur in einer 45 Richtungen verschiebbar ist, da ja in den Unterlen-Richtung
gegen die Federkraft gedreht werden. Dem- kern sowohl Zug-, als auch Druckkräfte auftreten
nach läßt sich bisher beim Übergang von einem An- können und damit auch eine Drehung der Welle in
baugerät zu einem Aufsattelgerät nur die Hälfte des beiden Richtungen erfolgen kann. Wird nun zur
insgesamt zur Verfügung stehenden Weges des Arbeit mit einem Aufsattelgerät die Verbindungs-Regelgliedes
zur Steuerung ausnützen, da die andere 50 stange an der anderen Stelle am Hebel angeschlossen,
Hälfte der Regelgliedverstellung in der der Druck- so ergibt sich zunächst eine Verstellung des Regelkraft
in den Unterlenkern entsprechenden Richtung gliedes, und zwar in jener Richtung, die sonst der
vorbehalten ist. Druckbelastung der Unterlenker entspricht. Dadurch
Werden bei einem Aufsattelgerät infolge erhöhter wird erreicht, daß, da eine Verstellung im Sinne einer
Zugkraft in den Unterlenkern und dementsprechen- 55 Druckbelastung ohnehin nicht in Frage kommt, der
der Steuerung des Hubwerkes die Unterlenker hoch- gesamte Verstellweg für eine Verschiebung des
geschwenkt, so hebt sich nur der Vorderteil des Ge- Regelgliedes in der der Zugbelastung der Unterlenker
rates, wogegen der Hinterteil weiterhin auf der Lauf- entsprechenden Richtung zur Verfügung steht,
rolle abgestützt bleibt. Es ergibt sich also eine ver- Gleichzeitig hat sich aber auch der Hebelarm, an
schieden weite Verringerung der Arbeitstiefe der 60 dem die Verbindungsstange angreift, verkürzt, so daß
hintereinander angeordneten Werkzeuge. Bei einem geringere Drehungen der Welle und damit geringere
Anbaugerät werden dagegen die Werkzeuge an- Zugkraftschwankungen in den Unterlenkern bereits
nähernd gleichmäßig ausgehoben, das Gerät also an- zu solchen Verstellungen des Regelgliedes des Steuernähernd parallel zu sich selbst bewegt. Soll nun ein gerätes führen, daß eine Steuerung erfolgt. Es ergibt
solcher Steuervorgang zur Aushebung des Gerätes 65 sich also die gewünschte Erhöhung der Empfindlichbzw, zur Verringerung der Arbeitstiefe bei Erreichen keit, wobei durch die Verlagerung der Regelgliedder vorbestimmten Zugkraft beendet werden, so ist grundstellung der insgesamt mögliche Verstellweg des
hierfür bei einem Aufsattelgerät ein wesentlich Regelgliedes für die Verstellung des Gliedes nur in
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der der Zugkraftbelastung entsprechenden Richtung !lusgeiuiizt werden kann.
Zwar ist es bei Zugkrafisteuerungeu für hydraulische
Schlepperhubwerke bekannt, an Lenkern mehrere Löcher vorzusehen, an denen wahlweise ein Gestängeteil
angeschlossen werden kann, wodurch der wirksame Hebelarm veränderbar ist, doch dienen
diese bekannten Einrichtungen nicht der Lösung der vorliegenden Aufgabe, sondern werden zu anderen
Zwecken und in anderem Zusammenhang verwendet.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeisp'el rein schematisch dargestellt,
und zwar zeigt
F i g. 1 die wesentlichen Teile der Vorrichtung zur Zugkraftsteuerung am Heck eines Ackerschleppers in
der Stellung für ein Anbaugerät und
F i g. 2 den Hebel und die Regelstange in der Stellung,
tür einen Aufsattelpflug.
Am Heck eines Ackerschleppers ist eine waagerechte, parallel zur Schlepperhinterachse verlaufende
Welle 1 gelagert, die zwei Kurbelarme 2 trägt, an der die Unterlenker 3 für den Geräteanschluß angelenkt
sind. Die Welle 1 wird durch eine Blattfeder 4 an der Drehung gehindert und besitzt einen weiteren Kurbelarm
S, an dem eine Verbindungsstange 6 angreift, die zu einem Winkelhebel 7 führt. Der Winkelhebel 7
greift in eine Ausnehmung 8 einer Regelstange 9 ein, die auf das nicht dargestellte Steuergerät des hydraulischen
Schlepperhubwerkes einwirkt. Die Hubarme des Hubwerkes sind in bekannter Weise über Hubstangen
mit den Unterlenkern verbunden, W33 ebenfalls
nicht dargestellt ist. Werden die Unterlenker 3 von dem an ihnen angeschlossenen Pflug od. dgl. her
durch Zug- oder Druckkräfte belastet, so ergibt sich eine Drehung der Welle 1 entgegen der Kraft der
Feder 4 in der einen oder anderen Richtung, welche Drehung über die Verbindungsstange 6 und den
Winkelhebel 7 in eine entsprechende Verschiebung der Regelstange 9 umgesetzt wird.
Der Winkelhebel 7 besitzt nun zwei wahlweise verwendbare
Anschlußstellen 10, 11 für die Verbindungsstange 6. Wird mit einem Anbaupflug od. dgl.
gearbeitet, der über drei Lenker, nämlich die beiden Unterlenker und einen oberen Mittellenker mit dem
Schlepper verbunden ist und von diesem getragen wird, so wird gemäß Fig. 1 die Anschlußstelle 10
gewählt, die dem längeren Hebelarm entspricht. Die Regelstange befindet sich dann bei nicht gedrehter
Welle 1 in einer «Grundstellung, aus der sie nach beiden Richtungen gleich weit verstellt werden kann,
je nachdem, ob in den Unterlenkern 3 Zug- oder Druckkräfte auftreten. Beim Arbeiten mit einem riuisattelpflug,
der nur an den Unterlenkern angeschlossen ist und somit in diesen nur Zugkräfte hervorrufen
kann, so daß auch nur die Drehung der Welle 1 in einer Richtung in Frage kommt, wird dagegen die
Verbindungsstange 6 an der Verbindungsstelle 11 des Winkelhebels7 angelenkt (Fig. 2). Daraus ergibt
sich zunächst bei nicht gedrehter Welle 1 eine Verlagerung der Regelstangengrundstellung in Richtung
der bisherigen Verschiebung bei Lenkerdruckbela· stung, und zwar bis an die Grenze dieser Verschiebung,
so daß für die nunmehr auftretenden reinen Zugbelastungen wieder der volle Versteilbereich der
Regelstange 9 zur Verfügung steht. Außerdem aber
ίο wird der Hebelarm am WinUelhebel 7 verkürzt, so
daß eine geringere Drehung der Welle 1 ausreicht, um einen solchen Verstellweg der Regelstange zu erzielen,
der bereits ein Ansprechen des Steuergerätes, also eine Steuerung bewirkt. Die Vorrichtung ist dem-
nach empfindlicher geworden, und zwar ist die Anordnung so getroffen, daß beim Drehen der Welle in
nur einer Richtung, nämlich in Zugrichtung, der Unterlenker der volle Verstellweg an der Regelstange
durchfahren wird, der bisher für die Verstellung in beiden Richtungen (Zug und Druck) diente. Die Vorrichtung
wird also doppelt so empfindlich wie beim Anbaupflug, was den Vorteil hat, daß der Aufsattelpflug
nur um ein wesentlich verringertes Maß angehoben oder abgesenkt werden muß, um den vorher
eingeleiteten Steuervorgang wieder zu beenden.
Die Konstruktion ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, es könnten vielmehr
verschiedene Änderungen vorgenommen werden, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise
wäre es möglich, je nach Lage der Regelstange auch mit einem gestreckten oder sogar einarmigen
Hebel auszukommen. Ferner könnten die beiden Lagerstellen 10, 11 durch ein Langloch in unmittelbarer
Verbindung stehen, wobei dann die Verbindungsstange 6 an dem einen oder anderen Langlochende
festgeklemmt oder durch eine Rasteinrichtung gehalten wird. Auch Zwischenstellungen wären
denkbar, um die Empfindlicnkeit der Vorrichtung zu verändern.
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zur Zugkraftsteuerung von hydraulischen Schlepperhubv/erken, bei der die Unterlenker für den Geräteanbau an Kurbeln einer gegen Drehung federnd abgestützten Welle angelenkt sind, deren Drehung über eine Verbindungsstange und einen Hebel in eine Verschiebung des Regelgliedes des Steuergerätes des Hubwerkes umgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (7) wenigstens zwei wahlweise verwendbare Stangenanschlußstellen (10, Ii) aufweist, die gegeneinander im Sinne einer Veränderung der der nicht gedrehten Welle (1) entsprechenden Regelgliedgrindstellung und des Hebelarmes, an dem die Verbindungsstelle (6) angreift, versetzt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691950065 DE1950065C2 (de) | 1969-10-03 | 1969-10-03 | Vorrichtung zur Zugkraftsteuerung von hydraulischen Schlepperhubwerken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691950065 DE1950065C2 (de) | 1969-10-03 | 1969-10-03 | Vorrichtung zur Zugkraftsteuerung von hydraulischen Schlepperhubwerken |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1950065B1 DE1950065B1 (de) | 1970-07-02 |
| DE1950065C2 true DE1950065C2 (de) | 1974-03-21 |
Family
ID=5747291
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691950065 Expired DE1950065C2 (de) | 1969-10-03 | 1969-10-03 | Vorrichtung zur Zugkraftsteuerung von hydraulischen Schlepperhubwerken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1950065C2 (de) |
-
1969
- 1969-10-03 DE DE19691950065 patent/DE1950065C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1950065B1 (de) | 1970-07-02 |
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