DE934524C - Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Alkohole durch Reduktion von Estern mit Natrium - Google Patents
Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Alkohole durch Reduktion von Estern mit NatriumInfo
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- DE934524C DE934524C DEP30163A DEP0030163A DE934524C DE 934524 C DE934524 C DE 934524C DE P30163 A DEP30163 A DE P30163A DE P0030163 A DEP0030163 A DE P0030163A DE 934524 C DE934524 C DE 934524C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C29/00—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
- C07C29/132—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group
- C07C29/136—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH
- C07C29/147—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH of carboxylic acids or derivatives thereof
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Description
-
- Die Herstellung hochmolekularer Alkohole durch Reduktion eines Esters mit Natrium in einem alkoholischen Mittel in technisch einwandfreiem Zustand ist seit langer Zeit bekannt (Reaktion von Bouveault und Blanc).
- Zur technischen Durchführung des Verfahrens wurde unter anderem vorgeschlagen, den Feuchtigkeitsgehalt der Reaktionskomponenten auf weniger als o,ooI0/, und sogar auf weniger als o,oooI°/o herabzusetzen.
- Erfindungsgemäß wurde nun gefunden, daß man die Ausbeute bedeutend verbessern und fast quantitativ gestalten und den Reaktionsablauf in großem Maßstab begünstigen kann, wenn man den Ester zusammen mit dem Lösungsmittel in bis auf weniger als o,ooI°/o, vorzugsweisebis auf O,OOOI °jo entwässertem Zustand und, gleichzeitig getrennt, geschmolzenes Natrium kontinuierlich in eine mit einer schnell rotierenden Scheibe versehene Mischkammer einführt und das Reaktionsprodukt aus dieser kontinuierlich abführt.
- Durch die sich ergebende exotherme Reaktion werden die Reaktionskomponenten bis nahe an die Siedetemperatur erhitzt. Man gewinnt das Reaktionsprodukt unter Abscheidung des Wasserstoffes und das Lösungsmittel zurück, das man sorgfältig entwässert, um es erneut in der Reaktion anzuwenden. Man erhält die hochmolekularen Alkohole in annähernd quantitativer Ausbeute.
- Abgesehen von einer vortrefflichen Ausbeute bietet das Verfahren auch den Vorteil, daß es nur eine verhältnismäßig geringe Menge an Lösungsmittel erfordert, und zwar etwa 1/io der für das nicht kontinuierliche Verfahren notwendigen Menge. Dies ergibt sich aus dem raschen Verlauf des Kreislaufprozesses, durch den das Lösungsmittel sehr rasch zum neuen Einsatz zurückgewonnen werden kann. Jede Gefahr ist dadurch beseitigt, weil einerseits nur sehr geringe Mengen der Reaktionskomponenten vorhanden sind, wogegen früher die Reaktion in großen Gefäßen von IOOO 1 und mehr durchgeführt wurde, und anderseits, weil man unter vollständigem Luftabschluß in ganz mit Flüssigkeit gefüllten Gefäßen und Rohrleitungen arbeiten kann. Schließlich besteht ein weiterer Vorteil darin, daß man unter hohem Druck und deshalb auch bei einer höheren Temperatur arbeiten kann und dadurch die in der Nähe der Siedetemperatur ablaufende Reaktion erleichtert wird.
- Die Zeichnung veranschaulicht schematisch eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
- Zwei Vorratsbehälter A und B enthalten jeweils den Ester und das Lösungsmittel, z. B. Amyl- oder Butylalkohol. Durch Abmeßpumpen C und D gehende Rohrleitungen verbinden diese Vorratsbehälter mit einem Mischgefäß E, in dem man eine Rührvorrichtung vorsehen kann.
- Das Natrium befindet sich in flüssigem Zustand im Schmelzofen F. Dieser Ofen ist durch eine Rohrleitung, in die eine Abmeßpumpe G eingeschaltet ist, mit einer Atommühle H mit großem Dispersionsvermögen verbunden, in die ebenfalls eine Rohrleitung mündet, die vom Mischgefäß E abgeht. Ein Motor M treibt die Mühle mit der gewünschten Geschwindigkeit an. Das Reaktionsprodukt wird in das Gefäß I abgelassen, wo der Wasserstoff durch Entspannung mit Hilfe eines Ventiles J abgeschieden wird. Die im Lösungsmittel gelösten hochmolekularen Alkohole werden durch eine andere Rohrleitung abgelassen, die vom Schieber K gesteuert wird. Die Arbeitsweise dieses Schiebers kann durch den Flüssigkeitsstand im Gefäß I bestimmt werden.
- Man kann gegebenenfalls eine weitere Abmeßpumpe L zwischen dem Mischgefäß E und der Atom--mühle H einschalten.
- Alle Rohrleitungen, die Abmeßpumpen, das Mischgefäß und die Atommühle können vollständig mit den Produkten gefüllt werden, derart, daß die Luft ganz vom Reaktionsgemisch abgehalten wird und dadurch jede Explosionsgefahr vermieden wird. Man kann auch unter hohem Druck arbeiten.
- Selbstverständlich kann die Atommühle durch eine ähnlich wirkende Vorrichtung ersetzt werden, welche eine innige Verteilung des flüssigen Natriums im Ester bewirkt und dabei trotzdem einen genügend raschen Umlauf erzeugt.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Alkohole durch Reduktion eines Esters mit Natrium in alkoholischem Medium, dadurch gekennzeichnet, daß der Ester zusammen mit dem Lösungsmittel in bis auf weniger als O,OOI °/0, vorzugsweise bis auf O,OOOI °/O entwässertem Zustand und, gleichzeitig getrennt, geschmolzenes Natrium kontinuierlich in eine mit einer schnell rotierenden Scheibe versehenen Mischkammer eingeführt werden und das Reaktionsprodukt aus dieser kontinuierlich abgeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion unter Luftabschluß in der Weise durchgeführt wird, daß das Verfahren in einer mit den Reaktionsflüssigkeiten gefüllten Apparatur (Mischkammer, Pumpen und Rohrleitungen) durchgeführt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion unter hohem Druck durchgeführt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Mischkammer eine Atommühle verwendet wird.Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 164 294, 547 640, 568 628, 7I3 966; französische Patentschrift Nr. 930 269; britische Patentschrift Nr. 4I7 383; USA.-Patentschrift Nr. 2 OI9 022.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR934524X | 1946-06-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE934524C true DE934524C (de) | 1955-10-27 |
Family
ID=9456165
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP30163A Expired DE934524C (de) | 1946-06-28 | 1949-01-01 | Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Alkohole durch Reduktion von Estern mit Natrium |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE934524C (de) |
Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE164294C (de) * | 1900-01-01 | |||
| DE547640C (de) * | 1929-09-24 | 1932-03-29 | H Th Boehme Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von primaeren Alkoholen |
| DE568628C (de) * | 1929-05-08 | 1933-01-21 | H Th Boehme Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von primaeren Alkoholen |
| GB417383A (en) * | 1933-03-27 | 1934-09-27 | Ici Ltd | Manufacture of alcohols from marine animal waxes |
| US2019022A (en) * | 1934-06-09 | 1935-10-29 | Du Pont | Preparation of high molecular weight alcohols |
| DE713966C (de) * | 1935-09-25 | 1941-11-19 | Du Pont | Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Alkoholen, insbesondere Harzalkoholen, durch Reduktion der entsprechenden Carbonsaeureester |
| FR930269A (fr) * | 1946-07-05 | 1948-01-21 | Inst Tech D Etudes Et De Rech | Perfectionnement au procédé de réduction des esters, étholides, glycérides, etc. |
-
1949
- 1949-01-01 DE DEP30163A patent/DE934524C/de not_active Expired
Patent Citations (7)
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