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DE896651C - Verfahren zur Herstellung von Thiocarbhydrazinverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thiocarbhydrazinverbindungen

Info

Publication number
DE896651C
DE896651C DEA3199A DEA0003199A DE896651C DE 896651 C DE896651 C DE 896651C DE A3199 A DEA3199 A DE A3199A DE A0003199 A DEA0003199 A DE A0003199A DE 896651 C DE896651 C DE 896651C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compounds
salts
hydrazine
radical
reactive derivatives
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA3199A
Other languages
English (en)
Inventor
Joergen Alfred Wangel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pfizer Health AB
Original Assignee
Pharmacia AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pharmacia AB filed Critical Pharmacia AB
Application granted granted Critical
Publication of DE896651C publication Critical patent/DE896651C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C333/00Derivatives of thiocarbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C333/02Monothiocarbamic acids; Derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Thiocarbhydrazinverbindungen Die Erfindung betrifft die Herstellung von neuen Thiocarbhydrazinverbindungen. Bisher beschriebene Hydrazinverbindungen haben sich als unwirksam oder in gewissen Fällen nur schwach wirksam gegen Tuberkulose, jedoch als zu giftig erwiesen, um für therapeutische _ Benutzung geeignet zu sein.
  • Überraschenderweise wurde festgestellt, daß gewisse Thiocarbhydrazinverbindungen gute Aktivität bei experimenteller Tuberkulose besitzen und daß sie ferner eine günstige Toxität besitzen. Sie sind daher geeignet, um als Chemoterapeutica benutzt zu werden.
  • Die gemäß der Erfindung zu erhaltenden neuen Verbindungen haben die allgemeine Formel worin R1 einen Benzyl- oder Cyclohexyl-Rest, R2 entweder Wasserstoff oder eine weitere Bindung an R3 und R3 entweder einen C H C, H5-Rest, C O - C,11,-Rest, C O - CH.-Rest, C S - O - CH, - CH,-Rest, CS - O - C,11,1 -Rest, C,H"-Rest oder i Wasserstoffatom bedeuten. In den beiden letzten Fällen ist R1 ein Cyclohexylrest.
  • Die Herstellung dieser gegen Tuberkulose wirksamen Verbindungen=kann gemäß der Erfindung dadurch erfolgen, daß Hydrazinverbindungen der allgemeinen Formel bzw. Salze oder funktionelle Derivate davon mit einer Xanthogensäure R, 0 C S S H, ihren Salzen oder an sich bekannten reaktionsfähigen Derivaten davon oder daB Xanthogenhydrazide der allgemeinen Formel R10-CS-NH-NH2 bzw. Salze oder funktionelle Derivate davon mit an sich bekannten reaktionsfähigen Derivaten von R3 umgesetzt werden.
  • So werden Xanthogenhydrazide mit Carbonylverbindungen (z. B. einem Aldehyd, einem Säurehalogenid oder einer Carbonylthioglycolsäure) oder mit einer Xanthogensäure, ihren Salzen oder reaktionsfähigen Derivaten umgesetzt. Substituierte Hydrazine mit einer freien N H2 Gruppe können mit Xanthogensäuren bzw. ihren Salzen oder. reaktionsfähigen Derivaten umgesetzt werden, und dasselbe gilt für Hydrazin bzw. sein Hydrat und seine Salze.
  • Falls R2 Wasserstoff und R3 der Rest R10 C S ist, können die Verbindungen durch gleichzeitige Einführung von zwei identischen Oxythiocarbonylresten in Hydrazin, deren Salzen oder reaktionsfähigen Derivaten hergestellt werden.
  • Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung.
  • Beispiel 1 18 g Natrium werden in 500 ccm trockenem Cyclohexanol gekocht, bis Lösung eingetreten ist. Nach der Abkühlung wird der so gebildete Kuchen gemahlen und dann in 2 1 Äther suspendiert und 15 Minuten lang gekocht, worauf 64 g Schwefelkohlenstoff zugegeben werden. Die Mischung wird dann 45 Minuten lang weitergekocht und mit 1 1 Wasser extrahiert. Der Extrakt wird bei Zimmertemperatur mit 40 g Hydrazinhydrat umgesetzt und hierdurch Cyclohexyloxythiocarbonylhydrazin ausgefällt, das nach der Umkristallisierung aus Benzol-Petroläther in einer Ausbeute von 95 g mit einem Schmelzpunkt von 76 bis 77° erhalten wird.
  • Statt Hydrazinhydrat zu benutzen, kann auch eines seiner Salze verwendet werden. In diesem Falle wird letzteres in geeigneter Weise mit Ätzalkali neutralisiert. Beispiel 2 Zu i,8 g Benzyloxythiocarbonylhydrazin in 5 ccm Äthylalkohol (95 °/o) werden i,i g Benzaldehyd in 5 ccm Äthylalkohol gegeben. Hierdurch wird bei Zimmertemperatur Benzaldehyd-Benzyloxythiocarbonylhydrazon in Form von schmalen Kristallprismen gefällt, die nach der Umkristallisierung aus Benzol einen Schmelzpunkt von 124 bis z24,5° haben.
  • Beispiel 3 Zu ö,3 Mol Benzylxanthogenessigsäure in i5o ccm Äthylalkohol (950/,) wird die äquivalente Menge 5-n Ätzalkali zusammen mit o,i4 Mol Hydrazinhydrat zugegeben. Nach 3stündigem Stehen bei Zimmertemperatur beginnen prismatische Kristalle von N1, N2-Di-benzyloxythiocarbonylhydrazin mit dem Schmelzpunkt von 118 bis 1i9,5° auszufallen.
  • Beispiel 4 Zu 4 g Benzoylthioglycolsäure in 2o ccm i-n Ätzalkali werden 3,5 9 Cyclohexyloxythiocarbonyl-
    hydrazinin2o ccmÄthylalkohol (95°/0) zugegeben. Hier-
    durch wird allmählich Nl-Benzoyl-N2-cyclohexyloxy-
    thiocarbonylhydrazin in prismatischen Kristallen mit
    einem Schmelzpunkt von 12o,5 bis r22,5° gefällt.
    Beispiel 5
    Zu 18 g Cyclohexyloxythiocarbonylhydrazin in
    6o ccm Äthylalkohol (95 °/o) werden 9,7 ccm Essig-
    säure-anhydrid zugegeben. Hierdurch wird in
    kurzer Zeit Nl-Acetyl-N2-cyclohexyloxythiocarbonyl-
    hydrazin in Form prismatischer Kristalle mit einem
    Schmelzpunkt von 138 bis 14o° gefällt.
    In entsprechender Weise wird Nl-Benzoyl-N2-cyclo-
    hexyloxythiocarbonylhydrazin erhalten, wenn z. B.
    Benzoylchlorid anstatt Essigsäure-anhydrid verwendet
    wird.
    In analoger Weise können die folgenden Verbin-
    dungen hergestellt werden:
    Benzaldehyd-cyclohexyloxythiocarbonylhydrazin,
    C,H"0-CS-NH-N-CH-C,Hs;
    N"-Cyclohexyloxythiocarbonyl-N2-acetyl-hydrazin,
    C&H110CS-NH-NH-CO-CH3;
    Nl-Benzyloxythiocarbonyl-N2-acetyl-hydrazin,
    C,H,CH20-CS-NH-NH-CO-CH3;
    NI-Cyclohexyloxythiocarbonyl-N2-benzoyl-hydrazin,
    C,H"0-CS-NH-NH-CO-C@H5;
    Nl-Benzyloxythiocarbonyl-N2-benzoyl-hydrazin,
    C,H,CHz0-CS-NH-NH-CO-C@HS;
    Nl-Cyclohexyloxythiocarbonyl-N2-phenyl-hydrazin,
    C,H110-CS-NH-NH-C@Hs;
    Nl-Benzyloxythiocärbonyl-N2-cyclohexyloxythio-
    carbonyl-hydrazin,
    CgH5CH20-CS-NH-NH-CS-0-C,H11;
    N1, N2-Di-cyclohexyloxythiocarbonyl-hydrazin,
    C,H110-CS-NH-NH-CS-0-C,H11.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Thiocarbhydrazinverbindungen der allgemeinen Formel worin R, Benzyl oder Cyclohexyl, R2 entweder Wasserstoff 'oder eine weitere Bindung an R3 und R3 entweder C H C6 Hb, C 0 - CO 115, C 0 - C H3, CS - O - CH2C6Hb, CS - 0 - C6H", C,HS oder Wasserstoff bedeuten, in welchen beiden letzten Fällen R1 ein Cyclohexylrest ist, dadurch gekennzeichnet, daB Hydrazinverbindungen der allgemeinen Formel bzw. Salze oder funktionelle Derivate davon mit einer Xanthogensäure R1 O C S S H, ihren' Salzen oder an sich bekannten reaktionsfähigen Derivaten davon oder daß Xanthogenhydrazide der allgemeinen Formel Rlp - C S - N H - N H2 bzw. Salze oder funktionelle Derivate davon mit an sich bekannten reaktionsfähigen Derivaten von R3 umgesetzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen, die den Rest R1 0 - C S - N H - N - enthalten, mit Carbonylverbindungen oder Xanthogensäuren bzw. deren Salzen oder reaktionsfähigen Derivaten umgesetzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß, falls R2 Wasserstoff und R3 der Rest R10 - C S ist, Hydrazin oder Hydrazinhydrat oder dessen Salz mit 2 Molekülen einer Xanthogensäure bzw. deren Salzen oder reaktionsfähigen Derivaten unter Einführung von zwei gleichen Oxythiocarbonylresten behandelt wird.
DEA3199A 1949-08-17 1950-08-13 Verfahren zur Herstellung von Thiocarbhydrazinverbindungen Expired DE896651C (de)

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SE896651X 1949-08-17

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DEA3199A Expired DE896651C (de) 1949-08-17 1950-08-13 Verfahren zur Herstellung von Thiocarbhydrazinverbindungen

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