-
Glied oder Einheitsteil zur Herstellung einer biegsamen Verlegungsvorrichtung
für Schwellen, insbesondere für Modelleisenbahnen Die Erfindung bezieht sich auf
die Herstellung bzw. Verlegung von Gleisen für Modelleisenbahnen, insbesondere auf
eine Verlegungs- bzw. Setzvorrichtung und auf eine Zusammenstellung solcher Vorrichtungen,
mit denen die Schwellen in gerader Ausrichtung und im vorgeschriebenen Abstand zum
Befestigen der Schienen .gehalten werden.
-
Mit der Erfindung wird der Zweck verfolgt, aus einer Mehrzahl von
gleichen oder nahezu gleicher Verlegungseinheiten einen biegsamen Verlegungsstrang
zu bilden, durch den die Schwellen für eine Modelleisenbahn in genauer Ausrichtung
und im gewünschten Abstand gehalten werden. Darüber hinaus kann die erfindungsgemäße
Vorrichtung zur Verlegung von geraden oder gekrümmten Gleisstrecken benutzt werden,
wobei es gleichgültig ist; ob .das Gleis eben oder geneigt verläuft.
-
Gemäß der Erfindung besteht eine Einheit oder ,ein-Glied für den biegsamen
Verlegungsstrang aus einem eine Schwelle aufnehmenden Teil, der seitlich mit Mitteln
zur gegenseitigen Befestigung versehen ist, und zwar in einem vorbestimmten Abstand
mit einem zweiten ähnIlichen Glied bei völliger Streckung des Stranges. Weiterhin
sind Mittel auf der Unterseite des die Schwelle aufnehmenden Gliedes vorgesehen,
die ein zeitweises Befestigen des Gliedes auf einer Unterfläche, dem Boden od. dgl.;
erlaubt.
-
Vorteilhaft besteben die Glieder aus im Grundriß rechtwinkligen Teilen,
deren seitliche Enden, eine
solche Breite aufweisen., daß. die Verlegung
einer Kurve durch Anstoßenlassen der Ecken der Glieder möglich ist. Der Radius der
Kurve soll dem kleinsten Radius der Krümmung entsprechen, die noch dem Fahrzeug
der entsprechenden Spur der Modelleisenbahn eine ausreichende Sicherheit verleiht.
Hierfür beträgt beispielsweise die Breite etwas weniger als, der Abstand( zweier
benachbarter Glieder bei völliger Streckung des Verlegungsstranges.
-
Gemäß einem weiteren. Merkmal der Erfindung sind Mittel vorgesehen,
die ein zeitweiliges Befestigen. eines Gliedes auf der Unterfläche erlauben. Diese
Mittel bestehen vorteilhaft aus Zinken, die symmetrisch zu beiden Längs- und Querachsen
eines Gliedes angeordnet sind. Vorzugsweise soll der Abstand zwischen zwei längsgerichteten
Zinken der Spur des zu legenden Gleises gleich sein.
-
Die Mittel zum Verbinden der Glieder in einem vorbestimmten Abstand
oder . in: einer völligen Streckung voneinander hestehen einerseits aus einer etwas
aufstehenden, T-förmigen Zunge und. anderseits aus einem T-förmigen Schlitz, .welche
Teile je an den entgegengesetzten. Längsseiten des die Schwelle aufnehmenden Gliedes
angeordnet sind. Die Zunge des einen Gliedes kann hierbei in den. Schlitz eines
benachbarten Gliedes eingreifen.
-
In. der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstands
veranschaulicht.
-
Fig. i zeigt im Schaubild eine Ausführung eines Verlegungsgliedes
mit einer Schwelle, die strichpunktiert angedeutet ist; Fig. 2- ist eine Draufsicht
auf das Glied, während Fis. 3 eine Seitenansicht des Gliedes darstellt; Fig. 4 ist
eine Draufsicht von zwei miteinander verbundenen Gliedern, die je eine Schwelle
in dem gewünschten Abstand voneinander tragen.
-
Ein Glied, das eine Einheit der verschiebbaren Verlegungsvorrichtung
darstellt, besteht aus, einem in drei kastenartige Teile unterteilten Metallstreifen,
von denen die zwei äußeren Teile io mit dem mittleren Teil i i mittels eines flachen
Steges 12 verbunden sind. Jeder Endteil io ist bei 13 in Richtung der Längsachse
des Gliedes und auch in symmetrischer Anordnung geschlitzt. Die Weite des Schlitzes
ist so gehalten, daß gerade eine Schwelle 14 in enger Passung aufgenommen werden
kann. Bei einer Spur oo beträgt die Breite der Schwelle 31/2 mm. Die obere Fläche
der kastenartigen Endteile io .steigt etwas nach außen an.
-
Symmetrisch zur Längsmittellinie des Gliedes befindet sich auf einer
Seite eine vorstehende, aufwärts gebogene, T-förmig ausgebildete Zunge 15 und an
der anderen Seite am einer Stelle, die über die Verbindungshrnie der Eckkanten der
kastenförmigen Endteile leicht herausragt, eine geneigt verlaufende, T-förmige Ausnehmung
16.
-
In der Längsachse und auch symmetrisch zur Ouerachse sind zwei dreieckförmige
Teile aus den. Verbindungsstegen 12 zur Bildung von Zinken, 17 ausgestanzt, die
zum Befestigen des Gliedes an einer Unterfläche oder auch zum Ausrichten innerhalb
eines Schienenstranges eines vorhandenen Gleises dienen, wie nachfolgend noch beschrieben.
wird.
-
Die einzelnen Glieder werden dadurch miteinander verbunden, daß der
Schaft der T-förmigen Zunge durch .den schmalen Schlitz der T-förmigen Ausnehmung
eingesetzt wird, worauf die Glieder ausgerichtet werden.
-
Die Abmessung eines einzelnen. Gliedes ändert sich mit der Spur des
zu legenden Gleises. Die Entfernung zwischenderinneren Kantedes schmalen Schlitzes
der T-förmigen Ausnehmung und der äußeren Kante der T-förmigen Zunge beträgt für
die Spur oo io mm. Die kastenförmigen Endteile weisen Flansche 18 und i9 auf. Die
Flansche 18 dienen, dazu, daß die Glieder beim Bildern eines biegsamen Verlegungsstranges
aus mehreren, aneinandergerei.hten Gliedern sich nicht verwickeln. Die Flansche
ig dienern zur Auflage der Glieder auf den Fahrschienen, beispielsweise wenn eine
Verlegungsvorrichtung zusammengesetzt werden soll, um ein vorhandenes Gleis zu kopieren.
Die Flansche 18 sind von der Seitenkante der Teile io leicht abgesetzt. Die Entfernung
der Flansche 18 zueinander beträgt 93/4 mm für die Spurweite oo, d. h. etwas weniger
als der Abstand von io mm zwischen den entsprechenden Eingriffskanten der Zunge
15 mit der Ausnehmung 16. Dadurch, ist es möglich gemacht, daß die Glieder in voller
Streckung zueinander genau in den vorgeschriebenen. Abstand der Schwellen gelegt
werden. können, ohne daß die Flansche 18 hindern. Der Abstand zwischen den äußeren
Flächen der beiden Zinken 17 beträgt für dieselbe Spurweite 161/2 mm; er entspricht
der Entfernung zwischen den inneren Kanten der Schienen eines Gleises mit der Spurweite
oo.
-
Eine biegsame Verlegungseinrichtung wird dadurch geschaffen, daß die
Zunge des einen Gliedes in die Ausnehmun.g des benachbarten Gliedes entsprechend
der Darstellung der Fig. 4 eingreift und so viel Glieder miteinander verbunden werden,
bis die gewünschte Anzahl der Schwellen. verlegt werden kann. Die Verlegungsvorrichtung
wird sodann, in die gewünschte Lage gebracht, wobei eine Führung für die Kanten
des Gliedes, soweit notwendig, verwendet werden kann. Die Festlegung in der ausgerichteten
Lage erfolgt durch Eindrücken der Zinken in die Unterfläche. Wenn die Schwellen
in die vorgesehenen' Ausnehmungen der einzelnen Glieder gelegt sind, können die
Schienen an den. Schwellen: durch Löten od. dgl. befestigt werden. Die Verlegungsvorrichtung
gemäß der Erfindung ist insbesondere für das Verlegen von Gleisen bei Verwendung
von. Schienenklammern: geeignet.
-
Der Vorteil' der biegsamen Verlegungsvorrichtung gemäß der Erfindung
besteht in der Erleichterung einer schnellen Verlegung vorn beliebig langen Gleisstücken,
und weiterhin ergeben sich durch das Eindrücken der Zinken zur Befestigung der Verlegungsvorrichtung
auf einer Unterfläche Reihen von Lochmarken auf der Fläche oder vielleicht noch
vorteilhafter auf einem zwischengelegten Papierstreifen, wodurch man in der Lage
ist, ein genaues Doppel der Verlegunsvorrichtung oder des Gleis-e>
abschnittes
zu jeder Zeit nachbauen zii -können. Weiterhin. ist es mit Hilfe der Zinken an den
Gliedern gemäß der Erfindung möglich, einen vorliandenen Gleisabschnitt genau zu
kopieren, indem die die Schwellen tragenden Glieder auf dem vorhandenen Gleis so
.aufgesetzt werden, d.aß die Zinken genau innerhalb der Schienen zu liegen kommen.