DE3238542A1 - Vorrichtung zum fuehren und ziehen der abbindestreifen bei ballenpressen vertikaler bauart fuer abfallmaterialien - Google Patents
Vorrichtung zum fuehren und ziehen der abbindestreifen bei ballenpressen vertikaler bauart fuer abfallmaterialienInfo
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Description
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- Vorrichtung zum Führen und Ziehen der Abbindestreifen
- bei Ballenpressen vertikaler Bauart für Abfallmaterialien Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Führen und Ziehen der Abbindestreifen bei Abfall-Ballenpressen vertikaler Bauart gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
- Während es bei Abfall-Ballenpressen liegender, d.h. horizontaler Bauart bereits seit längerem bekannt und üblich ist, den Pressenstößel als geschlossene Platte mit frontseitigen Nuten auszubilden, in denen Stangen zur bodenseitigen Führung und zum Ziehen der Abbindestreifen für die fertigen Ballen sitzen, ist eine Übertragung dieser bek'annten Lösung auf Pressen stehender Bauart bislang im wesentlichen daran gescheitert, daß, bedingt durch die horizontale Lage der vertikalbewegten Stößelplatte, keine ausreichende Schwerkraft wirkung vorhanden war, die, wie bei den-Fressen liegender Bauart, eine sichere Lage der Bandziehstangen in den horizontalen Nuten während der einzelnen Hübe bis zur Preßballenfertigstellung gewährleistet hätte, Es war bislang also bei Baflenpressen stehender Bauart stets- erforderlich, den Stößelkörper bzw. die vordere Stößelfläche mit Aussparungen bzw. Durchbrüchen zu versehen, durch die mit gesonderten Haken o.dgl, nach Fertigstellung eines jeden Ballens die Verschnürungsbänder oder -streifen einzeln durchgezogen und danach verknotet werden mußten. Umständlich war somit bislang auch immer das erneute Einlegen bzw. Einfädeln dieser Bänder nach erfolgter Balenentnahme in den Preßschacht.
- Die vorliegende Erfindung hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, an sich bekannte Maßnahmen bei 3allenpressen liegender Bauart, derart anzuwenden bzw. mit neuen Merkmalen zu kombinieren, daß auch das Führen und Ziehen der Ballen-Abbindestreifen bei Pressen stehender Bauart in annähernd äquivalenter Weise möglich wird Die Lösung dieser Aufgabe ist dabei in der Kombination folgender einzeln und für sich oder in gegenseitigem Zusammenwirken bei Abfallpressen liegender Bauart teilweise bereits bekannter Merkmale zu sehen: a) Die Stößel sohle 6a stellt eine geschlossene Fläche ohne Durchbrüche o.dgl. dar, Auf diese Weise ist zunächst einmal gewährleistet, daß beispielsweise beim Verpressen hölzerner Leergebinde wie Obstkistchen u. dgl. ein allseits glatter Ballen gebildet werden kann, und nicht mehr, wie früher, Hclzbruchstücke in bzw. durch die Aussparungen in den Stößelnuten hindurchdringen und sowohl das Abbinden eines Ballens, wie auch dessen Entfernen aus dem Preßschacht erschweren.
- b) In Preßrichtung P auf die Stößelsohle 6a aufgesetzt, oder - alternativ hierzu - in diese eingearbeitet sind Elemente, z.B. winkelförmige Leisten 15 o. dgl., die in jeweils paarweisem Zusammerwirken einen sich über die gesamte Stößeltiefe T erstreckenden Hohlraum H umschließen.
- Durch diesen zum Preßgut bzw dem später fertigen Ballen hin offenen Hohlraum kann, wie bei Fressen liegender Bauart ebenfalls üblich, auch hier der jeweilige Abbindestreifen herausgezogen und mit dem unteren Bandende verknüpft werden.
- Damit auch bei dieser Ausführung aufgabengemäß eie Bandziehstangen während des Fressenbetriebs und zur zusätzlichen Bandführung in den Nuten der Stößelsohle verbleiben können, ohne den Betriebsablauf zu stören, aient das weitere Kombinationsmerkmal: c) In diese tzohlräume E gleitend bzw. von Hand verschiezlich eingesetzt sind stabartige Handhebel 16, deren rückwärtiges Ende 16a jeweils durch Spalten 12a in der Preßschachtrückwand 12 durch letztere hindurchragt, eine Durchgangsbohrung 16b zur Führung bzw.
- gleitenden Aufnahme des jeweiligen Abbindestreifens 17 aufweist und in seinem vorderen Teil eine Umbiegung 16c mit relativ großem Radius R aufweist, deren freies Ende 16c von der Preß- bzw. Einfüllschattür 3 bzw. 4 wegweist, während der im Radius R abgebogene Bereich mit geringem Spiel Sp an den jeweiligen Türinnenseiten 3a bzw. 4a anliegt.
- Ein Ausführungsbeispiel dieser Kombinationslösung ist in der Zeichnung weitestgehend schematisch dargestellt und anhand dieser funktionell im folgenden noch so weit beschrieben, wie die einzelnen Positionen nicht zuvor schon Erwähnung gefunden haben.
- Es zeigen Fig. 1 die erfindungsgemäßen Merkmale an einer in Seitenansicht teilweise geschnitten dargestellten Presse stehender Bauart, Fig. 2 eine Schnittdarstellung durch den Stößelbereich gemäß der Linie A - B und Fig. 3 den frontseitigen Teil einer Bandziehstange nochmals als Einzelheit.
- Die in Fig. 1 dargestellte Presse besteht in ihrem Grundaufbau aus dem Preßschacht 1 mit darüber liegenden Einfüllschacht 2, die beide in bekannter und daher nicht näher dargestellter Weise durch je eine Tür 3 bzw. 4 nach vorne hin abgeschlossen sind.
- Im Presseninneren 5 angeordnet ist zudem der Pressenstößel 5 mit seinem Führungsrahmen 7, den Führung rollen 8 und der Antriebsstange 9 sowie den auf die Stößelrückseite wirkenden Druckverteilerplatten 10.
- Die Preßschachtseitenwände 11, die RücIcwand 12 und die obere, strichpunktiert angedeutete Abdeckhaube 13 sowie die bodenseitige Schachtbegrenzung 14 vervollständigen das Grundgerät in ebenfalls bekannter Art.
- Ist -nun- ein Ballen 20 fertiggepreßt und steht der Stößel 6 dabei etwa in der Stellung gemäß Pig. 1, so wird nach Öffnen der Türen 3 und/oder 4 jeder der Handhebel 16 aus den durch die winkelförmigen Leisten 15 gebildeten Hohlräumen H gezogen, wobei der jeweilige Abbindestreifen 17 schlaufenförmig in die in Fig. 1 gestrichelt angedeutete Stellung von der auf ihrer Lagerstange 22 ruhenden Bandvorratsrolle gelangt.
- Bei ausreichend großer Schlaufenlänge kann nun an einer Stelle x' die Bandtrennung und Verknüpfung der jeweils freien Enden 17a mit 17a' erfolgen, während das andere, noch in der Bohrung 16b des Handhebelendteils 16a eingefädelte Bandende 17a" mit der einen Hand festgehalten, die Stange 16 wiederin die Nut bzw.
- den Hohlraum H eingeschoben wird. Das nunmehr nur noch freie Band-ende 17a'' wird für die Fertigstellung eines neuen Ballens wieder an Verklemmelementen 19 festgesetzt und die Türen 3 und 4 werden geschlossen sowie verriegelt.
- Sei der erfindungsgemäßen Lösung mit den auf der Stößelsohle za aufgescbueißten, winkelförmigen Leisten 15 ist zugleich eine material- sowie gewichtssparende Stößelgesamtkonstruktion möglich, da die jeweils paarweise angeordneten Leisten bei geringem Gewicht dem Stoßel eine zugleich nohe statische Festigkeit verleihen, die noch durch flacheisenartige querstege 15b zwischen den Leisten 15 - auf die gesamte Stößelsohle bezogen - vergrößert werden kann.
- Im übrigen ist es auch erfindungserheblich, daß das freie Ende 16c der Handhebel 16 in seiner Setriebastellung stets entgegen der Preßrichtung, also aufwärts weist. Die Detaildarstellung in Fig. 3 veranschaulicht hierzu noch Nuten 23 in den Stirnseiten der Stößelsohle 6a, die ein Einschieben der Handhebel 16 in die Nuten 15a soweit ermöglichen, bis der Radius "R" der Umbiegung 16c innerhalb der Begrenzungen der Teile 15 und 6a zu liegen kommt. In Verbindung mit dem Gleitschutzteil IG an der Hebelunterseite 16c', das dem Handhebel 16 eine Schräglage bzw. 'Verkantung in der @ut 15a mit erfindungserheblicher Schwerkraftkomponente auf die Schachtrückwand 12 zu verleiht und den Hebel 16 auch während des Pressenbetriebe von den windungen der Schachttüren 3 und 4 fernhält, haben die Nuten 23 der Stößersohle noch den Effekts daß ein falsches Einschieben der Handhebel 16', also mit den Umbiegungen 16c nach unten zum Preßschacht 1 hin, unmöglich wird, da dann die freien Hebelenden 16c soweit aus den Führungsnuten 15a herausragen werden, die die Preß- und Einfüllschachtüren 3 und 4 nicht mehr zu schließen- wären und die automatische Pressensicherung ein Einschalten der Presse unmöglich macht.
- Bezugsziffernverzeichnis 1 Preßschacht 2 Einfüllschacht 3 Preßschackttür 3a Türinnenseite 4 Einfüllschachttür 4a Türinnenseite 5 Presseninnenraum 6 Pressenstößel 6a Stößelsohle 7 Führungsrahmen 8 Führungsrollen 9 Antriebsstange 10 Druckverteilerplatten 11 Freßschachtseitenwände 1 2 Preßschachtrückwand 12a Spalten 13 Abdeckhaube 14 Schachtboden 14a Schachtsohle 15 winkelförmige Leisten 15a -Nut 15b zuersbege 16 Handhebel 16a rückwärtiges Ende 16b Durchgangsbohrung 16c Umbiegung bzw. freies Ende 16c' Unterseite 17 Abb indes treifen 17a freie Bandenden 17a' freie Bandenden 17a" freie Bandenden 18 Gleitschutz 19 Verklemmelemente 20 fertiger Ballen 21 Bandvorratsrolle 22 Lagerung 23 Nut X Bandfrennstelle R Radius von Pos. 16 P Preßrichtung T Stößeltiefe H Hohlraum Spiel Z Zugvorrichtung H Hohlraum
Claims (5)
- Patentansprüche 0 Vorrichtung zum Führen und Ziehen der Abbindestreifen bei Ballenpressen vertikaler Bauart, insbesondere bei Abfallpressen mit hydraulischem Stößelantrieb in einem Preß- mit darüberliegendem Einfüllschacht, allseitigen, weitestgehend geschlossenen Begrenzungswänden und frontseitigen, türartigen Verschlußklappen für die einzelnen Schachtbereiche, gekenneichnet durch die Kombination folgender einzeln für sich oder in gegenseitigem Zusammenwirken bei Abfallpressen liegender Bauart bereits teilweise bekannter Merkmale: a) Die Stößelsohle (6a) stellt eine geschlossene Fläche ohne Durchbrüche o. dgl. dar.b) In Preßrichtung (P) auf die Stößelsohle (6a) aufgesetzt, oder - alternativ hierzu - in diese eingearbeitet sind Elemente, z.B. winkelförmige Leisten (15) o .dgl., die in jeweils paarweisem Zusammenwirken einen sich über die gesamte Stößeltiefe (T) erstreckenden Hohlraum (H) umschließen.c) In diese Hohlräume (H) gleitend bzw. von Hand Verschieblich eingesetzt sind stabartige Handhebel (16), deren rüclcvärtiges Ende C1Ga) jeweils durch Spalten (12a) in der Preßschachtrückwand (12) durch letztere hindurchragt, eine Durchgangsbohrung (16b) zur Führung bzw. glei-.tenden Aufnahme des jeweiligen Abbindestreifens (17) aufweist und in seinem vorderen Teil eine TJmbiegung (16c) mit relativ großem Radius (R) aufweist, deren freies Ende (16c) von der Preß- bzw. Einfüllschachttür (3 bzw. 4) wegweist, während der im Radius (R) abgebogene Bereich mit geringem Spiel (Sp) an den jeweiligen Türinnenseiten (3a bzw. 4a) anliegt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, -dadurch gekennzeichnet, daß im rückwärtigen (16a) oder frontseitigen Endbereich (R) des bzw. der jeweiligen Handhebel (16) ein zusätzlicher Gleitschutz -(18) angebracht ist.
- 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitschutz (18) eine an der Handhebelunter- seite (16d) angebrachte scharfkantigen Erhöhung darstellt, die eine Verkantung bzw. Schräglage letzteres gegenüber den T-förmigen Stößelnuten (15a) bewirkt, mit Schwerkraftkomponente auf die Schachtrückwand (12).
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine an sich bei Pressen liegender Bauart bekannte Verklemmung (19) bzw, Festsetzung der freien Bandenden (17a) im Bereich der Preßschachtsohle (14a).
- 5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, oaß die freien Enden (16c) der Handhebel t16) vom Preßschacht (1) und den Türen (3, 4) weg, aufwärts weisen und soweit in zusätzliche Nuten (23) der St5ßelsohle (6a) hineintragen, daß sie in Seitenansicht (Fig. 3) innerhalb der etwa frontseitig bündigen Begrenzungen von Stoßelplatte (b) und Winkelleisten (15) zu liegen kommen, die lhrerseits wiederum mit geringen Spielraum (Sp) an den Türen ( 3,4 ) von Preßschacht (1) und Einfüllschacht (2) vorbeigleiten.
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