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DE10131165A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Abbinden eines Ballens in Ballenpressen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Abbinden eines Ballens in Ballenpressen

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Publication number
DE10131165A1
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DE
Germany
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baler
shaft
plastic
binding
binding agent
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Application number
DE10131165A
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English (en)
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DE10131165B4 (de
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Hermann Schwelling
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Individual
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Publication date
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Publication of DE10131165A1 publication Critical patent/DE10131165A1/de
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Publication of DE10131165B4 publication Critical patent/DE10131165B4/de
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    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00Presses specially adapted for particular purposes
    • B30B9/30Presses specially adapted for particular purposes for baling; Compression boxes therefor
    • B30B9/3003Details
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F15/00Baling presses for straw, hay or the like
    • A01F15/08Details
    • A01F15/14Tying devices specially adapted for baling presses
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B27/00Bundling particular articles presenting special problems using string, wire, or narrow tape or band; Baling fibrous material, e.g. peat, not otherwise provided for
    • B65B27/12Baling or bundling compressible fibrous material, e.g. peat

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  • Basic Packing Technique (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abbinden eines in einem Pressschacht einer Ballenpresse gepressten Ballens mit einem Abbindemittel, bei dem Abschnitte des Abbindemittels miteinander verbunden werden, bei dem speziell vorgesehen ist, dass ein abgelängtes Abbindemittel mit einer vor dem Pressen vorbestimmten Länge bzw. dass als Abbindemittel ein aus einem Kunststoff oder aus einem homogenen Kunststoffgemisch bestehendes Kunststoffband verwendet wird. DOLLAR A Zudem ist einer Ballenpresse eine Vorrichtung zugeordnet, insbesondere zur Führung und/oder Fixierung von Abbindemitteln, bei der Mittel zur Bevorratung, zur Führung und/oder Fixierung von Abbindemitteln als mehrteiliger variabler Bausatz vorgehalten werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abbinden eines Ballens in Ballenpressen, welche aus Abfallmaterialien durch Verdichten - Zusammenpressen - zwecks Volumenreduzierung erzeugt werden. Die Abfallmaterialien sind in der Regel verbrauchte Behälter und sonstiges Material aus Papier, Pappe, Kunststoff und ähnlichen Materialien oder auch Metalldosen, welche zu Zwecken der Aufbewahrung, der Verpackung und des Transportes verwandt wurden, sowie insbesondere verbrauchte Büroartikel aus vorgenannten Materialien.
  • Bei Ballenpressen werden die fertiggepressten Ballen mit Schnur, Faser-Band oder Draht umschnürt - abgebunden -, wobei die Umschnürung entweder Bestandteil eines kontinuierlichen Pressprozesses ist - horizontale Ballenpresse - und während eines jeden Presszyklusses erfolgt, oder bei einem diskontinuierlichen Pressprozess - vertikale Ballenpresse - erst nach Beendigung des Pressvorgangs.
  • Zur Umschnürung wird sogenanntes quasi "endloses" Abbindemittel, das an einer Ballenpresse auf Vorratsspulen aufgewickelt ist, durch Zug abgespult und nach Fertigstellung der Umschnürung abgetrennt. Bei Horizontal-Ballenpressen werden während des Pressens eines Ballens quasi fortlaufend von den Vorratsspulen Abbindemittel - z. B. Bindedraht - gezogen und, nach Beendigung eines Presszyklusses, in geeigneter Länge die Drahtenden jeweils miteinander verdrillt sowie sogleich automatisch abgeschnitten.
  • Bei Vertikal-Ballenpressen erfolgt die Umschnürung üblicherweise erst nach Beendigung des Pressvorganges. Das Nachziehen des benötigten Abbindemittels erfolgt hier in zwei Phasen, und zwar in einer ersten Phase vor Beginn des Pressvorganges und in einer zweiten Phase nach Beendigung des Pressvorganges, unmittelbar vor der Herstellung der vollständigen Umschnürung. In der ersten Phase wird Abbindemittel von der Vorratsrolle oder -spule in einer solchen Länge abgespult, dass der Anfang des Abbindemittels z. B. an der Vorderkante des Boden des Schachtes der Ballenpresse festlegbar ist. Von hier ausgehend verläuft das Abbindemittel entlang des Bodens in Richtung Rückwand und von dort aufwärts entlang der Rückwand, zumindest bis oberhalb des Pressbereiches des Schachtes und von dort zur Vorratsspule. Die Vorratsspule ist in der Regel entweder außerhalb der Rückwand des Schachtes angeordnet oder oberhalb der obersten Stellung der Pressplatte im Frontbereich der Ballenpresse. Entsprechend der Größe des gefertigten Ballens sind entweder zwei, drei oder vier Umschnürungen vorgesehen, so dass an der Ballenpresse eine Halterung für die entsprechende Anzahl von Vorratsrollen angeordnet ist.
  • Als Abbindemittel wird der vorstehend genannte Bindedraht oder ein aus mehreren, vornehmlich aus Kunststoff bestehenden Schnüren oder schmalen Bändern gewebtes, geflochtenes oder geklebtes Abbindeband mit flachem, rechteckigen Querschnitt verwendet.
  • Ein Spannen einer jeden Umschnürung sowie das Verbinden mit gleichzeitiger Durchtrennung erfolgt bei Draht, wie bereits erwähnt, durch Verdrillen; bei einem Abbindeband üblicherweise durch eine Verknotung oder unter Einbeziehung einer Klemme während des Spannens. Der noch mit der Vorratsspule verbundene Abschnitt des Abbindebandes wird, nach der Verknotung oder des Spannens mit der Klemme, durchtrennt, so dass ein neues Ende entsteht, welches wieder im Bodenbereich des Schachtes fixiert werden kann.
  • Je nach Kundenwunsch werden die Ballenpressen mit Bindedraht oder Abbindeband bestückt, sowie mit betreffenden Halterungen zur Aufnahme des genannten Abbindemittels ausgerüstet.
  • Nachteilig bei den vorgenannten Varianten bezüglich des Abbindeverfahrens als auch des eingesetzten Abbindemittels ist insbesondere, dass beim Nachziehen des Abbindemittels die Vorratsspule ins "Rollen" kommt und mehr Abbindemittel abgespult wird als unmittelbar gebraucht wird. Dies kann zur Folge haben, dass sich Schlingen im Abbindemittel bilden, die zu den verschiedensten Störungen im Arbeitsablauf der Ballenpresse führen können. Bei der Verwendung von Abbindeband besteht zudem noch ein wesentlicher Nachteil darin, dass u. a. beim Verknoten und/oder während des Transportes des Ballens der Bereich einer Umschnürung - in Längserstreckung des Abbindebandes gesehen - in seitlicher Richtung übermäßig beansprucht wird, wodurch das besagte Abbindeband gesplissen werden kann, bzw. sogar eine Beschädigung einzelner Schnüre oder Bänder des Abbindebandes erfolgt, was wiederum zur Schwächung des Abbindebandes führt oder gar zu dessen Durchtrennung. Weiterhin werden seitens der Anwender der Ballenpressen, aber auch insbesondere der Transportunternehmen und der weiterverarbeitenden Industrie permanent höhere Anforderungen bezüglich der äußeren Maße eines Ballens, bzw. dessen Maximal-Gewichtes gestellt. Damit steht der Hersteller der Ballenpressen vor der Aufgabe, die Ballenpressen so zu konzipieren, dass Ballen mit extrem hoher Dichte herstellbar sind. Dieser Umstand bedingt auch eine Verbesserung des Verfahrens zum Abbinden von gepressten Ballen sowie Verbesserungen am Abbindemittel selbst.
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik und den besagten höheren Anforderungen an eine Ballenpresse ist die Aufgabe der Erfindung, dass ein Verfahren gefunden wird, mit dem zumindest die Handhabung des Abbindemittels und die Umschnürung eines insbesondere hochverdichteten Ballens vereinfacht ist, sowie eine Vorrichtung zur störungsfreieren Bevorratung und/oder verbesserten Führung des Abbindemittels an bzw. in der Ballenpresse, bzw. während des Spann- und Verbindungsvorganges, wobei die Vorrichtung möglichst als mehrteiliger, variabler Bausatz ausgeführt sein soll.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Abbinden eines in einem Schacht einer Ballenpresse gepressten Ballens nach den Merkmalen des Patentanspruches 1 oder des Patentanspruches 2 sowie durch eine Vorrichtung zur Verwendung an einer Ballenpresse, insbesondere zur Führung und/oder Fixierung von Abbindemitteln gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 14 gelöst. Die nachgeordneten Patentansprüche 3 bis 13 und 15 bis 24 offenbaren Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens bzw. der Vorrichtung.
  • Der Kerngedanke der Erfindung besteht darin, dass bei einem Verfahren zum Abbinden eines in einem Schacht einer Ballenpresse gepressten Ballens mit einem Abbindemittel, bei dem der Ballen mit dem Abbindemittel umschnürt wird, in dem Abschnitte des Abbindemittels miteinander verbunden werden, nunmehr in neuer Art ein abgelängtes Abbindemittel mit einer vor dem Pressen vorbestimmen Länge verwendet wird, oder dass in ebenfalls neuer Art als Abbindemittel ein aus einem Kunststoff oder aus einem homogenen Kunststoffgemisch bestehendes Kunststoffband, vorzugsweise ein extrudiertes Kunststoffband, eingesetzt wird. Vorteilhaft ist eine Kombination der beiden neuen Verfahrensmerkmale.
  • Ein weiterer gleichrangiger Kerngedanke der Erfindung ist der, dass die Mittel zur Führung und/oder Fixierung von Abbindemitteln, insbesondere die im Schacht der Presse Vorzusehenden, sowie Mittel zur Bevorratung letzterer als mehrteiliger variabler Bausatz vorgehalten werden.
  • Die Verwendung eines abgelängten Ösendrahtes als Abbindemittel für bestimmte Einsatzfälle wird ebenfalls als zur Erfindung gehörend angesehen.
  • Die Mittel zur Bevorratung von Abbindemittel sind vorzugsweise eine oder mehrere Vorratskassetten, insbesondere Köcher, in der die abgelängten, vorzugsweise eingesetzten Kunststoffbänder bevorratet sind. Diese Vorratsbehälter sind der Ballenpresse zugeordnet, wobei unter "zugeordnet" zu verstehen ist, dass diese Behälter an der Ballenpresse oder zumindest im zur Ballenpresse gehörenden Bereich des angrenzenden Arbeitsfeldes angeordnet sind. Dabei kann die Ballenpresse mit der Vorratsbehälter entweder derart ausgelegt sein, dass eine Zuführeinrichtung vorgesehen ist, mit der die Abbindemittel, insbesondere die Kunststoffbänder, aus dem Vorratsbehälter selbsttätig entnommen und der gepresste Ballen automatisch mit dem Kunststoffband umreift wird. Die Ballenpresse mit der Vorrichtung kann aber auch derart ausgelegt sein, dass der Bediener der Presse manuell ein Band aus dem im räumlichen Bereich der Ballenpresse angeordneten Vorratsbehälter entnimmt und mit diesem Kunststoffband den fertig gepressten Ballen manuell und unter Zuhilfenahme einer Spann- und Verschließeinheit umschnürt.
  • Dabei ist es im Rahmen der Erfindung beliebig wählbar, ob ein Ballen lediglich mit einem Kunststoffband oder mit mehreren Bändern umreift wird.
  • Bei den bisher bekannten Vorrichtungen zur Verschweißung der Endabschnitte eines Bandes aus einem schmelzbaren Kunststoff tritt der Nachteil auf, dass an der Schweißstelle hohe Temperaturen benötigt werden. Insbesondere bei der Umschnürung von Altpapierballen ist dies nicht erwünscht, da durch die hohen Temperaturen ein Entzünden des Abfallballens nicht auszuschließen ist. Daher ist vorgeschlagen, dass zum Verbinden der Endabschnitte des Kunststoffbandes eine Reib-/ Prägeverbindung erfolgt, wie sie im Stand der Technik bekannt ist. Dabei werden die beiden aufeinander liegenden Endabschnitte des Kunststoffbandes zwischen einer Matrize und einem Transportrad, das in Richtung der Matrize abstandsveränderlich bewegbar ist, eingeklemmt. Benachbart dazu ist eine weitere Matrize angeordnet, wobei zwischen dieser weiteren Matrize und einer Reibplatte die übereinanderliegenden Endabschnitte des Kunststoffbandes verlaufen. Die Reibplatte wird in Richtung auf die zweite Matrize bewegt, bis diese unmittelbar aneinander anliegen. Anschließend wird die Reibplatte in der Ebene des Kunststoffbandes durch Rüttelbewegungen hin und her bewegt, so dass durch die zwischen Reibeplatte, Endabschnitten der Kunststoffbänder und Matrize verursachte Reibungswärme es zum Aufschmelzen des Kunststoffs kommt. Nach Beendigung der Reib- oder Rüttelbewegung erstarrt der Kunststoff und die beiden Endabschnitte sind unlösbar miteinander verbunden. Der Vorteil bei dieser Verbindungstechnik besteht darin, dass nach außen, also z. B. an das Altpapier des Ballens, kaum Wärme abgegeben wird.
  • Das Umschnüren des Ballens erfolgt entweder nach Beendigung des Pressvorgangs, das heißt der fertig gepresste Ballen wird mit einer Umschnürung versehen. Dazu kann die Ballenpresse, wie im folgenden beschrieben, ausgebildet sein. Insbesondere bei Horizontal-Ballenpressen kann die Umschnürung kontinuierlich, das heißt während des Pressvorgangs, erfolgen. Dazu wird das Abbindemittel, bevorzugt ein Kunststoffband, vor dem Pressen in den Pressschacht eingelegt, so dass das zu verpressende Material bereits teilweise an diesem Band anliegt.
  • Dazu ist die Ballenpresse, wie im folgenden beschrieben, ausgebildet.
  • Dieses Band zur Umschnürung des Ballens ist beispielweise ein PET-Band (Polyethylen-Tetrafluorid). Dabei ist der Querschnitt des Bandes vorzugsweise rechteckig und flach gewählt, kann im Prinzip aber auch rund oder quadratisch ausgebildet sein.
  • Insbesondere wird ein Kunststoffband aus PET verwendet, das mit einer Bruchlast im Bereich von 3.200 N bis 13.500 N belastbar ist, beziehungsweise eine Bruchdehnung im Bereich von 2% bis 25% aufweist.
  • Mit dieser Art von Kunststoffbändern ist auch der Nachteil der im Stand der Technik aus einer Vielzahl einzelner Kunststofffäden gewebter oder geklebter Kunststoffbänder vermieden, bei denen eine Beschädigung einer einzelnen Faser zur teilweisen Auflösung des umschnürenden Bandes sowie einer damit einhergehenden Reduzierung der Festigkeit des Bandes verbunden ist. Die beschädigten und aus dem Band abstehenden Fasern bilden zudem eine Verletzungsquelle für das Bedienungspersonal.
  • In einer Weiterbildung der Erfindung sind an einer Ballenpresse mehrere Vorratsbehälter mit Abbindemitteln unterschiedlicher Längen vorgesehen, so dass beim Pressen von Ballen unterschiedlicher Formate mit einer Ballenpresse ein besseres Handling gegeben ist.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist vorzugsweise an einer Vertikal-Ballenpresse angeordnet, wobei der Bediener der Ballenpresse ein Kunststoffband der Vorratskassette manuell entnimmt und den fertig gepressten Ballen mit dem Kunststoffband umreift.
  • Zum Spannen und miteinander Verbinden der betreffenden Abschnitte bzw. der Endabschnitte eines Kunststoffbandes wird dabei eine oben beschriebene Reib-/Prägevorrichtung verwendet. Diese ist in einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung höhenverstellbar an der Ballenpresse angeordnet, um die Endabschnitte der Kunststoffbänder in unterschiedlichen Höhen, relativ zum Ballen, miteinander verbinden zu können.
  • Zur Bevorratung für die Abbindemittel, ist bevorzugt ein Köcher vorgesehen, der insbesondere im bodenseitigen Bereich der Rückwand der Ballenpresse selbiger zugeordnet ist.
  • Eine andere Ausgestaltung sieht wenigstens eine Vorratsbox vor, welche einen vorzugsweise einen nach unten gerichteten Auslaß aufweist, der korrespondierend zu den an oder in der Rückwand vorgehaltenen Mitteln zur Führung und/oder Fixierung der Abbindemittel, vorzugsweise im oberen oder unteren äußeren Bereich des Schachtes angeordnet werden.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Ballenpresse eine Zuführeinrichtung zur Bereitstellung eines abgelängten Bindemittels zugeordnet ist, die vorzugsweise im Pressbereichs des Schachtes vorgesehen ist.
  • Insbesondere ist wenigstens eine, aus mindestens einer Leiste bestehende Führungseinheit und/oder wenigstens ein Führungsteil, welches an oder in der Rückwand, vorzugsweise in Nähe des Bodens angeordnet ist, vorgesehen.
  • Von Vorteil ist außerdem, dass an den Innenseiten des Schachtes und/oder an der beweglichen Pressplatte und/oder an der Fronttür vorzugsweise profilierte Leisten vorgesehen sind, zwischen denen das Abbindemittel, insbesondere das Kunststoffband nahezu reibfrei geführt wird.
  • Dieses neue Verfahren gewährleistet zudem durch das sehr straffe Spannen des Abbindemittels, dass selbiges auch nach längerer Verweilzeit des Ballens außerhalb des Pressschachtes der Ballenpresse noch tief in die an den Außenflächen des Ballens eingearbeiteten Vertiefungen anliegt. So dass beim Handling des Ballens im Transport und Weiterverarbeitungsprozess des verwendeten Abbindemittel vor mechanischen Beanspruchungen durch Scheuern an einem Gegenstand oder Fläche geschützt sind.
  • Die Erfindung wird folgend anhand eines in Zeichnungen schematisiert dargestellten Ausführungsbeispieles näher dargestellt, wobei in einigen der Fig. Variationen zu diesem Ausführungsbeispiel gezeigt sind.
  • Es zeigen:
  • Fig. 1 eine Ballenpresse in schematisierter Seitenansicht;
  • Fig. 2 selbige Ballenpresse;
  • Fig. 3 selbige Ballenpresse während der Phase der Vorbereitung des Spannens und Verbindens von Abschnitten des Abbindemittels;
  • Fig. 4 zeigt eine Frontalansicht einer Ballenpresse mit gefülltem Vorratsbehälter für Abbindemittel;
  • Fig. 4a die Einzelheit X aus der Fig. 4,
  • Fig. 5 eine Sicht von oben in den Schacht der Ballenpresse;
  • Fig. 5a 5b und 5c Detailansichten aus der Fig. 5 und
  • Fig. 6 eine perspektivische Ansicht des in Fig. 4 gezeigten Führungsteiles.
  • In der Fig. 1 ist eine Ballenpresse gezeigt, bei der die neue Vorrichtung in Form eines mehrteiligen, variablen Bausatzes für Mittel zur Bevorratung, zur Führung und/oder Fixierung der Abbindemittel zur Anwendung kommt. Durch diese grundlegend neue Konzeption wird erreicht, dass neben der Ausrüstung neuer Pressen auch Pressen mit älterem Produktionsdatum den neuen Erfordernissen des Marktes nachträglich angepasst werden können.
  • Die Erfindung sieht grundlegend vor, dass auf der Innenseite 9a des Bodens 9 einer Ballenpresse 1 eine Führungseinheit 26 vorgesehen ist. Diese Führungseinheit 26 besteht aus zwei nebeneinander im wesentlichen parallel zueinander beabstandeten Leisten 27, 28, in denen das Abbindemittel 16 führbar ist. In spezieller neuer Art sind diese Leisten 27, 28 in der in Fig. 5 gezeigten Verstellrichtung 29 verstellbar, so dass sie auf Abbindemittel unterschiedlicher Größen eingestellt werden kann. Diese Führungseinheiten 26 sind zudem so auf dem Boden 9 angeordnet, dass sie mit auf oder in der Innenseite 5a einer Rückwand 5 befindlichen vertikalen Nuten 5d fluchtend verlaufen.
  • In diesen Nuten 5d sind, aufwärts gesehen, mindestens ein Führungsteil 18 angeordnet. Wie aus der Fig. 1, 2, 3 und 4 zu ersehen ist, befinden sich bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel, im Abschnitt des Pressbereiches 4, in den Nuten 5d zwei mit Abstand zueinander angeordnete Führungsteile 18. Ein drittes Führungsteil ist in der Nut 5d oberhalb der Stellung "Ballen fertig" der Pressplatte 36 vorgesehen.
  • Wenigstens die Führungseinheit/-ten 26 bilden eine Zuführeinrichtung für das Abbindemittel derart, dass das Abbindemittel auch nach fertig gepresstem und noch im Pressbereich 4 befindlichen gepressten Ballen unter den Ballen hindurch und entlang der in der Rückwand 5 vorgesehenen Nuten 5d um den Ballen herum geschoben werden können. Einer solchen Zuführeinrichtung können jedoch auch die Führungsteile 18 zugeordnet werden.
  • Die Führungsteile 18 besitzen, im in den Nuten 5d eingebauten Zustand, eine ebenfalls vertikal liegende Nut. Diese Nut ist bevorzugt schwalbenschwanzförmig ausgebildet. Dadurch wird erreicht, dass einerseits das Abbindemittel in einfacher und leichter Art in diesen Fixierpunkten eingelegt werden kann und andererseits während des Umreifungsvorganges mit geringstem Kraftaufwand die entsprechenden Bereiche aus diesen Fixierpunkten gelöst werden können.
  • In der Fig. 1 ist also eine Ballenpresse 1 vertikaler Bauart gezeigt, die auf eine Aufstellfläche 10 gestellt ist. Unter Teilbereiche des Bodens 9 sind hier Distanzstücke 11 vorgesehen, so dass zwischen der Aufstellfläche 10 und dem Boden 9 zumindest teilweise ein Spalt entsteht; der Zweck wird später noch dargestellt. Die Ballenpresse 1 ist in schematisierter Seitenansicht gezeigt, es ist ein Gehäuse 2 ersichtlich, welches einen Schacht 2' aufweist, welcher einen unteren Pressbereich 4 und einen oberen Einfüllbereich 3 besitzt. In diesem Schacht 2' wird eine Pressplatte 36 geführt, die hier in zwei möglichen Positionen dargestellt ist. Die Pressplatte 36 wird von einer Antriebseinheit 31 angetrieben.
  • Das Gehäuse 2 wird, wie aus den Fig. 1 bis 5 ersichtlich ist, aus einem Boden 9 und darauf aufgestellten und aufragenden Seitenwänden 6 und 7 sowie einer Rückwand 5 gebildet, wobei die Seitenwände und die Rückwand bevorzugt aus Profilmaterial hergestellt sind. Die Innenseiten 6a, 5a, 7a und 8a umschreiben den Schacht 2', in welchem das Abfallmaterial eingefüllt sowie verdichtet wird und in welchem sich die Pressplatte 36 bewegt.
  • Neben den bereits weiter vorn beschriebenen Bauteilen 26, 27, 28, 18, ist in der Fig. 1 noch ein im oberen Bereich der Nuten 5d angeordnetes Führungsrohres 17 schematisiert dargestellt, die in Verbindung mit den Führungseinheiten 26 sowie den Führungsteilen 18 jeweils für eine sichere Positionierung und Arretierung des Abbindemittels im Schacht dienen. Das obere Ende des hier verwendeten abgelenkten Abbindemittels 16 wird in dem Führungsrohr 17 fixiert, während das andere Ende des Abbindemittels um die Frontseite 9c des Bodens 9 herum unter den Boden 9 in die durch die Verwendung der Distanzstücke 11 erzielten Zwischenspaltes geschoben. Somit sind während des Pressvorganges, bei welchem der Bediener der Ballenpresse mehrfach an die Ballenpresse zur Befüllung des Einfüllbereiches 3 herantritt, keine störenden Schlaufen im frontseitigen Fußbereich der Ballenpresse vorhanden, wie dies vielfach bei herkömmlichen Ballenpressen der Fall ist. An der Rückseite der Ballenpresse sind im Bodenbereich eine in Höhe des Bodens 9 angeordneter Köcher 12 vorgesehen, sowie im mittleren Bereich ein an der Seitenwand 6 oder an der Rückwand 5 befestigter Bügel 13, welche ein Mittel zur Bevorratung abgelängterr Abbindemittel bilden. Die Aufbewahrung von Abbindemitteln 16 in einer solchen Bevorratungseinrichtung ist aus der Fig. 4 ersichtlich. Dort ist beispielhaft ein Abbindemittel 16 gezeigt, welches mit einem Ende in den Köcher 12 hineingesteckt ist und mit seinem anderen Ende unter Zuhilfenahme des Bügels 13 in einer annähernd senkrechten Stellung gehalten wird. Der Bügel 13 ist dabei so angeordnet, dass die bevorrateten Abbindemittel seitlich nicht über die Grundmaße der Ballenpresse 1 hinausragen.
  • Diese Bevorratungseinrichtung aus den Teilen 12 und 13 ist ebenso Bestandteil des mehrteiligen variablen Bausatzes.
  • Gemäß einer anderen Weiterbildung ist vorgesehen, dass abgelängte Abbindemittel 16 in einer Vorratsbox 14 bzw. 14' bevorratet werden. Diese Vorratsboxen 14 und 14' sind dabei im Inneren so aufgebaut, dass jeweils wenigstens ein Abbindemittel 16 über einen Auslass 15 herausgezogen werden kann, zum Einbringen in die im Schacht vorgesehene Führung für das Abbindemittels.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Ende eines jeden herausgezogenen Abbindemittels den Anfang des folgenden Abbindemittels geringfügig durch den Auslass 15 hindurch mit herauszieht. Andererseits sind die Vorratsboxen 14 und 14' im Inneren so aufgebaut, dass bei Bewegung der vorzugsweise trommelartig aufgerollten "endlosen" oder "endlichen", abgelängten Abbindemittel bei ihrer Bewegung gleichzeitig eine Bremswirkung erfahren, so dass das Abbindemittel leicht und nur so weit, wie benötigt, aus dieser Vorratsbox heraustritt. Die Anordnung der beiden Vorratsboxen 14 und 14' ist hier beispielhaft. Die Vorratsbox 14 ist oberhalb und im hinteren Bereich des Gehäuses 2 der Ballenpresse 1 angeordnet, der Auslass 15 fluchtet mit dem Führungsrohr 17. Bei der Vorratsbox 14' ist deren Auslass 15 an entsprechender günstiger Stelle an geordnet. Hier wird es einen Durchtritt aus der Nut 5d zur Außenseite 5b der Rückwand 5 geben. Wie ersichtlich ist, sitzt die Vorratsbox 14' tiefer als die Vorratsbox 14. Dies bewirkt, dass das aus dem Bodenbereich vorstehende, während des Pressens nicht benötigte Ende des Abbindemittels weiter heraussteht als wenn die Vorratsbox 14 verwendet wird. Dies ist aber unerheblich, da das freie Ende des Abbindemittels 16 unter den Boden der Presse geschoben werden kann.
  • Wie der Fig. 1 zu entnehmen ist, ist dort genügend Platz vorhanden.
  • Die Vorratsboxen 14 und 14' sind dabei vorzugsweise aus recycelfähigem Material hergestellt, insbesondere aus dem Material, welches vordergründig beim Einsatz der Ballenpresse vor Ort anfällt, so dass die verbrauchten Vorratsboxen 14 und 14' gleich als verwertbarer Abfall in die Ballenpresse mit hineingeworfen werden kann.
  • In der Fig. 2 befindet sich die Pressplatte 36 in ihrer unteren Position, der Position "Ballen fertig" und hält dort noch den Ballen zusammen gepresst, da noch keine Umschnürung angelegt ist. Mittels eines Bandziehhakens 35, der durch entsprechende Ausnehmungen in der Pressplatte 36 in Richtung Rückwand 5 geschoben ist, wird mit dessen endseitigem Haken der entsprechende Bereich des Abbindemittels erfasst und durch Ziehen nach vorn zur Frontseite der Ballenpresse 1 hin, unter Bildung einer Schlaufe, die gut in der Fig. 2 zu sehen ist, das obere Ende des Abbindemittels 16 aus dem Führungsrohr 17 heraus und nach vorn vor den Ballen gezogen.
  • In der Fig. 4 ist zu dem noch schematisiert die Fronttür 8 mit ihrer hier nach außen zeigenden Innenseite 8a gezeigt. In den Fig. 1, 3, 4 und 5 wurde auf die Darstellung der Tür 8 aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit verzichtet.
  • In der Fig. 3 ist nun das Spannen des Abbindemittels sowie das Verbinden von dessen Enden schematisiert dargestellt.
  • Im oberen Bereich der Frontseite des Gehäuses 2 ist ein Gestell 32 mit zugehöriger Querstange angeordnet. An diesem 32 befindet sich eine positionierbare Halterung 33 mit einem Seilzug 33', an dem eine Spann- und Verschließeinheit 34 angehangen ist. Die Halterung 33 ist dabei so ausgelegt, dass die Spann- und Verschließeinheit 34 gewichtsneutral aufgehangen ist. In Fig. 3 ist diese Spann- und Verschließeinheit 34 nach unten gezogen, so dass ein bedienerfreundliches Spannen und Verbinden der Enden des Abbindemittels 16 erfolgen kann. Als Spann- und Verschließeinheit 34 wird eine handelsübliche Einheit eingesetzt. Bevorzugt eine solche Einheit, bei der die freien Enden 16' und 16" in einen entsprechenden, nicht dargestellten, Arbeitsspalt der Spann- und Verschließeinheit 34 eingeführt werden kann. Durch Betätigung entsprechender Stellelemente an der Spann- und Verschließeinheit 34 wird das Abbindemittel 16 äußerst straff um den Ballen geschnürt. Die Einheit 34 beinhaltet unter anderem eine regulierbare Kraftbegrenzungseinheit, die nach Erreichen eines eingestellten Sollwertes das Spannen beendet und gleichzeitig, mit oder ohne Betätigung von Stellknöpfen, das zumindest abschnittsweise Verbinden der übereinander liegenden Bereiche 16' und 16" des Abbindemittels 16 vornimmt.
  • Je nach verwendetem Material für das Abbindemittel kann das Verbinden durch eine Reib-/Schweißverbindung, eine Prägeverbindung, durch Verdrillen bei Draht oder durch Verquetschen erfolgen.
  • Die Fig. 4a zeigt die Einzelheit X aus der Fig. 2, und zwar in frontaler Sicht, die Anordnung der Leisten 27 und 28 auf der Innenseite des Bodens 9, zwischen denen das Abbindemittel 16 einschiebbar ist. Zu sehen ist auch die bevorzugte parallele Ausrichtung der Leisten 27, 28 zueinander sowie die Ausrichtung bezüglich der in der Innenseite 5a der Rückwand 5 vorgesehenen vertikalen Nut 5d.
  • Eine weitere Besonderheit und Neuheit der Erfindung ist das Führungsteil 18, welches bevorzugt in den besagten Nuten 5d wahlweise angeordnet werden kann.
  • Bevorzugt ist dieses Führungsteil 18 quaderförmig ausgebildet. Die gemäß Fig. 6 hier in nur einer, und zwar in der vorderen Mantelfläche eingearbeitete, Ausnehmung 23 kann auch an den anderen Mantelflächen des Führungsteiles vorhanden sein.
  • In dem gezeigten Beispiel ist die Ausnehmung 23 als schwalbenschwanzförmige Nut ausgebildet, die von der vorderen Mantelfläche 20 aus in den Körper eingearbeitet ist und auch die Grundfläche 21 und die Deckfläche 22 des Führungsteiles 18 durchbricht.
  • Diese Ausnehmung 23 ist mit einem rechten Steg 24 und einem linken Steg 25 versehen. In spezieller Ausgestaltung verlaufen diese beiden Stege keilförmig zueinander, so dass sie in dem gezeigten Beispiel im Bereich der Deckfläche 22 zueinander einen größeren Abstand besitzen als im Bereich der Grundfläche 21.
  • Die Befestigung dieses Führungsteiles z. B. in der vertikalen Nut 5d erfolgt über eine nicht dargestellte Schraubverbindung.
  • In den Fig. 5a und 5b ist in Drauf- bzw. in Frontalansicht ein in eine vertikale Nut 5d eingesetztes Führungsteil 18 gezeigt. Die Fig. 5a zeigt die Einzelheit Y aus der Fig. 5, eine Draufsicht in eine Nut 5d der Rückwand 5. In Richtung der äußeren Seite 5b ist diese vertikale Nut verschlossen und in Richtung Innenseite 5a der Rückwand 5, also zum Schacht hin geöffnet.
  • Von dieser Seite aus ist das Führungsteil 18 in die Nut 5d eingeschoben und befestigt. In der Schwalbenschwanzführung befindet sich hinter den Stegen 25 und 26 das eingelegte, geführte Abbindemittel 16.
  • In der Fig. 5b ist die Ansicht A aus Fig. 5a gezeigt. Hier ist besonders die Lage des Abbindemittels, hier eines Kunststoffbandes, bezüglich der durch die Stege 24 und 25 gebildeten keilförmige Öffnung der Schwalbenschwanzführung im Führungsteil gezeigt. Je nach dem, von welcher Seite das Abbindemittel beim Einlegen oder beim Hervorziehen sich für den Umreifungsvorgang leichter lösen oder fester gehalten werden soll, kann das Führungsteil eingebaut werden.
  • In der gezeigten Darstellung öffnet sich der keilförmige Spalt nach oben. Die Deckfläche 22 liegt oben, die Grundfläche 21 des Führungsteiles unten.
  • Es ist jedoch auch eine Einbaulage möglich, bei der die Deckfläche 22 unten und die Grundfläche 21 oben ist, so dass sich der keilförmige Spalt nach unten öffnet, so dass dem Bediener bzw. Einrichter der Ballenpresse, bei sich ändernden Materialzuständen des Abbindematerials oder bei Wechsel zu einem anderen Abbindemittel, ein vielfaches Einstellen der Führungselemente für das Abbindemittel ermöglichst wird.
  • Die in dem Führungsteil vorgesehene Nut beschränkt sich nicht nur auf eine schwalbenschwanzförmige Gestaltung, sondern kann abgestimmt sein auf die Querschnitte von verschiedenen Abbindemitteln. So ist auch ein schnelles Wechseln von Draht- auf Bandmaterial möglich bei immer gleicher Qualität der Bandführung.
  • In der Fig. 5c ist noch ein Zustand gezeigt, bei dem das Abbindemittel 16 durch Zug aus dem Spalt 23 des Führungsteiles herausgezogen wird. Die äußeren Randbereiche des Bandes werden leicht nach hinten gebogen, so dass das Abbindemittel leicht aus dem Spalt herausflutschen kann.
  • Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.
  • Alle neuen in der Beschreibung und/oder den Zeichnungen offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen. Bezugsziffernverzeichnis 1 Ballenpresse
    2 Gehäuse
    2' Schacht
    3 Einfüllbereich
    4 Pressbereich
    5 Rückwand
    5a Innenseite
    5b Außenseite
    5d vertikale Nuten (in Pos. 5)
    6 linke Seitenwand
    6a Innenseite Ob Außenseite
    7 rechte Seitenwand
    7a Innenseite
    7b Außenseite
    8 Fronttür(-türen)
    8a Innenseite
    9 Boden
    9a Innenseite
    9b Außenseite
    9c Frontseite
    10 Aufstellfläche
    11 Distanzstücke
    12 Köcher
    13 Bügel
    14, 14' Vorratsbox(-en)
    15 Auslass
    16 Abbindemittel
    16', 16" Endbereich des abgelängten Abbindemittels
    17 Führungsrohr
    18 Führungsteile (bevorzugt quaderförmig)
    18' rechte Mantelfläche
    18" linke Mantelfläche
    19 hintere Mantelfläche
    20 vordere Mantelfläche
    21 Grundfläche
    22 Deckfläche
    23 Ausnehmung (schwalbenschwanzförmige Nut)
    24 rechter Steg
    25 linker Steg
    26 Führungseinheit
    27, 28 Leisten
    29 Verstellrichtungen
    30 Steuereinheit
    31 Antriebseinheit
    32 Gestell (mit Querstange)
    33 positionierbare Halterung
    33' Seilzug
    34 Spann- und Verschließeinheit
    35 Bandziehhaken
    36 Pressplatte
    B Ballen
    H Höhe des Ballens
    T Tiefe des Ballens
    P1 Position Parken
    P2 Position Arbeiten

Claims (24)

1. Verfahren zum Abbinden eines in einem Pressschacht einer Ballenpresse gepressten Ballens mit einem Abbindemittel, wobei der Ballen mit dem Abbindemittel umschnürt wird, in dem Abschnitte des Abbindemittels miteinander verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein abgelängtes Abbindemittel mit einer vor dem Pressen vorbestimmen Länge verwendet wird.
2. Verfahren zum Abbinden eines in einem Pressschacht einer Ballenpresse gepressten Ballens mit einem Abbindemittel, wobei der Ballen mit dem Abbindemittefumschnürt wird, in dem Abschnitte des Abbindemittels miteinander verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass als Abbindemittel ein aus einem Kunststoff oder aus einem homogenen Kunststoffgemisch bestehendes Kunststoffband verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Abbindemittel ein aus einem Kunststoff oder aus einem homogenen Kunststoffgemisch bestehendes Kunststoffband verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das abgelängte Abbindemittel ein Ösendraht ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Abbindemittel zur Umschnürung eines oder mehrerer Ballen der Ballenpresse zugeordnet bevorratet werden.
6. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Abbindemittel zur Umschnürung eines oder mehrerer Ballen der Ballenpresse zugeordnet bevorratet werden.
7. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte bzw. die Endabschnitte des Abbindemittels mittels einer Reib- oder Prägeverbindung miteinander verbunden werden.
8. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Abbindemittel vor dem Pressen in den Pressbereich des Schachtes (2') der Ballenpresse eingelegt wird.
9. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Abbindemittel nach dem Pressen um den fertig gepressten, noch unter Pressdruck befindlichen Ballen herum geführt wird.
10. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1, bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abbindemittel nach dem Pressen um den fertig gepressten, noch unter Pressdruck befindlichen Ballen gespannt und unmittelbar anschließend Abschnitte von selbigem mit ein und demselben Hilfsmittel miteinander verbunden werden.
11. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 2, 3, 5 bis 10 dadurch gekennzeichnet, dass ein Kunststoffband aus PET (Polyesterband) verwendet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das PET-Band eine Dicke hat, die im Bereich von 0,1 mm bis 5 mm liegt, und eine Breite hat, die im Bereich von 0,1 mm bis 50 mm liegt.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffband eine Bruchlast-Grenze aufweist, die im Bereich von 6.500 N bis 11.300 N liegt, oder eine Bruchdehnung-Grenze aufweist, die im Bereich von 2% bis 25 liegt.
14. Vorrichtung zur Verwendung an einer Ballenpresse, insbesondere zur Führung und/oder Fixierung von Abbindemitteln, wobei die Ballenpresse (1) mit wenigstens einem Schacht (2'), in dem zumindest ein Pressschild bewegbar geführt werden kann, der wenigstens einen Einfüllbereich (3) und wenigstens einen Pressbereich (4) aufweist, bei der zumindest abschnittsweise im Pressbereich (4) und/oder im Einfüllbereich (3) des Schachtes (2') Bindemittel zum Abbinden von im Schacht (2') gepressten Ballen vorgehalten werden, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Bevorratung, zur Führung und/oder Fixierung von Abbindemitteln als mehrteiliger variabler Bausatz vorgehalten werden.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Ballenpresse (1) Mittel zur Bevorratung für Abbindemittel, insbesondere für abgelängte Abbindemittel, insbesondere für Kunststoffbänder, vorzugsweise unterschiedlicher Länge zugeordnet sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Bevorratung ein Köcher (12) ist, der insbesondere im bodenseitigen Bereich der Rückwand (5) der Ballenpresse (1) selbiger (5) zugeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Bevorratung wenigstens eine Vorratsbox (14; 14') ist, welche einen vorzugsweise einen nach unten gerichteten Auslaß (15) aufweisen, der korrespondierend zu den an oder in der Rückwand (5) vorgehaltenen Mitteln zur Führung und/oder Fixierung der Abbindemittel, vorzugsweise im oberen oder unteren äußeren Bereich des Schachtes (2') angeordnet werden.
18. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Ballenpresse (1) eine Zuführeinrichtung zur Bereitstellung eines abgelängten Bindemittels zugeordnet ist, die vorzugsweise im Pressbereichs (4) des Schachtes (2') vorgesehen ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18 dadurch gekennzeichnet, dass die besagte Zuführeinrichtung für das abgelängte Bindemittel wenigstens eine, aus mindestens einer Leiste (27; 28) bestehenden Führungseinheit (26) und/oder wenigstens ein Führungsteil (18), welches an oder in der Rückwand (5), vorzugsweise in Nähe des Bodens (9) angeordnet ist, umfasst.
20. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reib- oder Prägeeinrichtung (34) zum Spannen und miteinander Verbinden von Abschnitten oder Endabschnitten des Kunststoffbandes (16) vorgesehen ist.
21. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffband (16) ungewebt ist.
22. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung an einer Vertikalpresse angeordnet ist.
23. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 22 dadurch gekennzeichnet, dass die Spann- und Verschließeinheit (34) zur Verbindung von Abschnitten oder Endabschnitten des Abbindemittels an der Ballenpresse (1) höhenverstellbar (33; 33) gelagert ist.
24. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass an den Innenseiten (9a; 5a oder 5d) des Schachtes (2') und/oder an der beweglichen Pressplatte (36) und/oder an der Fronttür (8; 8a) vorzugsweise pofilierte Leisten (27; 28) vorgesehen sind, zwischen denen das Abbindemittel, insbesondere das Kunststoffband (16) nahezu reibfrei geführt wird.
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