-
Anhängerkupplung Die Erfindung betrifft Kuppelverbindungen zwischenZugfahrzeugen
oder Traktoren und von diesen zu schleppenden Vorrichtungen, wobei die Traktoren
am hinteren Ende ein: mit Zapfen befestigtes Kupplungsglied tragen, das für vertikale
Bewegungen mit Hilfeeiner Hebekraft bewegt werden kann, welche auf .dem Traktor
angebracht ist und von dem Fahrersitz aus in Tätigkeit gesetzt werden kann. Der
Ausdruck geschleppte Vorrichtungen soll jede Vorrichtung decken, die etwa geschleppt
werden soll, aber insbesondere in sich selbst nicht ausbalanzierte Vorrichtungen"
wie Anhänger, Dungstreuer u. d,-I., deren Räder am hinteren Ende sitzen, so daß
sie von dem Traktor nicht nur geschleppt, sondern auch gestützt werden und so das
nicht belancierte Gewicht von der geschleppten Vorrichteng auf den Traktor mit Hilfe
der Kupplung übertragen wird.
-
Gegenstand der Erfindung ist eine verbesserte Kupplung, bei. welcher
die Gefahr für das ziehende Fahrzeug, infolge des auf dasselbe übertragenen Gewichtes
der zu schleppenden Vorrichtung nach rückwärts umgekippt zu werden, vermieden oder
gemildert wird.
-
Zum besseren Verständnis der Erfindung soll einbesondere @Ausführungsform,
wenn auch nur beispielsweise, nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben
werden, wobei Fi.g. r eine Seitenansicht eines allgemein bekannten Leichtgewichttraktors
ist, an dem ein zweirädriger, nicht ausbalancierter Anhänger mit Hilfe einer Kupplung
.gemäß der Erfindung befestigt ist;
Fig.2 ist eine ähnliche Ansicht,
die den Anhänger in, der Stellung kurz vor dem Ankuppeln zeigt; Fig. 3 ist eine
der Fig. i entsprechende Draufsieht; Fig. q. ist eine weitere Seitenansicht, die
den Traktor beim Aufrichten zeigt.
-
Der Traktor hat eine Hubvorrichtung mit einem Paar Zugglieder i, die
im Punkt ,2 mittels Drehzapfen an dem hinteren Achsgehäuse des Traktors unten- und
etwas vor d'er Mittellinie A des Achsgehäus-es befestigt sind; diese Glieder haben.
durchbohrte Kugeln 3 an, ihren hinteren Enden zum Befestigen von landwirtschaftlichen
Geräten. Die Glieder i werden mit Hilfe von abwärts gerichteten Gliedern q. gehoben,
die an, Kurbelarmen, 5 befestigt sind, die ihrerseits an derQuerachse6 sitzen, welche
durch eine hydraulische Kolbenvorrichtung in Tätigkeit gesetzt werden kann die sich
innerhalb des Traktorengehäuses befindet, und welcher Öl unter Druck ,durch eine
von der Traktormaschine getriebene Pumpe zugeführt wird.
-
Die geschleppte Vorrichtung kann, aus einem zweirädrigen Anhänger
bestehen, bei- *elchem die Räder 1q. hinten oder nahe am hinteren Ende angeordnet
sind, so daß der Anhänger die Neigung hat, nach- vorn zukippen. Der Anhänger hat
einen Kippkörper 15, der hinten mit Zapfen befestigt ist und durch eine hydraulische
Vorrichtung @rb gekippt werden kann, welcher 01 durch eine bi@egsame Rohrleitung
17 zugeführt wird, die an dem nach vorwärts gerichteten Handbremsenmast i 5A angeordnet
ist und: die lösbar über einer Rohrleitung i8i mit irgendwelchen bekannten Kupplungsvorrichtungen
z8A verbunden werden kann, welche beim Abschalten sich von selbst schließen. Der
Kippkärper 15 ist auf dem Chassis ig mit Zapfen befestigt, welches einem nach vorwärts
sich -erstrekkenden Ansatz 2o trägt, an dessen vorderem Ende ein Kupplungselement
in Form einer Öse 2i vorgesehen ist. An diesem Ende ist auch- ein. nach unten gerichteter
Fuß 22 vorgesehen, um das Kupplungselement genügend frei von der Bodenoberfläche
zu halten zwecks- automatischer Kupplung, wie in Fig. 2, gezeigt: Unter dem Differentialgehäuse
des Traktors sind zwei gabelartig nach hinten gehende Angeln 23 angenietet, welche
klammerartige Vorrichtungen bilden- und deren, Stirnenden zur Aufnahme von Zapfenbolzen
25 eingerichtet sind, die an 4en vorderen Enden .eines Armes 26 sitzen, an dessen
hinterem Ende nach oben: gerichtete Haken. 27 bder Kupplungsglieder sitzen. An seinem
hinteren Ende hat dieser Arm auch: einen Querbolzen @28, an,diessen Enden zwei Glieder
29 angebracht sind, welche nach hinten auseinandergehen und mit Bolzen 29A an den
Enden des Querstabes 3o .angebracht sind, welcher seinerseits quer auf der Rückseite
der Hauptkupplungsglieder angeordnet ist und, mit seinen Zapfen 29A in ,die Öffnungen
an, den Gelenkkugeln 3 eingreift, welche normalerweise in den Kupplungsgliedern
i vorgesehen sind. Es ist klar; daß der Querstab 30 in diese Lage als, ein,-notwendiges
Zwischenglied .gebracht werden muß, um die Arbeitsglieder 29 mit-den Kupplungsgliedern
zu verbinden; dies stellt ein Sicherheitsmerkmal dar.
-
Der Hakenarm 26 ist so ausgebildet, daß ,er in Arbeits- oder Ruhestellung
gebracht werden, kann; die Einzelheiten bilden nicht Gegenstand der Anmeldung, Die
Anordnung des Hakenarmes 26 und der Arbeitsglieder 29 ist derartig, daß beim Senken
der Zugglieder i, wie in Fig. 2 .gezeigt, der Arm und die Arbeitsglieder, welche
gelenkige Haltemittel für den -Haken sind, den Haken 27 nach unten in eine Stellung
nahe am Boden senken, in der der Haken 27 niedriger steht, als der Höhe der Öse
:21 an dem Anhänger entspricht, wenn letztere durch den Fuß 22 gestützt wird. Der
Fahrer kann daher den Traktor nach rückwärts bewegen und den Haken 27 unter die
Öse 2 1 bringen. Wenn hierauf die Hebevorrichtung mit Hilfe des Hebels r2A auf dem
Traktor zum Heben des Kupplungsgliedes i in Tätigkeit gesetzt wird, verursacht letzteres
eine hebende Bewegung des Armes 26 und wirkt auf die Glieder 29 derart ein, daß
der Haken 27 die Öse 2 r aufnimmt und die Vorderseite des Anhängers aus ihrer Lage
hebt. In ganz gehobener Lage, wie in -Fis. r gezeigt, liegen Haken und Öse unmittelbar
unter dem Differentialgehäuse und nur in geringer Entfernung von der hinteren Achse
A des Traktors. Auf diese Weise ruft die Anbringung des Gewichts des nichtausbalancierten
Anhängers kein nach hinten wirkendes Moment auf den Traktor hervor, und es ist klar,
daß ein Kupplungspunkt, der gut von der hinteren Seite dieser Achse entfernt ist,
beispielsweise an, dem hinteren Ende des Kuppiungsgliedes i, einerheblich nach hinten
wirkendes Moment auf den Traktor ausüben würde mit dem Bestreben, dessen vordere
Räder zu heben. Die Erfindung zeigt daher eine Kupplung; die eine wesentliche Übertragung
des Anhängergewichts auf deri Traktor möglich macht, ohne Gefahr und übermäßige
Gewichtsentlastung der Andererseits istes wichtig, sicherzustellen; daß für den
Fall, daß@ der Traktor sich aufrichtet, d. h. sich um die Haken,- und ösenverbindung
in seiner Lage zu .demAnhängerdreht, diesesSichaufrichten auf einen vernünftigen
Grad begrenzt und ein Kippen vermieden wird. Dies wird auf folgende Weise erreicht:
In gehobener Stellung liegt der Querstab 30 räumlich über dein nach vorn gerichteten
Ansatz2o des Anhängers. Der Abstand ist ,derartig, daß für den Fall"daß- @d'er Traktor
sich aufrichtet, der Querstab 30 mit dem Ansatz 2o in Berührung kommt, wie in Fig.
q. gezeigt ist, und so den Traktor an weiterem Aufrichten gegenüber dem Anhänger
über .die dargestellte Stellung hinaus hindert. Auf diese Weise ist die Möglichkeit
für den Traktor, nach rückwärts zukippen, vermieden. Dieses Sicherheitsmerkmal ist
besonders erwünscht, weil der Haken 27 und die Öse 2,1, wie oben beschrieben, verriegelt
sind, deshalb nicht von selbst frei werden und den Traktor von -dem aufrichtenden
Moment entlasten. Der Querstab dient auch zum Stützen der Glieder z.
Ein.
weiterer Vorteil der Anordnung liegt darin, daß derHaken 27 in seiner gehobenen
Stellung nahe an dem festen Tei.l35 liegt, der ein Teil des Differentialgehäuses
ist und den Haken so abschließt, daß die Kupplungsöse des Anhängers ausgekuppelt
wird.
-
Ein Konstruktionsteil ist vorgesehen, welcher die Wirkungsweise eines
Spannungsgliedes oder einer zusammendrückbaren Spreize hat und welcher zwischen
dem Querstab 30 und einem Hakenbolzen oder irgendeinem anderen Teil oben
auf dem Differentialgehäuse angeordnet ist. Die Bauweise dieses Konstruktionsteiles
ist nicht Gegenstand der Erfindung, und es genügt die Angabe, d'aß es aus teleskopartig
miteinander verbundenen Teilen 35, 37 besteht, die an dem Querstab 3o befestigt
sind, welch letzter mit dem Traktor durch den genannten Hakenbolzen, drehbar verbunden
ist. Wie in Fig. 4. gezeigt, wirken diese Teile wie eine Spreize und verhindern
eine weitere Aufwärtsbewegung des Querstabes 30 gegen den Traktor.
-
Ein weiteres Merkmal liegt darin, daß die Sicherheitsvorrichtung nicht
aus Unachtsamkeit weggelassen werden kann, weil der Querstab 30 erst in seine Lage
gebracht werden muß, um die Bolzen 29A anbringen zu können, die zum Anlenken der
Glieder og an die Kupplungsglieder r erforderlich sind.