DE9218458U1 - Vorrichtung zum Betreiben einer Ballenpresse - Google Patents
Vorrichtung zum Betreiben einer BallenpresseInfo
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Description
Dr.-lng. Reimar König*::"; :"lpipi.-liji*gj«Klaus Bergen
Wilhelm-Tell-Str. 14 4DS1 S Düsseldorf T<Bfe*O2«>1 -39<7&Ogr;2*3 Patentanwälte
G 92 18 458.8 7.Febr.1994
40 316 B
LINDEMANN Maschinenfabrik G.m.b.H.,
Erkrather Straße 401, 40231 Düsseldorf
Erkrather Straße 401, 40231 Düsseldorf
"Vorrichtung zum Betreiben einer
Ballenpresse"
Die Erfindung betrifft eine Ballenpresse mit einem von einander im wesentlichen parallelen Seitenwänden und einem
Boden begrenzten, oben zumindest teilweise offenen, einen verschiebbaren Preßstempel aufnehmenden Preßkasten
und einem von oben in den Preßkasten mündenden Füllschacht .
Bei insbesondere Papxerballenpressen zum Verpressen voluminöser Materialien, z.B. großer Kartonagen oder in Zerreißern
zerkleinerter Akten, werden häufig erheblich eingeschränkte Leistungen der Presse in Kauf genommen, was
auf die geringen Einfülldichten der genannten Materialarten zurückzuführen ist. Auch gibt es bezüglich der Abmessungen
des Materials im Anlieferungszustand große Unterschiede; Möbelkartonagen können beispielsweise eine Seitenlänge
von bis zu 2 m haben, was eine Vor zerkleinerung erfordert.
Es sind Vorverdichter im Füllschacht bekannt, die von oben, also quer zur Endpreßrichtung auf das Material im
Füllschacht einwirken. Derartige Einbauten behindern die Zuführung, was auch die Leistungsfähigkeit bekannter
Einrichtungen beeinträchtigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung SSU schaffen, die zu Ballenpressen mit gesteigerter
Leistung führt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Maßnahmen des Hauptanspruchs gelöst. Durch die Maßnahme, eine der
Wände des Füllschachtes oder zumindest einen Teil davon als horizontal wirkende Vorpreßwand zu nutzen, läßt sich
in überraschend einfacher Weise erreichen, daß bereits vorverdichtetes bzw. -gepreßtes Material ungehindert vor
den Preßstempel in den Preßkasten gelangt. Dabei ergibt sich eine größere Füllung des Preßkastens und ein schnellerer,
die Produktion wesentlich erhöhender Ballenausstoß.
Vor allem dann, wenn nach einer bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung das Material von der rückwärtigen Wand gegen die in Preßrichtung des Preßstempels vordere Wand des
Füllschachtes gepreßt wird, so daß die Vorpreßwand in Preßrichtung des nachfolgend "Hauptpreßstempel" genannten
Preßstempels im Preßkasten wirkt, braucht dieser nach dem Preßhub nicht in seine Endstellung zurückzufahren, sondern
nur in eine Stellung, die der im Füllschacht vorgepreßten Paketabmessung entspricht. Die somit erreichte
Zeitersparnis aufgrund der eingesparten Rücklauf- und Vorlaufwege ermöglicht eine Leistungssteigerung der Ballenpresse
durch Erhöhung der Anzahl der Preßhübe in der Zeiteinheit. Aufgrund der erfindungsgemäß möglichen, langen
Hubwege der Vorpreßwand in Preßrichtung des Hauptpreßstempels läßt sich die Füllschachtlänge sowohl bis
über die hintere Preßstempelendstellung als auch über die maximale Länge der Einfüllöffnung des Füllschachts hinaus
verlängern, so daß das Fassungsvermögen des Füllschachtes vergrößert wird, was sich dann ebenfalls als größere
■&ogr;
Füllung des Preßkastens und somit als Produktionssteigerung auswirkt.
Wenn das Vorverdichten im Füllschacht während des Preßhubes
des Hauptpreßstempels erfolgt, ist damit eine Zeitspanne gewählt, die den Hauptpreßhub nicht behindert.
Damit sich die leistungssteigernden Maßnahmen voll ausschöpfen lassen, wird vorzugsweise die bezogen auf die
Preßrichtung des HauptpreßstempeIs rückwärtige Wand des
Füllschachtes als hin- und herbewegliche Vorpreßwand ausgebildet. Eine Ballenpresse mit einer beweglichen, in
Richtung der Preßstempelbewegung in mindestens zwei verschiedene Lagen einstellbaren Seitenwand des Füllschachtes
ist zwar durch die DE-PS 23 08 232 bekanntgeworden, jedoch übt die einstellbare FülIschachtwand keinerlei
Preßkräfte auf das Material aus und wird auch nur bei stillstehender Presse verstellt. Der dort mit der
Seitenwandverstellung verfolgte Zweck der Einstellung unterschiedlich
großer Füllschachtquerschnitte soll es erlauben, die durch den Füllschacht in den Preßkasten zu
fördernde Altmaterialmenge zu steuern und damit in den Preßkasten je nach der Beschaffenheit des zu verpressenden
Gutes nur soviel einzufüllen, daß bei der nachfolgenden Vorbewegung des Preßstempels das oberhalb des Preßstempels
in den Füllschacht hineinragende Material problemlos abgeschnitten werden kann.
Demgegenüber wird das eingefüllte Material erfindungsgemäß definiert vorgepreßt, und zwar nicht beliebig, sondern
vorzugsweise gezielt von hinten nach vorne gegen die in Preßrichtung vordere FülIschachtwand, d.h. genau in
derselben Richtung wie beim nachfolgenden. Fertigverpressen;
die Vorpreßwand läßt sich beliebig weit von der vorderen Füllschachtwand entfernen, gegebenenfalls sogar bis
über die Endstellung des HauptpreßstempeIs hinaus. Das
bevorzugte Vorpressen gegen die in Preßrichtung vordere Füllschachtwand führt außerdem zu gleichmäßigen, kantengeraden
Rechteckballen. Käme der Vorpreßhub beispielsweise von oben, würde das Material quer zur Endpreßrichtung
expandieren, denn Papier, insbesondere großvolumige Pappen, expandiert nach Entlastung entgegen der
Preßrichtung. Dadurch würden sich schiefe Ballen bilden, die nicht stapel- und transportfähig sind. Dieser Nachteil
wird noch dadurch verstärkt, daß das anschließend auf den Preßkastenboden fallende, vorgepreßte Material
nur einen Teil der Höhe des Preßkastens ausfüllt, was zu in der Höhe ungleich dichten Ballenquerschnitten mit unzureichender
Festigkeit und gegebenenfalls zum Auflösen der Ballen führt.
Eine Vorpreßwand, die an ihrem oberen Ende (Kopfende) eine nach innen geneigte Schrägfläche aufweist, unterstützt
das Einfüllen des zu verpressenden Materials, denn über die Schrägfläche wird das aufgegebene Material gezielt
in den Füllraum geleitet, insbesondere bei einer den Füllschachtquerschnitt verkleinernden Stellung der
Vorpreßwand.
Wenn die Vorpreßwand nach unten hin den Füllschachtquerschnitt erweiternd geneigt verläuft, wird die Entleerung
vorverdichteten Materials aus dem Füllschacht in den Preßkasten erleichtert.
Es wird weiter vorgeschlagen, daß die Vorpreßwand über ein Scherensystem an einen Zylinder angelenkt ist, der
die erforderliche Vorpreßkraft aufbringt und über das für eine gerade Führung der Vorpreßwand sorgende Scherensystem
gleichmäßig in die Vorpreßwand einleitet.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Zylinder mit seinem kolbenseitigen Ende in Bodennähe
des Füllschachtes beweglich gelagert und seine Kolbenstange mit dem freien Ende eines am Fußende der Vorpreßwand
angelenkten, ersten Scherenlenkers verbunden und in einer vertikalen Seitenwandnut des Füllschachtes geführt,
während ein zweiter Scherenlenker in Bodennähe des Füllschachtes angelenkt und mit seinem freien Ende in einer
vertikalen, parallel zu der Seitenwandnut verlaufenden Preßwandnut geführt ist. Ein auf diese Weise mit dem Verstellzylinder
verbundenes Scherensystem gewährleistet nicht nur eine selbsttätige Geradführung beim horizontalen
Verschieben der Vorpreßwand, sondern außerdem eine platzsparende, nahezu vertikale Anordnung des Zylinders.
Alternativ ist es möglich, bei einer mit einer Geradführung versehenen Vorpreßwand die Preßkraft mittels eines
direkt an die Vorpreßwand angreifenden Hydraulikzylinders einzuleiten, oder pneumatische bzw. elektrische Antriebe
mittels Spindel, Kette oder Kniehebel vorzusehen. Derartige, dem Maschinenbauer ohne weiteres zur Verfügung stehenden
Antriebe lassen sich allerdings nicht so kompakt und platzsparend einbauen, wie das bei einem Zylinder mit
einem erfindungsgemäßen Scherensystem der Fall ist.
Es empfiehlt sich, in den Füllschacht einen Einstoßstempel einzubauen. Der beispielsweise mittels eines pneumatisch
oder hydraulisch betriebenen Zylinders auf- und abbewegliche Einstoßstempel ermöglicht es, das zusammengepreßte
Material ohne Rückzug der Vorpreßwand und damit ohne Reduzierung des Vorpreßdrucks expansionsfrei in den
Preßkasten zu drücken.
Wenn der Einstoßstempel in die der Vorpreßwand gegenüberliegende Füllschachtwand integriert ist, dort z.B. in
Gleitführungen angeordnet ist, beansprucht er keinen den
Füllschachtquerschnitt beeinträchtigenden Einbau- und Arbeitsraum und läßt sich außerdem kurzhubig ausbilden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung, in
der ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung näher erläutert ist. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt einer Ballenpresse mit einer als bewegliche Vorpreßwand ausgebildeten, in
ihre hinterste Endstellung zurückgezogenen Füllschachtwand;
Fig. 2 die Ballenpresse gemäß Fig. 1 mit in vorderster Position dargestellter Vorpreßwand; und
Fig. 3 eine Variante einer erfindungsgemäßen Ballenpresse
mit einem in die der Vorpreßwand gegenüberliegende FülIschachtwand integrierten Einstoßstempel
.
Eine Ballenpresse 1, insbesondere zum Verpressen von Papier, weist einen im Querschnitt rechteckigen Preßkasten
2 auf, der einen durch einen aus einer Kolbenstange 3 und einem Preßzylinder 4 bestehenden hydraulischen Zylinder-Kolbenantrieb
hin- und herbewegten, oben mit einem Schneidmesser 10 bestückten Preßstempel 5 aufnimmt. Das
zu verpressende Material 6 wird dem Preßkasten 2 über einen von oben in den Preßkasten 2 einmündenden Füllschacht
7 zugeführt. Unterhalb des Füllschachtes 7 ist der Preßkasten 2 dazu oben offen, d.h. mit einer Preßkastenöffnung
13 versehen. Um zu verhindern, daß das über eine Einfüllöffnung 8 an der Oberseite des Füllschachtes
7 in den Füllraum 9 aufgegebene Material 6 während des Pressens - diese Betriebsphase ist in Fig. l dargestellt,
in der der Preßstempel 5 in Preßrichtung 11 bereits weit
in den Preßkasten 2 vorgerückt ist - in den Bereich hinter dem Preßstempel 5 fällt, ist oberseitig am Preßstempel
5 eine rückwärtsragende Platte 12 angebracht, welche die Preßkastenöffnung 13 bei vorgeschobenem Preßstempel 5
in dem hinter ihm liegenden Bereich verschließt.
Die der vorderen Füllschachtwand 14 gegenüberliegende,
rückwärtige Wand des Füllschachtes 7 ist als Vorpreßwand 15 ausgebildet und zwischen den beiden Seitenwänden 16
des umfangsgeschlossenen Füllschachtes 7 in Preßrichtung 11 beweglich angeordnet. Die in ihre rückwärtige, über
die maximale Länge L der Einfüllöffnung 8 hinausreichende Endstellung zurückgezogene Vorpreßwand 15 ist in Fig. 1
dargestellt. Während des Endpressens des in den Preßkasten 2 eingefüllten Materials 6 zu Ballen 29, die innerhalb
des Preßkastens mit bekannter Technik verschnürt werden, kann der Füllraum 9 des Füllschachtes 7 mit neu
zu verpressendem Material 6 befüllt und noch während des Ballenpressen mittels der Vorpreßwand 15 zu Paketen vorverdichtet
werden, die nach dem Zurückfahren des Preßstempels 5 über die dann freiwerdende Preßkastenöffnung
13 in den Preßkasten 2 fallen. Das Vorverdichten kann auch synchron mit dem Endpressen erfolgen.
Der Preßstempel bzw. Hauptpreßstempel 5 braucht nach dem
Preßhub nicht in seine Endstellung zurückzufahren, sondern nur in eine Stellung unterhalb der Vorpreßwand 15 in
ihrer in den Füllschacht eingefahrenen Vorpreßstellung, wie in Fig. 2 dargestellt. Die damit verbundene Zeitersparnis
- Rücklauf- und Vorlaufweg verkürzen sich entsprechend - läßt sich für eine Leistungssteigerung der
Ballenpresse durch Erhöhung der Anzahl der Preßhübe in der Zeiteinheit ausnutzen. Weiterhin wird aus Fig. 2
deutlich, daß mit der eine von oben nach unten, d.h. zur Preßkastenöffnung 13 hin zum Zwecke reibungsloser Entleerung
nach außen divergierende Stirnfläche 17 aufweisenden
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Vorpreßwand 15 der Öffnungsquerschnitt des Füllschachtes
7 bzw. des Füllraumes 9 gewünscht verändert werden kann, nämlich je nach Stellung der Vorpreßwand 15. Weiterhin
besitzt die Vorpreßwand 15 an ihrem Kopfende eine nach innen geneigte Schrägfläche 18, die bei einer vorgefahrenen,
unterhalb der Einfüllöffnung 8 in den Füllraum 9 des Füllschachtes hineinragenden Position der Vorpreßwand 15
(vgl. Fig. 2) das über die Einfüllöffnung 8 eingefüllte Material 6 in den Füllraum 9 leitet.
Zum Bewegen sowie insbesondere zum Aufbringen der erforderlichen Vorpreßkraft und Geradeführen der Vorpreßwand
15 ist ein Hydraulikzylinder 19 über ein zwei Scherenlenkerpaare 20, 21 aufweisendes Scherensystem 22 mit der
Vorpreßwand 15 verbunden. Eine platzsparende, nahezu vertikale Einbaulage des Zylinders 19 - und zwar auch in den
Endstellungen der Vorpreßwand 15 - bei gleichzeitig guter Kraftübertragung zum Vorpressen des Materials 6 und
gerader Führung der Vorpreßwand 15 wird dadurch erreicht, daß das kolbenseitige Zylinderende mit einem Lagerauge 23
in Bodennähe des Füllschachtes 7 beweglich gelagert und die Kolbenstange 24 des Zylinders 19 mit einer Führungstraverse 25 verbunden ist, die sich am oberen Ende des
außerdem am Fußende der Vorpreßwand 15 angelenkten, ersten Scherenlenkerpaars 20 befindet und beidseitig in dem
Kopfende des Füllschachtes 7 zugewandten vertikalen Seitenwandnuten 26 des Füllschachtes 7 geführt ist. Das
zweite Scherenlenkerpaar 21 ist einerseits in Bodennähe
des Füllschachtes 7 angelenkt und andererseits mit einem Führungsbolzen 27 in vertikalen, parallel zu den Seitenwandnuten
26 verlaufenden Preßwandnuten 28 geführt, die in den Seitenwangen der Vorpreßwand 15 angeordnet sind.
Damit sich das im Füllschacht 7 zusammengepreßte Material
ohne Rückzug der Vorpreßwand 15 expansionsfrei in den Preßkasten 2 drücken läßt, ist bei der Ausführung gemäß
Fig. 3 ein Einstoßstempel 30 gleitbeweglich in Gleitführungen 31 der Füllschachtwand 14 angeordnet. Er wird von
einem Zylinder 32 zum Einstoßen des Materials 6 in den Preßkasten 2 in Pfeilrichtung 33 auf- und abbewegt. Da
der Einstoßstempel 30 in seiner Ausgangsstellung bis zum Fußende des Füllschachtes 7 bzw. der Füllschachtwand 14
abgesenkt ist, braucht der Zylinder 32 nur kleine Hubwege zurückzulegen.
Durch Beaufschlagen des Zylinders 19 wird nicht nur die Schere des Scherensystems 22 mehr (vgl. Fig. 2) oder weniger
weit (vgl. Fig. 1) geöffnet und die Vorpreßwand 15 damit in eine den Öffnungsquerschnitt des Füllraums 9 des
Füllschachtes 8 verkleinernde oder vergrößernde Stellung bewegt, sondern über die einen großen Hub erlaubenden
Scherenlenkerpaare 20, 21 außerdem die zum Vorpressen des
Materials 6 im Füllschacht 7 erforderliche Preßkraft in die Vorpreßwand 15 eingeleitet. Die Vorpreßwand 15 verdichtet
das Material 6 dabei in Preßrichtung 11 gegen die vordere Stirnwand 14 des Füllschachtes 7.
Claims (9)
1. Ballenpresse mit einem von einander im wesentlichen
parallelen Seitenwänden und einem Boden begrenzten, oben zumindest teilweise offenen, einen verschiebbaren
Preßstempel aufnehmenden Preßkasten und einem von oben in den Preßkasten mündenden Füllschacht, dadurch
gekennzeichnet , daß zumindest ein Teil einer Füllschachtwand
als hin- und herbewegliche Vorpreßwand (15) ausgebildet ist.
2. Ballenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die bezogen auf die Preßrichtung (11) des Preßstempels (5) rückwärtige Wand des Füllschachtes (7)
als Vorpreßwand (15) ausgebildet ist.
3. Ballenpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet , daß die Vorpreßwand (15) an ihrem oberen
Ende (Kopfende) eine nach innen geneigte Schrägfläche
(18) aufweist.
4. Ballenpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorpreßwand
(15) nach unten hin den Füllschachtquerschnitt erweiternd geneigt verläuft.
5. Ballenpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorpreßwand
(15) über ein Scherensystem (22) an einen Zylinder
(19) angelenkt ist.
6. Ballenpresse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet. daß das kolbenseitige Zylinderende in Bodennähe des
Füllschachtes (7) beweglich gelagert und die Kolbenstange (24) des Zylinders (19) mit dem freien Ende
eines am Fußende der Vorpreßwand (15) angelenkten ersten Scherenlenkers (20) verbunden und in einer vertikalen
Seitenwandnut (26) des Füllschachtes (7) geführt ist, während ein zweiter Scherenlenker (21) in
Bodennähe am Füllschacht (7) angelenkt und mit seinem freien Ende in einer vertikalen, parallel zu der Seitenwandj-^t
(26) yerlaufenden Preßwandnut (28) geführt
ist.
7. Ballenpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch aekenn &zgr; e i chnet , daß der Hub der Vorpreßwand
(15) größer als die Länge (30) der Einfüllöffnung (8) ist.
8. Ballenpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen Einstoßstempel (30)
im Füllschacht (7).
9. Ballenpresse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet r
daß der Einstoßstempel (30) in die der Vorpreßwand (15) gegenüberliegende Füllschachtwand (7) integriert
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9218458U DE9218458U1 (de) | 1992-04-06 | 1992-04-06 | Vorrichtung zum Betreiben einer Ballenpresse |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924211509 DE4211509A1 (de) | 1992-04-06 | 1992-04-06 | Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben einer Ballenpresse |
| DE9218458U DE9218458U1 (de) | 1992-04-06 | 1992-04-06 | Vorrichtung zum Betreiben einer Ballenpresse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9218458U1 true DE9218458U1 (de) | 1994-04-28 |
Family
ID=25913701
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9218458U Expired - Lifetime DE9218458U1 (de) | 1992-04-06 | 1992-04-06 | Vorrichtung zum Betreiben einer Ballenpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9218458U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19600039A1 (de) * | 1996-01-02 | 1997-07-03 | Schwelling Hermann | Abfall - Ballenpresse |
| DE29609493U1 (de) * | 1996-05-29 | 1997-10-02 | Autefa Maschinenfabrik GmbH, 86316 Friedberg | Fülleinrichtung für Fasergut |
| CN112046071A (zh) * | 2020-09-18 | 2020-12-08 | 湖南仁和环保科技有限公司 | 一种垃圾压缩机漏料处理装置及处理方法 |
-
1992
- 1992-04-06 DE DE9218458U patent/DE9218458U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19600039C2 (de) * | 1996-01-02 | 1999-05-06 | Hermann Schwelling | Abfall - Ballenpresse |
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| CN112046071B (zh) * | 2020-09-18 | 2022-04-12 | 湖南仁和环保科技有限公司 | 一种垃圾压缩机漏料处理装置及处理方法 |
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