DE914262C - Einseitenband-Traegerfrequenz-Fernsprechsystem - Google Patents
Einseitenband-Traegerfrequenz-FernsprechsystemInfo
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- DE914262C DE914262C DEN5348A DEN0005348A DE914262C DE 914262 C DE914262 C DE 914262C DE N5348 A DEN5348 A DE N5348A DE N0005348 A DEN0005348 A DE N0005348A DE 914262 C DE914262 C DE 914262C
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Description
AUSGEGEBEN AM 28. JUNI 1954
N 5348VIIIa/2i a*
Die Erfindung bezieht sich auf ein Einseitenband-Trägerfrequenz-Fernsprechsystem,
bei dem die Kanäle über zwei benachbarte Adernpaare, besonders die beiden Adernpaare eines Sternkabels,
übertragen werden, derart, daß wenigstens über jedes Adernpaar in der gleichen Richtung eine
Gruppe von Kanälen übertragen wird, die auf beiden Adernpaaren innerhalb des gleichen
Gruppenfrequenzbandes liegt, wobei jedoch die Kanäle der einen Gruppe den Kanälen der anderen
Gruppe gegenüber eine Frequenzverschiebung aufweisen, und daß jedem Kanal eine Signalisierträgerfrequenz
zugeordnet ist.
Solche Systeme sind bekanntlich sowohl zur Übertragung durch Freileitungen als auch durch
Kabel entworfen worden, um auf einfache Weise, also mit niedrigeren Ausgleichsanforderungen für
die Adernpaare, die Bedingungen zu erfüllen, die mit Rücksicht auf Übersprechen zwischen benachbarten
Kanälen oder benachbarten Adernpaaren gestellt werden.
Die Erfindung bezweckt, ein System vorerwähnter Art zu schaffen, bei dem sich eine vereinfachte
Endapparatur ergibt, und zwar im wesentlichen durch Vereinfachung im Aufbau der Apparatur
zum Aussenden und Empfangen der jedem Kanal
zugeordneten Signalisier- und Nummernscheibenimpulse od. dgl.
Das System hat gemäß der Erfindung das Merkmal, daß mindestens eine Anzahl von Signalisierträgerfrequenzen
für Kanäle der einen Gruppe mit den Trägerfrequenzen für Kanäle der anderen
Gruppe übereinstimmt, und umgekehrt, und daß die Signalisier trägerfrequenzen über den Phantomkreis
der zwei Adernpaare übertragen werden, ίο Die Vorteile des Systems nach der Erfindung
werden an Hand der Zeichnung im folgenden näher erläutert.
Fig. ι stellt einen Teil der Endapparatur bei
einer Ausführungsform des Systems nach der Erfindung
dar; die Lage der Kanäle ist in der Figur außerdem in einem Frequenzdiagramm angedeutet;
Fig. 2 zeigt ein Frequenzdiagramm für die Lage der Kanäle bei einer anderen Ausführungsform
eines Systems nach der Erfindung, und Fig. 3 und 4 zeigen die Frequenzdiagramme
einer dritten und einer vierten Ausführungsform. Bei dem Einseitenband-Trägerfrequenz-Fernsprechsystem
nach Fig. 1 erfolgt die Übertragung durch die beiden Ädernpaare 1 und 2, die einfachheitshalber
durch je eine einzige Linie dargestellt sind. Außerdem ist auf bekannte Weise ein hier
nur schematisch dargestellter Phantomkreis 3 vorgesehen.
Über das Adernpaar 1 werden in West-Ost-Richtung drei Kanäle übertragen, wie in der Figur
dargestellt ist. Die Bandbreite eines jeden Kanals beträgt 4 kHz, und die Frequenzen der im übrigen
unterdrückten Trägerfrequenzen, die 18, 24 und 30 kHz betragen, sind für aufeinanderfolgende
Kanäle um 6 kHz verschieden, so daß derErequenzabstand
zwischen aufeinanderfolgenden Kanälen 2 kHz beträgt. Die Kanäle weisen eine Unterseitenbandlage
auf, so daß z.B. bei dem Kanal, der die niedrigste Lage im Frequenzband einnimmt, die
Kanalfrequenz von 4 kHz bei 14 kHz liegt und die Kanalfrequenz ο mit 18 kHz übereinstimmt.
Über das Adernpaar 2 wird auch eine Gruppe von
drei Kanälen in West-Ost-Richtung übertragen.
Diese Gruppe liegt im gleichen Gruppenfrequenzband wie die des Adernpaares 1, d. h. unterhalb
36 kHz. Die Kanäle befinden sich ebenfalls in der Unterseitenbandlage, und der Frequenzabstand
zwischen aufeinanderfolgenden Kanälen, die auch eine Bandbreite von 4 kHz haben, beträgt wieder
2 kHz.
Die Kanäle der zweiten Gruppe sind jedoch in der Frequenz den Kanälen der ersten Gruppe
gegenüber verschoben, und zwar um einen Frequenzabstand von 3 kHz.
Der erste Kanal der ersten Gruppe erstreckt sich z. B. von 14 bis 18 kHz und der erste Kanal der
zweiten Gruppe von 17 bis 21 kHz.
Durch eine solche an sich bekannte Wahl der Lage zweier Gruppen von Kanälen, die über benachbarte
Adernpaare in gleicher Richtung übertragen werden, wird die Möglichkeit eines Übersprechens
zwischen den Kanälen beider Adernpaare wesentlich verringert,
Jedem zu übertragenden Kanal ist eine Signalisierträgerfrequenz zugeordnet. Zu diesem Zweck
werden die in der Endapparatur bereits erzeugten Trägerfrequenzen der Kanäle soweit wie möglich
benutzt.
Zum Beispiel werden die Trägerfrequenzen von 18, 24 und 30 kHz, die der Gruppe von Kanälen
im Adernpaar 1 zugeordnet sind, als Signalisierträgerfrequenzen
für die Kanäle der Gruppe 2 verwendet.
Zu dem ersten Kanal der zweiten Gruppe, der sich von 17 bis 21 kHz erstreckt, gehört dann eine
Signalisier träger frequenz von 18 kHz. Infolge der Unterseitenbandlage dieses Kanals entsprechen
diese 18 kHz einer1 Kanalfrequenz von 3 kHz. Die
Signalisierung in diesem Kanal erfolgt also im Gesprächsfrequenzband. 8b
Die Signalisierfrequenz von 18 kHz für den ersten Kanal der zweiten Gruppe entspricht, wie
gesagt, der Trägerfrequenz des ersten Kanals der ersten Gruppe, so daß diese Frequenz infolgedessen
für diesen ersten Kanal die Kanalfrequenz ο darstellt. Infolgedessen ist keine Störung seitens dieser
Signalisierfrequenz im ersten Kanal der ersten Gruppe zu befürchten.
Die Trägerfrequenzen von 21 und 27 kHz des ersten und des zweiten Kanals der zweiten Gruppe
werden als Signalisier trägerfrequenzen für den
zweiten bzw. den dritten Kanal der ersten Gruppe verwendet. Für den ersten Kanal der ersten Gruppe
ist eine Signalisierträgerfrequenz von 15 kHz gewählt. Daß hierbei nicht die drei Trägerfrequenzen
21, 27 und 33 kHz zur Signalisierung für die aufeinanderfolgenden Kanäle der ersten Gruppe verwendet
werden, ist, wie ersichtlich, darauf zurückzuführen, daß z.B. 21 kHz nicht innerhalb des
Frequenzbandes des ersten Kanals der ersten Gruppe, sondern innerhalb des Frequenzbandes des
zweiten Kanals liegt.
Die Signalisierträgerfrequenzen für die verschiedenen
Kanäle der ersten Gruppe entsprechen wieder Kanalfrequenzen von 3 kHz und die
Frequenzen von 21 und 27 kHz gegenüber den
entsprechenden Kanälen der zweiten Gruppe entsprechen Kanalfrequenz 0 oder Vielfachen von
6 kHz.
Die erwähnten sechs Signalisierträgerfrequenzen werden nun über den Phantomkreis übertragen,
wodurch die Trennung zwischen Gesprächs- und Signalisierfrequenzen keine Schwierigkeiten bereitet,
da bereits eine getrennte Übertragung erfolgt. Weiter beträgt der Abstand zwischen den
Signalisierfrequenzen 6 kHz, wodurch auch ihre gegenseitige Trennung einfach durchführbar ist.
Außerdem ist das für jede Signalübertragung zur Verfügung stehende Frequenzband 6 kHz breit,
wodurch bei Anwendung impulsförmiger Signalisierstöße
die auftretenden Impulse nur wenig verzerrt werden, so daß wenig oder gar keine Impulskorrektion
im Signalempfänger vorgenommen zu werden braucht.
Schließlich sei bemerkt, daß die Leitungsverstärker nicht durch die Signalisierung belastet
werden, so daß diese z. B. als Ruhestromsignalisierung durchgeführt werden kann.
Bisher ist nur von Übertragung in West-Ost-Richtung die Rede gewesen, und es wird einleuchten,
daß mehr als drei Kanäle je Adernpaar vorgesehen werden können, wenn nur in dieser
Richtung übertragen wird und die Adernpaare sich zur Übertragung eines breiten Frequenzbandes
eignen. Dabei kann auch Gruppenmodulation Anwendung finden.
Bei dem System nach Fig. ι werden jedoch über jedes Adernpaar auch Kanäle in der Ost-West-Richtung
übertragen.
Über- das Adernpaar ι wird in der Ost-West-Richtung
auch eine Gruppe von drei Kanälen übertragen. Diese Kanäle haben Obenseitenbandlage
und Trägerwellenfrequenzen von 42,48 und 54 kHz, so daß auch hier der Frequenzabstand zwischen
aufeinanderfolgenden Kanälen 2 kHz beträgt.
Über das Adernpaar 2 wird ebenfalls eine Gruppe von drei Kanälen in Obenseitenbandlage übertragen,
und diese Kanäle sind gegenüber den Kanälen des Adernpaares um 3 kHz verschoben.
Sie haben Trägerfrequenzen von 39,45 und 51 kHz.
Wie aus der Figur ersichtlich ist, sind auch hier die Signalisierträgerfrequenzen entsprechend wie
bei den Kanälen in der West-Ost-Richtung gewählt, so daß eine nähere Beschreibung sich erübrigt. Es
sei jedoch bemerkt, daß auch diese Signalisierträgerfrequenzen über den Phantomkreis übertragen
werden, und zwar in der Ost-West-Richtung. Es wird einleuchten, daß auch hier bei hinreichend
großem Frequenzband der Adernpaare eine größere Anzahl von Kanälen in beiden Richtungen
übertragbar ist, als in der Figur angedeutet ist.
In der Figur ist außerdem schematisch ein Teil der Endapparatur in beiden Stationen dargestellt,
wobei jedoch für jedes Adernpaar in jeder Station nur die Apparatur zum Aussenden und Empfangen
eines einzigen Kanals angegeben ist, um das Bild nicht verwickelt zu machen.
Die Trägerwellenspeiseoszillatoren der beiden Stationen sind miteinander synchronisiert, wozu
eine Steuerfrequenz von 72 kHz von Ost nach West über den Phantomkreis übertragen wird.
Auch die Stammoszillatoren in beiden Stationen haben eine Frequenz von 72 kHz, die, wie aus
folgendem hervorgeht, auch in einigen Modulatorstufen in beiden Stationen verwendet wird. Die
Oststation enthält den Stammoszillator 4. Die Ausgangsspannung dieses Oszillators wird einer
Frequenzteilerstufe 5 zugeführt, in der eine Teilung durch einen Faktor 24 stattfindet. Die Ausgangsspannung
dieser Stufe, die eine Frequenz von 3 kHz aufweist, wird einer Schaltung 6 zugeführt, in der
Harmonische dieser Frequenz erzeugt werden. Zur Stabilisierung der Frequenzteilerstufe wird außerdem
über die Leitung 7 eine Rückkopplung auf die Teilerstufe 5 ausgeübt.
Da alle erforderlichen Frequenzen Vielfache von 3 kHz sind, können sie über Bandpaßfilter 8, 9, 10
usw. dem Ausgangskreis der Stufe entnommen werden.
Der dargestellte Teil der Oststation enthält nur die Apparatur zum Senden des Kanals mit einer
Trägerfrequenz von 42 kHz und für den Empfang des Kanals mit der Trägerfrequenz von 30 kHz
(über Adernpaar 1) und außerdem zum Senden des Kanals mit der Trägerfrequenz von 39 kHz und
für den Empfang des Kanals mit der Trägerfrequenz von 33 kHz (über Adernpaar 2) sowie
die Apparatur zum Aussenden und Empfangen der entsprechenden Signalträgerfrequenzen.
Wie aus folgendem hervorgeht, sind zu diesem Zweck nur vier Trägerfrequenzen, d. h. 72 kHz und
weiter 33, 30 und 27 kHz, erforderlich, nicht nur wegen der Wahl der Signalisierträgerfrequenzen,
sondern auch deswegen, weil die in beiden Richtungen übertragenen Kanäle jeweils paarweise in
der Frequenz symmetrisch zu 36 kHz, also zur halben Frequenz des Stammoszillators 4, liegen.
Dem Bandpaßfilter 9 wird eine Trägerfrequenz von 30 kHz entnommen, die dem Modulator 11 zugeführt
wird. Diesem Modulator wird außerdem bei 12 ein Gespräch zugeführt.
Im Ausgangskreis des Modulators 11 treten dabei zwei Seitenbänder auf, von denen das obere
mittels des Bandpaßfilters 13 unterdrückt und das untere von 26 bis 30 kHz durchgelassen und dem
Modulator 14 zugeführt wird. Diesem Modulator go wird auch die Trägerfrequenz von 72 kHz, die vom
Stammoszillator 4 erzeugt wird, zugeführt. Das im Ausgangskreis auftretende untere Seitenband von
42 bis 46 kHz wird über eine Eichleitung 16 dem Hochpaßfilter 17 der Grenzfrequenz 36 kHz zügeführt.
Dieses Band wird nicht vom Tiefpaßfilter 19 mit einer Grenzfrequenz von 36 kHz durchgelassen
und nimmt infolgedessen den Weg über das Ausgleichsnetzwerk 20, den Verstärker 22 und das
Hochpaßfilter 23 mit der Grenzfrequenz 36 kHz. Es sei bemerkt, daß das Seitenband nicht durch das
Tiefpaßfilter 25 mit der Grenzfrequenz von 36 kHz durchgelassen wird.
Da Freqiuenzweidhein der oben geschilderten Art
dem Fachmann hinreichend bekannt sind, wird im folgenden die Wirkungsweise dieser Frequenzweichen
nicht näher erläutert und nur der von einem Seitenband verfolgte Weg angegeben.
Das Seitenband· von 42 bis 46 kHz wird darauf über den Übertrager 95 dem Adernpaar 1
zugeführt. Empfangsseitig wird das Gespräch über den Übertrager 96 wieder einer Weiche zugeführt
und erreicht über den Weg 28, 29, 31 den Demodulator 32.
Diesem Demodulator wird eine Trägerfrequenz von 72 kHz zugeführt, die vom Stammoszillator
34 erzeugt wird.
Dieser Stammoszillator wird auf bekannte Weise mit dem Stammoszillator 4 mittels der übertragenen
Steuerfrequenz von 72 kHz synchronisiert. Der Übertragungskreis und die Synchronisierschaltung
sind in Fig. 1 nicnt dargestellt.
Dem Stammoszillator 34 werden über die Teilerstufe 35 und den Oberschwingungserzeuger 37
wieder die erforderlichen Trägerfrequenzen über die Bandpaßfilter 38, 40, 41 usw. entnommen.
Im Ausgangskreis des Demodulators 32 entstehen zwei Seitenbänder, von denen das untere von
26 bis 30 kHz vom Bandpaßfilter 43 durchgelassen und dem Demodulator 44 zugeführt wird*
Diesem Demodulator wird außerdem eine Trägerfrequenz von 30 kHz zugeführt, die vom Bandpaßfilter
40 stammt.
Im Ausgangskreis des Demodulators 44 entsteht
ein Niederfrequenzgespräch von ο bis 4 kHz, das
im Kanalverstärker 46 verstärkt wird.
Der Kanalverstärker 46 ist auf bereits früher vorgeschlagene Weise teilweise mit dem Signalempfänger
kombiniert.
Die Signalisierung für diesen Kanal findet wie folgt statt: Eine Trägerfrequenz von 27kHz, die
vom Bandpaßfilter 8 in der Station Ost stammt, wird dem Modulator 47 zugeführt und hier mit
einem auf der Leitung 49 zugeführten impulsförmigen Signal moduliert.
Das erhaltene Signal wird dem Modulator 50
zugeführt, an dem außerdem eine Trägerfrequenz von 72 kHz vom Stammoszillator 4 wirksam ist.
Durch das Hochpaßfilter 52 wird die Signalisierung mit einer Trägerfrequenz, die jetzt 45 kHz beträgt,
dem Phantomkreis 3 zugeführt.
In der Station West wird dieses Signal durch
das Hochpaßfilter 53 mit einer Grenzfrequenz von 36 kHz und durch das Ausgleichsnetzwerk 55 dem
Demodulator 56 zugeführt, an dem außerdem eine Trägerfrequenz von 72 kHz vom Stammoszillator
34 wirksam ist.
Das Demodulationsprodukt mit der Trägerfrequenz
von 27 kHz wird über den Verstärker 58 und das Bandpaßfilter 59 dem Gleichrichter 60 zugeführt.
Die bei Gleichrichtung erhaltene pulsierende Gleichspannung ändert den Betriebszustand
des Signalempfängers und des Kanalverstärkers 46 im Rhythmus der bei 49 in der Station
Ost zugeführten Signale, wodurch auf bekannte Weise jeweils ein Signalisierkreis betätigt wird.
Die Ost-West-Übertragung des Kanals mit der Trägerfrequenz von 39 kHz über das Adernpaar 2
erfolgt auf ähnliche Weise mittels der mit diesem Adernpaar gekoppelten Apparatur.
Deutlichkeitshalber sei bemerkt, daß zu diesem Zweck eine Trägerfrequenz von 33 kHz vom Bandpaßfilter
10 verwendet wird, die über die Leitung 61 dem Modulator 62 zugeführt wird, dem über die
Leitung 63 das zu übertragende Niederfrequenzgespräch
zugeführt wird.
Eines der entstehenden Seitenbänder wird über das Bandpaßfilter 64 dem Modulator 65 zugeführt,
an dem die vom Stammoszillator 4 kommende Trägerfrequenz von 72 kHz wirksam ist.
Das entstehende Seitenband von 39 bis 43 kHz wird über die Weiche.66 und den Übertrager 67
dem Adernpaar 2 zugeführt.
Auf der Empfangsseite durchläuft das Seitenband nach dem Übertrager 68 die Weiche 69 und
erreicht den Demodulator 70, dem wieder eine Trägerfrequenz von "]2. kHz vom Stammoszillator
34 zugeführt wird.
Das entstehende gewünschte Seitenband wird über das Bandpaßfilter 71 dem Demodulator 73 zugeführt,
in dem das Signal mit einer vom Bandpaßfilter 41 gelieferten Trägerfrequenz von 33 kHz
demoduliert wird. Darauf erfolgt eine Verstärkung im Kanalverstärker 74.
Die Signalisierung bei diesem Kanal erfolgt,
indem von einer Trägerfrequenz von 30 kHz ausgegangen wird, die dem Bandpaßfilter 9 in der Oststation
entnommen wird. Diese Trägerwelle wird im Modulator 75 impulsmoduliert und danach dem
Modulator 50 zugeführt, wo sie mit der vom Stammoszillator gelieferten Trägerfrequenz von
72 kHz gemischt wird.
Über das Hochpaßfilter 52 wird die Signalisierung
mit der jetzt entstehenden Trägerfrequenz von 42 kHz wieder dem Phantomkreis 3 zugeführt.
In der Weststation durchläuft die Signalisierspannung das Hochpaßfilter 53 sowie das
Ausgleichsnetzwerk 55 und erreicht den Demodulator 56, in dem wieder mit 72 kHz demoduliert
wird.
Darauf durchläuft die Signalisierspannung, die jetzt wieder eine Trägerfrequenz von 30 kHz hat,
das Bandpaßfilter 76 und gelangt zum Gleichrichter TJ. Das gleichgerichtete Signal steuert den Signalempfänger
und den Kanalverstärker 74.
Das Senden eines Gesprächs über einen Kanal
mit einer Trägerfrequenz von 30 kHz über das Adernpaar 1 von West nach Ost findet wie folgt
statt: Das Niederfrequenzgespräch wird über die Leitung 78 dem Modulator 79 zugeführt, an dem
auch eine Trägerfrequenz von 30 kHz wirksam ist.
Das untere Frequenzband von 26 bis 30 kHz, das dabei entsteht, wird vom Bandpaßfilter 80 durchgelassen
und der Weiche zugeführt, die über 81, 82, 29, 83 durchlaufen wird. Das Seitenband
wird dann über den Übertrager 96 dem Adernpaar 1 zugeführt und diesem in der Oststation
mittels des Übertragers 95 entnommen.
Bei der darauffolgenden Weiche wählt das Gespräch den Weg 19, 20, 22, 25, 26 und erreicht
über das Bandpaßfilter 84 den Demodulator 85, in dem es mit einer Trägerfrequenz von 30 kHz demoduliert
wird. Dabei entsteht das Niederfrequenzgespräch, das vom Kanalverstärker 86 verstärkt
wird.
Für die Signalisierung bei diesem Kanal wird auf der Westseite eine Trägerfrequenz von 27 kHz
verwendet, die dem Modulator 87 zugeführt und in diesem mittels über die Leitung 88 zugeführter
Signale impulsförmig moduliert wird. Das erzielte Signal wird über das Tiefpaßfilter 89 dem Phantomkreis
zugeführt.
Auf der Empfangsseite durchläuft die Signalspannung das Tiefpaßfilter 90, das Ausgleichsnetzwerk
91, den Verstärker 92 und das Bandpaßfilter 93, um im Gleichrichter 94 gleichgerichtet zu
werden.
Die gleichgerichtete Ausgangsspannung beeinflußt wieder den Betriebszustand des Kanalverstärkers
und des Signalempfängers 86.
Die Übertragung eines Gesprächs und die entsprechende
Signalisierung von West nach Ost über
das Adernpaar 2 erfolgt auf entsprechende Weise, so daß sich eine weitere Beschreibung derselben
erübrigt.
Wie aus der Beschreibung der Fig. 1 ersichtlich ist, wird beim Verkehr West-Ost nur einmal
moduliert und nur einmal demoduliert, während in der Ost-West-Richtung zwei Modulationsstufen
und zwei Demodulationsstufen verwendet werden. Dabei ist die erste Modulationsstufe bzw. die
letzte Demodulationsstufe in der Station Ost gleich der Modulationsstufe bzw. der Demodulationsstufe
in der Weststation, was auf die Tatsache zurückzuführen ist, daß die Kanäle für beide Richtungen
paarweise symmetrisch gegenüber einer bestimmten Frequenz, in diesem Fall 36 kHz, liegen, was
einfach mittels der zweiten Modulationsstufe erzielt wird, der für alle Kanäle in der Ost-West-Richtung
eine Trägerfrequenz von 72 kHz, d.h. 2 X 36 kHz, zugeführt wird. Auf diese Weise entsteht eine einfache
Bauart der Endapparatur.
Bei dem System nach Fig. 1 ist der Frequenzabstand zwischen aufeinanderfolgenden Kanälen
in einem Adernpaar und für eine einzige Richtung gleich 2 kHz, und die Verschiebung zwischen den
Kanälen zweier Adernpaare beträgt 3 kHz.
Wird letztere Verschiebung gleich 2 kHz gewählt, so entsteht ein System, dessen Art im
wesentlichen der nach Fig. 1 entspricht und von dem in Fig. 2 nur die Lage der Kanäle, die Trägerfrequenzen
und die Signalisierträgerfrequenzen in einem Frequenzdiagramm angedeutet sind.
In der West-Ost-Richtung werden sowohl über das obere als auch auf das untere Adernpaar vier
Kanäle übertragen, was in der Richtung Ost-West auch der Fall ist. Der zweite Kanal in der Richtung
West-Ost auf dem oberen Adernpaar erstreckt sich z. B. von 20 bis 24 kHz und auf dem unteren
Adernpaar von 22 bis 26 kHz.
Die 24-kHz-Trägerfrequenz des erstgenannten Kanals wird über den Phantomkreis als Signalisierträgerfrequenz
für den entsprechenden Kanal des unteren Adernpaares übertragen. Diese 24 kHz nehmen also im unteren Kanal eine 2 kHz entsprechende
Lage ein.
Umgekehrt dient die 26-kHz-Trägerfrequenz dieses unteren Kanals als Signalisierträgerfrequenz
für den dritten Kanal des oberen Adernpaares, wo seine Lage 4 kHz entspricht.
Die weitere Lage wird an Hand der Zeichnung hinreichend deutlich sein. Alle erforderlichen
Trägerfrequenzen sind Vielfache von 2 kHz.
Fig. 3 zeigt ein Frequenzdiagramm eines Systems, bei dem der Frequenzabstand zwischen
aufeinanderfolgenden Kanälen 4 kHz beträgt und die Kanäle der beiden Adernpaare gegeneinander
um einen Frequenzabstand von 4 kHz verschoben sind.
Zwar erfordert ein solches System bei der Übertragung einer gegebenen Anzahl von Kanälen die
doppelte Bandbreite im Vergleich zu einem System, wo aufeinanderfolgende Kanäle aneinandergrenzen,
aber demgegenüber ist die Endapparatur wesentlich einfacher.
An Hand der Fig. 3 wird es einleuchten, daß der Frequenzabstand von 4 kHz zwischen aufeinanderfolgenden
Kanälen eines Adernpaares gerade von einem Kanal des anderen Adernpaares besetzt wird,
der in der gleichen Richtung übertragen wird.
Die 24-kHz-Trägerfrequenz des zweiten Kanals des oberen Adernpaares dient als Signalisierträgerfrequenz
des zweiten Kanals des unteren Aderripaares und tritt für diesen Kanal als eine
Frequenz von 4 kHz auf.
Umgekehrt ist z. B. die 28-kHz-Trägerfrequenz des zweiten Kanals des unteren Adernpaares zugleich
Signalisierträgerfrequenz für den dritten Kanal des oberen Adernpaares, in dem sie auch mit
4 kHz übereinstimmt.
Bei diesem System ist die Wahrscheinlichkeit von Störungen in einem Kanal, die durch Signalisierung
in einem anderen Kanal ausgelöst werden, also besonders gering.
Alle erforderlichen Trägerfrequenzen sind Vielfache von 4 kHz.
Wenn eine Vereinfachung der Kanalbandfilter nicht unbedingt erforderlich ist, während höhere
Anforderungen betreffs Über spreche ns zwischen benachbarten
Kanälen benachbarter Adernpaare gestellt werden und die Signalisierapparatur einfach
gehalten werden soll, kann das Frequenzdiagramm nach Fig. 4 verwendet werden.
Dabei reihen sich die Bänder aufeinanderfolgender Kanäle eines Adernpaares in einer Richtung
aneinander an, so daß der Abstand der Trägerfrequenzen 4 kHz beträgt.
Die Kanäle der Gruppen zweier Adernpaare für die gleiche Richtung sind gegeneinander um 2 kHz
in der Frequenz verschoben.
Die Signalisierträgerfrequenzen werden wieder über den Phantomkreis übertragen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Einseitenband - Trägerfrequenz - Fernsprechsystem, bei dem die Übertragung der Kanäle über zwei benachbarte Adernpaare, insbesondere die beiden Adernpaare eines Sternkabels, erfolgt, derart, daß über jedes Adernpaar in gleicher Richtung wenigstens eine Gruppe von Kanälen übertragen wird, die auf beiden Adernpaaren innerhalb des gleichen Gruppenfrequenzbandes liegt, wobei jedoch die Kanäle der einen Gruppe gegen die Kanäle der anderen Gruppe in der Frequenz verschoben sind, und daß jedem Kanal eine Signalisierträgerfrequenz zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Anzahl von Signalisierträgerfrequenzen für Kanäle der einen Gruppe mit den Trägerfrequenzen für Kanäle der anderen Gruppe übereinstimmt, und umgekehrt, und daß die Signalisierträgerfrequenzen über den Phantomkreis der zwei Adernpaare übertragen werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 9524 6.54
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL707030X | 1951-04-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE914262C true DE914262C (de) | 1954-06-28 |
Family
ID=19812093
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN5348A Expired DE914262C (de) | 1951-04-12 | 1952-04-09 | Einseitenband-Traegerfrequenz-Fernsprechsystem |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE914262C (de) |
| FR (1) | FR1062477A (de) |
| GB (1) | GB707030A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1040611B (de) * | 1954-09-10 | 1958-10-09 | Western Electric Co | Schaltungsanordnung fuer Mehrkanal-Traegerfrequenz-Fernsprechsysteme zur UEbertragung von Rufsignalen von einem Vermittlungsamt zu einer Anzahl laengs einer UEbertragungsleitung liegender Teilnehmerstationen |
| DE1168490B (de) * | 1962-09-24 | 1964-04-23 | Siemens Ag | Verfahren zur niederfrequenten Rundfunk-uebertragung |
| DE1220912B (de) * | 1962-07-05 | 1966-07-14 | Siemens Ag | Nachrichtenuebertragungssystem |
-
1952
- 1952-04-09 GB GB9079/52A patent/GB707030A/en not_active Expired
- 1952-04-09 DE DEN5348A patent/DE914262C/de not_active Expired
- 1952-04-10 FR FR1062477D patent/FR1062477A/fr not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1040611B (de) * | 1954-09-10 | 1958-10-09 | Western Electric Co | Schaltungsanordnung fuer Mehrkanal-Traegerfrequenz-Fernsprechsysteme zur UEbertragung von Rufsignalen von einem Vermittlungsamt zu einer Anzahl laengs einer UEbertragungsleitung liegender Teilnehmerstationen |
| DE1220912B (de) * | 1962-07-05 | 1966-07-14 | Siemens Ag | Nachrichtenuebertragungssystem |
| DE1168490B (de) * | 1962-09-24 | 1964-04-23 | Siemens Ag | Verfahren zur niederfrequenten Rundfunk-uebertragung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1062477A (fr) | 1954-04-23 |
| GB707030A (en) | 1954-04-07 |
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