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DE909052C - Vorrichtung zum Ansaugen bzw. Heben von Fluessigkeiten, z. B. Blut, Saeuren, Giften od. ae., aus Gefaessen - Google Patents

Vorrichtung zum Ansaugen bzw. Heben von Fluessigkeiten, z. B. Blut, Saeuren, Giften od. ae., aus Gefaessen

Info

Publication number
DE909052C
DE909052C DEP3242A DEP0003242A DE909052C DE 909052 C DE909052 C DE 909052C DE P3242 A DEP3242 A DE P3242A DE P0003242 A DEP0003242 A DE P0003242A DE 909052 C DE909052 C DE 909052C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cannula
blood
suction
syringe
poisons
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP3242A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JOHANNES VON OPPENKOWSKI
Original Assignee
JOHANNES VON OPPENKOWSKI
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to FR1009729D priority Critical patent/FR1009729A/fr
Application filed by JOHANNES VON OPPENKOWSKI filed Critical JOHANNES VON OPPENKOWSKI
Priority to DEP3242A priority patent/DE909052C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE909052C publication Critical patent/DE909052C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01LCHEMICAL OR PHYSICAL LABORATORY APPARATUS FOR GENERAL USE
    • B01L3/00Containers or dishes for laboratory use, e.g. laboratory glassware; Droppers
    • B01L3/02Burettes; Pipettes
    • B01L3/021Pipettes, i.e. with only one conduit for withdrawing and redistributing liquids
    • B01L3/0217Pipettes, i.e. with only one conduit for withdrawing and redistributing liquids of the plunger pump type
    • B01L3/0224Pipettes, i.e. with only one conduit for withdrawing and redistributing liquids of the plunger pump type having mechanical means to set stroke length, e.g. movable stops

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Clinical Laboratory Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Infusion, Injection, And Reservoir Apparatuses (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 12. APRIL 1954
p 3242 IXb/42I D
Um Flüssigkeiten aus Gefäßen anzusaugen bzw. zu heben, ist es z. B. in der chemischen Industrie zum Entnehmen von Giften oder Säuren oder in der ärztlichen Wissenschaft zur Entnahme von Blut bekannt, gewöhnlich mit einer Gradeinteilung versehene Pipetten zwecks Entnahme bestimmter Mengen zu verwenden.
So erfolgte beispielsweise die Feststellung der Blutsenke in folgender Weise: Der Arzt entnahm mittels einer Saugspritze dem Patienten Blut aus der Vene, goß dieses durch Ausdrucken der Spritze in ein Gefäß, aus welchem gewöhnlich später im Laboratorium eine gewünschte Menge mittels einer Pipette dadurch entnommen wurde, daß man das eine Ende in das Gefäß mit Blut eintauchte, während man das andere Ende in den Mund nahm und durch Ansaugen versuchte, die gewünschte Menge Blut aus dem Gefäß zu heben, wobei die Regulierung der Höhe des Flüssigkeitsspiegels in dler Pipette und die Abdichtung der Flüssigkeit in der gewünschten Höhe durch Auflegen eines Fingers auf das vorher im Mund befindliche Ende der Pipette vorgenommen werden mußte, und zwar bis zum Hineinstellen der Pipette in dias Blutsenkungsgestell. Ein solcher Vorgang ist naturgemäß in jeder Beziehung unhygienisch; denn abgesehen davon, daß die das Blut aufsaugende Person nicht keimfrei sein kann, setzt sie sich selbst der Gefahr einer Infizierung aus, wenn das betreffende Blut nicht einwandfrei ist, weil stets die Gefahr besteht, daß sie auch bei sorgfältigem Saugen selbst Blut in den Mund bekommt. Außerdem kann auch eine Infizierung infolge mehrmaligen
Atisaugetis und Abdichtens mit dem Finger erfolgen, weil dann das betreffende Pipettenende abwechselnd mit dem Mund und mit dem Finger berührt wird.
Erhöhte Infektionsmöglichkeiten bestehen insbesondere bei Benutzung in Seuchenstationen, da immer die Gefahr vorhanden ist, daß bereits die Pipette, die ja in den Mund genommen werden muß, ebensowenig keimfrei sein kann wie der abdichtende Finger.
ίο Ähnliche Vorgänge ergeben sich mit erhöhten Gefahren in chemischen und wissenschaftlichen Laboratorien, wo Säuren und Gifte aus Gefäßen od. dgl. angesaugt bzw. angehoben werden müssen. Diese und andere Nachteile werfen bei der Erfindung dadurch vermieden, daß mit dieser zum Ansaugen bzw. Heben von Flüssigkeiten, z. B. Blut, Säuren, Giften od. ä., aus Gefäßen eine Vorrichtung geschaffen wird, die aus einer Saugspritze mit in ihrem Ansaugstutzen fest eingearbeiteter und abgedichteter Kanüle besteht, wobei der Abschluß bzw. das Ende des Ansaugstutzens als Teller ausgebildet ist, der als Widerlager für eine über die Kanüle gestülpte, als abdichtende Anlage zum Aufsetzen auf eine Pipette od. dgl. bestimmte Scheibe aus elastischem Material, wie Gummi, Polyvinylchlorid, Leder od. dgl., dient. Der Ansaugstutzen kann auch voll ausgebildet sein und lediglicheine Durchbohrung im Durchmesser einer Kanüle besitzen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der 3Q Ansaugstutzen der Saugspritze als Schlaucholive ausgebildet, wobei diese und die Pipette durch ein kurzes Schlauchstück wahlweise verbunden oder getrennt werden können. Um Pipetten bzw. Ansaugrohre beliebiger Durchmesser benutzen zu können, werden außer dem festen Glasteller am Ansaugstutzen der Saugspritze und seiner Dichtungsscheibe aus elastischem Material weitere, an diesen anliegende, ebenfalls über die Kanüle gestülpte Glastellerund Dichtungsscheiben unterschiedlicher, z. B. größerer Durchmesser entsprechend den Durchmessern der jeweils zu verwendenden Pipetten vorgesehen.
LTm eine einwandfreie luftdichte Verbindung zu erzielen, ist es notwendig, Teller und Dichtungsscheiben plan auszubilden. Es ist selbstverständlich, daß der Durchmesser der Kanüle ziur Größe der Kolbendichtung in Beziehung gebracht werden muß. Eine solche Vorrichtung ist ails in jeder Beziehung hygienisch anzusprechen, weil bei ihrer Verwendung keine Ansteckungsgefahr mehr besteht. Der Flüssigkeitsspiegel kann leicht und genau, ohne absetzen zu müssen, wie bisher durch einfaches Bewegen des Kolbens auch bei jeder anderen Spritze reguliert werden.
Weitere Merkmale ergeben sich aus der Zeichnung, in der zwei Ausführungsformen bzw. -beispiele der Vorrichtung dargestellt sind. Es zeigt Fig. ι eine Ansicht der einen Ausführungsform, Fig. 2 eine teilweise geschnittene Ansicht einer zweiten Aus füh rungs form.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, wird in ein mit Flüssigkeit 2 gefülltes Glas 1 eine mit Gradeinteilung 4 versehene Pipette 3 eingesetzt. Um die Flüssigkeit nun aus dem Gefäß anzusaugen bzw. zu heben, wird die Vorrichtung gemäß der Erfindung aUif das aus dem Gefäß heraus ragende Ende der Pipette aufgesetzt. Die Vorrichtung besteht aus einer Saugspritze 5 mit in ihrem Ansaugstutzen 7 fest eingearbeiteter und albgedichteter Kanüle 6. An Stelle einer eingesetzten Kanüle kann der Ansaugstutzen 7 so ausgebildet sein, daß er voll ausgeführt ist und lediglich eine Durchbohrung 6 im Durchmesser einer Kanüle besitzt. Der notwendige luftdichte Abschluß wird durch das als Teller 8 ausgebildete Ende des Saugstutzens erzielt, der eine als Widerlager dienende, über die Kanüle gestülpte und als abdichtende Anlage bestimmte Scheibe 9 aus elastischem Material, z. B. Gummi, Leder od. dgl., besitzt. Um eine luftdichte Verbindung zu erzielen, ist es notwendig, Teller und Dichtungsscheibe plan auszubilden. Es ist selbstverständlich, daß der Durchmesser der Kanüle zur Größe der Kolbendichtung in Beziehung gebracht 'werden muß. Abgesehen daivon, daß eine solche Vorrichtung in jeder Beziehung als hygienisch anzusprechen ist und mit ihrer Verwendung keine Ansteckungsgefahr mehr besteht, ist es auch nunmehr leicht möglich, stets die gewünschte Menge Flüssigkeit zu heben, weil man, wie auch bei jeder anderen Spritze, durch Bewegen des Kolbens den Flüssigkeitsspiegel beliebig go verändern kann.
In Fig. 2 ist eine Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt, gemäß welcher es möglich ist, auch Ansaugrohre bzw. Pipetten beliebiger Durchmesser benutzen zu können. Zu diesem Zweck sind außer dem festen Glasteller 8 am Ansaugstutzen der Saugspritze und seiner Dichtungsscheibe 9 weitere, an diesen anliegende, ebenfalls über die Kanüle 6 gestülpte Glasteller 8" und Dichtungsscheiben 9° unterschiedlicher, z. B. größerer Durchmesser entsprechend den Durchmessern der jeweils zu verwendenden Pipetten 30 vorgesehen.
Die Spritze kann auch, insbesondere bei Verwendung als Blutsenkungsspritze, zusätzlich durch mehrmaliges Hochziehen und Herausdrücken einer Wassersäule oder Reinigungsflüssigkeit als Reinigungsspritze für die Pipette benutzt werden. Hierbei ist natürlich darauf zu achten, daß die Wassersäule od. dgl. nicht über die Pipette hinaus in den. Hohlraum der eingefetteten Spritze gelangen darf. Zu diesem Zweck ist es ratsam, auf dem Mantel der Spritze eine geeignete Kennmarke, z. B. einen farbigen Ring od. dgl., anzubringen, der dann zur Einteilung der Wassersäule od. dgl. dient bzw. anzeigt, wie weit der Kolben an der Spritze hochgezogen werden darf.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Vorrichtung zum Ansaugen bzw. Heben von Flüssigkeiten, z. B. Blut, Säuren, Giften od. ä., aus Gefäßen, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus einer Saugspritze (5) mit einer in ihrem Ansaugstutzen (7) fest eingearbeiteten und abgedichteten Kanüle (6) besteht, wobei der Ab-Schluß bzw. das Ende des Ansaugstutzens als
    Teller (8) ausgebildet ist, der als Widerlager für eine über die Kanüle gestülpte, als abdichtende Anlage zum Aufsetzen auf eine Pipette (5) od. dgl. bestimmte Scheibe (9) aus elastischem Material, wie Gummi, Polyvinylchlorid, Leder od. dgl., dient (Fig. 1).
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansaugstutzen (7) voll ausgebildet ist und lediglich eine Durchbohrung (6) im Durchmesser einer Kanüle besitzt.
  3. 3. Ausführungsform nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem festen Glasteller (8) am Ansaugstutzen der Saugspritze und seiner Dichtungsscheibe (9) weitere, an diesen anliegende, ebenfalls über die Kanüle (6) gestülpte Glasteller (8°) und Dichtungsscheiben (9°) unterschiedlicher, z. B. größerer Durchmesser entsprechend den Durchmessern der jeweils zu verwendenden Pipetten (3°) vorgesehen sind (Fig. 2).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    1 5904 4.54
DEP3242A 1948-10-02 1948-10-02 Vorrichtung zum Ansaugen bzw. Heben von Fluessigkeiten, z. B. Blut, Saeuren, Giften od. ae., aus Gefaessen Expired DE909052C (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR1009729D FR1009729A (fr) 1948-10-02 1948-06-21 Dispositif de liaison étanche destiné, par exemple, aux pipettes
DEP3242A DE909052C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Vorrichtung zum Ansaugen bzw. Heben von Fluessigkeiten, z. B. Blut, Saeuren, Giften od. ae., aus Gefaessen

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DEP3242A DE909052C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Vorrichtung zum Ansaugen bzw. Heben von Fluessigkeiten, z. B. Blut, Saeuren, Giften od. ae., aus Gefaessen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE909052C true DE909052C (de) 1954-04-12

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ID=7358600

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP3242A Expired DE909052C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Vorrichtung zum Ansaugen bzw. Heben von Fluessigkeiten, z. B. Blut, Saeuren, Giften od. ae., aus Gefaessen

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DE (1) DE909052C (de)
FR (1) FR1009729A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4112963A (en) * 1977-04-11 1978-09-12 Brubaker John M Siphon tube starter
US4232694A (en) * 1979-01-19 1980-11-11 Williams Francis R Siphon

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4112963A (en) * 1977-04-11 1978-09-12 Brubaker John M Siphon tube starter
US4232694A (en) * 1979-01-19 1980-11-11 Williams Francis R Siphon

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Publication number Publication date
FR1009729A (fr) 1952-06-03

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